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Agenten in der Veränderung
29 October 2000 - X von Lothar Bartsch
von Ken Tucker für Entertainment Weekly
Eine aktivere Scully und ihr starker neuer Partner geben der achten Staffel einen Schub nach vorne.
Noch liegt die Serie nicht unter Staub begraben. Erinnern wir uns an den Cliffhanger aus der siebten Staffel, in dem Fox Mulder (David Duchovny) von unseren alten außeridischen Feinden, den Aliens entführt wurde. Und erinnern wir uns an die Nachrichten dieses Sommers in denen immer berichtet wurde David Duchovny wäre nur in der halben Staffel dabei und Scully (Gillian Anderson) bekommt einen neuen Partner, FBI Agent John Doggett (Robert Patrick).
Nun, alle erscheinen in der Season Premiere, aber keiner der Charaktere scheint in bester Verfassung zu sein. Mulder ist in außerirdischer Gefangenschaft und liegt auf dem Untersuchungstisch, wo sechs kleine Zangen seine Wangen zurückziehen (Duchovny hat sich seinen Lohn alleine durch diese Szene verdient, sie muß schmerzvoller gewesen sein als sein Nicht-Gewinn in ''Who Wants to Be a Millionaire'').
Scully geht es auch nicht so gut, sie leidet unter morgendlicher Übelkeit, verursacht durch ihre unerklärliche Schwangerschaft. Und Doggett, nun niemand empfängt ihn mit offenen Armen, weder Scully noch FBI Assistant Director Skinner (Mitch Pileggi), dessen Augen nun, sorry für den Ausdruck, wie Untertassen aussehen nachdem er zum "Gläubigen" an der Konspiration wurde die über der Serie hängt wie der Smog in L.A.
Doch Tatsache ist, diese ganze Anspannung beschleunigt den Puls der ganzen Serie, der in der letzten Staffel etwas unregelmäßig wurde. In zu vielen Abenteuern in den sieben Staffeln sahen Duchovny und Anderson aus als würden sie untersuchen wer J.R. Ewing erschossen hat, ihre Langeweile kam langsam zum Vorschein. Die Premiere Episode der achten Staffel "Within" (wie die folgende Episode "Without" von Chris Carter geschrieben) entdeckt eine neue Art von Energie in der Serie. Scully mag kränkeln, doch Anderson spielt dieses, ebenso wie die Action-Szenen, mit einem Können wie es ihr die Kritiker schon für ihre Rolle in "The House of Mirth" bescheinigten.
Und nun verstehe ich was Chris Carter in Robert Patrick sieht. Wo er in "T2" nur seinen Gleichmut ausgebeutet hat kommt seine Rolle nun geschärft hervor. Beide, der Schauspieler und die Rolle finden einen glatten Einstieg in die Serie, Doggett weiß wie er eine Untersuchung führen muß auch wenn er dabei einigen auf die Füße tritt, sogar wenn es Scullys Füße sind. Scully hat einen langsamen, doch stetigen Schritt vom Skeptiker zur Gläubigen gemacht und kann Doggett nun als streitsüchtigen, doch gewissenhaften Partner nutzen.
Das ich Fox Mulder hier kaum erwähnt habe, liegt daran, daß seine Szenen so sehr in die Story verwoben sind. Chris Carter & Co würden mich entführen wenn ich sie enthüllen würde. Ich kann nur sagen, seine Szenen haben eine deutlich halluzinatorische, leichte S&M Qualität, wie "Marathon Man" trifft Marquis de Sade und vieles grünes Blut fließt dabei.
Was ich noch sagen kann, eine entscheidende Rolle wird von einem Charakter gespielt den wir aus der fünften Staffel kennen, dem nun 12 Jahre alten Gibson Praise (Jeff Gulka), einem Wunderkind der außerirdische DNA in sich haben soll. Dadurch neigt er zu Visionen nach denen er unseren Helden erzählt Mulder wäre "irgendwo da draußen".
Und da ist, Gott sei Dank, auch unsere Serie. Weit da draußen. Note 1-
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