The characters, plotlines, quotes, etc. included here are owned by Chris Carter and 1013 Productions, all rights reserved. The following transcript is in no way a substitute for the show "The X-Files" and is merely meant as a homage. This transcript is not authorized or endorsed by Chris Carter, 1013 Productions, or Fox Entertainment. It was painstakingly typed out by CarriKendl and made available for your downloading enjoyment by moi, Tiny Dancer from my website, Tiny Dancer's X-Files Episode Guide . Enjoy. Patience 8x04 (8xAB02) (Geduld) US Airdate: November 19, 2000 Writer: Chris Carter Director: Chris Carter <> Disclaimer: The X-Files and all its characters and episodes are owned by FOX, Chris Carter, and 10-13 productions. This transcript was made without their permission and it is absolutely forbidden to use it for commercial gain. Please let me know if you catch any inaccuracies. If you would like to use this transcript on your site, please let me know so I can visit the! I do ask that the transcript and all names and disclaimers be left intact. Believe it or not, this is hard work both for the transcriptor and his/her VCR. Feel free to add on your own disclaimer for your particular site. Special thanks to Tiny Dancer (now at fandom.com) who started the first transcript page and is the reason I do this. Thanks, CarriK CarriKendl@aol.com www.inimation.com/xfilesgame Hi X-Philes! Das hier ist meine erste Übersetzung, und ich hoffe sie ist einigermaßen verständlich *g*. Ich habe versucht, so genau wie möglich zu übersetzen, leider ging das aber nicht immer, so dass nur eine sinngemäße Wiedergabe möglich war. Natürlich entspricht das hier nicht der späteren Synchro, aber da wir ja wissen wie die ist... Also, viel Spaß mit dem Script und noch vielen Dank an CarryK für ihr tollen Transcripts und an das Übersetzungsteam des X-Net-Forums für die Unterstützung in "schwierigen Fällen". Loretta (ds1013@hotmail.com) BURLEY, IDAHO 3:08 (Eine dunkle und stürmische Nacht. Gruselige Musik. Ein altes Auto (etwa 50er-Jahre-Stil) das wie ein Leichenwagen aussieht, hält vor einem noch älteren, unheimlichen alten Landhaus mit einer Wetterfahne in Form einer Fledermaus, die nach Westen zeigt. Ein noch älter aussehender Herr (späte 60er), DER GROSSE GEORGE, steigt aus dem Auto. Er trägt einen Anzug. Donnergrollen. Er steigt die Verandastufen hinauf und betritt das Haus. Geräusche von knarrenden Stufen während er durch das dunkle Haus geht.) SCHNELLER SCHNITT ZU: (In einem oberen Stockwerk: Eine ältere Frau im Bett hört das Knarren und wacht plötzlich auf. Sie schnappt nach Luft.) ÄLTERE FRAU: Um Himmels willen, George, was hast du vor? (Er öffnet die Schlafzimmertür) DER GROSSE GEORGE (sehr tiefe Stimme): Ich habe versucht, leise zu sein. ÄLTERE FRAU: Leise? Ich habe dich auf der Treppe gerochen. 39 Jahre, und ich bin immer noch überrascht, dass deine Einbalsamierungsflüssigkeit nicht die Toten aufweckt. DER GROSSE GEORGE: (trübselig) Den alten Zeke McPherson habe ich heute Nacht nicht aufgeweckt, Gott schenke seiner Seele Frieden. ÄLTERE FRAU: Gut, dann geh' raus und zieh dir diese Kleider aus, damit meine Seele Frieden hat. (Er lächelt und bleibt stehen) ÄLTERE FRAU: George! DER GROSSE GEORGE: (resignierend) Ich gehe ja schon, Tahoma, ich gehe ja schon. (DER GROSSE GEORGE geht widerwillig wieder nach unten und raus auf die Veranda. Er fängt an, seinen Anzug auszuziehen. Gerade als er seine Hose fallen lässt, bemerkt er etwas über sich.) DER GROSSE GEORGE: Was zur Hölle? Was zur Hölle ist das? (Donnergrollen und ein Blitz beleuchtet eine Gestalt, die vom Verandadach hängt. Die Augen einer menschenähnlichen, fledermausähnlichen Kreatur öffnen sich. DER GROSSE GEORGE geht vor Entsetzen einen Schritt zurück, stolpert aber wegen der Hose um seinen Knöcheln. DIE FLEDERMAUSKREATUR fliegt auf ihn und fängt an zu schreien. SCHNITT ZU: (TAHOMA, GEORGE'S Frau, im Bett. Sie hört die Geräusche, steigt aus dem Bett und geht nach draußen auf die Veranda, um ihnen nachzugehen.) TAHOMA: George? (Geräusche, wie DIE FLEDERMAUSKREATUR knurrt und frisst. TAHOMA schreckt zurück vor Entsetzen beim Anblick des blutigen "Festmahls" der FLEDERMAUSKREATUR. Sie schreit, während DIE FLEDERMAUSKREATUR sich umdreht und sie angreift. Auf dem Dach dreht sich die Wetterfahne im Wind. Ein Auge der Wetterfahnen-Fledermaus glüht rot. OPENING CREDITS (X-Akten Büro. Traurige Musik. SCULLY ist allein. Sie hebt MULDER'S Schreibstischnamensschild auf und hält es nachdenklich in der Hand. Als sie es gerade in die mittlere Schublade wegräumen will, hört sie männliche Stimmen, die fröhlich den Flur hinunterkommen. MÄNNLICHER AGENT 1: (Stimme) Also hierher werden unartige Kinder verbannt. MÄNNLICHER AGENT 2: Wenn man mich hier runter schicken würde, würde ich auch auf 'ne Menge verrückter Ideen kommen. (Die Männer lachen. Sie kommen um die Ecke in die Türöffnung, DOGGETT voran. Sie bleiben stehen als sie SCULLY sehen. Eine unbehagliche Pause. DOGGETT hält eine Tasse Kaffee in der Hand. Er hatte nicht erwartet sie zu sehen.) SCULLY: Guten Morgen. DOGGETT: Morgen. (Zu den Männern) Ähmm... Ich hole euch dann später ab, Jungs. (Die anderen zwei gehen leise weg. DOGGETT folgt SCULLY ins Büro.) DOGETT: Ein paar Freunde von mir... Sie sind nur neugierig. SCULLY: Ich bin nicht als Sehenswürdigkeit hier, Agent Doggett. Ich bin hier um zu arbeiten. DOGGETT: Das bin ich auch, Agent Scully. Ich war das ganze Wochenende hier und heute früh bin ich alle X-Akten in dem Schrank hier durchgegangen. Ich bin nur weggegangen um Kaffee zu holen. (Er hält seinen Styroporbecher hoch. SCULLY blinzelt, vielleicht ein bisschen überrascht.) SCULLY: Gut... haben Sie irgendwelche Fragen? DOGGETT: (untertreibt) Nur ein paar. (Er lacht.) Vielleicht könnten Sie mir zuerst sagen wo ihr Bereich hier ist und... hm... wo meiner sein wird. SCULLY: Dies ist das Büro meines Partners. Wir beide werden es nur für eine Weile benutzen. (Eine Pause während sie MULDER'S Namensschild fest auf den Schreibtisch stellt. DOGGET versteht die Geste.) DOGGETT: Also, wo fangen wir an? (SCULLY schaltet den Diaprojektor an. DOGGETT schaltet das Deckenlicht aus. Der Rest der Szene verläuft in etwa identisch zu der Szene in "The Pilot 1X79", außer dass SCULLY diesmal den Diaprojektor bedient. Das erste Dia ist wahrscheinlich vom GROSSEN GEORGE. Wir können es nicht sehen.) SCULLY: Zwei Morde... in Idaho. Männlicher Weißer, 62, Leichenbestatter von Beruf, er wurde auf seiner Vorderveranda getötet, etwa 10 Fuß von seiner Frau entfernt. (Sie rückt den Projektor zum nächsten Dia.) DOGGETT: Oh mein Gott. (Es ist eine Nahaufnahme von Gesicht und Hals des GROSSEN GEORGE, zerrissen und blutig. DOGGETT zuckt zusammen, als er es untersucht.) SCULLY: Todesursache war Blutverlust aus zahlreichen Wunden... durch Bisse. Irgendwelche Gedanken, oder Fragen? (DOGGETT geht näher an das Bild heran.) DOGGETT: "Bisse"? SCULLY: An seinem Kopf, Rumpf und an seinen Händen. Zwei seiner Finger fehlen... abgefressen. (SCULLY scheint es zu genießen, DOGGETT zu "testen") DOGETT: Von was, einem Tier? SCULLY: Das hier waren Morde. Die, ähm, Bisse an seiner Frau scheinen menschlich zu sein. (Sie geht weiter zum Dia der toten Frau.) DOGGETT: Ich habe schon einiges an Gewaltverbrechen gesehen, ich meine, wirklich schlimme Sachen, aber, ähm, ... das hier ist extrem. Gibt es irgendein Anzeichen eines Motivs? SCULLY: Laut dem örtlichen Police Departement nicht. DOGGETT: Gibt es irgendein Muster, ehm... rituell oder so etwas? (SCULLY schüttelt den Kopf) DOGGETT: Ich muss zugeben, Agent Scully, ich bin in Verlegenheit. SCULLY: Nun, das ist ein guter Punkt um anzufangen. BURLEY, IDAHO 11:18 (Das Haus des GROSSEN GEORGE. Der Leichenwagen steht noch immer in der Auffahrt. Die gesamte Verbrechensvermittlung ist unterwegs. SCULLY und DOGGETT [ DOGGETT fährt] halten in ihrem blauen Idaho- Leihwagen und steigen aus. Sie werden von dem verantwortlichen Detective angesprochen. DETECTIVE YALE ABBOTT ist ein großer, rothaariger Mann, erinnert CarryK an John Goodman.) DETECTIVE ABBOTT: Sind Sie die Leute vom FBI? SCULLY: Ja. DETECTIVE ABBOTT: Yale Abott, Cassia County Sheriff's. SCULLY: Hallo. Agent Scully. Das ist Agent Doggett. (DETECTIVE ABBOTT schüttelt höflich SCULLY'S Hand , dreht ihr dann aber den Rücken zu und richtet seine Aufmerksamkeit auf den "starken Mann", DOGGETT. Wäre MULDER mit ihr da, würde das nicht so komisch wirken. SCULLY wartet ungeduldig und schaut um seine Schulter herum. DETECTIVE ABBOTT: Wir denken, dass wir unsere Probleme hier selber regeln können, aber ein paar Sesselfurzer in der Verwaltung denken scheinbar dass das hier zu hoch für uns ist. Nicht, dass wir es nicht zu schätzen wüssten, dass sie den ganzen Weg hier raus gekommen sind, um und zu helfen. DOGGETT: Nun, ich hoffe wir können das. Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen verwirrt durch das, was ich gesehen habe. DETECTIVE ABBOTT: Oh, wirklich? SCULLY: Sie müssen wissen, Detective, dass wir Fälle wie diesen in unserer Einheit schon öfter gesehen haben. Agent Doggett ist den X-Akten nur erst zugeteilt worden. (DETECTIVE ABBOTT dreht sich zu ihr um, seine Haltung ist herablassend höflich) SCULLY: Ich versichere Ihnen, dass nichts verwirrend ist an menschlichen Bissspuren. DETECTIVE ABBOTT: Nun, das ist genau das, worauf ich gerade kommen wollte, Ma'am. Wir sind jetzt nicht mehr so sicher, dass diese Bisse menschlich sind. (Er führt sie auf die Veranda.) DETECTIVE ABBOTT: Die Körper wurden von Nachbarn entdeckt, es gab also eine Verunreinigung des ursprünglichen Verbrechensszenarios. Meine Jungs haben verdammt gute Arbeit geleistet die verschiedenen Schuhabdrücke zu trennen und diese herauszuziehen. Kommen sie mal rüber. (Er zeigt ihnen einen eingestaubten, tierähnlichen Fußabdruck mit vier Zehen.) DETECTIVE ABBOTT: Genau hier, sehen Sie? DOGGETT: Was ist das? DETECTIVE ABBOTT: Es ist nicht menschlich, das weiß ich. SCULLY: Es ist auch nicht wirklich von einem Tier. DETECTIVE ABBOTT: Es sind nur vier Zehen vorhanden. SCULLY: Das ist kein unbekannter angeborener Defekt. Ähm, es ist nicht seltener als Polydaktylismus. (Die beiden Männer sehen sie, dann einander an. [CarryK: Sie arbeitet eben nicht mehr mit Mulder!!] DETECTIVE ABBOTT: Was hat sie gerade gesagt? DOGGETT: Ich nehme an, dass sie meint, dass es menschlich sein könnte. (DOGGETT sieht SCULLY an.) DOGGETT: Ist das eine gerechtfertigte Vermutung? (SCULLY steht auf, die Männer auch. Sie ist irritiert.) SCULLY: Ich sage, dass Vermutungen das Problem hier sind. Ein seltsamer Fußabdruck wird gefunden und sofort wird das wichtigste Beweisstück einfach weggeworfen, um zu versuchen, eine Erklärung zu erzwingen. Vielleicht kann dieser Abdruck helfen, diese Bissspuren zu erklären. DETECTIVE ABBOTT: Wie? SCULLY: Ich bin mir noch nicht ganz sicher. DETECTIVE ABBOTT: (sarkastisch zu DOGGETT:) Sie ist sich noch nicht ganz sicher. (DOGGETT gefällt DETECTIVE ABBOTT''s Ton nicht, verteidigt SCULLY aber nur ungern zu stark) DOGGETT: Nun, ich muss sagen, dass ich an vielen Morden gearbeitet habe, aber falls die Opfer eine Zeit hier draußen lagen, wäre es ziemlich bemerkenswert, wenn sie keine Tiere angezogen hätten. (Pause) SCULLY: (ziemlich frustriert) Ich glaube, dass hier ein Raubtierüberfall nach dem Tod definitiv eine Überlegung ist, aber ich sehe nur einen Abdruck und wenn es ein Tier gewesen wäre, wären zahlreiche Abdrücke überall hier und im Garten vorhanden. (Sie drehen sich um zu den Deputies und Technikern, die im Garten stehen. DIE DEPUTIES schauen verlegen zu ihren Füßen hinunter und beginnen vorsichtig zur Seite zu treten, um nach Hinweisen zu suchen, die sie aus versehen kaputt gemacht haben könnten. SCULLY: Stimmen Sie zu, Agent Doggett? DOGGETT:: Ich werde mich mal umschauen. (DOGGETT geht ins Haus. Während DETECTIVE ABBOTT spricht, sieht SCULLY zu den Dachsparren. Einer der Balken hat eine tiefe Rille, wie von großen Klauen.) DETECTIVE ABBOTT: Wissen Sie, ich habe zwei alte Leute im Leichenschauhaus, bis zur Unkenntlichkeit zerfleischt. Ich habe kein Motiv, dem ich nachgehen kann, keine Absicht. Es gibt nicht einen noch so kleinen Beweis, der nach einer menschlichen Erklärung verlangt, und sie stehen auch noch hier und erzählen mir entschieden, dass das, wonach wir suchen, ein Mensch ist. Vielen Dank für alles, Agent Scully. Ab hier übernehmen wir das. (Er fängt an wegzugehen) SCULLY: Ich bin sicher, dass ihre Erklärung all diese Sesselfurzer in der Verwaltung beschwichtigen wird, Detective, und die öffentliche Angst lindern wird, was dieses Ding sein könnte... aber nur, bis es wieder zuschlägt. Und noch etwas: Ich habe nie gesagt, dass das, wonach wir suchen, ein Mensch ist. (Er geht weg. DOGGETT ruft SCULLY aus dem Inneren des Hauses heraus.) DOGGETT: Agent Scully! (Sie gesellt sich am Fuße der Treppe zu ihm) DOGGETT: Ist das ein zweiter Abdruck? (Auf der untersten Treppenstufe ist ein weiterer Fußabdruck wie auf der Veranda.) SCULLY: Könnte sein, aber ich bin nicht sicher, ober uns etwas verrät. DOGGETT: Nun, vielleicht gibt es keine Abdrücke im Garten, weil was auch immer diese verursacht hat nicht durch den Garten gegangen ist. Es ist durchs Haus gekommen. SCULLY: Nun, wenn überhaupt würde ich sagen, dass dieser Abdruck die Treppe hoch führt. (DOGGETT geht hoch und schaut unters Bett.) DOGGETT: Ich glaube, ich habe einen weiteren teilweisen Abdruck hier. (Wirklich interessante Einstellung von unterm Bett von DOGGETT, der kniet und SCULLY von den Knien abwärts, während sie neben ihn tritt.) [TD: Mit anderen Worten, DOGGETT scheint sich vor SCULLY hinzuknien, oder bilde ich mir das nur ein? Gut, dass er sich so schnell an seine neue Rolle gewöhnt :-)] DOGGETT: Wissen Sie. Es gibt da eine offensichtlichere Erklärung. SCULLY: Mm-hmm. DOGGETT: Die grundlegendere Antwort ist, dass das, womit wir es hier zu tun haben, ganz einfach ein Mann ist. Ein psychotischer Killer mit einem deformierten Fuß. Sind Sie vertaut mit dem Occam's-Razor-Prinzip? SCULLY: Man nimmt jede mögliche Erklärung und wählt die einfachste aus. Agent Mulder erwähnte es immer als "Occam's Prinzip der beschränkten Vorstellungskraft". [CarryK: DOGGETT schaut als ob er von "Agent Mulder" genug für seine ganzes Leben gehört hätte.] SCULLY: Sofern Sie eine einfache Erklärung dafür haben, wie ein Mörder mit einem deformierten Fuß nur alle 25 Fuß einen Abdruck zurücklässt. DOGGETT: Nein. SCULLY: Oder was er überhaupt hier oben machen würde. DOGGETT: Ich weiß es nicht. Ich versuche genau wie Sie, es mir vorzustellen. (DOGGETT versucht, das Schlafzimmerfenster zu öffnen. Es ist gestrichen und verschlossen. SCULLY geht in den kleinen Wandschrank. Alles dunkle Anzüge und weiße Hemden. Sie schaut hoch.) SCULLY: (ruhig) Agent Doggett. (Er folgt ihr in den Wandschrank. Sie schauen beide zur offenen Luke zum Dachboden. Unheimliche Musik. DOGGETT holt einen Stuhl. SCULLY stellt sich darauf, dann hebt er sie hoch auf den Dachboden.) SCULLY: Es ist dunkel hier oben. DOGETT: (in einem lauten Flüstern) Was sehen Sie? Agent Scully? (DOGGETT steht unter der Luke und macht keine Anstalten, ihr auf den dunklen Dachboden zu folgen. Er sieht ein bisschen nervös aus.) SCULLY: Im Moment nicht besonders viel. (DOGGETT zieht sich selbst hoch auf den Dachboden zu ihr. SCULLY sieht sich gerade ein teilweise von einem Rollo verdecktes Fenster an. Sie versucht, das Rollo zu öffnen, aber es geht nicht.) SCULLY: Wenn irgendwas hier oben war, könntes es durch das Fenster da herausgegangen sein. (DOGGETT holt eine kleine Maglight aus seiner Tasche und macht sie an.) DOGGETT: Haben Sie nie so eine dabei? SCULLY: (Pause, trocken) Nie. (Die beiden fangen an, sich auf dem Dachboden umzusehen. DOGGETT entdeckt zwei verstümmelte Finger auf einem alten Tisch. Sie sind schleimig, blutig und in Form eines "V") DOGGETT: "V" für "Victory" ["Sieg", Anmerk. d. Übersetzers] [TD: Stöhn! Mulder hatte bessere Witze...] SCULLY: Was? DOGETT: Sie sagten, dem männlichen Opfer fehlten zwei Finger? Nun, wie sind die Finger hier hoch gekommen? (SCULLY schaut die Finger an und reagiert auf den Geruch.) SCULLY: Also, nach dem Geruch zu urteilen würde ich sagen, sie sind ausgewürgt worden. Kürzlich. DOGGETT: Von was? (SCULLY schaut hoch zu den Dachbalken und sieht einige tiefe Rillen im Holz.) SCULLY: Die habe ich auf der Veranda auch gesehen. DOGGETT: Das sieht für mich danach aus, dass.. ich weiß nicht... Also ob es... es... SCULLY: Dort hing? (DOGGETT nickt.) WOHNSITZ DER MCKESSONS 15:18 EINE KLEINE ALTE FRAU, MRS MCKESSON, öffnet das Dachbodenfenster ihres Hauses und hebt ein altes Fotoalbum auf, staubt es ab und setzt sich hin um es durchzusehen. Der Name "Ariel" steht vorne auf dem Album. Sie schluchzt traurig, als sie die Babyfotos auf der ersten Seite ansieht. Leider ist auch DIE FLEDERMAUSKREATUR mit ihr auf dem Dachboden. Sie hängt von einem Dachbalken. Ihre Augen öffnen sich. MRS MCKESSON hält den Atem an, als sie sie knurren hört. Sie fliegt auf sie und schreit.) SCHNITT ZU: LEICHENSCHAUHAUS CASSIA COUNTY (SCULLY, die einen Kittel trägt, zieht ein Tuch über die Leiche des GROSSEN GEORGE und zieht ihre Latexhanschuhe aus. Sie sieht müde aus.) DOGETT: Sie sind immer noch hier. SCULLY: Ja. Nun, ich habe auf ein paar Laborergebnisse gewartet und wollte mir den Leichnam dann noch mal ansehen. DOGETT: Warum? Was haben Sie gefunden? SCULLY: Nichts, was die Angst von irgendjemandem beilegen wird, was diesen Mann oder seine Frau umgebracht hat. DOGGETT: "Was"? Sie meinen "wer" sie umgebracht hat. SCULLY: Nun, um ehrlich zu sein, was ich hier gefunden habe tendiert eher zu einer tierischen Erklärung. Die, ähm, Kratzer am Körper passen zu den vierzehigen Fußabdrücken, die wir gefunden haben. Und die Bisse haben fangzahnähnliche Risse. Die, wie ich dachte, von menschlichen Backenzähnen hinterlassenen Spuren sind nun unschlüssig, wegen der Enzyme die in den Bissen gefunden wurden und die eindeutig nicht menschlich sind- gerinnungshemmende Stoffe, die... einzig im Speichel von Fledermäusen gefunden werden. DOGGETT: Von Fledermäusen. SCULLY:Ja. Ich kann es nicht genau erklären, aber ich sehe ein, dass ich dem Detective eine Erklärung schulde. (SCULLY schaut nicht gerade begeistert bei dem Gedanken, sich bei DETECTIVE ABBOTT entschuldigen zu müssen.) DOGGETT: Nun, da bin ich mir nicht so sicher. Eine Schlagzeile in der Montana von etwa 1956. Die Geschichte ist dieselbe wie die, die Sie mir erzählt haben. (Er zeigt ihr einen alten Zeitungsausschnit aus dem Montana Press Telegram. Die Schlagzeile lautet "Jäger töten menschliche Fledermaus!" Zwei Männer halten stolz eine tote FLEDERMAUSKREATUR zwischen sich wie einen Hirsch.) SCULLY: (liest) "Die Kreatur wurde zum örtlichen Gerichtsmediziner gebracht, der bestätigte, dass sie weder Mensch noch Tier war." DOGETT: Zwei Tage später wurden dem örtliche Gerichtsmediziner von irgendetwas mit scharfen Zähnen und vierfüßigen Klauen die Innereinen herausgerissen . Von irgendetwas, das verschiedene Körperteile auffraß und sie woanders auswürgte. SCULLY: Haben sie es jemals gefunden? DOGGETT: Fünf Männer starben oder verschwanden und danach hörten die Morde auf. Hier steht nicht warum. Aber 44 Jahre später scheint es zurück zu sein und wieder zu morden. SCHNITT ZU: (Dachboden der MCKESSONS. MRS MCKESSON liegt tot und blutig da. Die FLEDERMAUSKREATUR springt ins Bild und knurrt bedrohlich, dann hüpft sie wieder aus dem Rahmen. (1.Werbung) ANWESEN DER MCKESSONS 17:51 (Später am selben Tag. DETECTIVE ABBOTT'S Team und DOGGETT und SCULLY untersuchen den Dachboden. Mit Latexhandschuhen an den Händen [CarryK: Definitiv nicht Mulder!] prüft DOGGETT tiefe Kratzer am Fensterbrett. DETECTIVE ABBOTT tritt zu ihm.) DETECTIVE ABBOTT': Sie sehen diese Spuren, oder? Und die hier drüben am Dachbalken? (DOGGETT schaut die ähnlichen Spuren am Dachbalken an.) DETECTIVE ABBOTT: Wenn Sie mich fragen, sehen die aus wie Krallenspuren. Mir ist egal was für ein Ungeheuer das ist, aber was das getan hat ist nicht menschlich. DOGGETT: Nun, wenn ich für Agent Scully sprechen darf, glaube ich, dass wir beide bereit sind, diesen Punkt zuzugestehen, Detective. DETECTIVE ABBOTT: Dann wissen Sie also, was dieses Ding ist? DOGGETT: Ich habe hier einen Zeitungsartikel, den ich Ihnen gerne zeigen will. (SCULLY kommt die Dachbodentreppe hoch.) SCULLY: Agent Doggett... DOGGETT: (zieht den Artikel heraus) Ein ziemlich seltsamer Bericht aus dem Jahr 1956... SCULLY: Ich habe etwas gefunden. Ein Fotoalbum. Ich glaube, das ist unserer erster Durchbruch bei diesem Fall. DETECTIVE ABBOTT: Was ist es? (SCULLY hat das Fotoalbum, das sich MRS MCKESSON angesehen hate. Es steckt in einem Plastikbeutel.) SCULLY: Die Tochter des Opfers - Ariel - ihre Leiche wurde letzte Woche aus dem Fluß hier gezogen. DETECTIVE ABBOTT: Ich bekam diesen Anruf. Ich musste herkommen und Mrs McKesson die schlechte Nachricht bringen. Sie versuchen zu sagen, dass es da irgendeine Verbindung gibt? SCULLY: Nun, Sie haben ihrer Mutter nicht nur erzählt, dass ihre 62 Jahre alte Tochter tot ist, sondern auch dass ihr Körper schrecklich und unerklärbar verbrannt war. Eine Tochter, die sie übrigens über 40 Jahre lang nicht gesehen hatte. Seit 1956, um genau zu sein - was das Datum ist, an dem laut Ihrem Artikel diese ersten Morde anfingen. (DOGGETT blickt flüchtig auf den Zeitungsartikel) DETECTIVE ABBOTT: Sehen Sie die Verbindung? DOGGETT: Ich bin, ähm..., nicht sicher, wohin das führt, Agent Scully. SCULLY: Die Tochter ist die Verbindung. DETECTIVE ABBOTT: Wie soll das gehen? SCULLY: Ich weiß es nicht genau, aber diese Morde fingen erst an als ihr verbrannter Körper gefunden wurde. (DETECTIVE ABBOTT starrt SCULLY ungläubig an.) DETECTIVE ABBOTT: Bei Gott. Sie stürzen sich auch nur auf die Erklärung, die am verwegensten und am weitesten hergeholt ist, oder? SCULLY: Nun, ich schlage vor, dass Sie sich auch auf sie stürzen, weil ihr Körper vielleicht aus einem Grund verbrannt wurde und sie ihn exhumieren werden wollen, um herauszufinden, warum. DETECTIVE ABBOTT: Sie wollen, dass ich einen toten Körper ausgrabe, während ich da draußen echte Menschen habe, deren Leben in echter Gefahr sind? DOGGETT: Hey... (DOGGETT stellt sich zwischen DETECTIVE ABBOTT und SCULLY und geht ein kleines Stück von ihr weg, so dass wir ihn nicht hören können. DOGGETT stößt ihn an die Schulter, während er leise mit DETECTIVE ABBOTT spricht. DETECTIVE ABBOTT sieht nicht sehr erfreut aus, aber er sieht kurz von DOGGGET zu SCULLY und geht dann ohne ein Wort. SCULLY sieht zu, wie er geht und richtet ihre Aufmerksamkeit dann auf DOGGETT. Sie ist nicht begeistert. [CarryK's Mann ist froh, dass er in diesem Moment nicht Doggett ist.] SCULLY: Was haben Sie ihm gesagt? DOGGETT: (unbehaglich, vermeidet Augenkontakt) Nun, ich habe ihm gesagt, dass er den Körper ausgraben soll. Das wollten Sie doch, oder? SCULLY: Und was haben Sie ihm noch gesagt? DOGGETT: Nun, ich habe ihm gesagt, dass sie, ...ähm... eine... führende Autorität bei paranormalen Phänomenen sind, und wer wir schon sind, mit einer Expertin zu streiten. SCULLY: Sehen Sie, ich bin keine Expertin. Ich bin eine Wissenschaftlerin, die zufälligerweise schon viel gesehen hat. Ich spekuliere hier einfach. DOGGETT: Nun, ich bin sicher, Sie haben Ihre Gründe. SCULLY: Sehen Sie, also, was, Sie haben ihm gesagt, er solle den Körper exhumieren, während Sie selbst mir nicht mal unbedingt glauben? (DOGGETT seufzt) DOGGETT: Ich habe Ihnen erzählt, dass ich das ganze Wochenende damit verbracht habe, diesen Aktenschrank voll mit X-Akten durchzusehen und ich habe gesehen, wie fast jede X-Akte abbrach - mit einer Spekulation. Vielleicht bin ich einfach ein altmodischer Cop, aber ich spekuliere nicht. Meiner Erfahrung nach bringen Spekulationen nur Menschen um. SCULLY: Nun, ich würde sagen, dass es sogar eine sehr große Spekulation von Ihnen ist, an diesen Artikel zu glauben - über eine menschliche Fledermaus. (Sie sieht ihn direkt an. Er nickt und geht weg.) (Unbekannter Ort. Ein altes, scheunenähnliches Gebäude voller kleiner Fledermäuse. Ein Mann, der sein Gesicht fast völlig mit einem Kopftuch verhüllt, tritt ein. Er trägt einen kleinen Drahtkäfig. Er geht hinüber, wo mehrere kleine Fledermäuse kopfüber hängen. Sie quietschen, als er nach Zweien von ihnen greift und sie sanft in den Käfig setzt. Er verlässt die Scheune, geht zu einer nahegelegenen, ländlichen Hütte und geht hinein. [CarryK: Sieht genauso aus wie die Hütte auf Disc Nr.7 im CD ROM Spiel] Er schließt die Vordertür, an die der Körper einer toten Fledermaus genagelt ist. CASSIA COUNTY-FRIEDHOF 23:23 (Nebliger Friedhof. Nacht. Unheimlich. DETECTIVE ABBOTT hält nahe einer Grabstätte, wo zwei Totengräber einen Sarg entfernen. Er steigt aus seinem Auto und geht zu ihnen.) DETECTIVE ABBOTT: Ich weiß nicht wie ihr das macht. Ich habe den Befehl des Richters vor einer halben Stunde eingeholt. Ihr Jungs seid echt schnell. TOTENGRÄBER 1: Ja, wir sind echt schnell wenn irgendjemand einen Großteil unserer Arbeit gemacht hat. DETECTIVE ABBOTT: Wovon reden Sie? TOTENGRÄBER 1: (spuckt) Wir sind hier rausgekommen, und irgendjemand hatte den Sarg schon ausgegraben. Wir mussten ihn nur noch rausziehen. Ich weiß nicht, was die benutzt haben, aber sie haben das Holz am Deckel ziemlich arg aufgekratzt. Sehen Sie? (Der Deckel des Sarges ist tief eingekratzt.) DETECTIVE ABBOTT: Bringen Sie das runter ins Leichenschauhaus. Ich denke je früher, desto besser. (Die TOTENGRÄBER tragen den Sarg zu ihrem Lastwagen, laden ihn ein und fahren dann weg. DETECTIVE ABBOTT sieht sich weiter um. Er bemerkt etwas in einem großen Loch von einem Baumstamm. Es ist DIE FLEDERMAUSKREATUR. DIE FLEDERMAUSKREATUR öffnet ihre Augen und schaut DETECTIVE ABBOTT an.) DETECTIVE ABBOTT: Oh Gott! (DETECTIVE ABBOTT rennt weg. DIE FLEDERMAUSKREATUR stürzt hinter ihm her - ein einziger Sprung trägt sie mehrere Meter weit. Sie landet auf DETECTIVE ABBOTT und fängt an, ihn anzugreifen. DETECTIVE ABBOTT schreit und schafft es, für einen Moment loszukommen, aber DIE FLEDERMAUSKREATUR fängt ihn wieder mit ihrem nächsten Sprung und wir hören, wie DETECTIVE ABBOTT schreit und DIE FLEDERMAUSKREATUR frisst.) 1:07 (Leichenschauhaus. SCULLY, im Kittel, sieht zu, wie DETECTIVE ABBOTT's Leiche reingerollt wird. Die Uhr zeigt 1:07 an. Sie schaut auf, als DOGGETT eintritt. Der Hilfssheriff steckt seinen Kopf rein und richtet sich an DOGGETT.) HILFSSHERIFF: Ich möchte Sie gerne mal sprechen. (DOGGETT wirft SCULLY einen kurzen Blick zu und folgt dann dem HILFSSHERIFF in einen Raum mit mehreren anderen Hilfssheriffs. Sie sehen ziemlich feindselig aus.) HILFSSHERIFF: Wir haben auf Sie gehört. Der Detective hat auf Sie gehört. Wir hätten draußen sein können, um dieses Ding zur Strecke zu bringen, Agent Doggett. DOGGETT: Das sollten Sie jetzt tun. HILFSSHERIFF: Jetzt? Jetzt ist es zu spät für den Detective, nicht? Wissen Sie, wir brauchen Sie nicht, damit Sie uns sagen, was wir zu tun haben, oder ihre Partnerin. Sie ist verantwortlich hierfür. DOGGETT: Niemand ist hierfür verantwortlich, außer was auch immer das getan hat. HILFSSHERIFF: Sehen Sie, mir ist egal wer sie ist oder was sie ist, sie berührt diese Leiche nicht. Wir brauchen ihre exzentrischen Theorien nicht. Sie ist hier nicht willkommen. [TD: *schnief* Wie wenn sie über Mulder und seine verrückten Theorien sprechen würden] (DIE HILFSSHERIFFS verlassen den Raum. DOGGETT geht wieder zu SCULLY ins Leichenschauhaus. ) SCULLY: Was ist mit dem Lynchmob? DOGGETT: Haben Sie das alles gehört? SCULLY: Ich habe genug gehört. DOGGETT: Die Dinge haben eine kleine Wendung genommen. (Er zieht das Laken über die Leiche.) SCULLY: Das glaube ich nicht, Agent Doggett. DOGGETT: Nun, Sie können glauben was Sie wollen, aber das hier sieht schlecht aus fürs FBI. SCULLY: Es war unvermeidbar. DOGGETT: Wie stellen Sie sich das vor? (SCULLY deckt einen stark verbrannten weiblichen Körper auf einem anderen Tisch auf.) SCULLY: Das ist der Körper, der aus dem Fluss gezogen wurde. Sie ist auf natürliche Art und Weise gestorben - kongestives Herzversagen - aber ihr Körper wurde erst danach verbrannt. DOGGETT: Von wem , und warum wurde er verbrannt? SCULLY: Nun, offensichtlich , um etwas zu verbergen. DOGGETT: Ja, aber was? SCULLY: Das ist es, was ich immer noch nicht weiß. DOGGETT: Sehen Sie, wir wissen, wonach wir suchen. Wir sollten da draußen sein und nach ihm suchen. Wir werden es niemals fangen, wenn wir hier rumstehen und spekulieren. SCULLY; Sehen Sie, es tötet wie ein Tier, aber mit Vorsatz. Es hat den Detective aus demselben Grund getötet wie die alte Frau und den Totengräber. Jedes dieser Opfer hatte Kontakt mit dem verbrannten Körper. Der Totengräber preparierte ihn. Die Mutter identifizierte ihn und der Detective bekam den Anruf, als sie gefunden wurde. DOGGETT: Nun, wer sonst könnte damit in Kontakt gekommen sen? SCULLY: Der , äh, Mann, der sie im Fluss gefunden hat. (Sie schaut auf die Akte) Ein, ähm, Myron Stefaniuk. DOGGETT: Stefaniuk? SCULLY: Ja. (DOGGETT zieht den Zeitungsartikel aus seiner Jacke.) DOGGETT: Einer der Jäger auf dem Foto von 1956 war Ernie Stefaniuk. SCULLY: Da steht eine Adresse in seiner Akte. Hoffentlich sind wir nicht zu spät. SLADE-FLUSS 6:58 (Ein alter Mann, MYRON STEFANIUK, kniet neben dem Flussufer und zieht einen Seil-Floß-Apparat zwischen dem Hauptufer und dem Ufer einer Insel in der Mitte des Flusses. Er hört auf und steht auf als DOGGETT und SCULLY neben ihm anhalten und aus ihrem Auto steigen.) DOGGETT: Mr. Stefaniuk? SCULLY: Myron Stefaniuk? (MYRON STEFANIUK sieht sie vorsichtig an.) MYRON STEFANIUK: Das bin ich. (SCULLY sieht entspannt aus. DOGGETT, ganz der starke Mann, der er ist, behält eine Hand lässig auf seiner Waffe.) SCULLY: (erleichterter Seufzer) Gut. Entschuldigung. Sie haben uns ein bisschen erschreckt. Wir sind die Straße zu ihrem Haus hoch gefahren und konnten Sie nicht finden. MYRON STEFANIUK: Und warum hat Sie das so erschreckt? DOGGETT: Nun, wir untersuchen einige Morde, Sir, die wie wir glauben, in Verbindung stehen könnten mit dem verbrannten Körper, den Sie kürzlich gefunden haben. MYRON STEFANIUK: Ich habe ihn aus dem Fluss gefischt. Was habe ich mit irgendwas zu tun? DOGGETT: Nun, wir sagen nicht mit Sicherheit, dass Sie das tun. SCULLY: Es könnte nur Ihre Verbindung mit der Leiche sein. MYRON STEFANIUK: Es gibt keine Verbindung. Ich habe sie nur aus dem Fluss gefischt. SCULLY: Nun, tut mir leid, Sir, aber das könnte schon genug sein. MYRON STEFANIUK: Das ist Unsinn. Lassen Sie mich in Ruhe. (Er fängt an wegzugehen.) DOGGETT: Ernie Stefaniuk. Lebte 1956 in Montana. Kennen Sie ihn? (Das hält MYRON STEFANIUK an. Er dreht sich langsam wieder zu ihnen um.) MYRON STEFANIUK: Ernie war mein Bruder. DOGGETT: Er war einer von drei Jägern, die einen Mann töteten, der zur Hälfte ein Tier war. MYRON STEFANIUK: Bitte! Das war vor langer Zeit. DOGGETT: Wissen Sie, wo wir ihn finden können, um mit ihm zu reden, Sir? MYRON STEFANIUK: Mein Bruder ist tot. Dieses Ding hat ihn getötet. DOGGETT: Nun, ich habe eine Zeitungsnachricht, in der steht, dass ihr Bruder verschwand. MYRON STEFANIUK: Das ist 40 Jahre her. Lassen Sie es ruhen! Lassen Sie mich in Ruhe! (MYRON STEFANIUK steigt aufgebracht in seinen alten Pick-Up und fährt weg.) 16:28 (Später, SCULLY und DOGGETT sitzen in ihrem Auto und beobachten MYRON STEFANIUK durch ein Fernglas. Er füllt 5-Gallonen-Benzinkanister aus einem Tank in seinem Garten mit einem Plastiksaugheber.) SCULLY: Wissen Sie, wir sind jetzt seit neun Stunden hier draußen. Die einzige Gefahr, die diesen Mann offensichtlich bedroht, ist Einsamkeit im Endstadium. (DOGGETT lacht über ihren Witz) SCULLY: (deprimiert) Vielleicht liege ich falsch. Vielleicht ist alles nur ein... ein großer Zufall und wir verschwenden unsere Zeit hier draußen. DOGGETT: Sie waren sich vorher so sicher. SCULLY: Ja, ich war mir sicher mit den Fakten, die ich wissenschaftlich gefolgert hatte. Vielleicht... versuche ich gewaltsam sie in eine Form zu bringen. DOGGETT: Nun, was ist jetzt mit Ihrer Spekulation? SCULLY: Vielleicht versuche ich es zu sehr. DOGGETT: Was zu tun? Mulder zu sein? (Sie denkt ernsthaft darüber nach.) DOGGET: Wissen Sie, ich habe keine Oxford- Ausbildung. Alles, was ich über das Paranormale weiß, ist, dass Männer vom Mars und Frauen von der Venus kommen. Aber ich glaube nicht, dass Sie Unrecht haben, Agent Scully. SCULLY: Und was führt Sie dazu, das zu sagen? DOGGETT: Nun, ich bin kein Fox Mulder, aber ich kann sagen, wenn jemand etwas verbirgt. Myron Stefaniuk fischt eine Frau aus dem Fluss, die für 40 Jahre verschwunden war. Er hat einen Bruder, den er seit über 40 Jahren nicht gesehen hat. Einen Bruder, der ganz zufällig vor über 40 Jahren irgendeine Art Kreatur erlegt hat. SCULLY: Also, was hat er zu verbergen? DOGGETT: Nun, das hoffe ich wird uns diese gute Polizeiarbeit zeigen. (SCULLY setzt ihr Fernglas wieder auf. Innerhalb der Scheune lädt MYRON STEFANIUK die letzten Benzinkanister in den Hinterraum seines Lastwagens, der auch voller anderer Versorgungsgüter ist. Er schließt und sperrt die Ladeklappe ab und schiebt dann die großen Schiebetüren der Scheune auf. Während er in den Lastwagen steigt, den Motor anlässt und wegfährt, schwenkt die Kamera nach oben auf die FLEDERMAUSKREATUR, die vom Dachbalken hängt. Ihre Augen öffnen sich.) (Kurze Zeit später stellt MYRON STEFANIUK die Benzinkanister auf das Floß und fängt damit an, sie hinüberzuziehen, zu einer Insel in der Mitte des Flusses.) BIRD ISLAND 21:17 (Nacht. DOGGETT rudert ein kleines Boot auf die Insel zu. SCULLY sitzt auf dem Heck des Bootes, Taschenlampe in der Hand.) DOGGET: Sie da! SCULLY: Bleiben Sie sofort stehen! ( Der MASKIERTE MANN, den wir schon früher beim Fledermauseinsammeln gesehen haben, war gerade dabei gewesen, Versorgungsgüter vom Floß zu holen .Er rennt zurück in die Wälder. ) SCULLY: Ich sehe ihn. (Mit gezogener Waffe springt sie auf dem Boot und folgt ihm. DOGGETT ist ein paar Schritte dahinter und muss durchs Wasser platschen.) SCULLY: Bleiben Sie stehen wo Sie sind! Nehmen Sie die Hände hoch und strecken Sie sie aus. Jetzt drehen Sie sich um, langsam. DOGGETT: Sind Sie Ernie Stefanuik? Sind Sie Ernie Stefanuik? MASKIERTER MANN:(verschreckt, keuchend) Ja. (DOGGETT zieht die Maske herunter. Der alte, bärtige Mann dreht sich vom Licht weg.) (Später, sie sind in seiner Hütte. DOGGETT sieht eine an die Wand genagelte Fledermaus an.) ERNIE STEFANIUK: Wie soll ein Mensch leben, wenn seine Angst zur Besessenheit wird? Sie würden dasselbe tun. Wer würde das nicht, der leben will? DOGGETT: Sie habe die Insel niemals verlassen? ERNIE STEFANIUK: 44 Jahre - ich habe es nicht gewagt, weil ich wußte, dass es da draußen war. Dass es zurückkommen würde, um mich zu holen. DOGGETT: Wissen Sie irgendwas darüber? Darüber, was dieses Ding ist? ERNIE STEFANIUK: Ich weiß, dass Fledermäuse auf der Evolutionsleiter ziemlich nahe bei den Affen stehen, und weil wir eben aus den Affen entstanden sind, könnte es also auch einen Menschen geben, der aus einer Fledermaus entstanden ist. Um zu leben und zu jagen wie eine Fledermaus, aber mit der kaltblütigen Rache eines Menschen. SCULLY: Selbst wenn das wahr wäre, Sir, wie könnte es Sie hier draußen auf einer Insel finden? ERNIE STEFANIUK: Ich musste jeden Kontakt abbrechen. Kommunikation war nur einseitig möglich. Mein Bruder half mir. (Er hält seine Tränen zurück.) Und dann war da noch meine Frau. DOGGETT: Es war ihre Leiche, die Ihr Bruder herausgezogen hat. (SCULLY sieht DOGGETT überrascht an, das war ihr noch nicht eingefallen.) ERNIE STEFANIUK: (weinend) Sie hat alles aufgegeben, um bei mir zu sein. Ich verbot ihr, es ihrer Mutter zu erzählen. 44 Jahre auf sechs Acre [Anm.: ca. 24.282 qm] Land, und sie stellte nur eine einzige Forderung. In geheiligter Erde begraben zu werden. Sie war ihr ganzes Leben lang Katholikin. (Er bricht weinend zusammen.) (SCULLY und DOGGETT sehen sich an.) SCULLY: Mr. Stefaniuk... es hat vier Menschen getötet. Alle von denen, die durch verschiedene Grade von Kontakt mit der Leiche ihrer Frau Spuren ihres Geruchs hatten. ERNIE STEFANIUK: Mein Bruder? DOGGETT: Ihr Bruder ist in Ordnung, Ernie. ERNIE STEFANIUK: Aber er hatte Kontakt mit Ariel's Leiche. Es wird ihn auch holen kommen. SCULLY: Es geht ihm gut. Wir haben heute früh mit ihm gesprochen. ERNIE STEFANIUK: Heute? Heute mag es ihm gutgegangen sein, aber dieses Ding jagt wie eine Fledermaus. Es greift nur Nachts an! (DOGGETT und SCULLY sehen einander an. Sie stürmen beide auf die Tür zu.) DOGGETT: Bleiben Sie hier. Bleiben Sie bei ihm. (SCULLY sieht widerwillig aus, bleibt aber. Der "starke Mann" geht weg.) (DOGGETT geht zurück zum Boot und nimmt das Ruder auf, das auf dem Wasser treibt. DIE FLEDERMAUSKREATUR springt aus den Wäldern und landet auf DOGGETT. Sie schreit, während sie im Wasser ringen. DOGGETT schafft es, sie abzuwehren in einem Wirrwarr aus Wasser und Flügeln, aber dann sinkt er bewusstlos unter Wasser.) (3. Werbung) (In der Hütte. SCULLY und ERNIE STEFANIUK warten. SCULLY sieht aus dem Fenster.) ERNIE STEFANIUK: Ich verstehe das immer noch nicht. SCULLY: Was? ERNIE STEFANIUK: Wie haben Sie mich hier draußen gefunden? SCULLY: Wir sind Ihrem Bruder gefolgt. ERNIE STEFANIUK: Nein, ich meine wer hat es herausgefunden? SCULLY: Ich war sicher, dass das, wonach wir suchten, etwas anderes als ein Mensch war. Ähm, der Detective, der den Fall bearbeitete, glaubte das nicht, und... ähm... er ist tot. ERNIE STEFANIUK: Aber Ihr Partner, hat er es geglaubt? SCULY: Ich denke, er tut es jetzt. ERNIE STEFANIUK: Also haben Sie es herausgefunden. (SCULLY fühlt sich nicht wohl, die Anerkennung dafür anzunehmen.) SCULLY: Nun, ich... ich habe die Verbindung geschaffen, aber Agent Doggett hat uns hier raus gebracht. ERNIE STEFANIUK: Sie sollten sich wünschen, das hätte er nicht getan. SCULLY: Entschuldigung? ERNIE STEFANIUK: Der Moment. in dem Sie ihren Fuß hier rein gesetzt haben... Sie sind jetzt markiert, Sie wissen das. SCULLY: Sir, ich bin hier, um Sie zu beschützen. ERNIE STEFANIUK: (lacht in sich hinein) Und wie wollen Sie das machen? Sie haben an alles gedacht... außer an das. SCULLY: Nun, dieses Ding, Mr. Stefaniuk. ist... ähm... immer noch Fleisch und Blut. Es kann getötet werden. ERNIE STEFANIUK: Was denken Sie denn? Dass es einfach durch die Tür dort gelaufen kommt? Es hat 44 Jahre gewartet. Es wird dort draußen warten solange es dauert bis Sie es nicht mehr aushalten. Wie lange können Sie warten, häh? Ihr ganzes Leben lang? Um in Angst zu leben wie hier, eine junge Frau - sind Sie bereit alles zu opfern, Familie und Kinder, und Ihr Leben von einem Monster terrorisiert zu verbringen? [TD: Sie hat das all die Jahre getan, warum sollte sie jetzt damit aufhören? ;-)] (Ein lautes Piepen ertönt von einem Monitor auf dem Tisch. Sie gehen darauf zu. Es ist ein Radarschirm.) SCULLY: Was ist das? ERNIE STEFANIUK: (nervös) Es ist ein Bodenradar. Der Sensor ist zehn Fuß hoch angebracht. Irgendetwas, das groß genug ist, um ihn auszulösen, kommt gerade durch die Bäume rein. (Sie hören einen Aufschlag auf dem Dach. SCULLY zieht ihre Waffe und richtet sie aufs Dach. Sie feuert neunmal durch das Dach, dann noch fünfmal.) SCULLY: Hören Sie es? ERNIE STEFANIUK: Nein. (SCULLY legt ein neues Magazin in ihre Waffe ein.) SCULLY: Vielleicht habe ich es erwischt. Vielleicht habe ich es getötet. (Sie öffnet die Tür und schaut raus. Sie sieht nichts.) SCULLY: Wenn Sie eine Waffe haben, holen Sie sie. (Sie schließt die Tür, geht raus und schaut aufs Dach. Sie sieht nichts.) (Innerhalb der Hütte lädt ERNIE STEFANIUK eine alte Schrotflinte mit zitternden Händen. Er fährt zusammen, als ein Stück Brennholz aus dem Kamin rollt. Er starrt entsetzt auf den Kamin.) (Draußen sieht sich SCULLY weiter um.) (Drinnen späht ERNIE STEFANIUK langsam den Schornstein hoch. Er sieht nichts und tritt zurück. Er dreht sich um zur FLEDERMAUSKREATUR, die direkt hinter ihm steht.) (Draußen hört SCULLY ihn schreien und sieht einen Schrotflintenschuß durchs Dach explodieren. Sie rennt wieder in die Hütte und sieht, wie DIE FLEDERMAUSKEATUR ERNIE STEFANIUK angreift. Sie schaut zu ihr auf, ihr Mund ist blutig. SCULLY feuert fünf Schüsse in ihren Rücken. Sie fliegt außer Sichtweite. Während SCULLY nach ihr sucht, wird sie von DOGGETT'S Eintreten erschreckt.) DOGGETT: Agent Scully. (DIE FLEDERMAUSKREATUR fliegt auf DOGGETT und wirft ihn zu Boden. DOGGETT feuert elf Schüsse auf sie, während sie schreiend wegfliegt.) DOGGETT: Sind Sie in Ordnung? SCULLY: Ja, ich bin in Ordnung. Aber Sie nicht, Agent Doggett. Ich habe Sie. (SCULLY hilft DOGGET, sich hinzulegen und fängt an, seine Verletzungen zu untersuchen. [CarriK: Hör auf, ihn so zu berühren, Scully! Er ist nicht Mulder! Okay, okay, er ist verletzt. Du musst ihm helfen. Grrr...] DOGGETT verliert das Bewusstsein. SCULLY sieht hoch in die Bäume zum Geräusch der FLEDERMAUSKREATUR, die sie herausfordernd ankreischt.) [Anmerkung von TD: Global TV in Kanada unterbricht hier für eine weitere Runde Werbung] ZWEI WOCHEN SPÄTER (X-Akten Büro. SCULLY ist allein. Sie hebt wieder MULDER'S Namensschild auf. DOGGETT tritt ein. Als der "starke Mann" hat er sich von seinen Wunden vollständig erholt.) DOGGETT: Entschuldigen Sie, dass ich zu spät bin. Ich habe oben in meinem alten Büro ein Fax von Ernie's Bruder, Myron Stefaniuk, empfangen. SCULLY: Er ist am Leben? Wo ist er? DOGGETT: Das verrät er nicht. Er hat das hier von einem kleinen, an der Straße liegenden Geschäft geschickt, gerade über der Staatsgrenze von Wyoming. Er ist untergetaucht. SCULLY: Glauben Sie daran, Agent Doggett? DOGGETT: Glauben, woran? SCULLY: Dass dieses Ding immer noch da draußen ist und eines Tages kommen wird, um uns zu holen? DOGGETT: (nicht absolut sicher) Ich bin ziemlich sicher, dass ich es getroffen habe, Agent Scully. Und ziemlich sicher, dass Sie es auch getroffen haben. Die Jungs da oben haben einen ziemlichen Lärm um diesen Fall gemacht - über das, was in Ihrem Bericht steht. SCULLY: Ja. Daran werden Sie sich gewöhnen. (Sie hebt das Namensschild wieder auf.) SCULLY: Ich, ähm... ich hatte nie einen Schreibtisch hier drin, Agent Doggett, aber ich werde dafür sorgen, dass Sie einen bekommen. (DOGGETT ist überrascht, nicht sicher, wovon sie redet.) DOGGETT: In Ordnung. SCULLY: Und ich wollte nur sagen, ähm... danke für Ihre Unterstützung. DOGGETT: Nun, das habe ich nie als Wahl angesehen. Ich bin sicher, Sie auch nicht. (Sie sehen sich einen Moment lang an. DOGGETT geht hinüber zu einem Aktenschrank und beginnt ihn durchzusehen. SCULLY sieht das Namensschild wieder an, öffnet die Schreibtischschublade, hält inne, setzt es dann hinein und schließt die Schublade.) Ende Transcribed by CarriK CarriKendl@aol.com www.inimation.com/xfilesgame Übersetzt von Loretta ds1013@hotmail.com Cast: Gillian Anderson als Agent Dana Scully Robert Patrick als Agent John Doggett Guest Cast: Bradford English als Detective Abbott Gene Dynarski als Ernie Stefuniak Dan Leegant als Myron Stefuniak Jay Caputo als Die Fledermauskreatur Eve Brenner als Kleine, alte Frau (Mrs. McKesson?) Annis O'Donnell als Ältere Frau (Tahoma, George's wife?) Brent Sexton als Totengräber Bryan Rasmussen als Sheriff's Deputy Gary Bullock als Der große George