Das folgende Transcript ist weder von Chris Carter, 1013 Productions noch von 20th Centurie Fox genehmigt. Jegliche Verbreitung mit einem wirtschaftlichen Ziel ist verboten. Dieses Transcript ist eine Abschrift des deutschen Dialogtextes von Pro7 und soll kein Ersatz für "Akte X" sein (bei einem Script ist "Sehen" besser als "Lesen"). Autor: "Agent Matt" ( MatthiasM.star@t-online.de) Viel Spaß beim Lesen! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 6x11/6ABX11: ZWEI VÄTER (TWO FATHERS) In früheren Folgen von Akte X. (aus "1x23: Das Labor") DEEP THORAT: Einen Beweis gibt es auf jeden Fall! SCULLY: Wo? DEEP THORAT: In den Geheimlabors von Fort Marlene in Maryland. SCULLY: Und was haben die dort? DEEP THORAT: Die Urquelle, Miss Scully. Das Originalgewebe. (man sieht SCULLY einen Alien-Fötus aus einem Behälter nehmen) (aus "3x10: Der Zug") SCULLY: Mulder, ich bin hier gerade in einem Eisenbahnwagon, in dem auf ihrem Video mit der Autopsie eines Außerirdischen und mir ist klar geworden, dass ich schon mal hier gewesen bin. MULDER: Wovon reden Sie eigentlich, Scully? SCULLY: Ich bin hierher gebracht worden, Mulder. Hier ist mir das Implantat eingepflanzt worden, hier in einem dieser Wagons. (aus "1x23: Das Labor") MULDER: Sie führen seit dem 2. Weltkrieg Experimente an unschuldigen Zivilisten durch und versuchen einen Alien/Mensch-Hybriden herzustellen. (aus "5x13: Cassandra I" / "5x14: Cassandra II") (CASSANDRA SPENDER in ihrem Rollstuhl) CASSANDRA SPENDER: Cassandra Spender. Ich bin schon seit Jahren mehrfach entführt worden SCULLY: Ihr Sohn hat mir von Ihnen erzählt. CASSANDRA SPENDER: Jeffrey. (aus "5x20: Das Ende") (AGENT SPENDER und CIGARETTE SMOKING MAN (CSM) in der Halle des FBI) AGENT SPENDER: Wer sind Sie? CSM: Ich bin Dein Vater. (aus "5x14: Cassandra II") KRECEK: Hören Sie, Agent Mulder. Es findet im Moment ein Krieg statt. Und wenn Sie nicht aufhören, Vogel Strauß zu spielen, werden Sie und ich und etwa fünf Milliarden Menschen enden wie die Dinosaurier. CASSANDRA SPENDER: Es gibt im Augenblick Kämpfe zwischen den Außerirdischen. Die verschiedenen Rassen sind in hellem Aufruhr. (Körper eines ALIEN-REBELLEN wird gezeigt) ERSTES MITGLIED: Wer zum Teufel ist das? WMN: Ein außerirdischer Rebell. Er ist ein Widerstandskämpfer. ERSTES MITGLIED: Die Narben im Gesicht scheinen ein Schutz zu sein. ZWEITES MITGLIED: Und sie dienen als Schutz wogegen? ERSTES MITGLIED: Gegen Infektionen durch das Schwarze Öl. CASSANDRA SPENDER: Sie werden mich zu sich rufen, das kann ich fühlen. (CASSANDRA SPENDER schwebt in ein Raumschiff der Aliens. SCULLY und andere Menschen schauen zu CASSANDRA und dem Raumschiff auf und strecken die Arme nach ihr aus.) SCULLY: Nein! Cassandra! Sie holen Sie! VORSPANN: (Man hört medizinische Maschinen piepsen während Ärzte an einem bewußtlosen Patienten in einem Eisenbahnwagen arbeiten. Die Ärzte tragen alle Schutzanzüge. Sie machen mit einem Laser einen Einschnitt in den Bauch des Patienten. Grüne Flüssigkeit blubbert heraus, dann heilt sich der Schnitt sofort von selbst. Die Ärzte schauen sich gegenseitig an.) POTOMAC RANGIERBAHNHOF ARLINGTON, VIRGINIA (Nacht. Ein Auto hält neben dem Waggon an, währen die Ärzte diesen verlassen. Dr. Eugene Openshaw steigt aus.) 1. DOKTOR: Dr. Openshaw, Herzlichen Glückwunsch. Ihre Arbeit ... ist jetzt beendet. Sie sollten sie sich ansehen! (Dr. Openshaw betritt den Waggon.) ERSTER DOKTOR: 25 Jahre. Sie muss ihnen wie eine alte Freundin vorkommen. Dr. OPENSHAW: Ja. ERSTER DOKTOR: Wir, ähm ... wir gehen das jetzt feiern. Wenn Sie mitkommen möchten ...? Dr. OPENSHAW: Nein. Gehen Sie nur! (Der ERSTE DOKTOR verläßt den Zug. Dort wird er von einem Alien-Rebellen mit einem Eisenstab angezündet. Die anderen Ärzte, die mittlerweile in einem Kleinbus saßen, sehen mit erschreckten Blicken zu dem brennenden ERTEN DOKTOR und dem Außerirdischen. Sie wollen den Bus verlassen, doch ein weiterer Rebell versperrt ihnen den Weg und zündet sie ebenfalls an. Der erste Rebell betritt währenddessen den Waggon und schlägt Dr. OPENSHAW nieder, der gerade eine Spritze vorbereiten will. Der Alien setzt auch Dr. OPENSHAW in Brand. Der Alien sieht auf den Patienten. - Es handelt sich um CASSANDRA SPENDER.) AKTE X-INTRO SZENE 1: (DER RAUCHER sitzt in einem düsteren Raum und zündet sich eine Zigarette an und beginnt, zu jemandem zu sprechen.) DER RAUCHER: Das ist das Ende. Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, nach all diesen Jahren. Man widmet einer Sache sein Leben ... baut sie auf, beschützt sie. Das Ende ist so unvorstellbar, wie der eigene Tod ... oder der der eigenen Kinder. Dass es je soweit kommen würde, hätte ich nicht erwartet. Keiner von uns hat das. All die hervorragenden Männer, ... die unser Geheimnis so gut bewahrt haben. Es ist folgendermaßen geschehen: Wir hatten die perfekte Verschwörung mit einer außerirdischen Rasse. Außerirdische, die kommen würden, um den Planeten zurückzufordern und die ganze Menschheit auszulöschen. Unsere Aufgabe war es, ihre Invasion im geheimen vorzubereiten und für sie eine Sklavenrasse für Alien-Mensch-Hybriden zu erschaffen. Es waren gute Pläne! Richtige Pläne! Geheimgehalten seit über 50 Jahren, seit dem Absturz von Roswell. Geheimgehalten von Männern wie Fox Mulder. Pläne, die wohl funktioniert hätten, währen die Alien-Rebellen nicht gekommen, um sie zu zerstören. Und hätte nicht mein eigener Sohn Verrat begangen, oder eine klügere Form von Verrat begangen. (Kamera schwenkt nach links, als wenn sie die Person zeigen wolle, zu der der DER RAUCHER gesprochen hat, aber sie zeigt die nächste Szene.) SZENE 2: (Büro der X-Akten. Spender arbeitet alleine. Skinner kommt herein.) AGENT SPENDER: Direktor Skinner ... Ich habe ... den Fahrstuhl gar nicht gehört. Ich hab gearbeitet. SKINNER: Und woran Agent Spender? AGENT SPENDER: (räuspert sich und steht auf) An einem Zwischenbericht über die X-Akten. SKINNER: Ein Zwischenbericht für wen? AGENT SPENDER: Nur für die Akten. SKINNER: Haben Sie denn irgendwelche Fortschritte zu verzeichnen? Ich habe in den Wochen seit Sie hier zuständig sind nur ein Memo bekommen. Wollen Sie mir denn alles auf einmal erzählen? AGENT SPENDER: Ich komme hier nur langsam voran. SKINNER: Sie sollen hier doch überhaupt keine Fortschritte machen, nicht wahr? Sie haben auch gar kein Interesse an den X-Akten. Abgesehen von einem ganz persönlichen Fall. (SKINNER nimmt eine Akte von AGENT SPENDERs Tisch. Es ist die Akte von SPENDERS Mutter, CASSANDRA SPENDER.) Der Entführung Ihrer Mutter. AGENT SPENDER: Der angeblichen Entführung. SKINNER: Deswegen bin ich hier. SZENE 3: (SKINNER und AGENT SPENDER kommen bei dem Eisenbahnwaggon aus dem VORSPANN an. SKINNER fährt den Wagen. Er hat das Kennzeichen "SBF-687". Vor Ort befinden sich viele Einsatzwägen der Polizei, einige Feuerwehrleute swie ein Krankenwagen. AGENT SPENDER besteigt den Waggon vor SKINNER.) AGENT SPENDER: Was ist hier passiert? (Er sieht sich aufgeregt um.) SKINNER: Genau weiß man das noch nicht. Ein Paar Männer sind bei lebendigem Leibe verbrannt. Ein weiterer Mann liegt auf der Intensivstation. Nur Ihre Mutter hat überlebt. AGENT SPENDER: Wo ist sie? Wo ist sie? SKINNER: Sie wird draußen versorgt. (AGENT SPENDER verläßt den Waggon schnell und geht zu dem Krankenwagen, wo ein Sanitäter CASSANDRA SPENDER mit Sauerstoff versorgt.) AGENT SPENDER: Mom? (Der Sanitäter geht weg und SPENDER nimmt dessen Platz ein. SKINNER sieht mit einigen Metern Entfernung zu.) AGENT SPENDER: Mom ... ich bin´s, Jeffrey. Mom was ist mit dir geschehen? Ich hab schon gedacht, ich würde dich nie wieder sehen. CASSANDRA SPENDER: Oh ... Nun wein nicht gleich, Schatz. [Anmerk.: Agent Spender hat nicht geweint und hätte auch nicht angefangen.] AGENT SPENDER: Wo bist du gewesen? (Sie seufzt. Daraufhin setzt sich SPENDER rechts neben sie.) AGENT SPENDER: Was haben die dir angetan? CASSANDRA SPENDER: Genau das würde ich jemandem sagen. AGENT SPENDER: Du kannst es doch mir sagen. CASSANDRA SPENDER: Nein, ich muss es Agent Mulder sagen. (AGENT SPENDER verläßt den Krankenwagen und läuft SKINNER hinterher, der sich gerade umgedreht hat und weggeht.) AGENT SPENDER: Ich will nicht, dass er mit ihr redet! SKINNER: Warum? AGENT SPENDER: Weil ihm die X-Akten entzogen worden sind. Er soll sich da raushalten! SKINNER: Sie will ihn aber sprechen! AGENT SPENDER: Sie ist meine Mutter! SKINNER: Wovor haben Sie Angst, Agent Spender? AGENT SPENDER: Dass Mulder sie an ihren Glauben an Entführungen durch Außerirdische bestärkt. (SPENDER dreht sich vor SKINNER und bleibt dann stehen.) SKINNER: Haben Sie Angst vor der Wahrheit? AGENT SPENDER: Ich will nur wissen, wer ihr das angetan hat und warum, das ist alles, was ich will! SKINNER: Warum nutzen Sie dann nicht alle Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel dafür? AGENT SPENDER: Ich schicke Ihnen eine Zwischenbericht. (SPENDER geht weg. SKINNER schüttelt den Kopf und geht dann auch. Währenddessen hört man bereits die Stimme aus der nächsten Szene.) SZENE 4: (DER RAUCHER spricht weiter...) DER RAUCHER: Mein Sohn weigerte sich, zu glauben, dass seine Mutter entführt worden war ... obwohl das seit vielen Jahren geschah. Sogar nachdem er durch meine Hilfe die X-Akten übernommen hatte, in denen Fox Mulder so viele Beweise über unsere Pläne gesammtelt hatte, hat er sich geweigert, überhaupt die Möglichkeit auch nur in Betracht zu ziehen, dass es Außerirdische gibt. Und als er dann schließlich doch bereit war, zu glauben, als die Fakten dafür auf dem Tisch lagen, wandte er sich nicht an mich, seinen Vater, sondern an den Mann, den ich ruiniert hatte. An den Mann, den er auf meinen Wunsch hin ersetzten sollte. (Bild zeigt bereits die nächste Szene mit MULDER.) SZENE 5: (MULDER befindet sich in einer Turnhalle und spielt mit einigen Jungen Basketball. Er wirft einen Korp. Dann sieht er SCULLY die Halle betreten und hält an.) BASKETBALLSPEILER: Hey, Mann! Laß uns weiterspielen! Nun mach schon, Junge, rück den Ball raus. (MULDER dreht sich um und wirft einen Korb.) MULDER: (zu den Spielern) Gewonnen! (Ein Spieler läuft MULDER nach.) BASKETBALLSPIELER: Oh, nein, Junge, so läuft das nicht! MULDER: (zu SCULLY) Hallo, Partnerin, was gibt's? SCULLY: Mulder, Sie haben gerade gemogelt, wenn ich mich nicht täusche. Und Sie kommen auch heute wieder nicht ins Büro. MULDER: Scully, ich kann´s doch nicht ändern, dass ich heut´ ein Spiel hab. SCULLY: Ja, Sie haben so viele Spiele, dass Sie die Arbeit vernachlässigen. MULDER: Nein, ich bin schon bereit, zu arbeiten, ich erledige nur nicht gern einen scheiß Routinejob. SCULLY: Irgendeinen scheiß Routinejob!? MULDER: Keinen bescheuerten, ätzenden, scheiß Routinejob. SCULLY: Also, was Ihren heißgeliebten Job betrifft, jemand versucht dringend Sie telefonisch zu vergleichen, jemand, der Sie wieder ins FBI zurückholen möchte. MULDER: (ernsthafter) Und worum geht es? SCULLY: Um eine X-Akte. SZENE 6: FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. (AGENT SPENDER arbeitet an MULDERs Schreibtisch.) MULDER: Suchen Sie Arbeit, Agent Spender? Denn falls ja, hätte ich ´nen Stapel in diesen Schubladen, den ich zu gern jemandem andrehen möchte. AGENT SPENDER: Sie wissen doch wahrscheinlich schon, warum ich hier bin!? MULDER: Ja, wegen Ihrer Mutter. AGENT SPENDER: Sie will Sie sehen. MULDER: Na, wie heißt das Zauberwort? AGENT SPENDER: (genervt) Hören Sie, Agent Mulder. Ich werde nicht vor Ihnen auf die Knie gehen. MULDER: Ist das etwa Ihre Art, zu bitten? AGENT SPENDER: Meine Mutter war fast ein Jahr verschwunden und taucht in einem Eisenbahnwaggon auf, wo Sie von ein Paar Ärzten operiert wurde, die alle verbrannt sind. Ich will nur die Wahrheit wissen. MULDER: Tja, die Wahrheit ist da draußen, Agent Spender. Vielleicht sollten Sie sie selbst finden! (AGENT SPENDER geht weg und MULDER sieht ihm nach.) SZENE 7: ST. MARK-KRANKENHAUS ARLINGTON, VIRGINIA (DER RAUCHER betritt einen Raum, indem Dr. OPENSHAW in einer Überdruckkammer liegt.) Dr. OPENSHAW: Ich hab Sie früher erwartet. DER RAUCHER: Ich war auf dem Bahnhof und hab die Wogen zu glätten versucht. Dr. OPENSHAW: Diesen Overkill geheimzuhalten, dürfte ganz schön schwierig werden. Aber nicht so schwer, wie das mit Cassandra. (DER RAUCHER sieht in fragend an.) Sie haben keine Ahnung, oder? Cassandra ist ein großer Erfolg. DER RAUCHER: (schockiert) Nein! Das ist unmöglich! Doch nicht jetzt! Dr. OPENSHAW: Ich hatte eine Spritze für sie vorbereitet, wie vereinbart. Aber die Rebellen sind gekommen. DER RAUCHER: Und sie verschonten sie, um uns zu entlarven. Dr. OPENSHAW: Sie ist der Schlüssel zu allem. DER RAUCHER: Ich werde sie streng bewachen lassen. Dr. OPENSHAW: Sie werden Tests mit ihr durchführen. Das dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Cassandra muss umgebracht werden. (DER RAUCHER sieht weg.) Dr. OPENSHAW: Die werden kommen und dann fragen sie mich. (DER RAUCHER schaut wieder ins Gesicht Dr. OPENSHAWs.) DER RAUCHER: Ich weiß ... Es tut mir leid! (DER RAUCHER schaltet die Sauerstoffzufuhr für Dr. Openshaws Kammer ab. Dessen Herzfrequenz wird immer schneller.) Dr. OPENSHAW: Ein Mann sollte nie miterleben müssen, wie seine Kinder getötet oder seine Arbeit zerstört wird. (Dr. OPENSHAW stöhnt noch einige Male und schließt dann die Augen.) SZENE 8: SILVERSPRINGS, MARYLAND (Das Telefon klingelt. Das ZWEITE MITGLIED hebt ab.) ZWEITES MITGLIED: Hallo. DER RAUCHER: Haben Sie schon das neueste gehört? ZWEITES MITGLIED: (sieht aus dem Fenster auf den Parkplatz, wo gerade ein Wagen vorfährt) Nein. DER RAUCHER: Die Rebellen haben zugeschlagen. ZWEITES MITGLIED: Wo? DER RAUCHER: In Virginia. (Bild wechselt zum RAUCHER, der sich noch immer im Krankenhaus befindet.) Und zwar während einer unserer Operationen. Alle Ärzte des Projekts sind tot. (Bild zeigt wieder das ZWEITE MITGLIED, der einen Mann aus dem eben vorgefahrenen Wagen steigen sieht.) Verbrand! ZWEITES MITGLIED: Alle sind verbrannt? DER RAUCHER: Ja. Auch Dr. Openshaw ist heute Abend in der Überdruckkammer gestorben. ZWEITES MITGLIED: Mein Gott! DER RAUCHER: Ich habe eine Sondersitzung des Syndikats einberufen. Weil die Zukunft von unserer Reaktion abhängt. ZWEITES MITGLIED: Ich nehme ein Flugzeug. (Das ZWEITE MITGLIED legt den Hörer auf. Es klingelt an der Haustür. Er öffnet sie und draußen steht Dr. OPENSHAW - kerngesund.) ZWEITES MITGLIED: Dr. Openshaw! MANN WIE OPENSHAW: Ich möchte mit Ihnen reden! (Das ZWEITE MITGLIED springt vor und reißt ihm das Gesicht vom Kopf. Es ist ein Alien-Rebell. Er packt das ZWEITE MITGLIED am Hals und würgt ihn. Bild zeigt die Aufnahme durch ein Fenster von außerhalb des Hauses, die Kamera geht schnell zurück. Wir sehen nur einige Flammen und hören den Schrei des ZWEITEN MITGLIEDs.) SZENE 9: 21:42 UHR (MULDER sitzt alleine am Schreibtisch und sieht sich am Computer Bilder der verbrannten Ärzte an. SCULLY kommt herein.) SCULLY: Ich hab nicht erwartet, Sie hier zu finden. MULDER: Und wo haben Sie mich erwartet? SCULLY: Hat Ihnen Agenst Spender nicht angeboten, an einer X-Akte zu arbeiten? MULDER: Das war nicht direkt ein Angebot. SCULLY: Aber ist das nicht die Möglichkeit, auf die Sie gewartet haben? MULDER: Das ist zwar eine Möglichkeit, aber sie ist mir irgendwie zu maßgeschneidert. SCULLY: Sie denken, das ist eine Falle? MULDER: Das ist genau die Art von Fehler, auf den die warten, um mich richtig fertig machen zu können. SCULLY: Aber er hat Sie doch gebeten, es zu tun. MULDER: Wie ich schon sagte, nicht direkt. (SCULLY sieht sich MULDERs Bildschirm an, der die verbrannten Leichen zeigt und kommt dazu auf seine Seite, da sie zuvor vor seinem Schreibtisch stand.) SCULLY: Das haben wir schon mal gesehen! Verbrannte Leichen ohne eine schlüssige Ursache für die Verbrennungen. Mulder... MULDER: (sieht sie an) Ich weiß. SCULLY: Ich war bei Cassandra Spender, als sie damals verschwand. Und Sie haben neben mir gesessen, als ich unter Hypnose genau solche Einzelheiten beschrieben habe. MULDER: Ich habe keinen Zweifel, dass Cassandra uns mehr verraten kann, als nur das, was ihr passiert ist. SCULLY: Ich war auch in einem dieser Eisenbahnwaggons und wurde dort genauso getestet, wie Cassandra. Vielleicht kann das, was sie uns erzählt, die Leute, die mir das angetan haben, bloßstellen. Mulder, Agent Spender muss das ja nicht erfahren. (MULDER sieht sie an, und überlegt es sich nochmals.) SZENE 10: (Wir sehen grünes, wackelndes Gelee und erkennen dann, dass es sich um Wackelpudding handelt, der von CASSANDRA SPENDER gegessen wird. Sie schaut erfreut auf, als sie SCULLY ins Zimmer kommen sieht. CASSANDRA SPENDER: (schluckt aufgeregt einen Mundvoll Gelee hinunter und stellt die Schüssel beiseite) Oh, mein Gott! Meine Güte... SCULLY: Cassandra. (Die Beiden umarmen sich. Im Hintergrund steht eine schwarzhaarige Frau.) CASSANDRA SPENDER: Oh, Dana! Oh, mein Gott. SCULLY: (zur SCHWARZHAARIGEN) Wir sind schon lange befreundet. (zu CASSANDRA) Wenn ich irgendwo einen Rollstuhl auftreiben kann, wollen wir dann ein bißchen raus, an die frische Luft? CASSANDRA SPENDER: Ich brauche keinen Rollstuhl. (CASSANDRA SPENDER kommt aus ihrem Bett und zieht sich einen Bademantel an. SCULLY sieht sie überrascht an.) CASSANDRA SPENDER: Aber ich möchte unbedingt eine rauchen. (Sie gehen raus auf den Gang. Die Schwarzhaarige folgt Ihnen.) CASSANDRA SPENDER: Es ist so schön, wieder laufen zu können. Die Ärzte wissen nicht, was sie sagen sollen. Ich hab ihnen gesagt, es wäre unglaublich, wie das passiert ist, und das ist es auch. Nein, diesmal werde ich es niemandem erzählen. Das glaubt einem sowieso keiner. Sie wollen es zwar hören, aber sie halten einen für verrückt. Ich würde es wohl auch nicht glauben, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. Nein, diesmal erzähle ich es nur jemandem, dem ich vertraue und der etwas dagegen machen kann. Und ich habe gehofft, als ich Sie sah, dass Agent Mulder sofort nach Ihnen durch die Tür kommen würde. (Sie bleiben stehen.) SCULLY: Ich habe eine Überraschen für Sie, Cassandra. (Kurze Zeit später betritt CASSANDRA SPENDER ein Labor.) CASSANDRA SPENDER: (zu laut) Agent Mulder!? MULDER: Schsch, schschsch, schschschsch! CASSANDRA SPENDER: (versucht leiser zu werden, während sie lacht) Oh, mein Gott. Oh, mein Gott. Also, ich mach mir gleich in die Hosen, fürchte ich. MULDER: (möchte Umarmung abwehren) Nein ... nein, tun Sie das nicht! (Sie umarmt ihn trotzdem. Dann sieht MULDER an ihr herunter.) MULDER: Das ist ja nicht zu fassen! CASSANDRA SPENDER: Ich hab Ihnen ja gesagt, wozu die fähig sind. Und Sie sagten, Sie würden nicht daran glauben. MULDER: Ich hatte auch gute Gründe, zu zweifeln, als Sie uns trafen, Cassandra. CASSANDRA SPENDER: Sie haben nur an sich selbst gezweifelt! (Jetzt kommt auch SCULLY in das Labor.) CASSANDRA SPENDER: Sie haben nur daran gezweifelt, dass Sie sie nie wieder sehn, nicht wahr. (MULDER sieht sie fragend an.) CASSANDRA SPENDER: Ihre Schwester! SCULLY: Agent Mulder glaubt, er hätte seine Schwester wiedergesehen, letztes Jahr. CASSANDRA SPENDER: Das war sie nicht, Agent Mulder. MULDER: ...Und wo ist sie dann? CASSANDRA SPENDER: Dort draußen, bei ihnen. (Sie zündet sich eine Zigarette an.) Den Außerirdischen. (MULDER blickt SCULLY kurz an.) SCULLY: Sie sind in einem Eisenbahnwaggon gefunden worden, in dem Sie von Ärzten operiert worden sind. CASSANDRA SPENDER: Ja, das stimmt. SCULLY: Und sind das die Ärzte, von denen Sie geheilt wurden? CASSANDRA SPENDER: Nein, die Außerirdischen heilten mich. Die Ärzte haben mit ihnen zusammengearbeitet. Das war´s, was ich Ihnen sagen wollte. MULDER: Was? CASSANDRA SPENDER: Ich hatte Ihnen gesagt, die Außerirdischen wären hier, um Gutes zu tun und dass ich als Orakel benutzt wurde, um die Kunde zu verbreiten. Aber jetzt weiß ich, warum die Außerirdischen wirklich hier sind, und das ist nichts Gutes. MULDER: Warum sind sie denn hier? CASSANDRA SPENDER: Um uns alle umzubringen. Sie übernehmen die Weltherrschaft. Sie infizieren alle anderen Lebensformen mit einer schwarzen Substanz, die Purity genannt wird. Es ist ... ihre Lebenskraft, das, woraus sie erschaffen sind. MULDER: Das Virus - das Schwarze Öl. SCULLY: Aber Cassandra, diese Ärzte sind nicht infiziert, sondern verbrannt worden. CASSANDRA SPENDER: Von anderen Außerirdischen. Von einer Rebellen-Macht. Die verstümmeln ihre Gesichter irgendwie, sodass sie nicht infiziert werden. Das ist es, was ich leider meinem Sohn nicht erzählen konnte. SCULLY: Wieso konnten Sie es Jeffrey nicht sagen? CASSANDRA SPENDER: Weil Jeffrey mir nicht glaubt. Obwohl sein Leben auch von diesen Rebellen bedroht wird, verstehen Sie? SCULLY: Spenders Leben ist in Gefahr? CASSANDRA SPENDER: Er ist auf der Seite der Männer, die mit den außerirdischen Kolonisten seit fünfzig Jahren zusammenarbeiten.. SCULLY: Und woran arbeiten sie? CASSANDRA SPENDER: Hm, an was auch immer sie mir angetan haben. (langes Schweigen) MULDER: Und Sie wissen, wer diese Männer sind? CASSANDRA SPENDER: Ja, natürlich. Einer von ihnen ist mein Ex-Mann - Jeffreys Vater! (Man hört bereits die Stimme der nächsten Szene.) SZENE 11: (DER RAUCHER spricht weiter...) DER RAUCHER: Langsam befriff Cassandra, ihre Rolle in dem größten wissenschaftlichen Projekt, das die Menschheit je unternahm. Sie war die Quintessenz von fünfzig Jahren Arbeit. Der Schlüssel zu all unseren Plänen. Etwas, das sogar meine Kollegen noch nicht erfasst hatten. Ich tötete, um sie unwissend zu lassen. Ich tötete Dr. Openshaw, damit sie es nicht rausfinden. Doch ich hätte Cassandra umbringen sollen. Cassandra hätte sterben müssen. Ich konnte es nicht. Obwohl ich soviel Blut an meinen Händen habe, konnte ich doch nicht die Mutter meines Sohnes töten. Dabei habe ich sie ich geliebt. Meine Kollegen wussten nichts davon. Sie waren so auf die neue Bedrohung konzentriert, auf die gesichtslosen Alien-Rebellen, die brutal unsere Ärzte verbrannt haben. Aber meine Kollgen sind eben auch alte Männer geworden ... und blind gegenüber der Tatsache, dass die gesichtslosen Rebellen schon die Oberhand gewonnen hatten. Und dass sie ihre Verwandlungskünste zur Infiltration unserer Gruppe benutzen würden. (Man hört bereits die Stimme der nächsten Szene.) SZENE 12: KRYCEK: Rebellen haben unsere Forschungseinrichtung in New Mexiko und im übrigen Südwesten angegriffen und niedergebrannt. Die Mitarbeiter in Arizona sind alle verbrannt worden. Die toten Ärzte sind ein schwerer Verlust. Die Arbeit an den Alien-Mensch-Hybriden leidet unter dem Tod von Dr. Openshaw. (Er zeigt Dias der verbrannten Ärzte und dem Gelände des Rangierbahnhofs in Arlington.) ERSTES MITGLIED: Was wollen die damit erreichen? DER RAUCHER: Sie wollen unser Arbeit bloßstellen - und alles, was wir vorhaben. DRITTES MITGLIED: Wehe, wenn irgendein cleverer Reporter dieses Puzzle zusammensetzt - ganz zu schweigen von den Behörden. DER RAUCHER: Wir haben die Behörden voll unter Kontrolle. Unser neuer Mann im FBI versteht sich auf Ablenkungsmanöver. MANN WIE ZWEITES MITGLIED: Warum begeben wir uns nicht auf die Seite der Rebellen ... und schließen uns ihrem Widerstand an? DRITTES MITGLIED: Naja, das eine Option. KRYCEK: Sie haben sich doch schon längst dagegen entschieden. Widerstand erschien uns damals zwecklos! Warum soll er jetzt nicht zwecklos sein? Darum haben Sie sich dagegen entschieden, gegen Männer wie Bill Mulder. Die Colloboration hat sie in die Lage versetzt, sich vorzubereiten, die Kollonisation aufzuhalten. Wie nah sind Sie dran, einen Alien-Mensch-Hybriden zu entwickeln? Nur das allein sichert ihr Überleben. MANN WIE ZWEITES MITGLIED: Als Sklavenarbeiter für die Außerirdischen. KRYCEK: Was ist aus dem Impfstoff geworden? Indem sie colloborierten, haben sie Zeit gewonnen, Zeit gewonnen, um einen Weg zu finden, die Außerirdischen und die Zukunft zu bekämpfen! DER RAUCHER: (vorher sah er schon längere Zeit nachdenklich zu dem Mann, den er für das ZWEITE MITGLIED hielt.) Alex, schluß damit! ... Seit fünfzig Jahren arbeiten wir an diesem Projekt - fünfzig Jahre seit Roswell. Wir können uns doch nicht wegen jeder neuen Bedrohung opfern! Oder etwa doch? SZENE 13: (MULDER und SCULLY gehen in das Büro der X-Akten, auf deren Tür "AGENT JEFFREY SPENDER" und "AGENT DIANA FOWLEY" steht. SCULLY: Warum riskieren wir, hier erwischt zu werden? MULDER: Jede Arbeit an unseren Computern wird überwacht, rein oder raus. Wir brauchen Zugang zu den Akten mit des Familienregisters. (MULDER setzt sich an SPENDERS Schreibtisch und tippt ein: "Suchen: Spender". Es erscheinen zwei Bilder. Das von JEFFREY FRANK SPENDER und das von CASSANDRA ANNE SPENDER.) SCULLY: Vielleicht hat sie sich das bloß ausgedacht. (MULDER schüttelt den Kopf und tippt weiter ... dann sehen sie sich erschrocken an.) MULDER: Der Krebskandidat hat einen Namen! (Der Bildschirm zeigt das Gesicht DES RAUCHERs mit dem Hinweis: "Spender, C.G.B. - Verweisungsnummer REF: # ------".) MULDER: Na dann wollen wir doch mal sehen. (Bei Verweisungsnummer REF: # erscheint jetzt: "Keine Informationen verfügbar".) SKINNER: Stehen Sie sofort auf. Schalten Sie den Computer aus und nehmen Sie mit, was Sie genommen haben oder drucken Sie es aus und geben Sie es mir. ... Los! Lassen Sie uns gehen! Sie kommen. (MULDER schaltet den Computer ab und steht auf.) MULDER: Wer? SKINNER: Gehen Sie schon! (Als die das Büro verlassen, kommt AGENT SPENDER mit drei weiteren Personen um die Ecke.) AGENT SPENDER: Direktor Skinner. Ich nehme an, Sie kamen hier runter, um diese Agenten wegen unautorisierten Eindringens in mein Büro festzunehmen. Ich möchte sicherstellen, dass das bei deren Entlassung vermerkt wird. (MULDER, SCULLY und SKINNER bringen kein Wort über die Lippen.) SZENE 14: (AGENT SPENDER betritt einen Raum, in dem "C.G.B. Spender" eine Zigarette raucht. Er setzt sich neben seinen Vater.) AGENT SPENDER: Ich habe deinen Wunsch erfüllt. MULDER muss Rechenschaft ablegen und er und seine Partnerin werden aus dem FBI entlassen. Ich habe getan, was du wolltest und jetzt möchte ich, dass du etwas für mich tust! DER RAUCHER: Ich soll was für dich tun? AGENT SPENDER: Ich denke, ich habe ein Recht darauf! DER RAUCHER: Worauf? AGENT SPENDER: Auf die Wahrheit. Die Wahrheit über meine Mutter. Sie will sie mir nicht sagen. DER RAUCHER: Weil du ihr nicht glauben willst. Vielleicht wirst du auch mir nicht glauben ... Vielleicht ist es besser, es nicht zu wissen. AGENT SPENDER: Ich will es wissen! (AGENT SPENDER steht erregt auf.) DER RAUCHER: Dann zeig mir zuerst, dass du mit der Verantwortung umgehen kannst, die mit diesem Wissen einher geht. AGENT SPENDER: Stell mich nicht auf die Probe! (DER RAUCHER steht schnell auf und knallt seinem Sohn eine.) DER RAUCHER: Ich habe dir Verantwortung gegeben und dir einen Posten besorgt. Ich hab dir all das verschafft, was du allein nicht konntest und du kannst den Job nicht! AGENT SPENDER: Indem ich Fox Mulder in Schach halte, mach ich doch nur deine Drecksarbeit! (DER RAUCHER knallt seinem Sohn nochmals eine.) DER RAUCHER: Du bist ein Nichts gegen Fox Mulder! (DER RAUCHER verlässt den Raum und läßt seinen schockierten Sohn alleine zurück.) SZENE 15: (MULDER spielt in der Turnhalle Basketball. SCULLY kommt mit einer Kiste unterm Arm herein.) SCULLY: Sind Sie nicht neugierig wegen C.G.B.? MULDER: Weswegen? SCULLY: C.G.B. Spender. Das ist doch der Name des Krebskandidaten. MULDER: Und wofür steht der? (dreht sich um und wirft) SCULLY: So wie ich das sehe, ist es wohl ein Deckname. (stellt die Kiste ab) Einer von hunderten. MULDER: Scully, wollen wir gegeneinander spielen? (tribbelt mit seinem Ball) Da wir suspendiert sind, haben wir doch massenhaft Zeit dafür! SCULLY: Sind Sich nicht neugierig, was ich hier habe? Alles was es über ihn gibt. MULDER: Nichts von dem, was Sie da haben, ist annähernd glaubhaft. (wirft einen Korb) SCULLY: Vielleicht. Aber ich glaube, ein Foto möchten Sie doch sehen. (MULDER sieht sich das Bild an, das SCULLY ihm gibt.) MULDER: Das sind C.G.B. Spender und mein Vater. SCULLY: Es wurde 1973 aufgenommen. Und soweit ich weiß, haben sie 25 Jahre lang für das Außenministerium zusammen gearbeitet. An einer streng geheimen Sache. Es gibt noch mehr, wenn Sie es hören wollen. (Er nickt interessiert.) Cassandra Spender ist tatsächlich die Mutter von Agent Jeffrey Spender und die Ex-Frau von C.G.B. Spender. Aber es gibt noch etwas, das Sie wahrscheinlich sehr überraschen wird. Sie wurde das erste Mal 1973 entführt und zwar am Abend des 27. November. MULDER: Da ist auch meine Schwester entführt worden. SCULLY: Und es gibt noch mehr Verbindungen zwischen C.G.B. Spender und Ihrem Vater. Professoren, Ärzte... einer von ihnen ist Nobelpreisträger auf dem Gebiet der Genetik, ein gewisser Dr. Eugene Openshaw. (MULDER sieht sich sein Bild an.) Er war der Arzt, der bei den Verbrennungsopfern gefunden wurde und mehr tot als lebendig neben Cassandra Spender lag. Er ist auf der Intensivstation gestorben, bevor er verhört werden konnte. MULDER: Das Projekt geht also noch weiter. SCULLY: Ja. (Man hört bereits die Stimme der nächsten Szene.) SZENE 16: (DER RAUCHER - alias C.G.B. SPENDER - spricht weiter...) DER RAUCHER: Auch wenn Mulder vorher nichts von seinem Vater und mir wusste, jetzt war er bestens ausgestattet mit Namen und Daten ... und Tatsachen. Ich konnte ihn nicht mehr aufhalten. Ihn davon abhalten, von unseren Sünden zu erfahren. Von denen seines Vaters und meinen. Die Wahrheit war da draußen und kurz davor, bekannt zu werden. Ich hatte bloß noch eine Hoffnung. (Bild zeigt nächste Szene.) Eine Chance, mein Vermächtnis zu bewahren. SZENE 17: INNENSTADT VON WASHINGTON 19:10 UHR (Ein Mann steht an der Straße. Vor ihm hält ein Wagen und DER RAUCHER/C.G.B. SPENDER steigt aus. Der Mann ist AGENT JEFFREY SPENDER.) AGENT SPENDER: Ich hab gewartet, wie du gesagt hast. DER RAUCHER: Gut! Freut mich! (lächelt kurz) Nach unserem letzten Treffen war ich mir nicht mehr sicher. (zündet sich eine Zigarette an) AGENT SPENDER: Du hast einen neuen Job für mich? DER RAUCHER: Ja. Ich war vielleicht ein bißchen zu hart. Du verdienst eine wirkliche Chance, deinem Vater zu beweisen, dass er Unrecht hat. (Er holt einen silbernen Stab aus der Manteltasche und gibt ihn seinem Sohm.) AGENT SPENDER: Was ist das? DER RAUCHER: Eine Waffe. (JEFFREY SPENDER drückt auf einen Knopf und aus einer Seite kommt eine 10-cm-Spitze geschossen.) DER RAUCHER: Ein Mann hat sich in die Gruppe eingeschlichen, mit der ich zusammenarbeite. Die tötet ihn. AGENT SPENDER: Das verstehe ich nicht! DER RAUCHER: Er gibt vor, ein Mitglied unserer Gruppe zu sein. Und er tritt als jemand auf, den er bereits, den er bereits getötet hat. Du wirst ihn als diesen Mann begrüßen und ihn in ein Gespräch verwickeln. Dann wirst du ihm das ins Genick stoßen. (DER RAUCHER dreht sich um und öffnet seinem Sohn die Autotür.) DER RAUCHER: Du kannst das, Jeffrey! (AGENT SPENDER steigt in den Wagen und sieht sich noch immer die Waffe an. KRYCEK dreht den Kopf zu ihm um.) KRYCEK: Schön vorsichtig damit! (Er drückt nochmal auf den Knopf und die Klinge fährt wieder zurück. Das Auto mit KRYCEK am Steuer fährt los. DER RAUCHER blickt ihnen nach.) SZENE 18: (Einige Zeit später hält das Auto vor dem Haus des ZWEITEN MITGLIEDs. AGENT SPENDER steigt aus, geht zur Haustür und klingelt. Das Ebenbild des ZWEITEN MITGLIEDs schaut durchs Fenster.) AGENT SPENDER: Sir, mein Name ist Jeffrey Spender. Mein Vater hat mich zu Ihnen geschickt. (Nach kurzem zögern öffnet das ZWEITE MITGLIED die Tür.) AGENT SPENDER: Ich habe eine Nachricht von der Gruppe. MANN WIE ZWEITES MITGLIED: Haben die ihre Meinung geändert? AGENT SPENDER: Deswegen bin ich hier. MANN WIE ZWEITES MITGLIED: Bitte! (macht AGENT SPENDER den Weg in die Wohnung frei und dieser tritt ein. Der MANN WIE ZWEITES MITGLIED geht voran in die Wohnhalle. AGENT SPENDER läßt seinen Blick vom Nacken des MANNes WIE ZWEITES MITGLIED nicht abschweifen.) Nehemen Sie doch Platz. (Das ZWEITE MITGLIED zeigt auf einen Sessel und setzt sich gegenüber auf einen weiteren.) MANN WIE ZWEITES MITGLIED: Also, was haben Sie mir zu sagen? AGENT SPENDER: Etwas, das mir anvertraut wurde. Es ist ... eigentlich nur ein Name. Einer, der Ihnen etwas sagen wird. (Er holt eine Visitenkarte aus seiner Jacke und streckt sie seinem Gegenüber hin, läßt sie aber fallen. Der MANN WIE ZWEITES MITGLIED sieht ihn an.) Tut mir leid! (MANN WIE ZWEITES MITGLIED hebt die Karte auf. AGENT SPENDER holt die Waffe aus der Tasche, läßt die Spitze ausfahren, holt aus und will zustechen. Jedoch bemerkt der MANN WIE ZWEITES MITGLIED den Vorgang und packt AGENT SPENDER am Hals, der die Waffe fallen läßt. SPENDER reißt dem Mann das Gesicht herunter und erschrickt in seinem derzeitigen Möglichkeitsbereich. Hinter dem MANN WIE ZWEITES MITGLIED taucht KRYCEK auf. Er hält die Waffe in der Hand und sticht zu. Der MANN WIE ZWEITES MITGLIED fällt zu Boden. Grüne Flüssigkeit tritt aus der Nackenwunde.) SZENE 19: (MULDERs Apartment. MULDER öffnet SKINNER die Tür, der sofort eintritt.) MULDER: Danke, dass Sie gekommen sind. Ich weiß, es ist spät und Sie dürfen keinen Kontakt mit uns haben. (SKINNER geht weiter in MULDERs Wohnzimmer, wo SCULLY jetzt vom Sofa aufsteht.) SCULLY: Sir. SKINNER: Sie sagen, Cassandras Leben ist in Gefahr? MULDER: Das ist es inzwischen schon seit fast 30 Jahren. Nur nicht so, wie es jetzt der Fall ist. SKINNER: In Gefahr durch wen? MULDER: Durch Männer, die wissenschaftliche Experimente im Rahmen eines geheimen Regierungsprojekts durchgeführt haben, das aber jetzt weltweit die größte Privatunternehmung ist. SKINNER: Unternehmung mit welchem Ziel? MULDER: Die Entwicklung von Alien-Mensch-Hybriden, die die Virusapokalypse überleben können, wenn die Erde kolonisiert wird. SKINNER: Und ich nehme an, Sie können das beweisen. MULDER: Durch Akten, die Agent Scully ausgegraben hat, die die richtigen Verbindungen herstellen zu Dr. Openshaw, zu meiner Schwester, zu meinem Vater, zu Agent Spenders Vater... SKINNER: Agent Spenders Vater? MULDER: Der Krebskandidat! SKINNER: Was? SCULLY: Es ist wahr, Sir. Wir haben handfeste Beweise. SKINNER: Dann glauben Sie das, Agent Scully? Diese ganze Geschichte? MULDER: Ich weiß, dass Agent Scully Zweifel hat, was den Zweck dieser Experimente betrifft, aber ich weiß auch, dass sie glaubt, selbst eine Testperson gewesen zu sein, als sie vor vier Jahren entführt wurde. SKINNER: Und wenn Cassandras Leben in Gefahr ist, warum dann nicht Scullys? MULDER: Weil ich glaube, Cassandra Spender repräsentiert das Endstadium dieser Experimente. Sie ist möglicherweise der erste erfolgreiche Alien-Mensch-Hybrid. SKINNER: Eins verstehe ich nicht! Wenn sie ein Erfolg ist, warum ist dann ihr Leben gefährdet? MULDER: Weil die ... die Männer, die sie schufen, sie lieber töten würden, als sie das Geheimnis ausplaudern zu lassen. SKINNER: Sie steht unter ständiger Bewachung. MULDER: Eingeteilt von Agent Spender? SZENE 20: (Im Haus des ZWEITEN MITGLIEDs. AGENT SPENDER sitzt in der Wohnhalle und starrt mit verzogenem Gesicht auf den toten Alien, aus dem grüne Flüssigkeit blubbert. KRYCEK betritt den Raum wieder.) KRYCEK: Sie haben noch nie einen gesehen, oder? ... Zuerst ist es ein richtiger Schock. Diesen Gedanken zu akzeptieren ist, ... das ist etwas, von dem man dachte, es würden nur Kinder und Dummköpfe daran glauben. Es untergräbt alles, was man glaubt - über sich selbst und die Welt - doch dann fängt man an, zu verstehen. AGENT SPENDER: Was versteht man? KRYCEK: Na, die Verantwortung, die dieses Wissen den Männern abverlangt, die es kennen. Die großen Opfer. Von großen Männern wie Ihrem Vater. AGENT SPENDER: Was für Opfer denn? KRYCEK: Na, das Opfer Ihrer Mutter. (AGENT SPENDER steht auf und sieht KRYCEK interessiert an.) AGENT SPENDER: Was wissen Sie darüber? KRYCEK: Nur, dass sie seit 25 Jahren das Versuchsobjekt eines Experiments ist. AGENT SPENDER: Mein Vater hat etwas damit zu tun? (leicht zornig) Hat er? KRYCEK: Ihr Vater leitet dieses Experiment. AGENT SPENDER: Also, ich beschütze sie jetzt nur, damit das Experiment weitergehen kann? KRYCEK: Deswegen hat er dafür gesorgt, dass man Sie den X-Akten zuteilt! Deswegen hat Ihr Vater Sie heute Abend hergeschickt. Sie protegieren dieses Projekt, Jeffrey. Sie bringen Opfer, um auch zu einem großen Mann zu werden. AGENT SPENDER: Ich will aus mir selbst ein großer Mann sein! (verläßt wütend das Haus.) SZENE 21: (DER RAUCHER - alias C.G.B. Spender - spricht weiter...) DER RAUCHER: Ich habe niemandem vertrau. Das unweigerliche Ergebnis jeglichen Versagens ist Verrat. Jeder glaubt, er habe seine guten Gründe dafür. (zündet sich eine Zigarette an) Ich habe wenig Zweifel an der Loyalität meines Sohnes. Auf jeden Fall, hat er uns Mulder und Scully auf den Hals gehetzt. Seine Mutter kennt bestimmt inzwischen ihre zentrale Rolle in dem großen Plan. Dass sie halb Außerirdische und halb Mensch ist. Warum ich Sie ausgesucht hab? Sie haben mich niemals verraten. Und ich brauche jemanden, dem ich vertrauen kann. (Jetzt zeigt die Kamera erstmals den Zuhörer DES RAUCHERs. Es ist AGENT DIANA FOWLEY.) DIANA FOWLEY: Ich helfe Ihnen. Es ist nicht zu spät. (Sie geht hinter DEM RAUCHER herum und berührt ihn dabei an der Schulter.) SZENE 22: (Krankenhaus. Vor CASSANDRA SPENDERs Zimmer steht keine Wache. SKINNER öffnet die Tür zu ihrem Zimmer. Sie ist nicht da.) SKINNER: Cassandra? (klopft an die Toilettentür) Mrs. Spender? (öffnet die Tür, aber auch hier ist sie nicht) (Hinter SKINNER taucht JEFFREY SPENDER auf.) AGENT SPENDER: Wo ist meine Mutter? SKINNER: Das frage ich Sie, Agent Spender. AGENT SPENDER: Wo ist die Wache? Ich hatte hier ´ne Wache postiert. SKINNER: Als ich hier ankam, war sie weg. AGENT SPENDER: Er hat sie geholt! SKINNER: Wer? (AGENT SPENDER geht zum Telefon, hebt den Hörer ab und wählt.) Agent Spender? SZENE 23: (MULDERs Apartment. Jemand hämmert an die Tür, MULDER sieht durch den Türspion. Er sieht SCULLY an, die jetzt neben ihm steht und öffnet die Tür. Hereingestürm kommt eine völlig aufgedrehte CASSANDRA SPENDER.) MULDER: Cassandra? CASSANDRA SPENDER: Ich kanns kaum fassen, dass ich sie gefunden habe. SCULLY: Wie haben Sie uns denn gefunden? MULDER: Wie kommen Sie denn hier her? Wie konnten Sie aus Ihrem Zimmer fliehen? SCULLY: Wie sind Sie an Ihre Kleider gekommen? (Wieder klopft jemand an MULDERs Tür.) CASSANDRA SPENDER: Agent Scully, Agent Mulder, sie dürfen nicht zulassen, dass sie mich finden. (Sie versucht, an MULDERs Waffe zu kommen.) CASSANDRA SPENDER: Sie dürfen nicht zulassen, dass sie mich in ihre Hände kriegen! MULDER: Hören Sie doch auf! CASSANDRA SPENDER: Sie müssen mich sofort umbringen! Wenn Sie mich nicht umbringen, dann geht es los. Dann wird niemand mehr in der Lage sein, es aufzuhalten! Ich bin diejenige. Sie müssen mich erschießen ... Bitte! (MULDER sieht sie mit großen Augen an, zieht seine Waffe und richtet diese auf CASSANDRA.) SCULLY: Mulder, was haben Sie vor? MULDER: Gehen Sie etwas zurück, Scully! SCULLY: Mulder? Mulder, wir müssen Sie beschützen! (Das Kanonenende zeigt direkt auf CASSANDRA SPENDERs Kopf. Sie scheint Angst zu haben. MULDER kann sich nicht entscheiden, abzudrücken oder nicht. SCULLY weiß nicht, wie sie MULDER daran hindern soll, abzudrücken, oder ob sie es überhaupt tun sollte. Das Klopfen an der Tür wurde lauter ...) FORTSETZUNG FOLGT ---ende---