THE X-FILES Original Transcript by: Carrie Kendl Translation by: Therese Daeberitz All rights reserved. Disclaimer: This transcript is meant as a homage, all characters, plots, quotes, etc. used in her are owned by 20th Century Fox, 1013 Productions and The X-FilesTM. Please don't use this for any commercial gain again without permissions. Permissions may be given by the authorities of this web site. Thank you. Enjoy the script and love the show! Übersetzung - Badlaa [8ABX12] --------------------------------------------------------------------- WRITTEN BY: John Shiban DIRECTED BY: Tony Wharmby US AIR DATE: Jan. 21st 2001 ÜBERSETZUNG: Therese Däberitz *Nachtrag zur Episode nach STARRING* TEASER SAHAR INTERNATIONAL AIRPORT MUMBAI, INDIEN Das Terminal des Flughafens ist wieder einmal sehr überfüllt, überall herrscht geschäftiges Treiben. Altmodische Taxis fahren hin und her. Wir hören ein Quietschen. Ein sehr großer Mann, MR. POTOCKI, steigt aus einem dieser Taxis aus und betritt das Terminal. Er trägt einen ordentlichen Anzug und einen Koffer. Als er durch das Terminal läuft, betteln ihn verschiedene Leute an, halten ihre Hände hoffnungsvoll ausgestreckt. Sie rufen ihm hinterher, als er - ohne sie zu beachten - an den Ticketschalter tritt. BETTLER: Paise Paise! [muss wohl die indische Währung sein] MR. POTOCKI ignoriert die Bettler und klatscht seinen Pass auf den Schalter. BEAMTIN: Nach Hause in die USA, Mr. Potocki? MR. POTOCKI: Ich kann es kaum erwarten. Seine Stimme spiegelt Abneigung gegenüber Indien und der indischen Kultur wider. Die BEAMTIN stempelt den Reisepass und schaut zur nächsten Person, die hinter MR. POTOCKI steht. BEAMTIN: Der nächste! Ihren Pass, bitte. MR. POTOCKI läuft weiter. Als er ein metallisch quietschendes Geräusch wahrnimmt, welches offenbar nach einem Rad klingt, das ihm folgt, bleibt er stehen und dreht sich um. Er schaut in Richtung des Bodens und blickt einem kleinen, BEINLOSEM MANN, der auf einer winzigen fahrbaren Unterlage sitzt, in die Augen. Der BEINLOSE MANN schaut zu ihm auf. MR. POTOCKI: Sie armer Bastard. Er läuft weiter. Wieder dreht er sich herum, denn er hört wieder dieses quietschende Geräusch der Räder. Der BEINLOSE MANN folgt ihm. Der Größenunterschied der beiden Männer wird erst jetzt unumgänglich deutlich. MR. POTOCKI greift in seine Tasche, holt ein bißchen Kleingeld hervor und lässt es in die Hand des BEINLOSEN MANNES fallen. MR. POTOCKI: Hier sind 50 Paise. Kaufen Sie sich mal Schmieröl. Doch der BEINLOSE MANN ist nocht zufrieden. Er starrt sein Gegenüber voller Hass an. Als MR. POTOCKI weggeht, lässt er das Geld auf den Boden fallen. CUT TO: MR. POTOCKI sitzt auf einer Toilette und liest nebenbei eine indische Tageszeitung - den Bombay Observer. Plötzlich erfüllt ein quietschendes Geräusch den Raum. Unter der Tür hindurch sieht er die Arme des BEINLOSEN MANNES auf dem fahrbaren Untersatz. MR. POTOCKI: Oh, schrei bloß nicht herum! Hör mal, Freundchen, ich habe dir etwas gegeben! Das Quietschen kommt näher. Heavy Filmmusik. MR. POTOCKI: Verstehen Sie mich? [Eigentlich ja: 'Verstehen Sie Englisch', das würde aber im Deutschen nicht viel Sinn ergeben.] MR. POTOCKI steht auf und zieht seine Hosen hoch. Plätzlich fällt er schreiend zu Boden. Verzweifelt versucht er sich an den Wänden der Toilettenkabine festzuhalten, als er unter der Tür durch in Richtung des Mannes auf dem Untersatz gezogen wird. DULLES INTERNATIONAL AIRPORT WASHINGTON, D.C. Ein Flugzeug landet in der Nacht. CUT TO: Ein Hotelpage öffnet das Zimmer Nr. 815 eines hübschen Hotels. MR. POTOCKI betritt den Raum ohne ein Wort zu sagen und bleibt in der Mitte des Zimmers stehen. Der PAGE grinst vergnügt und hofft auf sein Trinkgeld. PAGE: Ziemlich langer Flug, was? Von Bombay nach Washington? Er schleppt die Taschen in das Hotelzimmer. PAGE: Wissen Sie, ich frage mich, ob die da auch Indisches Essen servieren. MR. POTOCKI gibt keine Antwort. PAGE: Wenn ich irgend etwas für Sie tun kann, Sir... Immer noch keine Antwort. Der PAGE geht enttäuscht und dreht an einem der Räder des fahrbaren Untersatzes, der Bestandteil des Gepäcks ist. Er schließt die Tür hinter sich. MR. POTOCKI setzt sich langsam auf das Bett. Er atmet schwer. Blut sickert unter dem Hosenaufschlag das Bein hinab. Auch die Tagesdecke auf seinem Bett ist jetzt voll mit Blut. Seine Augen füllen sich ebenfalls mit Blut - er atmet schwer. Dann hört das Atmen plötzlich auf. OPENING CREDITS HOTEL BELMONT WASHINGTON, D.C. 09:46 UHR Am nächsten Morgen ist das Hotelzimmer Nummer 815 als Tatort abgesperrt. SCULLY betritt den Raum. Sie sieht müde aus. DOGGETT kommt zu ihr herüber. DOGGETT: Das ist doch das, was auf Ihrem Schreibtisch lag, oder, Agent Scully? SCULLY: Guten Morgen. Tut mir leid, dass ich so spät bin. Ich konnte mir die Akte noch nicht ansehen. Schrecklich viel Verkehr. DOGGETT: Ja, der Beltway ist ein Alptraum! Man braucht länger durch die Stadt als ein Flugzeug, von Indien hierher - von wo aus auch unser Opfer gestern nacht hier ankam. Von Bombay. SCULLY: Von wem sprechen wir denn? DOGGETT: [zeigt ihr den Pass] Hugh Potocki. Ein Importer/Exporter aus Minneapolis. Ist hier in D.C, abgestiegen, als er auf dem Weg nach Hause war als plötzlich dieses Blut aus seinem Körper lief. Er zeigt SCULLY ein Foto der blutigen Tagesdecke des Hotelbettes SCULLY: Hat man die Leiche untersucht? DOGGETT: Ja. Die toxische Untersuchung schließt das Ebola-Virus oder etwas Exotisches aus. Irgendwas hat diesen Mann umgebracht, aber es scheint keine ausländische Erkrankung zu sein. SCULLY: Irgendwelche Hinweise auf einen Einbruch? DOGGETT: Nein. Es wurde niemand gesehen, der zum Zimmer kam oder von ihm ging. Ein Zimmermädchen hat die Leiche gefunden - 20 Minuten nachdem der Hotelpage Mr. Potocki verließ. Was auch immer geschehen ist, geschah ziemlich schnell. SCULLY: Also, im Grunde genommen sagen Sie, niemand weiß etwas. DOGGETT: Aber wenn ich nun sage, dass es deshalb auf Ihrem Schreibtisch lag? Er läuft eine Runde um sie herum und setzt sich während SCULLY über seine Wort nachdenkt. DOGGETT: Also, was denken Sie, Agent Scully? Spuk im Hotelzimmer? Außerirdische Eindringlinge? Schlampige Vampire? Sie antwortet nicht. DOGGETT: Da ist eine kleine Sache, die die Cops bei ihrer Untersuchung übersehen haben. Er sieht die Bedeckung des Bettes weg und enthüllt somit einen kleinen, blutigen Handabdruck. SCULLY: [leise] Der Abdruck eines Kindes. DOGGETT: Yeah. Danach sieht es aus. Wissen Sie, in New York gibt es einen Ring von Dieben. Die benutzten Kinder für solche Dinge. SCULLY: Mmh... DOGGETT: Sie quetschen sich dann durch zerschlagene Fenster und so was. Aber das hier... das geht darüber hinaus. SCULLY: Nein. So weit ich das sehe, Agent Doggett - so wie dieser Mann gestorben ist - bezweifle ich, dass das ein Kind getan haben könnte. DOGGETT: Danke. Ich bin nämlich noch nicht bereit mein Vertrauen in die Menschlichkeit zu verlieren. SCULLY: Aber trotzdem würde ich sagen, Sie sollten die Augen offen halten. FAIRMONT GRUNDSCHULE CHEVERLY, MARYLAND Im Schulleiterbüro unterhält MRS. HOLT, um die vierzig Jahre alt, einen Mann, MR. BURRARD, der sich für den Job des Hausmeisters beworben hat. Wir hören die Kinder, die irgend wo draussen spielen. MR. BURRARD spricht nicht, er lächelt nur schwach. MR. HOLT: Je mehr wir einsparen müssen, desto schwieriger wird es, solche Stellen zu besetzen. Und das Problem ist, dass die meisten Leute dies hier nur als einen Job ansehen und nicht begreifen, dass auch ein Instandhalter eine wichtige Rolle im Leben dieser Kinder spielt. Und ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie wundervoll es ist, jemanden zu finden, der so enthusiastisch ist wie Sie, Mr. Burrard. Sie wollen sofort hier anfangen, habe ich das richtig verstanden? Die Kamera dreht und zeigt den Mann. Es ist der BEINLOSE MANN aus dem Teaser. Er nickt langsam und bedächtig, doch es wirkt sehr beunruhigend. MRS. HOLT sieht ihn aber nur als MR. BURRARD. MR. HOLT: Das ist wunderbar! DOGGETT betritt das Leichenschauhaus. SCULLY obduziert gerade den großen Körper von MR. POTOCKI. Teile der Leiche sind mit einem Tuch abgedeckt. DOGGETT: Ziemlich groß der Typ, was? SCULLY: Groß ist relativ, Agent Doggett. Wir haben drei starke Männer gebraucht, um ihn hier herein zu schieben. Bei 402 Pfund kippte die Waage um. DOGGETT: Uh, Hugh Potocki war ein großer Mann. Mit großem Appetit. Er liebte große Autos, große Häuser, große Geschäfte. Zweimal geschieden, bezahlt zwei Unterhalte, einen davon plus Unterhalt für ein Kind. Er hat nie vergessen zu zahlen. Eigentlich scheint er seine Ehefrauen und Kinder verwöhnt zu haben. SCULLY: Ich vermisse die Pointe. DOGGETT: [grinst] Es scheint so, als hätte er auch große Frauen geliebt. Berücksichtigen wir die Beweise und das motiv, so können wir wahrscheinlich seine Ex-Frauen als Verdächtige ausschließen. SCULLY: Naja, wenn ich berücksichte, was ich hier gefunden habe, würde ich sagen, ich stimme zu. SEHR widerwillig läuft DOGGETT um den Tisch herum und schaut sich die Leiche an. Was er auch immer sieht, es scheint nicht gerade angenehm zu sein. SCULLY: Gewebeschäden. Massives Trauma der unteren Eingeweide und der rektalen Wand. DOGGETT: Stammt das von etwas, das rein oder raus geht? SCULLY: Naja, unglücklicherweise ist die Schädigung so groß, dass das schwer zu sagen ist. DOGGETT zuckt zusammen. SCULLY führt in zu einem leuchtenden Photobildschirm und zeigt ihm einige Bilder, die wie Röntgenaufnahmen aussehen. Es sind aber eigentlich MRI's. SCULLY: Ich habe diese Aufnahmen gemacht. Sie zeigen weitere Verletzungen im Unterleib und, äh, in der Bauchgegend. DOGGETT: Indien ist ein großer Durchgangspunkt für das Goldene Dreieck. Dieser Kerl flog in den letzten 18 Monaten über ein halbes Dutzend mal nach Indien und wieder zurück. SCULLY: Sie denken also, er sei ein Überbringer? Ein Heroin- oder Opium-Kurier? Ein Dealer? DOGGET: Er füllt einen Latex-Ballon mit Heroin, verschluckt diesen - solche Dinge haben wir alle vorher schon mal gesehen. Aber was ist, wenn ihm jemand aufgelauert und die Drogen gewaltsam aus ihm rausgeholt hat? Sie einfach aus seinem Bauch riss? SCULLY: Naja, ich, äh, würde sagen, das ist eine gute Theorie, Agent Doggett. Ich brauche wol nicht zu erwähnen, dass sie sehr anschaulich ist, aber es wären Spuren der Droge in seinem Körper zurückgeblieben. Und sie erklärt auch nicht den hohen Blutverlust dieses Mannes. DOGGETT: Dann sind wir genau da, wo wir angefangen haben. Niemand weiß irgenwas. SCULLY: Nicht ganz. Ich habe eine Fäulnisanalyse durchgeführt um den Zeitpunkt des Todes zu bestimmen. Temperatur der Leber, Bildung von Gasen, Grad der Totenstarre - alles nur Routine. Es ist nicht 100%ig genau, aber es gibt uns eine gewisse Zeitspanne. DOGGETT: Und welche Zeitspanne? SCULLY: 24 bis 36 Stunden. DOGGETT denkt nach. DOGGETT: Also... das kann nicht stimmen. SCULLY: Naja, es würde bedeuten, dass unser Mr. Potocki hier, äh, starb... bevor er Bombay verließ. DOGGETT: Nein, es würde bedeuten, ein toter Mann bestieg ein Flugzeug in Indien, stieg in Paris in einen anderen Flieger um, rief am Dulles Flughafen ein Taxi, bezog hier ein Vorstadthotelzimmer und gab dem Pagen sein Trinkgeld. Meiner Erfahrung nach geben tote Männer kein Trinkgeld, Agent Scully. SCULLY: Ich sagte, Sie sollen die Augen offen halten. Wir hören ein quietschendes Geräusch, als ein 12jähriger Junge, QUINTON, auf einem Roller zur Schule fährt. Drei ältere Jungen warten auf ihn. Einer der drei - TREVOR - schubst ihn vom Roller herunter. TREVOR: Oh... seht doch, was er meinem Roller angetan hat! QUINTON: Das ist meiner! TREVOR: Ja, sicher! Willst du ihn mir etwa wegnehmen?? Fast hätten sich die beiden zu prügeln begonnen, wenn nicht plötzlich QUINTONS VATER aufgetaucht wäre. Er nähert sich den Jungs. QUINTON'S VATER: Hey! Lasst ihn in Ruhe! Was ist denn hier los, Quinton? [er dreht sich zu TREVOR um, der ein bißchen nervös aussieht] Ich kenne dich. Du heißt Trevor und gehst in die siebte Klasse, richtig? Habt ihr Kerle nichts besseres zu tun, als Sechstklässler zu ärgern? TREVOR: Also... er hat mich angerempelt! QUINTON: Er lügt! QUINTON'S FATHER: Genug! Wenn du jemanden schikanieren willst, suche dir jemanden in deinem Alter! Ich werde mit deinem Vater reden, wenn es sein muss! Komm mit, Quinton. QUINTON'S VATER führt seinen Sohn zum Auto. MR. BURRARD, der neue Hausmeister, arbeitet neben den Fahrradständern. Er sieht zu, wie QUINTON den Roller hinten ins Auto legt und dann einsteigt. Jetzt sehen wir, dass der BEINLOSE MANN auf seinem Untersatz an MR. BURRARD's Stelle sitzt. FBI ZENTRALE 17:45 UHR DOGGETT: [am Telefon, laut] Ja! Danke! Entschuldigung für's Wecken! Auf wiederhören! [er legt auf] SCULLY: Schlechte Verbindung? DOGGETT: Das war das Konsulat in New Dehli. Vor drei Wochen wurde dort ein amerikanischer Geschäftsmann tot in seinem Hotelzimmer gefunden. Schauen Sie mal. Er zeigt ihr verschiedene Dokumente. DOGGETT: Ein Mr. Albert Brecht aus Spokane. Man konnte die Berichte nur schwer zusammensetzen. Der medizinischen Unterlagen ist in Hindu geschrieben, die Todesurkunde in Farsi und die Nachrichten-Verzeichnisse sind in... keine Ahnung, ich habe diese Buchstaben noch nie gesehen, aber ich habe Ihnen eine Übersetzung des Autopsieberichtes besorgt. [er zieht ein Dokument hervor] Inneres Trauma. Zerrissener Unterleib. Sie sind die Ärztin - aber klingt das nicht wie der selbe Zustand, Agent Scully? SCULLY: Sehen Sie mal hier. Albert Brechts Ausweis ist ziemlich neu und sein Gewicht wird hier als 205 Pfund angegeben, wohingegen ihn ein Indischer Arzt angab, er wiege 238 Pfund - und das zwei Stunden nach seinem Tod. DOGGETT: Naja, wenn die Leute schon lügen, dann über ihr Gewicht. SCULLY: Aber das hier ist eine ziemlich große Lüge. Ich meine, es ist ein Unterschied von 33 Pfund. DOGGETT: Naja, er war ein großer Kerl, das ist sicher. SCULLY: Ja, genau wie das Opfer hier in Washington. Alle beide in einer guten Unterkunft. DOGGETT: Unterkunft? SCULLY: [langsam] Naja, irgendwas muss die Gewichtszunahme versucht haben, Agent Doggett. Was es auch immer ist, das diese Männer umgebracht hat, es ist vielleicht freien Willens in sie eingedrungen und wieder verschwunden. Ich meine etwas kleines... mit kleinen Händen, was als eine Art blinder Passagier in den Opfern lebt. DOGGETT: Wissen Sie, ich stimme Ihnen ja zu, dass man die Augen offen halten muss, um ein Verbrechen aufzuklären aber... ihre Theorie verlangt eine Offenheit [er lächelt und setzt sich] mit der ich mich nicht wohlfühle. SCULLY: Ich verstehe Sie, Agent Doggett und ich kann nichts beweisen, aber ich wette dass Hugh Potocki 33 Pfund schwerer als seine Leiche gewesen wäre, wenn wir ihn gewogen hätten, nachdem er das erste Mal wieder hier aus Bombay ankam. DOGGETT: Es ist eine Theorie, Agent Scully, aber meinem Verstand und ziemlich alles andere an mir sagt mir, dass es nicht sein kann. SCULLY: Ich schätze Ihre Meinung aber bis jetzt sprechen die Beweise dafür. DOGGETT: Bis auf eine Sache: Selbst wenn irgendwas in Hugh Potocki lebte, als er hier aus Bombay ankam, haben Sie gesagt, er hätte schon tot sein müssen. CHEVERLY, MARYLAND 22:07 UHR Wir sehen ein hübsches Vorstadthaus. QUINTON wacht in seinem dunklem Zimmer auf. Ein quietschendes Geräusch hat ihn geweckt. Er schaut sich im Raum um und entdeckt den BEINLOSEN MANN auf seinem Quietsch-Räder-Untersatz. Voller Panik schreit QUINTON nach seinem Vater - erst leise, dann immer lauter. QUINTON: Dad? Dad. Dad! Dad!! DAD!!! Der VATER betritt schließlich das Zimmer. QUINTON'S VATER: Quint, was ist denn? QUINTON: Hier ist ein Mann im Raum! QUINTON'S VATER: Was? Wovon redest du? QUINTON'S VATER geht zum Fenster um sich zu vergewissern, dass es verschlossen ist. Keine Spur vom BEINLOSEN MANN. QUINTON: Er war hier, Dad! Gleich hier drüben! Er hatte keine Beine! QUINTON'S VATER: Quinton ... Quinton, höre mir zu. Die Dinge, die du dir einbildest, die Dinge, die du träumst... sind nicht echt. Und was nicht echt ist, kann dir nichts tun. QUINTON: Aber Dad, es war echt! Wirklich! QUINTON'S VATER: Quint, hier ist niemand. Er gibt seine Sohn einen Kuss auf die Stirn. QUINTON'S VATER: Versuche zu schlafen, okay? QUINTON ist immer noch nervös, als sein Vater den Raum verlässt und die Tür schliesst. QUINTON'S VATER geht die Treppen hinab und sieht, dass der Fernseher läuft. Ein Nachrichtensender. NACHRICHTENSPRECHER: [im Fernsehen] Wir können nicht leugnen, dass sich die Weltordnung verändert hat. Die USA ist die alleinige Supermacht - sowohl militärisch als auch wirtschaftlich. Das bedeutet Verantwortung. QUINTON'S VATER geht zu einem Stuhl, um Fernsehen zu gucken. NACHRICHTENSPRECHER: [im Fernsehen] Niemand hier oder im Ausland lehnt Amerikas Verantwortung ab. Aber die Schuldenerleichterung der Dritten Welt ist nach unserer Ansicht ein positiver Schritt Richtung Lösung der Ausgaben und der Probleme der Dritten Welt. Aber nun stimme ich nicht zu. Schulderlass würde diesen Ländern erlauben, ihre eigene Lösung zu finden - ohne dass sich Amerika einmischt... Ich glaube sie waren naiv... Wir können nicht leugnen, dass sich die Weltordnung verändert hat... Der BEINLOSE MANN beobachtet QUINTON'S VATER. In seinem Zimmer hört QUINTON seinen VATER schmerzlich schreien. QUINTON rennt aus seinem Raum heraus und in den großen Raum hinein. Sein VATER sitzt in seinem Stuhl. QUINTON: Dad? Er erhält keine Antwort. QUINTON beginnt langsam die Treppen hinunterzulaufen. QUINTON: Dad? Immer noch keine Antwort. Er nähert sich seinem VATER. Wir sehen, dass sich seine starren Augen mit Blut füllen. (Im Original kommt jetzt Werbung) Am nächsten Morgen im selben Haus. DOGGETT kommt die Treppen hinunter und sieht SCULLY zusammen mit QUINTON und seiner MUTTER am Essentisch sitzen. QUINTON'S MUTTER hat ihren Arm um den Sohn geschlungen und weint leise. SCULLY schaut hoch, als DOGGETT den Raum betritt und geht zu ihm hinüber. DOGGETT ist ziemlich beunruhigt. Er schaut zu QUINTON und seiner MUTTER, die beide weisen. Er und SCULLY reden leise miteinander. DOGGETT: Die erste Leiche, die ich sah... ich war 19 und bei der Marine. Dieser Junge... grauenvoll. SCULLY: Yeah. Und das ist nicht alles, was er behauptet gesehen zu haben. DOGGETT: Das haben mir die Polizisten erzählt. Deshalb dachte ich, wir sollten hierher fahren. SCULLY: Er sagte, er habe seinen Vater gerufen, weil etwas in seinem Zimmer war. Ich fragte ihn, ob er es mir beschrieben könne. Er sagte, es war ein kleiner Typ. Es hatte keine Arme, und dass es sich mit den Armen aufrecht hielt. QUINTON und seine MUTTER verlassen das Zimmer. DOGGETT: Naja, es ist ein ziemlich guter Trick, wenn man bedenkt, was ich oben gefunden habe. Handabdrücke im Zimmer des Jungen. Sie passen zu denen, die wir in Potocki's Raum fanden. Und hier kommt die gute Nachricht. Es erfüllt Ihre Theorie nicht denn dieses Ding kommt hier nicht im Körper von irgend jemandem herein. Es kam durch das Zimmerfenster. SCULLY: Warum sind Sie sich so sicher? DOGGETT: Auf dem Fensterbrett außerhalb des verschlossenen Fensters war ein weiterer Abdruck. Und jemand muss es verschlossen haben, nachdem dieses Ding hereinkam. SCULLY: Genau. Das ist exakt das was der Vater laut der Aussage des Jungen getan hat. Aber es ist der Vater, mit dem ich ein Problem habe. Er hatte keinerlei dieser massiven Blutungen, die wir bei Mr. Potocki vorfanden. Im Anfangsbericht des Coroners klingt es so, als wäre der Kerl an einer Gehirnembolie gestorben. Das einzige auffällige Detail der äußeren Untersuchung waren die Augen... in welchen nur die Blutgefäße geplatzt sind. [sie hält inne und denkt nach] Es sei denn, es ist erst das Anfangsstadium... Sie verlässt das Haus. DOGGETT schaut ihr hinterher. SCULLY betritt ein Leichenschauhaus. Sie ist etwas außer Atem. Sie bleibt kurz stehen und nähert sich dann nervös der Leiche von QUINTON'S VATER. Sie schlägt das Tuch zurück, welches den Leichnam bedeckt - der Bauch des Körpers ist rund und angeschwollen, wie der einer Hochschwangeren. Sie zieht Schutzbekleidung und Latexhandschuhe an und schaltet das Mikrophon ein. Ihre Stimme vibriert vor Spannung. SCULLY: Hier ist Special Agent Dana Scully. Ich bin Ärztin und werde jetzt einen ungefugten Eingriff an einer Leiche vornehmen. Die, äh..., Person ist ein männlicher Kaukasianer. Das Alter, äh... fällt mir zu diesem Zeitpunkt nicht ein... Er ist ungefähr 1,80 Meter groß und wiegt... sein Gewicht wird sich wahrscheinlich geändert haben. Sie nimmt ein Skalpell vom Instrumententisch neben ihr, auf welchen sie auch ihre Waffe gelegt hat. SCULLY: Ich glaube die Aufblähungen hier sind auf Verwesungsgase zurückzuführen, ...aber es erscheint unwahrscheinlich zu sein. Sie macht eine Inzision am Bauch. Plötzlich beginnt sich etwas im Inneren des Bauches zu bewegen. Erschrocken springt SCULLY zurück und wirft dabei den Instrumententisch um. Alles fällt auf den Boden, auch ihre Waffe. Eine kleine blutige Hand streckt aus dem Bauch heraus. Panisch sucht SCULLY ihre Waffe. Schließlich findet sie sie hinter einem Vorhang. Sie hebt die Waffe auf und richtet sie auf den Autopsietisch. Der Bauch des Mannes ist aufgeplatzt und ist nicht gerade ein schöner Anblick. [Bemerkung von Therese: Diese Art von Verletzungen haben wir schon vorher gesehen: THE X-FILES: FTF als Dr. Bronschweig den Körper eines der mit dem außerirdischen Virus infizierten Feuerwehrmänner auffindet und aus 6ABX01 "Der Anfang" - in beiden Fällen entwickelte sich ein außerirdischer Organismus wie ein Parasit im Körper des Wirtes und befreite sich nach Abschluss seiner Entwicklung aus ihm, dabei bleiben diese klaffenden Löcher zurück. Und noch eine Paralelle zum Schwarzen Öl: Die Augen der betroffenen, infizierten Menschen, werden mit dem Schwarzen Öl bedeckt - in "Badlaa" ist es das Blut, welches die Augen bedeckt.] Sie hält ihre Waffe in der Hand und beginnt das Leichenschauhaus zu durchsuchen. SCULLY entdeckt eine schmierige Blutspur auf dem Boden, links und rechts der Spur befindet sich jemals ein kleiner Handabdruck. Plötzlich klingelt ein Telefon, doch sie ignoriert es. Die Spur führt sie zum Versorgungsschrank. Sie reißt die Tür auf, schaut hinein, sieht aber nichts. Also schließt sie den Schrank wieder und kehrt in den Großen Raum zurück, wo sich auch das Telefon befindet. Die Kamera filmt in den Schrank - jetzt sitzt der BEINLOSE MANN darin. Er ist über und über voll mit Blut und anderem Zeug. Er beobachtet sie. Wir sehen einen Gang in der Grundschule. Kinder lachen. MRS. HOLT belehrt den Hausmeister MR. BURRARD. MRS. HOLT: Zuverlässigkeit ist der wichtigste Teil Ihrer Arbeit! Wir waren sehr besorgt, als Sie heute morgen nicht auftauchten. Sie geht weg. MR. BURRARD öffnet einen großen Schrank und holt einen quietschenden, fahrbahren Untersatz mit einem Wischeimer heraus. TREVOR läuft den Gang entlang, bleibt stehen und beobachtet den Hausmeister, als er sich neben dem Eimer hinkniet. Sein Ebenbild flimmert leicht. TREVOR sieht ihn für einen Moment an. Er ist verwirrt, dann klingelt die Schulglocke und der Junge geht in seine Klasse. MR. BURRARD ist verschwunden - stattdessen finden wir den BEINLOSEN MANN auf seiner fahrbaren Plattform. Er schaut TREVOR nach. In ihrem FBI-Büro schauen SCULLY und DOGGETT auf einen Fernsehbildschirm. CHUCK BURKS zeigt ihnen ein Video von einem Inder, der einen brennende Fackel in den Mund nimmt. CHUCK BURKS: Sie werden Fakir genannt. Asketische Meister, die verpflichtet sind sich selber etwas anzutun um die Erleuchtung zu erlangen. Noch ein Bild eines Inders. Dieser hat sein Gesicht in komischster Form verzogen und gepierct. CHUCK BURKS: Wir haben dieses Video aufgenommen als ich in den späten 70igern durch Indien reiste. Oh Mann! Sehen Sie sich mein Haar damals an. Auf dem Video sehen wir den jungen CHUCK BURKS, mit sehr dunklem, langem Haar. Er grinst und macht ein Friedenssymbol, während neben ihm ein Inder mit einer ziemlich gefährlich aussehender Schlange herumhantiert. Wirklich komisch. SCULLY: [zu DOGGETT] Agent Mulder fragt Mr. Burks wegen der unterschiedlichsten Dinge um Rat, und ich muß zugeben, dass ich ihm in der Vergangeheit immer skeptisch gegenüber getreten bin, aber er hat gewisse Insider-Informationen. [Bemerkung von Therese: Sie ist ihm in der Vergangenheit skeptisch gegenüber getreten..? Jetzt etwa nicht mehr?? Interessante Entwicklung, aber bei THE X-FILES ist ja bekanntlich nichts unmöglich...] DOGGETT: Tja, Insider-Informationen könnten wir brauchen. CHUCK BURKS: Äh, naja, also... Es ist mir peinlich es zuzugeben, aber ich bin nicht sicher ob ich weiß, was zum Teufel hier los ist. SCULLY: Diese asketischen Meister... haben besondere Fähigkeiten? CHUCK BURKS: Oh, natürlich! Und zwar Fähigkeiten, die denen ähneln, die Sie mir am Telefon beschrieben haben. Sie werden denen zugeschrieben, die wir als Siddhi Mystiker bezeichnen. Die Siddhi ist eine sehr geheimnissvolle und besonders mächtige Rangordnung der Fakire. Diese Siddhi hier geben ihre geheimen Praktiken vom Vater an den Sohn weiter, so dass jede Generation okkultistische Kräfte erlangt. DOGGETT: [unbeeindruckt] Welche Art von Kräften? CHUCK BURKS: Geistige Kräfte. Kräfte, die ihnen helfen, die Wirklichkeit zu manipulieren. Kräfte, die sie unsichtbar oder so klein wie ein Atom werden lassen. DOGGETT: Also, ich hoffe, sie sind klein. Egal wohin, wer es auch immer ist, geht. SCULLY: [ein bißchen gespannt] Chuck... Könnte Sie einer dieser Siddhi Mystiker glauben machen, dass er aus Ihrem Raum verschwand, obwohl er eigentlich direkt vor Ihnen steht? CHUCK BURKS: Selbstverständlich. Oder Sie verstellen sich und tauchen bei Ihnen auf als... naja, praktisch jedermann. DOGGETT: Entschuldigen Sie, Mr. Burks, Sie sind Professor für was? CHUCK BURKS: Ich leite die Abteilung für Fortschrittliche Digitale Bildtechnik an der Universität Maryland. Und ich befasse mich nebenbei mit solchen Dingen. DOGGETT: Sie befassen sich nebenbei damit... [sarkastisch zu SCULLY] Also das nennen Sie einen Insider. Er verlässt den Raum. CHUCK BURKS schaut ihm hinterher. CHUCK BURKS: Es überrascht mich nicht. SCULLY: Was? CHUCK BURKS: Es ist schwer, an etwas zu glauben, wenn man es nicht versteht kann. SCULLY nickt langsam kaum sichtbar. Wir sehen das Haus von QUINTON. Es klopft an der Tür. QUINTON öffnet sie. Draußen steht TREVOR. QUINTON: Verschwinde von hier! Er versucht die Tür zu schließen, doch TREVOR hält sie auf. TREVOR: Nein... ich will nur mit dir reden. QUINTON: Lass mich in Ruhe. TREVOR: Nein, ich wollte sagen, dass es mir leid tut. QUINTON: Nein, es tut dir nicht leid! TREVOR: Schau mal, ich... Würdest du mir einfach zuhören? QUINTON versucht zuzuhören. TREVOR: Das mit deinem Vater tut mir leid. QUINTON'S Augen füllen sich mit Tränen, doch er versucht es zu unterdrücken. TREVOR dreht sich nervös um und schaut auf die Strasse. TREVOR: Ich... ich glaube ich weiß, wer es getan hat. (Im Original kommt jetzt Werbung) Am nächsten Morgen sitzt SCULLY an MULDER'S Schreibtisch, macht sich Notizen und geht durch viele Akten. Der Schreibtisch ist genauso unaufgeräumt und durcheinander, als ob MULDER selbst hier wäre. [Bemerkung von Therese: Schluchz!!!!!] SCULLY sieht ziemlich müde aus, als plötzlich CHUCK BURKS den Raum betritt. CHUCK BURKS: Agent Scully? Sie steht auf und gibt ihm die Hand. Man sieht ihr an, dass etwas nicht stimmt, sie wirkt verletzlich. SCULLY: Chuck. Danke dass Sie... nochmals hier herrunter gekommen sind. CHUCK BURKS: Ist doch kein Problem. Äh, ich bin nur neugierig. Ich meine, sonst hat mich doch immer nur Mulder immer angerufen und... SCULLY: Dieser Fall, ähm... Ich-Ich-Ich will ja bloß... Ich versuche diesen Fall einfach nur so zu sehen, wie es Mulder getan hätte... Bitte, setzten Sie sich. Sie setzen sich beide. Wieder schöne Parallele: SCULLY in MULDER'S Stuhl, sie hat seinen Platz eingenommen, und CHUCK in SCULLY'S Stuhl. CHUCK BURKS: Natürlich. Also, wo ist denn das Problem? SCULLY: Sie beschrieben diese, äh... Siddhi Mystiker als religiöse Männer. CHUCK BURKS: Sogar sehr extreme. Sie glauben, dass ihre Kräfte direkt von den Göttern kommen. SCULLY: Also ist es genau das Gegenteil deren Glaubens, diese Kräfte für einen Mord zu missbrauchen. CHUCK BURKS: Schlimmer noch. Es würde die wichtigste Grundlage des asketischen Lebens verletzen. Und das as würde ihre ewiglebende Seele gefährden. SCULLY: Ich habe mir nämlich Gedanken gemacht: Wenn diese Siddhi so auf Strenggläubigkeit beharren, was würde sie dann dazu bringen, ihr Vertrauen aufzugeben? CHUCK BURKS: Keine Ahnung. SCULLY: Etwas menschliches? CHUCK BURKS nickt. SCULLY: Rache? CHUCK BURKS: Naja... vielleicht. SCULLY seufzt und gibt CHUCK eine Ausgabe des Bombay Observer. Die Überschrift lautet: "Vishi Desaster: 118 starben beim Desaster in der Chemiefabrik" SCULLY: Das ist... eine Amerikanische Chemiefabrik in einem indischen Dorf...welches äh, Vishi heißt. Es ist gleich außerhalb von Mumbai - diese Stadt kennen wir unter dem Namen Bombay. Vor ungefähr sechs Monaten stieß diese Fabrik versehentlich eine kleine Wolke Methyl-Isocyanat-Gas aus. 118 meist einheimische Menschen aus Vishi starben. Aber es wurde hier für uns kein guter Bericht erstattet. Ich habe die ganze Nacht damit verbracht, die Opferberichte der Katastrophe durchzusehen. Und ein Opfer... hat schließlich meine Aufmerksamkeit erregt. Sie zeigt auf einen kleine Artikel, der ein weiteres Opfer der Vishi-Katastrophe genauer beschreibt. SCULLY: So, genau dieses hier. Es ist ein 11jähriger Junge, dessen Vater hier als ein Heiliger der Chamar-Kaste beschrieben wird. CHUCK BURKS: Die Bettler-Kaste. Fakire und Mystiker wurden oft in eine niedrigen Kaste geboren. SCULLY: Glauben Sie, der Vater dieses Jungen könnte ein Siddhi Mystiker sein, so wie Sie es sagten? CHUCK BURKS: Könnte sein. Aber wenn er rachsüchtig ist, wieso tötet er gerade die Menschen, die er tötet? SCULLY weiß keine Antwort auf diese Frage. TREVOR läuft auf dem Gehweg. Er befindet sich in einer hübschen Vordtadtgegend, als er plötzlich quietschende Räder hinter sich hört. Er dreht sich herum, sieht aber nichts. Nervös läuft er weiter und beschleunigt seinen Gang ein bißchen. Wieder das Quietschen, wieder dreht er sich herum und wieder sieht er nichts. Das Quietschen wird lauter und schneller. TREVOR beginnt zu rennen. Der BEINLOSE MANN folgt dem Jungen auf seiner Plattform. TREVOR rennt in das Elternhaus herein und genau in die Arme seiner Mutter. TREVOR'S MUTTER: Huch! Was ist denn mit dir los? TREVOR: Nichts. Er nimmt sich zusammen und geht in den Garten hinaus. TREVOR'S MUTTER: Trevor? Wo willst du hin, das Abendessen steht auf dem Tisch! Sie geht ihm hinterher, doch er ist nicht zu sehen. TREVOR'S MUTTER: Trevor. Trevor? Abendessen! Sie läuft zum Swimming-Pool und sieht Trevor bewegungslos am Grund liegen, das Gesicht nach unten gedreht. TREVOR'S MUTTER: Trevor! Sie springt in das Wasser und taucht zu ihrem Sohn. Sie streckt ihre Hand aus, packt sein T-Shirt und dreht ihn herum. Dann schreckt sie zurück. Es ist nicht TREVOR, sondern der BEINLOSE MANN, der sie räuberisch anstarrt. Spät an diesem Abend, ziehen die Coroner die Körperhülle zu, in der nun die tote Mutter von TREVOR mit ihren blutgefüllten Augen vor sich hin starrt. DOGGETT sieht zu, wie sie die Leiche anheben und in einen Krankenwagen bringen. Dabei müssen sie an TREVOR'S VATER vorbei, der naß und in eine Decke gehüllt dasteht und geschockt ist. Er hatte gerade noch mit SCULLY gesprochen. TREVOR'S VATER: Entschuldigen Sie mich. Er dreht sich weg und folgt der Leiche seiner Frau bis zum Krankenwagen. SCULLY geht zu DOGGETT hinüber, der am Pool steht. SCULLY: Sie kam hier heraus um ihren Sohn zum Abendessen zu rufen. Das ist alles, was wir wissen. DOGGETT: Was machen wir hier, Agent Scully, ich weiß es nämlich nicht. [Bemerkung von Therese: Das ist eigentlich ein typischer Scully-Satz!] SCULLY: Was wir hier machen? Eine Frau starb unter mysteriösen Umständen, nicht einmal drei Häuser vom letzten Opfer entfernt. Die äußerlichen Anzeichen passen perfekt zusammen. Die Augen der Frau. DOGGETT: Ich habe ihre Augen gesehen. Aber ich gehe jede Wette ein, dass da nichts war, was in ihrem Körper herumkroch. Also, ich glaube, wir sind hier überflüssig und - ich weiß nicht, wie ich es Ihnen sagen soll aber, vielleicht sehen Sie nur Dinge die Sie sehen wollen. SCULLY: Stellen Sie meine Rechtschaffenheit in Frage? DOGGETT: Nein, ich stelle diesen ganzen verdammten Fall in Frage. Angefangen bei Ihrem sogenannten Experten, über die Beweise, die Sie ignoriert haben bis zu dem Punkt, dass uns Ihre Methoden kein bißchen näher an ein Muster oder ein Motiv oder gar der Ergreifung des Mörders gebracht hat. Wir stehen am Anfang. SCULLY: Ich habe Sie gebeten, die Augen offen zu halten. DOGGETT: Ja, ich habe versucht die Augen offen zu halten, aber gerade das verleitet mich dazu, die Augen zu schließen. SCULLY: Hier ist irgendwas, Agent Doggett. Und ich gebe zu, dass es hart ist das zu akzeptieren, aber es gibt ein Motiv, ein Muster und einen Grund, und wir werden sie erkennen. Aber nicht, wenn wir so weitermachen. DOGGETT: Ja... Also, ich hoffe, jemand sieht es. Er entfernt sich ein paar Schritte. TREVOR klettert über die Mauer in den Garten. SCULLY dreht sich zu ihm herum. Erstaunt und gleichzeitig verwirrt sieht er die leuchtenden Lampen des Krankenwagens und die ganzen unbekannten Leute im Haus und im Garten. SCULLY geht langsam auf ihn zu. SCULLY: Trevor. Trevor? Ich bin Dana Scully... TREVOR: Was ist passiert? SCULLY: Dein Vater ist im Haus. Ich werde... TREVOR: [zitternde Stimme] Wo ist meine Mutti? DOGGETT beobachtet SCULLY und den Jungen. SCULLY: [sanft] Trevor... Der Junge atmet schwer, als er versucht seine Tränen zu unterdrücken. Langsam wird ihm klar, was passiert sein muss. TREVOR: Er war hier... Der-der kleine Mann. Ich-Ich habe ihn gesehen. Er... ist mir... gefolgt. TREVOR rennt in Richtung des Hauses, SCULLY und DOGGETT sehen sich an. (Im Original kommt jetzt Werbung) MR. BURRARD sitzt bewegungslos in einem Befragungsraum der örtlichen Polizeistation. DOGGETT steht auf dem Gang, trinkt einen Kaffee und beobachtet ihn durch ein Fenster in der Tür. CHUCK BURKS nähert sich dem Agenten. Der Experte schein ziemlich aufgeregt zu sein. CHUCK BURKS: Agent Doggett? Wo ist er? Ist er das? DOGGETT: Wenn Sie den Hausmeister meinen. Ja, das ist er. Da drin. CHUCK fängt an ein Stativ für eine Videokamera aufzustellen. CHUCK BURKS: Agent Scully rief mich an und sagte, dass Sie jemanden verhaftet hätten, der ein echter Siddhi Mystiker wäre. DOGGETT: Naja, Agent Scully hatte ihn ziemlich schnell. Aber das einzige, was an diesem Mann ungewöhmlich ist, ist dass er mit niemandem spricht. CHUCK BURKS: Also, wo ist denn Agent Scully? DOGGETT: Sie ist gegangen, nachdem sie vier Stunden lang versucht hat, diesen Kerl zu befragen. Und wenn er nicht in zehn Minuten aufspringt und etwas mystisches tut, werde ich ihn freilassen. CHUCK hat es endlich geschafft, seine Kamera aufzubauen. DOGGETT: Was machen Sie da? CHUCK BURKS: Der Mann, der da sitzt ist möglicherweise gar nicht der Mann, der da sitzt. Es könnte auch sein, dass da überhaupt niemand drin ist. DOGGETT: In zehn Minuten wird das wohl so sein. CHUCK schaut durch die Kamera. CHUCK BURKS: Oh, wow! Agent Doggett, Sie-Sie müssen mal hier durchsehen! DOGGETT schaut ebenfalls durch die Kamera. Er sieht einen leeren Stuhl. Doch das Bild und die Wirklichkeit passen nicht zusammen. DOGGETT ist skeptisch. DOGGETT: Ach kommen Sie! Das ist ein Trick! CHUCK BURKS: Genau, aber nicht der der Kamera. Das muss DOGGETT erst einmal verarbeiten. Das dauert eine Weile. DOGGETT: Warten Sie... Wenn er nicht da ist... CHUCK BURKS: ...könnte er überall sein. In der Nacht klopft SCULLY an die Tür der Familie von TREVOR. Der VATER öffnet ihr. TREVOR'S VATER: Ja? SCULLY: Sir, es tut mir leid, dass ich Sie nochmals störe. Ich weiß, wie schlimm das für Sie sein muss. TREVOR'S VATER: Ja... was wollen Sie denn? SCULLY: Ich muss noch einmal mit ihrem Sohn Trevor sprechen. TREVOR'S VATER: Über seine Mutter? SCULLY: Naja, Trevor sagte mir, er habe einen Mann gesehen. Es war nur so, dass das, was er sagte keinen richtigen Sinn ergab, aber ich muss es genau wissen. Der VATER nickt traurig und macht sich auf den Weg um TREVOR zu holen. SCULLY: Danke. Ihr Handy klingelt. Sie holt es aus der Tasche und geht ran. SCULLY: [am Telefon] Scully. Es ist DOGGETT, der sichnoch immer auf dem Polizeirevier befindet - zusammen mit CHUCK BURKS und der Kamera. DOGGETT: [am Telefon] Ich glaube, Sie sollten wieder hier her kommen, Agent Scully. Hier ist etwas... SCULLY: [am Telefon] Was? DOGGETT: [am Telefon] Der Hausmeister. Er ist hier... aber eigentlich ist er das nicht... Ich... ich kann mir das nicht erklären! In diesem Moment kommt der VATER zurück. Er sieht ziemlich aufgeregt aus. TREVOR'S VATER: Trevor ist nicht in seinem Zimmer! SCULLY: [zum VATER] Entschuldigung, warten Sie eine Sekunde! [zu DOGGETT] Agent Doggett, was meinen Sie mit er ist nicht hier? In der Grundschule unterhält sich MRS. HOLT mit einer LEHRERIN in ihrem Büro. Plötzlich hören sie ein quietschendes Geräusch auf dem Gang. Sie stecken die Köpfe aus der Tür und treten schließlich auf den Gang hinaus. LEHRERIN: Wer ist da? MRS. HOLT: Hallo? Sie sehen MR. BURRARD mit seinem fahrbarem Mop-Eimer auf dem Gang. MRS. HOLT: Mr. Burrard... Ich dachte Sie wären... Naja-- ich nicht erwartet, dass Sie hier wieder an die Arbeit gehen... MR. BURRARD läuft den Gang weiter. MRS. HOLT gibt der LEHRERIN SCULLY'S Visitenkarte. Auf ihr steht: Special Agent Dana Scully Ferderal Building Washington, D.C. 20013 MRS. HOLT: Das ist die Agentin, die ihn abgeholt hat. Könnten Sie sie anrufen? Draußen auf dem Gang steht QUINTON. Er hält ein Walkie-Talkie in der Hand und beobachtet MR. BURRARD. QUINTON: [flüsternd in das Walkie-Talkie] Er kommt! Der BEINLOSE MANN öffnet einen Vorratsschrank und schiebt sich auf der Plattform hinein. Er versucht an etwas in einem höher gelegenen Fach heranzukommen, als er plötzlich aufschaut und TREVOR auf dem obersten Fach im Raum sitzen sieht. Der Junge hebt eine große 4-Liter-Flasche einer Chemikalie an und schüttet den Inhalt auf den Kopf des BEINLOSEN MANNES. Dort wo die Chemikalie den Boden berührt, zischt und knistert es. TREVOR springt herunter und stolpert dabei. Auf dem Gang flüstert QUINTON wieder in sein Walkie-Talkie. QUINTON: Trevor, bist du noch da? Er hört auf einmal ein Quietschen und sieht den BEINLOSEN MANN, wie er den Gang entlang fährt. QUINTON bekommt einen großen Schreck und beginnt zu rennen. Er rennt eine Treppe hinunter und betritt ein Klassenzimmer. Er geht zu den Fenstern hinüber und versucht sie zu öffen. Er schafft es nicht. Die Fenster sind fest verschlossen. Er bemerkt den Türknauf, der sich zu drehen beginnt. Panisch sieht er zum Fenster hinaus. Draußen steht TREVOR. TREVOR: Komm da raus! Lass uns von hier verschwinden! QUINTON: Ich kann nicht... die Fenster sind zugeschlossen. TREVOR: Dann zerschlag die Scheibe, okay? Du... TREVOR hält inne und fixiert etwas hinter QUINTON mit den Augen. QUINTON dreht sich herum, sobald er das quietschende Geräusch gehört hat. Der BEINLOSE MANN ist mit ihm im Zimmer und beginnt nun auf ihn zu zu rollen. TREVOR: Ich hole Hilfe! QUINTON schaut geschockt auf den BEINLOSEN MANN, der immer näher kommt. Da geht die Tür des Zimmers auf und SCULLY und die LEHRERIN stürmen herein. SCULLY: Gott sei Dank! QUINTON: [verzweifelt] Tun Sie doch was! SCULLY: Quinton, was ist denn los? SCULLY und MRS. HOLT sehen TREVOR und QUINTON. QUINTON: Er ist es! Der kleine Mann!! SCULLY: Wer? Trevor? MRS. HOLT: Okay, Jungs, hört jetzt auf zu spielen, ja? SCULLY konzentriert sich. Sie zieht ihre Waffe und richtet sie auf TREVOR. SCULLY: Okay, keine Bewegung! Bleiben Sie wo Sie sind! MRS. HOLT: Warten Sie, warten Sie! Was machen Sie da? TREVOR läuft jetzt ohne jegliche Gefühlsregung auf SCULLY zu. QUINTON: Halten Sie ihn auf! Erschiessen Sie ihn! SCULLY: [außer Atem, schwach] Ich kann nicht... Draußen kommt DOGGETT angefahren. Er hört Schüsse. Mit gezogener Waffe rennt er in das Klassenzimmer. MRS. HOLT und SCULLY starren beide auf die Gestalt am Boden. MRS. HOLT: Oh, mein Gott! DOGGETT: Was ist denn? Was ist passiert? Agent Scully? Scully! SCULLY verlässt weinend den Raum. DOGGETT schaut auf den Boden. Da liegt der BEINLOSE MANN. Er ist tot. TREVOR kommt ins Zimmer gerannt und sieht den BEINLOSEN MANN. Dann sieht er zu QUINTON auf. Er weint auch. Spät an diesem Abend schaut DOGGETT zu, wie Polizisten QUINTON und TREVOR in ihr Fahrzeug geleiten. Dann geht DOGGETT zu SCULLY, die alleine am Rand steht. Sie ist innerlich aufgewühlt. DOGGETT: Sind Sie sicher, dass es Ihnen gut geht, Agent Scully? Sie nickt leicht. DOGGETT: Ich weiß, was da drinnen los war... mit Ihnen. Ich meine, so in etwa. Lange Pause. SCULLY schaut ihn nicht an. SCULLY: [ihre Stimme bricht] Ich habe einen kleinen Jungen erschossen! DOGGETT: Gute Nachrichten: Das haben Sie nicht. SCULLY: Aber das habe ich gesehen. Zumindest mit meinen Augen. Wissen Sie, wie das ist, wenn man seinen eigenen Augen nicht trauen kann? DOGGETT: Warum haben Sie ihn dann erschossen? [kurze Pause] SCULLY: Weil es das war, was der Junge gesehen hat. Und in diesem Augenblick merkte ich, dass Mulder es so gesehen oder verstanden hätte. [sie beginnt zu weinen] So ist er mit den Dingen umgegangen. Ohne Beurteilung oder Vorurteile... und mit einem aufgeschlossenem Geist - mit allem, wozu ich nicht fähig bin. Tränen laufen ihr Gesicht herunter, DOGGETT schaut sie ein bißchen besorgt an. DOGGETT: Es war eine lange Nacht. Machen Sie eine Pause. [SCULLY stimmt offensichtlich zu] Das alles ergibt überhaupt keinen Sinn. SCULLY: Doch... es ergibt Sinn. In gewisser Weise schon. SAHAR INTERNATIONAL AIRPORT MUMBAI, INDIA ZWEI WOCHEN SPÄTER Es ist der selbe Flughafen wie im TEASER. Ein großer, 200 Pfund schwerer AMERIKANER ist auf dem Weg zu den Gates, dabei muss er an verschiedenen Bettlern vorbei. Der BEINLOSE MANN ist unter den Bettlern. Er schaut zum AMERIKANER auf... --ENDE-- STARRING Gillian Anderson......................Special Agent Dana Scully Robert Patrick.......................Special Agent John Doggett Deep Roy.........................................Beinloser Mann Christopher Hutson..................................Mr. Burrard Bill Dow............................................Chuck Burks Jordan Blake Warkol.....................................Quinton Andy Hubbell....................................Quinton's Vater Ruth de Sosa...................................Quinton's Mutter Michael Welch............................................Trevor Maura Soden.....................................Trevor's Mutter Tony Adelman.....................................Trevor's Vater Jane Daly.............................................Mrs. Holt Calvin Remsberg.....................................Mr. Potocki Winston Story........................................Hotel-Page Mimi Savage............................................Lehrerin Kiran Rao.....................................Flughafen-Beamtin Jacob Francheck................................rothaariges Kind --------------------------------------------------------------------- Nachtrag zu 8ABX12 "Badlaa" von Therese Däberitz "Badlaa" kristallisiert sich als eine äußerst spannende, gruselige und eigentlich typische AKTE X-Folge heraus. Doch treten ein paar Unregelmäßigkeiten auf, die mir aufgefallen sind. Zum Beispiel: Die größte Unregelmäßigkeit dürfte wohl die sein, dass diese Folge ohne Mulder gedreht wurde, der in der 8. Staffel bekanntlich ein paar Mal aussetzt. Trotzdem wird sehr an seinen Charakter erinnert, Scully sieht beispielsweise ein, dass sie und Doggett diesen Fall nur aufklären, wenn sie lernen, die Dinge zu sehen wie Mulder sie sieht Die Hauptfigur [der Beinlose Mann] spricht nicht ein einziges Mal, dass ist auch ungewöhnlich Die Hauptfigur verkörpert gleich zwei Charaktere [nämlich den Beinlosen Mann selbst und den Hausmeister Mr. Burrard], die für die Folge ungemein wichtig sind und den Zuschauer bis zur letzten Minute in der Ungewissheit lassen, wer nun der Mörder ist. Auch Mr. Burrard hören wir kein einziges Wort sagen, zudem kommt, dass er auch nur beschränkt auf die Fragen reagiert, die ihm gestellt werden In dieser Folge zeigt Scully zum ersten Mal Emotionen vor Doggett. Sie weint, doch er tröstet sie nicht gerade. Diese Folge ist ziemlich anstrengend nachzuvollziehen, wenn man kein X-Phile ist und sich in die Folge hineindenken kann. Diese Schwierigkeit zeigt sich zum Beispiel auch bei 6ABX21 "Sporen", doch da wurde es am Ende geklärt, was der Zuschauer nicht verstand. In 8ABX12 "Badlaa" ist das nicht der Fall Und noch eine sehr positive Unregelmäßigkeit ist mir aufgefallen. Seit der 6. Staffel an wurde diese AKTE X-typische Feinheit liebend gern vergessen oder in späteren Folgen geklärt. In der 8. Staffel scheint sich unser geliebtes ungeklärtes, offenes Ende wieder öfter in die Köpfe der Autoren zu schleichen: Denn am Schluss der Folge bleibt der Zuschauer mit der Frage zurück: Wer ist der beinlose Kerl, wieso hat ihm die chemische Substanz nichts angetan, wie kommt er zurück nach Mumbai, wieso taucht er wieder genau da auf, wo die Folge begann und schließlich: wird er von vorn beginnen? --Dafür gibt es aber auch noch die AKTE X-Diskussion... Und noch etwas ist mir aufgefallen: Unser unverzaglicher Freund Special Agent John Doggett wurde offenbar nach seiner Eigenschaft benannt: das Englische Adjektiv "dogged" heißt "verbissen, zäh, hartnäckig"; ich finde, das passt doch ganz gut zum Charakter, oder?