Triangle 6x03 (or 6AB03) Anmerkung der Übersetzerin: Da es bei diesem Skript mit der Übersetzung etwas schwierig wird, da auch im Original sehr viel Deutsch gesprochen wird, werde ich das - was auch in der US- Version Deutsch gesprochen wird - GROSS SCHREIBEN. - Gott, was ein bekloppter Satz. Ich hoffe, ihr verzeiht ihn mir. ;-) "Triangle" bezeichnet das Bermudadreieck, das sich... - ach, das kommt noch! Lest einfach mal weiter... *bg* Das Originalskript stammt übrigens von CarriK und TD und wurde mit ihrer Erlaubnis übersetzt. Einige Kommentare der beiden werde ich auch in dieses Skript einfließen lassen - ebenfalls mit ihrer Erlaubnis. Thanx a lot to CarriK and your fabulous help! I think I would have gone mad without you in my back with this script! KIT-X P.S.: Die tolle Collage zu dieser Folge stammt von Erin (E-Mail- Kontakt: exduck@llano.net. Link zu ihrer tollen Homepage auf der Seite von dana d. (http://dana-d.simplenet.com) unter "Storys". Disclaimer: "Akte X" ist das Eigentum von 20th Century Fox, Chris Carter und Ten Thirteen Productions. Keine Verletzung des Copyrights ist beabsichtigt. SARGASSO SEA (Unterwasseransicht eines schiffbrüchigen Motorboots. Langsamer Schwenk der Filmkamera zum Ende des Wrackteils. Wir sehen eine weiße Schwimmweste, Teile des Schiffrumpfes mit dem Namen des Bootes: "Lady Garland". Dann kommt ein Mann ins Bild, MULDER, der langsam - mit dem Gesicht nach unten - im Wasser treibt...) Tagline: DIE WAHRHEIT IST IRGENDWO DA DRAUSSEN (in Deutsch) <1. SZENE> (Es ist Nacht - zumindest ziemlich dunkel. Es regnet. Wir sehen das Deck eines großen Luxusliners. BRITISCHE MATROSEN zerren einen Mann aus dem Wasser.) MATROSE 1: Aye! Langsam! Langsam! Immer mit der Ruhe! Haltet ihn fest, Kumpels. Er ist fast oben. Das war’s. Noch einmal ziehen... Yeap. Lasst ihn jetzt bloß nicht fallen. Kommt schon! Zieht ihn rüber! Legt euch ins Zeug! Los! (Der gerettete Mann, MULDER, hustet.) MATROSE 2: Da ist er. Noch ziemlich lebendig. - Gib’s auf, Kumpel. Wäre besser für dich. Das kommt davon, wenn man für Ärger sorgt...! MATROSE 1: Vielleicht hat er ja auch nur eine lange Schwimmtour hinter sich. MATROSE 2: Yeah. Oder einen kurzen Flug. Bist du bei der Luftwaffe, Kumpel? Häh? (Er versetzt MULDER einen Schlag.) MATROSE 1: Nein, er ist nicht wie einer von der Luftwaffe angezogen. MATROSE 2: Was für ‘ne Uniform ist das denn dann, häh? SPRECHEN SIE DEUTSCH, JA? (MULDER stöhnt, als er einen erneuten Schlag erhält.) MATROSE 1: Ich sage, der ist ‘ne Ratte, und wir sollten ihn auch wie eine Ratte über Bord werfen! MATROSE 2: Richtig. Schmeißen wir ihn raus. (Die MATROSEN heben MULDER wieder auf und schleppen ihn ans Ende des Decks.) MULDER: (schwach) Hey... MATROSE 1: Wie wäre es mit einem erneuten Bad im Atlantik, hä? Dreckiger Deutscher! MATROSE 2: Nicht mal die Haie würden den fressen! MATROSE 1: Aye! - Was hast du noch zu sagen, Jerry (KIT-X- NOTIZ: Slangwort für "deutscher Soldat", ich habe es hier dringelassen, ihr sehr gleich, warum), bevor wir dich wieder reinwerfen, häh? MULDER: Ich heiße nicht Jerry... (KIT-X-NOTIZ: Da haben wir’s!) MATROSE 1: Wie denn dann, häh? MULDER: Mein Name ist Mulder. Fox Mulder. MATROSE 2: Das ist ein Name? Mulder? MULDER: Ich habe eine ID in meiner Tasche... MATROSE 1: (holt MULDERS Ausweis hervor und liest ihn) "Fox Mulder, Bundeskriminalamt." Sorry, Kumpel, ich habe noch nie davon gehört. (Sie beginnen, MULDER unter Deck zu schleppen.) MULDER: (überrascht) Sie haben nie davon gehört? MATROSE 2: Sollen wir dir sagen, was wir mit Füchsen machen? (lacht) (KIT-X-NOTIZ für all die, die nun die Stirn runzeln: Anspielung auf MULDERS Vornamen Fox, der ja "Fuchs" bedeutet.) Willst du das wissen? MULDER: Sie haben nie vom FBI gehört? MATROSE 2: Warum hältst du nicht die Klappe, Jerry, bevor wir hier noch unsere Meinung ändern? MULDER: Wo bringen Sie mich hin? MATROSE 1: Wo zum Teufel hast du bloß diesen Akzent her? MATROSE 2: Vielleicht ist er vom Geheimdienst des Führers. - Los, kommt. MULDER: Wovon reden Sie überhaupt? MATROSE 2: Ich sage, wir sollten ihn aufschneiden, um nachzuschauen, welche Farbe sein Blut hat. Dreckiger Deutscher! DEUTSCHLAND ÜBER ALLES! (MATROSE 2 spuckt auf MULDER. Sie befinden sich nun in dem hübsch anzusehenden Wohnbereich des Schiffes.) MULDER: (verwirrt) "DEUTSCHLAND ÜBER ALLES"? Wartet mal ‘ne Sekunde! MATROSE 2: Aye, wie wäre es, wenn wir ihm einen Korken ins Maul stopfen, Jungs? Wäre das nicht die Lösung? (Die MATROSEN klopfen an die Tür einer der Kabinen, an der ein reich verziertes Messingschild befestigt ist. Der britische Kapitän des Schiffes, KAPITÄN HARBURG, öffnet die Tür.) KAPITÄN HARBURG: Was gibt’s denn, hm? MATROSE 2: (flüsternd) Den haben wir aus dem Wasser gefischt, Sir. Wissen gar nichts über ihn. Ich glaube, es ist ein Deutscher. KAPITÄN HARBURG: Bringt den Gefangenen in mein Zimmer. (Sie stoßen MULDER in die Kapitänskajüte. Sie halten ihn fest, während der KAPITÄN MULDER zweimal schlägt.) KAPITÄN HARBURG: Freund oder Feind? MULDER: Was? KAPITÄN HARBURG: Unter welcher Flagge dienen Sie? Wem haben Sie Ihre Treue geschworen? MULDER: Ich glaube, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt... (MULDER stöhnt, als der KAPITÄN ihn ein weiteres Mal schlägt.) KAPITÄN HARBURG: Sprechen Sie die Wahrheit, Mann! MULDER: Das ist die "Queen Anne", oder nicht? KAPITÄN HARBURG: Aye. (Der KAPITÄN beginnt, weiter auf MULDER einzuschlagen. MULDER hält die Hände des KAPITÄNS ohne Aggression fest.) MULDER: Hey, das war jetzt aber genug! - Ich habe nach diesem Schiff hier gesucht! (MATROSE 1 hält MULDER ein Messer an den Hals.) MATROSE 1: Sagen Sie nur ein Wort, Kapitän, und ich mach’ ihn fertig! MULDER: Warten Sie eine Sekunde! Ich glaube, ich kann das hier erklären! MATROSE 2: Es ist ein Russe, Kapitän! (KIT-X-NOTIZ: Na, habt ihr bald alles durch? *bg*) MULDER: Wie ist Ihre jetzige Position? KAPITÄN HARBURG: Schlitzt diesen Spion auf! (Die MATROSEN beginnen, MULDER in den hinteren Teil des Raumes zu drängen.) MULDER: Ich werd’s Ihnen sagen, Sir! Wir befinden uns zwei Grad über dem dreißigsten Längengrad! In der Sargasso Sea (KIT-X-NOTIZ: Verschwand hier nicht auch das Schiff mit dem schönen Namen "Mary Celeste", das Unmengen Gold geladen hatte???). Direkt unter dem Sternbild des Krebses. 64 Grad Südwest. Auf der Plantagenet-Bank, 60 Meilen süd-südwestlich von Bermuda. Wie könnte ich das wissen, wenn ich die ganze Zeit über im Wasser gewesen bin? KAPITÄN HARBURG: Aye, das ist ‘ne verdammt gute Frage, Bursche. Ich warte auf eine verdammt gute Antwort! MULDER: Sagen Sie’s mir, wenn ich falsch liege... - Sagen Sie mir, dass es Ihnen nicht möglich war, genaue Kompassmessungen vorzunehmen. Ihr Navigationsgerät hier ist ein Scheißding! Wissen Sie auch, warum? Weil Sie von etwas festgehalten werden, was man das Bermudadreieck nennt. Ich kann es Ihnen hier auf dieser Seekarte zeigen. (geht zur Wand mit der Karte hinüber) Es geht von Bermuda hinunter zu Puerto Rico und von dort zurück nach Florida. Die "Queen Anne" ist hier gefangen, am östlichen Ende. (tippt auf eine Stelle auf der Karte) Sie sind in eine Art Zeittunnel geraten. In eine Art von Limbo-Dimension (KIT-X-NOTIZ: Ist der Limbo nicht dieser sagenumwobene Fluss, der das Hier und Jetzt von der jenseitigen Welt trennt? Soweit ich weiß, nennt man diesen Fluss auch Bardo, und er stellt die Vorhölle dar. Das habe ich jedenfalls mal im TV aufgeschnappt und mit CarriK ausdiskutiert. Sie sagte, dass damit auch eine Welt zwischen zwei Welten gemeint sein könnte, aber ist das im Endeffekt nicht das Gleiche?). Und nun sind Sie ins Jahr 1998 geraten. MATROSE 1: 1998?! MATROSE 2: Dieser Mann ist verrückt! MATROSE 3: Lassen wir ihn den Fischen diese Story auftischen. KAPITÄN HARBURG: Ich habe genug davon, verarscht zu werden, Mann! Da draußen tobt ein Krieg. Und ob ich nun daran beteiligt bin oder nicht, ich habe weder vor, meinen Verstand, noch mein Schiff wegen einem Handlanger wie Ihnen zu verlieren! MULDER: (lachend) Sie können ganz beruhigt sein. Wir haben keinen Krieg. Es herrscht Frieden. Na ja, wir haben ein wenig Ärger im Weißen Haus, aber das wird sich bald legen. (KIT-X-NOTIZ: Der wird doch nicht etwa auf Monica anspielen? *bg*) KAPITÄN MARBURG: Frieden? Heute haben wir den 3. September 1939, Mann! Hitler hat Polen überrannt! Und so ein Haufen dieser Paradeschritt-Hooligans sind gerade an Bord gekommen, also reden Sie mir nicht von Frieden, ja? Das können Sie Ihrer Großmutter erzählen! MULDER: (zeigt ihnen das Datum auf seiner Uhr, um seine Aussage zu beweisen) Nein, nein, es ist nicht der dritte September. Es ist der sechzehnte November. Sehen Sie? (Jemand klopft an die Tür. Der ERSTE MAAT kommt herein.) ERSTER MAAT: Entschuldigen Sie, Kapitän. KAPITÄN MARBURG: Ja, bitte? ERSTER MAAT: Sir, die Deutschen, Sir. Sie haben die Kontrolle auf der Brücke übernommen. Sie steuern ihr Heimatland an. KAPITÄN MARBURG: Nicht mit Kapitän Yip Harburg, denn der wird ihnen nicht untätig dabei zusehen! - Sperren Sie den Gefangenen hier ein! MULDER: Es ist in Ordnung. Lassen Sie sich nach Deutschland bringen. Die machen schöne Autos da... (KIT-X-NOTIZ: Und warum habe ich dich dann noch nie in irgendeinem anderen Wagen als in einem von Ford gesehen??? ;-) - spooky17, roll nicht mit den Augen! Das ist mir nun mal rausgerutscht... - Diese Note hier kannst du wieder löschen. Die, die mit "spooky17" anfängt...*bg*) (Anm. v. spooky17: Jetzt erst recht nicht, grrrr.) (Die MATROSEN und KAPITÄN MARBURG ignorieren ihn, verlassen den Raum und verschließen von außen die Tür.) MULDER: (zu sich selbst, breit grinsend, irgendwie aufgeregt) Das ist unglaublich! (MULDER geht zum Funkgerät hinüber, beginnt an der Skala zu drehen und in das Mikrofon zu sprechen.) MULDER: (in das Funkgerät) Mayday, Mayday. Hier spricht Special Agent Fox Mulder vom FBI. Ich bin auf der "SS Queen Anne". (versucht einen anderen Kanal) Schiff in Seenot, Mayday, Mayday. (Als er weiter an den Skalen dreht, erwischt MULDER einen Rundfunksender.) RADIO: Der britische Botschafter in Berlin übergab der deutschen Regierung eine letzte Meldung, die besagt, dass wir gegen Deutschland in den Krieg ziehen werden, wenn sie ihre Truppen nicht unverzüglich aus Polen zurückrufen. Wir haben keine Bestätigung erhalten, dass dies geschehen ist. Und darum liegt dieses Land ab heute, dem 3. September 1939, mit Deutschland im Krieg. (MULDER sitzt vor dem Gerät und starrt es schockiert an.) MULDER: Oh, sch.... (KIT-X-NOTIZ: Sag’s ruhig...) (MULDER dreht sich um, als er hört, wie der Schlüssel im Schloss der Tür gedreht wird.) DEUTSCHER SOLDAT: HALLO? IST HIER JEMAND DRIN? HALLO? (Der DEUTSCHE SOLDAT betritt den nun dunklen Raum. Wir können sein Gesicht nicht sehen. Er schaut sich um.) RADIO: Schließen Sie alle öffentlichen Einrichtungen! Alle Kinos, Theater und andere Veranstaltungsorte sind ab sofort zu schließen. Die Evakuierung britischer Kinder verläuft bisher ohne Probleme. Das Gesundheitsministerium berichtet, dass dieser große... (Als der DEUTSCHE SOLDAT am Funkgerät vorbeiläuft, springt MULDER ihn an. Dabei fällt das Gerät zu Boden, der Kanal wechselt zu einem Song mit dem Titel "Bei mir bist du schön" der Andrews Sisters. Die beiden Männer fahren fort, sich gegenseitig zu verkloppen (im wahrsten Sinne des Wortes). MULDER gewinnt, und er starrt auf das Gesicht des nun bewusstlosen DEUTSCHEN SOLDATEN. Es ist die 1939-Version von AGENT SPENDER.) MULDER: Was zum Teufel geht hier vor sich? Spender? (MULDER beginnt, 1939 SPENDER auszuziehen, als die Kamera herumschwenkt und das Bild wechselt. Wir sehen jetzt den Flur. MULDER, nun gekleidet in 1939 SPENDERS Uniform, folgt dem Flur. Am anderen Ende entdecken ihn ein paar SOLDATEN.) SOLDAT 1: (freundlich) NA, ALTER JUNGE, WIE GEHT'S? (MULDER antwortet nicht - schließlich versteht er kein Deutsch - und dreht sich um. (KIT-X-NOTIZ: Selbst dran Schuld, was nun kommt, hätte er sich denken können...) Die SOLDATEN sind nun nicht länger freundlich.) SOLDAT 1: HALT! - MACH SCHNELL! DER RECHTS! DER RECHTS! DER RECHTS! (MULDER rennt los. Die SOLDATEN jagen MULDER durch die Korridore innerhalb des Schiffes. Zweimal entkommt ihnen MULDER, indem er in einen anderen Seitenflur einbiegt. MULDER folgt einem engen Gang und landet im Ballsaal des Schiffes, wo die gutgekleideten Passagiere zu den Klängen von ELMIRA GLUNCH und LOLIPOP GUILD tanzen. MULDER wandert wie betäubt durch die tanzenden Paare, irgendwie ziellos. Das Orchester spielt "Jeepers Creepers") SÄNGERIN: It’s got to be sunny to me When your eyes look into mine Jeepers Creepers, where’d you get those Peepers? Gosh, oh, get up, how’d they get so lit up? MULDER: (leise, zu sich selbst, als er zu der hübschen blonden Sängerin aufblickt) Hi. (Eines der Paare, das in der Nähe von MULDER tanzt, rempelt ihn versehentlich an.) FRAU: Entschuldigen Sie. (MULDERS Blick wandert von der Sängerin zu der FRAU, und er stellt erstaunt fest, dass diese indentisch ist mit SCULLY. Sie trägt ein langes, burgundfarbenes Kleid und tanzt mit einem KAHLKÖPFIGEN MANN. Mulder, voller Überraschung, greift nach ihrem Arm.) MULDER: Scully? 1939 SCULLY: Ich rate Ihnen, Ihre Pfoten von mir zu nehmen, bevor sie eine auf’s Maul kriegen! (KIT-X-NOTIZ: Hi, hi, eindeutig nicht die echte Scully...) MULDER: (hebt den Schrim seiner Mütze, so dass sie ihn sein Gesicht sehen kann) Scully, ich bin’s, Mulder. 1939 SCULLY: Oh, Sie sprechen also Englisch, ja? Wie würde es Ihnen gefallen, die Sterne der amerikanischen Flagge zu sehen?! (hält ihm ihre Faust unter das Gesicht) MULDER: (nicht verstehend, warum sie ihn nicht erkennt) Ich bin kein Soldat. 1939 SCULLY: Oh, sicher. Sie sehen nur wie einer aus, was? (Sie dreht ihm den Rücken zu, um weiterzutanzen.) MULDER: Ich habe diese Uniform stehlen müssen. (legt seine Hand auf ihren Rücken) Scully? (Plötzlich stoppt die Musik, und die SÄNGERIN deutet von der Bühne aus auf MULDER hinab.) SÄNGERIN: HIER IST DER MANN, DEN SIE WOLLEN! (Die SOLDATEN, die nahe der Tür standen, nähern sich MULDER.) SOLDAT 1: (feuert in die Luft) HALT! HÄNDE HOCH! HÄNDE HOCH! (MULDER starrt 1939 SCULLY verwirrt an.) 1939 SCULLY: (übersetzt) Er sagte: "Nehmen Sie Ihre Hände hoch." (MULDER hebt die Hände. Die SOLDATEN greifen nach ihm.) MULDER: (zu 1939 SCULLY) Sie sehen, dass ich die Wahrheit gesagt habe... (Ein SOLDAT schlägt MULDER recht grob. Die Musik beginnt erneut, als die SOLDATEN MULDER aus dem Ballsaal drängen. 1939 SCULLY geht zurück, um weiterzutanzen.) SÄNGERIN: Jeepers Creepers... MULDER: Im Moment seid ihr noch die großen Jungs. Aber wartet bloß ab, bis ihr in Russland seid! Ich hoffe, ihr Burschen mögt’s kalt... (KIT-X-NOTIZ: Natürlich eine Anspielung auf die große Niederlage der Deutschen vor Stalingrad.) SÄNGERIN: Where’d you get those eyes? Hush, oh, get up, how’d they get so lit up? (Die SOLDATEN stoßen MULDER vor sich her, durch das Schiff, hinauf auf das Deck. Es regnet. Sie beginnen, auf MULDER einzuschlagen. MULDER versucht, sich zu wehren, schlägt einen der SOLDATEN nieder. Die anderen halten ihn davor zurück, auch einen zweiten niederzuschlagen.) SOLDAT 1: AUF, SCHNELL! BRINGT DEN KERL NACH HINTEN! LOS! MULDER: Gilt auch für dich, Adolf! SOLDAT 1: Los! Macht schon! (Sie treiben MULDER weiter. Der SOLDAT, der von MULDER attackiert worden war, steht wieder auf. Die Gruppe stoppt vor dem Steuerhaus. KAPITÄN MARBURG steht trotzig und in herausfordernder Haltung vor dem Steurrad. Er ist von SOLDATEN umzingelt. Das Gesicht des OFFIZIERS können wir noch nicht sehen.) OFFIZIER: BRINGEN SIE DIESES SCHIFF AUF FAHRTRICHTUNG DEUTSCHLAND ODER WIR SCHAFFEN SIE VOM STEUER WEG. VERSTANDEN? KAPITÄN MARBURG: Ich werde mein Schiff nicht aufgeben! OFFIZIER: (zu den SOLDATEN) ZEIGT IHM WAS ICH MEINE... (Die SOLDATEN richten ihre Waffen auf KAPITÄN MARBURG.) KAPITÄN MARBURG: Ihr könnt mich erschießen, Jungs, aber von diesem Steuer weiche ich nicht, und wenn wir uns in der Hölle wiedersehen! (spuckt aus) OFFIZIER: ERSCHIESS' IHN. ERSTER MAAT: Nein! (Die Kamera schwenkt herum, bis KAPITÄN MARBURG hinter dem OFFIZIER verschwindet, von ihm verdeckt wird. SOLDAT 2 feuert. Der KAPITÄN fällt tot um. Kopfschuss. Der OFFIZIER dreht sich um. Er ist die 1939er Version des CIGARETTE SMOKING MANS. Er zündet sich eine Zigarette an und starrt auf MULDER.) MULDER: Sie...! 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: WER IST DIESER MANN? SOLDAT 2: ER HAT EINEN MEINER LEUTE ZUSAMMENGESCHLAGEN UND SEINE UNIFORM GESTOHLEN. ER IST EIN SPION. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: WO SIND DIE WAFFEN VERSTECKT? MULDER: Wie bitte? 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: DIE WAFFEN HABEN SIE AN BORD, NICHT? MULDER: Ich spreche kein Nazi! 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: ERSCHIESS' IHN AUCH. (SOLDAT 2 richtet die Waffe auf MULDERS Kopf.) MULDER: (in Panik) Warten Sie! Nur eine Minute, ja?! Warum wollen Sie mich erschießen? Was habe ich getan? Ich verstehe kaum, was Sie mich hier überhaupt fragen... (Ein anderer SOLDAT, der wie SKINNER aussieht, betritt den Raum.) 1939 SKINNER: HALT! NICHT SCHIESSEN. DIESER MANN IST AMERIKANER. ES HEISST, SIE WOLLEN MEHR LEUTE AN DEM KRIEG BETEILIGEN. (händigt dem 1939 CIGARETTE SMOKING MAN MULDERS Ausweis aus.) 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: BRINGT IHN NACH UNTEN. BRINGT ALLE NACH UNTEN. (MULDER wird wieder von einigen SOLDATEN nach draußen getrieben.) MULDER: (schon außer Sicht) Skinner? Wo bringen die mich hin? Helfen Sie mir, Skinner! <2. SZENE> (SCULLY sitzt an IHREM?!?!?!?! Schreibtisch im FBI-Gebäude. Die LONE GUNMEN nähern sich ihr.) SCULLY: Was macht ihr Jungs denn hier? FROHIKE: Mulder ist in Schwierigkeiten. LANGLY: Großen Schwierigkeiten. SCULLY: Wovon sprechen Sie? BYERS: Kommen Sie mal kurz mit, ja? SCULLY: Okay, wo gehen wir hin? (Sie entfernen sich ein paar Schritte von ihrem Schreibtisch.) FROHIKE: Die Wände haben Ohren... SCULLY: (ungeduldig) Ich habe Ohren. Wollen Sie mir nun sagen, was los ist, oder nicht? BYERS: Mulder ist verschwunden. SCULLY: Verschwunden von wo? LANGLY: Vom Radar des nationalen Aufklärungssatelliten über dem mittleren Breitengrad. (LANGLY reicht ihr ein Foto.) SCULLY: Ich verstehe nicht... - Was ist das, was ich mir da ansehe? FOWLEY: Einen Haufen Nichts. (KIT-X-NOTIZ: Heißt so, wenn man’s übersetzt, ich schwöre es! Kein Grund, mir gleich wieder den Kopf zu waschen, spooky17. *g*) BYERS: Wir haben das vor 45 Minuten vom NRO-Satelliten erhalten, der früh am Morgen ein Bild von einem Schiff geschickt hatte, das sich auf rätselhafte Weise mitten im Atlantik in Luft auflöste. LANGLY: Die "SS Queen Anne", die auf unerklärliche Weise vor über sechzig Jahren spurlos verschwand. SCULLY: Die "Queen Anne"? Der britische Luxus-Liner? FROHIKE: Das ist korrekt. SCULLY: Sie ist von einem deutschen U-Boot beschossen worden. LANGLY: Das ist die eine Geschichte... SCULLY: Es gibt noch eine andere? BYERS: Ihre Position wurde ständig vor etwaigen Spionen geheimgehalten. Man vermutete sie nördlich der Erdachse. Aber es ist inzwischen bekannt, dass sich die "Queen Anne" südlich der Plantagenet-Bank befand, bevor sie verschwand. FROHIKE: Und obwohl der Ozean an dieser Stelle nicht tiefer als sechzig Fuß ist, hat man sie nie gefunden. SCULLY: Sie wollen mir also sagen, dass sich die "Queen Anne" einfach so in Luft aufgelöst hat? LANGLY: (nickt) Im Bermudadreieck. FROHIKE: Und wieder auftauchte, heute Morgen um 6.49 Uhr Eastern Standard Time. (KIT-X-NOTIZ: Zeitzone New York - Bogota.) SCULLY: Das ist unmöglich! BYERS: Satelliten lügen nicht. SCULLY: (deutet auf das Foto) Aber hier ist nichts drauf. BYERS: Wir haben die Originale Mulder gegeben, damit er sie als Navigationshilfe verwenden kann. LANGLY: Er hatte es sehr eilig. SCULLY: Wo wollte er hin? FROHIKE: Hinaus zur "Queen Anne", bevor irgend jemand anderes ihm zuvorkommen konnte. SCULLY: Er ist da draußen?! BYERS: Er ist nach Bermuda gereist und hat ein Motorboot im Hafen von Hamilton gemietet. Wir haben ihm auf dem Satellit anderthalb Stunden lang verfolgt. LANGLY: Bis ein Sturm aufkam und die Übertragungen unterbrochen wurden. FROHIKE: (auf das Foto deutend) Das ist das, was Sie da in den Händen halten. SCULLY: Was ist mit ihm passiert? BYERS: Das können wir nicht sagen. Nicht ohne alternative Geräte, mit denen wir ihn finden könnten. LANGLY: Nicht ohne gute Geräte. Alles, was wir tun können, ist warten und auf das Beste hoffen... FROHIKE: Ja, und das Schlimmste erwarten... SCULLY: Wir brauchen Hilfe. (SCULLY geht zu ihrem Schreibtisch zurück.) BYERS: Ohne irgendeine Position gleicht er einer Nadel im Heuhaufen... SCULLY: Was brauchen Sie? BYERS: AWACS SLAR oder SAR 100 K (Aufklärungsflugzeuge in großen Höhen, korrigiert mich, wenn ich mich irre) der Navy. Um das zu kriegen, müssten wir irgendeinen im Pentagon auftreiben... SCULLY: (schreibt die Informationen nieder) Warten Sie unten auf mich. (SCULLY nimmt die Notiz an sich und verlässt die GUNMEN. Sie geht zielbewusst den Korridor entlang, zum Büro von SKINNERS SEKRETÄRIN.) SCULLY: (zur SEKRETÄRIN) Ich muss mit ihm sprechen. SEKRETÄRIN: Würden Sie bitte Platz nehmen? SCULLY: (nickt in Richtung Tür) Ist er da drin? SEKRETÄRIN: Ja, er telefoniert gerade. SCULLY: Entschuldigen Sie bitte, aber das hier kann nicht warten. (SCULLY rauscht in SKINNERS Büro. Er telefoniert tatsächlich.) SCULLY: Sir? SKINNER: (in den Hörer) Können Sie mal kurz warten? (zu SCULLY) Was gibt es, Agent Scully? SCULLY: Ich habe gerade sehr schlechte Nachrichten erhalten, Sir. Ich brauche Ihre Hilfe. SKINNER: (in den Hörer) Ich rufe Sie in fünf Minuten zurück. (Er legt auf und dreht sich zu SCULLY um. Er scheint etwas wütend zu sein.) Sie können doch nicht einfach so hier reinplatzen! SCULLY: Sir, ich konnte nicht meine Zeit damit verschwenden, Ihrer Sekretärin alles zu erklären. SKINNER: Dann sagen Sie mir, was so dringend sein soll. SCULLY: Es geht um Agent Mulder. Er hat etwas unglaublich Dummes gemacht. SKINNER: Ich kann nicht. SCULLY: Er ist im Atlantik verschwunden. SKINNER: Ich kann nicht, Agent Scully. SCULLY: Was können Sie nicht? SKINNER: Ich kann Ihnen nicht helfen. Es gibt nichts, was ich tun könnte. SCULLY: Tun Sie es nicht für mich, tun Sie’s für Agent Mulder. SKINNER: Mir sind die Hände gebunden. Ich bin nicht mehr Ihr direkter Vorgesetzter. SCULLY: Wollen Sie denn nicht wissen, worum es hier überhaupt geht? (Sie gehen der Tür entgegen.) SKINNER: Nein, das will ich nicht. Ich will nicht einmal davon hören. SCULLY: (flehend) Sir, hier geht es um ein Menschenleben! SKINNER: (lauter) Es ist mir nicht erlaubt, mit Ihnen Kontakt zu haben. Weder mit Ihnen, noch mit Mulder. (Kurzer Blick in den Vorraum, dem Büro der SEKRETÄRIN.) SEKRETÄRIN: (entschuldigend) Sie ist einfach an mir vorbeigerannt, Sir. (SCULLY schließt die Verbindungstür zwischen den beiden Büros wieder.) SKINNER: Sie folgen nicht mehr Ihrem Weg, Scully. SCULLY: Sie folgen dem Ihren nicht mehr, Sir! Es tut mir leid, aber ich kam zu Ihnen, weil ich mir Hilfe erhofft habe. Und ich habe niemanden sonst, zu dem ich gehen könnte. Ich hatte gehofft, dass Sie - nach alledem, was wir bereits durchgemacht haben - wenigstens die Höflichkeit und den Anstand besitzen würden, mir zu helfen, und hätte nicht erwartet, dass Sie nicht einmal den Respekt aufbringen würden, mir zuzuhören. Alles, was ich brauche, sind Informationen. (SKINNER nimmt SCULLY den Zettel mit den Notizen ab und überfliegt sie.) Mehr haben Sie gar nicht zu tun. Sehen Sie, Sir, wenn Sie jemanden im Büro der Bundesmarine kennen würden, wäre mir das eine große Hilfe... SKINNER: (nach einer Pause, gibt ihr den Zettel zurück) Ich könnte meinen Job verlieren, meine Pension... Mir könnte sogar ein gerichtliches Verfahren blühen... (SCULLY seufzt wütend und will die Tür öffnen, doch SKINNER drückt sie wieder zu und lässt seine Hand auf dem Holz ruhen.) SKINNER: Benutzen Sie Ihren Verstand, Scully. Das wird Ihnen den Arsch retten. SCULLY: Retten Sie Ihren eigenen Arsch, Sir. Damit retten Sie auch Ihren Verstand. (SCULLY durchquert die Doppeltür, die direkt aus SKINNERS Büro führt. Sie schaut noch einmal kurz zurück, dann geht sie in den Flur hinaus. Sie geht den Korridor entlang und betritt einen recht vollen Aufzug. Grob drückt sie einen der Knöpfe. Sie wartet ungeduldig, bis sich der Fahrstuhl in Bewegung setzt, klatscht sich mit dem Zettel mit den Notizen in die Hand und erntet einen recht sonderbaren Blick einer Frau neben sich, verlässt dann rasch den Fahrstuhl, als dieser hält, und die Tür sich öffnet, und schlägt unbeabsichtigt einen weiteren "Passagier" mit dem Papier, als sie aus dem Fahrstuhl rauscht.) FRAU: Autsch! SCULLY: (dreht sich schnell um) Tschuldigung. (SCULLY betritt das Büro von KERSH’S SEKRETÄRIN. Es ist leer. SCULLY dreht sich um und ist fast aus dem Büro heraus, als die SEKRETÄRIN aus KERSH’S Büro kommt. Sie sieht genauso aus, wie die SÄNGERIN auf dem Schiff im Jahre 1939.) KERSH’S SEKRETÄRIN: Ja, Sir, ich werde diese Akten besorgen und den Anruf erledigen. Ich sage Ihnen Bescheid, wenn ich ihn ans Telefon kriege. SCULLY: Ich muss mit AD Kersh sprechen! KERSH’S SEKRETÄRIN: Es tut mir leid, aber er ist indisponiert.. (SCULLY entdeckt AD KERSH in seinem Büro.) SCULLY: Assistant Director Kersh, könnte ich Sie wohl kurz sprechen? AD KERSH: Weswegen? SCULLY: Oh, darf ich, Sir? (betritt das Büro) Danke. Sir, ich brauche Sie. Sie müssen einige Informationen für mich besorgen. (hält das Blatt mit den Notizen hoch) Ich habe vielleicht nicht die Freiheit, das zu sagen, aber es handelt sich hier um eine Sache mit äußerster Dringlichkeit. (SCULLY dreht sich um und sieht den CIGARETTE SMOKING MAN in KERSH’S Büro stehen.) KERSH: Ja? SCULLY: Ich, oh... Entschuldigung, ich hätte nicht unangekündigt hierherkommen sollen. AD KERSH: (aalglatt) Dürfte ich das vielleicht sehen, was Sie mir eben gerade zeigen wollten, Agent Scully? SCULLY: Oh... das ist nichts, wirklich. AD KERSH: (nimmt ihr das Blatt ab) Gut. (Ohne ein weiteres Wort zu sagen, verlässt SCULLY das Büro. Man kann ihr richtig ansehen, wie sie sich selbst vorwirft, wie sie nur so dumm hatte sein können. Sie hebt kurz ihre Hände und dreht sich im Flur herum, nachdenklich... Sie hat plötzlich eine Idee.) SCULLY: Was denke ich da bloß? Was denke ich da bloß? (Sie zieht ihr Handy aus der Tasche, tippt rasch eine Nummer ein, schlägt den Weg zurück zum Aufzug ein, und rennt dabei beinahe jemanden über den Haufen.) SCULLY: Tschuldigung. (Sie huscht in den Aufzug, kurz bevor sich die Türen schließen. Sie ist alleine in der Kabine.) SCULLY: (flüsternd, scheint jemanden am anderen Ende dazu bewegen zu wollen, abzuheben, und drückt den Knopf für das Erdgeschoss.) Komm schon, komm schon, komm schon, komm schon! - Gehen Sie dran, Mulder! Gehen Sie dran, gehen Sie dran, gehen Sie dran, gehen Sie dran! (KIT-X-NOTIZ: Ich kann nix dafür, Scully benimmt sich hier gerade wie ‘ne kleine Furie. Und wenn sie das so oft sagt, dann werde ich das auch genauso oft hier hinschreiben, gelle?) COMPUTERSTIMME: Der Kunde, den Sie zu erreichen versuchen, antwortet entweder nicht, oder... SCULLY: (legt auf) Verflucht! (SCULLY verlässt den Fahrstuhl und rauscht in das Büro der "X- Akten". Sie hat SPENDER schon entdeckt... - den Armen, grins...) SCULLY: (äußerst direkt) Ich will, dass Sie mir einen Gefallen tun. Er ist nicht ehrbar. Entweder Sie tun es, oder ich werde Sie umbringen, haben Sie verstanden? (SPENDER ist alleine im Büro. Er steht auf und geht auf sie zu.) SPENDER: Sind Sie okay, Agent Scully? SCULLY: Nein, bin ich nicht. Ich bin eine Pistole mit gespanntem Abzug, also testen Sie mich nicht, Spender! Spielen Sie nicht einmal mit dem Gedanken, mir blöd zu kommen! SPENDER: Was brauchen Sie? SCULLY: (schreibt es ihm auf) AWACS SLAR 100 K der Navy. Süd-südöstlich von Bermuda. Ich suche nach einem Boot, vielleicht einem Schiff. Einem Luxus-Liner von 1939. SPENDER: 1939? SCULLY: Stellen Sie nicht so viele Fragen! Es ist mir egal, was Sie tun, mit wem Sie das tun und wen Sie damit belästigen. Ich brauche diese Information, und ich brauche sie jetzt! Habe ich mich klar ausgedrückt? SPENDER: Kristallklar. SCULLY: Und, Agent Spender... Wenn Sie nicht schnell wieder auftauchen, dann werde ich Sie jagen, so wahr mir Gott helfe! (sie ballt ihre Hand zur Faust - KIT-X-NOTIZ: Wow, Scully ist ja richtig gefährlich heute! Amen...) SPENDER: Schon gut... (Er verlässt das Büro.) SCULLY: (Stoßseufzer) Oh, Gott! (Das Telefon auf SPENDERS Schreibtisch klingelt. SCULLY starrt es an, dann nimmt sie ab.) SCULLY: (in den Hörer) Hallo? CIGARETTE-SMOKING-MAN: (Stimme) Agent Fowley? SCULLY: (in den Hörer, hält inne, verstellt die Stimme) Ja. CIGARETTE-SMOKING-MAN: (Stimme) Ich suche Agent Spender. SCULLY: (in den Hörer) Es tut mir leid, aber er ist gerade nicht hier. Kann ich Ihnen irgendwie helfen? CIGARETTE-SMOKING-MAN: (Stimme) Ja. Agent Scully hat dem Assistant Director gerade einen Zettel gegeben, auf den man die Namen recht intelligenter Systeme gekritzelt hat. (hält inne) SCULLY: Ja? Ja, Sir? CIGARETTE-SMOKING-MAN: (Stimme, hält wieder inne) Wer ist da? (SCULLY legt langsam auf. Sie will gehen. Das Telefon klingelt erneut hinter ihr. SCULLY rennt versehentlich in KERSH’S SEKRETÄRIN.) KERSH’S SEKRETÄRIN: Oh, Agent Scully. SCULLY: Ich war bloß... ähm... KERSH’S SEKRETÄRIN: Ich wurde zu Ihnen geschickt. SCULLY: Ja, ich habe auf Agent Spender gewartet, er war, ähm... Ich sollte eine Lieferung für ihn annehmen. KERSH’S SEKRETÄRIN: Agent Spender ist bei Assistant Director Kersh. SCULLY: (wie eine Furie) Dieser Bastard! (KIT-X-NOTIZ: Scully! Also wirklich!!!) (SCULLY rauscht - mal wieder - in den Fahrstuhl) SCULLY: (zu sich selbst) Mist! (Ihr Handy klingelt) SCULLY: (in den Hörer) Scully. (Sie kann kaum die andere Person verstehen.) Mulder? (hoffnungsvoll) Sind Sie das? Nein, ich kann nicht... Ich bin im Fahrstuhl. Warten Sie, ich bin gleich draußen, in einer Sek... Warten Sie. (Die Türen öffnen sich, SCULLY tritt nach draußen, sieht KERSH, SPENDER und den CIGARETTE SMOKING MAN im Flur stehen. Sie unterhalten sich. Sie duckt sich und geht in den Fahrstuhl zurück.) SCULLY: (in den Hörer) Hallo? Nein... ich kann nichts verstehen. Ich kann nicht... (Die Türen öffnen sich wieder, und Skinner steht davor, auch ein Handy gegen das Ohr gepresst.) SKINNER: Waren Sie das? SCULLY: Sie sind das? SKINNER: (betritt die Kabine, die Türen schließen sich wieder) Ich habe versucht, Sie zu erreichen. Ich habe die Informationen, die Sie brauchen. (SCULLY nimmt das Blatt Papier, greift nach SKINNER und küsst ihn auf den Mund. [KIT-X-NOTIZ: Hey, was ist denn das? Bin ich im falschen Film, oder was???]) SCULLY: Wie? SKINNER: Fragen Sie lieber nicht. SCULLY: (dankend) Sir, was Sie getan haben, ist... SKINNER: Mulder Arsch gerettet, ich weiß. SCULLY: Ja. (Die Türen gehen auf. Andere Agenten sind im Flur.) SKINNER: (streng) Und wenn Sie mich noch einmal fragen, ob ich für Sie das Gesetz oder das Protokoll vernachlässige, dann werde ich Sie verpackt und beschrieben für immer aus dem FBI entfernen lassen. Haben wir uns verstanden, Agent Scully? (KIT-X-NOTIZ: Komm schon, du alter Brummbär, das meinst du doch nicht ernst. *bg*) SCULLY: Ja. (Sie macht auf dem Absatz kehrt und rennt zurück in den Aufzug.) SCULLY: (aufgeregt) Ja! (Sie bemerkt, dass noch ein anderer Agent mit ihr in der Kabine steht. Sie versucht, sich zu beruhigen, aber sie liest sofort die Informationen von SKINNER. Der andere Agent sieht sie etwas schief von der Seite an. Als sich die Tür öffnet, macht sich SCULLY auf den Weg in die Garage. Wir hören den Motor eines VW-Busses. SCULLY krabbelt zu FROHIKE auf den Rücksitz und schlägt die Tür zu.) BYERS: Und? Haben Sie’s? SCULLY: (hält triumphierend das Blatt hoch) Ja! (Der VW-Bus fährt los. Ein Mann - SPENDER? - rennt hinterher, erwischt ihn jedoch nicht mehr.) <3. SZENE> (1939. MULDER und die MATROSEN werden von den SOLDATEN hinab in den Laderaum des Schiffes gebracht.) MATROSE 2: Ey... Amerikaner, richtig? Habe dir das Leben gerettet, Kumpel. Die Krauts sind nicht sonderlich scharf darauf, dass ihr Yanks euch an dem Krieg beteiligt. MULDER: Ich habe zwei Wörter für dich, mein Freund: Pearl Harbor. (KIT-X-NOTIZ: Flotten- und Flugstützpunkt der USA an der Südseite der Hawaii-Insel Oahu. Am 07.12.1941 vernichtete Deutschlands Kriegsverbündeter Japan einen Großteil der US- amerikanischen Pazifikflotte - 3500 Tote. Dieser Vorfall bewegte die USA - damals unter Präsident Roosevelt - dazu, gegen die Achsenmächte (u. a. Deutschland und Japan) in den Krieg zu ziehen. - Sagt nicht, dass ich nichts für eure Geschichtskenntnisse tue! Mit diesen Infos hier könnt ihr euren Geschi-Pauker mal so richtig zum Staunen bringen! Tja, wenn ihr mich nicht hättet. *bg*) MATROSE 2: Was? MULDER: Nach Polen wird Hitler sich seinen Weg durch Dänemark, Holland und Frankreich bahnen, mit ein paar Zwischhenstopps. Die Franzosen werden alle zu uns rüberkommen, die Italiener werden ihre Möglichkeiten ausschöpfen und die Japaner werden durchs Hintertürchen spazieren. Es ist ‘ne lange und blutige Geschichte. Sie hatte aber glücklicherweise ein Happy-End. MATROSE 2: Wir gewinnen? MULDER: Ja, ihr werdet mit etwas Hilfe von uns in die Geschichte eingehen. Nicht viel hinzuzufügen für die nächsten fünfzig Jahre, außer vielleicht die Spice Girls. SOLDAT 1: LOS, HINEIN MIT IHNEN! MACH SCHON! LOS! (Öffnet die Tür zum Maschinenraum. Sie betreten ihn und der SOLDAT verschließt die Tür hinter ihnen.) MATROSE 1: Nun... Wenn ich’s recht sehe, ist das hier unsere neue Unterkunft, Freunde. MULDER: Du sprichst Deutsch. Was haben die da draußen gesagt? MATROSE 1: Sie denken, dass wir Amerika verlassen haben, um Waffen nach Englsnd zu schmuggeln. MULDER: Tun wir das? MATROSE 1: Hör mal, wir befinden uns einundsechzig Fuß über dem Meeresgrund, mit einem Schiff, das 81,000 Tonnen wiegt. Wir fahren mit 21 Knoten Maximalpower. Wenn wir Munition an Bord hätten, Kumpel, würde die nicht sehr viel mehr wiegen, als eine Handvoll Steine. MULDER: Aber der Kapitän wusste irgendwas. Er wollte das Steuer nicht aufgeben. MATROSE 1: Die Nazis sind an Bord gegangen, kurz nachdem sie einen Funkspruch aufgefangen haben... Irgendeinen Code, über den sie uns dauernd ausfragen. Thors Hammer. Weißt du vielleicht, was das bedeutet, Kumpel? (Ein MITGLIED DER MANNSCHAFT 1, Kerl aus Jamaika, nähert sich ihnen.) MITGLIED DER MANNSCHAFT 1: Wer seid ihr? Ich frage, wer ihr seid? MITGLIED DER MANNSCHAFT 2: Zeigt eure Gesichter, oder wir werden sie euch blutig schlagen! MATROSE: Nehmt eure Eisen runter, Jungs. Wir gehören zu euch, um Himmels Willen. MITGLIED DER MANNSCHAFT 2: Was macht ihr hier unten? MATROSE: Wir trinken ‘n bisschen Tee. - Wonach sieht es denn bitte schon aus, du blöder Affe? MITGLIED DER MANNSCHAFT 2: Wenn ihr hier seid, wer steuert dann das Schiff? MATROSE 3: Oh, nur so ein paar Kerle, die auf "Heil Hitler" schwören... MATROSE 2: Warst du schon mal in Deutschland, Mann? Die haben da ‘ne ganz besondere Verwertung für Typen wie dich. MATROSE 4: Ja, und ob! MULDER: Hey, dieses Schiff darf nicht nach Deutschland fahren! MATROSE 2: Komm runter, Junge. MULDER: Ich habe Neuigkeiten für euch: Ihr transportiert keine Munition. Nein, etwas sehr viel tödlicheres MATROSE 1: Thors Hammer? MULDER: Thors Hammer ist keine Waffe. Es ist ein Mann, ein Mann, der dabei helfen wird, eine Waffe zu bauen... eine Bombe, die für den, der sie besitzt, den Krieg gewinnen wird. MATROSE 1: Und du willst mir weismachen, dass dieser Mann hier auf dem Schiff ist? MULDER: Ich habe ihn im Ballsaal gesehen. (MATROSE 1 grinst und geht zur Tür hinüber. Er schlägt dagegen, und die SOLDATEN öffnen sie.) MATROSE 1: SEIN NAME IST THORS HAMMER. ER HAT EINEN PLAN, EINE BOMBE ZU BAUEN. - Auf Wiedersehen... Mates. (MATROSE 1 verlässt den Laderaum und die SOLDATEN schlagen die Tür wieder zu.) MITGLIED DER MANNSCHAFT 2: (schreit MULDER an) Was ist mit dir los, häh? Weißt du denn nicht, dass hier überall Spione rumlungern? Vertraue niemandem, Mann! (KIT-X-NOTIZ: Handelt es sich hier etwa um die 1939-Version von Deep Throat? *bg*) MATROSE 2: Los, wir müssen dieses Schiff stoppen - jetzt sofort! Los, Freunde, lasst uns gehen! (Die MATROSEN und MULDER wagen sich tiefer in das Schiff hinein. Sie nähern sich dem Maschinenraum. Sie treffen auf weitere MITGLIEDER DER MANNSCHAFT.) MATROSE 2: Hey, hey, wer hier ist für den Maschinenraum verantwortlich? - Oh, du, ja du! Ich rede mit dir! Bring sie runter, Mann! Wir müssen sie sofort stoppen! MITGLIED DER MANNSCHAFT 3: Ihr könnt mir mal den Buckel runterrutschen, Jungs! (Er ist Kersh’s Double. - Wer auch sonst?) MATROSE 2: Hey, ihr habt’s doch gehört! Stoppt die Energiezufuhr! Wir haben keine Alternative, Jungs! MITGLIED DER MANNSCHAFT 3: (deutet auf die Kohlen, die sie in den Ofen schaufeln) Ihr könnt nicht nach Deutschland kommen, wenn ihr nicht steuert. Ist mir auch egal. Wir steuern den heimatlichen Kurs an. MATROSE 2: Hast du schon mal auf den Kompass geschaut? Du kommst nie nach England, wenn ihr dem verfluchten falschen Kurs folgt! MITGLIED DER MANNSCHAFT 3: Wir fahren nicht nach England. Wir fahren nach Jamaika. MITGLIEDER DER MANNSCHAFT: Ja! MATROSE 3: Hör mir genau zu, du wirst sie nach Hause bringen, klar? Zu dem Zuhause, wo sie hingehört! MULDER: Hört mir zu, hört mir zu! Ihr könnt mit diesem Schiff nicht nach England fahren! Das werdet ihr niemals schaffen! MITGLIED DER MANNSCHAFT 2: Wovon redest du überhaupt? Ich bin der Mann am Steuer! MITGLIED DER MANNSCHAFT 3: Es gibt nur einen Ort, wo sie hinfahren wird, Yankee: Nach Jamaika! MITGLIEDER DER MANNSCHAFT: Jawohl! MULDER: Ihr könnt mit diesem Schiff auch nicht nach Jamaika. Die Deutschen werden euch jagen, ganz egal, welchem Kurs ihr folgt! MITGLIEDER DER MANNSCHAFT: Nein! Nein! Hört euch das an! Hört euch das an! MITGLIED DER MANNSCHAFT 3: Wer bist du überhaupt, Mann? MULDER: Mein Name ist Mulder. MATROSE 2: Er will zurück ins beschissene Amerika. MULDER: Nein, ich will, dass ihr den Kurs wechselt und dorthin zurückfahrt, von wo ihr gekommen seid! MITGLIEDER DER MANNSCHAFT UND MATROSEN: Nein! Niemals! MATROSE 2: Verflucht noch mal, wir haben bereits den halben Weg hinter uns! MULDER: Ihr müsst umkehren! MITGLIED DER MANNSCHAFT 3: Und wohin sollen wir fahren, hä? MULDER: In die Zukunft. MATROSE 2: Was? MULDER: Tatsächlich ist es die Vergangenheit. MATROSE 3: Hmm? Oh, okay. ich bin überzeugt.. MULDER: Gut, ich kann’s euch erklären. SOLDAT 1: (betritt den Raum) DU! DER AMERIKANER. DU KOMMST MIT UNS, RAUF HIER. JA, MITKOMMEN. MULDER: (zu den MATROSEN und den MITGLIEDERN DER MANNSCHAFT) Kehrt um, oder Hitler wird triumphieren, Deutschland wird gewinnen, und eure Kinder werden niemals erfahren, was Freiheit ist! (Die SOLDATEN drängen MULDER aus dem Raum und den Flur entlang.) SOLDAT 1: (zu den GÄSTEN) HALT! HALT! STEHEN BLEIBEN! STEHEN BLEIBEN ODER ICH SCHIESSE! STEHEN BLEIBEN! (Sie erreichen den Ballsaal. Die Musik hat aufgehört. Alle Passagiere sind im Saal versammelt. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN und 1939 SPENDER stehen nebeneinander. Die SOLDATEN bringen MULDER zu ihnen.) SOLDAT: ACHTUNG! 1939 SPENDER: (zu MULDER) AUFSTEHEN. MACH SCHNELL! Stehen Sie auf! ER SAGTE... 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: WIR HABEN EINEN MANN AN BORD, EINEN WISSENSCHAFTLER DER WEISS, WIE MAN EINE BOMBE MACHT, DIE DEN KRIEG GEWINNEN WIRD. FRAG IHN, WER DIESER MANN IST. 1939 SPENDER: (übersetzt) Hier ist ein Mann auf dem Schiff, der eine Bombe bauen kann. Wer ist dieser Mann? MULDER: (leise) Ich weiß es nicht. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: (zu SOLDAT 2) WAFFE BEREIT. (SOLDAT 2 entsichert sein Gewehr. Die Passagiere schnappen nach Luft.) 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: (to 1939 SPENDER) SAG IHM, WIR WERDEN EINEN PASSAGIER UMBRINGEN FÜR JEDE FALSCHE ANTWORT. 1939 SPENDER: (zu MULDER) Sie werden diese Frage beantworten, oder wir werden damit beginnen, Passagiere zu töten. Wer von denen ist der Wissenschaftler? MULDER:(leise) Ich weiß es nicht. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: ERSCHIESS' IHN. (SOLDAT geht die Reihen der Passagiere ab, unter denen sich auch 1939 SCULLY befindet. Er wählt einen weißhaarigen, älteren Mann und exekutiert ihn. Die Passagiere schnappen nach Luft, einige beginnen zu weinen.) 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: FRAG IHN, WIE VIELE PERSONEN ER STERBEN LÄSST. 1939 SPENDER: Wie viele Leben wollen Sie auf Ihrem Gewissen haben? MULDER: Keines. 1939 SPENDER: Dann müssen Sie antworten. ER WEIGERT SICH, IHN ZU NENNEN. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: SCHIESS NOCH MAL. (Ein weiterer Schuss, wir hören Schreie.) 1939 SCULLY: Stop! Dieser Mann hat keine Antworten! (Sie geht los und bleibt direkt vor 1939 SPENDER stehen.) Sie töten hier unschuldige Menschen, um herauszufinden, dass der da nichts weiß! 1939 SPENDER: Halten Sie den Mund! Halten Sie den Mund und verschwinden Sie! 1939 SCULLY: Hör mir mal zu, du kleines... 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: WIR HABEN UNSEREN NÄCHSTEN PASSAGIER, EINE DAME. RICHTE DIE WAFFE AUF SIE. ERSCHIESSE SIE, WENN ER DIE FRAGE NICHT BEANTWORTET. (1939 SPENDER richtet den Lauf seiner Waffe auf 1939 SCULLYS Kopf.) 1939 SPENDER: (zu MULDER) Beantworten Sie die Frage! (Pause. MULDER, der neben 1939 SCULLY steht, streckt den Arm aus und stößt das Gewehr zu Seite. Er stellt sich zwischen 1939 SPENDER und 1939 SCULLY.) MULDER: Ich werde die Frage beantworten. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: BEANTWORTE DIE FRAGE. (MULDER deutet auf den erschossenen Mann hinab.) MULDER: Dieser Mann dort ist der Wissenschaftler. (1939 SCULLY geht zu MULDER hinüber. 1939 SPENDER richtet seine Waffe erneut auf sie.) <4. SZENE> (1998. Zwielicht. Ein kleines Boot in der Nähe der "Queen Anne" Die Lichter sind an.) FROHIKE: Hey, Scully, Sie werden das hier nie glauben! Kommen Sie her! SCULLY: (kommt aus der Kabine heraus) Was? FROHIKE: Der Himmel hat sich aufgeklärt - und da war sie. SCULLY: Ist es die "Queen Anne"? BYERS: Ja, das ist sie. SCULLY: Ich kann das nicht glauben. FROHIKE: Sehen ist glauben. SCULLY: Sie ist ziemlich schnell... BYERS: Vielleicht ist Mulder schon längst an Bord. SCULLY: Hoffen wir’s. BALLSAAL, 1939 1939 SPENDER: (noch immer die Waffe auf MULDER und 1939 SCULLY richtend) Sie lügen! 1939 SCULLY: Er sagt die Wahrheit! 1939 SPENDER: Halten Sie die Klappe! - Wer ist der Wissenschaftler? MULDER: (deutet nach unten) Ich habe Ihnen doch gesagt, dass dieser Mann dort der Wissenschaftler ist. 1939 SPENDER: Sieh nach! (Ein SOLDAT holt den Ausweis des toten Mannes hervor und überreicht ihn dem 1939 CIGARETTE SMOKING MAN.) 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: FRAG IHN, WIE DER MANN HEISST! 1939 SPENDER: (übersetzend) Wie ist der Name des Mannes? MULDER: John Rum. Frag mich noch mal und ich hau dich um. 1939 SPENDER: Wie ist sein Name? MULDER: Es ist der Schakal. Frag mich’s wieder, und ich sag’s dir noch mal . (KIT-X-NOTIZ: Die Originalnamen in Mulders Reimen klingen natürlich anders. Ich musste sie ändern, damit es sich auch im Deutschen reimt. Sorry, folks. - Auf jeden Fall lebt Mulder ziemlich gefährlich, aber das brauche ich wohl kaum anzumerken, oder?) (Der KAHLKÖPFIGE MAN taucht auf.) WISSENSCHAFTLER: Warten Sie! Schießen Sie nicht! Ich bin der Wissenschaftler! 1939 SCULLY: Dieser Mann ist ein Lügner! Ich bin die Wissenschaftlerin. WISSENSCHAFTLER: Bitte... sag ihnen die Wahrheit, bevor noch jemand sterben muss! 1939 SCULLY: (deutet auf den WISSENSCHAFTLER) Ich kenne diesen Mann nicht. WISSENSCHAFTLER: Bitte, hören Sie nicht auf sie! Sie reist mit mir, um mich zu beschützen! Sie ist vom OSS. (Sie bringen den WISSENSCHAFTLER weg.) MULDER: (flüsternd und sarkastisch zu 1939 SCULLY) Na großartig! 1939 SCULLY: Sie waren auch nicht besser! (1939 CIGARETTE SMOKING MAN sieht die Beiden lange an.) 1939 CIGARETTE SMOKING MAN: (zu SOLDAT 2) TÖTE SIE ZUERST. TÖTE SIE ALLE BEIDE. MULDER: Was hat er gesagt? (Die SOLDATEN stoßen 1939 SCULLY, dann MULDER auf die Knie. MULDER legt ihr kurz die Hand auf die Schulter. 1939 CIGARETTE SMOKING MAN und 1939 SPENDER gehen fort.) MULDER: Oh... Ich glaube, ich weiß, was er gesagt hat... 1939 SCULLY: Sie lernen schnell. (MULDER und 1939 SCULLY knien nebeneinander, die Köpfe leicht gesenkt. Die bewaffneten SOLDATEN stehen hinter ihnen. Alles ist ruhig.) 1939 SCULLY: Was passiert da? MULDER: Die Maschinen haben gestoppt. (Plötzlich stürmen alle MATROSEN und MITGLIEDER DER MANNSCHAFT den Ballsaal. Eine Flasche zerspringt auf dem Boden, Tische werden umgeworfen. Ein riesiges Durcheinander...) (SCULLY und die LONE GUNMEN durchsuchen die Flure des Schiffes mit Taschenlampen. SCULLY trennt sich von den GUNMEN.) BALLSAAL, 1939 MULDER: Hey! 1939 SCULLY: Was hey? MULDER: Kommen Sie mit mir! 1939 SCULLY: Warum sollte ich? MULDER: Weil Sie die einzige sind, die dieses Schiff retten kann. Kommen Sie schon! (MULDER und 1939 SCULLY schleichen sich aus dem Ballsaal, die Kämpfer um sich herum umgehend.) (SCULLY läuft durch den Flur. Die LONE GUNMEN stoßen dazu.) (MULDER und 1939 SCULLY rennen aus dem Ballsaal heraus und in den Flur.) MULDER: (nimmt ihre Hand) Kommen Sie! SOLDAT: STEHEN BLEIBEN! STEHEN BLEIBEN! ODER ICH ERSCHIESSE SIE! HÄNDE HOCH! HINTER IHRE KÖPFE. MACHEN SIE'S! (Sie bleiben stehen. 1939 SCULLY seufzt und nimmt die Hände hinter den Kopf. MULDER tut es ebenfalls.) 1939 SCULLY: (zu MULDER) Was jetzt, Einstein? SOLDAT: MACHEN SIE'S! (Ein Schuss. Sie springen beide nach vorn und drehen sich um. Der SOLDAT liegt tot hinter ihnen auf dem Boden. 1939 SKINNER tritt aus einem Seitenflur.) 1939 SKINNER: Alles Gute für Amerika. Und jetzt machen Sie, dass Sie hier rauskommen! (MULDER und 1939 SCULLY rennen durch den Flur. Die Kamera spaltet das Bild in zwei Hälften. In jeder Hälfte der gleiche Flur. MULDER und 1939 SCULLY laufen diesen auf der einen Seite entlang. Auf der anderen Seite hören wir SCULLY.) SCULLY: Byers? Langly? Frohike? (Sie beiden SCULLYS gehen beide auf die Kamera zu, halten dann inne und sehen sich um, so als ob sie einander anblicken würden. SCULLY geht weiter. MULDER greift nach 1939 SCULLYS Hand und zieht sie mit sich fort.) MULDER: Kommen Sie schon! Kommen Sie! (Sie rennen los.) SCULLY: (findet die GUNMEN) Da sind Sie! (Wieder geteiltes Bild. Auf der einen Seite sehen wir SCULLY und die GUNMEN den Ballsaal betreten. Er ist menschenleer, aber recht chaotisch - wie nach einem Kampf. Auf der anderen Seite sehen wir die 1939er Version. Eine Menge Schreie und Gekreische.) (MULDER und 1939 SCULLY erreichen das Deck des Schiffes. Es ist immer noch Nacht.) 1939 SCULLY: Was tun Sie da? MULDER: Ich werde Ihnen nun erklären, wie Sie dieses Schiff retten können. 1939 SCULLY: Hier draußen? MULDER: Ich kann nicht bleiben. Ich muss in meine Zeit zurück. 1939 SCULLY: Wie bitte? MULDER: (greift nach ihren Armen) Und Sie müssen sie retten! Warten Sie, hören Sie mir zu! Dieses Schiff wird vom Bermudadreieck festgehalten. Es ist eine Art Zeittunnel... eine Spalte... 1939 SCULLY: Sind Sie verrückt? MULDER: Sie kennen Einstein, richtig? Er hat einmal von dieser Möglichkeit gesprochen. Rein Theoretisch. Er hat auch angenommen, dass eine Atomwaffe die Welt zerstören würde. 1939 SCULLY: Aha. Und? MULDER: Wenn Sie nicht zurückgehen und die Crew davon überzeugen, den Kurs zu wechseln und zurück ins Bermudadreieck zu fahren, dann wird sich alles verwirklichen, was Einstein gesagt hat... 1939 SCULLY: Also, wenn dieses Schiff nicht umkehrt, dann... MULDER: Dann würde ich nie existieren... 1939 SCULLY: (ungläubig) Oh... MULDER: Und Sie auch nicht. 1939 SCULLY: Okay... MULDER: Also würden wir uns niemals wiedersehen... (MULDER zieht sie an sich und küsst sie lange und leidenschaftlich. (KIT-X-NOTIZ: Zehn Sekunden, ich habe die Zeit gestoppt! *bg*) Sie erwidert seinen Kuss. Dann lässt er sie los. Sie starrt ihn einen Moment lang an, ballt dann ihre rechte Faust und versetzt MULDER einen Kinnhaken. MULDER reibt sich die schmerzende Stelle, während 1939 SCULLY mit einem leisen Schmerzenslaut reagiert, denn der Schlag hat ihrer Hand gar nicht gut getan, ;-)) MULDER: Ich hatte die Linke erwartet. (MULDER rennt von ihr weg und klettert über die Reling des Schiffes.) 1939 SCULLY: Hey! (MULDER springt ins Wasser. 1939 SCULLY läuft zur Reling und wirft eine weiße Rettungsweste ins Wasser.) (Zwielicht. Ein Körper wird aus dem Wasser und auf ein kleines Boot gezogen, auf dem sich vier Menschen befinden.) <5. SZENE> (MULDER liegt in einem Krankenhausbett, bewusstlos. SCULLY beugt sich über ihn.) SCULLY: Mulder? Mulder, ich bin’s. Hmm? MULDER: (wacht auf) Wo bin ich? (Er versucht, sich aufzusetzen.) SCULLY: Sie sind im Krankenhaus. MULDER: Ooooo. SCULLY: Liegen Sie still. MULDER: Ich fühle mich... absolut beschissen. SCULLY: Das werfe ich Ihnen nicht vor. Ich würde es mal so ausdrücken: Sie sind durch den Reißwolf gedreht worden. MULDER: Was ist mit mir passiert? SCULLY: Sie haben etwas unglaublich Bescheuertes getan. MULDER: Was habe ich getan? SCULLY: Sie sind losgezogen, um ein Schiff zu suchen, Mulder. Im Bermudadreieck. MULDER: Können Sie das noch mal sagen? (Die GUNMEN betreten den Raum.) FROHIKE: Gilligan ist aufgewacht! MULDER: Sie waren dort... SCULLY: Hmm? MULDER: Sie waren dort, Scully. (SKINNER betritt ebenfalls den Raum.) LANGLY: (zu den anderen) Er redet im Delirium. MULDER: (sieht zu SKINNER hinauf) Und er war auch da. SKINNER: (legt ein Blumenbouquet auf den Nachttisch) Richtig. Ich und mein Hund Toto. MULDER: Nein, Sie waren da, zusammen mit den Nazis. SCULLY: Mulder, würden Sie sich beruhigen? Das ist ein Befehl! SKINNER: Nicht, dass er Befehle beachtet... (KIT-X-NOTIZ: Grins.) (MULDER lässt seine Hand auf SCULLYS Rücken ruhen. Er ist happy, aber ziemlich unter Drogen.) MULDER: Sie haben die Welt gerettet, Scully. SCULLY: Ja, Sie haben Recht. Das habe ich getan. FROHIKE: Auf welche Drogen haben sie ihn gesetzt? LANGLY: Ich will welche! MULDER: Nein, nein, nein... Die "Queen Anne" - Ich habe sie gefunden. Sie waren dort, mit Thors Hammer. Ich habe Ihnen gesagt, dass Sie das Schiff wenden sollen, und dann bin ich über Bord gesprungen. SCULLY: Ja, ich wette, ich habe es getan. Das Boot, auf dem Sie waren, war kaputt. Und die "Queen Anne" war nicht mehr als ein Geisterschiff. MULDER: Nein, nein, nein. Sie und ich, wir waren auf dem Schiff, Scully. 1939. SKINNER: Ruhen Sie sich aus, Mulder, weil wenn Sie wieder hier raus sind, werde ich Ihnen heftigst in den Hintern treten. (SKINNER und die GUNMEN verlassen den Raum.) MULDER: Ich hätte Sie nie wieder gesehen. Aber Sie haben mir geglaubt... SCULLY: In Ihren Träumen. (als würde sie mit einem Kind reden) Mulder, ich will, dass Sie Ihre Augen schließen, und ich will, dass Sie denken, "Es gibt keinen schöneren Ort als zu Hause." MULDER: Mmm. (kichert) (SCULLY will gehen. Er ruft sie zurück.) MULDER: Hey, Scully. (stützt sich auf seinen Ellenbogen) (SCULLY kommt zurück und beugt sich nach vorne, nahe an sein Gesicht.) SCULLY: Ja? (Lange Pause. Sie schauen sich tief in die Augen.) MULDER: Ich liebe dich... (KIT-X-NOTIZ: WOA!!!!!!!) SCULLY: Ach du meine Güte... (dreht sich um und verlässt den Raum) (MULDER, vielleicht ein wenig verletzt, sieht ihr hinterher. Er will sich wieder hinlegen, aber als sein Gesicht das Kissen berührt, zuckt er schmerzvoll zurück und reibt seinen Kiefer, wo 1939 SCULLY ihn geschlagen hatte. Er sieht SCULLY hinterher und grinst. Das Bild wechselt zum Abspann.) - Ende - Tja, das war’s erst mal. Meet me and my comments again in the upcoming scripts of "Biogenesis" and "Rain King". KIT-X Kommentare zu diesem Skript bitte an mich. ;-) Adresse steht weiter unten. spooky17 wird’s schon richten. (Anm. von spooky17: immer doch...) * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Übersetzer: KIT-X < fampi@t-online.de > Überarbeitung: spooky17 < spooky17@gmx.de > Die deutschen Folgen-Transcripts (und natuerlich viel mehr) findet ihr hier: http://akte-x.here.de