Via Negativa (8X07) Übersetzung Original Transcript by: Carri Kendl CarriKendl@aol.com Translation by: Bastard for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Disclaimer: This transcript is meant as a homage, all characters, plots, quotes, etc. used in her are owned by 20th Century Fox, 1013 Productions and The X-FilesTM. Please don't use this for any commercial gain again without permissions. Permissions may be given by the authorities of this web site. Thank you. Enjoy the script and love the show! Airdate: December 17, 2000 Writer: Frank Spotnitz Director: Tony Wharmby DOGGETT: Ich bin mir nicht sicher, ob ich wach bin. (Ein Mann, Mitte 30, AGENT JAMES LEEDS, ist auf dem Fahrersitz eines parkenden Autos gegenüber einem großen, alten Haus eingeschlafen. Ein anderer Mann, AGENT STEDMAN, klopft an die Fensterscheibe. AGENT LEEDS wacht auf und betätigt den elektrischen Fensterheber.) AGENT STEDMAN: (beschuldigend) Verdammt, Jim, bist du eingeschlafen? Wir sind bei einer Überwachung, Mann. AGENT LEEDS: Ich schätze... ich weiß nicht. AGENT STEDMAN: Was ist hier passiert? AGENT LEEDS: (immer noch wach werdend) Was meinst du? AGENT STEDMAN: Das Haus, Mann. Die Eingangstür ist weit offen. Wie lange schläfst du schon? (AGENT LEEDS hat keine Antwort, selbst verwundert über seine unprofessionelle Aktion.) AGENT STEDMAN: Wir sollten besser nachsehen. (AGENT LEEDS steigt aus dem Auto und gemeinsam gehen sie zu dem dunklen Haus.) AGENT STEDMAN: Das Licht ist aus. Die Tür weit offen. Das gefällt mir nicht. (Sie gehen zur Treppe an der Vordertür, mit den Taschenlampen in der Hand.) AGENT LEEDS: Es sieht so aus als seien alle weg. (Sie schauen auf den Boden der Veranda und sehen blutige Fußspuren, welche ins Haus führen.) AGENT STEDMAN: Ich bin mir nicht so sicher. AGENT LEEDS: Das kann nicht sein. (Die Hausnummer sieht aus wie 737? 237? Ein großes blaues Auge ist über die Tür gemalt. Mit ihren Waffen und Taschenlampen gehen sie vorsichtig ins Haus. AGENT LEEDS betritt einen großen Schlafraum mit 2 Reihen von gleichen Betten, vielleicht 14 insgesamt. In jedem liegt eine Person, eine große vertikale, blutige Wunde auf jeder Stirn. Die Bettlaken sind voll Blut.) AGENT LEEDS: Oh, Gott. Stedman! (AGENT STEDMAN kommt und bleibt in der Tür stehen.) AGENT STEDMAN: Sie sind alle tot. (Sie hören etwas aus dem anderen Teil des Hauses. AGENT STEDMAN geht still den Flur entlang, während AGENT LEEDS sich noch weiter im Raum umsieht. Allein geht AGENT STEDMAN zu der Treppe. Wir sehen einen MANN, ein paar Zentimeter hinter ihm, welcher eine prunkvolle Axt hält. AGENT STEDMAN dreht sich schnell um und schaut ihn direkt an. SCHNITT ZU: AGENT LEEDS, welcher noch im Schlafsaal ist, schaut auf, als er zwei Schüsse hört. Er rennt hinaus und schaut auf den Boden. AGENT STEDMAN ist tot, er hat eine große blutende Wunde auf seiner Stirn. Er kniet sich nieder um seinen Partner anzusehen, dann schaut er auf und sieht den MANN, welcher jetzt neben ihm steht. Der MANN hat ein drittes Auge auf seiner Stirn. AGENT LEEDS starrt den MANN starr vor Schreck an, als dieser seine Axt schwingt.) Opening Credits Scully rocks. Doggett is manly. Mulder is still falling into Scully's eyeball. FALLS CHURCH, VIRGINIA 3:26 AM (Ein niedliches, umzäuntes, zweistöckiges Haus. Ein passender Ort für zwei FBI-Agenten, sich niederzulassen und eine Fam ... Oh, verdammt. Es ist Doggetts Haus. Er schläft in seinem Bett. Er wacht auf und hebt das klingelnde Telefon ab, welches neben seinem Bett auf dem Tisch steht.) DOGGETT: (am Telefon , verschlafen) Yeah. (SCULLY ruft ihn von einem Münztelefon aus einem Krankenhaus an. Sie spricht leise.) SCULLY: (am Telefon) Hier, uh, hier ist Agent Scully. Es tut mir Leid Sie geweckt zu haben. DOGGETT: (am Telefon) Was ist los? SCULLY: (am Telefon) Ich habe vor 20 Minuten von Assistant Director Skinner einen Anruf bekommen. Er hat einen Fall. DOGGETT: (am Telefon) Was ist es? SCULLY: (am Telefon) Ein Agent ist tot. Um, Skinner hat ihn einen religiösen Kult, in Pittsburgh, beobachten lassen. Und alle Anhänger sind ebenfalls tot. DOGGETT: (am Telefon) Was ist passiert? SCULLY: (am Telefon) Für ihn ist es schwer das festzustellen. (DOGGETT hält seine Uhr hoch und seufzt, als er sieht, wie spät es ist.) DOGGETT: (am Telefon) Ich hol Sie ab. SCULLY: (am Telefon) Es tut mir Leid, Agent Doggett. Ich kann nicht. DOGGETT: (am Telefon, besorgt) Agent Scully? SCULLY: (am Telefon) Um, etwas Unerwartetes ist eingetreten. DOGGETT: (am Telefon) Ist mit Ihnen alles in Ordnung? SCULLY: (am Telefon) Yeah, mir... mir geht es gut. (Sie hört sich gar nicht gut an.) DOGGETT: (am Telefon) Ich sehe Sie dann später? SCULLY: (am Telefon) So schnell ich kann. (SCULLY legt auf. DOGGETT schaut kurz auf den Hörer und legt dann ebenfalls auf. Im Krankenhaus nähert sich eine KRANKENSCHWESTER SCULLY.) SCHWESTER: Miss Scully? Der Doktor erwartet Sie jetzt. (SCULLY schaut nervös und müde aus, als sie der SCHWESTER folgt.) (Später am Morgen. DOGGETT erreicht im Dienstwagen den Tatort. Ein Van mit der Aufschrift "County of Allegheny" fährt an ihm vorbei. Er zeigt seinen Ausweis durch die Windschutzscheibe, als er näher an das Gebäude ranfährt. Überall sind Fotographen. Er steigt aus dem Wagen und SKINNER kommt auf ihn zu, Latexhandschuhe tragend.) SKINNER: Wo ist Agent Scully? DOGGETT: Sie kommt später. Was haben wir hier? SKINNER: Einer unserer Männer sollte eine Routinebeobachtung bei einer kultischen Gruppe namens "The Ibogan Temple" vornehmen. Wir bekamen einen Tipp, dass sie mit Drogen handeln. Niemand hat so etwas erwartet. (SKINNER führt DOGGETT zu dem parkendem Sedan. DOGGETT schaut in den offenen Wagen und sieht den Körper von AGENT LEEDS. Er hat eine große Wunde auf seiner Stirn.) SKINNER: Agent James Leeds. Sechs Jahre beim FBI, Vater zweier Kinder. Ein Streifenwagen hat ihn gefunden. Das Auto war von innen verschlossen. (DOGGETT setzt sich neben den Fahrersitz und mustert die Leiche.) DOGGETT: Niemand hat irgend etwas gesehen oder gehört? SKINNER: Nein. DOGGETT: Es kann nicht hier passiert sein. SKINNER: Dass Blut auf den Sitz gespritzt ist, beweist es. DOGGETT: Es ist zu eng. Es ist kein Platz, um die Waffe zu schwingen. Ausserdem macht es keinen Sinn. Seine Waffe ist noch im Halfter und der Schlüssel steckt noch. Selbst wenn er eingeschlafen ist... (DOGGETT seufzt und steht auf.) DOGGETT: Das ist verdammt unheimlich. SKINNER: Es wird noch unheimlicher. (SKINNER führt ihn ins Haus, in den Schlafraum. Die Leichenbeschauer sind gerade dabei die Leichen wegzubringen.) SKINNER: All diese Menschen wurden auf die gleiche Weise wie unser Mann getötet. Alle 20 Mitglieder sind an einer einzigen Wunde auf der Stirn gestorben. DOGGETT: Sind das alle Mitglieder? SKINNER: Alle bis auf einen. Ihr Anführer, Anthony Tipet, wird vermisst. (In einem Nebenraum sehen sie sich einen Schrein, auf dem Schreibtisch, an. Auf einem eingerahmten Foto sehen wir den MANN aus dem Teaser, ANTHONY TIPET. Es ist kein drittes Auge auf seiner Stirn zu sehen.) SKINNER: Tipet ist ein verurteilter Mörder, welcher glaubt Gott gefunden zu haben. Wir glauben nicht, dass wir es mit einem Selbstmordkult zu tun haben. Wir haben diese Art von Mord schon mal gesehen. Jonestown, Heaven's Gate. (DOGGETT schaut auf einen Block aus irgendetwas, auf dem Schrein. Ein Auge wurde grob eingraffiert.) DOGGETT: Ich bin mir nicht sicher, wie sehr sie sich dem gewidmet haben, aber diese Leute würden sich nicht hier hin legen und ihren Anführer ihre Köpfe einschlagen lassen. Ich glaube, mindestens einer hätte ein Problem damit gehabt. SKINNER: Das ist etwas, was ich auch in Erwägung ziehe. Ich habe von allen toxikologische Tests auf Drogen angefordert. DOGGETT: Schließt das unseren Mann mit ein? (SKINNER schaut ihn an. Pause. AGENT GENE CRANE, zuletzt gesehen in 8x01 und 8x02, nähert sich ihnen.) AGENT CRANE: A.D. Skinner? Wir können Agent Stedman nicht finden. DOGGETT: Angus Stedman? SKINNER: Leeds' Partner, kennen Sie ihn? DOGGETT: Wo haben Sie nachgesehen? AGENT CRANE: Er hat nicht im gleichen Hotel wie Leeds eingecheckt. Er antwortet nicht auf seinem Handy oder Pieper. DOGGETT: Habt ihr schon seine Wohnung durchsucht? AGENT CRANE: Seine Wohnung? DOGGETT: Yeah, Stedman ist aus Pittsburgh. Er hat eine Wohnung in der Nähe seiner Familie. [CarriK: Toll. Im Gegensatz zu Mulder kennt Doggett ein paar Leute.] (Später, mit SKINNER und einem Hausmeister, klopft DOGGETT laut gegen die Wohnungstür #5.) DOGGETT: Angus Stedman, hier ist John Doggett. (Er bekommt keine Antwort. Sie sind besorgt. Sie sind sehr besorgt. DOGGETT tritt für den Hausmeister, welcher die Tür öffnet, zurück. Die Kette verhindert, dass die Tür weiter als ein paar Zentimeter aufgeht. DOGGETT und SKINNER sehen sich an. Sie holen ihre Waffen raus, DOGGETT tritt die Tür auf und sie gehen rein. Ziemlich gutes Teamwork. Der Hausmeister lehnt sich an die Tür.) SKINNER: Doggett. (Sie finden den Körper von AGENT STEDMAN, der tot in seinem Bett liegt. Er hat, du hast es erraten, eine große Wunde auf der Stirn.) [CarriK: Moral des Tages: Genieße die X-Akten, schlechte Dinge passieren deinen Freunden und du wirst geliebt. Hmmm.] BÜRO VOM DEPUTY DIRECTOR 2:18 PM (KERSHs Büro. Sehr hübsches Büro. Sehr viel Leder, schönes Holz und ein gemusterter Teppich. Wow. Der Deputy Director hat's gut. DOGGETT, AGENT CRANE, ein SENIOR AGENT, SKINNER und KERSH sehen sich ein grobkörniges Video von ANTHONY TIPET, wie er gerade vor einer Gruppe Jüngern predigt, an.) ANTHONY TIPET: (auf dem Video) Der Körper ist beinahe wie Ton... eine Schale, von Gott gemacht, um die zwei Aspekte des heiligen Geistes zu waren: Licht und Schatten. Wenn wir den Mut haben, in die Dunkelheit zu sehen, sehen wir Gott... frei von dem Ton, welcher uns Grenzen setzt. (SKINNER stoppt das Video.) SKINNER: Anthony Tipet saß 12 Jahre für den Tod seiner Frau. Nach seiner Entlassung wurde er Sektenführer, eine Mischung aus dem Evangelium und östlicher Religionen. Er behauptet eine höhere Ebene erreicht zu haben, die Via Negativa-- der Weg der Dunkelheit-- die Ebene näher bei Gott. Hat man sie einmal erreicht, ermöglicht sie dem Geist ungehindert reisen. Tipet glaubt, dass ein Halluzinogen ihn auf diese Ebene bringt-- eine spezielle Mischung aus der Rinde eines afrikanischen Baumes... des Iboga. SENIOR AGENT: Sie meinen, all diese Menschen waren so high, dass sie ihren Anführer sie töten ließ? SKINNER: Wir fanden keine Spur der Drogen im Blut der Opfer. KERSH: Das verstehe ich nicht. DOGGETT: Tipet war paranoid, aber nichts deutet darauf hin, dass er fähig dazu wäre, seine eigenen Leute oder unseren Mann zu töten. KERSH: Das ist unser erster und einziger Zeuge. Wollen Sie mir sagen, dass er es nicht getan hat? DOGGETT: Wer auch immer das getan hat, hinterließ keine Spuren. Keine Fußspuren, keine forensischen Beweise, was auch immer. Agent Leeds' Wagen, das Sektenhaus, Agent Stedmans Wohnung... alle waren von innen verschlossen. KERSH: Das ist unmöglich. SKINNER: Es sei denn, Tipet hat die Drogen genommen und es hat funktioniert. Was, wenn sein Bewusstsein da war, nur sein Körper irgendwo anders? (Pause.) KERSH: Die X-Akten-Theorie. Ich nehme an, diese Theorie stammt von Agent Scully? (Dem Ton seiner Stimme beim Wort "Theorie" zu urteilen, hält er es für ein unanständiges Wort.) DOGGETT: Agent Scully hat bis jetzt noch keine Schlußfolgerung gezogen, Sir. KERSH: Das ist das Problem. Ich höre keine Schlußfolgerungen von Ihnen. Wenn dieser Mann eine höhere Ebene erreicht hat, dann erklären Sie mir doch mal, warum 22 Menschen, einschließlich zweier FBI-Agenten, tot sind. Und nun will ich hören, was Sie gedenken dagegen zu tun. (Das Meeting ist vorbei. SKINNER und DOGGETT verlassen das Büro und gehen den Flur entlang. DOGGETT ist nicht sehr glücklich.) DOGGETT: Wenn ich in diesem Fall arbeiten soll, dann wäre ich dankbar, wenn Sie mir vorher Bescheid sagen, bevor Sie dem Deputy Director noch mehr Science-Fiction-Storys erzählen. SKINNER: Hey, ich habe keine andere Erklärung. (DOGGETT drückt den Aufzugsschalter.) DOGGETT: Die Kerle da drin haben Recht. Die ganze Geschichte macht verdammt noch mal keinen Sinn. SKINNER: Ich soll den Leuten Antworten bringen, Agent Doggett. Und Sie sollen mir dabei helfen. (Der Fahrstuhl hält an und DOGGETT steigt ein.) DOGGETT: Tipet ist auf der Flucht. Finden Sie ihn und wir werden es wissen. (Die Fahrstuhltür schließt sich.) HILL DISTRICT PITTSBURGH, PENNSYLVANIA (ANTHONY TIPET, ohne sein drittes Auge, läuft auf dem Bürgersteig zu einer Telefonzelle. Nacht. Ein OBDACHLOSER nähert sich ihm.) HOMELESS MAN: Haben Sie Kleingeld? ANTHONY TIPET: Ich habe nichts, tut mir leid. HOMELESS MAN: Nun kommen Sie schon, Mann. Ich weiß, dass Sie etwas haben, ich höre es in Ihrer Tasche klimpern. (ANTHONY TIPET packt den OBDACHLOSEN grob am Mantel und drückt ihn an die Telefonzelle. Er starrt tief in seine Augen.) ANTHONY TIPET: Du willst mich nicht kennenlernen. (Er lässt den verängstigten OBDACHLOSEN laufen, dann steckt er Geld ins Telefon und wählt. SCHNITT ZU: Ein dunkles Labor. Ratten sind in Käfigen eingesperrt und ein müde aussehender Mann, ANDRE BORMANIS, steht an einem Schreibtisch. Das Telefon klingelt. ANDRE BORMANIS schaut nervös hin, aber nimmt nicht ab. Der Anrufbeantworter geht an. Wir hören keine Nachricht.) ANTHONY TIPET: (am Telefon) Geh ans Telefon, verdammt. Geh ans verdammte Telefon! Du warst das. Du... warst das. Möge Gott dir helfen, Andre. Ich kann es nicht. (ANTHONY TIPET legt auf. Vor Verzweiflung legt ANDRE BORMANIS einen Moment lang sein Gesicht in seine Hände. Er nimmt aus einer Petrieschale, in der viele eingepackte Rasierklingen liegen, eine heraus. Er wickelt das Papier ab, beugt sich über den Tisch und schneidet sich dann in die Stirn.) ANDRE BORMANIS: (vor Schmerz) Ah! (Von einer Reflektion auf dem Tisch sehen wir, wie Blut von seiner Stirn zu tropfen beginnt.) 10:22PM (FBI-Hauptgebäude. DOGGETT schaut sich eine Akte an. SKINNER kommt herein und reicht ihm eine andere.) SKINNER: Agent Doggett. Der Bericht des Leichenbeschauers. DOGGETT: (lesend) Alle Opfer wurden von einem einzigen Schlag mit einer Axt getötet, sechs bis acht Zentimeter lang. SKINNER: Diese Fotos der Wunden passen nicht zu dem Schema der bekannten Waffen oder des Täters. DOGGETT: Passt das zur Beschreibung? (DOGGETT zeigt SKINNER eine Kopie aus einem Buch, welche eine altertümliche Axt zeigt, die wir schon im Teaser gesehen haben.) DOGGETT: Es ist eine zeremonielle Axt, welche man vor Tausenden Jahren benutzt hat, um den Ungläubigen die Köpfe zu spalten. Das war das Pflichtfach für Tipets Jünger. SKINNER: Ist das unsere Waffe? DOGGETT: Nein, Sir. Sie ist unter ständiger Beobachtung eines Museums in Kalkutta. SKINNER: Eine andere Sackgasse. DOGGETT: So wie alles andere auch in diesem Fall. (DOGGETT seufzt und kratzt sich am Kopf. Er spricht ruhig zu SKINNER, mit einer Spur Frustration in seiner Stimme.) DOGGETT: Ich bin ein guter Ermittler, aber Sie wissen besser als irgend ein anderer, dass ich nicht der Agent bin, der in diesem Fall ermitteln sollte. SKINNER: Agent Scully kann nicht kommen. DOGGETT: Sie haben mit ihr gesprochen? SKINNER: Heute abend. Ich soll Ihnen sagen, dass es ihr gut geht. Sie braucht ein bisschen Zeit für sich. DOGGETT: Ich habe hier 22 tote Leute und sie braucht Zeit für sich? (Ärgerlich nimmt DOGGETT das Telefon. SKINNER nimmt ihm das Telefon sofort weg.) SKINNER: Sie haben mir nicht zugehört. Tun Sie Ihr Bestes ohne sie. (SKINNER legt entschlossen auf und geht weg.) (Zurück auf der Straße in Pittsburgh, der OBDACHLOSE schläft neben der Telefonzelle. Er wacht auf, als er Fußschritte hört.) OBDACHLOSER: Kleingeld? Ich nehme, was auch immer Sie haben. (Er schaut auf und sieht ANTHONY TIPET. ANTHONY TIPET ist blass und hat ein drittes Auge auf der Stirn. Der OBDACHLOSE ist verständlicherweise erschrocken. Er stolpert auf die Füße. Der Bürgersteig unter ihm wird flüssig, wie Treibsand oder nasser Zement, und er versinkt darin. Er fällt und sinkt bis zum Hals ein. ANTHONY TIPET hebt die Axt.) HOMELESS MAN: Ah, nein! Nein!! (ANTHONY TIPET schlägt auf den Kopf des OBDACHLOSEN ein.) (Werbung 1.) 4:07 AM (Zurück im Doghouse. [CarriK: Sorry, Ich konnte nicht wiederstehen .] DOGGETT, zu Hause, liest den Polizeibericht über ANTHONY TIPET. Seine Gefängnisnummer ist CD-840367. Seine Augen und Haare sind braun, helle Gesichtsfarbe, keine Narben, mittlerer Körperbau, Größe 5'8", kein Alias, Adresse - Rt. 4 Drew, WY. Er reagiert auf ein Klopfen an der Tür. Es ist SKINNER.) DOGGETT: Sir? SKINNER: Ich denke, wir brauchen eine Pause. Ein obdachloser Mann wurde vor zwei Stunden tot in Pittsburgh gefunden. Ich habe angeordnet, dass man mir ein paar digitale Fotos per E-mail schickt. DOGGETT: Irgendwelche Zeugen? (DOGGETT schaut sich den toten OBDACHLOSEN auf dem Foto an. Er hat eine Wunde auf der Stirn. Er ist nicht im Beton eingeschlossen, sondern liegt auf der Straße.) SKINNER: Ein Mann, der zur Beschreibung von Tipet passt, hat zeitiger am Abend das Münztelefon genutzt. DOGGETT: Also haben wir etwas? SKINNER: Nein. Es gibt keine konkreten Beweise gegen ihn. Es gibt keine Fingerabdrücke, keine Haare oder Fasern. [TD: "Konkrete Beweise"? Ein Stöhnen von Skinner und das zum ersten Mal!] DOGGETT: Der Kerl war am Tatort. SKINNER: Es gibt nichts was, ihn und den Mörder in Verbindung bringt, Agent Doggett. DOGGETT: Ich nehme an, ich soll glauben, dass dieser Kerl sich auf eine andere Ebene der Realität gedoped hat? Dass sein Geist umher wandert und Menschen tötet? SKINNER: Schon gut, aber angenommen... angenommen, dass die Droge das bewirkt, was Tipet sagt, dass sie tut. Dass der Geist an einem und der Körper an einem anderen Ort ist. DOGGETT: Dann sagen Sie mir doch, warum er das tut. Wenn er Gott sucht, warum tötet er dann Menschen? Weil ich den X Akten zugeteilt wurde, verlangen Sie von mir so zu denken wie Scully und Mulder. Sie haben den Falschen erwischt. Ich brauche Fakten und keine wilden Geschichten. SKINNER: In Ordnung. Dann ziehen Sie Folgendes in Betracht. Ich habe die Polizei in Pittsburgh beauftragt das Telefon zu überprüfen. (SKINNER gibt ihm einen Zettel mit Telefonnummern. 11. 412 555 4344 MK Stone 12. 06:23pm 412 555 5131 321 Club 13. 07:30pm 412 555-3272 At the Top 14. 08:43om 421 555-4367 Ridders 15. 09:23pm 412 555-5671 Pitts Taxi 16. 10:12pm 202 555-9212 Andre Bormanis 17. 10:16pm 412 555-5671 Tambers DOGGETT: Um 10:12 PM ging ein Gespräch zu Andre Bormanis. SKINNER: Er ist ein verurteilter Drogendealer, welcher mit Tipet gesessen hat. Diese Nummer ist ein DC- Ortungscode. SOUTHWEST WASHINGTON, DC 4:54 AM (DOGGETT und SKINNER parken vor einem dunklen Haus in einer nebligen Straße. Sie steigen aus und klopfen an die Tür. Wir sehen ein Auge, welches durch den Türspion schaut, dann DOGGETT und SKINNER durch den Spion.) DOGGETT: FBI. Öffnen Sie die Tür. (ANDRE BORMANIS öffnet die Tür nur langsam für sie. Er hat den gleichen Blick drauf wie CarriK im College, nach neundem sie Tassen Kaffee getrunken hat, um einen nächtelangen Schreibmarathon durch zu machen. Er hat auch noch ein frisch heilendes "X" auf seiner Stirn eingeritzt.) DOGGETT: Mr. Bormanis? Andre Bormanis? ANDRE BORMANIS: Doktor Bormanis. DOGGETT: (schaut mitfühlend) Agent Doggett. Agent Skinner. Können wir mit Ihnen reden? (Sie folgen ihm ins Labor. ANDRE BORMANIS geht zu dem Platz, wo er an einem blubberndem Gefäß arbeitet.) SKINNER: Sind Sie zu dieser Zeit immer auf, Dr. Bormanis? ANDRE BORMANIS: Nur wenn ich meine Ratten seziere. Die Nachbarn können sie dann nicht schreien hören. (SKINNER und DOGGETT finden das nicht lustig.) ANDRE BORMANIS: Das war ein Witz. (SKINNER und DOGGETT sehen sich an.) SKINNER: Sie haben mit Anthony Tipet diese Nacht telefoniert. ANDRE BORMANIS: Mein Anrufbeantworter ist rangegangen. Ich hab den Anruf verpasst. SKINNER: Was wollte er? (Keine Antwort.) SKINNER: Wir müssen ihn finden, Dr. Bormanis. Der Mann hat vielleicht 23 Menschen getötet. (DOGGETT, schaut sich um und sieht das Rasiermesser auf dem Tisch liegen. Es spiegelt einen kleinen Teil des Labors. ANDRE BORMANIS ist nervös.) ANDRE BORMANIS: 23? Sie-Sie sagten... 22. SKINNER: Ein weiterer Mann ist heute Nacht gestorben. ANDRE BORMANIS: (schüttelt seinen Kopf) Ich mache nichts Illegales hier. Ich... ich mache nur... ihm nur Stoff. (Er kippt ein paar Pillen in eine Petrieschale.) SKINNER: Sie meinen Drogen. Sie beliefern Tipet mit Drogen, ist das richtig? ANDRE BORMANIS: Halluzinogene waren Tipets Weg in die Tiefen der Seele, dem Höchsten des Bewusstseins, eine Ebene des Bewusstseins, die sich unsere schwache Gehirnchemie nicht vorstellen kann. (DOGGETT bekommt einen kühlen Hauch Luft von dem Ventilator, der hinter ihm steht. SKINNER sieht auf das "X" auf ANDRE BORMANIS' Stirn.) SKINNER: Ist das der Grund, warum Sie sich selbst geschnitten haben? Oder ist das das, ähm... Zeichen für die Aufnahme? ANDRE BORMANIS: Es ist eine Sicherheit. Zumindest glaube ich das. Niemand hatte je so einen Trip außer Tipet. Sehen Sie, nur sein Verstand war stark genug. DOGGETT: Wissen Sie, ich kann nicht genau sagen, Doktor, ob Sie Tipet bewundern oder ob Sie Angst vor ihm haben. Die Leute, die er letzte Nacht umgebracht hat, haben die ihn auch bewundert? (Keine Antwort. DOGGETT nimmt eine große, weiße Pille aus ANDRE BORMANIS' Hand.) ANDRE BORMANIS: Was machen Sie? DOGGETT: Ich nehme Sie zur Befragung mit. ANDRE BORMANIS: Aus welchem Grund? Ich habe... ich habe... es Ihnen doch erklärt. (DOGGETT legt ihm Handschellen an. ANDRE BORMANIS wehrt sich vor Angst.) ANDRE BORMANIS: Ah! Nein! Lassen Sie mich... (Er hebt eine Pille auf und versucht sie zu schlucken, aber DOGGETT hindert ihn daran.) ANDRE BORMANIS: Ich brauche sie! (Kurze Zeit später. ANDRE BORMANIS wehrt sich und wird von einem OFFICER in eine Gefängniszelle geworfen.) ANDRE BORMANIS: (schreiend) Nein, bitte! Ugh! Verlasst mich nicht! Bitte!! Verlasst mich nicht! (Der OFFICER geht und ein ANDERER OFFICER macht die Tür zu und verschließt sie. DOGGETT schaut kurz durch das Gitter, dann dreht er sich um und geht. Kameraqualität ist seltsam, langsame Bewegungen, fast Slow-Motion. Er biegt um eine Ecke und geht einen anderen Flur entlang. Er schaut auf den Boden und sieht blutige Fußspuren, welche den Gang entlang gehen, und folgt ihnen langsam. Er blickt auf und starrt zu ANTHONY TIPET, welcher einen halben Meter über dem Boden in einer Lotus-Meditationsposition schwebt. Alle drei Augen sind offen und sehen direkt zu DOGGETT. DOGGETT schaut nochmal auf den Boden, hebt seinen Fuß und sieht, dass die Fußspuren seine eigenen sind. Noch einmal schaut er zu ANTHONY TIPET, dann zu seinen Händen. Er hält jetzt Scullys blutigrn abgetrennten Kopf in den Händen, ihre blauen Augen sind halb geöffnet und starren ins Leere. Er lässt vor Schreck den Kopf fallen.) [TD: Und mein Unterkiefer landete auf dem Fußboden! Cooler und sehr unheimlicher Stoff, diese Szene bekommt auf jeden Fall meine Stimme für die Top Ten der besten Szenen. Spooky!] SKINNER: Agent Doggett? (DOGGETT wacht abrupt auf, sehr von seinem Traum verwirrt. Er sitzt auf einer Bank in der Polizeistation. SKINNER gibt ihm sein Handy.) SKINNER: Es ist Agent Scully. (DOGGETT braucht einen Moment, um seine Fassung zurück zu bekommen, dann nimmt er das Telefon.) DOGGETT: (am Telefon) Agent Scully. SCULLY: (am Telefon) Skinner hat mir vom Fall erzählt. Ich weiß, dass Sie mich decken. Sie müssen das nicht tun. DOGGETT: (am Telefon) Ist schon in Ordnung. (SCULLY ist immer noch im Krankenhaus und trägt einen Krankenhauskittel.) SCULLY: (am Telefon) Ich schätze Ihre Diskretion. DOGGETT: (am Telefon) Ja, es ist einfach diskret zu sein, wenn man nicht weiß, was los ist. Sind Sie okay? SCULLY: (am Telefon) Mir geht es gut. Skinner sagt, Sie sind der Sache schon auf der Spur. Sie brauchen nur noch ein bisschen Hilfe. DOGGETT: (am Telefon) Ja, ich könnte ein paar Tipps gebrauchen. SCULLY: (am Telefon) Ich habe ein paar Freunde von Mulder gefragt. Ich denke, sie können Ihnen helfen. DOGGETT: (am Telefon) Ich freu mich über jede Hilfe, die ich kriegen kann. SCULLY: (am Telefon) Doggett, Sie sind ein guter Agent. Vertrauen Sie Ihren Instinkten. (DOGGETT legt auf. SKINNER geht zu ihm zurück.) SKINNER: Die Labortests ergaben, dass die Drogen, die Bormanis hergestellt hat, eine Art von Super- Amphetamine sind. Legal oder nicht, niemand hat sie zuvor gesehen. Glauben Sie, sie waren für Tipet gedacht? DOGGETT: Er wollte es für sich selbst. Er wollte nicht einschlafen. SKINNER: Doggett? DOGGETT: Ich muß mit ihm reden... jetzt. (In der Gefängniszelle. ANDRE BORMANIS wacht von dem Geräusch entfernter Nagetiere auf. Er schaut sich nervös um. Er steht vom Klappbett auf und sieht ANTHONY TIPET mit drei Augen, er steht auf der anderen Seite der Gitter. SCHNITT ZU: DOGGETT und SKINNER am äußeren Gitter der Zelle.) DOGGETT: Können Sie das Gitter öffnen? Machen Sie es sofort auf! (Ein OFFICER macht das Gitter auf.) SCHNITT ZU: In der Zelle. ANDRE BORMANIS weicht ängstlich zurück, als ein Dutzend Ratten durch die Stangen in die Zelle stürmen.) ANDRE BORMANIS: Ugh! (Mehr und mehr Ratten kommen.) [TD: He, he, in der Tat, viele von ihnen, ih!] ANDRE BORMANIS: Ugh! (Er fällt auf den Boden und die Ratten bedecken, beißen und überströmen ihn. Ein paar von ihnen kauen an seinem Nacken herum. Er schreit vor Schmerzen. SCHNITT ZU: DOGGETT und SKINNER kommen an der Zelle an. Keine Ratten. Nur ANDRE BORMANIS liegt auf seinem Klappbett, scheinbar schlafend.) SKINNER: Agent Doggett, was ist? DOGGETT: Öffnen Sie. (Der OFFICER öffnet die Zelle und DOGGETT und SKINNER gehen hinein. ANDRE BORMANIS ist tot, sein Gesicht und Nacken blutig, die Augen geöffnet und ins Leere starrend. Schleichende Musik mit flüsternden Tönen.) (Werbung 2.) FBI HEADQUARTERS 5:02 PM (Kellergeschoß. Als DOGGETT den Flur entlang läuft, hört er Stimmen aus MULDERs Büro.) BYERS: ...Geschichten, die Mulder und Scully angehen, nicht uns. LANGLY: Komm schon, Byers. Wir haben das Recht eingeweiht zu sein. BYERS: Es sind nicht unsere Informationen. FROHIKE: Wie oft haben wir Mulders Leben gerettet? LANGLY: Wie viele Male Scullys? BYERS: Ich sage euch, diese Akten gehören ihnen. Sie sind privat. (DOGGETT öffnet die namensschildlose Tür und sieht FROHIKE dabei, wie er sich im Aktenschrank umschaut. LANGLY dreht sich auf MULDERs Stuhl und spielt mit irgendetwas, das er über seinem Kopf aufgehangen hat und BYERS steht daneben. Sie bemerken DOGGETT nicht.) [TD: Lasst mir eine Minute zum Nachdenken, was Langly da macht. Er hebt einen Bleistift auf und wirft ihn an die Decke, als er Doggett bemerkt. Eine Erinnerung an "Chinga". *schnief*] FROHIKE: Und ich sage dir, Mulder hätte nichts dagegen. Wir haben praktisch die Hälfte dieser Fälle für ihn gelöst. LANGLY: Yeah, Byers, hör auf mit deinem Gejammer-- niemand will ein schreiendes Baby. BYERS: Agent Scully hat uns gefragt, ob wir helfen nicht in den X Akten zu schnüff...-eln. (BYERS bemerkt DOGGETT in der Tür.) FROHIKE: Dann hätte sie sie weggeschlossen. LANGLY: Ja, richtig. DOGGETT: Kann ich Ihnen helfen? (Jetzt erst bemerken sie ihn.) BYERS: Sie müssen Agent Doggett sein. Ich bin... John Byers. (Sie geben sich die Hand) Ähm, das sind meine Assistenten, Melvin Frohike und Richard Langly. (Sie grüßen ihn schwach vom Schreibtisch aus.) [TD: Richard?! Verdammt, ich dachte, er heißt Ringo. Sekunde, Ringo Starrs richtiger Name war doch Richard Starkey, richtig?] DOGGETT: Ihr seid die Leute, von denen mir Scully erzählt hat. Mulders Freunde. BYERS: (lächelt stolz) Ja, das sind wir. DOGGETT: Sie veröffentlichen die Zeitung "The Lone Gunman", richtig? FROHIKE: (dankbar und stolz) Unser Ruf eilt uns voraus. DOGGETT: Yeah. Ich habe Mulders Akten gelesen. FROHIKE: Sicher, dann wissen Sie auch, wie schlecht Sie dastehen ohne unsere Hilfe. BYERS: Wir haben uns über den Fall informiert, Agent Scully hat uns darum gebeten. LANGLY: Mondo bizarro. Mann, Sie stecken bis zum Hals drin. DOGGETT: Wie könnt ihr mir helfen? FROHIKE: Machen Sie das Licht aus. (Das Licht geht aus und der Diaprojektor geht an. Auf derWand wird eine Pyramide mit einem Auge abgebildet.) FROHIKE: Sind Sie mit diesem Bild schon vertraut? BYERS: In der Renaissance stellte es einen allsehenden Gott dar. LANGLY: Das ist der Grund, warum unsere Vorfahren es auf die Dollarscheine drucken ließen. (Das nächste ist das gleiche, das DOGGETT in dem Sektenhaus eingraviert gesehen hat.) BYERS: Wir glauben, dass dies eine verwandte Bedeutung mit östlichen Religionen hat, uh, sie glauben an ein drittes Auge oder, wie die Hindus sagen, Sahasrara. DOGGETT: Ein drittes Auge? FROHIKE: Wir haben alle ein drittes Auge. Wenn wir dieses öffnen könnten, würden wir eine neue Realität sehen, eine näher bei Gott. Zumindest hat Kesey mir das '64 im Bus auf dem Rückweg erzählt. LANGLY: Du warst nicht mit Kesey im Bus'64. FROHIKE: Hey, ich hab ein Bild als Beweis, mein langhaariger Freund. LANGLY: Bevor oder nachdem du mit den Stones in Altamont gefeiert hast? FROHIKE: Sei doch kein Idiot, Altamont war in den 70igern. LANGLY: Was auch immer. (Das nächste Bild ist von einem großen blauen Auge, das gleiche, welches über der Tür im Sektenhaus ist. DOGGETT sieht sich das Bild genauer an und ignoriert ihre Sticheleien.) DOGGETT: Ich weiß, worauf ihr hinaus wollt. Tipet glaubt sein drittes Auge geöffnet zu haben. BYERS: Ja, exakt. DOGGETT: Ja, aber die Stelle der Wunden von den Opfern deutet darauf hin, dass er versucht hat ihres zu zerstören. BYERS: Yeah. Das ist möglich. DOGGETT: Aber wenn er näher bei Gott sein will, warum tötet er dann? Und wie? FROHIKE: Wir wissen nicht, warum. Aber wir können vielleicht sagen, wie. (Sie machen das Licht wieder an.) FROHIKE: Haben Sie schon Mal von MK Ultra gehört? BYERS: Das CIA-Bewusstseinskontroll-Projekt startetete in den 50igern. LANGLY: Sie gaben einer Gruppe von Menschen LSD, um zu sehen, was passiert. Ohne dass sie es ihnen vorher gesagt haben. FROHIKE: Sie verstanden es die Kraft der Halluzinogene so zu nutzen, dass sie das Bewusstsein beherschen konnten. DOGGETT: Tipet nahm die Drogen, nicht die Opfer. BYERS: Die CIA investierte Millionen in die Herstellung eines psychischen Attentäters, ohne Erfolg, was Tipet offensichtlich gelungen ist. FROHIKE: Er erreichte ein durch Drogen herbeigeführtes höheres Bewusstsein und benutzt seinen Verstand als Waffe gegen seine Opfer. LANGLY: Der Mörder lässt seine Opfer denken, dass sie von einer Axt erschlagen werden. BYERS: Oder andere Albträume. FROHIKE: Sie glauben es... es passiert. DOGGETT: Was wäre, wenn Tipet in ihr Bewusstsein... eindringen kann, in ihren Schlaf? Ich mein,e das ist es doch, warum sie Angst haben einzuschlafen, richtig? Wenn sie glauben, dass ihre Albträume wahr werden? (Die GUNMEN starren DOGGETT an, dann sehen sie sich gegenseitig flüchtig an.) BYERS: Sie glauben das? DOGGETT: Nein... aber wenn Tipet das tut... wird er noch mehr Drogen brauchen... um zu töten. (DOGGETT nimmt seinen Mantel, verlässt den Raum und schließt die Tür.) FROHIKE: Das ist nicht schlecht für einen Anfänger. SOUTHWEST WASHINGTON, DC 5:39 pm (DOGGETT parkt ein Firmenauto vor ANDRE BORMANIS's Wohnung. Von drinnen sieht ANTHONY TIPET vorsichtig zu, wie DOGGETT und SKINNER aus dem Auto steigen. DOGGETT und SKINNER kommen herein und sehen sich im Labor um.) SKINNER: Doggett, jemand ist hier. (Die Ratten sind aus ihren Käfigen raus, sie rennen zwischen DOGGETTs Füßen durch. Sie halten ihre Waffen in die Richtung, aus der sie ein mechanisches Surren hören. Sie sehen ANTHONY TIPET, er hat im Moment nur zwei Augen. Er lehnt über der sich jetzt drehenden Kreissäge. Wir sehen, dass DOGGETT es eher bemerkt hat.) DOGGETT: Anthony Tipet. Anthony Tipet! Gehen Sie von der Säge weg. ANTHONY TIPET: Sie verstehen das nicht. SKINNER: Nun gehen Sie endlich von der Säge weg. ANTHONY TIPET: Ich wollte nicht, dass das passiert... aber ich kann es nicht stoppen. (ANTHONY TIPET schaut bedeutungsvoll zu DOGGETT.) ANTHONY TIPET: Er versteht es. Er hat gesehen, was passiert- was passieren wird... wenn ich es nicht stoppe. (DOGGETT senkt unentschlossen seine Waffe. Plötzlich schlägt ANTHONY TIPET seinen Kopf auf die Säge auf und schreit vor Schmerzen. DOGGETTs Gesicht wird mit Blut bespritzt, als er und SKINNER zu ANTHONY TIPET herüber eilen, um ihn von der Säge wegzubekommen.) [TD NOTE: An dieser Stelle gab es Extra-Werbung für die Kanadier dank Global. :-P Es bricht die Stimmung der Szene ab sowie die Freude an diesem Skript, und das regt mich auf, grrrr!] WASHINGTON NATIONAL HOSPITAL 6:07 PM (ANTHONY TIPET liegt bewusstlos auf einer Trage und wird in der Notfallstation umhergefahren. Eine blutige Kompresse ist auf seiner Stirn.) ER DOCTOR: Ich will einen Unfallbericht mit toxikologischen Befund, EKG und Stoffwechselprofil. Halten Sie die Kompresse an seinen Kopf. (Eine SCHWESTER nähert sich DOGGETT mit einer Liste. Sie ist die gleiche SCHWESTER, welche vorher mit SCULLY gesprochen hat.) SCHWESTER: Agent... dieser Mann muß aufgenommen werden. Sie müssen ihn eintragen. (Das Telefon klingelt und sie geht ran.) SCHWESTER: Hier ist Schwester McCaslin. Ja, Dr. Johnson ist im dritten Stock. In Ordnung. (Während des Gesprächs sieht sich DOGGETT die Namen auf der Liste an. Er holt seinen Kugelschreiber heraus, um TIPETs Informationen einzuschreiben. Er macht eine Pause und schaut auf ein früheres Blatt auf der Liste. Weiter unten liest er den Namen "Dana Scully, Zeit der Einweisung - 4:10 AM wegen Schmerzen im Unterbauch." Sie ist im Raum 1102. DOGGETT geht in eine andere Station und in Raum 1102 und öffnet langsam die Tür. SCULLY schläft. Sie ist an ein paar Monitoren angeschlossen, sieht aber nicht schlimm aus. Er schaut sie kurz stillschweigend an.) (KERSHs Büro. DOGGETT geht herein KERSH und SKINNER sind schon da.) KERSH: Kommen Sie rein, Doggett. A.D. Skinner sagte mir, Sie könnten zur Aufklärung, warum Tipet sich versucht hat umzubringen, beitragen. (DOGGETT tritt ein und spricht vorsichtig.) DOGGETT: Ja, Sir, ähm... "Via Negativa"-- der Weg zur Dunkelheit. Tipet glaubte, er hätte ihn erreicht. Ähm, er glaubt, dass die Drogen ihn in das Unterbewusstsein von irgendjemanden, den er kennt bringt... (seufzt) ... und die entsetzlichsten, irrationalsten Träume, die man sich vorstellen kann, wahr werden. Das ist der Grund, warum er versucht hat sich selbst umzubringen, weil er es stoppen wollte. (KERSH steht vom Schreibtisch auf, klopft DOGGETT auf freundliche Art und Weise auf die Schulter, dann setzt er sich an seinen Schreibtisch. Das Treffen ist vorbei.) KERSH: Exzellenter Job, Gentlemen. Ich möchte Ihren Bericht um 0900 auf meinem Tisch haben. DOGGETT: Der Fall ist noch nicht vorbei, Sir. (Er schaut zu SKINNER für eine Bestätigung. SKINNER sieht weg.) KERSH: A.D. Skinner sagte mir, dass der Verdächtige im Krankenhaus im Koma liegt, und Sie sagen mir es ist noch nicht vorbei? DOGGETT: Wir haben keine Mordwaffe... keine forensischen Beweise. Es sei denn, wir akzeptieren Tipets eigenen Glauben, welchen Sie als lächerlich abtun... KERSH: Es ist vorbei, Agent Doggett. DOGGETT: Wir haben keine Erklärung, wie er auch nur einen dieser Menschen getötet hat. KERSH: (formell) Ich sagte, es ist vorbei, Agent Doggett. Ich brauche nicht jeden I-Punkt oder jeden T- Strich, um zu wissen, dass wir unseren Täter haben. (Nacht. SCULLYs Anrufbeantworter in ihrem Apartment.) SCULLYS ANRUFBEANTWORTER: Hier ist Dana Scully. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht. (piep) (DOGGETT ist zu Hause.) DOGGETT: (am Telefon) Agent Scully, Ich denke wir haben den Mann, der es getan hat. Aber es... es passt es... es ergibt keinen Sinn. (seufzt) Es ist das Verdammteste, was ich je gesehen habe. Ich weiß, dass sich das merkwürdig anhört, aber da ist ein, da ist ein Teil in mir der sagt, was ist... was ist, wenn der Kerl recht hatte? Was wäre passiert, wenn ich ihn nicht daran gehindert hätte zu sterben? Das macht nicht sehr viel Sinn. Vielleicht brauche ich einfach nur ein bisschen Schlaf. Wenn Sie diese Nachricht bekommen... und fühlen sich in der Lage dazu... rufen Sie mich an. (Er legt auf. Im Wandspiegel sieht er sein eigenes Spiegelbild und das von ANTHONY TIPET, mit drei Augen, welcher hinter ihm steht. Er dreht sich um und niemand ist da. Er macht das Licht aus und geht zur Treppe. Neben der Treppe sehen wir einen Mann stehen, der eine Axt hält.) (Werbung 3.) (DOGGETT wird langsam wach. Die frühe Morgensonne scheint in sein Gesicht. Leichte unheimliche Musik wird gespielt und die Kamerabewegungen sind langsam. Als er in den Spiegel schaut, um sich die Zähne zu putzen, sieht er erschrocken ein drittes Auge auf seiner Stirn. Es blinzelt mit den anderen zwei Augen. Einen Moment später ist das Auge verschwunden. Eine kurze Zeit starrt er sich selbst, völlig verstört, an.) (Später am Morgen geht er in das Büro von SKINNERs SEKRETÄRIN. Hi Arlene! [CarriK: Skinners Sekräterin wird von Gillian Andersons Fotodouble, Arlene Pileggi, gespielt. Sie ist auch Mitch Pileggis Frau.] Sie schaut zu ihm hoch, als er an ihr vorbei geht.) DOGGETT: Ist der Assistant Director da? (In dem Moment kommen SKINNER und AGENT CRANE aus SKINNERs Büro.) SKINNER: Das ist großartig. Danke. AGENT CRANE: John. Perfekte Arbeit da draußen, John. Wirklich perfekt. (AGENT CRANE klopft DOGGETT auf die Schulter und geht.) SKINNER: Agent Doggett. (SKINNER schaut zu DOGGETT, welcher einen verwirrten Eindruck macht. Er führt ihn in sein Büro. DOGGETT starrt SKINNER an und sieht dann weg. SKINNER schließt die Tür.) SKINNER: Ist irgend etwas nicht in Ordnung? (DOGGETT atmet schwer und schaut zurück zu SKINNER. Tränen bilden sich in seinen Augen. Das ist nicht gut für einen richtigen Mann.) DOGGETT: Ich bin mir nicht sicher... ob ich wach bin oder nicht. SKINNER: (rational) Sie denken, das ist ein Traum? Ich meine, dass Sie hier stehen und mit mir reden? All die Leute da draußen? DOGGETT: Letzte Nacht habe ich geträumt, dass Tipet in meinem Haus mit einer Axt war. Ich dachte, dass ich heute morgen aufgewacht bin. Ich dachte, ich bin wach, aber-aber dann... SKINNER: Ähm... Was wollen Sie, das ich machen soll, Sie kneifen? Sie sind bereits wach. DOGGETT: Stedman und Leeds mussten das gleiche erlebt haben... alle Opfer von Tipet. Alles scheint echt zu sein, aber es ist ein Traum...ein Traum, der mit ihrem Tod endet. SKINNER: Anthony Tipet liegt im Koma und er wird nie mehr zu Bewusstsein kommen. DOGGETT: (ängstlich) Er kennt mich jetzt. Er kann in meine Träume. SKINNER: Hören Sie mir mal zu. Sie hatten ein paar harte Tage. Sie sind müde. Gehen Sie nach Hause und schlafen Sie sich aus. (DOGGETT verlässt das Büro und geht den Flur. Er rennt in jemandes Ellenbogen und geht weiter. Er steigt in den Fahrstuhl und fährt vom vierten in den zweiten Stock. Niemand ist auf dem Flur, alles andere ist so wie es war. Die murmelnden Stimmen sind im Hintergrund zu hören. Er läuft den Flur entlang, dann dreht er sich um und sieht, dass der Fahrstuhl in der Dunkelheit verschwindet - es sieht so aus als wäre der Flur unendlich. Als er sich wieder umdreht, verschwindet auch das andere Ende in der Dunkelheit. Aus der Dunkelheit sieht er ANTHONY TIPET langsam auf ihn zukommen. ANTHONY TIPET hat drei Augen, aber er hat alle geschlossen. Als die beiden sprechen, sind ihre Stimmen verzerrt, als würden sie rückwärts abgespielt und dann nochmals rückwärts abgespielt.) [TD NOTE: So wie "Twin Peaks" und die Vision im roten Raum.] ANTHONY TIPET: Sie wird sterben. DOGGETT: Ich werde es nicht zulassen, dass Sie sie töten. ANTHONY TIPET: Tut mir leid. Aber ich werde sie nicht töten. (Alle drei Augen sind offen.) ANTHONY TIPET: Du wirst es machen. (DOGGETT schützt sein Gesicht mit seinen Händen. Als er seine Hände senkt, sehen wir, dass er im Hausflur von SCULLYs Apartment ist. Er geht zu ihrer Tür, sie öffnet sich von selbst. Drinnen geht ein blaues Licht für ein paar Sekunden immer wieder an und aus. Er schaut auf seine Hände, welche blutverschmiert sind. Die folgenden Szenen sind die, die wir sehen, wenn das Licht an ist. Wirklich gruselig. DOGGETT geht ins Apartment und geht durch SCULLYs Wohnzimmer. Die Haustür schließt sich von selbst. Er schaut auf seine blutverschmierten Hände Er hält jetzt eine Axt. Er schaut zu ihrer Schlafzimmertür. Er geht in ihr Schlafzimmer. Er sieht, dass sie in ihrem Bett schläft. Er hält die Axt über ihr. Wir sehen den Schatten der Axt auf ihrem Gesicht. Er kämpft mit sich selbst. Er schwingt die Axt wieder zu sich zurück. Er zielt mit der Schneide der Axt auf sich. Er zuckt zusammen und schwingt die Axt nach oben.) SCULLYs STIMME: Agent Doggett? (DOGGETT wacht abrupt auf. Er ist in seinem Bett. SCULLY steht neben ihm. Es sieht aus wie morgens.) SCULLY: Agent Doggett. Hi. DOGGETT: Wie sind Sie hier rein gekommen? SCULLY: Ihre Haustür war nicht abgeschlossen. DOGGETT: Sie haben mir mein Leben gerettet, Agent Scully. SCULLY: Ich habe Sie nur geweckt, Agent Doggett. DOGGETT: Tipet war in meinem Traum. Wenn Sie mich nicht geweckt hätten, wäre ich... SCULLY: Anthony Tipet ist tot. Skinner hat mich auf dem Weg zu Ihnen angerufen. Er wird nie wieder zu Bewusstsein kommen. (Pause.) DOGGETT: Sind Sie okay? SCULLY: Ich glaub schon, ja. DOGGETT: Okay, wenn Sie noch ein bisschen Zeit brauchen... SCULLY: Nein. Ich bin, ähm... ich bin wieder zurück, bei der Arbeit. Das war wohl ein Albtraum, den Sie hatten. DOGGETT: Tipet sagte, er habe Gott gefunden, als er in die Dunkelheit in sich selbst gesehen hat. SCULLY: Sie glauben nicht, dass er es geschafft hat? DOGGETT: In meinen Träumen sehe ich... sah ich schreckliche... gewaltvolle Bilder... die mir fürchterliche Angst gemacht haben. Diese Dinge sind ein Teil von mir. Ich kann das nicht leugnen, aber vielleicht... vielleicht kommen sie nicht von mir. SCULLY: Woher kommen sie dann? (DOGGETT hat keine Antwort.) SCULLY: Es war ein schlechter Traum, Agent Doggett, das war aber auch alles. (DOGGETT sieht nicht beruhigt aus.) The End Transcribed by CarriK CarriKendl@aol.com www.inimation.com/xfilesgame Cast: Gillian Anderson als Agent Dana Scully Robert Patrick als Agent John Doggett Also Starring: Mitch Pileggi als Assistant Director Walter Skinner Guest Starring: Keith Szarabajka als Anthony Tipet James Pickens, Jr. als Deputy Director Alvin Kersh Tom Braidwood als Frohike Dean Haglund als Langly Bruce Harwood als Byers Kirk B.R. Woller als FBI Agent Gene Crane Grant Heslov als Andre Bormanis Wayne Alexander als Senior Agent Kevin McClatchy als James Leeds Lawrence Le John als Angus Stedman Wayne A. King als Homeless Man Christopher Jacobs als E.R. Doctor Mary Ostrow als Krankenschwester