Hallo Transcipt-Fans, nachfolgend findet ihr die deutsche Übersetzung des englischen Originals. Es handelt sich nicht um das Dialogskript der synchronisierten Version von Pro7. Ich habe mir die Mühe und den Spaß gemacht das englische Skript ins Deutsche zu übersetzen, denn die synchronisierte Fassung weicht aus vielen Gründen immer etwas von dem Originaltext ab. So muß bei der Synchronisierung auf passende Lippenbewegungen geachtet werden. Die Länge der einzelnen Dialoge ist durch das Englische vorgegeben. Dabei muß vieles, was im Englischen kurz und knapp formuliert ist, im deutschen eigentlich etwas umständlicher und länger übersetzt werden, was bei der Synchronisierung eben nicht geht. Zwangsweise geht dabei etwas verloren. Ich will hier jedoch auf keinen Fall die Arbeit der Synchronisationsfirma schlecht machen, denn unter solchen Einschränkungen zu arbeiten ist nicht einfach. Wie für alle Skripte gilt auch hier: Dies ist kein Ersatz für das Echte, sondern nur ein Vorgeschmack etc. ... Ich kann jedenfalls den Start der neuen Staffel kaum abwarten. Mein Dank an dieser Stelle gilt vor allem CarriKendl, die das englische Skript getippt und Tiny Dancer, die es mir gemailt hat. Ich hoffe, daß ich alles richtig übersetzt habe. Wenn nicht, dann entschuldige ich mich bereits im Voraus. So jetzt genug der Vorrede. Viel Spaß beim Lesen. Sabine Lemmer-Brust Dreamland Teil 1 - Übersetzung - Highway 375, Mitten in Nevada 23. 17 Uhr (Nachts. MULDER und SCULLY fahren auf einer Straße in der Wüste. Es sind keine andere Wagen in Sicht. Sie fahren an einem Schild vorbei: " WARNUNG US MILITÄRISCHE EINRICHTUNG BETRETEN VERBOTEN SPERRGEBIET GEBRAUCH VON TÖDLICHEM GIFT IN ... ") MULDER: (Er deutet auf das Schild) Meilenpfosten 134. Noch zwei Meilen. SCULLY: (trocken) Ich kann's kaum abwarten. (Sie sehen sich an) Also, Mulder diese angeblich geheime Quelle, die mit Ihnen Kontakt aufgenommen hat. Woher wissen wir eigentlich, daß es sich nicht wieder um einen Spinner handelt, der sein enzyklopädisches Wissen über außerirdische Lebensformen ausschließlich durch Wiederholungen von Raumschiff Enterprise erlangt hat? MULDER: Dadurch wo dieser bestimmte Spinner arbeitet. Groom Lake. Area 51. Wo das Militär ... SCULLY: ... seit fünfzig Jahren geheime Experimente mit außerirdischer Technologie durchführt. MULDER: All unsere Fragen. Der Beweis, dessen Existenz wir nur erahnen, aber niemals in unseren Händen halten konnten. Dieser Beweis ist hier. SCULLY: Mulder, es ist die geringe Hoffnung diesen Beweis zu finden, die uns seit mehr Nächten als mir lieb ist, an dieses oder ein ähnliches Auto fesselt. (Mulder sieht sie liebevoll an) Wir fahren Hunderte, wenn nicht Tausende von Meilen durch Wohngegenden, Orte, Städte, in denen Leute Familien gründen, Häuser kaufen und mit ihren Kindern und Hunden spielen und ... kurz gesagt ihr Leben leben. Während wir - wir - wir immer weiter fahren. MULDER: Worauf wollen Sie hinaus? SCULLY: Haben Sie nie den Wunsch aufzuhören? Aus dem verdammten Auto auszusteigen? Sich niederzulassen und ein annähernd normales Leben zu leben? MULDER: (verteidigend) Dies ist ein normales Leben (SCULLY lächelt vor sich hin. Sie hören Reifen quietschen und sehen zwei Paar Scheinwerfer, die sich sehr schnell von hinten nähern.) SCULLY: Mulder MULDER: Ich weiß nicht, ob wir den Spinner überhaupt treffen werden. (Sie halten an, als sie von vier weißen Geländewagen, die wie Dienstfahrzeuge aussehen, eingekreist werden. Einige bewaffnete Soldaten steigen aus.) SOLDAT 1: Steigen Sie aus dem Auto aus. (Einer der Soldaten legt sein Gewehr an.) SOLDAT 1: Aus dem Auto, Sir, Ma'am. (MULDER und SCULLY steigen aus dem Auto mit erhobenen Händen aus und stehen vor dem Auto. Aus einem der anderen Autos steigt ein Mann mit einem schwarzen Anzug und weißem Hemd. Er ist MORRIS FLETCHER - Anfang Vierzig, leichter Bauch. Er raucht eine Zigarette. Während er auf MULDER und SCULLY zugeht, läßt er seine Zigarette auf den Asphalt fallen und tritt sie mit dem Fuß aus.) MORRIS FLETCHER: Könnte ich bitte Ihre Papiere sehen? (MULDER und SCULLY fassen in ihre Taschen und holen ihre Dienstmarken heraus.) MORRIS FLETCHER: (Er sieht sich die Dienstmarken an und seufzt) FBI. Sie werden unverzüglich umkehren und diese Gegend verlassen. MULDER: Warum? Dies ist eine öffentliche Straße. MORRIS FLETCHER: Sie grenzt auch an ein Versuchsgelände der US Regierung an. Was wollen Sie hier? (Keine Antwort) Was machen Sie hier mitten in der Nacht? MULDER: Was machen Sie denn hier? SCULLY: Vertuschen Sie geheime Testflüge? (MULDER sieht sie an) Benutzen Sie UFO-Technologien? MORRIS FLETCHER: (sarkastisch) Fliegende Untertassen. Ich habe ein Geheimnis für Sie. (in MULDERs Ohr) Es gibt keine Fliegenden Untertassen. SCULLY: Kommen Sie, Mulder ... (SCULLY hält inne, als sie alle ein Donnern hören. Sie sehen ein helles Licht am Horizont, das schnell näher kommt und über sie hinweg fliegt. Währenddessen bewegt sich MULDER von SCULLY weg und sieht verwundert das helle Licht an. Das Licht fliegt über sie und weg. MULDER sieht wieder nach unten zu MORRIS FLETCHER, der jetzt MULDERs Sachen trägt und neben SCULLY steht. Es gibt keine Anzeichen davon, daß jemand bemerkt hat, daß gerade etwas über sie hinweg geflogen oder daß überhaupt etwas passiert ist.) SCULLY: (zu MORRIS FLETCHER) Kommen Sie, Mulder. Lasen Sie uns gehen. (Während MULDER, der jetzt MORRIS FLETCHERs Sachen trägt und an MORRIS FLETCHERs Stelle steht, schockiert starrt, steigt SCULLY wieder auf der Beifahrerseite und MORRIS FLETCHER auf der Fahrerseite in das Auto ein.) Fortsetzung vom TEASER [Anmerkung: MULDER (als MORRIS FLETCHER) ist David Duchovny, der Mulder spielt. Wir sehen ihn wie er wirklich ist, aber alle anderen sehen ihn als MORRIS FLETCHER. MORRIS FLETCHER (als MULDER) ist Micheal McKean, der MORRIS FLETCHER spielt, aber als MULDER von anderen gesehen wird. Alles klar? Ok weiter geht's.] (MULDER sieht wie MORRIS FLETCHER den Wagen zurück setzt und dreht. Als er wegfährt läuft MULDER ein paar Schritte hinterher.) MULDER als MORRIS: Hey! Hey! Hey! (Der Soldat neben ihm hebt sein Gewehr und zielt auf das Auto) SOLDAT 1: Soll ich schießen, Sir? MULDER als MORRIS: Nein! Nein. Lassen Sie sie fahren. Lassen Sie sie fahren. SOLDAT 1: Sir? (MULDER starrt ihn an. Er ist sich nicht sicher, was er jetzt tun soll.) SOLDAT 1: Ihr Befehl, Sir? (Pause) MULDER als MORRIS: (gespielte Selbstsicherheit) Ich will hier verschwinden. (Ein anderer Soldat hält ihm die Beifahrertür von MORRIS FLETCHERs Auto auf. MULDER steigt ein. Zwei weitere MIBs, HOWARD GRODIN und JEFF SMOODGE, sitzen auf dem Rücksitz.) HOWARD GRODIN: Morris. (keine Antwort) Morris? (MULDER dreht sich um, nachdem er gemerkt hat, daß er gemeint ist) Was glaubst Du eigentlich, was Du da tust? (MULDER sieht den anderen Mann an. Keine Antwort) HOWARD GRODIN: Warum hast du sie gehen lassen? MULDER als MORRIS: Sie wußten doch nichts. HOWARD GRODIN: Sie waren FBI Agenten, die sich offensichtlich hier mit jemandem treffen wollten. Wahrscheinlich ein Informant. Du hast gerade unsere Chance zu erfahren wer das ist weggeschickt. JEFF SMOODGE: Wir können nicht einfach zwei FBI Agenten verschwinden lassen, Howard. Wir werden dafür sorgen, daß sich ihre eigenen Leute um sie kümmern. So denkt Morris. Stimmt's, Morry? Los, laßt uns fahren. (Später. Die Autos der MIBs fahren durch ein elektrische Tor auf ein großes Areal. Dinger, die aussehen, wie Hubschrauber, fliegen herum. Auf einem Schild steht: US AIR FORCE AREA 51. MULDER, JEFF SMOODGE und HOWARD GRODIN betreten das Areal. Sie müssen durch die Sicherheitskontrolle.) WACHE: Sir MULDER als MORRIS: Ja? WACHE: Ihr Ausweis, bitte. (MULDER sieht JEFF SMOODGE und HOWARD GRODIN an. Sie haben an Ihren Revers Ausweise mit Passfotos befestigt.) WACHE: Sie haben doch einen Ausweis? MULDER als MORRIS: (noch ein gespieltes Lächeln) Natürlich. (MULDER sucht seine Taschen durch und findet MORRIS FLETCHERs Ausweis. Es steht das Wort MAJESTIC drauf. Das Foto ist von MORRIS FLETCHER. MULDER hält es zögernd neben sein Gesicht und sieht die Wache an. Die Wache sieht sich das Foto genau an und dann MULDER. MULDER hebt seine Hand und berührt sein Gesicht. Er trägt einen Ehering. Er betrachtet sein Bild im Monitor und sieht MORRIS FLETCHER, der sein Gesicht berührt. MULDER folgt JEFF SMOODGE und HOWARD GRODIN in den Flur. Sie gehen an einer offenen Bürotür vorbei. Ein älterer Mann, GENERAL WEGMAN, telefoniert dort.) JEFF SMOODGE: (leise zu MULDER und HOWARD GRODIN) Was macht Wegman hier. Ziemlich spät für den Alten, um diese Zeit noch zu arbeiten. HOWARD GRODIN: Irgendwas muß los sein. Ich werde das herausfinden. (Er geht) JEFF SMOODGE: (grinsend zu MULDER) Schleimscheißer. (JEFF SMOODGE benutzt seinen Ausweis, um ein Büro zu öffnen. Am Ende des Flures sieht MULDER ein paar Soldaten kommen. Er sieht den Namen MORRIS FLETCHER auf einem Schild an einer der Bürotüren stehen. Er zieht seinen Ausweis durch das Schloß. Die Tür öffnet sich. Nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hat, atmet er vor Erleichterung tief aus. Er betrachtet eine Wand, an der viele Fotos hängen. Es sind Aufnahmen von MORRIS FLETCHER mit Newt Gingrich, den Reagans und Saddam Hussein.) MULDER als MORRIS: (flüsternd) Scully. (Er geht sofort zu Telefon.) (SCHNITT: zur selben Zeit. MORRIS als MULDER und SCULLY fahren zu einer Tankstelle. Sie sitzen einen Moment. SCULLY sieht MULDER erwartungsvoll an.) SCULLY: Geht es Ihnen gut, MULDER? MORRIS als MULDER: Wie meinen Sie das? SCULLY: Nun, Sie haben kein Wort gesagt, seit wir diese Männer auf dem Highway verlassen haben. Stimmt etwas nicht? MORRIS als MULDER: Es geht mir gut. Der Tankverschluß ist auf Ihrer Seite. (SCULLY ist über sein Verhalten überrascht. Offensichtlich läuft es sonst anders. Dennoch steigt sie aus dem Auto aus.) SCULLY: okay ..., wenn Sie nicht darüber reden wollen. (SCULLY nimmt den Zapfhahn und beginnt zu tanken. Ein Handy klingelt im Auto. SCULLY ruft durch das geschlossenen Fenster.) SCULLY: Mulder? Mulder... (MORRIS FLETCHER ignoriert sie. Er spielt mit dem Radio. SCULLY schließt frustriert kurz ihre Augen.) (SCHNITT: MORRIS FLETCHERs Büro. MULDER wartet darauf, daß SCULLY ans Telefon geht.) MULDER als MORRIS: Los, Scully. Gehen Sie ran. (Plötzlich geht die Bürotür auf.) JEFF SMOODGE: Arschloch! MULDER als MORRIS: (legt schnell auf) Wie? (SCHNITT: Tankstelle. SCULLY hat die Autotür geöffnet und geht ans Telefon. MORRIS FLETCHER hat das Radio auf volle Lautstärke gestellt.) SCULLY: Hallo? (Sie versucht trotz der Musik etwas zu hören. Dann lehnt sie sich rüber und stellt die Musik leiser.) SCULLY: Hallo? (Verärgert hängt sie auf und steigt wieder aus dem Auto aus.) MULDER als MORRIS: Ach, Dana? Könnten Sie mir bitte eine Packung Morleys mitbringen? SCULLY: Wann haben Sie denn das Rauchen angefangen? MULDER als MORRIS: Sie werden mir doch nicht gleich die Inquisition auf den Hals hetzen, oder? (SCULLY antwortet nicht darauf. Sie schließt die Tür und geht wieder zur Zapfsäule.) (SCHNITT: MORRIS FLETCHERs Büro.) JEFF SMOODGE: Ich kann alle Gespräche nach draußen zurückverfolgen. Wir haben wirklich einen undichte Stelle (MULDER kippt fast mit dem Stuhl um, als er sich zurücklehnt. Er fängt sich wieder.) JEFF SMOODGE: Er hat heute morgen das FBI angerufen. MULDER als MORRIS: Wegman? JEFF SMOODGE: Die undichte Stelle. Er hat das Gästetelefon in Wegmans Büro benutzt. Er hält es uns direkt vor die Nase. MULDER als MORRIS: Was? JEFF SMOODGE: Die Tatsache, daß er in diesem Gebäude arbeitet. Er hat Zugang zu allem - unsere ganze Arbeit - und wir wissen nicht wer er ist. (Das Telefon auf dem Tisch klingelt.) JEFF SMOODGE: Morris? MULDER als MORRIS: Ja? JEFF SMOODGE: Willst du nicht rangehen? MULDER als MORRIS: (schüttelt den Kopf, lacht peinlich berührt und nickt.) Ja, doch. (Nimmt den Hörer hoch) Hallo? (MRS. FLETCHER ist in einem Mittelklassevorstadthaus. Sie ist um die 40, trägt einen Bademantel. Sie ist nicht glücklich.) MRS. FLETCHER: (am Telefon) Was machst Du dort?! (MULDER sieht ein Bild von MORRIS FLETCHER mit einer Frau und zwei Kindern, ein Mädchen im Teenager-Alter und einen jüngeren Jungen) MULDER als MORRIS: (am Telefon) Ich versuche das gerade herauszufinden. MRS. FLETCHER: (am Telefon) Es ist Mitternacht. Ich habe auf Dich gewartet. MULDER als MORRIS: (am Telefon) Das wußte ich nicht. MRS. FLETCHER: (am Telefon) Wie meinst du das, Du wußtest es nicht? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Ich habe es vergessen. MRS. FLETCHER: (am Telefon) Du vergißt immer alles. Dieses Mal, vergiß die Milch nicht! (Sie legt auf. MULDER starrt das Telefon ein paar Sekunden lang an und legt dann ebenfalls auf.) JEFF SMOODGE: Die Ehefrau? (MULDER nickt. JEFF SMOODGE schlägt MULDER mit einer gedachten Peitsche.) JEFF SMOODGE: Los, komm. Fahren wir nach hause. (JEFF SMOODGE öffnet die Tür und geht raus. MULDER zögert einen Moment. Er hat einen Ausdruck schierer Furcht auf dem Gesicht.) (Kurze Zeit später. JEFF SMOODGE und MULDER halten vor einem typischen Vorstadthaus. MULDER bewegt sich nicht. JEFF SMOODGE klopfte ihm auf die Schulter.) JEFF SMOODGE: Los, Morry. MULDER als MORRIS: (nicht glücklich hier zu sein) Da wären wir, hmh? Trautes Heim, Glück allein. (JEFF SMOODGE grinst.) MULDER als MORRIS: (steigt aus dem Auto aus) Auf geht's. JEFF SMOODGE: Gute Nacht. MULDER als MORRIS: Ciao. (Während MULDER auf das Haus zugeht, bemerkt er den großen elektrischen? Zaun um das Wohngebiet. Er betritt das Haus leise. Niemand ist unten. Er nimmt den Telefonhörer ab. Die Vermittlung antwortet.) VERMITTLUNG: Standortvermittlung. MULDER als MORRIS: (am Telefon) (er erwartete offensichtlich ein Freizeichen) Oh, äh ... ich, äh ... VERMITTLUNG: Wünschen Sie eine Leitung nach draußen, Mr. Fletcher? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Nein danke. Gute Nacht. (MULDER öffnet langsam eine Schlafzimmertür. Er sieht MRS. FLETCHER. Sie schläft und hält dabei ein Kissen fest. Er schließt die Tür ganz langsam und geht wieder nach unten. Er setzt sich in einen Ruhesessel vor den Fernseher und sucht nach einem Kanal.) KANAL 1: Kinder, hallo, hier ist Larry, der schreckliche ... KANAL 2: (Naturdoku) ... September, während ... KANAL 3: (Schüsse) KANAL 4: Frau: Möchtest Du spielen? Mann: Ich denke das tun wir bereits? (man sieht einen Mann und eine Frau, die anfangen sich auszuziehen. Gestöhne.) (MULDER zieht eine Augenbraue hoch, sieht sich um, zuckt mit den Schultern und stellt den Stuhl in Ruheposition. Mit einem kleinen Lächeln macht er es sich gemütlich und sieht fern.) 2.04 Uhr (In derselben Nacht. Wüste. Ein Geländewagen fährt durch das Gelände auf eine Absturzstelle zu. Viel Militär, Männer in Schutzanzügen, die Feuer löschen. GENERAL WEGMAN steigt aus dem Fahrzeug aus. Einer der MIB, HOWARD GRODIN, geht auf ihn zu. ) HOWARD GRODIN: Es war ein Routinetestflug, Sir. Das Flugzeug hat um 23:17 Uhr über Highway plötzlich an Höhe verloren. GENERAL WEGMAN: Was ist passiert? HOWARD GRODIN: Das haben wir noch nicht herausgefunden? Wir haben den Flugschreiber und die beiden Piloten gefunden. GENERAL WEGMAN: Lebend? HOWARD GRODIN: (Pause) Wir haben den Kopiloten hier drüben gefunden. (Er führt GENERAL WEGMAN zu einem großen Felsbrocken, von dem der Kopilot fast vollständig umgeben ist. Nur sein Kopf und seine Schultern ragen heraus. Er ist kaum noch am Leben und scheint große Schmerzen zu haben.) GENERAL WEGMAN: Mein Gott! HOWARD GRODIN: Der andere Mann lebt, aber äh ... GENERAL WEGMAN: Aber was? HOWARD GRODIN: Wir sind uns da noch nicht sicher. (Sie gehen zu einem der großen Zelte und finden den Pilot zusammengekauert auf dem Boden sitzend.) GENERAL WEGMAN: Was ist passiert Captain? (Der Pilot sieht GENERAL WEGMAN hilflos an und versucht in einer fremden Sprache mit ihm zu reden.) FBI Hauptquartier Washington, D.C. 9:42 Uhr (Am nächsten Tag. SCULLY sitzt auf der Couch vor AD KERSHs Büro [Anmerkung: ab Beginn der 6.Staffel ist AD KERSH SCULLYs und MULDERs neuer Chef]. KERSHs ASSISTENTIN, eine junge attraktive, blonde Frau sitzt am Empfang. SCULLY sieht sich immer wieder ungeduldig um und auf ihre Uhr.) SCULLY: (zu KERSHs ASSISTENTIN) Ich bin mir sicher, daß er gleich kommt. (KERSHs ASSISTENTIN lächelt sie feindselig an. SCULLY sieht MULDER auf dem Flur vorbeigehen. Sie springt auf und ruft ihm hinterher.) SCULLY: Mulder! MORRIS als MULDER: (er betritt das Büro) Hey ...Hey, Dana. Wie geht's? SCULLY: Mulder, wo waren Sie denn? MORRIS als MULDER: Oh, tut mir leid. Ich habe mich hier drin etwas verlaufen? SCULLY: Sie haben sich verlaufen? MORRIS als MULDER: Naja, ich bin etwas wirr im Kopf? SCULLY: Aha. MORRIS als MULDER: Ja, es ist einer dieser Tage, wissen Sie. (zu KERSHs ASSISTENTIN) Hi. Wie geht es Ihnen heute morgen? KERSHs ASSISTENTIN: Der Stellvertretende Direktor erwartet Sie, Sir. MORRIS als MULDER: Na großartig. Es kann losgehen! (SCULLY zögert einen Moment, folgt dann MORRIS FLETCHER in AD KERSHs Büro.) AD KERSH: Meine beiden Vielflieger. Verstehe ich richtig, daß Sie gestern in Nevada waren? Und das nach - wieviele waren es - zwei, drei Gesprächen wie diesem zu diesem Thema. SCULLY: Nun ja, Sir ... AD KERSH: Diesen Morgen erhielt ich einen Anruf vom Pentagon, in dem ich gebeten wurde, Sie für das unbefugte Betreten einer streng geheimen Militäreinrichtung zu maßregeln. Was glauben Sie, haben Sie da gemacht? SCULLY: Wir sind einem Hinweis gefolgt? AD KERSH: Zu Ihren derzeitigen Fällen? Eine rechtmäßige Ermittlung? MORRIS als MULDER: Jemand hat mit Agent Scully und mir Kontakt aufgenommen. AD KERSH: Wer? MORRIS als MULDER: Wenn ich den Namen wüßte, würde ich ihn Ihnen sagen. (SCULLY sieht ihn ärgerlich an) Irgend so ein Verräter, der in der so genannten Area 51 arbeitet. Er sagte, er hätte ziemlich wichtige Information. Ich muß Ihnen sagen ... Die ganze Sache stellte sich als ein riesengroßer Fehler unsererseits heraus. (SCULLY fühlt sich sehr unwohl) AD KERSH: Agent Mulder, Sie hatten doch den Befehl erhalten, keine weiteren Ermittlungen durchzuführen, die mit den X-Akten in Verbindung stehen. MORRIS als MULDER: Sir, Sie haben absolut Recht. Im Interesse von Agent Scully und mir, entschuldige ich mich für die ungebührliche Mißachtung Ihres Befehls. Sie haben unser Wort. Wir werden das nie wieder tun. (SCULLY ist sprachlos. Sie verlassen das Büro. SCULLY hält MORRIS FLETCHER an, als sie den Flur betreten.) SCULLY: Mulder. Mulder! MORRIS als MULDER: (dreht sich um und lächelt auf sie hinab) Was? SCULLY: Was sollte das eben? MORRIS als MULDER: Was sollte was eben? SCULLY: "Wenn ich den Namen wüßte, würde ich ihn Ihnen sagen"? Was ist aus dem Schutz unserer Informanten geworden? Und dem Schutz unserer Arbeit? MORRIS als MULDER: Er hat gefragt. ... Warten Sie mal einen Moment. (MORRIS FLETCHER geht zu KERSHs ASSISTENTIN zurück und flüstert ihr etwas ins Ohr. Sie kichert und nickt. Er tätschelt ihren Rücken und geht dann zu SCULLY zurück.) MORRIS als MULDER: (lächelnd) Tja, nun gut. (SCULLY wirft ihm den "fragenden Blick" zu) MORRIS als MULDER: (verteidigend) Was? SCULLY: Was ist los mit Ihnen? MORRIS als MULDER: Hören Sie bitte endlich auf mit mir zu streiten. SCULLY: Mulder, sie verhalten sich sonderbar. MORRIS als MULDER: (er blickt zu dem Büro von KERSHs ASSISTENTIN zurück) Eifersüchtig? (MORRIS FLETCHER lächelnd sie wissend an und gibt ihr im Vorbeigehen einen Klaps auf den Hintern. SCULLY dreht sich um und starrt ihn geschockt an.) (Haus von MORRIS FLETCHER. MULDER schläft immer noch in dem Ruhesessel. Er wälzt sich unruhig hin und her. Im Fernsehen läuft immer noch der Porno-Kanal. Ein Licht wird eingeschaltet. Eine Hand greift nach seiner Schulter und schüttelt sie hart. MULDER öffnet seine Augen. Er sieht eine Frau vor sich, die Hände in die Hüften gestemmt. Ihr Gesicht liegt im Schatten.) MULDER als MORRIS: Scully? MRS. FLETCHER: (wütend) Ich glaube es nicht. (Sie schaltet den Fernseher aus) Ich glaube es einfach nicht! (Sie tritt auf den Boden des Ruhesessels, so daß MULDER in Sitzposition gezwungen wird) Und wer ist Scully? MULDER als MORRIS: (fragend) Guten Morgen? MRS. FLETCHER: Du könntest mir wenigstens die Freundlichkeit erweisen ins Bett zu kommen und so zu tun, als wären wir verheiratet. Was wenn Chris oder Terry als erste herunter gekommen wären? Und ihren Vater als Perversling gesehen hätten! Ist Dir das jemals in den Sinn gekommen? (Sie geht, ohne auf eine Antwort zu warten. MULDER steht und beginnt sich im Wohnzimmer umzusehen. Seine Kleidung und seine Haare sind in Unordnung) MULDER als MORRIS: Ach, äh... (Er weiß ihren Namen nicht) Ähm... Liebling? Ich brau... Hast Du... Hast Du meine Autoschlüssel gesehen? Ich glaube ich habe sie hier... (Ein blondes Mädchen, Teenager, kommt die Treppe hinunter.) MÄDCHEN: Morgen, Dad. MULDER als MORRIS: Morgen... Terry. MÄDCHEN: Oh Gott! (sie bricht in Tränen aus und rennt die Treppe wieder rauf) MRS. FLETCHER: (sie kommt aus der Küche) Morris, was hast Du mit Chris gemacht? (MULDER versucht es zu erklären, hat aber keine Antwort. MRS. FLETCHER geht wieder in die Küche zurück.) MULDER als MORRIS: (zu sich selbst) Wo sind meine Schlüssel? (Ein Junge, ungefähr 10 Jahre alt, kommt die Treppe hinunter.) JUNGE: Hey, Dad. MULDER als MORRIS: Guten morgen, Terry. JUNGE: Nicht Terry. MULDER als MORRIS: Chris. JUNGE: (angewidert) Terrence. Terry ist was für Schlappschwänze. MULDER als MORRIS: (zu sich selbst) Ach und Terrence nicht? Hey, Terrence, wie wär's wenn Du Deinem alten Dad hilfst seine Autoschlüssel zu suchen? (In der Küche schlägt MRS. FLETCHER gerade ein paar Eier. TERRY sitzt am Tisch und schüttet sich Kellogs in eine Schüssel. Alle ignorieren MULDER. MRS. FLETCHER öffnet den Kühlschrank. Dann starrt sie MULDER anklagend an.) MRS. FLETCHER: Keine Milch. (MULDER greift nach einem Schlüsselbund, die auf dem Tisch liegen. MRS. FLETCHER nimmt sie zuerst.) MRS. FLETCHER: Ich nehme den Bus. MULDER als MORRIS: (fast bedauernswert) Habe ich kein eigenes Auto? (CHRIS kommt in die Küche und setzt sich.) MRS. FLETCHER: Chris, hast Du Deinem Vater seine Autoschlüssel wiedergegeben? (Ohne ihn anzusehen, hält CHRIS MULDER ein Schlüsselbund hin. Gerade als er sie nehmen will, läßt sie sie auf den Boden fallen. Er bückt sich und hebt sie auf.) MULDER als MORRIS: Okay, nun... Ich wünsche Euch allen... äh einen schönen Tag bei Euren... äh (er merkt, daß ihm niemand zuhört) Auch gut. (Er dreht sich um und geht.) CHRIS: Mom! MRS. FLETCHER: Morris! Was ist mit Chris? MULDER als MORRIS: Chris? CHRIS: Du hast gesagt, Du gibst mir heute eine Antwort. MRS. FLETCHER: Wegen ihrer Nase. Du hast gesagt, Du gibst ihr heute eine Antwort wegen ihrer Nase. (Die ganze Familie wartet gespannt. Es ist offensichtlich eine wichtige Entscheidung.) MULDER als MORRIS: Ich denke... ähm... (CHRIS sieht ihn wie ein kleines, liebes Mädchen an.) MULDER als MORRIS: Ich denke sie ist noch zu jung für eine Schönheitsoperation, Du nicht auch? (CHRIS weint wieder.) MRS. FLETCHER: Um Himmels Willen, Morris - Ein Nasenring! Sie hat gesagt, sie möchte einen Nasenring. CHRIS: (zu MULDER) Ich hasse Dich! Ich wünschte Du wärst tot! MULDER als MORRIS: Ich denke ich bin hier fertig. Ich wünsche Euch einen schönen Tag. (Er geht zu Haustür. MRS. FLETCHER folgt ihm. Ziemlich melodramatische Musik untermalt diese Szene.) MRS. FLETCHER: Du willst die Scheidung, nicht wahr? Du brauchst es nur zu sagen: "Joanne, ich will die Scheidung." MULDER als MORRIS: Joanne. (froh ihren Namen zu wissen) Nein, Joanne. MRS. FLETCHER: Morris, ich werde so nicht weiterleben. Ich lasse es nicht zu, daß Du wie ein Fremder hier ein und aus gehst. Vielleicht ist es besser, wenn Du... MULDER als MORRIS: Es tut mir leid. Ich bin in letzter Zeit nicht ich selbst. MRS. FLETCHER: Morris... Du trägst denselben Anzug wie gestern. (SCHNITT: MULDER ist oben. Er sieht in einen Schrank, der voll mit schwarzen Anzügen und weißen Hemden ist.) MULDER als MORRIS: Ladies und Gentlemen, Mr. Johnny Cash. (Countrymusik im Hintergrund. MULDER nimmt einen Anzug aus dem Schrank und legt ihn auf das Bett. Er fängt an, sich auszuziehen. Dann bemerkt er sein Spiegelbild im Spiegel, das wie MORRIS FLETCHER aussieht. MULDER, der nur Boxershorts, ein Unterhemd und Socken trägt, geht auf den Spiegel zu. Er hebt seine Hand, seine Spiegelbild auch. Sie hauchen den Spiegel an und wischen den Nebel weg. Sie wackeln mit ihren Hintern, gehen vom Spiegel weg, drehen sich dann um, um sich zu fangen. Sie bewegen sich weg voneinander, so daß sie sich nicht mehr sehen können. Dann tanzen sie in Chuck Berry-Art aufeinander zu. Während des Tanzens kommt MRS. FLETCHER mit einem Telefon ins Zimmer. MULDER bleibt sofort stehen.) MRS. FLETCHER: Morris, was machst Du da? (MULDER macht ihr zuliebe eine ziemlich schlechte Tai Chi-Bewegung.) MRS. FLETCHER: (Sie gibt ihm das Telefon) Es ist für Dich. (Sie geht) MULDER als MORRIS: Danke. (ins Telefon) Mul... Morris. JEFF SMOODGE: (am Telefon) Morry, ich bin's Jeff. Wo zum Teufel bist Du? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Ich bin nur ein bißchen spät dran. JEFF SMOODGE: (am Telefon) Dann beweg' Deinen Hintern schleunigst hierher. Hier geht was größeres ab. MULDER als MORRIS: (am Telefon) Größer als was? JEFF SMOODGE: (am Telefon) So groß, wie in "ich kann am Telefon nicht mehr sagen". Also komm her. (Auf dem Areal der Area 51. Der PILOT von der nächtlichen Absturzstelle sitzt in einem Beobachtungsraum. Er spricht immer noch eine fremde Sprache. GENERAL WEGMAN, HOWARD GRODIN und JEFF SMOODGE sehen ihn an.) GENERAL WEGMAN: Verstehen Sie, was er sagt? HOWARD GRODIN: Er scheint zu beten, Sir. Wir haben die Sprache identifiziert. Eine indianische Sprache. Hopi, um genau zu sein. Der Name des Piloten ist Captain Robert McDonough. Er wurde in Missula, Montana geboren. Keine Fremdsprachenkenntnisse. Erst seit des Absturzes behauptet er eine Mrs. Lana Chee zu sein, eine 75 Jahre alte Hopi-Indianerin, die in dem Reservat 35 Meilen von hier geboren und aufgewachsen ist. GENERAL WEGMAN: Handelt es sich hierbei um eine Art Kriegsneurose? HOWARD GRODIN: Wir denken nicht, Sir. Das hier ist Mrs. Lana Chee. (Sie betreten einen Raum, in dem eine sehr alte kleine Indianerin perfekt salutiert.) HOWARD GRODIN: Wir haben sie heute morgen aus der Reservation geholt. GENERAL WEGMAN: (er erwidert den Salut selbstsicher) Stehen Sie bequem. (LANA CHEE nimmt die Hände hinter den Rücken und stellt die Beine etwas auseinander. Sie steht bequem eben auf militärische Art.) GENERAL WEGMAN: (unsicher, wie er verfahren soll) Wie ist Ihr Name? LANA CHEE/PILOT: (mit militärischer Präzision) Captain Robert McDonough, Sir. Ich bitte um Entschuldigung für meinen derzeitigen Zustand und mein Erscheinen ohne Uniform, Sir. GENERAL WEGMAN: Äh... Wissen Sie... was letzte Nacht passiert ist, Captain? LANA CHEE/PILOT: Sir, wir sind um 23:00 Uhr gestartet und in Richtung Süden geflogen. Ungefähr um 23:15 haben wir im hinteren rechten Quadranten Energie verloren. GENERAL WEGMAN: Wissen Sie was, äh... Wissen sie, was den Energieverlust verursacht hat? LANA CHEE/PILOT: Warnleuchten sind keine aufgeleuchtet. Alle System wurden vor dem Flug gecheckt. Das Flugzeug hatte nur keine Lust zu fliegen, Sir. (FBI Großraumbüro. MORRIS FLETCHER und SCULLY sitzen an ihren Schreibtischen, die nebeneinander stehen. MORRIS FLETCHER spielt Golf auf seinem PC. SCULLY arbeitet an ihrem, sieht aber beunruhigt zu MORRIS FLETCHER.) MORRIS als MULDER: Los, Baby, triff das Loch. (er schießt) Ja! SCULLY: Mulder! MORRIS als MULDER: (stolz zu SCULLY) Ich hab's geschafft. (Das Telefon klingelt. SCULLY geht ran.) SCULLY: (am Telefon) Scully. (MULDER ruft von einer Telefonzelle bei einer Tankstelle an.) MULDER als MORRIS: (am Telefon) Gott sei Dank, Scully. Ich bin's. SCULLY: (am Telefon) Tut mir leid. Wer sind Sie? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Ich bin's, Mulder. SCULLY: (am Telefon) Mulder. MULDER als MORRIS: (am Telefon) Tut mir leid, daß ich nicht früher angerufen habe. Hören Sie, etwas sehr merkwürdiges ist letzte Nacht passiert, als das UFO über uns weggeflogen ist. SCULLY: (am Telefon) UFO? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Sie erinnern sich nicht? Sie erinnern sich nicht. okay, der Mann, der jetzt bei Ihnen ist, ist nicht ich. Sein Name ist Morris Fletcher. Er arbeitet in der Area 51. SCULLY: (am Telefon) Morris Fletcher. MULDER als MORRIS: (am Telefon) Genau. Jeder glaubt, daß ich er bin, aber ich bin's nicht. Ich bin ich. Ich bin Mulder. SCULLY: (zu MORRIS FLETCHER) Psst. (MORRIS FLETCHER nimmt den anderen Hörer hoch und hört mit) MULDER als MORRIS: (am Telefon) So lange sie hier glauben, daß ich er bin, habe ich hier Zugang. Aber ich werde Ihre Hilfe brauchen. (Er hört das Klicken als MORRIS FLETCHER den Hörer abnimmt.) Was war das? SCULLY: (am Telefon) Äh... Was war was? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Die Leitung scheint nicht sicher zu sein. SCULLY: (am Telefon) Mulder, äh... Wo sind Sie? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Das sage ich besser nicht. Versuchen Sie nur, so schnell wie möglich hierher zu kommen. SCULLY: (am Telefon) Wie kann ich Sie erreichen? MULDER als MORRIS: (am Telefon) Gar nicht. Ich werde mich bei Ihnen melden. (MULDER hängt auf. SCULLY und MORRIS FLETCHER ebenso.) MORRIS als MULDER: Wer glauben Sie war das? SCULLY: Das war nicht Ihr Informant? Wir werden den Anruf zurückverfolgen. MORRIS als MULDER: Äh... Nein, nein. Ich denke, wir sollten so schnell wie möglich den Chef benachrichtigen. (er steht auf). Wir wollen doch nicht wieder unsere Hintern voll kriegen. SCULLY: Mulder? Sind Sie sicher, daß das Beste ist? MORRIS als MULDER: Hören Sie, kleine Lady: Es wird langsam Zeit, daß Sie Ihre Hosen richtig anziehen. Wir sind FBI Agenten. Wir richten uns nach den Vorschriften. (Er verläßt den Raum. SCULLY starrt ihm wieder geschockt hinterher.) (SCHNITT: MULDER kauft bei der Tankstelle Sonnenblumenkerne) UNFREUNDLICHER TANKWART: Das kostet 1,89 $. Sie bekommen 11 Cent zurück. MULDER als MORRIS: (öffnet die Tüte) Behalten Sie's UNFREUNDLICHER TANKWART: Wow, vielleicht schließe ich dann heute früher. (MULDER steigt in das Auto und fährt weg. Die Kamera bleibt auf die Wüste gerichtet. Nach ein paar Sekunden fegen eine Staubwolke und einige Steppenläufer über den Bildschirm. In dem Tankstellengebäude hört man ein Donnern. Gegenstände fallen aus den Regalen. Es folgt eine Aufnahme von dem Zehn-Cent-Stück und dem Ein-Cent-Stück auf dem Tresen und dem sehr überraschten UNFREUNDLICHEN TANKWART. Dann platzen alle Scheiben nach innen.) (Kurz nachdem MULDER die Tankstelle verlassen hat. MULDER hält an, als er einige der weißen Geländewagen an sich vorbeifahren sieht. Der letzt hält an. JEFF SMOODGE kurbelt sein Fenster hinunter.) JEFF SMOODGE: Dreh um. Es gibt Ärger. (MULDER wendet seinen Wagen und folgt ihnen auf dem Weg, den er gerade entlang gefahren war. Während er wegfährt kann man zwei kreuzähnliche Dinge, wie für eine indianische Begräbniszeremonie, neben der Straße sehen. Sie erreichen die Tankstelle, die jetzt in Trümmern daliegt. Benzin läuft aus den Pumpen über den Parkplatz.) SOLDAT 1: Bleiben Sie zurück! Wir haben einen Absturz! (MULDER rennt in das Gebäude.) SOLDAT 1: Sir! HOWARD GRODIN: Hey, Fletcher! Was zum Teufel macht er da? (HOWARD GRODIN und JEFF SMOODGE folgen MULDER in das Gebäude.) JEFF SMOODGE: Fletcher, was machst Du da? MULDER als MORRIS: Hier war ein Mann, der Tankwart. (MULDER durchsucht das Gebäude. Sie finden den Tankwart hinter dem Tresen. Sein Unterkörper ist völlig mit dem Fußboden verschmolzen. Er stöhnt vor Schmerzen, kaum bei Bewußtsein.) JEFF SMOODGE: Heilige Mutter... HOWARD GRODIN: Es ist wieder passiert. MULDER als MORRIS: Was ist wieder passiert? HOWARD GRODIN: Laßt uns hier verschwinden: MULDER als MORRIS: Wir müssen diesem Mann helfen. HOWARD GRODIN: Wir müssen uns helfen. Was auch immer das verursacht hat, es kann wieder passieren. MULDER als MORRIS: Wir können ihn doch nicht einfach hier zurücklassen. JEFF SMOODGE: Morris... HOWARD GRODIN: Was zum Teufel ist los mit Dir? JEFF SMOODGE: Morris... HOWARD GRODIN: Ich bitte Dich nicht. Ich befehle es Dir. Wir verschwinden. MULDER als MORRIS: Dieser Mann braucht einen Arzt. (Einer der SOLDATEN erschießt den UNFREUNDLICHEN TANKWART.) HOWARD GRODIN: Jetzt nicht mehr. (Sie verlassen die Tankstelle.) HOWARD GRODIN: (über seine Schulter) Alles verbrennen! SOLDAT 1: Alle räumen das Gebiet in einem Umkreis von 200 Fuß! Los! Alle zurückziehen! (Alle SOLDATEN außer SOLDAT 1 gehen auf sichere Distanz zur Tankstelle.) JEFF SMOODGE: (Er hält MULDERs Arm) Komm schon, Morry. Der Typ war schon tot lange bevor wir ihn gefunden haben. (SOLDAT 1 zündet eine Fackel an uns schmeißt sie auf den mit Benzin getränkten Boden. Die Tankstelle explodiert. MULDER seufzt.) (MULDERs Wohnhaus. SCULLY kommt aus dem Fahrstuhl und geht auf MULDERs Wohnung zu. Kurz davor hört sie jemanden kichern. Dann kommt KERSHs ASSISTENTIN, ohne Blazer, Haare durcheinander, aus der Tür. Sie lehnt sich für einen Kuß zurück. Die Tür geht zu und KERSHs ASSISTENTIN geht an SCULLY vorbei, ihren Blazer über der Schulter, in Richtung Fahrstuhl.) KERSHs ASSISTENTIN: (gehässig, wischt über ihren Lippenstift) Agent Scully. (SCULLY steht für einen Moment wie erstarrt da, dann geht sie auf MULDERs Tür zu und klopft laut an.) MORRIS als MULDER: (in der Wohnung) Du kannst wohl nicht genug kriegen? SCULLY: (ruhig, aber wütend) Ich bin's. (MORRIS FLETCHER, rauchend, öffnet die Tür. Sein Hemd hat er nur halb angezogen, die Krawatte hängt lose um seinen Hals. Ihre Wut bringt ihn nicht aus der Fassung.) MORRIS als MULDER: Oh, hey, Dana. SCULLY: Was glauben Sie, das Sie da tun? MORRIS als MULDER: Och, nur ein bißchen Mittagspause. Was ist los? SCULLY: (versucht offiziell zu wirken) Wir haben den Anruf von heute morgen zurückverfolgen können. Er kam von einer Telefonzelle bei einer Tankstelle an einem Highway 375 Meilen östlich von Groom Lake. MORRIS als MULDER: Und? SCULLY: Ich denke er kam von Ihrem Informanten, obwohl ich keine Ahnung habe, warum er sich für Sie ausgegeben hat. MORRIS als MULDER: Vielleicht. SCULLY: Meinen Sie nicht, daß wir dem nachgehen sollten? MORRIS als MULDER: Haben Sie den Verstand verloren? SCULLY: (so wütend, daß sie kaum sprechen kann) Ob ich den Verstand verloren habe? Mulder, Sie haben den Verstand verloren! Was ist los mit Ihnen? Ich denke ich sollte Sie auf Ihren Geisteszustand hin untersuchen lassen oder auf Drogenmißbrauch oder... oder vielleicht auf eine schwere Kopfverletzung! Das ist eine X-Akte, Ihr Lebenswerk, Ihr Kreuzzug! MORRIS als MULDER: So wie ich das verstanden habe, wurden wir von den X- Akten abgezogen. (SCULLY, unfähig zu sprechen, knallt die Tür hinter sich zu als sie geht. MORRIS FLETCHER, jetzt allein, sieht in den Spiegel, um seine Krawatte zu richten. Er sieht MULDER im Spiegel.) MORRIS als MULDER: (schmollend) Miststück. (Labor der Area 51. GENERAL WEGMAN, HOWARD GRODIN, JEFF SMOODGE, und MULDER sehen sich eine kleine Eidechse an, deren Kopf in einem kleinen Stein steck. Der Schwanz bewegt sich schwach.) HOWARD GRODIN: Das Tier wurde zu einem hiesigen Tierarzt gebracht. Ein Kind hat es etwa zehn Meilen östlich der Tankstelle gefunden. GENERAL WEGMAN: Zeigen Sie mir das auf der Karte. (Sie gehen zu einer durchsichtigen Landkarte.) HOWARD GRODIN: (Er zeigt auf die Karte) Genau hier. GENERAL WEGMAN: Hier haben Sie den Tankwart gefunden? HOWARD GRODIN: Ja, Sir. Den Piloten hier und die Indianerin hier. GENERAL WEGMAN: (Er zeigt auf einen anderen Punkt) Was ist das? HOWARD GRODIN: Das, so nehmen wir an, ist der Ausgangspunkt. Wir hoffen, daß uns die Analyse des Flugschreibers bestätigt, daß dort die Zeitverkrümmung begonnen hat. (HOWARD GRODIN hält den Flugschreiber hoch.) MULDER als MORRIS: Zeitverkrümmung? JEFF SMOODGE: (zu MULDER) Beam me up, Scotty. HOWARD GRODIN: Ein Riß im Raum-Zeit-Gefüge, eine Anomalie, die durch eine Fehlfunktion des Flugzeuges ausgelöst wurde, das im Schwerkraft-Puls- Modus geflogen ist, bevor es abstürzte. GENERAL WEGMAN: Wir fliegen diese Dinger seit 1953. Ich habe noch nichts derartiges gehört. MULDER als MORRIS: Laut Quantenphysik ist das möglich. HOWARD GRODIN: Anti-Schwerkraftsysteme benutzen Biegungen in Raum und Zeit als Antrieb. Eine plötzlich Veränderung der Flugbahn könnte die Art von Störung hervorrufen, die wir hier erleben. JEFF SMOODGE: Wenn das hier wäre, wo Deine so genannte Zeitverkrümmung anfing, hätten wir es doch alle drei sehen müssen, als wir auf dem Highway 375 die beiden FBI Agenten abgefangen haben. HOWARD GRODIN: (ungläubig) Eine Eidechse in einem Stein, die zur selben Zeit am selben Ort existieren. Die Tatsache, daß sich keiner von uns daran erinnern kann es gesehen zu haben, sind Beweise für die Richtigkeit meiner Theorie. JEFF SMOODGE: Wie das? MULDER als MORRIS: Zeitverlust. HOWARD GRODIN: Zeitverlust ist ein bekanntes Symptom für große Nähe zu Anti-Schwerkraft-Antriebssystemen. JEFF SMOODGE: Wieso ist dann nicht mein oder Morris Kopf in einem Stein? HOWARD GRODIN: Auf diese Frage habe ich noch keine Antwort gefunden. Es ist möglich, daß wir an Auswirkungen leiden, die wir noch nicht bemerkt haben. MULDER als MORRIS: Was tun wir dagegen? (Sie sehen MULDER befremdet an.) HOWARD GRODIN: Das ist Deine Aufgabe. Halte es von der Presse fern. Sorge dafür, daß die Zeugen verschwinden. MULDER als MORRIS: Ja, klar, aber was ich meine ist: Wie machen wir es rückgängig? Wie kriegen wir den Kopf der Eidechse wieder aus dem Stein? HOWARD GRODIN: Wer sagt, daß wir das können? (Highway 375, 22.12 Uhr. SCULLY fährt allein. Sie sieht auf eine Karte. Sie fährt an der verbrannten Tankstelle vorbei, wendet und untersucht dann den Parkplatz. Sie findet ein Ein-Cent-Stück, der mit einem Zehn- Cent-Stück verschmolzen ist. Sie hebt es auf und sieht es sich an.) (Im Haus der FLETCHERs am nächsten Morgen. MULDER schläft wieder im Ruhesessel. MRS. FLETCHER tritt dagegen und richtet ihn wieder auf.) MRS. FLETCHER: Dies ist keine Ehe, sondern eine Farce. MULDER als MORRIS: Was? MRS. FLETCHER: Du findest mich nicht mehr attraktiv. Ich widere Dich an, nicht wahr? MULDER als MORRIS: Nein. Nein. Es ist nicht... Es ist nicht, daß ich dich nicht attraktiv finde. Ich... Ich... es ist nur, daß... MRS. FLETCHER: Es ist nur, daß du nicht mehr mit mir schlafen willst. Das ist alles. Das und daß Du im Schlaf von Scully redest. Wer ist Scully, Morris? Ist es eine andere Frau? MULDER als MORRIS: Hört sich Scully wie ein Frauenname an? MRS. FLETCHER: Wer ist Scully? Sag es mir. MULDER als MORRIS: Joanne, ich bin mir sicher, ich habe Dir schon hundertmal gesagt, daß es Dinge bei meiner Arbeit gibt, die ich leider geheim halten muß. MRS. FLETCHER: Oh nein, Freundchen. Das zieht dieses Mal nicht. MULDER als MORRIS: Der Punkt ist, daß es viele Dinge gibt, die Du über mich nicht weißt. Und ich stehe... Ich stehe im Moment ziemlich unter Druck. Ich meine oben ist unten, schwarz ist weiß. Ich weiß nicht mehr wo ich stehe. Ich weiß sogar nicht mehr... wer ich im Moment wirklich bin. Ich weiß nur... Ich weiß genau, daß ich nicht mehr der Mann bin, den Du geheiratet hast. Ich bin's nicht. Es tut mir leid. Es tut mir wirklich leid. MRS. FLETCHER: Oh Gott, Morris. Das wußte ich ja gar nicht. Aber es gibt doch jetzt diese Pille (sie lacht verstehend) Das kriegen wir schon wieder hin. Es gibt auch andere Arten miteinander intim zu sein. (Sie umarmt ihn. Es klingelt.) MULDER als MORRIS: Ich glaube, es hat geklingelt. MRS. FLETCHER: Wir kriegen das schon wieder hin. (MULDER gibt einen leisen Freudenschrei von sich, als MRS. FLETCHER zur Tür geht. Sie öffnet die Tür. Es ist SCULLY.) MRS. FLETCHER: Ja bitte? SCULLY: Hallo. Mein Name ist Dana Scully. Ich möchte zu Morris Fletcher. (MRS. FLETCHERs glückliches Gesicht verdunkelt sich.) MRS. FLETCHER: (sie schreit) Morris! (MULDER kommt zu Tür. Als er SCULLY sieht grinst er. MRS. FLETCHER schlägt ihn.) MRS. FLETCHER: Mistkerl! (Sie geht ins Haus zurück.) SCULLY: Tut mir leid. Morris Fletcher? MULDER als MORRIS: (leise) Scully, ich bin's. Mulder. (MULDER schließt die Tür und zieht Scully in die Auffahrt.) SCULLY: (nervös) Sie sind, äh... Sie sind der Mann von neulich Nacht? Von der Area 51? MRS. FLETCHER: (von drinnen schreiend) Lügner! SCULLY: Sie haben mich angerufen. Würden sie mir bitte sagen, worum es hier geht? MULDER als MORRIS: Ich bin Mulder. Wirklich. Ich habe den Körper, den Ort und die Identität mit diesem Morris Fletcher getauscht. Der Mann, den Sie für mich halten. Aber er ist es nicht. (Er sieht sein Spiegelbild - das von Morris - im Autospiegel.) natürlich glauben Sie mir nicht. Warum sollte es auch anders sein? Ihr voller Name ist Dana Katherine Scully. Ihre Dienstmarkennummer ist... Zum Teufel! Ich weiß Ihre Dienstmarkennummer nicht. Ihre Mutter heißt Margaret. Ihr Bruder Bill jr.. Er ist bei der Navy und haßt mich. (keine Antwort von SCULLY) Neulich, beim Mittagessen haben Sie diesen Riesenbecher Naturjoghurt gegessen, in den Sie Blütenpollen gerührt haben, weil Sie auf dem Blütenpollentrip sind, obwohl ich Ihnen gesagt habe, daß Sie Wissenschaftlerin sind und es eigentlich besser wissen müßten. MRS. FLETCHER: (sie öffnet die Tür und schmeißt alle seine schwarzen Anzüge auf die Verandastufen) Betrüger! SCULLY: Hören sie... Jeder hätte diese Informationen erhalten können. MULDER als MORRIS: Auch diese Joghurt-Sache? Das ist so typisch. Das ist so typisch Scully. Gut zu wissen, daß Sie sich nicht verändert haben. Es ist irgendwie beruhigend. SCULLY: Ich weiß nicht, was das alles bedeuten soll. MULDER als MORRIS: Ich werde es Ihnen beweisen. SCULLY: Nein, das schaffen Sie nicht, aber ich hätte nichts dagegen, wenn Sie mir die Wahrheit sagen würden. MULDER als MORRIS: Der wissenschaftliche Beweis für das, was uns vor zwei Nächten auf dieser Straße passiert ist. Ist das fair? (MRS. FLETCHER öffnet die Haustür wieder und schreit) MRS. FLETCHER: Ich rufe die Polizei! (MULDER schlägt seine Hände zusammen. Er bittet SCULLY) SCULLY: Auf Wiedersehen, Mr. Fletcher. (Sie geht weg) MULDER als MORRIS: Ich beweise es Ihnen, Scully. heute Nacht. Ich werde alles beweisen. (SCULLY steigt in ihr Auto, ohne weiter mit ihm zu reden. Die Kamera schwenkt zu dem Rückspiegel eines anderen Autos, in dem man MULDER sieht, der SCULLY zusieht, wie sie wegfährt. Eine Hand stellt den Rückspiegel so ein, daß das Gesicht zu erkennen ist. Es ist MULDER also MORRIS FLETCHER. Er nimmt sein Handy. ) (SCHNITT: HOWARD GRODINs Büro. Das Telefon klingelt.) HOWARD GRODIN: (er betritt das Büro und geht ans Telefon) Howard Grodin. MORRIS als MULDER: (am Telefon) Mr. Grodin, hier ist Special Agent Fox Mulder vom FBI. Wie geht es Ihnen heut morgen? HOWARD GRODIN: (am Telefon) Woher haben Sie diese Nummer? MORRIS als MULDER: (am Telefon) Das ist offen gesagt genau das, worüber ich mit Ihnen sprechen wollte. Sir, ich bin dazu verpflichtet Ihnen mitzuteilen, daß Sie eine undichte Stelle in Ihrer Einrichtung haben. Ein Mann, mit dem Sie jeden Tag eng zusammenarbeiten, hat mit uns mehrfach Kontakt aufgenommen und mir Zugang zu streng geheimen Informationen angeboten. HOWARD GRODIN: (am Telefon) Kennen Sie zufällig den Namen dies Mannes? MORRIS als MULDER: (am Telefon) Rein zufällig, ja. (MULDER betritt das verlassene Labor und nimmt den Flugschreiber. Er steckt ihn in eine braune Papiertüte und verläßt das Labor wieder. Die Kamera schwenkt zu HOWARD GRODIN, der MULDER aus einer Ecke heraus beobachtet hat.) (SCULLY im Auto. Ihr Handy klingelt.) SCULLY: (sie meldet sich) Scully. AD KERSH: (am Telefon) Sie sind wieder in Nevada? SCULLY: (am Telefon) Äh...Sir, ich bin... AD KERSH: (am Telefon) Reden sie nicht, Agent, hören sie zu. Ihr Partner hat mich bereits von seinem Gespräch mit der Air Force in Kenntnis gesetzt, das er aus dem unbändigem Wunsch geführt hat, Sie von einem für Ihre Karriere fatalen Fehler abzubringen. Sie werden daher meine Instruktionen genauestens befolgen. SCULLY: (am Telefon) Sir, ich weiß nicht, was Agent Mulder Ihnen gesagt hat, aber ich... AD KERSH: (am Telefon) Sie werden meine Instruktionen genauestens befolgen, anderenfalls brauchen Sie nicht aus Nevada zurückzukommen. Ahearns Tankstelle in Lincoln County, Nevada (Nachts. MULDER hält bei der Tankstelle an. Er geht mit der braunen Papiertüte in der Hand in das Gebäude. Er sieht SCULLY neben einem Kühlregal für Getränke stehen.) TANKWART: Kann ich Ihnen helfen. (MULDER ignoriert den TANKWART und geht zu SCULLY.) MULDER als MORRIS: Scully, ich habe es. Ich habe den Beweis. (Sie sagt nichts. MULDER sieht den TANKWART an, der hinter seinem Tresen in Deckung geht. Helles Licht als mehrere Fahrtzeuge heranfahren, wobei die Werbung für Morleys an der Tür kurz angeleuchtet wird. SOLDATEN stürmen das Gebäude und nehmen MULDER den Flugschreiber weg. Sie schubsen ihn gegen den Tresen und legen ihm Handschellen an.) SCULLY: Es tut mir leid. MULDER als MORRIS: (betrogen) Scully, Sie? (JEFF SMOODGE, HOWARD GRODIN und MORRIS FLETCHER betreten das Gebäude. MORRIS FLETCHER stellt sich neben SCULLY. MULDER sieht MORRIS FLETCHER. Er beginnt sich zu wehren, als die SOLDATEN ihn aus dem Gebäude bringen.) JEFF SMOODGE: Verdammt, Morris! MULDER als MORRIS: (zu MORRIS FLETCHER) Sie! Sie verdammter Schweinehund! Sie haben das alles angezettelt! Er ist nicht ich, Scully! Würde ich das tun?! Würde ich das tun?! Scully...! Scully...! (SCULLY sieht zu, wie sie ihn aus dem Gebäude zerren. Sie sieht aus, als würde sie etwas ahnen. Sie geht ein paar Schritte auf ihn zu.) MULDER als MORRIS: (dreht sich um) Nein, Sie verdammter Schweinehund! Sagen Sie ihnen die Wahrheit! Scully, er ist nicht ich! Er ist nicht ich! Scully! Er ist nicht ich! (Die SOLDATEN bringen ihn endgültig nach draußen.) Fortsetzung folgt ... * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Übersetzer: Sabine Lemmer-Brust < jbrustma@t-online.de > Überarbeitung: spooky17 < spooky17@gmx.de > Die deutschen Folgen-Transcripts (und natuerlich viel mehr) findet ihr hier: http://akte-x.here.de