The Sixth Extinction (7x03) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ausstrahlung USA: 7. November 1999 Ausstrahlung DE: September/Oktober 2000 Buch: Chris Carter & Frank Spotnitz Regie: Kim Manners Hi Leute. Die siebte Staffel unserer aller Lieblingsserie ist angelaufen und heute gibt's schon das erste deutsche Transcript dazu. Okay. Ich danke hiermit zum einen CarriKendl@aol.com und Tiny Dancer ( http://www.insanity.com.au/td/ ) für das englische Originaltranscript, sowie allen anderen, die das hier lesen, weiter veröffentlichen (nur ungekürzt, mit Disclaimer, etc.) und vor allem allen, die mir oder CarriK Feedback mailen. Dies hier ist "nur" eine Übersetzung des englischen Originaltranscriptes! Jetzt aber viel Spaß mit dem sechsten Aussterben :) spooky17@gmx.de 17.11.1999 - The Millennium is COMING SPRECHER: Was bisher geschah... (DR. MERKMALLEN findet ein Stück des metallenen Artefakts mit unheimlichen Schriften darauf, das am Strand an der Elfenbeinküste in Afrika vergraben war.) SKINNER: (Stimme) Dr. Merkmallen fand ein Artefakt in seinem Land. Er behauptete, dass es sich dabei um eine Nachricht handeln würde. (DR. MERKMALLEN redet mit DR. BARNES.) DR. MERKMALLEN: Ich hab Ihnen von seiner Macht erzählt. (DR. MERKMALLEN schaut sich gerade das Artefakt in Afrika an, als es plötzlich durch den Raum schießt und sich in die Bibel bohrt.) MULDER: Ein ursprüngliches Artefakt. (MULDER schaut sich den Abrieb des Artefakts zusammen mit SCULLY und CHUCK BURKS an. Außerdem eine Aufnahme des tatsächlichen Artefakts.) MULDER: Dr. Barnes hat jetzt auch eins. Darum hat er Solomon Merkmallen getötet. (MULDER hält sich den Kopf vor Schmerzen im Kellergeschoss-Gang. SCULLY ist besorgt.) SCULLY: Was ist es, Mulder? MULDER: Klingt seltsam, aber ich glaube, es ist das Ding. (SCULLY und DR. HARRIMAN schauen MULDER an, der schreiend in einer Gummizelle steht.) DR. HARRIMAN: Er hat extrem abnormale Gehirn Funktionen. Es gibt Aktivitäten in Bereichen, wie wir sie nie vorher gesehen haben. (SCULLY konfrontiert SKINNER und DIANA FOWLEY im Gang vor MULDERs Zimmer.) DIANA FOWLEY: Er sagte, ich wäre die Einzige, die ihm glauben würde. SCULLY: Sie sind eine Lügnerin (Die Spuren führen SCULLY nach New Mexico, wo sie sich die Genesis-Übersetzung vom Artefakt anschaut.) SCULLY: Der Teil der Bibel auf einem Artefakt, von dem Sie sagen, dass er außerirdisch ist. (SCULLY am Strand in Afrika in ihrem lieblichen Leinen-Sachen mit Strümpfen, bereit, die Suche nach der Quelle des Artefakts zu suchen.) MULDER: (nur Stimme) Das würde heißen, dass unsere Vorfahren außerirdisch waren, dass unser Genesis [Anm. v. spooky17: Erstes Buch Mose, Altes Testament] außerirdisch war, dass wir nur wegen ihnen sind, dass sie uns hier her gebracht haben. Und wenn man einmal die ganzen Geheimnisse der Wissenschaft betrachtet, alles, was wir nicht verstehen oder nicht erklären können, alles in den X-Akten führt zu ihnen; es ist von ihnen. (SCULLY legt ihre Hand in den nassen Sand, enthüllt ein Teil des außerirdischen Raumschiffs und starrt es mit Erstaunen an.) ELFENBEINKÜSTE, WESTAFRIKA (Strand. Nacht. Scully ist allein, arbeitet bei Lampenlicht in einem Zelt, schaut sich den Abrieb vom Artefakt an, der Mulder zuerst beeinflusst hat. Sie trägt Leinenhosen und ein weißes T-Shirt. Mehr dazu später. Ihr Haar ist hochgebunden, fällt locker um ihr Gesicht herum. SCULLY: (nur Stimme) Ich kam, auf der Suche nach etwas, von dem ich dachte, es existiert nicht. Ich bin jetzt dran geblieben, gegen mich, gegen alles, was ich für wahr hielt. Ich werde weiter machen, solange ich kann, solange Sie sich mit der Krankheit plagen, die ich Ihren guten Willen beeinflussen sah. Was ist diese Entdeckung, die ich machte? Wie kann ich das, was ich sehe, und das, was ich weiß, in Einklang bringen? Ich denke, es war nicht für mich bestimmt, sondern Sie sollten es finden... um einen Sinn zu finden - um die Verbindungen herzustellen, die nicht ignoriert werden können. Verbindungen, die für mich aller Logik und Vernunft widersprechen. Was ist die Quelle der Kraft, die ich in meiner Hand halte - dieser Abrieb - eine einfache Prägung, die der Oberfläche des Raumschiffes entnommen ist? Ich habe gesehen, wie dieser Abrieb seine unleugbare Gewalt auf Sie ausübte, sah, wie Sie den erhöhenden Auswirkungen erlagen. (Sie nimmt müde ihre Brille ab. Ein großer, heuschreckenartiger Käfer landet auf dem Abrieb.) SCULLY: (nur Stimme) Nun muss ich daran arbeiten, um das aufzudecken, wovon Ihre Krankheit Sie abhält, es zu finden. In der Quelle jeder Krankheit liegt ihre Heilung. (SCULLY steht auf und bückt sich zu der Lampe, die anscheinend die Käfer anzieht. Als sie das tut, schnappt sie nach Luft, als sie das Spiegelbild eines PRIMITIVEN AFRIKANISCHEN MANNES sieht, der eine Art Stock hält und im Eingang zum Zelt steht. Aber als sie sich umdreht, ist er verschwunden.) SCULLY: Wer ist da?! Wer ist da?! (Keine Antwort, nur das Geräusch der Wellen. Sie dreht die Lampe wieder an, nimmt sich eine sehr große Machete und geht an den Strand, um das zu untersuchen. Ziemlich enges weißes T-Shirt. Die Insekten bedecken jetzt ihre Blätter im Zelt. Da sie draußen nichts findet, geht sie zurück ins Zelt und ist erschrocken beim Anblick hunderter von Insekten, die im Zelt herumschwärmen. Sie beginnt, die Lampe runterzudrehen, aber dann schreit sie und wedelt mit den Armen, als sie die Insekten umgeben. Die Lampe wird zu Boden geschlagen.) Vorspann GEORGETOWN MEMORIAL HOSPITAL WASHINGTON, DC (MULDER ist auf einem Video-Monitor in der Gummizelle zu sehen. Er krümmt sich und streckt sich wieder. DR. HARRIMAN und SKINNER beobachten ihn. Die Musik ist traurig.) DR. HARRIMAN: Er war ruhig für die letzten 36 Stunden, aber er schläft nicht. Es gibt Aktivitäten im Temporallappen, die wir noch nie gesehen haben. Es erlaubt seinem Gehirn nicht, auszuruhen oder abzuschalten, was sich durch Aggression zeigt... manchmal gegen sich selbst. SKINNER: Können Sie ihn ruhigstellen? DR. HARRIMAN: Ja. Wir bremsen ihn für kurze Zeit und bringen ihn auf die neurologische Station. Es ist die einzige Möglichkeit für uns, um Test durchzuführen. Aber mit der Zeit... wird sein Gehirn einfach absterben. (SKINNER schaut besorgt.) (Kurze Zeit später. Ein Geräusch einer Tür, die aufgeschlossen wird. DR. HARRIMAN und SKINNER betreten MULDERs Gummizelle.) SKINNER: (sanft) Agent Mulder? (keine Antwort, SKINNER kniet sich nieder) Agent Mulder, können Sie mich hören? (MULDER starrt ihn an. Zwei von seinen Fingern an der rechten Hand sind verbunden.) SKINNER: Wissen Sie, wer ich bin? Ich bin Skinner, Walter Skinner. (zu DR. HARRIMAN) Können wir ihn hier rausbringen, sodass er wenigstens ein wenig Frischluft bekommt? (Ohne Vorwarnung drückt sich MULDER plötzlich gegen SKINNER, greift ihn am Hals und beginnt, ihn an der Wand zu würgen. MULDERs Gesicht ist gleichmütig und teilnahmslos - fast ruhig. DR. HARRIMAN versucht MULDER zurückzuhalten.) DR. HARRIMAN: Lassen Sie ihn los! Er kann nicht atmen! (MULDER drückt SKINNER auf den Boden, hält den Würgegriff. DR. HARRIMAN rennt aus dem Zimmer und drückt einen Alarm an der Wand. MULDER hat SKINNER noch immer am Boden.) SKINNER: (kann kaum sprechen, Blut tropft von seiner Nase) Lassen... gehen... Mulder. Ich will Ihnen nicht weh tun. (DR. HARRIMAN kommt mit zwei PFLEGERN. Sie ziehen MULDER von SKINNER weg und drücken ihn hoch gegen die Wand.) PFLEGER: Komm, lass ihn gehen! DR. HARRIMAN: Bleiben Sie hier, Mr. Skinner. SKINNER: Nein, ist schon gut. Lassen Sie mich mal aufstehen. (SKINNER schaut zu MULDER, der ihn verzweifelt anstarrt, wo er an der Wand gehalten wird. SKINNER geht allein in den Gang hinaus und gewinnt langsam wieder seine Gelassenheit. Er reinigt seine Brille mit seiner Krawatte. Hinter ihm hören wir MULDER in seinem Zimmer schreien, als die PFLEGER ihn zurücksperren. Der Alarm klingelt weiter.) DR. HARRIMAN: (böse, nur Stimme) Fünf Milligramm Haloperidol IM! [Anmerkung von spooky17: Stichwort Haloperidol: Ist ein starkes Betäubungsmittel und wird nur bei starken Anfällen angewandt. Mögliche Nebenwirkung sind unkontrollierbare Bewegungen, die zeitweise oder permanent auftreten. Es wird auch zur Behandlung von Psychosen genutzt. KIT-X-NOTIZ: Du nennst gleich die krasseste Nebenwirkung dieses Neuroleptikums, die bei zu hoher Dossierung auftreten. Die "herkömmlichen" Nebenwirkungen sind Benommenheit, Lethargie, Gewichtszunahme, Schwindel und - im schlimmsten Falle - der von dir geschilderte Parkinsonismus. Bei Mulder wird dieses Medikament allerdings nicht auf Grund von Schizophrenie oder Manie angewendet, sondern soll ihn wegen seiner Demenz, die aggressive Handlungen zur Folge hat, "schlichtweg" ruhigstellen. - Was Medikamente anrichten können, will ich hier lieber nicht weiter ausführen.] Ich will ihn in einer Zwangsjacke! PFLEGER: (nur Stimme) Ja, Sir. DR. HARRIMAN: (nur Stimme) Lassen wir ihn gefesselt über die Nacht. (Während er noch dem Alarm und den Stimmen zuhört, greift SKINNER in seine Brusttasche und findet ein kleines Viereck aus dem Stoff von MULDERs Krankenhauskittel. Grob mit frischem Blut geschrieben stehen die Worte "Helfen Sie mir" darauf. Er sieht zurück zu MULDERs Zimmer.) ELFENBEINKÜSTE, WEST AFRIKA (Zwei Lastwagen voll mit AFRIKANERN halten vor SCULLYs Zelt. Sie steigen aus den Wagen aus und rennen vorwärts zum Ozean und zu dem vergrabenen Schiff. Immer noch in einem der Trucks unterhalten sich der FAHRER und AMINA NGEBE in Afrikanisch. Er zeigt auf das Zelt. AMINA NGEBE, eine schöne Afrikanerin, steigt aus dem Lastwagen aus und geht ins Zelt. Ein Insektenmassaker hat dort stattgefunden. Tote Käfer sind überall im Zelt, auf dem Tisch, an den Wänden, überall. SCULLY hat noch immer nasses Haar, als ob sie gerade aus der Dusche kommt. SCULLY packt gerade und scheint überrascht, jemanden zu sehen.) AMINA NGEBE: (sich im Zelt umschauend) Mein Gott. Was ist hier passiert? (SCULLY starrt sie misstrauisch an.) AMINA NGEBE: Man sagte mir, Sie sprechen Englisch. SCULLY: Was wollen Sie? AMINA NGEBE: Tut mir leid. Sie müssen sich wundern, wer ich bin. Ich bin Amina Ngebe. Ich bin gekommen, um Ihre Entdeckung zu sehen. SCULLY: Ich habe darum gebeten, dass niemand davon erfährt... noch dass ich überhaupt hier bin. AMINA NGEBE: Ja. Gut, äh, es ist noch immer ein Geheimnis, aber ein sehr bekanntes. Ich fürchte... Dr. Merkmallen nannte es das "Afrikanische Internet", Gott hab ihn selig. SCULLY: Sie kannten Dr. Merkmallen? AMINA NGEBE: Ich bin auch Professor der Biologie an der Universität aber, äh, kaum jemand kann sagen, was hier vorgegangen sein muss. SCULLY: Gut... Ich hab gestern Abend bei Lampenlicht gearbeitet und, äh, ich sah einen Mann, der dann verschwand... und dann schwärmten sie einfach aus. [KIT-X-NOTIZ: Sie spricht von den Insekten...] AMINA NGEBE: (schaut sich weiter um) Sie dürfen den Mann nicht wissen lassen, was Ihnen gestern passiert ist - der verschwindende Mann. Nichts von all dem. SCULLY: Warum? AMINA NGEBE: Sie sind Aministen, glauben, die Natur ist rachsüchtig. Sie werden das als ein Zeichen sehen, das, was Sie fanden, in Ruhe zu lassen, ein schlechtes Omen [KIT-X-NOTIZ: Animismus ist ein anderes Wort für Seelenglaube. Der Animismus war angeblich die Urform menschlicher Religiosität, aus der sich Ahnenkult, der Glaube an Geister und schließlich an Götter entwickelt haben soll, wofür es allerdings bis heute keine Beweise gibt.] SCULLY: Verursacht von dem Schiff dort draußen? AMINA NGEBE: Hmm. Verursacht von Gott... der viel weniger hilfreich sein wird, als diese Männer, wenn wir diese Arbeit fortsetzen. (Draußen arbeiten die Männer im Wasser, um das Raumschiff freizulegen. Einer von ihnen fängt an, zu schreien.) MANN IM WASSER: (untertitelt): Hilfe... Helft mir! (Die erregten Rufe treiben SCULLY und AMINA NGEBE aus dem Zelt.) MANN IM WASSER: (untertitelt): Das Wasser, es kocht! (Er rudert vor Schmerzen mit den Armen herum. Die anderen Männer verlassen das Wasser, gefolgt von dem MANN, der geschrieen hat. SCULLY und AMINA NGEBE laufen ans Wasser, als gerade der MANN aus dem Wasser stolpert. Er ist übersät mit Verbrennungen zweiten oder dritten Grades.) SCULLY: Bringen wir ihn in den Lastwagen. Er muss in ein Krankenhaus! Krankenhaus! (Die anderen Männer bringen den VERBRANNTEN MANN zu einem der Lastwagen.) SCULLY: Okay! AMINA NGEBE: Sehen Sie? Noch eine Warnung. (Verstört rennt SCULLY dem VERBRANNTEN MANN hinterher.) GEORGETOWN MEMORIAL HOSPITAL 23:32 (SKINNER läuft heimlich durch die Krankenhaus-Gänge. MULDER ist an ein Bett gefesselt - Hände und Füße - in einem typischen Krankenhauszimmer. Er liegt ruhig, sieht aber angespannt aus, sein entblößter Fuß ist verkrampft. SKINNER betritt ruhig den Raum und schließt die Tür.) SKINNER: Agent Mulder. (hält das Stück Stoff hoch) Ich will Ihnen helfen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe nicht viel Zeit. (MULDER rupft ungeduldig mit seiner verbundenen rechten Hand am Bettzeug.) SKINNER: Können Sie schreiben? (Nach MULDERs bejahendem Blick holt SKINNER einen Kugelschreiber heraus, legt ihn in MULDERs Hand und hält seine eigene Hand hin. MULDER schreibt langsam darauf, aber bewusst die Buchstaben "K-R ..." auf. Er schreibt weiter, aber wir sehen den Rest nicht.) (Nacht. SCULLYs Zelt am afrikanischen Strand. Sie liegt auf ihrem Klappbett, starrt die Decke an. AMINA NGEBE schläft auf der Liege neben ihr.) SCULLY: (nur Stimme) Ich fühle Sie sich von mir entfernen, jede Minute, die ich hier verschwende. Was sind die genauen Bedeutungen, die sich hier verstecken, die ich aber nicht sehen kann? Wenn ich es verstehen könnte, wenn ich wüsste, wie Sie das beeinflusst hat, lernen könnte, die Kraft zu nutzen, um Sie zu retten. (Geräusche und Licht eines vorfahrenden Autos. Es stoppt. SCULLY steht auf und geht mit der Machete in der Hand nach draußen. Sie nähert sich langsam dem Lastwagen. Ein anderer FAHRER sitzt noch immer hinter dem Steuer.) SCULLY: Was ist das? (Der afrikanische FAHRER steigt aus und spricht in seiner Muttersprache zu ihr.) SCULLY: Sehen Sie, es tut mir Leid. Ich spreche Ihre Sprache nicht. (Er redet nochmal, zeigt mit der Taschenlampe aufs Meer und geht dann ein paar Meter weiter zum Rand des Raumschiffes.) DR. BARNES: Vielleicht brauchen Sie einen Deuter [also Übersetzer für die Inschriften]. (SCULLY dreht sich zu DR. BARNES [aus Biogenesis] um, der sie ansieht. Er sieht nicht ganz zurechnungsfähig aus. Er wurde beschuldigt, DR. MERKMALLEN getötet zu haben. Sie hebt übertrieben die Machete.) SCULLY: Bleiben Sie mir fern! DR. BARNES: Wollen Sie mich vor meinem Fahrer zerhacken? Unter Verdacht sind Sie schon. SCULLY: Sie sind hier der Mörder. AMINA NGEBE: (aus dem Zelt kommend) Mörder von wem? SCULLY: Dr. Merkmallen! DR. BARNES: Ich habe niemanden umgebracht, aber ich werde hier nicht weggeschickt. Ich weiß, was wir haben. Dieses Raumschiff, das gestrandet ist? Sein außerirdischer Ursprung? SCULLY: Daran glauben Sie doch gar nicht. DR. BARNES: Sie doch auch nicht. Aber wir sind hier. SCULLY: (atmet schwer) Ich bin hier nur, um meinem Partner zu helfen. DR. BARNES: Dann lassen Sie mich Ihnen helfen,... es zu lesen. Ich habe mein Leben daran gearbeitet, nach dem zu suchen, was dort draußen ist... die Antwort, über die Theologen Jahrtausende lang nachgedacht haben... der Schlüssel zu allem... zum Leben selbst. Ich wurde schon von Männern in Washington bedroht wegen dem, was ich weiß. Wie lange würde Ihr Geheimnis halten, wenn Sie mich wegschicken würden? (Vom Wasser ruft DR. BARNES' FAHRER und macht Zeichen in Richtung Strand. DR. BARNES, AMINA NGEBE und SCULLY rennen zum Ufer und DR. BARNES ruft seinem FAHRER etwas in dessen Muttersprache zu.) SCULLY: (zu DR. BARNES) Was ist das? (Unter dem Licht der Taschenlampe des FAHRERs sehen wir, dass das Wasser sich rot verfärbt hat.) AMINA NGEBE: Es ist ein Meer von Blut. (Tatsächlich ist das Wasser um das Raumschiff blutrot, sogar in der Dunkelheit sichtbar. SCULLY sieht besorgt über das Wasser hinaus.) [KIT-X-NOTIZ: Ich erinnere bibelkundige Leser an die zehn Plagen...] G STREET WASHINGTON, DC 6:06 AM (Gang eines durchschnittlichen untere Mittelklasse Washington DC Apartmenthaus. SKINNER schaut in seine Hand, wo MULDER "KRITSCHGAU" geschrieben hat. Er klopft an einer Tür mit der Nummer 6 und ein Mann, MICHAEL KRITSCHGAU vom Anfang der 5. Staffel, öffnet die Tür, aber lässt die Kette noch vor. Er ist unrasiert und zerzaust.) SKINNER: Michael Kritschgau. MICHAEL KRITSCHGAU: Es ist sechs Uhr morgens. SKINNER: Ich weiß nicht, ob Sie sich noch an mich erinnern. Mein Name ist Skinner. ich bin hier, um mit Ihnen über Fox Mulder zu reden. MICHAEL KRITSCHGAU: Ja, ich höre. SKINNER: Er ist in einem ernsten Zustand, Mr. Kritschgau. Er muss mit Ihnen reden. MICHAEL KRITSCHGAU: Ich habe dem Mann nichts zu sagen. (MICHAEL KRITSCHGAU will die Tür schließen, aber SKINNER hält sie offen.) MICHAEL KRITSCHGAU: Wissen Sie, ich hatte einen Job... der mir eine Regierungspension gebracht hätte - und vor zwei Jahren hat mich Fox Mulder gebeten, ihm einen Gefallen zu tun - die Pfeife zu blasen auf Uncle Sams UFO Propagandamühle. Und alles, was es mir brachte, war diese elegante Adresse. SKINNER: Schauen Sie, er hat nicht viel Zeit. MICHAEL KRITSCHGAU: Hey, ich bin kein Arzt. Was denken Sie, kann ich für ihn tun? SKINNER: Alles, was ich weiß, ist, dass er nach Ihnen gefragt hat. (Später betreten SKINNER und MICHAEL KRITSCHGAU MULDERs Krankenhauszimmer. MULDER ist noch immer festgeschnallt und in einer Art Komazustand, die Augen weit geöffnet. Monitore zeigen MULDERs Gehirnaktivität.) MICHAEL KRITSCHGAU: Kann er mich überhaupt wiedererkennen? SKINNER: Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. (SKINNER geht an MULDERs Bettkante.) SKINNER: Agent Mulder? (Der Monitor zeigt ein wenig Gehirnaktivität, aber es kommt keine körperliche Antwort.) SKINNER: Sein Gehirn ist stetig auf dem Nullpunkt. Sie haben ihn auf Haloperidol gesetzt, nur um ihn an Monitore anzuschließen. MICHAEL KRITSCHGAU: Haloperidol? SKINNER: Er wird gewalttätig. Er will nicht essen und nicht schlafen, selbst wenn er unter Arzneimitteln steht. Es gibt Aktivitäten in einem Bereich seines Gehirns, die sie noch nie vorher gesehen haben. MICHAEL KRITSCHGAU: War seine... (MICHAEL KRITSCHGAU stockt, als der Monitor, der mit MULDERs Gehirn verbunden ist, ein paar Aktivitäten anzeigt.) SKINNER: War sein was? MICHAEL KRITSCHGAU: Ich habe angefangen, Sie eine Frage über seinen früheren geistigen Zustand zu stellen, aber er hat das schon vorausgenommen. Nochmal. Agent Mulder? (Der Monitor zeigt wieder ein paar Aktivitäten an.) SKINNER: Er behauptete, Stimmen zu hören. MICHAEL KRITSCHGAU: Ich weiß eventuell, warum Agent Mulder nach mir gefragt hat. Das heißt nicht, dass ich etwas für ihn tun kann. SKINNER: Was ist gerade passiert? MICHAEL KRITSCHGAU: Ich glaube, er hat auf eine Frage geantwortet... die ich nicht gestellt habe. (Später knacken SKINNER und MICHAEL KRITSCHGAU ein Türschloss und rollen MULDER in ein verlassenes, laborartige Zimmer im Krankenhaus. Ein intravenöser Katheder ist an den Rollstuhl angehängt und MULDER scheint nicht ansprechbar.) SKINNER: Ich weiß nicht, wie lange wir ihn von der Station fernhalten können. Wir können dafür verantwortlich gemacht werden. MICHAEL KRITSCHGAU: Sie haben mich darum gebeten, hier runter zu kommen. Sie sollten besser darauf vorbereitet sein, die Verantwortung zu akzeptieren, Mr. Skinner. (MICHAEL KRITSCHGAU geht an einen Schrank und bereitet eine Spritze vor.) SKINNER: Werden Sie ihm was spritzen? MICHAEL KRITSCHGAU: Nein. Sie werden. Mit tausend Milligramm Phenytoin. SKINNER: Ich werde ihm nichts spritzen, nicht jetzt und nicht, bis ich mit seinem Arzt gesprochen habe. MICHAEL KRITSCHGAU: Ihm kommt eine falsche Behandlung zu. SKINNER: Sie sind kein Arzt. MICHAEL KRITSCHGAU: Nein, aber ich habe seinen Zustand gesehen. Wem wollen Sie trauen? SKINNER: Wo gesehen? MICHAEL KRITSCHGAU: In einer Forschung. Dort gab es so was wie E.S.P., "ferngesteuertes Sehen" genannt. SKINNER: Wessen Studie? MICHAEL KRITSCHGAU: Von der Gesellschaft - der CIA, Mr. Skinner. Extreme Leute wurden eingesperrt, ihre Gedanken arbeiteten schwerer, als ihre Körper es aushalten könnten. Sie waren - im Prinzip - nur noch Gehirne. Phenytoin war das Einzige, was die elektrischen Impulse auf ein normales Tempo reduzieren konnte. SKINNER: Agent Mulder wusste davon. Darum hat er nach Ihnen verlangt. (KRITSCHGAU nickt. SKINNER nimmt langsam die hingehaltene Spritze, die wirklich voll ist, und spritzt sie in MULDERs Katheder. Sofort entspannt sich MULDERs Gesichtsausdruck und er kommt zu Bewusstsein.) MULDER: (beißt die Zähne zusammen, kratzige Stimme) Sie kommen. (Krankenhausgang. AGENT DIANA FOWLEY und die SCHWESTER von der Intensivstation laufen schnell in Richtung MULDERs Zimmer.) DIANA FOWLEY: Wer hat ihn zuletzt gesehen? SCHWESTER: Ich hab hier die Aufsicht. DIANA FOWLEY: Ich komme hierher und finde heraus, dass ein Patient fehlt, und niemand weiß davon? SCHWESTER: Ich bin gerade angekommen. Entschuldigung. Fox Mulder, richtig? Man sagt, er ist gefesselt. Und er ist nicht in seinem Bett? DIANA FOWLEY: Nein. Wie oft soll ich das noch sagen? (Die beiden Frauen betreten das Zimmer und sehen, wie Mulder friedlich auf dem Bett liegt, SKINNER steht neben ihm.) SCHWESTER: Er ist gleich hier. DIANA FOWLEY: (irritiert) Er war nicht da, als ich rein kam. SKINNER: Nein, wir fanden ihn gerade unten im Gang. Ich hab ihn eben zurück ins Bett gebracht. SCHWESTER: Wer sind Sie? SKINNER: Ich bin sein Boss... (dreht sich zu DIANA FOWLEY um)... und Ihrer. SCHWESTER: Gut, Ich weiß nicht, wie er von allein hätte hoch kommen können, oder wie er hätte all dieses Zeug auskriegen sollen. SKINNER: Gut, ich hoffe, jemand ruft einen Arzt, um darüber einen Report zu machen. SCHWESTER: Er muss in diesem Bett bleiben. SKINNER: Ich bleibe bei ihm. Agent Fowley, warum schauen Sie nicht, wie Sie ihr helfen könnten? (DIANA FOWLEY starrt SKINNER zornig an.) SKINNER: Das ist ein Befehl, Agent Fowley. (DIANA FOWLEY folgt der SCHWESTER widerwillig aus dem Zimmer. MULDER leckt schwach seine Lippen und schaut dann hoch zu SKINNER. Seine Stimme ist heiser.) MULDER: Sie weiß es. SKINNER: Sie können ihre Gedanken lesen? MULDER: Ja. Wir müssen schnell handeln. SKINNER: Der Arzt ist unterwegs. MULDER: Keine Ärzte. Besorgen Sie mir Scully. SKINNER: Ich weiß nicht, wo sie ist. MULDER: Sehen Sie... Ich weiß, Sie mussten einen Kompromiss eingehen. Ich weiß, dass Krycek Ihr Leben bedroht... Sie erpresst. Sie glauben nicht, dass ich Ihnen trauen kann, aber Sie sind nicht derjenige, den ich jetzt brauche. SKINNER: Wer dann? (MICHAEL KRITSCHGAU betritt den Raum, als MULDER redet.) MULDER: Er. Kritschgau. Bitten Sie ihn darum, es zu untersuchen. MICHAEL KRITSCHGAU: Was zu untersuchen? MULDER: Was das verursacht. MICHAEL KRITSCHGAU: Es sind Gehirnabnormalitäten. So können Sie Gedanken lesen. MULDER: Was das verursacht, ist außerirdisch. Darum können meine Ärzte mir nicht helfen. MICHAEL KRITSCHGAU: Ich glaube nicht an Außerirdische, Agent Mulder. Ich denke, das wissen Sie. MULDER: Ich weiß. Darum brauche ich Sie. (Strand. Tag. SCULLY setzt die Teile des Raumschiffes in einem großes Zacken-Puzzle auf dem Boden des Zeltes zusammen.) SCULLY: (nur Stimme) Die Arbeit hier ist mühsam - ein langsames und ermüdendes Zusammensetzen. Es scheint ein Schiff zu sein, seine Hülle ist bedeckt mit komplizierten Zeichen, die Sie und ich - wir beide - sahen, aber die ich jetzt als Teil einer komplexen Verbindung verstehe. Dr. Barnes hat mit Hilfe eines alten Navajo-Alphabetes ein paar der Zeichen in Buchstaben übersetzt und dachte, es würde helfen, etwas von dem aufzudecken, was hier ist, doch es hat auch zu einer größeren Verwirrung geführt. Auf der Oberseite des Schiffes finde ich Worte, die die menschlichen Gene beschreiben. (Auf Millimeterpapier übersetzt sie die Namen der vier grundlegenden Nukleotide [Chemie-Verbindungen der Kernsäure im Zellkern] Cytosine, Guanine, Ademine [müsste eigentlich Adenine heißen], Thymine.) Versuche, den Boden des Schiffes zu lesen, waren schwerer. Unsere Arbeiter wurden erschreckt und verscheucht von Phänomenen, die ich zugegeben nicht erklären kann - ein Meer aus Blut, ein Insektenschwarm. Aber das Bisschen, was wir fanden, war erschreckend - Ausschnitte aus der christlichen Bibel, von heidnischen [gottlosen] Religionen, vom Altertümlichen Sumeria [antikes Königreich in Mesopotamien]... Wissenschaft und Mystik verbunden. Aber neben den Worten sind sie irgendwie getränkt mit Kraft. Ich habe Warnungen, diese Arbeit zu beenden, ignoriert, verbleibe der Suche von Antworten treu, mit der Angst, dass unser Geheimnis hier nicht von Dauer ist und dass ich möglicherweise zu spät bin. (Draußen läuft DR. BARNES mit einer Tasche langsam auf das Zelt zu. AMINA NGEBE kommt, wirft DR. BARNES einen kurzen Blick zu und betritt eilig das Zelt mit ein paar Zetteln in der Hand.) AMINA NGEBE: Ich muss Ihnen was zeigen... mehr Teile vom Puzzle. Ich konnte es nicht glauben. Ich dachte, ich hätte mir das nur vorgemacht... dass es nicht wahr sein könnte SCULLY: Was? AMINA NGEBE: Was das ist. Was die Zeichen zeigen, sind Auszüge aus dem Koran. Qeyaamah. "Der Tag des jüngsten Gerichts." (aufgeregt) Auf einem Raumschiff? Lehren des alten Propheten Mohammed? [KIT-X-NOTIZ: Mich würde es nicht wundern, wenn sie auch noch das einzige prophetische Buch des Neuen Testamentes gefunden hätte, "Die Offenbarung des Johannes", die auffällige Parallelen zum moslemisch Qeyaamah aufweist.] SCULLY: Ich habe auch mehr gefunden. (SCULLY bringt AMINA NGEBE rüber zu den Abrieben, die sie zusammengelegt hat.) SCULLY: 24 Teile... Eins für jedes menschliche Chromosom. Eine Abbildung ihres Aufbaus - vielleicht eine Abbildung unseres gesamten genetischen Aufbaus... (seufzt vor Begeisterung) Ein komplettes menschliches Gen. Ich meine, es ist, als ob... es ist das schönste... schwierigste Kunstwerk. AMINA NGEBE: (zustimmend) Es ist das Wort Gottes. DR. BARNES: (betritt das Zelt mit einem Sack in seiner Hand) Sie haben unrecht. Es gibt keinen Gott. (stellt den Sack unter einen Tisch) Was da draußen im Wasser ist... ist nur, was wir "Gott" nennen... Was wir "Schöpfung" nennen. Der Funke, der das Feuer entzündete, das die alte Ursuppe gekocht hat. Der Lebendiges aus Leblosem machte... uns erschuf. AMINA NGEBE: Ich glaube, er ist durch die Sonne verrückt geworden. DR. BARNES: Verrückt? Ich bin vollkommen zurechnungsfähig... weil ich heute alles verstehe, Anfang und Ende, Alpha und Omega, alles dazwischen. Es ist alles aufgeschrieben. Aber das Wort ist "außerirdisch". SCULLY: Sie sind krank, Dr. Barnes. Sie sollten sich mal hinlegen. (DR. BARNES nimmt SCULLYs Machete und hebt sie drohend an.) DR. BARNES: Sie denken, Sie werden die Würdigung bekommen? Das ist meine Entdeckung! SCULLY: Ich bin nur hier, um meinem Freund zu helfen. DR. BARNES: Sie können ihm nicht helfen. Sie verschwenden Ihre Zeit, wenn Sie das lesen. SCULLY: Es hat Macht. DR. BARNES: Es IST Macht... die ultimative Macht. Ihr Freund ist dem nur zu nahe gekommen. (Er geht zu einer Ecke im Zelt bei der Öffnung und setzt sich.) DR. BARNES: Niemand geht hier vor mir. (SCULLY und AMINA NGEBE schauen ihn nervös an.) (MULDERs Krankenhaus-Zimmer. SKINNER und MICHAEL KRITSCHGAU haben drei kleine Videomonitore gegenüber MULDER aufgestellt, aber noch in seiner Reichweite. Mehrere andere Bilder, unter anderem das einer fliegenden Untertasse, blitzen in zufälliger Reihenfolge auf jedem von ihnen auf.) MICHAEL KRITSCHGAU: Wir haben das entwickelt, um die Fähigkeit zum ferngesteuerten Sehen zu testen. Es arbeitet wie ein Kartentrick. Sie verfolgen den Monitor, wo das Untertassen-Bild auftaucht wenn es auftaucht oder wenn Sie denken, es taucht auf. Okay? MULDER: (halbherzig, versucht einen Witz zu machen) Wen werden Sie rufen? (MICHAEL KRITSCHGAU gibt ein Zeichen und MULDER fängt an, die Monitore unaufhörlich zu verfolgen. Nur ein paar Mal trifft er den korrekten Monitor wenn die fliegende Untertasse erscheint.) MULDER: Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt. MICHAEL KRITSCHGAU: (enttäuscht) In Ordnung, Agent Mulder, schön. Sie haben eine ca. fünfprozentige Trefferquote. SKINNER: Ich nehme an, das ist wenig. MICHAEL KRITSCHGAU: Klar. Bei der CIA war 20% ein hoher Grad der Fähigkeit. 25% war außergewöhnlich. MULDER: Aber ich sehe sie in meinem Kopf. SKINNER: Sie haben seine Fähigkeit früher gesehen. Sie hatten es bemerkt. MICHAEL KRITSCHGAU: Gut, unsere Tests zeigten, dass einige Leute psychische Fähigkeiten haben, sicher. Ich meine, E.S.P., Hellseherei, ferngesteuertes Sehen, aber es war nie zurückzuführen auf Außerirdische. MULDER: Sie wollen nicht glauben. Sie suchen nicht stark genug. (MICHAEL KRITSCHGAU will die Monitore ausschalten, aber SKINNER stoppt ihn.) SKINNER: Noch einmal. Schneller. (MICHAEL KRITSCHGAU startet den Test widerwillig, diesmal mit erhöhter Geschwindigkeit der Bilder. MULDER beginnt, schnell zu vergleichen, mit perfekter Genauigkeit.) MICHAEL KRITSCHGAU: Er ist schneller, als die Bilder. Er sagt sie voraus. (SCULLYs Zelt in Afrika. Nacht. SCULLY und AMINA NGEBE liegen wach auf den Liegen. DR. BARNES hält noch die Machete hoch, sitzt Wache in der Ecke. Plötzlich wackelt alles im Zelt, als ob ein kleines Erdbeben nahegelegen die Erde erschüttert. Gläser auf dem Tisch klirren. DR. BARNES schaut erstaunt auf den Leinensack, den er reingebracht hat. Er bewegt sich von innen heraus. Er holt einige lebende und sich windende Fische heraus.) DR. BARNES: Sie sind zurück gekommen! Sie waren tot! Sie sind wieder am Leben! Das Schiff - Es hat sie wieder lebendig gemacht! [KIT-X-NOTIZ: Warum, zum Teufel, muss ich jetzt schon wieder an eine dieser Bibelgeschichtend denken?] (DR. BARNES dreht sich gerade noch um, um zu sehen, wie SCULLY ihm einen Stuhl über den Kopf schlägt. Sie und AMINA NGEBE rennen zum Lastwagen. AMINA NGEBE startet den Motor und sie fahren schnell weg.) SCULLY: Wir müssen zur Polizei. AMINA NGEBE: Dahin gehe ich auch. Das ist die Strasse nach Abidjan. (Vor ihr, mitten auf der Straße, sieht SCULLY den PRIMITIVEN AFRIKANISCHEN MAN.) SCULLY: Stop! (Geräusche quietschender Reifen, als AMINA NGEBE auf die Bremsen tritt. Als SCULLY noch mal schaut, ist der PRIMITIVE AFRIKANISCHE MAN nicht mehr da.) SCULLY: Das war er. Das war der Mann, den ich im Zelt gesehen hab... auf der Straße (SCULLY dreht sich um, um auf die leere Straße hinter ihnen zu sehen und dann wieder zu AMINA NGEBE, aber im Sitz der Frau sieht sie den PRIMITIVEN AFRIKANISCHEN MAN, der sie anstarrt.) PRIMITIVER AFRIKANISCHER MAN: Einige Wahrheiten sind nichts für Sie. (Er streckt seine Hand aus, um ihre Stirn zu berühren. Sie sitzt starr, unbeweglich da. Plötzlich ist der PRIMITIVE AFRIKANISCHE MAN wieder AMINA NGEBE. Sie berührt SCULLYs Stirn. SCULLY starrt sie an.) AMINA NGEBE: Sind Sie in Ordnung? (SCULLY schnappt nach Luft.) SCULLY: Oh, Gott. Was machen Sie? AMINA NGEBE: Sie waren kalt. Ich wollte nur fühlen, ob Sie noch am Leben sind. SCULLY: Was ist mit Ihnen passiert? AMINA NGEBE: Mit mir? SCULLY: Sie sind auf die Bremsen getreten. Da war ein Mann. AMINA NGEBE: Das ist richtig - auf der Straße. SCULLY: Nein. Er war gleich hier - saß genau da, wo Sie jetzt im Sitz sitzen. AMINA NGEBE: Die Männer hatten Recht. Das ist ein schlechtes Zeichen. Ein Zeichen aufzugeben. (AMINA NGEBE lässt den Motor an und fährt wieder los.) SCULLY: Drehen Sie um. AMINA NGEBE: Nicht zurück zum Strand. SCULLY: Nein... Ich fahre nach Hause. (MULDERs Krankenhauszimmer. MULDER starrt in den Raum. SKINNER ist im Zimmer.) SKINNER: Agent Mulder. (nimmt MULDERs Gesicht in seine Hand) Agent Mulder, ich weiß nicht, ob Sie mich hören können, aber wir werden versuchen, Sie hier raus zu bekommen. (SKINNER lockert die Schnallen.) MICHAEL KRITSCHGAU: (kommt schnell rein) Die Morgenschwester kommt in fünf Minuten. Wir müssen gehen. SKINNER: Ich denke nicht, dass er in der Form dazu ist. MICHAEL KRITSCHGAU: (bereitet eine Spritze vor) Ich werde ihn ein bisschen härter treffen. Vielleicht bekommen wir ihn auf die Beine. (SKINNER greift die Flasche Phenytoin aus KRITSCHGAUs Hand) Was machen Sie da? SKINNER: Ich weiß, was Sie machen. MICHAEL KRITSCHGAU: (rechtfertigend) Ich versuche, ihm zu helfen. SKINNER: Nein, das ist nicht wegen ihm - es geht um Sie, es geht um Rache gegen die Regierung wegen dem Versuch, Ihr Leben zu zerstören. MICHAEL KRITSCHGAU: Ich wurde zerstört, um zu schützen, was Mulder wusste. Jetzt ist er der Beweis - er ist die X-Akte SKINNER: Wir können ihn nicht weiter mit Drogen vollpumpen. Es ist zu weit gegangen! MICHAEL KRITSCHGAU: Wie weit sollte es gehen?! Wie weit würde Mulder gehen?! (SKINNER sieht MULDER an, gibt dann die Drogen zurück an den anderen Mann. Die Monitore piepen. Als MICHAEL KRITSCHGAU MULDER die Injektion gibt, kommen DIANA FOWLEY, gefolgt von einem Arzt und einer Schwester in das Zimmer rein. Die Monitore piepen schneller.) DR. HARRIMAN: Hey! Was geht hier vor sich? DIANA FOWLEY: (zu MICHAEL KRITSCHGAU) Lassen Sie mich Ihre Hände sehen. Hände! (MICHAEL KRITSCHGAU hält seine jetzt leeren Hände hoch.) DIANA FOWLEY: Treten Sie weg. SKINNER: Agent Fowley, was zur Hölle glauben Sie, tun Sie hier? DIANA FOWLEY: Was ich tue? Was machen Sie, Sir, damit? (hält die benutzte Spritze hoch, die auf dem Bett lag - dreht sich wieder zu MICHAEL KRITSCHGAU) Drehen Sie sich an die Wand. Hören Sie mich? Zur Wand drehen! SKINNER: Lassen Sie mich erklären. DR. HARRIMAN: Was wurde diesem Mann gegeben? Was war in dieser Spritze? DIANA FOWLEY: (liest vor) Phenytoin. SKINNER: Lassen Sie mich Ihnen erzählen, was es macht. DR. HARRIMAN: Wie viel haben Sie ihm gegeben? Welche Dosierung war das? SKINNER: Lassen Sie mich Ihnen erzählen, was wir gemacht haben. (Genau dann fängt die medizinische Ausrüstung, die mit MULDER verbunden ist, an schnell zu piepen, und MULDER krümmt sich. Die Krankenhaus-Belegschaft, SKINNER und DIANA FOWLEY gehen, um ihn zu halten. ) DR. HARRIMAN: Er hat einen Anfall. Überwachen Sie seinen Kopf. Mr. Mulder? Halten Sie ihn. Halten Sie ihn! (Strand. Afrika. Tag. DR. BARNES' FAHRER sucht nach DR. BARNES im Zelt.) DR. BARNES' FAHRER: Dr. Barnes... (spricht in seiner Muttersprache) .. Dr. Barnes. Dr. Barnes? (DR. BARNES' FAHRER dreht sich und sieht DR. BARNES hinter ihm stehen mit der Machete in der Hand.) DR. BARNES: Es tut mir Leid. (DR. BARNES' FAHRER schreit, als DR. BARNES die Machete in seinen Nacken haut, ihn sofort tötet. Viel Blut. DR. BARNES schleppt den Mann dann in eine Ecke des Zeltes.) (MULDERs Krankenhauszimmer. Er ist noch angeschnallt. DIANA FOWLEY steht neben seinem Bett.) DIANA FOWLEY: Ich weiß, was dir passiert ist. Ich weiß, woran du leidest. Ich habe mich zurückgelehnt und zugeschaut. Ich weiß, dass du es weißt. Ich weiß, dass du von mir weißt... dass meine Treue nicht nur dir gilt... sondern einem Mann, den du zunehmend verabscheust. Du hast deine Gründe, aber wenn du in mich siehst, weißt du, dass ich auch meine habe. (berührt seine Wange) Fox... Fox, Ich liebe dich. Ich habe dich so lange geliebt. Das weißt du auch. Und ich werde dich nicht sterben lassen... um zu beweisen, was du bist, was in dir ist. Es gibt keinen Bedarf, das zu beweisen. Es ist so lange bekannt. Jetzt können wir zusammen sein. (Sie küsst seine Stirn und dreht sich um und geht.) (Während ihres Monologes blieb MULDER wie im Koma, aber als sie geht und die Tür hinter ihr geschlossen ist, folgen seine Augen ihr, als ob er darüber nachdenkt, was sie ihm erzählt hat.) DULLES INTERNATIONAL AIRPORT 9:25 AM (Flugzeuge landen. Schnitt zum FBI Hauptquartier. Leute gehen aus dem Weg, als SCULLY, noch immer in ihren afrikanischen Sachen, ziemlich zerzaust aussehend, müde von der Reise und möglicherweise nicht am besten riechend, aus dem Fahrstuhl marschiert, mit dem Ziel, dass nur sie haben kann, wenn ihr Partner in Gefahr ist. Sie betritt SKINNERs Büro, ohne überhaupt zu klopfen.) [KIT-X-NOTIZ: Geile Beschreibung, spooky!] SCULLY: Wo ist er? Ist er noch im Krankenhaus? SKINNER: Wo waren Sie? SCULLY: Ist er noch im Georgetown Memorial? SKINNER: Sie können nicht zu ihm. SCULLY: Wissen Sie, wo er ist oder nicht? SKINNER: Er ist auf der neuropsychiatrischen Station, aber es ist sinnlos, Agent Scully. (SCULLY dreht sich um, um zu gehen) SKINNER: Agent Scully! SCULLY: Ich hab 22 Stunden im Flugzeug gesessen. Ich muss ihn sehen! SKINNER: Dann denke ich aber, sollten Sie wissen, was Sie sehen werden, sollten Sie in die Station gelangen. Es gab ein paar Schwierigkeiten. SCULLY: Was für eine Art Schwierigkeiten? SKINNER: Ich habe diesen Mann, Kritschgau, einbezogen. SCULLY: Kritschgau! SKINNER: Es ist eine lange Geschichte, aber endet schlecht. Sie haben Mulder jetzt unter Aufsicht gestellt... rund um die Uhr. Ich übernehme die volle Verantwortung. SCULLY: Verantwortung für was? SKINNER: Er kann sich nicht mal mehr mitteilen, Agent Scully. Sie werden ihn nicht behandeln, weil sie nicht wissen, was mit ihm ist. Sie sagten, er liegt im Sterben. Ich musste etwas unternehmen. SCULLY: Er stirbt nicht. SKINNER: Ich fürchte, es ist wahr. SCULLY: (ruhig) Er stirbt nicht. Es ist lebendiger als jemals zuvor. Er ist lebendiger, als sein Körper aushält. Und der Auslöser dafür ist möglicherweise außerirdischen Ursprungs. SKINNER: Ich weiß, aber wir können da nichts machen. (SCULLY dreht sich wieder, um zu gehen.) SKINNER: Sie werden Ihnen den Zugang verweigern. SCULLY: Vielleicht als seinem Partner... nicht aber als seinem Arzt. (Sie dreht sich und verlässt das Büro) (Afrika. Nacht. Überreste von Feuer sind draußen. Ein weiteres Erdbeben, wie Klappern. DR. BARNES löscht Blätter aus. Er schaut dahin, wo der tote Körper seines FAHRERs lag, aber der ist weg, hinterlassen hat er nur eine Blutlache. Er schaut sich nervös um.) DR. BARNES: (ängstlich) Er ist am Leben! Er ist wieder zurück ins Leben gekommen! Heilige Mutter Gottes! (DR. BARNES nimmt die Lampe und geht raus an den Strand.) DR. BARNES: Hallo? (DR. BARNES sieht einen Pfad Fußspuren, die ans Ufer leiten, lächelt und läuft über sie in Richtung des Schiffes. Er hustet, als er sich umdreht und seinen jetzt wiederauferstandenen FAHRER hinter ihm stehen sieht. Seine Augen rein weiß und Blut überall auf seinem Hemd. DR. BARNES schreit, als der FAHRER über ihn mit der Machete herfällt. Er fällt tot in die Wellen.) (MULDERs Krankenhauszimmer. MULDER starrt gerade, blind nach vorne. Durch das Plappern von Stimmen, die wir in seinem Kopf hören, kommt eine Stimme ganz klar wenn auch wie aus der Ferne. MULDER dreht schwach seinen Kopf in Richtung der Stimme.) SCULLY (nur Stimme): Bitte. Ich muss ihn sehen. Ich bitte Sie, bitte. Danke. (Wir sehen sie im Eingang zu seinem Zimmer stehen, wie sie mit DR. HARRIMAN und zwei SICHERHEITSLEUTEN redet. Sie lassen sie durch und schließen die Tür, als sie sich MULDERs Bett nähert.) SCULLY: (sanft) Mulder, ich bin's. Ich weiß, dass Sie mich hören können. Wenn Sie mir nur ein Zeichen geben könnten. (keine Reaktion) Ich will, dass Sie wissen, wo ich war... was ich gefunden habe. Ich denke, dass wenn Sie es wüssten, Sie eine Möglichkeit finden würden, weiter zu machen. (flüsternd) Ich brauche Sie, um weiterzumachen. Ich habe die Lösung gefunden... Die Lösung... auf jede Frage, die jemals gestellt wurde. Es ist ein Puzzle... aber die Stücke sollen von uns zusammengesetzt werden, und ich weiß, dass ich Sie retten kann, wenn Sie nur weitermachen könnten. (Sie weint fast, als sie mit ihm redet, greift fest seine Hand, starrt in sein leeres Gesicht.) Mulder... Bitte. Bitte bleiben Sie. (Afrika. Morgen. AMINA NGEBE kommt mit mehreren Officers von der Polizei an. Sie finden DR. BARNES' toten Körper am Strand. AMINA NGEBE sieht in den Ozean. Das Raumschiff, das im Sand vergraben war, schein jetzt weg zu sein) FORTSETZUNG FOLGT ******************************* Übersetzer: spooky17 < spooky17@gmx.de > nach einem Originaltranscript von CarriKendl@aol.com. Kommentare und Überarbeitung: KIT-X < fampi@t-online.de > Die deutschen Folgen-Transcripts (und natuerlich viel mehr) findet ihr hier: http://akte-x.here.de dana d.'s Home: http://dana-d.simplenet.com