Milagro (6x18) ~~~~~~~~~~~~~~ Ausstrahlung USA: 18. April 1999 Ausstrahlung DE: 24. Januar 2000 Buch: Frank Spotnitz & John Shiban Regie: Kim Manners Disclaimer: Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die hier verwendet werden, gehören zu Chris Carter, 1013 Productions, und FOX. Das folgende Transcript beabsichtigt nicht, ein Ersatz für die Serie "Akte X" zu sein, es ist lediglich eine Hommage. Dieses Transcript ist weder von Chris Carter,1013, noch Fox Entertainment genehmigt worden. Ich danke spooky17, der mir das Skript gesendet hat, KIT-X für die Überarbeitung und meiner Freundin Deleila für die Hilfe!! THX! Übersetzerin: Starbuck + Deleila **************************************************************** Szene 1 (In einem Apartment, das dem Mulders sehr ähnlich sieht. Ein Mann, PHILLIP PADGETT, sitzt auf einem Stuhl, an dem einzigen anderen Möbelstück des Raumes, ein Schreibtisch mit einer Schreibmaschine drauf. Er ist leicht gebaut, dunkelhaarig und hat einen Spitz- und Schnurrbart. Die unterstreichende Musik (Anmerk. v: Starbuck: Die geil ist, danke dir Mark Snow!!!), ist ein musikalischer, sich immer wiederholender Herzschlagrhythmus. Das Blatt, das in der Schreibmaschine steckt, ist leer. Eine glühende Zigarette ist im Aschenbecher. Vor ihm, an der Wand, hängen verschiedene Notizzettel. Auf einem steht "K.M. mordet mit bester Absicht". PHILLIP PADGETT starrt auf seine Schreibmaschine. Folgende Szenen zeigen ihn von verschiedenen Seiten, wie er durch den Raum läuft. An einer Stelle trinkt er ein Glas Wasser und hält dann das leere Glas an die Wand, um bei seinem Nachbarn zu lauschen. Die schriftstellerische Blockade scheint eingesetzt zu haben. Die Sonne geht unter und der Raum wird halb dunkel. Er steckt sich eine neue Zigarette an. Er macht das Licht aus, steckt sich wieder eine neue Zigarette an, geht dann ins Badezimmer und wirft den Zigarettenstummel in die Toilette. Er schaut in den Spiegel und steckt seine Hand unter sein T-Shirt. Nasse, matschige Geräusche. Es fängt an zu bluten, dann, leise, holt er seine Hand hervor, welche nun sein noch schlagendes Herz hält (Anmerk. v: Starbuck: Mmmmh lecker!). Szene 2 (PHILLIP PADGETT geht einige Stufen runter zu einer Verbrennungsanlage im Keller. Er bereitet sich vor, seinen Mülleimer in die Verbrennungsanlage zu entleeren. In den Flammen sieht man ein brennendes Herz. Später, die Tür des Aufzuges öffnet sich, und wir sehen, dass wir ihn Mulders Wohngebäude sind. SCULLY geht in den Aufzug und trifft auf PHILLIP PADGETT. Er starrt sie an, als sie den Nummer "4"-Knopf drückt. Sie schaut ihn kurz an. Als sie hochfahren, beobachtet PHILLIP PADGETT sie. Die Kamera zeigt nur SCULLYS Mund und dann die Augen. Zu nah - jeder fühlt sich ungemütlich bei der Situation. Sie erreichen das vierte Stockwerk. SCULLY verlässt den Aufzug, geht zu Mulders Tür und klopft. Sie sieht zu PHILLIP PADGETT, der seinen Schlüssel raus holt und in das Apartment nebenan geht. Mulder öffnet die Tür. Er trägt ein weißes T- Shirt und putzt sich die Zähne.) MULDER: Mmm, `tschuldigung. Kommen Sie rein. (SCULLY betritt die Wohnung und setzt sich auf die Couch .) SCULLY: Ich, ähm... ich bin im Fahrstuhl zusammen mit jemandem hochgefahren. Jemand von nebenan, glaub' ich. (MULDER setzt sich neben sie und spült die Zahnpasta mit einem Schluck Kaffe runter. [Anmerk. v: Starbuck: Pfui Teufel! KIT-X-NOTIZ: Wenn's Minze war - schmeckt doch goil! *lol*])) MULDER: Hmm... junger Typ? SCULLY: Ja. MULDER: Neuer Nachbar. Wieso? SCULLY: Sie sind ihm schon mal begegnet? MULDER: Uh, kurz, ja. Er ist Schriftsteller. SCULLY: Was schreibt er? MULDER: Das hat er nicht gesagt. SCULLY: Das sind, ähm... das sind meine Autopsie-Ergebnisse des zweiten Opfers. (SCULLY zeigt ihm einige Autopsiegrafiken. Nebenan, sehen wir PHILLIP PADGETT, der auf einem Stuhl neben dem Heizungsbelüftungsgitter nahe der Decke steht. Er hält sein Ohr an das Gitter und hört bei MULDERS und SCULLYS Gespräch mit.) SCULLY: Wie Sie sehen können, wurde das Herz auf die gleiche Weise wie beim vorherigen Opfer entfernt. Keine Schnitte, keine Narben, keine sonstigen Schnittstellen. MULDER: Keine Hinweise, wie der Mörder es gemacht hat? SCULLY: Nein. Es gibt keine Fingerabdrücke, keine DNA, kein Haar und keine Fasern. (Die Kamera zeigt MULDER und das Heizungsbelüftungsgitter hinter und über seinem Kopf.) MULDER: Und Sie weigern sich immer noch, meiner Theorie zu glauben, dass das psychische Chirurgie ist? SCULLY: Mulder, psychische Chirurgie ist, wenn jemand seine Hand in Hühnereingeweide taucht und so tut, als ob er die Tumore der Kranken und Naiven entfernt. MULDER: Oder... es ist ein ungeheuerlich unverstandenes Gebiet der alternativen Medizin. SCULLY: Also, Medizin, wo Sie gerade darauf hinweisen, ist, wenn man Leute am Leben hält. [KIT-X-NOTIZ: Nicht nur das, Scully, nicht nur das. - Warum denn so subjektiv? *grins*] MULDER: Aber, ohne eine andere Theorie, wie erklären wir uns dann die unmögliche Entfernung des Herzens dieses Mannes? SCULLY: Ich weiß nicht. Ich hab' keine Idee. MULDER: Ich meine, wir haben keine Beweise - hatten keine Lösegeldforderung. Das könnte das perfekte Verbrechen sein. SCULLY: Tja, ein Verbrechen ist immer nur so perfekt, wie der jemand der es begeht. Selbst wenn es perfekt wäre - selbst wenn es ohne einen Fehler wäre - da ist immer noch das Motiv. Finden Sie das Motiv und Sie finden den Mörder. (Später, PHILLIP PADGETT liegt auf dem Bett und raucht eine Zigarette. Er richtet sich plötzlich auf und geht zu seiner Schreibmaschine.) (Schnitt: Ein Auto ist in der Lover's Lane geparkt. Ein Mädchen, MAGGIE, und ein Junge KEVIN, sitzen in dem geparkten Auto.) MAGGIE: Das ist es, wieso ich nicht herkommen wollte, Kevin. KEVIN: Ich tue doch gar nichts. MAGGIE: Du denkst daran. KEVIN: Da ist eine Konsole zwischen uns. Ich meine, wie viel kann ich tun? Es hört sich so an, als ob du meinst, ich bin ein Vergewaltiger. MAGGIE: Wir haben darüber gesprochen. KEVIN: Ich habe dir gesagt, ich liebe dich. MAGGIE: Oh, Kevin... (Sicht außerhalb des Wagens. Man sieht sie miteinander sprechen. Eine Person mit Kapuze kommt aus dem Busch und beobachtet, wie sie sich küssen. Dann drückt MAGGIE sich von ihm weg.) MAGGIE: Da tust du's wieder. KEVIN: Was? MAGGIE: Das, was du machst. Du weißt, wovon ich spreche. KEVIN: Aber das ist die Art, wie ich küsse, Maggie. MAGGIE: Tja, ich hab' die Botschaft erhalten. KEVIN: Wo gehst du hin? MAGGIE: Nein, ich kann nicht mit dir reden [Anmerk. v: Starbuck: Also so langsam fängt sie an, mir auf die Nerven zu gehen! So ein zickiges Biest! Schlimmer als ich ;) !!! KIT-X-NOTIZ: Uh-uh! - Aber wenn sie nun mal nicht will?!? Ich würde mich auch nicht von jedem antatschen lassen! Und "ich liebe dich" kann jeder sagen, ob er's ernst meint, erfährt man oftmals viel zu spät!] KEVIN: Maggie... (MAGGIE steigt aus dem Wagen und läuft weg. Kevin seufzt, setzt sich für einen Moment und denkt nach. Dann steigt er aus und rennt ihr nach.) KEVIN: Maggie! Maggie! (MAGGIE hört ihn rufen und rennt weiter weg.) KEVIN: Maggie!!! (KEVIN schaut sich um. Er sieht, wie eine Person auf ihn zukommt. Die Musik wird zu dem Herzschlagrhythmus.) KEVIN: Maggie, komm' schon. (KEVIN merkt, dass es nicht MAGGIE ist. Der Mann jagt KEVIN, als der wegrennt. Wir hören KEVIN stöhnen, als er zu Boden gebracht wird, dann hören wir ihn "Nein!" schreien. Wir hören nasse, matschige Geräusche, und Kevin schreit lauter, voller Panik. Die Kamera schwenkt herüber, um KEVIN auf dem Rücken liegend und seine blutige Brust zu sehen. Er schreit horrorhaft, als der Mann sein noch schlagendes Herz in der Hand hält.) [KIT-X-NOTIZ: Jetzt sag' ich "Iiiiiks" *lol*] (Schnitt: PHILLIP PADGETT schreibt in seinem Apartment: "...schlagendes Herz." Er zieht die Seite aus der Schreibmaschine.) SZENE 3 FBI Hauptquartier, 07:07 Uhr (SCULLY, die einen Rock trägt [KIT-X-NOTIZ: Einen schicken Rock!], betritt das Büro der X-Akten und geht an das klingelnde Telefon. Sie sieht den weißen Umschlag nicht, der auf dem Boden neben der Tür liegt und tritt darauf, als sie das Zimmer durchquert.) SCULLY: (ins Telefon) Scully. MULDER: (am Telefon): Hey, Scully, ich bin froh, dass ich Sie erreicht habe. Wir haben ein drittes Opfer - 16 jähriger Jugendlicher in der Lover's Lane. (MULDER ist in der Lover's Lane und schaut sich den Körper von KEVIN an, der immer noch da liegt, wo er getötet wurde.) SCULLY: (am Telefon) Sind Sie sicher? MULDER: (am Telefon) Ja. Ich bin sicher, vielen Leuten wurde hier draußen das Herz gebrochen, aber nicht so. Ich hatte gehofft, dass Sie herkommen und es dem lokalen Polizei Department medizinisch erklären. SCULLY: (am Telefon) Ich bin nicht sicher, ob ich kann. Hat jemand irgend jemanden gesehen? MULDER: (am Telefon) Nein, nichts. Ich meine, es ist, als könnte man nirgendwo bei diesem Fall anfangen. Nichts zu fragen, nichts zu sagen. SCULLY: (am Telefon) Also, da muss etwas sein, Mulder... (SCULLY sieht den Umschlag und hebt ihn auf.) SCULLY: (am Telefon) Etwas mit seinen Opfern - warum er sie ausgesucht hat, ein Muster. MULDER: (am Telefon) Bis jetzt ist da absolut nichts, Scully. Es ist, als wäre es nur eine Reihe von Zufallsattacken. SCULLY: (am Telefon) Ein Umschlag wurde unter Ihrer Tür durchgeschoben. MULDER: (am Telefon) Ja? Von wem? SCULLY: (am Telefon) Er ist unbeschriftet. (Sie reißt den Umschlag auf und holt ein kleines flaches Objekt heraus, das an einer Kette hängt.) SCULLY: (am Telefon) Es ist eine Art Anhänger. Wie ein Amulett. (Es ist ein brennendes Herz darauf. Die Kamerasicht geht über in Zeitlupe, als SCULLY sich das Amulett anschaut. Während PHILLIP PADGETT im Voiceover spricht, erscheint sie immer mehr erregt. Die Kamera schwenkt langsam um sie herum. Sehr surreal und erotisch.) PHILLIP PADGETT: (voiceover) Ihre raschen Gedanken gingen die verschiedenen Möglichkeiten durch - war das ein Schmuckstück vom Mörder? War da eine Nachricht in dem zweideutigen Symbol? War er ein religiöser Fanatiker, der in hastiger Eile den Umschlag abgeleckt und seine verräterische DNA dagelassen hatte, sodass eine Jagd auf ihn beginnen würde? Sie hatte eine starke Gewissheit, dass der Killer männlich war... und jetzt, als sie das kalte Metall zwischen ihren Fingern hielt, stellte sie sich vor, wie er dasselbe tat, und sie versuchte, sein Gesicht zu sehen. [KIT-X-NOTIZ: Himmelherrgott, diese Szene ist so wunderbar! Ich liebe diese Ep!!!] (Schnitt: Das Geräusch von Tasten. Die Kamera schwenkt um PHILLIP PADGETT herum, als er schreibt.) PHILLIP PADGETT: (voiceover) Es würde ein bleiches Gesicht sein, ein durchschnittliches Gesicht... Ein Gesicht, dem die Leute vertrauen würden. Sie wusste das von Natur aus, vertraute sich selbst. Aber das Bild, das sie heraufbeschwörte, war auch nicht besser als die nichtsnutzigen Gemische von Umrissen, die ihre Akten füllten. Instinktiv wusste sie, dass das nicht eine ihrer Stärken als Ermittlerin war. Sie war eine Beamtin der kalten Fakten, schnell ihre relativ harten Werte organisieren, verbinden, mischen, umordnen und zusammensetzen in diskrete Kategorien. Vermutungen würden nur zu sexistischer Kritik einladen, dass sie weich wäre, gefügig nicht mit ihren männliche Gegenstücken auf einer Stufe. (Schnitt: SCULLY hört MULDER immer noch zu; in Zeitlupe. Sie streicht ihre Haare hinter ihr Ohr und streicht über ihre Wange.) PHILLIP PADGETT: (voiceover) Sogar jetzt, als sie eine abtrünnige Strähne titanfarbenen Haares hinter ihr Ohr streift, sorgt sie sich, dass ihr Partner instinktiv weiß, was sie nun vermuten würde. Nur für eine schöne Frau gehalten zu werden war ärgerlich, undenkbar. Aber die war schön... schicksalhaft, betäubend, anziehend. Der ausgleichende Respekt, den sie verlangte, vertiefte nur die Sehnsucht ihres Herzens... es zu öffnen, jemanden herein zu lassen. Szene 4 (X-Akten Büro. SCULLY zeigt MULDER das Amulett.) SCULLY: Es wird "Milagro" genannt. Das ist das spanische Wort für "Wunder". Es wird als Glücksbringer getragen. MULDER: Es war für mich bestimmt? SCULLY: Es wurde am Empfang hinterlassen von einem Mann in seinen späten 20ern, frühen 30ern... durchschnittliches Aussehen, durchschnittlich gebaut. Sie konnten keine Fingerabdrücke oder DNA von seinem Speichel finden. MULDER: (wirft das Amulett in die Luft und fängt es wieder auf) Ich denke nicht, dass es der Killer ist, Scully. SCULLY: Haben Sie gesehen, dass es ein brennendes Herz ist? MULDER: (sitzt am Schreibtisch) Ich sehe, dass es ein brennendes Herz ist. Aber wir haben es mit einem Killer zu tun, der absolut keine Hinweise hinterlässt. Warum würde er so etwas Handfestes wie das hier tun? SCULLY: Na ja, vielleicht hat es etwas mit dem nächsten Opfer zu tun? Vielleicht verspottet er Sie. MULDER: Vielleicht meint er gar nicht mich. Vielleicht war es für Sie. Vielleicht ist es ein heimlicher Verehrer. (SCULLY seufzt und nimmt ihm das Amulett wieder ab.) SCULLY: Ich denke, ich werde es herausfinden. MULDER: Lassen Sie mich. Sie haben um 9 Uhr einen Termin mit dem Gerichtsmediziner von DC. Er wird Sie das letzte Opfer obduzieren lassen. (Lange Pause, während SCULLY MULDER anschaut.) SCULLY: Danke, dass Sie meinen Terminplan machen, aber ich denke, ich werde etwas später zu diesem Termin kommen. (MULDER, überrascht, sieht zu, wie sie geht, "Was hab' ich getan"- Ausdruck auf seinem Gesicht. [KIT-X-NOTIZ: Als ob er sich das fragen müsste! Hey, Mulder, weißt du noch, was du so am Ende von "Die Geister, die ich reif" gesagt hast? Das mit "egoistisch und narzisstisch", erinnerst du dich, hä?!?]) Szene 5 (SCULLY betritt eine katholische Kirche und geht sofort zu einem Bild von Christus, der ein brennendes Herz in der Hand hält. Ein Mann, der hinter einer Säule steht, beobachtet sie. Es ist PHILLIP PADGETT. Er geht an ihr vorbei und guckt zusammen mit ihr das Bild an. SCULLY starrt ihn an, offensichtlich unbehaglich.) PHILLIP PADGETT: Ich komme oft hier hin, um mir dieses Bild anzuschauen. Es heißt "Mein heiliges Herz" nach dem Wunder der heiligen Maria Magdalena. Kennen Sie die Geschichte... Die Offenbarung des heiligen Herzens? Jesus kam zu Maria Magdalena, sein Herz war so entflammt mit Liebe, dass es nicht länger möglich war, die brennenden Flammen der Nächstenliebe zu zügeln. Maria Magdalena... selbst so gefüllt mit Gottesliebe, fragte Gott, ob er ihr Herz nehmen kann... also nahm er es und legte es neben seines, bis es, durch die Flammen seiner Leidenschaft, entflammt war. Dann hat er es Maria Magdalena zurückgegeben und ihre Wunden mit einer Berührung seiner geheiligten Hand geschlossen. SCULLY: Wieso erzählen Sie mir das? PHILLIP PADGETT: Sie sind hauptsächlich hierher gekommen, um dieses Bild zu sehen, oder? SCULLY: Ja. Woher haben Sie das gewusst? PHILLIP PADGETT: Ich habe Sie eintreten sehen. Sie wussten sofort, wo es war. SCULLY: Ich kenne Sie. Sie wohnen neben jemandem, mit dem ich arbeite. Wieso folgen Sie mir? PHILLIP PADGETT: Ich folge Ihnen nicht. Ich habe nur gedacht, dass Sie heute hierher kommen würden. SCULLY: Sie dachten es. PHILLIP PADGETT: Ja. SCULLY: Ja. PHILLIP PADGETT: Ich bin Schriftsteller. Das ist es was ich tue... ich denke mir aus, wie die Leute sich verhalten. Ich muss zugeben, dass Sie mir aufgefallen sind. Ich tue das... Leute beobachten. Ich habe gesehen, dass Sie ein goldenes Kreuz um den Hals tragen, so hab' ich die Chance mit dem Bild gesehen - etwas zu erklären, was Sie eventuell schon wussten. Ich habe Parkzulassungen aus Georgetown von 1993 auf Ihrem Auto gesehen und einen Ausnahmesticker der Regierung, der Ihnen erlaubt, überall zu parken. Sie leben nicht in dieser Gegend, aber als Bundesagentin haben Sie einen Grund, oft hierher zu kommen. Sie sind fit und haben muskulöse Waden, also müssen Sie Gymnastik machen oder joggen. Es gibt eine Laufstrecke in der Nähe, die Sie wahrscheinlich nach dem Essen oder nach der Arbeit benutzen. Sie haben diese Kirche wahrscheinlich im Vorbeilaufen bemerkt und obwohl Parken immer ein Problem ist, hatten Sie wahrscheinlich kein Problem mit dem Parken, wegen Ihrer speziellen Privilegien... nicht als ein Platz des Gottesdienstes, sondern weil Sie Architektur und die Kunst schätzen... und während die Pracht das ist, was Sie nach Ihrem Besuch wieder mitnehmen... hat die religiöse Symbolik dieses Bildes einen unterbewussten Eindruck hinterlassen, angestoßen von dem Geschenk, das Sie heute morgen erhalten haben. (Anscheinend hat er mit allem Recht. SCULLY starrt ihn an.) SCULLY: Das war von Ihnen? PHILLIP PADGETT: Ich muss eine geheime Attraktion zugeben. (SCULLY guckt weg und rollt mit ihren Augen, will sich nicht damit abgeben.) PHILLIP PADGETT: Es tut mir Leid. SCULLY: Ja, und ich kenne Sie jetzt auch noch nicht, und ich möchte es gar nicht wissen. PHILLIP PADGETT: Ich sehe, dass es Ihnen unangenehm ist und es tut mir Leid. Es ist nur, dass Sie es mir angetan haben. Das passiert mir sonst nie. In dieser Weise sind wir uns ähnlich. (SCULLY starrt ihn an, Tränen in den Augen. Sie dreht sich um und verlässt die Kirche.) Szene 6 (Kurze Zeit später, SCULLY betritt einen Autopsieraum. MULDER und andere Männer warten auf sie. MULDER spricht alleine zu ihr.) MULDER: (milder Tadel) Hey, es war kein Scherz, das mit dem spät kommen. Ich wollte schon fast anfangen, selbst zu schneiden und zu spekulieren. [Anmerk. v. Starbuck: *bg* KIT-X-NOTIZ: *Das* hätte ich ja gerne gesehen, wo sich unser guter Mulder doch immer verdrückt, wenn's ans Schnippeln geht! ;)] SCULLY: Es tut mir Leid. MULDER: (seufzt) Wo waren Sie? [Anm. v. Starb.: Also wirklich! Hat Scully denn jetzt überhaupt kein privates Leben mehr? Muss sie alles gleich Mulder beichten *g* KIT-X-NOTIZ: Besser, als den Beichtstuhl der Kirche zu drücken! *shudder*] SCULLY: Ich habe einige Nachforschungen gemacht und habe gelernt, dass ich Ihnen eine Entschuldigung schulde. MULDER: Für was? SCULLY: Das Milagro-Amulett. Sie hatten Recht mit seiner Unwichtigkeit. MULDER: Nein, ich glaube, ich lag falsch. Ich denke, es ist sehr wichtig. Ich denke, es könnte eine Kommunikation von dem Killer sein. Die meisten meiner Nachforschungen haben gezeigt, dass die meisten glaubwürdigen Praktizierenden von psychischer Chirurgie glauben, dass sie selbst von dem heiligen Geist erfüllt sind - dass ihre Hände die Wunderwerkzeuge von Gott sind. [KIT-X-NOTIZ: Amen! *lol*] SCULLY: (hält das Amulett hoch) Mulder, das... das ist nicht mehr als ein Werkzeug, das von einem liebeskranken Romeo benutzt wurde, der zufällig ihr Nachbar ist. MULDER: Wer, der Schriftsteller? SCULLY: Ja - mein geheimer Verehrer, der behauptet, die Geheimnisse meines Herzen zu kennen. MULDER: Sie scherzen. [KIT-X-NOTIZ: Darf ich diesen Satz an Hand des M&S-Love-Codes übersetzten? - Nein, lieber nicht. ;) spooky würde das nicht gefallen, und schließlich soll dieses Skript ja nicht subjektiv sein! spooky17: *Das* möcht' ich aber auch meinen! Ein Transcript für Jung und Alt, für Shipper und NoRomo...] SCULLY: Nein, ich wünschte, ich würde es tun. Er hat mich heute in die Enge getrieben und mir meine Lebensgeschichte erzählt. Es war etwas beängstigend. MULDER: Ist... er unser Killer? SCULLY: Nein. "Beängstigend" durch zu viele Informationen und intime Details. Was dich tötet ist seine Dreistigkeit. MULDER: Haben Sie seinen Namen? SCULLY: (herausfordernd) Nein, aber das sollte nicht so schwierig herauszufinden sein, oder? (MULDER nickt, nicht sicher was er sagen soll.) Szene 7 (Eingangshalle von MULDERS Gebäude. MULDER findet PHILLIP PADGETT's Briefkasten. Er guckt sich um, sieht keinen, holt seinen "Dietrich" [Anm. v. Starbuck: Ich weiß leider nicht, wie dieses kleine Teil heißt, womit die immer in Häuser und so einbrechen, aber vielleicht kann Spooky ja helfen! KIT-X-NOTIZ: Doch, so nennt man die schon. Kennst du nicht diesen lustigen Vers mit dem Ritter, der auf die Jagd geht, und seine Frau im Keuschheitsgürtel zurück lässt? *lol* Anm. v. spooky17: Ziemlich zweideutig, huh? Mit "Dietrich" und "Keuschheit" und so...] raus und öffnet den Briefkasten. Er holt PHILLI PADGETTS Post heraus, nimmt die Telefonrechnung daraus und schließt den Kasten wieder. Eastern Telephonics-Payment Center, Washington DC 20032 - Phillip Padgett - 2630Hegel Place Apt. No.44 - Alexandria, VA 23242. Er hebt ein Papier vom Boden auf und geht zum Aufzug. PHILLIP PADGETT betritt die Eingangshalle. MULDER steckt den Briefumschlag in das gerade gefaltete Papier und klemmt es sich unter den Arm. Der Aufzug hält. Eine Frau geht raus und die zwei Männer gehen hinein. MULDER drückt den Knopf mit der "4" und sie gucken sich an auf diesem unangenehmen Aufzugweg. PHILLIP PADGETT starrt auf das gefaltete Papier unter MULDERS Arm.) MULDER: Es tut mir Leid, ich habe Ihren Namen vergessen. PHILLIP PADGETT: Padgett. MULDER: (als ob er sich erinnert) Padgett! PHILLIP PADGETT: Phillip Padgett. (PHILLIP PADGETT starrt MULDER an, offensichtlich stark abgeneigt. Spannung zwischen zwei volljährigen Alpha-Männern [Anmerk. v. Starbuck: ??????????????????? KIT-X-NOTIZ: Starbuck, sag' mir nicht, dass du noch nie "Schöne neue Welt" von Huxley gelesen hast! Dort sind die Menschen in Klassen eingeteilt, die mit griechischen Buchstaben versehen sind. Alphas sind die "höchsten" der Menschenrasse, die intelligentesten - Mal nebenbei, das Buch ist cool!].) MULDER: Sie sind Schriftsteller. Irgendwas, was ich kennen könnte? PHILLIP PADGETT: Ich denke nicht. (Der Aufzug öffnet sich und sie gehen beide zu ihren jeweiligen Türen.) PHILLIP PADGETT: Sie sind FBI-Agent. Arbeiten Sie an was Interessantem? MULDER: Ein Mordfall. PHILLIP PADGETT: Irgendwas, was ich kenne? MULDER: Vielleicht. [KIT-X-NOTIZ: Typisches Alpha-Spielchen, *lol*] (Sie betreten beide ihre Apartments. Später, PHILLIP PADGETT ist am tippen.) PHILLIP PADGETT: (voiceover) Der Annäherungsversuch in der Kirche hat die schöne Partnerin des Agenten in einen Akt der hegelianischen Selbstrechtfertigung gedrängt. Schnell bricht er das vierte Gesetz gegen Postdiebstahl, er bereitet sich vor, um das erste Gesetz unverschämt zu verletzen. [KIT-X-NOTIZ: Warum wohl?!?!?] (PHILLIP PADGETT schaut zum Belüftungsgitter. Zur selben Zeit steht MULDER auf einem Stuhl und hält sein Ohr an das Gitter.) PHILLIP PADGETT: (voiceover) Aber wenn sie, wie vorher zu sehen war, den Verdacht ihres schlauen Partners aufgeweckt hat, wurde Special Agent Dana Scully selbst leicht aufgerüttelt... (Schnitt: SCULLY beendet ihre Autopsie. Während der Erzählung zieht SCULLY den blutigen Kittel aus, der ihren schwarzen Anzug schützt. Sie holt wieder das Amulett raus und guckt es an.) PHILLIP PADGETT: (voiceover) Den ganzen Morgen haben die unverlangten Komplimente des Fremden auf den gedämpften Seiten ihres Instruments gespielt bis das "C" von Bewusstsein [Anmerk. v. Starbuck: Im amerikanischen heißt Bewusstsein "consciousness", im Deutschen geht es schlecht mit Noten; vielleicht: ... bis das "E" von Bewusstsein... KIT-X- NOTIZ: Vielleicht machen sie in der Synchro aus dem "C" ein "G" für Gemüt, ein "H" für Herz oder ganz schlicht ein "B" für Bewusstsein.] schlug, sich anpasste und nachgehallt hat. Sie war geschmeichelt. Seine Worte hatten ihr ein hübsches Bild von ihr selbst gezeigt, ganz anders als die einstudierte Maske der Rechtswissenschaft die widergespiegelt wird von den Medizinstudenten und den Forschern und all den Gesetzeshütern, die es nicht wagen, so einem Ausdruck zu widersprechen. (SCULLY blickt über ihre Schulter als jemand vorbei geht, dann richtet sie ihren Blick wieder auf das Amulett. Als die Erzählung wieder anfängt, sehen wir das die Kamera zu zwei Kaffeetassen schwenkt die auf einem Nachttisch stehen, dann zu einem schwarzhaarigen Mann und einer rothaarigen Frau die auf einem Bett liegen und sich küssen. Er führt seine Hand an ihrem Bein hoch und unter ihren Rock, dann hoch zu ihrer Brust. Scully beobachtet ihn, ein Arm bleibt über ihrem Kopf, den dunkelhaarigen bärtigen Mann, der langsam ihre Bluse aufknüpft und ihren schwarzen Spitzen BH enthüllt, dann legt er sich hin und sie küssen sich leidenschaftlich.) PHILLIP PADGET: (voiceover) Sie fühlt eine unwillkürliche Hitze und weist sich selbst zurecht für diese mädchenhafte Begierde. Aber die Vorstellungen kamen zwingend und sie lässt sie spielen - lässt sie hineinströmen wie eine sanfte Würze - oder eher wie ein zuckersüßes Konfekt - aus ihrem jugendlichen Alter heraus, als ihre Sinne neu waren und unbeherrscht von Angst und Selbstverweigerung. 'Schmerzen', 'Todesqualen', 'Gewissensbisse', 'stechender Schmerz'- wie ironisch die viktorianischen Vokabeln der Verhaltenspathologie sind, aber jetzt so perfekt das Abtasten ihres eigenen Verlangens beschreiben. Der Fremde hatte ihr in die Augen gesehen und wusste mehr über sie, als sie selbst über sich wusste. Sie fühlte sich ungezähmt, wild, schuldig wie ein Krimineller. Hatte der Fremde in ihr etwas ausgelöst, das schon immer da war, oder ihr nur geholfen eine Landschaft zu entdecken, die sie - in der Notwendigkeit - verborgen hatte? Was würde ihr Partner von ihr denken? [KIT-X-NOTIZ: Das würde mich seeehr interessieren...] (Zurück in der Realität, PHILLIP PADGETT tippt immer noch. Nebenan, MULDER, hört der Schreibmaschine zu, öffnet PADGETTS Telefonrechnung. [KIT-X-NOTIZ: He, schon mal was von Briefgeheimnis gehört?!? *lol*] Unter einer Reihe von Anschlusskosten steht "Keine Anrufe"). MULDER: Mr. Beliebtheit. (MULDER guckt noch mal hoch zum Entlüfter, seufzt dann und legt sich auf die Couch, reibt müde sein Gesicht. Er guckt runter auf die Zeitschrift "DC Muse - offene Nacht im Theater". Er hebt sie auf und beginnt darin zu lesen. [KIT-X-NOTIZ: Also jetzt mache ich mir ernsthaft Sorgen um ihn! Mulder liest ein Kulturblättchen?!?!? HÄLP!!] Draußen auf dem Flur, tritt SCULLY aus dem Aufzug und geht zu MULDERS Tür. Sie hört PHILLIP PADGETT nebenan tippen. Wir sehen ihn tippen "... der Druck war überwältigend..." Er schaut auf, als er ein Klopfen an der Tür hört. Er öffnet sie für SCULLY. Die ganze Szene über fühlt sie sich sehr unbehaglich.) SCULLY: Hi. Ich, ähm... ich wollte nach nebenan und dachte, dass ich Ihnen das wiedergeben sollte. (Sie hält das Amulett hoch.) PHILLIP PADGETT: Wieso? SCULLY: Weil ich diese Geste nicht erwidern kann. (Pause) Ich kann nicht. PHILLIP PADGETT: Sie sind neugierig auf mich. (SCULLY guckt sich in dem spärlich eingerichteten Apartment um.) SCULLY: Sie haben keine Möbel. PHILLIP PADGETT: Ich habe, was ich brauche. Ich schreibe an meinem Tisch. Ich schlafe in meinem Bett. SCULLY: Essen Sie nicht? PHILLIP PADGETT: Ich lebe in meinem Kopf. SCULLY: Schreiben Sie Ihre Bücher? PHILLIP PADGETT: Ja. SCULLY: Irgendwas, was ich kennen könnte? PHILLIP PADGETT: Nein. Es waren alles Misserfolge. (SCULLY schenkt ihm ein schwaches Lächeln.) PHILLIP PADGETT: Außer das eine, wo ich gerade dran arbeite. Ich denke, es wird gut. SCULLY: Wieso jetzt, so plötzlich? PHILLIP PADGETT: Besser, Sie fragen nicht. (Pause) Sehen Sie? Sie sind neugierig auf mich. SCULLY: Tja, Sie führen ein interessantes Leben. PHILLIP PADGETT: Es ist nicht anders als Ihres, denke ich - alleine. SCULLY: (guckt weg) Einsamkeit ist eine Wahl. PHILLIP PADGETT: Was halten Sie von einer Tasse Kaffee? (Nebenan guckt MULDER auf eine Kleinanzeige bei den Privatanzeigen, der Zeitschrift. "Für Maggie, in Liebe, am Valentinstag 14.02.1999, Kevin." Er holt einen Stapel anderer Zeitschriften und fängt an, sie sich anzuschauen. - Im anderen Apartment, SCULLY guckt auf die letzten Worte auf dem Blatt, das in der Schreibmaschine ist "Wie wird es enden?" PHILLIP PADGETT trägt zwei ungleiche Becher mit Kaffe ins Zimmer und gibt einen SCULLY.) SCULLY (leise): Mein Leben ist nicht so einsam, Mister, ähm.... PADGETT: Padgett. SCULLY: Tatsächlich ist es alles, aber... PADGETT: Mmm. SCULLY: Wieso glauben Sie, dass Sie mich so genau kennen, Mr Padgett? PADGETT: Ich schreibe über Sie. SCULLY: Sicher. (merkt, dass er es ernst meint) Seit wann? PADGETT: Seit ich Sie das erste Mal gesehen habe. Sie wohnen in meiner ehemaligen Nachbarschaft. SCULLY: Und Sie zogen rein zufällig in dieses Gebäude? PADGETT: Nein. SCULLY: Sie sind hier wegen mir hingezogen? PADGETT: Es war nichts in Ihrem Gebäude frei, und es ist nicht gerade so, dass Sie viel Zeit zu Hause verbringen. Ich hätte etwas sagen sollen, aber ich konnte es alles nicht schnell genug hinschreiben. Um wirklich etwas über jemanden zu schreiben, dafür muss ich mich in ihre Köpfe einnisten. Ich muss sie besser kennen, als sie sich selbst kennen. SCULLY: (guckt auf das dicke Manuskript) Das ist alles über mich? PADGETT: Ja, Sie sind ein wichtiger Teil. SCULLY: Kann ich es lesen? PADGETT: Es ist noch nicht fertig. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie hilfreich es ist, Sie hier zu haben - die Möglichkeit zu haben, so mit Ihnen zu sprechen. Wollen Sie sich setzen und ein paar Minuten bleiben? SCULLY: Sie haben nichts zum Sitzen. (PADGETT führt sie in das Schlafzimmer, stellt seine Tasse auf den Nachttisch und spielt an der Lampe rum. Sie geht nicht an.) SCULLY: (zögernd) Ich bin überfällig nebenan. PADGETT: (stöpselt die Lampe ein) Sie haben Ihren Kaffee noch nicht ausgetrunken. SCULLY: Ich fühle mich nicht wohl bei der Sache. PADGETT: Wieso? Sie sind bewaffnet, oder? (Als PADGETT das Nebenlicht anmacht, brennt die Glühbirne durch.) PADGETT: Stellen Sie sich das vor. (Er schiebt den Vorhang zur Seite, damit etwas Licht ins Zimmer kommt.) Ich werde eine neue Birne holen. (Als er geht, um eine Glühbirne zu holen, guckt Scully aus dem Fenster auf die rote Backsteinmauer vom nächsten Gebäude. PADGETT kommt herein - mit einer neuen Glühbirne.) PADGETT: So einen Ausblick kann nur ein Schriftsteller richtig schätzen. SCULLY: Wenn Sie mich so genau kennen, wieso steh' ich hier, obwohl mir mein Instinkt sagt, es ist besser zu gehen? PADGETT: (wechselt die Birne aus) Der Grund ist niemals leicht. Manchmal fällt es einem erst später ein. (Das Licht ist jetzt an.) Bitte. Setzen Sie sich. (Er macht den Schirm wieder auf die Lampe und sie setzen sich zusammen ans Fußende des Bettes. Hinter ihnen brennt die Glühbirne wieder durch.) PADGETT: Stellen Sie sich das vor. (Sie sitzen. SCULLY starrt starr geradeaus. PADGETT starrt sie an. Die Vordertür wird krachend geöffnet und MULDER stürmt in den Raum, seine Waffe gezogen. Er ist verwundert, die zwei im Schlafzimmer zu sehen.) SCULLY: Mulder! MULDER: Scully. SCULLY: Was tun Sie? [KIT-X-NOTIZ: Unauffällig eifersüchtig sein?! *lol*] MULDER: Sind Sie OK? SCULLY: (scharf) Ja. (MULDER geht zurück in den anderen Raum und fängt an, das Manuskript zu lesen. Ein paar Seiten flattern auf den Boden. Er guckt aufmerksam auf eine der Seiten.) SCULLY: Mulder... was tun Sie da? (MULDER gibt SCULLY die Seiten, packt PADGETT und fesselt ihn mit Handschellen.) MULDER: Ich nehme diesen Mann in Haft. (SCULLY sieht die Worte auf der Seite: "seine Phantasien beginnen zu leben..." "... und er fühlt sein warmes, schlagendes Herz.") SZENE 8 (Gefängnis Verhörzimmer. MULDER fragt PADGETT einiges. MULDER zeigt ihm eine der Zeitschriften mit der eingekreisten Privatanzeige.) PADGETT: Ja, ich habe diese Zeitung gelesen. MULDER: Ja, so fanden Sie Ihre Opfer - in den Privatanzeigen. Sie hatten alle Privatanzeigen aufgegeben. PADGETT: Sie waren Liebespaare. MULDER: Und Sie haben sie als Zielscheibe benutzt. PADGETT: Ich schreibe nur über sie. MULDER: Nein, Sie haben sie... (Scully kommt herein.) SCULLY: (ruhig, warnend) Mulder! Nicht ohne seinen Anwalt. (Er guckt sie kurz an.) PADGETT: Ich brauche keinen Anwalt. Ich sage die Wahrheit. MULDER: Dann ist das Ihr Geständnis? (MULDER wirft die eingepackten Manuskripte zu PADGETT.) PADGETT: Nein, das ist mein Roman. MULDER: Es steht alles da drin - jedes Detail, jeder Mord, alles aufgeschrieben. Wie haben Sie es getan, Mr Padgett? PADGETT: Wenn ich lange genug sitze, kommt es einfach über mich. MULDER: Die Morde. PADGETT: Ich wusste nur, was in meinem Kopf herumschwirrte, und hab mir gewünscht, es richtig zu deuten. MULDER: Was ist mit "dem Fremden"? Sind Sie das? Was ist mit Ken Naciamento? PADGETT: Der selbstverkündende brasilianische Psychochirurg? MULDER: Ist das Ihr Komplize? PADGETT: Ich denke, das können Sie so sagen. Er ist ein wichtiger Charakter. MULDER: Haben Sie ihn dazu verleitet, es zu tun? PADGETT: Jungian würde sagen, es ist der Charakter, der den Schriftsteller aussucht, nicht anders herum. Deshalb denke ich, Sie könnten sagen, dass er mich geleitet hat. MULDER: (wirft einen kurzen Blick auf SCULLY) Was ist die Wahrheit? PADGETT: Es liegt in der Natur der Worte, vage und von einer Bedeutungsvielfalt belastet zu sein. Die Zeichen von Dingen, nicht die Dinge selbst. Es ist schwer zu sagen, wer Schuld hat. (MULDER fängt an, wütend auf PADGETT zuzugehen, aber SCULLY legt ihre Hand auf seinen Arm.) SCULLY: (ruhig) Mulder. (MULDER geht zurück. PADGETT guckt traurig auf SCULLYS Hand, als sie MULDERS Arm los lässt.) MULDER: Wieso, Mr Padgett? Vielleicht ist das eine Frage, die Sie beantworten können. PADGETT: Das ist die eine Frage, die ich nicht beantworten kann. (MULDER nimmt die Manuskripte und geht zur Tür.) SCULLY: Mulder, wo gehen Sie hin? MULDER: Ich werde seinen Komplizen finden, den brasilianischen Psychochirurg. SCULLY: (hält eine Mappe hoch) Ich habe das schon getan. Das ist es, was ich getan habe. Dr. Ken Naciamento, Sao Paulo, Brasilien, hierher eingewandert im Jahre 1996. MULDER: Wo ist er jetzt? SCULLY: Er ist tot. MULDER: Er kann es nicht sein. SCULLY: Zwei Jahre tot, Mulder. Ich habe sie gebeten, mir eine Sterbeurkunde zu faxen. MULDER: Padgett kann das nicht alleine gemacht haben. SCULLY: Vielleicht hat er es gar nicht gemacht. MULDER: Scully, es ist alles in dem Manuskript. Wie sonst konnte er es wissen? SCULLY: Vielleicht hat er es sich nur vorgestellt, so wie er gesagt hat. So wie Shakespeare oder Freud oder - oder Jung. Ich meine, vielleicht... vielleicht hat er diese Gabe, und er hat eine klare Sicht in die menschliche Natur. [KIT-X-NOTIZ: Scully, das ist eine eindeutige Muldertheorie!] MULDER: Niemand kann menschliches Verhalten vorhersagen. Niemand kann Ihnen sagen, was eine andere Person tun wird. [KIT-X-NOTIZ: Und das, Mulder, ist typisches Scully-Verhalten! Warum bloß mag ich es so, wenn sie die Rollen tauschen?!?! *grins*} SCULLY: Aber, ist es nicht das, was Sie tun, Mulder, als ein Profiler? Sie... Sie stellen sich das Gehirn des Verbrechers so gut vor, dass Sie wissen, was er als nächstes tut. MULDER: Wenn er es sich vorstellt, ist es eine Vorahnung - vor der Tatsache. Ich denke, das ist sehr klar, von dem aus, was er über Sie geschrieben hat. SCULLY: (unbehaglich) Ich habe ein Kapitel gelesen. Was schreibt er? MULDER: (leise) Tja, lassen Sie mich nur sagen, es endet mit Ihnen, als Sie ein nacktes Erlebnis mit "dem Fremden" haben, auf einem Bett in einem unmöblierten Raum eines Apartments, das in der vierten Etage ist. (Pause) Ich nehme an, das ist auch eine Vorahnung? SCULLY: (kurzes Lachen, schaut ihn nicht an) Ich denke, Sie kennen mich besser, Mulder. MULDER: Mmmm. (nach einer weiteren Pause) Gut, Sie wollen es vielleicht beenden. (Er gibt ihr das Manuskript und geht.) (Später, SCULLY sitzt an einem Schreibtisch in einem der Gefängnisbüros und liest das Manuskript. Die Tür wird geöffnet, ein sehr großer Aufseher kommt herein und zeigt ihr einen Notizblock.) AUFSEHER: Der Gefangene hat etwas geschrieben, das Sie sehen sollten. SCULLY: Was ist es? AUFSEHER: Er sagt, es sei eine Erklärung. Ich glaube, er will jemanden in die Sache mitreinziehen. (Er geht. SCULLY liest, was auf dem Zettel steht.) SCULLY: (lesend, voiceover) Kummer drückt auf ihr zerbrechliches Herz, als ob es in tausend Teile zerbrechen würde, dessen Inhalt, wie gebrochene Versprechen in die hohlen Stellen, die eigentlich seine Liebe füllen sollten, rennt. [KIT-X-NOTIZ: Wenn ICH jetzt Scully wäre, ich würde panisch werden!] (Während SCULLYS Erzählung sehen wir das Mädchen aus dem Auto, MAGGIE, die alleine in der Dunkelheit neben KEVINS Grab steht, das mit Blumen geschmückt ist. Sie weint leicht. Sie guckt hoch und sieht den Kapuzenmann, der sich ihr nähert.) SCULLY: (voiceover) Wie konnte sie wissen, dass dieser Schmerz enden würde? Dass Liebe, im Gegensatz zu Materie oder Energie, ein endloser Vorrat war im Universum? Ein Keim, der durch nichts wächst, der nicht ausgerottet werden kann, nicht mal vom dunkelsten aller Herzen. Wenn sie das gewusst hätte - und wer hätte sagen können, dass sie es glaubt? Sie würde nicht die Möglichkeit haben, an seinem trostlosen Grab zu bleiben, nicht länger als eine Stunde, sodass sie nicht mal die Gelegenheit gehabt hätte, die zweite Wahrheit vor der ersten zu lernen: Dass Liebe heißt, ein Gefäß zu tragen, das verloren gehen oder gestohlen werden könnte, oder schlimmer, das rotes Blut auf dem Boden vergießen könnte. Und dass Liebe unveränderlich ist und nicht Hass werden kann, wenn es Nacht wird oder wenn nach dem Leben der Tod kommt. (MAGGIE rennt, der KAPUZENMANN folgt ihr und schlägt sie nieder auf den Boden. Sie schreit.) MAGGIE: Nicht! (MAGGIE schreit, als der KAPUZENMANN, KEN NACIAMENTO, Zähne knirschend, ihr Herz entfernt und es über sie hält. - SCULLY guckt von dem Block auf, sehr bestürzt. Sie sammelt schnell die Papiere zusammen.) Szene 9 (Nächster Tag. Der Friedhof ist jetzt ein Tatort. MULDER geht rüber zu einem Wagen, wo SCULLY gerade am Telefon ist. Als er ankommt, legt sie auf.) SCULLY: Es gibt keine Spur von ihr - zu Hause oder wo sie sonst hingehen könnte. MULDER: Es gibt keine Spuren von einem möglichen Kampf auf dem Friedhof, aber die Fläche ist so plattgetrampelt von den Beerdigungen, dass die Sammlung von Beweisen unmöglich ist. Ich denke, dass ist ein großer Nachteil. SCULLY: Vielleicht ist es nur ein Beweis, dass seine Aussage wahr ist - dass er es nur vorausgesehen hat, Mulder. MULDER: Das einzige, was er vorausgesehen hat, waren wir hier draußen... (MULDER sieht einen Mann mit Kapuze, der aus einem Pickup aussteigt, der mit alten Blumen vom Friedhof beladen ist.) MULDER: ...wie wir wie Idioten aussehen. (MULDER zieht seine Waffe, während er zu dem Mann rennt. SCULLY rennt hinter ihm her. MULDER stürzt sich auf den Mann und bringt ihn zu Boden - mit einem sehr beeindruckenden "fliegenden Angriff" [KIT-X-NOTIZ: Yeehaa! *lol*]). MULDER: Hände dahin, wo ich sie sehen kann! Bewegen Sie sich nicht, bis ich es Ihnen sage! Ich bin Bundesagent. (Die Kapuze wird weggezogen und enthüllt einen jungen, frisch rasierten Mann, den FRIEDHOFSWÄRTER.) SCULLY: Mulder, das ist er nicht. FRIEDHOFSWÄRTER: Was hab ich getan? SCULLY: Mulder. MULDER: (hält immer noch seine Waffe auf den FRIEDHOFSWÄRTER) Der Truck. Untersuchen Sie den Truck, Scully. SCULLY: Mulder, er arbeitet hier. (MULDER verlässt seinen Gefangenen und klettert auf die Ladefläche des Trucks. Er schiebt eine Schicht von den verwelkten Blumen bei Seite und legt den Körper von MAGGIE frei.) Szene 10 Polizeistation (MULDER und SCULLY gehen zu PADGETTS Zelle.) SCULLY: Woher wussten Sie, Mulder, dass die Leiche in dem Truck war? MULDER: (hält einen Finger an seine Stirn, im Karnac-Stil [KIT-X-NOTIZ: Ihr wisst schon, dieses "die Fingerkuppen an die Stirn pressen und sehr nachdenklich und weise aussehen", *lol*]) Ich hab es vorhergesehen. SCULLY: Es gibt immer noch keinen Beweis, dass Padgett es dem Mörder beauftragt hat. MULDER: Was brauchen Sie, einen unterschriebenen Arbeitsauftrag? Natürlich hat er ihn beauftragt. SCULLY: Mulder, Sie machen kritische Vermutungen ohne Fakten. Was ist mit der Todeszeit? Was...? (MULDER nimmt SCULLYS Schultern und dreht sie um 180°.) SCULLY: Was tun Sie? MULDER: Sie widersprechen meiner normalen Art, oder nicht? SCULLY: Mulder, wieso konnte er es nicht einfach vorhergesehen haben? Wieso konnte er nicht einfach im Kopf des Mörders gewesen sein? MULDER: Sie haben sein Buch gelesen. Sie haben gelesen, was er über Sie geschrieben hat. Versuchen Sie mir zu erklären, dass er in Ihrem Kopf war? Dass das wahr ist, was ich gelesen habe? SCULLY: (guckt weg) Mulder, natürlich nicht. MULDER: Ich weiß nicht, wie sie kommunizieren. Das ist der einzige Weg ihn zu fangen, denke ich. (PADGETTS Zelle. MULDER und SCULLY kommen herein.) MULDER: (entschuldigend, gibt ihm das in Plastik gepackte Manuskript) Mr Padgett... Sie können gehen. Wir entschuldigen uns für unseren Fehler. Sie sind frei und können Ihr Buch zu Ende schreiben. (PADGETT geht aus der Zelle, dreht sich dann noch mal zu MULDER und SCULLY um.) PADGETT: Ich habe selbst einen Fehler gemacht. MULDER: Welchen, Mr Padgett? PADGETT: In meinem Buch. Ich habe geschrieben, dass Agent Scully sich verliebt, aber das ist offensichtlich unmöglich. (guckt MULDER an) Agent Scully liebt schon jemanden. [Anmerk. v. Starbuck: Oh Gott, ich liebe diesen Typen ;) Ob Scully + Mulder den Wink mit dem Zaunpfahl wohl verstehen? KIT-X-NOTIZ: Wenn sie es tun lassen sie sich das weitere sieben Folgen kaum anmerken... - Dann kommt "Millennium", *lol*] (Er geht. MULDER betrachtet SCULLY, die PADGETT beobachtet, wie er geht.) Szene 11 (PADGETT betritt sein Apartment. Man hört wieder einen Herzschlagrhythmus. Er setzt sich an seinen Schreibtisch, zieht seine Schuhe aus, nimmt die letzte Seite des Manuskripts und fängt an, es in die Schreibmaschine zu spannen. Er schaut auf und sieht den KAPUZENMANN, KEN NACIAMENTO, der in der Tür steht. PADGETT starrt NACIAMENTO an. NACIAMENTO spricht mit einem südamerikanischen Akzent. Wie PADGETT hat er einen Schnur- und Spitzbart.) NACIAMENTO: Sie scheinen erstaunt, mich hier zu sehen. PADGETT: Ja. Völlig. NACIAMENTO: Wieso? Ich bin Ihr Charakter. PADGETT: Was wollen Sie? NACIAMENTO: Ich bin hier, um Ihnen zu helfen, zu Ende zu schreiben. PADGETT: Ich.. ich verstehe Ihr Motiv nicht. NACIAMENTO: Sie sehen doch so perfekt voraus, was ich tue. So perfekt, dass Sie mich zum Leben bringen. Wieso haben Sie mich gewählt? PADGETT: Ich brauchte ein perfektes Verbrechen. Und sie ist Ärztin. Sie ist entsetzt über das, was Sie getan haben. NACIAMENTO: Ich bin entsetzt. Ich möchte nur wissen, wieso ich es tue. PADGETT: So konnte ich sie treffen. NACIAMENTO: Das ist nicht der Grund. Es ist eine Entschuldigung. (Nebenan, MULDER bringt eine Kamera an dem Heizungsbelüftungsschacht nahe der Decke an. SCULLY sitzt auf der Couch und guckt auf den runden Monitor, den sie auf den Couchtisch gestellt hat. Sie sieht PADGETT alleine am Schreibtisch.) MULDER: Irgendwas? SCULLY: Nein. Er sitzt nur da und starrt vor sich hin. (Nebenan. NACIAMENTO guckt auf einen Teil des Manuskripts.) NACIAMENTO: Was ist das? PADGETT: Ein großer Fehler. Ich habe ihren Charakter falsch eingeschätzt - ihr Interesse an mir. NACIAMENTO: Langsam wird's ja was. PADGETT: Sie versucht die ganze Zeit nur seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, weiß es nur nicht. [KIT-X-NOTIZ: Ich muss mir gerade was verbeißen...] NACIAMENTO: Das alte Unterbewusste bei der Arbeit. PADGETT: Ich wollte sie lieben. NACIAMENTO: Kein Wunder, dass Sie das Buch nicht beenden können, Padgett. Warum will ich ihre Herzen? PADGETT: Sagen Sie es mir. Wieso machen Sie es? NACIAMENTO: Ich bin Ihr Charakter. Sagen Sie es mir. Mein Grund ist Ihr Grund. PADGETT: Ich möchte Liebe fühlen. NACIAMENTO: Nein, nein. Sie haben es richtig gemacht bis dahin. Sie waren ein Werkzeug der Wahrheit. Und wenn es dann kommt - wenn ich komme - dann möchten Sie sie nicht sehen. PADGETT: Aber was ist die Wahrheit? NACIAMENTO: Der Mensch denkt, dass er auch sein Herz öffnen und die brennende Leidenschaft enthüllen kann - die Flammen der Nächstenliebe - wie der Schöpfer selbst, aber das steht nicht in seiner Macht. PADGETT: Aber ich habe Liebe in meinem Herzen. NACIAMENTO: Ja, wie ein Dieb Reichtum hat. Sie haben es... - aber die Macht des Menschen, die einzig wahre Macht, ist, es zu zerstören. PADGETT: Was ist dann das Ende meiner Geschichte? NACIAMENTO: Es kann nur ein wahres Ende geben, wenn es perfekt sein soll. PADGETT: Sie stirbt? NACIAMENTO: Sehen Sie? Es schreibt sich schon fast von alleine. [KIT-X-NOTIZ: Naciamento, ich hasse dich! Wenn du der neue Clyde Bruckman bist, werde ich dich hassen!] (Nebenan. Später. SCULLY hat ihre Schuhe ausgezogen und liegt auf der Couch mit geschlossenen Augen. Sie hört die Schreibmaschine und lehnt sich nach vorne, um auf den Monitor zu schauen.) MULDER: Was macht er gerade? SCULLY: Er hat gerade wieder angefangen, zu schreiben. (SCULLY hält die Kopfhörer an ihr Ohr und MULDER nimmt einen Schluck Wasser. Sie schauen auf den Monitor, als PADGETT das Blatt aus der Maschine nimmt. Er nimmt das vollständige Manuskript und geht aus dem Bild.) MULDER: Was jetzt? (klettert hoch zur Kamera und stellt sie für eine andere Sicht des Raumes ein) Irgendwas? (Die Kamera zeigt, dass der Raum leer ist. Sie hören die Tür zuschlagen. Sie schauen sich an, dann rennt MULDER rechtzeitig heraus, um zu sehen, wie sich die Fahrstuhltüren schließen. Er rennt zur Treppe. Im Keller trägt PADGETT sein Manuskript zu dem in Flammen stehenden Verbrennungsofen. MULDER, mit gezogener Waffe, betritt den Keller.) MULDER: Padgett! Stehen bleiben! Gehen Sie weg von dem Ofen. (Oben, in MULDERS Apartment. SCULLY hat sich gerade die Schuhe zugebunden und geht zur Tür. Als sie sie öffnet, packt sie der KAPUZENMANN und stößt sie zurück in das Zimmer.) (Wieder im Keller. MULDER kommt zu PADGETT.) MULDER: Was glauben Sie, was Sie hier tun? PADGETT: Ich zerstöre mein Buch. MULDER: Sie meinen, Sie zerstören Beweise. Lassen Sie mich sehen, was Sie geschrieben haben. PADGETT: Ich erzähle es Ihnen. Er tötet sie. (Oben, in MULDERS Apartment. NACIAMENTO hat SCULLY auf den Boden gedrückt. Sie fängt an, in panischer Angst zu schreien, als er versucht, seine Finger in ihre Brust zu stechen. Blut fängt an, ihre weiße Bluse zu beschmutzen. Sie versucht verzweifelt, ihre Pistole aus dem Holster zu ziehen.) (Im Keller. MULDER schaut in das Manuskript.) MULDER: Sie kamen hier runter, um diese Anweisungen Ihrem Komplizen zu geben. PADGETT: Nein, er hat mir erzählt, wie es endet. MULDER: Wann? PADGETT: In meinem Apartment. MULDER: Aber Sie waren allein da oben. (MULDER schaut auf, als er einen Schuss hört. Oben feuert SCULLY die Schüsse direkt in NACIAMENTOS Brust. Die Kugeln haben keine Wirkung. MULDER dreht sich um und rennt nach oben. SCULLY hat keine Kugeln mehr. NACIAMENTO fängt an, sich tiefer in SCULLYS Brust zu graben. Sie schreit lauter. - PADGETT schmeißt das Manuskript in die Flammen des Ofens und es fängt an zu brennen. MULDER, Waffe gezogen, rennt den Flur runter und stürmt in sein Apartment. Er hat das "Panikgesicht" [KIT-X-NOTIZ: Remember "FTF"] aufgesetzt, als er zu SCULLY geht, die alleine auf dem Boden liegt. Ihre Brust ist mit Blut bedeckt. Er kniet sich neben sie. Sie wacht auf, verschreckt. MULDER hält sie so lange, bis sie merkt, dass er es ist. SCULLY fasst um seinen Nacken und richtet sich auf, klammert sich an ihn und greift verzweifelt nach seiner Schulter. MULDER hält sie fest an sich gedrückt. Als sie anfängt, zu schluchzen, an seinem Hals, sieht er so aus, als ob er auch weinen würde.) (Im Keller. Als PADGETT erzählt, sehen wir, wie die Kamera vom brennenden Manuskript zu seinem Körper schwenkt, der auf dem Boden liegt. Er ist tot und hält sein noch immer schlagendes Herz in den Händen.) PADGETT: (voiceover) Eine Geschichte kann nur ein wahres Ende haben. Trotz, dass "der Fremde" sich gezwungen fühlte, seine letzten, endgültigen Worte zu Papier zu bringen, tat er es, obwohl er wusste, dass sie niemals gelesen werden würden. Das Ergebnis seiner Arbeit zu sehen war, als sähe er in seine eigene Leere und das Herz eines Zerstörers, nicht eines Schöpfers. Und nun, als es sich in ihm widerspiegelte, konnte er sein eigenes Ende sehen. Und am Ende der Zerstörung konnte er eine Chance wahrnehmen, zu geben, was er nicht bekommen konnte...) [The End] *********************************************************** Transcriber: Starbuck < 320065878283-0001@t-online.de > Überarbeitung und Kommentare: KIT-X < kit-x@yahoo.com > spooky17 < spooky17@gmx.de > Die deutschen Folgen-Transcripts (und natürlich viel mehr) findet ihr hier: http://akte-x.here.de dana d.'s Home: http://dana-d.simplenet.com