The Gift (8X11) (Die Gabe) Übersetzung Original Transcript by: Carri Kendl CarriKendl@aol.com Translation by: Loretta ds1013@hotmail.com for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Disclaimer: This transcript is meant as a homage, all characters, plots, quotes, etc. used in her are owned by 20th Century Fox, 1013 Productions and The X-FilesTM. Please don't use this for any commercial gain again without permissions. Permissions may be given by the authorities of this web site. Thank you. Enjoy the script and love the show! US Airdate: February 4, 2001 Writer: Frank Spotnitz Director: Kim Manners Es wird zurückkommen. Das tut es immer. Übersetzt von: LorettaLee (ds1013@hotmail.com) GEMEINDE SQUAMASH PENNSYLVANIA (Dunkle und stürmische Nacht. EIN MANN fährt in einem Auto eine Landstraße entlang. Er hält vor einem Haus an und steigt aus dem Wagen. Seine lässigen Klamotten sind schon nass. Er lässt die Scheinwerfer an und geht, mit einer kleinen Pistole in der Hand, die Vorderveranda hoch. Auf der Haustür ist ein kreisförmiges Symbol mit einem Kreuz in der Mitte. DER MANN geht ins Haus. Ein anderer Maann, PAUL HANGEMUHL, um die 30, sieht ihn reinkommen. Er erkennt den MANN.) PAUL HANGEMUHL: Marie! (Seine Frau, MARIE HANGEMUHL, klein und blass, rotes Haar, im Nachthemd, sieht ihn auch. Sie ist aufgeregt und fleht den MANN an.) MARIE HANGEMUHL: Nein! Bitte! (In einer Türöffnung sehen wir den Schatten einer KREATUR. Sie hat eine menschliche Gestalt, aber die Gesichtszüge sind entstellt und das Haar ist lang und ungepflegt. DER MANN sieht in die gequälten Augen der KREATUR, dann feuert er dreimal. DIE KREATUR fällt zu Boden. MARIE HANGEMUHL schreit vor Entsetzen auf und läuft in die Arme ihres Mannes. Er hält sie fest, während sie schluchzt. DER MANN geht wieder aus dem Haus und steigt in das Auto, das immer noch an ist. Er legt die Waffe auf den Sitz neben ihm. Zum ersten Mal sehen wir, dass es MULDER ist. Er starrt die Waffe einen Moment lang an, dann schaut er traurig zum Haus auf und fährt wieder weg in den Sturm.) Opening Credits (Tag. DOGGETT fährt einen Pennsylvania-Leihwagen, Nummernschild 633-06M, die Landstraße entlang. Er erinnert sich an Unterhaltungen, die er mit SCULLY in den ersten Episoden der Staffel, Within/Without [Verschwunden/Gibson Praise], über die Suche nach MULDER geführt hat.) SCULLY (Rückblende): Mulder war totkrank... es steht alles hier drin. Er war ein Jahr lang in ärztlicher Behandlung. (SCULLY zeigt die Akte SKINNER, mit versagender Stimme.) SCULLY (Rückblende): Sein Zustand hat sich ständig verschlechert. (Einstellung von DOGGETT in der Gegenwart, wie er sich erinnert.) DOGGETT (Rückblende): Wie gut haben Sie ihn wirklich gekannt? Wie weit würde Mulder gehen? (Er und SCULLY sprechen im Büro miteinander. SCULLY starrt ihn an.) SCULLY (Rückblende): Wie weit er für was gehen würde? DOGGETT (Rückblende): Die Wahrheit.... Seine Wahrheit. (Gegenwart. DOGGETT erinnert sich.) (Rückblende): Egal, worüber wir anderer Meinung sein mögen... (Wieder mit SCULLY.) DOGGETT (Rückblick): Ich werde ihn finden, Agent Scully. (SCULLY sieht von ihrem Krankenhausbett zu ihm auf. Das war nach ihrem Zusammenbruch in Without/Gibson Praise.) (Gegenwart. DOGGETT, in seinem grauen Dodge Stratus, kommt an einem Schild vorbei, dass ihn in Squamash, Pennsylvania willkomen heißt. Er hält vor dem Büro des Sheriff an und geht zur Tür hoch. SHERIFF KURT FREY, ein großer, braver alter Junge, um die 40, beobachtet DOGGETT argwöhnisch, während er aus dem Auto steigt und geht ihn dann begrüßen.) SHERIFF KURT FREY: Sie müssen Special Agent Doggett sein. Ich bin Sheriff Frey. Sagen Sie einfach Kurt zu mir. (Sie schütteln sich die Hände.) DOGGETT: Ich danke ihnen für Ihre Hilfe, Kurt. SHERIFF KURT FREY: Es ist eine Schande, dass Sie den ganzen Weg hier rauf fahren mussten, an einem Samstag. Es tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen, dass Sie Ihre Zeit vergeuden. DOGGETT: Nicht wenn Sie bestätigen, was Sie mir vorher erzählt haben. SHERIFF KURT FREY: Ja, Sir. Agent Mulder war hier, das stimmt... im letzten Frühjahr. (Er öffnet einen Aktenschrank.) DOGGETT: Sie sagten am Telefon, Agent Mulder habe eine vermisste Frau gesucht, Marie Hangemuhl. SHERIFF KURT FREY: Nun, sie war nicht wirklich vermisst. Er hat sie auch nicht wirklich gesucht. DOGGETT: Ich kann Ihnen nicht ganz folgen. SHERIFF KURT FREY: Es war eine Falschmeldung. Marie hat ihr Haus nicht mal verlassen. Der einzige Grund, dass Agent Mulder davon erfahren hat, war, weil Marie's Schwester sich grundlos aufgeregt hat. Sehen Sie selbst. (Er gibt DOGGETT eine Akte.) SHERIFF KURT FREY: Sagen Sie, ich habe heißen Kaffee und einen Kuchen hier, falls Sie was wollen. DOGGETT: Nein, danke. SHERIFF KURT FREY: Wissen Sie, falls es Sie nicht stört, wenn ich frage, Agent Doggett, aber wonach suchen Sie eigentlich? Ich meine, ich war schon überrascht, dass ein FBI-Agent sich um den Fall Gedanken gemacht hat. (SHERIFF KURT FREY gießt sich selbst eine Tasse Kaffee ein.) DOGGETT: Es geht gar nicht so sehr um den Fall, sondern um den Agenten. Agent Mulder verschwand im letzten Mai. SHERIFF KURT FREY: Tut mir leid, das zu hören. Aber ich verstehe immer noch nicht, was das mit uns zu tun hat. DOGGETT: Hatte Agent Mulder eine persönliche Verbindung hierzu-- irgendwas, was vielleicht nicht in Ihrem Bericht steht? SHERIFF KURT FREY: Nein, ich glaube nicht, dass er jemals zuvor in Squamash war, soweit ich weiß. DOGGETT: Ich habe Mobiltelefonbelege die zeigen, dass Agent Mulder hierher zurückkehrte, eine Woche, bevor er verschwand. SHERIFF KURT FREY: Wozu? DOGGETT: Das will ich herausfinden. Es ist mein Job, ihn zu finden. (Später klopft es an der Haustür der HANGEMUHLs. PAUL HANGEMUHL öffnet und sieht SHERIFF KURT FREY und DOGGETT.) PAUL HANGEMUHL: Kurt? SHERIFF KURT FREY: Paul, das hier ist Agent Doggett vom FBI. Er würde dir und Marie gern ein paar Fragen stellen. (PAUL HANGEMUHL ist nicht begeistert von der Idee, lässt sie aber reinkommen und ruft seine Frau.) PAUL HANGEMUHL: Marie, kannst du mal einen Moment herkomen? (MARIE HANGEMUHL sieht noch kleiner und blasser aus als im Teaser. Sie hat gerade den Abwasch gemacht. Sie trägt einen Pulli und einen Rock und sieht krank aus. PAUL HANGEMUHL ist sehr fürsorglich zu ihr.) PAUL HANGEMUHL: Das hier ist ein FBI-Agent. Er will uns ein paar Fragen stellen. (zu DOGGETT) Um was geht es denn? DOGGETT: Ein Kollege von mir, Fox Mulder, hat Sie im letzten Frühjahr befragt. PAUL HANGEMUHL: (verteidigend) Ach komm, Kurt. Das schon wieder? Sehen Sie, das war eine persönliche Angelegenheit, die jetzt nicht mehr wichtig ist. SHERIFF KURT FREY: Es geht ihm nicht um dich, Paul. Es geht ihm um Agent Mulder. DOGGETT: Wenn Sie mir sagen könnten, worüber Sie und Agent Mulder gesprochen haben... (RÜCKBLENDE, entweder PAUL oder DOGGETT sieht sie durch PAULs Augen: MULDER spricht mit PAUL HANGEMUHL und MARIE HANGEMUHL. MULDER drückt seine Finger gegen seinen Nasenrücken, während er die Fragen stellt. Er sieht aus, als ob er Schmerzen hätte.) MULDER: Sie haben Ihrer Schwester gesagt, Sie würden verschwinden, Mrs. Hangemuhl. Heute Nacht. (SHERIFF KURT FREY steht neben dem Sofa, mit den Händen an seinem Gürtel.) PAUL HANGEMUHL: Ich habe es Ihnen schon gesagt. Wir hatten einen Streit, sie wollte weggehen, nicht verschwinden. MULDER: Ich rede mit Ihrer Frau. (SHERIFF KURT FREY fühlt sich nicht wohl in der Situation. MULDER richtet sich an MARIE HANGEMUHL.) MULDER: Mrs. Hangemuhl. MARIE HANGEMUHL: (leise) Es war so, wie er gesagt hat. Meine Schwester wohnt in einem anderen Staat. Ich wollte gehen... Ich wolte nicht, dass sie sich Sorgen macht. MULDER: Sie haben Ihrer Schwester eine Geschichte erzählt, eine Geschichte, vor der Sie sich fürchteten? PAUL HANGEMUHL: Das ist verrückt. Hier ist kein Verbrechen passiert! MULDER: Ich glaube nicht, dass Sie heute Nacht irgendwo hingehen wollten, Mrs. Hangemuhl. Ich glaube, irgendjemand oder irgendetwas wollte herkommen. Und vielleicht jetzt immer noch. (Sie sieht MULDER nicht an.) PAUL HANGEMUHL: (verärgert) Wir haben uns gestritten. Wir haben uns wieder vertragen und damit war die Sache erledigt. (Gegenwart. DOGGETT nähert sich den HANGEMUHLS.) DOGGETT: Im Bericht des Sheriff steht, dass Agent Mulder mit ihnen am Samstag, den 6.Mai gesprochen hat. MARIE HANGEMUHL: (unbehaglich) Ja, i-ich gaube schon. DOGGETT: Haben Sie Agent Mulder in dieser Nacht nocheinmal gesehen? (Rückblende auf MULDER, wie er drei Schüsse auf die Kreatur abfeuert.) (Gegenwart. PAUL HANGEMUHL holt Atem und spricht...) PAUL HANGEMUHL: Nein, er ist nicht mehr zurückgekommen. DOGGETT: Laut seiner Mobiltelefonrechnung schon. In diese Gegend, jedenfalls. (Sie finden keine Antwort darauf. DOGGETT bemerkt einen großen medizinischen Apparat an einer Wand.) DOGGETT: Was ist das da? Ist das eine Dialysemaschine? PAUL HANGEMUHL: Meine Frau leidet an Nierenversagen im Endstadium. Sie ist eine schwerkranke Frau. (DOGGETT nickt und sieht zu Boden.) PAUL HANGEMUHL: Sonst noch was? DOGGETT: Eine Sache noch. Dieser irgendjemand oder dieses irgendetwas, von dem Mulder sagte, es könnte kommen? MARIE HANGEMUHL: Ich habe meiner Schwester nur erzählt, dass ich Angst hätte vor den Geschichten. Das ist alles, ich wollte nicht... PAUL HANGEMUHL: Ich will Sie mal was fragen, Agent Doggett. War dieser Mulder krank? Geisteskrank, meine ich? Überprüfen Sie das deswegen? DOGGETT: Was für Geschichten, Mr. Hangemuhl? PAUL HANGEMUHL: Eine indianische Volkslegende über eine Kreatur, die draußen in den Wäldern lebt. (Sie sehen beide MARIE HANGEMUHL an.) PAUL HANGEMUHL: Ich habe diese Geschichten gehört, seit ich ein Kind war. Deshalb hat Ihr Kollege das in eine Theorie verdreht, dass sie verschwinden würde, und zwar weil diese Kreatur kommen würde, um sie zu fressen. DOGGETT: Um sie zu fressen? PAUL HANGEMUHL: Lebendig. (DOGGETT und SHERIFF KURT FREY gehen wieder raus zum Truck des SHERIFFs.) SHERIFF KURT FREY: Wie ich es Ihnen sagte, Agent Doggett, es tut mir leid, dass Sie Ihren Samstag verschwendet haben. DOGGETT: Besitzen die Hangemuhls eine Waffe, Kurt? SHERIFF KURT FREY: Nein, das glaube ich nicht. Warum? DOGGETT: Ich habe drei überklebte Löcher in der Wand ihres Wohnzimmers gesehen. SHERIFF KURT FREY: Pistolenschüsse? DOGGETT: Möglicherweise. SHERIFF KURT FREY: Wollen Sie zurückgehen und sie fragen? DOGGETT: Nein. (Sie steigen in den Truck.) ALEXANDRIA, VIRGINIA 14:18 (MULDER's Apartment. DOGGETT benutzt einen Dietrich und betritt das Apartment und fängt an, Schubladen zu durchsuchen. Eine dünne Staubschicht liegt auf dem Schreibtisch, und unter dem Tisch hängen einige Spinnweben. Er füttert die Fische, schon fast ein bisschen zu viel. Es scheint ihnen trotz MULDER's Abwesenheit gut zu gehen. Vielleicht kommt SCULLY hin und wieder vorbei, um ein Nickerchen zu halten. Er sieht Bücher in Sportschuhboxen durch. MULDER hat eine Menge Schirme. Allerdings hat keiner den Müll rausgebracht. DOGGETT durchsiebt ihn und findet nichts. Schließlich schaut er unter dem Waschbecken in der Küche und holt eine kleine Pistole hervor, die unter dem Becken festgeklebt war.) (Tag. SHERIFF KURT FREY überwacht die Ausgrabung eines Grasabschnittes auf einem Friedhof. PAUL HANGEMUHL fährt vor und läuft rüber zu SHERIFF KURT FREY. Er klingt hoffnungsvoll.) PAUL HANGEMUHL: Kurt, man hat mir gesagt, dass du hier hier draußen bist. Ich kann es einfach nicht glauben. Ist es war? SHERIFF KURT FREY: Ich bin hier, um das herauszufinden. (Der Bagger gräbt weiter den Grasabschnitt aus. Dabei zerstört er einen Kreis aus weißen Steinen mit einem Kreuz in der Mitte, der über den Grasabschnitt gelegt worden war.) ABTEILUNG ZUR IDENTIFIZIERUNG VON SCHUSSWAFFEN FBI-HAUPTQUARTIER 16:41 (DOGGETT sieht die Ergebnisse der Tests an, die mit der Waffe gemacht wurden, die er unter MULDERs Waschbecken gefunden hat. SKINNER tritt ein.) DOGGETT: Wußten Sie, dass Mulder eine Zweitwaffe mit sich trug, eine Walther PPK? SKINNER: Ja, in einem Holster am Knöchel. DOGGETT: Ich habe sie gefunden, sie war unter seinem Waschbecken versteckt. Im Magazin fehlen drei Kugeln. SKINNER: Was soll das heißen? DOGGETT: Drei Schüsse wurden abgegeben, in einem Haus, in dem Mulder im letzten Mai einen Fall untersuchte. Er erstattete nie Bericht über das Abfeuern seiner Waffe. Wissen Sie, warum? SKINNER: Wenn Mulder diese Dinge getan hätte, hätte er davon berichtet. DOGGETT: Mulder reichte zwar Berichte ein, aber sie geben an, dass er hier in Washington war, an Tagen, an denen er laut seiner Mobilfunktelefon-Aufzeichnungen in Pennsylvania war. SKINNER: Nennen Sie Mulder einen Lügner? DOGGETT: (zeigt auf den Computerbildschirm) Das hier ist die Mündung von Mulder's Pistole. Sehen Sie das hier? SKINNER: Das sind Rückspritzer. DOGGETT: Mikroskopisch kleine, getrocknete Blutspritzer in einem halbkreisförmigen Muster. Was zeigt, dass Mulder aus naher Entfernung auf irgendetwas oder irgendjemanden geschossen hat. SKINNER: Ich habe genug gehört. (SKINNER fängt an, den Raum angewidert zu verlassen.) DOGGETT: Wo gehen Sie hin? SKINNER: Dorthin, wohin Sie gehen werden, Agent Doggett. Sie versuchen, einen Fall aufzubauen, worüber? Dass Mulder jemanden getötet hat, und sich dann selbst verschwinden ließ? Das ist nicht, was passiert ist. Ich habe es Ihnen schon mal gesagt, er wurde entführt. Ich habe es gesehen! DOGGETT: Agent Mulder hat gefälschte Berichte unterschrieben. SKINNER: (verärgert) Jetzt machen Sie mal halblang, John, hier geht es nicht um Mulder, hier geht es um Sie! Ihre Karriere. Sie erzählen dem FBI eine Geschichte über Mulder's Verschwinden, Sie werden von den X-Akten abgezogen und sind auf dem besten Weg, schnell Direktor zu werden. DOGGETT: Ich versuche nur, die Wahrheit herauszufinden. SKINNER: Sie wollen die Wahrheit? Dann fragen Sie Agent Scully! DOGGETT: Das kann ich nicht tun. SKINNER: Warum nicht? DOGGETT: Weil sie... die Berichte auch unterschrieben hat. (SKINNER sieht die Akte an.) SKINNER: Wenn Sie die Sache vor den Untersuchungsausschuss bringen, könnte allein schon der Vorwurf Scully den Job kosten. DOGGETT: Ich bringe das nicht vor den Untersuchungsausschuss. Ich bringe das vor Sie. (Nacht. Mehrere Autos und Trucks, einschließlich dem von SHERIFF KURT FREY, halten vor einer alten Hütte. Männer steigen aus den Fahrzeugen aus, zusammen mit mehreren Jagdhunden. Die Hunde bellen.) HUNDEFÜHRER: Sitz. (Die MÄNNER stellen sich mit ihren Hunden vor dem Haus auf.) SHERIFF KURT FREY: Wir geben Ihnen zwei Minuten, um es herauszubringen! Dann kommen wir rein und holen es! (EINE FRAU, einfach angezogen, ihr blondes Haar in einem Pferdeschwanz, kommt mit verschränkten Armen aus dem Haus.) SHERIFF KURT FREY: Wo ist es? DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Es ist tot. Sie wissen es. Tot und begraben. SHERIFF KURT FREY: Es ist hier. Wir sind gekommen, um es zu holen. PAUL HANGEMUHL: Sie haben uns angelogen! (Alle sehen hinüber zum Wald neben dem Haus. DIE KREATUR rennt verzweifelt stöhnend vorbei. Die Männer und Hunde verfolgen es. Es stolpert. Sie fangen es mit einem Netz und tragen es zurück zu den Trucks. Es stöhnt in Todesangst. Die BLONDE, LÄNDLICHE FRAU fleht sie an.) DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Bitte nicht! Tun Sie das nicht! Tun Sie ihm das nicht an! (Sie ignorieren sie und laden es in den Kofferraum eines verschlossenen Trucks.) (1.Werbung) POLIZEIREVIER SQUAMASH 19:48 (DOGGETT und SKINNER, ohne Krawatte, betreten das Revier. DOGGETT: Sheriff Frey. (SHERIFF KURT FREY kommt aus einer anderen Tür.) SHERIFF KURT FREY: Wieder zurück? DOGGETT: Dies ist Assistant Director Skinner. Wir sind hier raufgefahren, weil wir Sie telefonisch nicht erreicht haben. SHERIFF KURT FREY: Ja, das tut mir leid. Ich war jagen und habe mein Funkgerät ausgeschaltet. Also. Haben Sie was gefunden? DOGGETT: Könnte man so sagen. SKINNER: Sie haben diese Todesanzeige bei der Bezirksverwaltung eingereicht. Wir hoffen, dass Sie uns etwas darüber erzählen können. (SKINNER gibt SHERIFF KURT FREY ein Blatt.) SHERIFF KURT FREY: Ja. Ja, vergangenes Frühjahr. Ein unidentifizierter Flüchtling. Eine Frau, die dort wohnt, hat die Leiche in den Wäldern gefunden. SKINNER: Sie haben keine Verdächtigen ? Kein Motiv? SHERIFF KURT FREY: Nein, warum? DOGGETT: Haben Sie es hier viel mit Schießereien zu tun? Haben Sie deswegen vergessen, diese hier zu erwähnen? SHERIFF KURT FREY: Worauf wollen Sie hinaus? DOGGETT: Die Leiche wurde am Sonntag, den 7.Mai vor der Hütte dieser Frau gefunden- am Morgen nachdem Mulder bei den Hangemuhls war. SHERIFF KURT FREY: Okay, dann habe ich da eben keine Verbindung gesehen. Na und? DOGGETT: In Mulder's Waffe fehlten drei Kugeln. (Pause.) SHERIFF KURT FREY: Also ist Mulder in die Stadt zurückgekehrt, um diesen Mann zu töten, und jetzt leugnen die Hangemuhls alles ab. Und ich vielleicht auch. DOGGETT: Ganz genau. SHERIFF KURT FREY: Diese Theorie ist sogar noch verrückter als die, mit der Agent Mulder ankam. Haben Sie Beweise? DOGGETT: Wo ist die Leiche begraben? (Nacht. SKINNER und DOGGETT kommen an einem wirklich unheimlichen Friedhof an. Sie holen ihre Taschenlampen raus und fangen an, sich umzusehen.) SKINNER: Sie bewegen sich hier auf sehr wackligem Untergrund, Agent Doggett. DOGGETT: Irgendwas ist in jener Nacht hier passiert. SKINNER: Aber Sie vergessen einen Punkt- Fox Mulder würde so etwas nie tun. DOGGETT: Sehen Sie, irgendjemand hat diesen Mann erschossen. Jemand hat Mulder's Waffe abfeuert, und Mulder war in jener Nacht hier. SKINNER: Und wenn Sie versuchen zu beweisen, dass Mulder ein Mörder ist, wird Ihnen das helfen, ihn zu finden? DOGGETT: Vielleicht ist er es nicht. Ich sage nicht, dass er das getan hat. Noch nicht. Aber er hatte einen Grund, hier zu sein, und dann ist er verschwunden. SKINNER: Warum sollten diese Leute, Leute, die er nie zuvor getroffen hat, versuchen, das zu vertuschen? DOGGETT: Das ist die Frage. (DOGGETT leuchtet in ein leeres Grab. Er springt hinein. SKINNER kniet sich am Rand des Lochs hin und befühlt die Erde.) SKINNER: Die Erde ist frisch. DOGGETT: Der Sheriff muss es heute Nachmittag ausgegraben haben, nachdem ich weg war. SKINNER: Was sollte er mit der Leiche wollen? DOGGETT: Ich weiß nicht, ob er sie gefunden hat. (DOGGETT sieht ein grobes Loch im Boden des offenen Sarges und einen Tunnel darunter.) DOGGETT: Sieht so aus, als gäbe es noch einen anderen Weg nach draußen. SKINNER: Wollen Sie mir erzählen, dass der Mann in dem Sarg das gemacht hat? DOGGETT: Es sieht ziemlich tief aus. Ein Mensch kann nicht drei mal angeschossen werden und sich dann aus seinem eigenen Grab graben. SKINNER: Der Sheriff sagte, dass dieser Flüchtling unidentifiziert war, stimmt's? (DOGGETT klettert aus dem Loch.) DOGGETT: Stimmt. SKINNER: Warum hat dann jemand das hier oben auf dem Grab gelassen? (Sie leuchten beide auf die Überreste eines Kreises/Kreuzes aus weißen Steinen über dem Grab.) (Nacht. PAUL HANGEMUHL steht mit einem Eimer blutiger Hühnchenteile auf seiner Vorderveranda. Mit einem Stück des zerstückelten Hühnchens malt er das Kreis/Kreuzsymbol in Hühnchenblut auf die Haustür. SHERIFF KURT FREY fährt vor und kommt hoch auf die Veranda.) SHERIFF KURT FREY: Wir müssen schnell weg. PAUL HANGEMUHL: Sie ist noch nicht fertig. SHERIFF KURT FREY: Dann sollte sie besser fertig werden. (SHERIFF KURT FREY geht ins Haus. PAUL HANGEMUHL sieht unbehaglich aus, folgt ihm aber.) (PAUL HANGEMUHL steht hinter MARIE HANGEMUHL, während sie langsam ihren Ehering auf die Garderobe legt. Sie hat ihr Nachthemd an.) MARIE HANGEMUHL: Ich kann das nicht tun. (Er legt seine Hände tröstend auf ihre Schultern.) PAUL HANGEMUHL: Du musst es tun. Wir haben keine andere Wahl. SHERIFF KURT FREY: Paul? (Sie dreht sich um, um ihn anzusehen.) SHERIFF KURT FREY: (sanft) Marie. (Draußen nähert sich ein Auto. MARIE HANGEMUHL's Atem geht schneller. Sie hat Angst. Sie dreht sich zu ihrem Mann, der sie festhält und sie auf die Stirn küsst.) (Draußen geht ein Mann zur Rückseite eines Käfigs in seinem Wagen. Durch die Gitter des Käfigs sehen wir die schwer atmende KREATUR. Sie klingt so verängstigt wie MARIE HANGEMUHL.) (Aus einigen Metern Entfernung sehen wir, wie PAUL HANGEMUHL im Haus seiner Frau sanft hilft, ihr Nachthemd auszuziehen und ihren nackten Körper auf den Boden zu legen. Ihr Gesicht ist tränenüberströmt. Sie küssen sich sanft.) PAUL HANGEMUHL: (mit stockender Stimme) Ich werde auf dich warten. (Sie lächelt schwach und nickt. Sie hat Angst, er verlässt sie nur widerwillig.) (Draußen entsichert SHERIFF KURT FREY seine Waffe, während er sich der Käfigrückseite nähert. Er öffnet die Tür. Die KREATUR taucht langsam aus der Dunkelheit auf.) (Im Haus liegt MARIE HANGEMUHL leise schluchzend auf dem Boden. Die Schluchzer werden lauter als sie bemerkt, dass die KREATUR näher kommt. Sie sieht ihr Gesicht und schreit auf. ) MARIE HANGEMUHL: Nein! (Aber sie hält still und schluchzt noch mehr. Die KREATUR kniet sich neben ihr hin. Es ist männlich. Seine Augen sind schmerzvoll und gequält. Er verrenkt seinen Kiefer, Spucke tropft von seinem Mund. Sie schreit vor Entsetzen auf, als er ihr in den Nacken beißt. Blut spritzt auf ihr Gesicht und sie schreit, während er beginnt, sie lebendig aufzufressen. In einem angeschlossenen Raum, nur wenig entfernt, betet PAUL HANGEMUHL leise, zuckend in geteiltem Schmerz ihrer Schreie.) PAUL HANGEMUHL: Unser Vater im Himmel... geheiligt werde dein Name... (MARIE HANGEMUHL schreit weiter, während ihr Körper von der KREATUR gefressen wird. Der Mund der KREATUR ist voller Blut und Fleisch.) (Später kommen DOGGETT und SKINNER am Haus der HANGEMUHLs an. PAUL HANGEMUHL öffnet mit einem Handtuch in der Hand die Tür. Er ist allein und erschöpft.) PAUL HANGEMUHL: Was ist denn schon wieder? DOGGETT: Stört es Sie, wenn wir reinkommen? (Sie gehen rein, ohne auf eine Antwort zu warten.) PAUL HANGEMUHL: Was glauben Sie, was Sie tun? DOGGETT: Wir suchen nach dem Sheriff. Er war hier, oder? PAUL HANGEMUHL: Hören Sie, ich hatte einen langen Tag und ich will ins Bett, also wenn es Ihnen nichts ausmacht... DOGGETT: Agent Mulder kam in jener Nacht hierher zurück und hat den Mann in diesem Raum erschossen. Sie wissen warum, und Ihre Frau auch. PAUL HANGEMUHL: Ich will, dass Sie beide sofort mein Haus verlassen. He, haben Sie mich verstanden? (SKINNER sieht zu Boden.) SKINNER: Mr. Hangemuhl, wir würden gern mit Ihrer Frau sprechen. Wo ist sie? DOGGETT: Wo ist sie, Mr. Hangemuhl? (PAUL HANGEMUHL antwortet nicht.) DOGGETT: Irgendwas ist hier passiert, und ich werde rauskriegen, was es ist. SKINNER: Agent Doggett. (SKINNER hebt eine Ecke des Teppichs an, unter der Blutlache zu sehen ist.) DOGGETT: Sieht aus als ob Sie einen Flecken übersehen hätten, Mr. Hangemuhl. (Ein dreckiger Kellerboden. Die KREATUR stöhnt vor Schmerz und würgt eine helle Substanz aus, die vage die Form eines Menschen hat.) (2. Werbung) (Später in derselben Nacht. SHERIFF KURT FREY ist am Haus der HANGEMUHL's angekommen und die Tatortuntersuchung läuft. DOGGETT steht bewegungslos neben seinem Wagen. Er hat eine Reihe von Rückblenden von einem nassen MULDER, wie er am Haus ankommt, reingeht und PAUL HANGEMUHL und MARIE HANGEMUHL sieht, und dann auf die KREATUR schießt. SKINNER kommt aus dem Haus und unterbricht die Rückblenden.) SKINNER: Agent Doggett. DOGGETT: Hangemuhl sagt, dass seine Frau das Blut ausgehustet haben muss. Er beharrt darauf, dass er ihr nichts getan hat. SKINNER: Natürlich sagt er das.. DOGGETT: Vielleicht hat er es nicht getan. SKINNER: Wovon sprechen Sie? DOGGETT: Sie haben es vorher gesagt, Mulder würde das nie tun- einen Menschen kaltblütig zu erschießen. Außer wenn er versucht hätte, Mrs. Hangemuhl zu beschützen. SKINNER: Vor wem? DOGGETT: Vor dem Mann, der eigentlich in diesem Sarg beerdigt sein sollte. (Pause.) SKINNER: Die örtliche Polizei hat etwas gefunden, das Sie sich ansehen sollten. (SKINNER führt DOGGETT zur Veranda hoch, wo ein TECHNIKER an der Haustür arbeitet.) SKINNER: Mr. Hangemuhl muss Wasser benutzt haben, um das hier zu reinigen.. (SKINNER bekommt vom TECHNIKER ein UV-Licht.) SKINNER: Danke. Ansonsten... hätten wir es vielleicht nicht gefunden. (SKINNER leuchtet mit dem UV-Licht auf die Tür, wodurch das Bild des Kreis/Kreuz-Symbols erscheint.) SKINNER: Kommt Ihnen das bekannt vor? (SKINNER und DOGGETT haben über einen Laptop mit einer Kamera eine Verbindung mit den LONE GUNMEN errichtet. WetLegKik beschreibt die Szene ganz treffend: "Die Lone Gunmen in ihrern Schlafklamotten sprechen über Notebook mit Doggett und Skinner, mit Hochgeschwindigkeit, Fernsehqualität, in Farbe, über eine drahtlose digitale DS-3 Internet-Verbindung. In Squamash, Pennsylvania. Aha. Sicher. Toll. Wie auch immer. Es hat eher so ausgesehen, als würde Elekrizität in dieser Stadt als Luxus angesehen." Wie auch immer, die GUNMEN sind sehr leger gekleidet, in Bademänteln, etc. und sehen müde aus.) BYERS: Wir haben rausbekommen, was wir konnten. Das hier ist natürlich eine sehr kurzfristige Benachrichtigung. FROHIKE: Und ein bisschen außerhalb unseres Erfahrungsbereiches. LANGLY: Außerdem haben wir gerade geschlafen. DOGGETT: Tragen sie eine Hose, Langly? LANGLY: Äh...ja. (LANGLY verdrückt sich verlegen aus dem Blickfeld der Kamera.) SKINNER: Wir haben nicht viel Zeit. Was haben Sie gefunden? FROHIKE: Ich habe schon gedacht, Sie würden nie fragen, Boss. (FROHIKE tippt einen Befehl in einen anderen Computer, der daraufhin das Kreis/Kreuz-Symbol zeigt.) BYERS: Das Muster, das Sie uns beschrieben haben, ist höchstwahrscheinlich ein Medizinrad. Es ist ein Symbol zur Heilung und wird gewöhnlich mit Nordamerikanischen Schamanen in Verbindung gebracht. FROHIKE: Nun, der Kreis steht für die ununterbrochene Verbindung zwischen Leben und Tod. Die Reise wird von zwei Straßen geteilt, eine für Glück, eine für Trauer. BYERS: Die Lakota-Indianer lehren, dass alle diese Elemente- Leben, Tod, Trauer, Glück- alle eins sind. Aber man braucht einen erleuchteten Geist, um das zu erkennen. DOGGETT: Warum sollte es dann jemand an eine Tür malen, oder es auf einem Grab hinterlassen? (LANGLY kommt wieder rein, während er den Reißverschluss einer frischen Hose zumacht.) LANGLY: Nun- das ist der Teil, der einige Vermutungen verlangt, Agent Dogbird. BYERS: Wir wissen nicht, was Mulder da draußen gemacht hat. FROHIKE: Aber es gibt hunderte von Jahren alte Legenden, von einem Sünden-fangenden Schamanen, auch bekannt als Seelenfresser. DOGGETT: Ein Seelenfresser? LANGLY: Sie kümmern sich um die Kranken-- In der Legende steht, dass sie ihre Krankheiten auffressen. BYERS: Das Symbol könnte als Zeichen von Respekt an ein Grab angebracht werden. Oder als Einladung an eine Tür. SKINNER: Eine Einladung für was? BYERS: Um anzuzeigen, dass eine kranke Person dort lebt, jemand, der die heilende Gabe der Kreatur braucht. DOGGETT: Vielen Dank für eure Hilfe, Jungs. LANGLY: (sarkastisch) Ja, gern geschehen. (LANGLY schaltet die Verbindung ab.) (DOGGETT schließt den Laptop.) DOGGETT: Marie Hangemuhl litt an einer Nierenkrankheit. SKINNER: Agent Doggett? DOGGETT: Das war kein Flüchtling, der in diesem Grab beerdigt war. (DOGGETT steigt ins Auto und fährt weg.) (DOGGETT klopft an die Tür der BLONDEN, LÄNDLICHEN FRAU. Sie macht auf. Er zeigt ihr seinen Ausweis.) DOGGETT: Tut mir leid Sie zu dieser Stunde zu stören, Ma'am. Ich bin Agent Doggett vom FBI. Kann ich reinkommen? (Sie lässt ihn rein. Ein Feuer brennt im Kamin.) DOGGETT: Im Bericht des Sherrifs vom letzten Mai steht, dass Sie hier draußen im Wald ein Leiche gefunden haben. (Sie antwortet nicht.) DOGGETT: Sehen Sie, die Leute in dieser Stadt machen ein Geheimnis aus dieser Leicher- daraus, wer sie ist. Ein FBI-Agent ist hergekommen, weil er glaubte, dass es ein "Seelenfresser" war. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Vielleicht ist es das. DOGGETT: Sie glauben es auch. Sie haben diese Steine auf das Grab gelegt. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Die Dinge nach denen Sie fragen- sie sind hunderte von Jahren so gewesen. Sie können sie nicht ändern. DOGGETT: Ein Kollege von mir kam vergangenes Frühjahr hierher und versuchte, dieses Ding zu töten. Ich glaube, er versuchte eine Frau namens Marie Hangemuhl zu beschützen. Ich brauche Ihre Hilfe. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Sie haben das alles falsch verstanden.. (DOGGETT dreht sich nach einem Hämmern hinter sich um. Er sieht die BLONDE, LÄNDLICHE FRAU an, die nervös ist, aber nichts sagt. DOGGETT hebt eine Ecke des Teppichs an, wodurch eine Falltür erscheint. Er öffnet die Tür, hält seine Waffe und seine Taschenlampe bereit und geht die dreckigen Stufen hinunter. Er sieht eine nackte, weibliche Figur in einem menschengroßen Vorsprung. Sie ist von einer schleimigen Substanz bedeckt. Er wischt den Schleim von ihrem Mund und ihrer Nase und sie schnappt nach Luft und ihre Augen öffnen sich. Es ist MARIE HANGEMUHL. DOGGETT: Ich werde Sie hier rausbringen.. (DOGGETT hat MARIE HANGEMUHL in seinen Mantel eingewickelt. Er trägt sie aus dem Haus in sein Auto. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU sieht vom Fenster aus zu.) (3.Werbung) (Krankenhauszimmer. MARIE HANGEMUHL liegt im Bett. DOGGETT sieht durchs Fenster zu, wie PAUL HANGEMUHL den Hochzeitsring wieder an ihren Finger steckt. Sie strahlt und kichert fröhlich. SKINNER betritt den Raum hinter DOGGETT.) SKINNER: Agent Doggett. Wie geht es ihr? DOGGETT: Sie fühlt sich gut, ist das zu glauben? Der Arzt sagt, dass ihre Nieren spontan geheilt sind. Sie ist eine gesunde Frau. (SKINNER sieht verwirrt aus. DOGGETT sieht zurück in den Raum.) DOGGETT: Erklären Sie das. SKINNER: Sie werden das erklären müssen. Der Sheriff wartet darauf, Ihre Aussage aufzunehmen. DOGGETT: Der Sheriff weiß es. Er wusste es die ganze Zeit. Und ihr Mann auch. SKINNER: Was haben sie gewußt? DOGGETT: Dass dieser Seelenfresser sie holte, um sie zu heilen. Ich dachte, Mulder hat diesen Mann erschossen, um Marie Hangemuhl zu beschützen. Aber es war nicht sie, die er versuchte zu beschützen. (DOGGETT geht aus dem Raum.) SKINNER: Wohin gehen Sie? DOGGETT: Irgendwas ist hier passiert. Es war nur nicht das, was wir dachten. (Nacht. DIE BLONDE. LÄNDLICHE FRAU beobachtet, wie DOGGETT vor ihrem Haus anhält und reinkommt. Sie sitzt vor dem Feuer.) DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Um zu verstehen, was dieses Ding ist, müssen Sie verstehen, was es kann- seine Gabe. Die Menschen hassen es, weil sie es brauchen. Es sieht so aus wegen ihren Krankheiten. . (Er setzt sich neben sie.) DOGGETT: Sie sorgen für diesen Mann. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Irgendjemand hat das immer getan. DOGGETT: Weil Sie daran glauben? Dass es die Krankheiten von Menschen heilen kann? DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Nicht heilen. Fressen. DOGGETT: Mulder kam letztes Jahr her, um Sie zu treffen. Nicht um Marie Hangemuhl zu retten. Um sich selbst zu retten. (Rückbende von MULDER, der regungslos und nackt auf dem Teppich vor dem Feuer liegt. Er sieht neugierig und ängstlich zu der Kreatur auf. Die KREATUR keucht, traurig und unter Schmerzen.) (Gegenwart.) DOGGETT: Mulder war todkrank, aber er behielt es für sich. Er hatte eine undiagnostizierbare Gehirnkrankheit. Er war ein kranker Mann und suchte Verzweifelt nach Heilung. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Das tun sie alle. (Rückblende. MULDER sieht mit ängstlichem Mitgefühl zu, wie die KREATUR ihren Kiefer ausrenkt.) (Gegenwart.) DOGGETT: (begreifend) Mulder hat es nicht getan.. (DOGGETT steht auf und setzt sich näher zu ihr.) DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Agent Mulder sah, wie sehr es litt. Er sah in seine Augen. Ich wußte, was zu tun war. Ich konnte es einfach nicht tun. DOGGETT: Mulder hat es getötet. BLONDE RUSTIC WOMAN: Er konnte es nicht ertagen, sein Leiden zu verschlimmern. DOGGETT: Also kam er in jener Nacht hierher zurück, um ihm seine Schmerzen zu nehmen.. (Rückblende von MULDER, wie er die KREATUR erschießt.) (Gegenwart.) DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: Sie haben es begraben. Es wollte sterben. Das will es immer noch, aber es kann nicht. All diese Monate habe ich es hier versteckt. Aber nun, da sie wissen, dass es zurück ist, wird es weiter leiden. (Sie sehen beide auf zur KREATUR, die mit ihnen im Raum ist und leise wimmert. DOGGETT führt die KREATUR sanft nach draußen und hilft ihm auf den Rücksitz seines Wagens. Er sieht es einen Moment an, dann schließt er die Tür. DIE BLONDE. LÄNDLICHE FRAU sieht bewegungslos vom Fenster ihres Hauses aus zu. SHERIFF KURT FREY und andere fahren vor und blockieren DOGGETT's Auto. Sie sind mit Gewehren bewaffnet.) DOGGETT: Sheriff, als Bundesagent fordere ich Sie und Ihre Männer auf, mir aus dem Weg zu gehen.. SHERIFF KURT FREY: Sie können es nicht mitnehemen, Agent Doggett. Es gehört uns. DOGGETT: Es ist ein Mensch. Er gehört niemandem. SHERIFF KURT FREY: Wir haben kranke Menschen. Kranke Menschen, die brauchen, was es hat. Wir nehmen es mit. Sie können gehen. DOGGETT: Nein, Sir. Ich fahre diesen Mann hier weg. (DOGGETT dreht den Männern den Rücken zu und geht zu seinem Auto zurück. Ein Gewehrschuss. DOGGETT fällt mit dem Gesicht voran zu Boden. DIE BLONDE. LÄNDLICHE FRAU schreit auf. SHERIFF KURT FREY dreht DOGGETT's toten Körper um. Blätter und Dreck hängen an der blutigen Austrittswunde auf seiner Brust. EIN MANN, PAUL HANGEMUHL? sieht auf die Rückbank von DOGGETT's Auto..) MANN: Sheriff. (Der Rücksitz des Autos ist leer. Die KREATUR ist entkommen.) SHERIFF KURT FREY: Es wird zurückkommen. Das tut es immer. (Nacht. SHERIFF KURT FREY und die anderen schaufeln Erde auf DOGGETT, dessen toter Körper in einem flachen Grab liegt. DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU sieht zu, wie die Trucks einer nach dem anderen wegfahren.) (Es sieht aus, als wären wir in einer dicken, blutigen, zähen Flüssigkeit. Wir sehen die KREATUR kauen. Sie stöhnt. SCHNITT ZU: DOGGETT liegt nackt auf dem Boden und ist von zähem Schleim bedeckt. Seine Hand bewegt sich, als er aufwacht. Er sieht die BLONDE. LÄNDLICHE FRAU, die sich über den Körper der KREATUR auf dem schmutzigen Kellerboden in der Nähe beugt. Er steht auf und kniet sich neben ihr hin. Die KREATUR ist tot.) DIE BLONDE, LÄNDLICHE FRAU: (hält ihre Tränen nur mühsam zurück) All diese Jahre wussten wir nicht, was es konnte. Es hat ihren Tod genommen. Sie haben es befreit. (Der schleimige DOGGETT sieht sie an.) (Später. DOGGETT sitzt am Computer im X-Akten Büro. Seine Hände schweben über der Tastatur, wissen aber nicht, was sie für seinen Bericht tippen sollen. SKINNER kommt rein.) DOGGETT: A.D. Skinner, Sie sind noch spät hier.. SKINNER: Sie auch. DOGGETT: Ich wollte meinen Bericht fertig haben, bevor Agent Scully morgen früh kommt. SKINNER: Und? DOGGETT: Ich weiß nicht mal, wo ich anfangen soll oder wie ich es erklären kann. Das einzige was ich weiß ist, dass ich jetzt auch nicht näher daran bin, Mulder zu finden, als bevor ich hiermit angefangen habe. SKINNER: Sie haben einen Blick in seinen Kopf geworfen, Agent Doggett. Sie haben verstanden, warum Mulder etwas getan hat, wofür ich ihn nicht fähig gehalten hätte. Wollen sie einen ehrlichen Rat? Schreiben Sie diesen Bericht nicht. Wenn Sie ihn einreichen, dann verursachen Sie jede Menge Ärger für Agent Scully. Und für sich selbst. DOGGETT: Sie wusste nichts davon, Sir. Da bin ich mir sicher. SKINNER: Wie viele Monate würden verloren gehen, um das zu beweisen? Wie sehr würde das ihrem guten Ruf schaden? Und Mulder's? Und Ihrem? Wofür? DOGGETT: Die Wahrheit.. (SKINNER sieht auf ein Blatt Papier mit dem Kreis/Kreuz-Symbol darauf.) SKINNER: Wir wissen beide, was da draußen passiert ist, Agent Doggett. Keiner sonst muss das wissen. (SKINNER gibt DOGGETT das Blatt und geht. DOGGETT sieht das Symbol einen Moment lang an, dann legt er es hin. Auf der anderen Seite des Büros, hinter dem anderen Schreibtisch, steht MULDER im Schatten und beobachtet ihn. DOGGETT starrt ihn an. MULDER ist noch einen Augenblick lang da, dann ist er weg.) Besetzung: David Duchovny als Agent Fox Mulder Gillian Anderson als Agent Dana Scully Robert Patrick als Agent John Doggett Mitch Pileggi als Assistant Director Walter Skinner Gastbesetzung: Bruce Harwood als Byers Tom Braidwood als Frohike Dean Haglund als Langly Jordan Marder als Kreature Michael McGrady als Sheriff Kurt Frey Justin Williams als Paul Hangemuhl Natalie Radford als Marie Hangemuhl Caroline Lagerfelt als Ländliche Frau