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Millionen für David Duchovny
David Duchovny sollte der Cigarette Smoking Man werden. Nicht jeden Tag legt sich eine Person mit einem großen Medienkonzern an und gewinnt. Aber David Duchovny nahm es mit Fox, einem Unternehmen von Rupert Murdoch's News Corp., auf und gewann. Er braucht nur in 11 Episoden der 8.Staffel der X-Files mitmachen und wird dafür um $20 Mio. reicher.
Duchovnys Entscheidung dabei zu bleiben bringt ihm zwischen $350.000 und $400.000 pro Episode ein, was ihn noch nicht in Regionen hebt, in der "Friends"-Darsteller leben, aber auch nicht schlecht ist.
Wichtiger und einträglicher war aber sein Prozeß gegen die Schwestergesellschaft von Fox, Twentieth Television. Er beschuldigte Twentieth ihm Millionen zu schulden, da sie die X-Files für Wiederholungen nicht auf den freien Markt geben, sondern nur in eigenen Sendern wie dem Kabelsender FX wiederholen.
Auch wenn eine Jury wahrscheinlich auf Duchovnys Seite gestanden hätte, die Chance schnell an Geld zu kommen wären schlecht, wenn Fox in die Berufung gegangen wäre. Dann hätte sich der Prozeß über Jahre hingezogen.
Doch Fox hatte keinen Spielraum. Sie wollten die X-Files und sie wollten Duchovny.
Zuerst mußte Fox Carter für ein weiteres Jahr an die Serie binden. Doch auch mit Carter an Bord, mußte Fox sich mit Duchovny einigen. Denn nur eine Sache wäre schlimmer als die X-Files einzustellen, nämlich die Serie so zu runinieren, daß 20th Century Fox sich das Geschäft mit einem weiterem X-Film Film verderben würde.
Duchovnys beginnende Filmkarriere außerhalb der X-Files gab ihm die Möglichkeit darüber zu sprechen, daß er keine Lust mehr hat in der Serie mitzuspielen. Er und sein Agent wußte genau wie wichtig Fox eine weitere Season war.
Wenn das Gerücht Mulder würde von Aliens entführt werden stimmt, dann wird Duchovny wohl nur in den Quoten-sensitiven Monaten November, Februar und Mai zu sehen sein. In der Zwischenzeit kann Duchovny sein Geld zählen und sich freuen.
Wenn jemand das Recht hat die Siegeszigarre zu rauchen und Rauch in das Gesicht seines Vorgesetzten zu pusten, dann er.
(21.05.00) Phil Rosenthal, Chicago Sun Times, deutsche Übersetzung von Lothar Bartsch
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