THE X-FILES ___________________________________________________________________ Original Transcript by: Carrie Kendl Translation by: Therese Daeberitz All rights reserved. Disclaimer: This transcript is meant as a homage, all characters, plots, quotes, etc. used in her are owned by 20th Century Fox, 1013 Productions and The X-Files. Please don't use this for any commercial gain again without permissions. Permissions may be given by the authorities of this web site or by me, Therese Daeberitz. Thank you. Enjoy the script and love the show! --------------------------------------------------------------------- Übersetzung - Without [8ABX02] US AIRDATE: 12. November 2000 WRITTEN BY: Chris Carter DIRECTED BY: Kim Manners CLASSIFICATION: Mythology TRANSLATER: Therese Daeberitz TEASER SPRECHER: In einer früheren Akte X-Folge: Wir sehen einige Szenen aus 8ABX01 "Without", SCULLY, die in einen Spiegel schaut, SKINNER sieht das UFO aus 7ABX22 "Requiem" und schließlich SCULLY und SKINNER in KERSH's Büro. KERSH: Sie und der stellvertretende Direktor Skinner sind die wichtigsten Zeugen bei Mulder's Verschwinden. Ich will, dass Sie so schnell wie möglich Ihre Erklärung abgeben. SKINNER: Für wen abgeben? KERSH: Mein Sondereinheit-Kommandant Special Agent John Doggett. Wir sehen DOGGETT neben SCULLY sitzen, als sie gerade seinen Gastausweis an seinem Jackettaufschlag herumdreht und den FBI-Ausweis mit Namen "John Doggett - Special Agent" entdeckt. [Szene aus 8ABX01 "Within"] SKINNER redet mit den Lone Gunmen: SKINNER: Sehen Sie, wenn wir wissen, wohin das Schiff geflogen ist, haben wir eine Chance Mulder zu finden. CUT TO: MULDER schreit, als ein Zahnbohrer in seinem Mund die Arbeit verrichtet. Wieder bei den Lone Gunmen: SCULLY und SKINNER erfahren die Wahrheit. SCULLY: Es ist mir gerade eingefallen... warum sie Mulder mitgenommen haben, warum sie in Arizona sind. Sie versuchen den Aufenthaltsort eines Jungens namens Gibson Praise ausfindig zu machen. DOGGETT schaut sich ein Foto von GIBSON PRAISE an, das unter seiner Tür hindurch geschoben wurde. GIBSON PRAISE läuft in ein Klassenzimmer hinein. In Arizona spricht ein ärgerlicher Berater [AGENT CRANE] DOGGETT'S mit ihm via Funk: AGENT CRANE: Der Aufenthaltsort des Kindes wurde gerade bestätigt. Er befindet sich in einer Schule für Gehörlose an einem Ort namens Flemingtown. DOGGETT hört sich an, was ihm berichtet wird und betritt dann eilig das Schulgebäude. DOGGETT: [zum Schulleiter] Behalten Sie das Fenster im Auge! [dann sieht er SCULLY und SKINNER] Was machen Sie beide hier? SCULLY: Was machen Sie denn hier? DOGGETT: Ich versucht Mulder zu finden. Draußen läuft GIBSON PRAISE schnell vom Schulgebäude weg. Als er um eine Ecke geht, erstarrt er plötzlich und blickt einem großen Mann mit grauem T- Shirt ängstlich ins Gesicht. Wir sehen jedoch das Gesicht des Mannes nicht. [bis dahin alles aus 8ABX01 "Within", ab jetzt kommt "Without"] Während SCULLY spricht, sehen wir eine Wüste in der Nacht. Ein helles Licht beleuchtet einen Punkt auf dem Boden. Es ist ein Flugobjekt, welches den Punkt beleuchtet. Der Lichtstrahl tritt aus dem verwinkelten Rumpf aus, während er langsam rotiert. So fliegt es einige Augenblicke über dem Sand, sinkt langsam ab... die Lichter gehen aus und wir können das Flugobjekt nicht mehr sehen... SCULLY: [Voiceover] Wir leben in einer selbstgemachten Dunkelheit... Uns bleibt das bewohnte Weltall, welches wir nicht sehen können, immer verborgen. Eine Welt von Wesen, die durch Zeit und Raum reisen, die wir uns aber nur als Schwärme der Fantasie vorstellen wollen. Wer sind diese Wesen, die zum Vorstellen herausfordern, sich aber vor ihrer Akzeptanz fürchten? Welche dunkle Arbeit wird innerhalb ihrer unglaublichen Maschinen verrichtet, welche von unsichtbaren Kräften vor uns verschleiert werden? Wenn sie unsere Geheimnisse kennen, warum kennen wir dann ihre nicht? OPENING CREDITS Die Kamera filmt über einer Wüste. Schließlich fällt ein Felsblock in unser Sichtfeld. Auf ihm steht GIBSON PRAISE, der von einem großen Mann in einem grauen T-Shirt neben sich her gestoßen wird. GIBSON versucht sich zu wehren. GIBSON PRAISE: Lassen Sie das! Bitte! Lassen Sie mich los! Lassen Sie das! Lassen Sie mich los! Lassen Sie mich los!!! AGENT DOGGETT taucht auf. Er zielt mit seiner Waffe auf den Mann, von dem wir immer noch nicht genau wissen, wer es ist. DOGGETT: Lassen Sie den Jungen los! Lassen Sie ihn los, Mulder! Jetzt erkennen wir, dass es sich bei dem Mann tatsächlich um MULDER handelt, doch sein Gesicht ist verändert - er zeigt keinerlei Emotionen sondern starrt nur leer vor sich hin. DOGGETT: Lassen Sie ihn los, oder ich fühle mich gezwungen meine Waffe zu benutzen! Und ich möchte das nicht tun, Agent Mulder. Ich möchte nicht schießen. Der etwas seltsame MULDER lässt GIBSON lässig los, fast gleichgültig. Der Junge rennt davon. DOGGETT beobachtet MULDER, der ein paar Schritte tut und sich der Kante des Felsblocks nähert. DOGGETT folgt ihm langsam. DOGGETT: Also, sind Sie bewaffnet? Ach kommen Sie schon, verdammt noch mal! Das ist doch einfach albern, Agent Mulder! Spielen Sie nicht den Helden! Sagen Sie mir einfach, ob Sie eine Waffe haben. Mir ist zu heiß für diese Spielchen. DOGGETT erhält pures, eisiges Schweigen als Antwort. DOGGETT: Also gut, legen Sie sich hin. Legen Sie sich auf den Boden - und die Hände vom Körper weg. Legen Sie sich dahin auf den Bauch. MULDER starrt auf den Boden und dann wieder zu DOGGETT. So stehen die Männer ein paar Sekunden da und starren sich nur an. MULDER'S Blick ist eiskalt. Dann beginnt er langsam rückwärts zu laufen. Er läuft auf den Abgrund zu, immer noch starrend. DOGGETT: Um Himmels Willen, was tun Sie da? Agent Mulder bleiben Sie hier! DOGGETT senkt seine Waffe und rennt in MULDER'S Richtung. Doch er kommt zu spät. Der Mann, der offenbar MULDER zu sein scheint (was wir ja immer noch nicht 100%ig wissen...), fällt rückwärts den 30 Meter hohen Felsblock herunter und schlägt auf den trockenen Boden auf. Schockiert rennt DOGGETT an den Rand des Abgrundes und schaut hinunter. MULDER liegt regungslos auf dem Wüstenboden. Seine Agenten, darunter auch der verwirrte Adjutant - AGENT CRANE - rennen zu ihm hinüber. DOGGETT: Er ist da runter gefallen! In den Abgrund! AGENT CRANE: Wer? DOGGETT: Mulder! Sie schauen nach unten. MULDER liegt immer noch bewegungslos auf der versengten Erde, sein Arm steht unnatürlich weit von seinem Körper ab. Die Kamera zoomt an ihn heran. Plötzlich öffnet er die Augen und schnappt nach Luft. Wenig später untersuchen DOGGETT und seine Agenten die Stelle, an der MULDER aufgeschlagen ist. Sie scheinen alle ziemlich verwirrt zu sein, denn MULDER, oder der, der MULDER zu sein scheint, ist verschwunden. AGENTIN: Ich habe keine Erklärung... DOGGETT: Okay, ich werde mit Scully sprechen und Sie gehen alle zurück zu dieser Schule. Ein PKW nähert sich den anderen Wagen. SKINNER sitzt hinter dem Lenkrad, er bringt SCULLY mit. Sie steigt aus und geht hinüber zu DOGGETT. SCULLY: Wo ist er? Wo ist Mulder? DOGGETT: Ich weiß es nicht. SCULLY: Sie wissen es nicht? Gerade hat ein Agent über Funk gemeldet, Sie hätten ihn gesehen. SKINNER ist inzwischen auch aus dem Wagen ausgestiegen und nähert sich den beiden. DOGGETT: Oh ja, ich habe ihn gesehen. Ich habe gesehen, wie er sich rückwärts hinunterstürzte und wie er dort drüben aufkam. SKINNER: Und wo ist er dann? DOGGETT: Er ist weg. SKINNER: Kommen Sie, er kann nicht weg sein. DOGGETT: Ich weiß, er kann nicht weg sein, aber er ist es. SCULLY geht hinüber zu der Stelle, die DOGGETT gezeigt hatte. SKINNER schaut andächtig die hohe Felswand hinter ihnen hinauf - und dann zurück in DOGGETT'S Augen. SKINNER: Dieser Felsen hier? Da ist er runter gefallen? Das ist unmöglich... bei einem solchen Sturz. DOGGETT: Polizisten sehen solche Sachen. Ein Mann fällt aus dem fünften Stock, klopft seinen Hut ab und geht wieder an die Arbeit, einer alte Lady wird in einem China-Restaurant mitten in die Brust geschossen und zieht die Kugel aus ihrem Chinesischem Essteller heraus. Aber selbst wenn Mulder das überlebt hätte, wäre es zu viel für ihn gewesen abzuhauen. Er ist da aufgeprallt, wo Agent Scully gerade steht - klar und deutlich zu identifizieren. Und es führen Fußspuren von hier zu der Ablagerung dort. Sehen Sie sich die Spuren an! Was sehen Sie? SKINNER schaut sich die Spuren an. SKINNER: Mulder ist gerannt. SCULLY kommt zu den Männern hinüber. Sie sieht selbstsicher aus und stößt den Männern mit einer Frage vor den Kopf: SCULLY: Es war nicht Mulder. DOGGETT: Doch, das ist der einzige Punkt, bei dem ich mir sicher bin! SCULLY: Es sah vielleicht so aus, als wäre es Mulder aber es war nicht er. DOGGETT: Ich habe Ihnen gesagt, ich kenne Mulder. Okay, vielleicht kannte ich ihn nicht so gut aber ich weiß wer da oben stand und es war Fox Mulder. SCULLY: Ich bin mir sicher, es sah aus wie Mulder - und Sie haben auch jeden Grund zu glauben, dass er es war... aber es war nicht Mulder. Ich sagte, dass ich Dinge gesehen habe. Dinge, die ich nicht erklären kann. Naja... ich habe etwas gesehen, dass so aussah wie ein Mann... der sich in einen anderen Mann verwandelt. DOGGETT: Etwas das wie ein Mann aussieht aber doch keiner ist? SCULLY seufzt leise und schaut SKINNER an. DOGGETT: Und was ist er dann? SCULLY: Sie wollen es doch gar nicht wissen. Sie läuft weg. DOGGETT schaut ihr hinterher. DOGGETT: Er ist kein Mann? Was zum Teufel ist er? Hey, drehen Sie sich nicht weg! SCULLY bleibt schließlich stehen und dreht sich wieder zu DOGGETT um. DOGGETT: Ich frage eine berechtigte Frage. SCULLY: Er ist außerirdisch. DOGGETT schaut SKINNER fragend an - dann dreht er sich wieder zu SCULLY. SCULLY: Er ist ein Kopfgeldjäger. DOGGETT: Und für wen will er Kopfgeld gezahlt haben? SCULLY: Für Gibson Praise. Er ist teilweise außerirdisch. Er ist eine menschliche Anomalie. DOGGETT: Also... dieser außerirdische Kopfgeldjäger verkleidet sich als Mulder um hierher zukommen und sich diesen Jungen zu schnappen? SCULLY versucht, Augenkontakt mit AGENT DOGGETT zu vermeiden. SCULLY: Um ihn wieder auf sein Schiff zu bringen, wo wir glauben, dass auch Mulder sich befindet. DOGGETT: Wissen Sie, Agent Scully... Sie, ähh, Sie fangen an mich an Agent Mulder zu erinnern. Er geht zu seinem Wagen. SCULLY: Naja, dann erklären Sie mir es. DOGGETT ignoriert sie und fährt einfach davon. Er lässt SCULLY und SKINNER zurück. SKINNER: Wenn es wahr - oder nur möglich ist, was Sie sagen... dass da so etwas hier draußen herumläuft... wie dieser Kopfgeldjäger - er könnte sich in irgendjemanden verwandeln. In Sie, in mich, in jeden verdammten Menschen von uns. SCULLY: Ich glaube, dass es wahr ist. Und möglich. Und wo Mulder jetzt auch immer sein mag... er sollte jetzt verdammt noch mal lächeln... Sie legt ihren Kopf in den Nacken und betrachtet sich den Himmel. Dann geht sie. In der Flemingtown School stehen inzwischen alle Lehrer, Schüler und sonstige Mitarbeiter der Einrichtung vor dem Gebäude. FBI-Agenten stehen um sie herum. Viele sind verwirrt und wissen nicht, was los ist. SEKRETÄRIN: Wer ist denn hier verantwortlich? AGENT MOSELY, ein ziemlich junger und (noch) enthusiastischer Agent, spricht mit AGENT CRANE und deutet auf mehrere ankommende Fahrzeuge. AGENT MOSELY: Okay, sie sind da. Ein langer Zug an Fahrzeugen kommt an. Es ist DOGGETT mit seinen Agenten. Das an der Spitze fahrende Auto stoppt und DOGGETT steigt auf der Beifahrerseite aus. DOGGETT: Irgend eine Spur von ihm? Mulder? AGENT CRANE: Laut diesen Leuten hier nicht. Wir haben die Schule durchsucht. Sie betrachten die Menschenmenge, die nur wenige Meter von ihnen entfernt auf eine Lösung des Problems wartet. Eine Schülerin schaut die Männer an. Es ist THEA. DOGGETT: Sie sind besser als das hier. AGENT CRANE: Sir? (Bemerkung von Therese Däberitz: Wenn jemand versteht, was Doggett mit dem Satz gemeint hat, bitte ich um die Information! Ich glaube nicht, dass er Thea meint.) DOGGETT: Er muss doch hier irgendwo sein. Lassen Sie uns die Schule noch mal durchsuchen. (Bemerkung von Therese Däberitz: Das erinnert mich irgendwie an FTF...) In der Schule betritt MULDER inzwischen einen leeren Laborraum. Sein Arm sieht nicht gut aus. Er biegt in mit dem anderen Arm wieder in die richtige Richtung, lächeln kurz eiskalt und verwandelt sich in den AUSSERIRDISCHEN KOPFGELDJÄGER. Plötzlich geht die Tür auf und DOGGETT kommt herein. Er sieht jemandem im Zimmer stehen. DOGGETT: Hallo? Es ist der SCHULDIREKTOR. DOGGETT: Entschuldigung, ich dachte Sie wären... ich, äh, dachte Sie wären auch rausgebracht worden. Der DIREKTOR nickt leicht. Plötzlich öffnet sich die Tür und ein aufgeregt aussehender AGENT CRANE betritt das Labor. AGENT CRANE: Haben Sie was gefunden? DOGGETT: Nein, lassen Sie uns weitersuchen. DOGGETT und AGENT CRANE verlassen den Raum und das Gebäude und gesellen sich zum Rest des Teams, das draussen vor der Schule steht. AGENT MOSELY verlässt das Gebäude hinter CRANE und DOGGETT. Geschäftig hält er ein Funkgerät in der Hand. STIMME AM FUNK: Das Verwaltungsgebäude ist leer. (Schon wieder FTF?) AGENT MOSELY: [ins Funkgerät] Copy, überprüfen Sie es noch mal. SKINNER und SCULLY stehen in der Nähe der Autos und betrachten das Geschehen. SKINNER: Ich möchte mal wissen, wie Doggett sich hier raus gefunden hat. Woher wusste er überhaupt, wo wir hingehen? SCULLY: Ich weiß es nicht. Aber er krempelt diesen Ort um und sucht nach der falschen Person. SKINNER: Was ist mit Gibson Praise passiert? SCULLY: Naja, was ihm auch immer passiert ist... er ist schon längst weg. Wo auch immer er sich aufhält, er ist uns drei Schritte voraus. SKINNER nickt THEA zu, die sich am Rande des Schulgeländes auf ihr Fahrrad schwingt und davon fährt. SCULLY dreht sich um und schaut ihr auch nach. SKINNER beobachtet jetzt AGENT CRANE, als er aus einer der Türen des Gebäudes hinter ihnen heraus kommt. SKINNER: [zu SCULLY] Drehen Sie sich nicht um, aber da hat jemand ein Auge auf uns geworfen. Gehen Sie los, ich bin gleich hinter Ihnen. SCULLY beginnt ohne Rückfragen zu laufen. SKINNER folgt ihr. Sie gehen um die Ecke des Gebäudes neben ihnen. AGENT CRANE rennt hinter ihnen her. Schließlich geht er auch um die Ecke, findet aber nur SKINNER, der standhaft CRANE'S Aufmerksamkeit auf sich lenkt. SCULLY ist nirgendwo zu sehen. SKINNER: Kann ich eine Minute mit Ihnen sprechen? SCULLY folgt inzwischen THEA. Doch sie verliert THEA aus den Augen. Dann entdeckt sie THEA'S Fahrrad auf dem Wüstenboden. Sie schirmt ihre Augen mit der Hand von der grellen Sonne ab und schaut sich um. Sie tritt auf etwas, das ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie schaut auf den Boden. SCULLY springt ein bisschen darauf herum, sie merkt, dass es nachgibt und nachhallt. Als sie den Sand untersucht, findet sie heraus, dass es sich um eine Falltür handelt, an der ein Seil hängt. Natürlich zieht sie daran. Ein kleines Gewölbe verbirgt sich unter der Falltür. GIBSON und THEA sitzen dort unten. GIBSON'S Gesichtsausdruck ist vorwurfsvoll als er SCULLY entdeckt. GIBSON PRAISE: Sie hätten nicht herkommen sollen! (im Original kommt an dieser Stelle die 1. Werbung) GIBSON PRAISE: Sie hätten nicht kommen sollen! Sie werden sie zu mir führen. SCULLY: Ich bin hier um dich zu beschützen, Gibson. Sie nähert sich den Kindern und seufzt. SCULLY: Ich weiß, dass du weißt, dass das die Wahrheit ist. Und ich weiß, dass du meine Gedanken kennst. GIBSON PRAISE: Ich weiß, dass die den Mann haben, mit dem sie zusammenarbeiten. Mulder. Und jetzt kommen die um mich zu holen. SCULLY kommt langsam näher und redet sehr einfühlsam mit dem Jungen. SCULLY: Der einzige Grund, warum die dich holen wollen, Gibson... ist, weil du ein ganz besonderer Junge bist. Die wollen dich wegen dem, was du bist holen. THEA beginnt zu sprechen. Man kann sie verstehen, doch ihre Aussprache ist die eines Mädchen, welches schon ihr ganzes Leben lang taub war. Sie gestikuliert um ihre Worte zu unterstützen, als sie mit GIBSON redet. Hinter GIBSON hängt ein altes Nummernschild: Oklahoma #00-0000. THEA: Es tut mir leid, ich wußte nicht, dass mir jemand folgt. GIBSON PRAISE: Meine Freundin Thea weiß es. Sie ist die einzige aus der Schule, der ich es erzählt habe. Sie sagt, dass FBI sucht mich auch. Sie hat Angst um mich. SCULLY: Sie hat das Recht besorgt zu sein. Wir wissen nicht, wem wir jetzt vertrauen können. Plötzlich zuckt GIBSON zusammen und schaut auf sein Bein hinunter. SCULLY schiebt seine Hose hoch und entdeckt eine schlimme Wunde. GIBSON PRAISE: Als ich wegrannte, bin ich hingefallen. SCULLY: Du könntest es dir gebrochen haben, Gibson. GIBSON PRAISE: Wenn die mich finden, nehmen sie mich mit. Ich weiß es. Ich habe es schon immer gewußt. SCULLY: Ich werde dir eine Schiene machen, Gibson, okay? Ich kann dein Bein einrenken aber, äh... ich werde ein Auto brauchen, um dich hier rauszuholen. Sie steht auf und reisst einige Holzstücke aus einer nahestehenden Lattenkiste heraus. SCULLY: Ich werde wieder zu dir zurückkommen. Ich verspreche es. Ich werde nicht zulassen, dass dir etwas schlimmes zustößt. GIBSON PRAISE: Das haben Sie schon mal zu mir gesagt. (Bemerkung von Therese Däberitz: Für alle Vergesslichen unter euch: in der Doppel-Mythology-Folge 5X20 "Das Ende" und 6ABX01 "Der Anfang" versuchten Mulder und Scully Gibson vor Männern der Regierung, des Ärzten des Rauchers und vor den außerirdischen Kopfgeldjägern zu schützen. Nur seine Fähigkeit, die Gedanken von Menschen lesen zu können, half ihm immer wieder zu entkommen. Trotzdem schaffte es der Raucher, Gibson zu kidnappen und ihn seinen Ärzten zu übergeben, die irgendetwas an seinem Kopf operierten, wahrscheinlich entfernten sie genetisches Material, genau wie in der späteren Folge 7ABX03 "Tausend Stimmen" bei Mulder. Es ist verständlich, dass Gibson Scully nicht glaubt, denn sie schaffte es früher nicht ihn zu beschützen - und wieso sollte sie es jetzt schaffen?) SCULLY schaut schuldbewusst weg und beginnt, sein Bein zu schienen. Uns blendet ein grelles Licht. Als sich die Kamera langsam weiterbewegt, erkennen wir, dass es sich um Autoscheinwerfer handelt. Inzwischen ist es Nacht geworden, das Schulgelände ist jetzt bis auf die vielen Agenten und AGENT DOGGETT geräumt. DOGGETT gibt seinen Agenten Anweisungen. Sie steigen in ihre Fahrzeuge um die Suche nach GIBSON und MULDER fortzusetzen. Ein Handy klingelt. AGENT MOSELY geht heran. AGENT MOSELY: [am Telefon] Ja? Er hört eine Weile zu und gibt dann das Handy an DOGGETT weiter. AGENT MOSELY: Der Deputy Director. Für Sie. DOGGETT: [am Telefon] Ja, hier ist John Doggett. KERSH: [am Telefon] Agent Doggett, mir wurde aus Arizona berichtet... DOGGETT: [am Telefon] Ja, Sir. KERSH: [am Telefon] ...dass ihr Agent Mulder gefunden habt. DOGGETT: [am Telefon] Ich fürchte, da ist uns jemand zuvorgekommen. Ich habe ihn zwar gesehen Sir, aber ich... KERSH: [am Telefon, drohend] Was meinen Sie mit, Sie haben ihn gesehen? Was zum Teufel ist da draussen los bei Ihnen? DOGGETT: [am Telefon] Naja, wir sind rund um die Uhr hier. Ich habe die örtlichen Spezialisten hier - und ständig laufende Bodenpostenpräsenz und ein Auge auf den Himmel gerichtet. Wir haben die Situation im Griff. KERSH: [am Telefon] Wie findet das FBI einen Mann und verliert ihn wieder, mitten in der Wüste? Das würde ich gern mal wissen! [er hält kurz inne] Agent Doggett, sind Sie noch dran? DOGGETT: [am Telefon] Ja. Ich habe die Frage gehört. KERSH: [am Telefon] Ich habe Ihnen da draussen die Verantwortung übertragen, Doggett. Und machen Sie den verdammten Job! DOGGETT schaltet das Telefon mutlos ab. Er schaut hinüber zu SKINNER. Der grinst und DOGGETT ist gekränkt. Schönes Spiel. Ich glaube, ich weiß was SKINNER jetzt denkt: "Bis jetzt hat der alte Sack mich immer fertig gemacht, und jetzt bist du an der Reihe, Mr. Task Force Leader! Ha-Ha!" Jedenfalls kann der AD seine Schadenfreude nicht verbergen. Whatever. DOGGETT: Das amüsiert Sie? Ich amüsiere Sie? SKINNER: Nein. Es macht nur gerade Sinn für mich. Wie Sie hier raus gefunden haben. Wer Sie zu Gibson Praise geführt hat. DOGGETT: Sie denken, ich spioniere Ihnen nach? SKINNER: Nein, aber ich glaube unser neuer Deputy Director. Sie sind nur die Figur in einem abgekarteten Spiel. DOGGETT starrt ihn einige Sekunden lang an. Dann bedeutet er SKINNER, mit ihm ein paar Schritte zu gehen. DOGGETT: Also gut, Sie haben mir das Bild gemalt, also stecken Sie es jetzt auch in einen Rahmen! SKINNER: Also gut. Sie haben einen guten Ruf, Agent Doggett. Sie machen keine Kompromisse, Sie kündigen nicht. Sie sind ein verdammt gute FBI-Agent. Der Beste der Besten. Viele Leute wollen Sie eines Tages im Direktorensessel sitzen sehen. Und deswegen sollen Sie jetzt versagen. Es werden keine Massen von Rettungs- und Bergungsteams sein, oder ständige Bodenposten oder auf den Himmel gerichtete Augen... die Mulder finden. Es ist einfach die falsche Methode. DOGGETT: Es ist keine Frage der Methode. Dies ist die einzige Methode, die ich habe. SKINNER: Der einzige Weg wie Sie Mulder finden werden, ist sich auf die Wahrheit einzulassen. Auf Scully zu hören. Aber selbst wenn... Sie sagen, dass Sie ihn gefunden haben... selbst dann haben Sie versagt. Wenn Sie in Ihrem Bericht irgendetwas von Außerirdischen, UFO's oder Außerirdischen Kopfgeldjägern schreiben, wird Kersh Sie ruinieren. Ich wette, es war sein Plan. Es entsteht eine lange Pause. DOGGETT starrt SKINNER einige Momente ungläubig an - fast naiv. Dann ruft er mit lauter Stimme, so dass ihn alle seine Agenten, die in und auf ihren Wagen faulenzen, hören können. DOGGETT: Ist Agent Scully hier? Wo ist Agent Scully?? AGENT MOSELY wartete auf etwas Aufregendes und schnappt sich sein Funkgerät. Übereifrig schaltet er es ein. AGENT MOSELY: [ins Funkgerät] Ich brauche jemanden, der bei Agent Scully ist und sie ans Funkgerät holen kann. Jemand... der bei Agent Scully ist. Inzwischen sehen wir AGENT LANDAU, der sich mit einigen Agenten im Schlafraum-Gebäude aufhält. AGENT CRANE betritt das Gebäude und läuft auf LANDAU zu. Dieser schaut weg. AGENT LANDAU hält auch ein Funkgerät in der Hand. AGENT MOSELY: [Stimme aus Funkgerät] Hat irgendwer Kontakt zu Agent Scully? Ist da draussen jemand bei ihr? Als AGENT LANDAU wieder zu CRANE aufsieht, entdeckt er auch SCULLY, die plötzlich hinter CRANE auftauchte. AGENT LANDAU: [ins Funkgerät] Ich bin bei Agent Scully. AGENT MOSELY schaut auf. Jemand kommt in seine Richtung gelaufen - und zwar aus der Wüste. Es ist SCULLY, die sehr müde aussieht. Sie hatte sich ja bis gerade eben in der heißen Wüstensonne Arizonas aufgehalten. Der AGENT ist verwundert. AGENT MOSELY: [ins Funkgerät] Und wer ist das dann? AGENT LANDAU: [Stimme aus Funkgerät] Holen Sie Agent Scully. SCULLY ist jetzt bei den drei Männern. DOGGETT starrt sie an und läßt sie nicht aus den Augen. SCULLY wundert sich. SCULLY: Was? DOGGETT: [zu MOSELY] Geben Sie mir das Funkgerät. MOSELY gibt es ihm. DOGGETT'S Blick verdüstert sich. DOGGETT: [ins Funkgerät] Sie sind bei Scully? AGENT LANDAU steht noch immer im Schlafraum-Gebäude, hält sein Funkgerät ans Ohr und betrachtet sich SCULLY. Oder vielmehr das, was SCULLY zu sein scheint. Doch der arme Mann hat natürlich keinen blassen Schimmer... AGENT LANDAU: [ins Funkgerät] Ich stehe ihr hier im Raum direkt gegenüber. Die echte SCULLY hört natürlich alles mit. SCULLY: Gegenüber von wem? Von mir? Wo? DOGGETT: [ins Funkgerät] Welcher Raum? Wo sind Sie? AGENT LANDAU steht verdattert im Raum. AGENT LANDAU: [ins Funkgerät] Schlafkojenhaus. Wir sind in den Schlafräumen. Die echte SCULLY drängt DOGGETT: SCULLY: Sagen Sie ihm er soll sie aufhalten. Er soll sie auf keinen Fall aus den Augen lassen! Mit diesen Worten rennt sie in Richtung des Schlafhauses. Die anderen folgen ihr. DOGGETT: [ins Funkgerät] Halten Sie Scully auf. Wir kommen rüber. AGENT LANDAU schaut das, was wie SCULLY aussieht an. Etwas zu auffällig... Die unechte SCULLY dreht sich um und will hinauslaufen. AGENT LANDAU: Agent Scully? Sie dreht sich um und packt LANDAU am Hals. Sie benutzt nur eine Hand, dennoch erleidet der AGENT mit Sicherheit ziemlich große Schmerzen. Verzweifelt schnappt er nach Luft und nach wenigen Augenblicken staut sich das Blut während er gewürgt wird und tritt schließlich aus. Es läuft über "SCULLY'S" Hand. Ihr Gesichtsausdruck ist eiskalt. Ähnlich wie bei MULDER auf der Klippe. Schließlich lässt sie ihn fallen und rennt durch die Schar der Agenten, die natürlich alle nichts unternehmen. DOGGETT und seine Agenten platzen in den Raum hinein. Sie entdecken "SCULLY" und beginnen, sie zu jagen. SCULLY: Hey! Da ist sie! Sehen Sie sie? Sie sieht, dass ihr falsches Ebenbild im Badezimmer verschwindet. Sie rennt zur Badezimmertür - und hält kurz inne, als sie ihr Spiegelbild im Türspiegel entdeckt. Einen kurzen Moment starrt sie sich an. Plötzlich verlässt AGENT CRANE den Raum. Hmm. Das, was so aussieht wie AGENT CRANE... SCULLY: Wo ist sie hin? Haben Sie sie gesehen? AGENT CRANE: Nein. SCULLY: Sie rannte gerade wieder hier herein. Ich habe sie gesehen! Aufgeregt schaut SCULLY DOGGETT an. SCULLY: Sie haben Sie gesehen! Doch DOGGETT Scheint es nicht für notwendig zu halten, ihr zu antworten. SCULLY geht hinüber zu AGENT LANDAU, der immer noch auf dem Boden liegt. Er ist verletzt und kann nicht richtig atmen. SCULLY versucht ihm irgendwie zu helfen. SCULLY: Agent... können Sie atmen? Panisch - und verzweifelt nach Luft schnappend - versucht LANDAU von ihr weg zu kriechen. SCULLY versteht, dass er Angst vor ihr hat und geht rückwärts weg, um ihm nicht noch mehr Sorgen zu bereiten. DOGGETT steht nicht weit von ihr entfernt. SCULLY: [zu DOGGETT] Er denkt, ich war es. Es denkt, ich habe ihm das angetan. Wie ist das möglich? DOGGETT verzieht keine Miene. SCULLY schaut sich alle im Raum an. SCULLY: Es ist jemand aus diesem Raum... SCULLY läuft weg. Die Kamera filmt nun THEA, die jemanden anstarrt. Die Hand der Person ist voll Blut... es ist DOGGETT'S Assistent AGENT CRANE. THEA schaut ihn nervös an, läuft zurück und verlässt den Raum. Das unsichtbare außerirdische Schiff liegt immer noch in der Wüste. Das Bild ist verzerrt. Doch wir können MULDER erkennen. Er liegt auf einer Art Operationstisch innerhalb des Schiffes. Sein Gesicht wird noch immer von den metallischen Krallen auseinandergezogen. Kein schöner Anblick. Plötzlich öffnet er seine Augen, die seine Angst widerspiegeln. Doch er scheint von irgendetwas wachgerüttelt worden zu sein... GIBSON PRAISE liegt im unterirdischen Bunker. Plötzlich erwacht er. Er keucht. GIBSON PRAISE: Mulder..! Er keucht und schnappt nach Luft. (im Original kommt an dieser Stelle die 2. Werbung) Laute Sirenengeräusche tönen aus den Lautsprechern des Krankenwagens. AGENT LANDAU wird auf einer Trage in das Fahrzeug verladen. DOGGETT und SCULLY schauen sich den Vorgang an. Nach wenigen Augenblicken senkt SCULLY ihren Kopf und steuert auf die nahe parkenden Fahrzeuge zu. SKINNER folgt ihr. SKINNER: Agent Scully? Wo wollen Sie hin? SCULLY ignoriert ihn, steigt in ein Auto und schließt die Türen ab. SKINNER ist ein wenig verwundert und stellt sich an das Fenster. SKINNER: Agent Scully? Sie ignoriert ihn und greift so schnell sie kann unter die Bodenmatte. Doch da ist nichts... SKINNER hält die Wagenschlüssel hoch, damit sie sie sehen kann. SKINNER schaut sie gelassen an. SKINNER: Steigen Sie aus dem Wagen aus. Sie tut es, aber zur Beifahrerseite. SKINNER: Agent Scully! SCULLY: Wer sind Sie? SKINNER: Wer ich bin? Blitzschnell zieht sie ihre Waffe und richtet sie auf SKINNER. Es dauert keine Sekunde, da zieht auch SKINNER seine Waffe und richtet sie auf SCULLY. SCULLY: Lassen Sie die Waffe fallen und drehen Sie sich um! SKINNER: Ich werde mich auf keinen Fall umdrehen! SCULLY: Tun Sie es einfach! Ich weiß, wie es funktioniert... einen tödlichen Schuss in die Rückseite des Nackens. SKINNER: Scully, Sie richten ihre Waffe auf einen Freund! SCULLY: Umdrehen oder ich muss annehmen, dass Sie nicht der jenige sind, von dem Sie behaupten es zu sein! SKINNER: Scully, ich bin's... Skinner. SCULLY'S Blick bleibt hart. Nach einer Weile senkt SKINNER seine Waffe und dreht sich herum. SKINNER: Ich kann es beweisen. Ich kenne Ihr Geheimnis... wer weiß es noch? SCULLY steht immer noch mit der Waffe auf ihn gerichtet da. SCULLY: Okay, dann verraten Sie es mir. SKINNER: Sie verraten es mir! Woher soll ich sonst wissen, dass Sie es sind? Dann dreht sich SKINNER um und nimmt SCULLY die Waffe aus den Händen. Sie atmen beide schwer unter der Aufregung. SKINNER: Ich möchte meine Waffe genauso wenig auf schwangere Frauen richten, wie ich möchte, dass sie auf mich zielen. Eine spannungsvolle Pause entsteht. Schließlich gibt SKINNER SCULLY die Waffe zurück. SKINNER: Das hier ist zu weit gegangen, Scully. SCULLY: Nein, dass ist es, was hier nicht stimmt. Es ist eben nicht weit gegangen. Ich brauche diese Autoschlüssel! SKINNER: Und was sollen wir Ihrer Meinung nach tun? SCULLY: Sehen Sie, wir werden hier vom FBI nur behindert. Von John Doggett, von Zweifeln, von unserem eigenen Misstrauen. Was auch immer es ist, es wird weitermachen... solange wir es weitermachen lassen. SKINNER: Sie sagten mir, Mulder würde es nicht zulassen. Er würde mich nicht meine Karriere wegen dem hier ruinieren lassen. Wegen ihm. Aber was ist mir Ihnen, Scully? Ich meine, mein Gott, bei Ihnen steht ja noch viel mehr auf dem Spiel. SCULLY versucht, nicht zu weinen. Ihre Stimme hallt vor Trauer und Sorge wider... SCULLY: Ich-Ich kann es nicht riskieren ihn nie wieder sehen zu können! SKINNER: Mulder könnte plötzlich aus der Dunkelheit auftauchen... wir wissen es nicht. SCULLY: Sehen Sie... wir haben noch eine letzte Chance, die draussen in der Wüste auf uns wartet... Gibson Praise. Nur wer ihn zuerst erwischt, verpasst sie nicht. SKINNER: Steigen Sie ein, ich fahre! Sie fahren in Richtung Wüste. THEA beobachtet sie. Später in der Wüste: SKINNER und SCULLY rennen mit Taschenlampen in der Hand zu der Falltür und öffnen sie. Die Strahle ihrer Leuchten illuminieren den kleinen unterirdischen Bunker, der sich unter der Tür verbirgt. SCULLY: Gibson! SKINNER: Er ist nicht hier unten. SCULLY: Ich sagte ihm, er solle hier bleiben! Er sollte hier bleiben!! Gibson!!!! Panisch schaut sie sich um - und entdeckt etwas... nur ein paar Meter von ihr entfernt. SCULLY: Ich habe ihn gefunden! Sie rennen zu GIBSON, der auf dem Wüstenboden sitzt und vor sich hin starrt und die Wüste betrachtet. SCULLY: Gibson! Was machst du denn hier draussen? Warum hast du mir nicht geantwortet, hm? GIBSON PRAISE: [leise und schwach] Er ist hier. Ich höre ihn. SCULLY: [schaut SKINNER an] Wovon redest du? Sie legt ihre Hand auf seine Stirn. Sie ist heiß, GIBSON sieht krank aus. GIBSON PRAISE: Mulder. Er ist irgendwo da draussen. SCULLY: [zu SKINNER] Er hat hohes Fieber. Ich denke, sein Bein könnte infiziert sein. SKINNER: [zu GIBSON] Also gut, wir müssen dich in ein Krankenhaus bringen, okay, Kumpel? GIBSON PRAISE: [zu SCULLY] Sie sind jetzt so nah dran! SKINNER geht hinüber zu GIBSON und nimmt ihn vorsichtig auf die Arme. SKINNER: Ich trage dich. Leg deine Arme um meinen Hals. Und passe auf deine Beine auf. SKINNER läuft los und nähert sich dem Wagen. Als er bemerkt, dass SCULLY ihm nicht folgt, bleibt er stehen und dreht sich um. SKINNER: Agent Scully? SCULLY: Schaffen Sie ihn ins Krankenhaus. SKINNER: Und was ist mit Ihnen? Sie antwortet ihm nicht mehr, also setzt er GIBSON in das Auto. MacLAREN REGIONALES MEDIZINISCHES ZENTRUM, 00:48 UHR SKINNER betritt die Notaufnahme des Krankenhauses - GIBSON auf den Armen. SKINNER: Ich habe hier einen Jungen, der dringend medizinische Hilfe braucht! GIBSON wird auf eine Liege gelegt und weggefahren. Später liegt GIBSON mit einem Krankenhauskittel bekleidet im Bett und schläft. Doch plötzlich reisst er panisch seine Augen auf. SKINNER beobachtet ihn voller Sorge und geht zu ihm. SKINNER: Was? Bist du okay? Was fehlt denn? Der Junge setzt sich auf und fixiert die Stühle vor der offenen Tür seinen Zimmers. SKINNER schaut nach - da ist niemand. SKINNER: Es ist alles in Ordnung, Gibson, leg sich hin. Leg dich hin. Doch GIBSON wird immer panischer. Er starrt zur Tür. SKINNER dreht sich um und entdeckt THEA. Langsam tritt sie ein. Ihr Gesicht ist eiskalt und völlig ausdruckslos. GIBSON beobachtet entsetzt, wie sie die Tür schliesst. SCULLY befindet sich noch immer in der Wüste. Es ist tiefste Nacht. Sie hält ihre Taschenlampe in der Hand. SCULLY: Mulder! Ihr Schrei ist voller Verzweiflung, sie hofft auf eine Antwort... auf ein Zeichen, obwohl sie ganz genau weiß, dass es keines geben wird. Sie läuft noch ein paar Schritte, mutlos, ohne Hoffnung. Und schrecklich einsam. SCULLY: Mulder! Nichts als endlose Stille umgibt sie. Doch dann bemerkt sie plötzlich das helle Licht über ihr. Es kommt näher. Voller Hoffnung aber auch voller Furcht schaut sie ihm entgegen. SCULLY: Oh, mein Gott... (Im Original kommt an dieser Stelle die 3. Werbung) SCULLY schaut noch immer dem grellen Licht entgegen. Das Licht erfasst sie und beleuchtet sie ganz und gar. Diese Sequenz ist sehr mystisch gemacht. Die Musik klingt mystisch, vermischt sich aber nach und nach mit den Propellergeräuschen eines Polizeihubschraubers. Auch das helle Licht ähnelt keinem UFO sondern den Suchscheinwerfern des Helikopters. Der Hubschrauber landet nicht weit von SCULLY entfernt und DOGGETT steigt aus. Er läuft zu ihr hinüber. Sofort verdunkelt sich ihr wunderschöner Blick. Sie wirkt jetzt fast trotzig - wie ein kleines Kind. SCULLY: [zu DOGGETT, sarkastisch] Für jemanden, der behauptet mir nicht zu folgen haben Sie aber einen ziemlich guten Riecher! DOGGETT: Hey, immer da wo Sie sind, ist was los. SCULLY: Und was sagt das Ihnen? Dass ich verrückt bin oder dass ich Recht habe? DOGGETT: Das verstehen Sie also unter mitten in der Nacht durch die Wüste laufen! SCULLY: Sie sagen, Sie wollen Mulder finden aber sie werden nicht das tun, was es verlangt. Sie haben Angst, dass ich Recht behalte. DOGGETT: Ich habe vor überhaupt nichts Angst! Außer vielleicht, dass Mulder es inzwischen geschafft hat, dass sie jetzt auch schon an diesen Mist glauben! SCULLY: Sie haben diesen "Mist" ja mit eigenen Augen gesehen! Wie erklären Sie denn das, was heute hier passiert ist? DOGGETT: Darf ich Sie etwas hypothetisches fragen? Angenommen, Sie würden ihn oder das Schiff oder den außerirdischen Kopfgeldjäger hier draußen finden. Was würden Sie dann tun? SCULLY: Ich weiß, was Agent Mulder tun würde. Er würde das tun, was es verlangt. DOGGETT: Sie meinen also lügen. So wie Sie mich gelogen haben. Und Befehle verspotten, so wie Sie es von Anfang an bei dieser Sache taten! Ist es das, was es verlangt, Agent Scully? SCULLY: So werden Sie nichts erreichen, Agent Doggett. DOGGETT: Sie wussten, wo dieses Kind war. Sie wussten, wo dieses Kind war und wollten es mir nicht sagen. Wieso? SCULLY: Welches Kind? Ich sehe kein Kind. DOGGETT: Jetzt belügen Sie mich schon wieder! Der stellvertretende Direktor Skinner hat ihn von hier aus in ein Krankenhaus gebracht! Sie starrt ihn an. Dann geht sie einen Schritt auf ihn zu. SCULLY: Woher wissen Sie das? DOGGETT: Es gibt eine Sache in diesem Fall, bei der ich mir sicher bin und das ist die, dass Mulder hinter Gibson Praise her ist! Wieso? Ich zerbreche mir verdammt noch mal den Kopf darüber! Aber wenn er den Jungen verfolgt..., werden meine Männer auf ihn warten. SCULLY: Ihre Männer... sind dem stellvertretenden Direktor Skinner gefolgt? Sie seufzt und läuft in Richtung des Helikopters los. DOGGETT rennt hinter ihr her. DOGGETT: Hey, wo wollen Sie hin? Agent Scully, wo wollen Sie hin? SCULLY: Ihre Männer sind im Krankenhaus? DOGGETT: Sie bewachen es. Niemand geht in dieses Gebäude rein oder kommt raus, ohne dass sie es wissen. SCULLY: Woher wollen Sie wissen, dass es Ihre Männer sind? DOGGETT folgt SCULLY. Sie steigen in den Hubschrauber, dieser hebt ab und wirbelt dabei Staub und Wüstensand auf. Als er sich emporschraubt, sehen wir das sanfte Schimmern des unsichtbaren UFO's nur wenige Meter entfernt. Im Inneren des Schiffes liegt Mulder immer noch auf dem Operationstisch. Er ist bei vollem Bewusstsein. Irgendetwas befindet sich über seinem Schritt. Und er merkt, dass SCULLY in der Nähe ist. Er sieht verzweifelt aus und seine Augen sind voller Schmerz. MULDER: Scully!!!!! SCULLY!!!!!! DOGGETT und SCULLY kommen im MacLaren Krankenhaus an. DOGGETT'S Agenten sitzen in den Warteräumen. Unter ihnen ist sein Assistent, AGENT CRANE und auch AGENT MOSELY. SCULLY: Wo ist der Junge? AGENT CRANE: Die Tür am Ende des Ganges, mit Direktor Skinner. SCULLY: Sind Sie sich da sicher? AGENT MOSELY: Warum werfen sie nicht einen Blick durch das Außenfenster? Die Nachtschwester schaut aller zwanzig Minuten vorbei. Es geht ihm gut. AGENT CRANE: Und dafür gibt es ja schließlich Krankenhauspersonal. Wir können uns jetzt zurücklehnen... und auf Mulder warten. SCULLY: Und in jeder Minute, die Sie hier warten, ist der Junge in Gefahr. Ist ihr ausgeliefert. AGENT MOSELY: Niemand kann an uns vorbei kommen, Agent Scully. Niemand konnte an uns vorbei kommen. SCULLY: Glauben Sie das, Agent Doggett? Er schaut sie eine Weile an. Dann geht er entschieden den Gang in Richtung GIBSON'S Zimmer hinunter. SCULLY folgt ihm, zieht ihre Waffe. DOGGETT bemerkt dies und schaut sie als Antwort fragend an. SCULLY: [zu DOGGETT, sarkastisch] Hey, falls irgendetwas versuchen sollte, Ihnen den Hals herauszureißen... ich gebe Ihnen Deckung. DOGGETT ignoriert sie. Sie sind nun angekommen. DOGGETT hebt die Hand und klopft laut an die Tür. DOGGETT: Direktor Skinner? Hier ist John Doggett. Da er keine Antwort erhält, öffnet er die Tür - nur um den Raum leer aufzufinden. Niemand ist im Zimmer. Der AGENT schaut sich teils verblüfft, teils beängstigt um. DOGGETT: Was zum Teufel ist das? Was zum Teufel ist hier los? SCULLY rennt inzwischen zurück zu den wartenden Agenten. SCULLY: Da ist niemand im Zimmer! Sie läuft weiter, schaut in andere Zimmer und in Treppenaufgänge. SCULLY: Ich suche einen Patienten, einen zwölfjährigen Jungen. Er befindet sich möglicherweise noch im Gebäude. DOGGETT'S Agenten eilen in GIBSON'S Zimmer. Ihr Kommandant steht sichtlich frustriert am Fenster. DOGGETT: Dieses Fenster lässt sich nicht einmal öffnen. Wie können ein erwachsener Mann und ein Junge aus diesem Raum verschwinden, außer durch diese Tür? Er schaut nach oben und sieht, dass die Decke ein Stück herabgefallen ist. SCULLY betritt einen weiteren Raum. Die Tür zum Waschraum öffnet sich. Es ist SKINNER. SKINNER: Agent Scully. SCULLY richtet ihre Waffe auf ihn. SKINNER: Schon in Ordnung, ich habe ihn. Gibson. SCULLY: Wie sind Sie hierher gekommen? Wie haben Sie ihn aus dem Zimmer gebracht? SKINNER: Wir sind durch die Decke gegangen. Ich weiß nicht, wem ich vertrauen kann. SCULLY: Wo ist er? SKINNER: Er ist genau hier. Sie werden ihn finden. Er zeigt mit dem Finger auf eine Stelle. DOGGETT leuchtet mit seiner Taschenlampe in das Stück heruntergekommene Zimmerdecke in GIBSON'S Raum. Er findet den echten SKINNER. Er ist bewusstlos und seine Augen sind schlimm verletzt. Langsam geht SCULLY zu der Stelle, auf die SKINNER gezeigt hat. Sie entdeckt GIBSON PRAISE hinter einem Fenster. Er schüttelt heftig mit dem Kopf. Doch als SCULLY begreift, was los ist, ist es schon zu spät. SKINNER packt sie am Hals und schleudert sie durch den Gang, so dass sie gegen eine Glaswand prallt. GIBSON rennt in SCULLY'S Richtung und schafft es den unechten SKINNER solange von ihr fernzuhalten, dass sie ihre Waffe ziehen und ihm von hinten durch den Nacken schiessen kann. Gleich darauf erscheinen DOGGETT und seine Männer mit gezogenen Waffen auf dem Gang und eilen in SCULLY'S Richtung DOGGETT: Agent Scully! Neben ihnen fällt "SKINNER" auf den Boden und verwandelt sich wieder zurück in den AUSSERIRDISCHEN KOPFGELDJÄGER. Grüne Flüssigkeit blubbert aus seiner Schußwunde und verströmt dabei das giftige Gas. SCULLY und GIBSON sehen zu, wie sich der FORMWANDLER in grüne Flüssigkeit auflöst. DOGGETT und die Agenten betreten schließlich den Raum. DOGGETT schaut zuerst auf SCULLY und dann auf den grünen Schleim an seinen Füßen... DOGGETT: Eine Agentin braucht Hilfe! Er geht zu SCULLY hinüber, die immer noch auf dem Boden liegt, nimmt sie in seine Arme und lehnt sie gegen sein Bein. SCULLY fängt an zu weinen und verdeckt ihre Augen. DOGGETT: [so laut er kann] Ich sagte, eine Agentin braucht Hilfe! SCULLY weint immer noch, die Hand über ihrem Gesicht. DOGGETT hält sie, so gut wie er kann. GIBSON und er sind die einzigen, die bei ihr bleiben. DOGGETT sitzt in KERSH'S Büro. Der Deputy Director betrachtet sich die Krankenhausfotos des Falles. KERSH: Das beste was ich dazu sagen kann ist, dass es glücklicherweise alles in einem Krankenhaus passierte. DOGGETT: Glücklicherweise, ja, Sir. KERSH: Ich nehme an, diese gefährlichen Materialien oder Chemikalien, die das verursachten, medizinischischen Ursprungs sind. DOGGETT: Das wurde noch nicht eindeutig festgestellt, Sir. KERSH: So vieles hier ist nicht eideutig festgestellt... der Aufenthaltsort Mulders bleibt offen... aber einiger Ihrer... Fakten... wie "ein Mann fällt von einem Felsen und verschwindet"... "Einem Agenten wurde der Hals von einem Angreifer zerquetscht, der sich danach in Luft auflöste"... Es liest sich wie ein geldeinbringender Science-Fiction-Roman. DOGGETT: Sie meinen also, es liest sich wie eine X-Akte. Aber das war doch Ihre Absicht, Sir, oder etwa nicht? Als Sie mich diesem Fall zuteilten. KERSH: Ich stelle hier die Fragen, John. Sie geben mir nur die verdammten Antworten. Er gibt ihm mit unzufriedener Miene die Akte zurück. KERSH: Und kommen Sie nicht vorher wieder. SCULLY liegt im Krankenhaus. Sie sieht nicht gut aus, grün und blau geschlagen, aber sie schläft. Jemand drückt ihr eine "Werde Gesund"-Karte mit einem Regenbogen und bunten Schmetterlingen drauf in die Hand. Davon wird sie wach. Sie sieht auf die Karte, dann bemerkt sie DOGGETT, der neben ihr sitzt. DOGGETT: Mein Vater hat immer gesagt, es spielt keine Rolle wer gewinnt oder verliert, sondern es zählt nur, wer die schlimmsten Schläge einstecken musste. SCULLY: Soll mich das aufheitern? DOGGETT: Ich dachte schon. Aber ich habe damals Ihren Gegner nicht zu Gesicht bekommen. SCULLY: Und das werden Sie auch nie. Sie glauben mir immer noch nicht. DOGGETT: Was ich nicht glaube ist, wie lange die Sie hier behalten wollen. SCULLY: Oh, es sind nur ein paar Dinge, die sie überprüfen wollen... um sicher zu gehen. DOGGETT: Naja, ich habe auch ein paar Dinge, von denen ich glaube Sie wollen sie überprüfen. [er öffnet einen Aktenordner] Direktor Skinner's Zustand ist stabil, er ruht sich gemütlich aus und wartet auf eine Diagnose und weitere Studien. Das Gleiche gilt für Agent Landau und seinen Hals. Gibson Praise steht jetzt unter der Vormundschaft des Staates, aber ich habe spezielle Schutzmassnahmen erbeten. Ich schätze, das hätten Sie auch getan. SCULLY: Was machen Sie hier, Agent Doggett? DOGGETT: Ich halte Sie über den Fall auf dem Laufenden. SCULLY: Das ist nicht Ihre Aufgabe. DOGGETT: Eigentlich ist es das. Und offiziell auch. Er steht auf. DOGGETT: Ich... bin jetzt den X-Akten zugeteilt. SCULLY ist sichtlich nicht erfreut über diese Neuigkeit. DOGGETT beginnt langsam in Richtung Tür zu laufen. Sein Blick ist gesenkt. DOGGETT: Auch wenn Sie und ich verschiedener Meinungen sind... Ich werde ihn finden, Agent Scully. SCULLY starrt ihn an. DOGGETT verlässt das Zimmer. MULDER liegt noch immer auf dem unbequemen Tisch. Die Kamera filmt um ihn herum. Plötzlich sehen wir, dass sich ihm sechs AUSSERIRDISCHE KOPFGELDJÄGER mit gelassenem Gesichtsausdruck nähern und ihn umkreisen... --ENDE-- STARRING: David Duchovny...............................Fox Mulder Gillian Anderson............................Dana Scully Mitch Pileggi............................Walter Skinner Robert Patrick.............................John Doggett James Pickens, jr. ......................Direktor Kersh Brian Thompson.............Außerirdischer Kopfgeldjäger Jeff Gulka................................Gibson Praise Kirk B. R. Woller............................Gene Crane Marc Gomes.................................Danny Mosely Christine Firkins.........................Thea Sprecher Sal Landi..................................Agent Landau Jonathan Palmer...........................Schuldirektor Jo-Ann Dean..................................Sekretärin Transcript by..........................Therese Däberitz