Grotesque (3X14) Übersetzung Original Transcript by: Jo JRBLilac@aol.com Translation by: trustno1 juledicule@uboot.com for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Disclaimer: Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die hier verwendet werden, gehören zu Chris Carter und 1013 Productions. Das folgende Transkript beabsichtiht nicht, ein Ersatz für die Serie"Akte X" zu sein, es ist lediglich eine Homage. Dieses Transkript ist weder von Chris Carter, 1013, noch Fox Entertainment genehmigt oder berarbeitet worden. Ein männliches Nacktmodell posiert vor Studenten einer Abendklasse. Die Skizze eines der Studenten ist zu sehen. Ziemlich gut. Es sind viele Studenten anwesend und alle skizzieren mit unterschiedlichem Erfolg an Leinwänden auf Staffeleien. Wir sehen einen kurzhaarigen zuckenden Mann im Hintergrund zeichnen, auf das Modell blicken und wieder skizzieren. Der Zeichner, John Mostow, scheint ein Mann mit einer Mission zu sein - so wie er auf die Leinwand einstößt. Er skizziert eindeutig nicht den Modell stehenden Mann. Er zeichnet einen niederträchtigen alten Wasserspeier. Sein Stift bricht ab und er nimmt ein Messer um die Spitze zu schärfen. Er schneidet sich in den Finger. Es irritiert ihn nicht. Er fährt mit dem skizzieren fort und der Wasserspeier bekommt ein blutrotes linkes Auge.) LEHRER: OK Leute, wir sind schon über der Zeit. (Der Lehrer legt dem männlichen Modell eine Decke um.) Gut. Wir sind fertig. Ihr bekommt nächste Woche noch Zeit. (Die Studenten und Mostow räumen ihre Materialien weg. Mostow beeilt sich, steckt seine Skizze in eine Aktenmappe und zieht seinen Mantel an. Er drängelt sich zur Tür durch. Dabei stößt er mit einem der Studenten zusammen.) MÄNNLICHER STUDENT: Hey, Mann! MOSTOW: Entschuldige. (Er tritt zur Tür hinaus, währen ihn das männliche Modell beobachtet) DRAUßEN (Mostow geht nach draußen. Er hält an und geht/läuft dann die Straße runter und um die Ecke. Die Kamera schwenkt nach oben und wir sehen einen Wasserspeier auf dem Gebäude.) ALLEE (Wir sehen das männliche Modell, jetzt bekleidet, wie er zu seinem in der Alle geparkten Auto geht. Er hört ein Geräusch und blickt die Alle hinunter. Das einzige, was wir sehen, ist Dampf, der aus einer Kanalöffnung entweicht. Der Mann tastet nach seinen Schlüsseln. Wir sehen den Rücken von jemandem, der ihn mit einem Messer in der Hand beobachtet. Er versucht den Schlüssel in das Türschloß des Autos zu stecken, aber dort ist bereits ein abgebrochener Schlüssel. Er dreht sich um und wird aufgeschlitzt. Er schreit.) MOSTOW´S APARTMENT - 6:30 UHR (Mostow liegt im Bett. Das Wecksignal ertönt. Er streckt seine Hand aus um es abzustellen. Er versucht munter zu werden. Die Tür wird aufgebrochen.) FBI AGENT: FBI!!(FBI Agenten betreten das Apartment, bewaffnet und mit Taschenlampen. Einer von ihnen hält seine Marke hoch.) Bewegen Sie sich nicht! (3 der Agenten bewegen sich auf das Bett mit John Mostow darin, zu.) John Mostow, wir haben einen Haftbefehl gegen Sie. Sie haben das Recht zu schweigen. Wenn Sie darauf verzichten, (Sie ziehen J. M. aus dem Bett) kann alles, was Sie sagen vor Gericht gegen Sie verwendet werden. (Mostow schreit, als sie ihn zu Boden drücken, sie versuchen ihm Handschellen anzulegen. Mostow hat eine Hand auf dem Boden, seine Fingernägel kratzen darüber, als ihm der Arm zurückgezogen wird. Sie ziehen ihn auf die Füße.) Verstehen Sie ihre Rechte, so wie sie Ihnen erklärt wurden? (Wir sehen den leitenden FBI Agent, Agent Patterson, wie er den Vorgang beobachtet.) Wollen Sie auf Ihr Recht zu schweigen verzichten? (Mostow beißt in die Hand eines der ihn Verhaftenden, Nemhauser.) NEMHAUSER: Oh Gott! Er hat mich gebissen! Dieser Hurensohn hat mich wie ein Hund gebissen! (Sie führen Mostow ab) FBI AGENT: Sind Sie in Ordnung? NEMHAUSER: Yeah. (Alle gehen, bis auf Patterson, der sich die Umgebung ansieht. An der Wand hängen buchstäblich 100e Zeichnungen von Wasserspeiern. Patterson zieht Handschuhe über.) PATTERSON: Mein Gott. (Er nimmt eine der Zeichnungen mit der behandschuhten Hand von der Wand. Er sieht sich um. Sieht unter den Nachtschrank. Er zieht Mostow´s Malkiste unter dem Bett hervor. Er wühlt sie durch und findet das Messer, das Mostow im Atelier zum Anspitzen des Stifts benutzt hat. Es ist Blut daran. Mostow´s oder das des Models oder beider?) BÜRO DER X-AKTEN (Eine Aufnahme von Mostow´s Gesicht ist auf dem Bild das der Diaprojektors wirft zu sehen) MULDER (Stimme): Er ist ein arbeitsloser Maler, geschieden, keine Kinder. Während der Perestroika kam er von Usbekistan in die Vereinigte Staaten. Er hat versäumt auf seinem INS-Antrag anzugeben, dass er den größten Teil seiner 20er in einer Irrenanstalt verbracht hat. SCULLY: Er ist letzte Woche wegen Mord an wenigstens 7 Männern festgenommen worden. MULDER: Und man dachte, alles was die hervorbringen, wären großartige Hockeyspieler. Die Verbrechen ereigneten sich über einen Zeitraum von 3 Jahren. Alle Opfer waren männlich. Zwischen 17 und 25 Jahre alt. SCULLY: Gab es eine Unterschrift oder eine kennzeichnende Vorgehensweise? MULDER: Nun ja, laut des obduzierenden Arztes gab es keine Beweise für irgend eine sexuelle Handlung. Der Tod wurde durch massiven Blutverlust infolge von Gesichtsverstümmelung verursacht. Wir haben auch festgestellt, dass das Verletzungsmuster bei allen Opfern identisch ist. Das steht alles auf Seite 3. (Scully liest) SCULLY: Beide Augen durchstochen...tiefe Signaturwunden von den Mundwinkeln zu den Ohren. (Mulder läßt Dias vom Opfer durchlaufen) Der Grad an Gewalttätigkeit und den mehr als tödlichen Wunden deutet auf ein sehr wütendes Individuum hin. MULDER: Oder Individuen, wenn Sie den Geist mitzählen, von dem Mostow sagt, dass er während der Morde von ihm Besitz ergriffen hat. SCULLY: Nun, Besessenheit ist die übliche Behauptung durch Kriminelle, die dissoziative Störungen haben. Es ist ihre Art ...sich selbst von ihren Handlungen zu distanzieren. MULDER: Das war auch die Meinung des Untersuchungsteams bis letzte Nacht,... (Mulder legt das Dia eines anderen Opfers ein.)... als ein 19 Jähriger mit einer identischen Anzahl an Gesichtswunden 6 Meilen von hier tot aufgefunden wurde. SCULLY: Ein Nachahmungstäter? MULDER: Nun ja, laut Assistant Director Skinner, der uns gebeten hat, uns diesen Fall anzusehen, sind die Details der Verstümmlungen nie bekannt gegeben worden. Nur Mitglieder des Untersuchungsteams könnten diese Informationen haben. Und Mostow sitzt seit 5 Tagen in Untersuchungshaft. D.C. GEFÄNGNIS LORTON, VIRGINIA (Mulder und Scully gehen über einen Flur der Haftanstalt. Sie kommen zu Mostow´s Zelle, die für sie geöffnet wird. Das Licht, das in die dunkle Zelle fällt, schmerzt in Mostow´s Augen und er stöhnt.) MOSTOW: Bitte! Das Licht tut meinen Augen weh. (Mulder und Scully betreten die Zelle.) Lassen Sie mich allein...(Mostow sitzt auf dem Boden gegen die Wand gelehnt) SCULLY: Sie haben eine nette weiche Koje, Sir. Warum benutzten Sie sie nicht? MULDER: Weil er gearbeitet hat. (Es sind Skizzen in der Zelle.) Haben Sie doch, John? Was ist es? Was ist dieses Ding? MOSTOW: Es hat diese Männer getötet. MULDER: Hat es einen Namen? Hat es einen Namen passend zu seinem Gesicht? MOSTOW: Alle Menschen kennen seinen Namen. MULDER: Wie nennen Sie es? Satan? Den Teufel? SCULLY: Oder vielleicht ist es einfach der Name Ihres Komplizen? MOSTOW: Ich hatte keinen Komplizen. SCULLY: Sie haben all die jungen Männer selbst getötet? MOSTOW: Es hat sie getötet. Wie oft muß ich Ihnen das noch sagen? SCULLY: Nun ja, seine Fingerabdrücke waren nicht auf der Tatwaffe - Ihre schon. Und bei ihm wird nicht wegen siebenfachem Mord über die Todesstrafe verhandelt werden. MOSTOW: Genau deshalb lacht es über Narren wie Sie...(er blickt zu Mulder) und Sie. Narren, die behaupten, dass das Böse gezwungen werden kann, zu tun, was man will wie eine gefleckte Hündin oder weggesperrt werden in ihre mitleiderregenden Haftanlagen. Während es mit einem Fingerschnippen Männer den schmierigen Boden der Hölle lecken läßt...Nur um sein Abbild zu sehen. SCULLY: Ist es das, was es letzte Nacht getan hat, John? Mit den Fingern schnippen und einen weiteren jungen Mann sterben lassen? MOSTOW: Es hat wieder getötet? Gestern? Es hat jemanden gefunden...genau, wie es mich gefunden hat. (Die Tür wird geöffnet und Mulder blinzelt ins Licht.) PATTERSON: Agent Mulder...Kann ich Sie beide draußen sprechen? FLUR (Mulder und Scully begleiten Patterson durch den Gang.) PATTERSON: Also was ist, Mulder? Kleine grüne Männchen, böse Geister, Höllenhunde? MULDER: Scully, das ist Bill Patterson. Er leitet die ermittelnde Unterstützungseinheit außerhalb Quanticos. SCULLY: Ja, ich weiß. Verhaltenswissenschaften...Sie haben das Buch geschrieben. Es ist mir eine Ehre, Sir. PATTERSON: Ist es das, was auch Sie denken? Dass der Verdächtige von einem dunklen Geist beherrscht wird? SCULLY: Nein, ganz und gar nicht, Sir. PATTERSON: Lustige Gesellschaft, die Sie dann abgeben. MULDER: Das ist es, was mich immer so an Ihnen erstaunt hat, Bill. Sie entsprechen nie Ihrem Ruf. Niemand würde je erraten, wie niederträchtig Sie wirklich sind. (Mulder will gehen) PATTERSON: Die Verhaftung von John Mostow... (Mulder bleibt stehen) resultiert aus 3 Jahren harter Arbeit in meiner Einheit. 3 Jahre...Sie können sich vorstellen, wie sehr uns dieser letzte Mord aufgebracht hat. Und durch den Verdacht, der diese Bessenheitstheorie in Umlauf bringt. MULDER: Sie glauben also, er hätte einen Komplizen. Auch wenn ihr eigenes Profil von Mostow besagt, dass er höchst wahrscheinlich allein arbeitet. PATTERSON: Mein Profil hat zu seiner Verhaftung geführt. Nein, er hat allein agiert. Und der Mord letzte Nacht wurde von einem 2. Mörder begangen, der ebenfalls allein handelte. MULDER: Was ist mit Mostow´s Zeichnungen, diesen Wasserspeiern? PATTERSON: Sie wissen, warum er sie zeichnet? Haben Sie ihn gefragt? MULDER: Ich hatte nicht die Möglichkeit dazu... PATTERSON: Er sagt, er zeichnet diese Bilder um seinen Dämon von sich fern zuhalten. MULDER: Nun, das würde Sinn machen. Geschichtlich betrachtet, ist es das, wozu Wasserspeier genutzt wurden. Um böse Geister abzuwehren. Zum Beispiel auf den Traufen von Gebäuden. PATTERSON: Kommen Sie Mulder, ich brauche keine Geschichtsstunde. Und ich brauche niemanden, der der Geschichte dieses Typen Glauben schenkt. MULDER: Ich wurde gebeten, mir diesen Fall anzusehen. Wenn Sie ein Problem damit haben, würde ich vorschlagen, sie klären das mit A. D. Skinner. (Er geht davon. Scully sieht Patterson an und folgt Mulder dann.) FLUR VOR MOSTOW´S APARTMENT (Mulder und Scully unterhalten sich, während sie auf Mostow´s Apartmenttür zugehen. Es ist ein dunkler, feuchter schmutziger Ort.) SCULLY: Sie werden mir wohl nicht verraten, wann Ihre Affäre mit Patterson endete? MULDER: Patterson hat mich noch nie leiden können. SCULLY: Ich dachte, Sie galten als sein Liebling, als Sie dem Bureau beitraten. MULDER: Nicht bei Patterson. SCULLY: Warum nicht? MULDER: Ich wollte mir nicht die Knie schmutzig machen. (Beide lächeln.) Ich konnte mich nicht so ganz in die Rolle des pflichtbewußten Studenten fügen. SCULLY: Sie meinen, Sie konnten ihn nicht verehren. MULDER: So was in der Art, ja. (Sie stoppen vor der Tür. Mulder holt die Schlüssel hervor.) SCULLY: Nun, soweit ich höre, gibt es viel, die das taten. Viele sind zum FBI gegangen, weil sie wie er sein wollten. (Mulder reißt das den Tatort kennzeichnende Band von der Tür.) MULDER: Yeah, Patterson hatte diesen Spleen, einen Killer aufspüren zu wollen. Um einen Künstler zu kennen, müssen Sie seine Werke kennen. Das bedeutet, wenn Sie ein Monster fangen wollen, müssen Sie selbst zu einem werden. (Sie öffnen die Tür und treten ein.) MOSTOW´S APARTMENT (Der gleiche Zustand wie in seiner Zelle. Mulder und Scully blicken im Licht ihrer Taschenlampen auf mit Bildern von Wasserspeiern bedeckte Wände.) SCULLY: Beim Anblick dessen würde ich sagen, das ist ihm ziemlich gut bekommen. MULDER: Dieser Typ ist eindeutig eine Art Monster. (Scully guckt sich eine Skizze genauer an, eine Katze miaut laut und springt von einem Regal über der Skizze, die Scully sich gerade angesehen hatte. Sie ist überrascht und springt an die Wand. Die Katze läuft weg.) MULDER: Es ist bloß eine Katze... SCULLY: Ich dachte eines dieser Bilder würde lebendig werden. (Sie lächelt verlegen.) Einer unserer Leute muß sie hier eingeschlossen haben. (Mulder bückt sich und entdeckt ein Loch in der Wand dicht über dem Boden.) MULDER: Nein. Anscheinend hat sie ihren eigenen Schlüssel. (Mulder und Scully untersuchen die Wand unter den Skizzen über dem Loch.) Hier kommt Luft herein. Da könnte etwas auf der anderen Seite der Wand sein. (Sie tasten die Wand ab.Scully findet einen Türrahmen.) SCULLY: Da ist eine Tür. (Sie reißen die Zeichnungen herunter, bis der Türrahmen freigelegt ist.) Warum warten Sie nicht, bis wir ein bißchen mehr Licht hier reinbekommen können? MULDER: Ich habe etwas Licht. (Er schaltet seine Taschenlampe ein und betritt den Raum. Scully steht mit gezogener Waffe bereit.) GEHEIMER RAUM (Die Katze beobachtet, wie Mulder´s Füße den Raum betreten) SCULLY (nicht im Bild): Sehen Sie irgend etwas? (Mulder besieht sich die Tonfiguren, die den Raum füllen) MULDER: Noch mehr Wasserspeier, Scully. Viel von ihnen. Aus Lehm gefertigt. SCULLY (nicht im Bild): Warum sollte er sie in einem geheimen Raum aufbewahren? (Mulder besieht sich eine Skulptur genauer) Mulder.... (Er zieht an dem Lehmgesicht der Wasserspeierskulptur.) Mulder, was ist los? (Der Lehm fällt ab.) Was sehen Sie? (Ein Mann mit tiefen Wunden vom Mund bis zu den Ohren befindet sich unter dem Lehm um der Skulptur ihre Form zu geben.) Mulder! Können Sie mir mal sagen, was da drinnen vor sich geht? ATELIER - NACHT (Ein Mann beim Glasblasen. Ein Schatten kommt herein. Der Glasbläser bemerkt, dass sich jemand im Atelier befindet, dreht sich um und wird angegriffen, während er in panischer Angst aufschreit. Er läßt das Glas fallen.) KRANKENHAUS, ZIMMER DES GLASBLÄSERS (Scully steht am Bett des Glasbläsers. Ein Arzt ist bei ihr.) ARZT: Ich bin nicht sehr optimistisch nachdem, was ich gesehen habe. Der Mann hat Glück noch am Leben zu sein. (Patterson und Nemhauser treten ein) PATTERSON: Danke Doktor. Agent Scully.... SCULLY: Wir haben das Atelier auf den Kopf gestellt und dort scheinen keine weiteren Körper mehr zu sein. PATTERSON: Wie viele wurden gefunden? SCULLY: 5. Alle entmannt, alles junge Männer deren Gesichter verstümmelt wurden. Genau so wie das letzte Opfer hier. (Sie deutet zum Glasbläser) PATTERSON: Wenigstens ist er noch am Leben. NEMHAUSER: Die gleichen signaturartigen Verstümmlungen bis hin zur Waffenwahl, wie es aussieht. (Patterson geht) SCULLY: Was hält Patterson davon? NEMHAUSER: Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen. Aber ich wette, er kommt zu dem Schluß, dass jemand direkt mit Mostow zusammenarbeitet. SCULLY: Nun, ich würde mich dieser Theorie anschließen. NEMHAUSER: Was denkt Agent Mulder? SCULLY: Er denkt, dass ihm unsere Entdeckung von Mostow´s geheimem Atelier kein Wohlwollen von Patterson´s Seite aus einbringen wird. NEMHAUSER: Nun, unter uns gesagt, glaube ich, dass Patterson heimlich zu Skinner gegangen ist und Mulder für diesen Fall angefordert hat. SCULLY: Er hat ihn angefordert? NEMHAUSER: Ich habe mit Patterson 3 Jahre an diesem Fall gearbeitet. Und das hat ihn fast umgebracht bis wir dann endlich eine Pause machen und Mostow verhaften konnten. Dann dieser erste Nachahmungstäter... Das war eine Niederlage für ihn. SCULLY: Mulder hat den Eindruck, dass Patterson nie eine all zu hohe Meinung von ihm hatte. NEMHAUSER: Nein. Das ist eben Patterson. Spät nachts, mit ein paar Bieren intus, fängt er an, mir Geschichten über Mulder zu erzählen. Er ist eine Art großartiges Genie. (Scully bemerkt Nemhauser´s Hand) SCULLY: Genäht? Was ist passiert? NEMHAUSER: Mostow. Er hat mich während der Festnahme gebissen. (Patterson kommt wieder herein.) PATTERSON: Wie geht es unserem Opfer? War er schon fähig, seinen Angreifer zu identifizieren? NEMHAUSER: Der Arzt sagt, es wäre noch zu früh, das zu versuchen. PATTERSON: Ich bin nicht mal sicher, ob er überleben wird. (Patterson sieht auf das schlafende Opfer, dann auf Scully) Wo ist Mulder? SCULLY: Er wollte sehen, was er über diese Skizzen von Mostow herausfinden kann. PATTERSON: Wonach sucht er? SCULLY: Ich denke nach dem Gleichen wie Sie, Sir. Einem zweiten Mörder. (Das Opfer wacht auf und der Monitor zeigt, dass sein Herz zu rasen beginnt. Die 3 an seinem Bett stehenden Personen versetzten ihn in Panik. Der Arzt kommt zurück.) ARZT: Ich denke, Sie sollten Ihre Unterhaltung draußen fortsetzten. (Sie gehen. Der Arzt versucht das Opfer zu beruhigen.) Bleiben Sie bei uns. BIBLIOTHEK (Mulder sitzt alleine mit vielen Bücher um ihn herum an einem Tisch. Wir hören erst seine Stimme und sehen ihn dann. Er ist schon seit einer Weile dort.) MULDER: Der Name kommt aus dem Französischen. Gargoeui. Der Name eines mittelalterlichen Drachen, der die Seine durchstreifte. Dessen schreckliches Angesicht zum Symbol der Verdammten wurde. Es wurde zu Stein. Oder die von den Teufel und Dämonen der Unterwelt gegebene ewige Verdammnis. Die Verkörperung der schwächeren Zwänge des Universums, die Furcht auslösen, die Bedrohung unser eigenen Verdammnis. Es führt uns in die Hölle oder in das Reich unserer eigenen dunklen Befürchtungen und Vorstellungen. Seit über 1200 Jahren findet dieses groteske Abbild seinen Ausdruck in Stein, Lehm, Holz, Öl und Kohle. Wieder- und wiedergeboren als ob es sich selbst durch seinen eigenen Willen durch gequälten menschlichen Ausdruck wiederaufleben lassen würde, fast als ob es existieren würde. Männer innerlich jagend, so dass es die Menschheit bis in alle Ewigkeit jagen könnte. So wie es John Mostow gejagt haben muß. Aber welche Impulse haben es dazu gebracht zu morden? Könnte hier die gleiche dunkle Macht an der Arbeit sein? Seine letzte Ausdrucksweise - die Zerstörung von Fleisch? Von genau der Hand, die es erschafft? Ist dieses Böse etwas, das jedem von uns entspringt? Im Schatten jedes Menschen kauernd, darauf wartend hervorzukommen? Ein Monster, das darauf wartet, unsere Körper zu verletzten und unseren Willen zu verdrehen, damit wir seinen Forderungen nachgeben? Ist dies das Monster, das Wahnsinn genannt wird? (Patterson taucht hinter Mulder auf) PATTERSON: Sie schließen in ein paar Minuten. (Er blickt auf den Tisch, die Bücher und Mulder´s eigene Zeichnungen) Also...so suchen Sie nach dem zweiten Mörder? Wirklich Mulder. Was glauben Sie hier zu finden? MULDER: Ich bin mir noch nicht ganz sicher. PATTERSON: Aber Sie müssen doch eine Ahnung haben. Irgendeine Theorie. MULDER: Ich habe einige Theorien. Ich versuche nur gerade, sie zusammenzufügen. PATTERSON: Indem Sie Ihr Gesicht in ein Leihbuch stecken. MULDER: Sie haben es selbst gesagt. Wenn Sie den Künstler verstehen wollen, sehen Sie sich seine Werke an. Ich stimme schließlich doch noch mit Ihnen überein. PATTERSON: Ich weiß, wohin Sie das führen wird, Mulder. Denn ich bin selbst dort gewesen. Ich kann Ihnen deshalb sagen, dass Sie Ihre Zeit verschwenden. MULDER: Vielleicht können Sie mir dann ja auch sagen, warum dieser Mann gezwungen war, das selbe Gesicht wieder und wieder zu formen und zu zeichnen. Warum er es jetzt noch immer tut. PATTERSON: Weil er verrückt ist. (Patterson haut mit einer Hand auf die Papiere auf dem Tisch.) Das sind die Zeichnungen eines Wahnsinnigen. MULDER: Er sagte, dass dieses Ding sein eigenes Abbild sehen will. PATTERSON: Mostow hat alles Mögliche, bis auf das, was ich hören will, gesagt. Den Namen seines Komplizen. MULDER: Außer er sagt die Wahrheit. PATTERSON: Darüber, besessen zu sein? Ich muß sagen, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. MULDER: Nun, ich würde Sie nicht enttäuschen wollen, indem ich Sie nicht enttäusche. PATTERSON: Nach all der Zeit dachte ich, hätten Sie Ihre Füße wieder auf den Boden bekommen. Offensichtlich lag ich da falsch. MULDER´S APARTMENT (Scully betritt Mulder´s Apartment) SCULLY: Mulder? Mulder, ich bin es. (Es ist dunkel. Zeichnungen von Wasserspeiern sind über die ganze Wand verteilt.) Mulder? MOSTOW´S GEHEIMES ATELIER (Mulder besieht sich die Zeichnungen. Er wird sehr konzentriert und fängt an aus dem Lehm einen Wasserspeier zu formen.) MOSTOW´S GEHEIMES ATELIER - 3:40 UHR (Mulder schläft auf einer Couch. Er hört ein Geräusch. Es ist ein Mann. Mulder verfolgt ihn. Sie rennen durch das Gebäude. Nachdem Mulder die Feuerleiter hochgeklettert ist wird er überraschend angegriffen. Er wird am Gesichtsrand aufgeschlitzt. Er schreit.) DER TATORT - SPÄTER (Ein Sanitäter legt einen Verband um Mulder´s Schnittwunde. Scully steht dabei.) SCULLY: Ich hatte Angst, Mulder. Ich wußte nicht, wo Sie waren. Ich habe immer wieder versucht Sie auf Handy zu erreichen, aber Sie sind nicht drangegangen. MULDER: Es war ausgeschaltet. SCULLY: Sie haben Ihr Handy ausgestellt? Warum machen Sie sich überhaupt die Mühe, es mit sich herumzuschleppen? SANITÄTER: Wir sind fertig. Sie sollten aber einen Arzt aufsuchen, wegen des Infektionsrisikos. (Mulder geht seinen Mantel überziehend weg.) SCULLY (zum Sanitäter): Danke. SANITÄTER: Kein Problem. (Sie folgt Mulder.) SCULLY: Sie haben mir noch immer nicht gesagt, was Sie in Mostow´s Atelier gemacht haben. MULDER: Ich habe gearbeitet. SCULLY: Um 3:30 Uhr am Morgen? Mulder, ich habe Sie seit beinahe 2 Tagen weder gesehen noch gesprochen. Sie haben mich nicht zurückgerufen - MULDER: Dieses Ding existiert, Scully. Es ist real. SCULLY: Es? Wovon reden Sie? MULDER: Was auch immer diese jungen Männer tötet. SCULLY: Mostow hat diese Männer getötet. Mulder, aus irgend einem kranken Bündnis heraus, macht irgend jemand dort weiter, wo er aufgehört hat. MULDER: Was auch immer mich angegriffen hat, war kein Mensch. SCULLY: Nun, haben Sie es denn eigentlich gesehen? Mulder, vielleicht sehen Sie, was Sie sehen wollen. MULDER: Was veranlasst Sie dazu zu glauben, dass ich das sehen will. Ich habe es mir nicht eingebildet, Scully. SCULLY: Hören Sie sich doch mal selbst zu, Mulder. Hören Sie sich an, was Sie da sagen. Sie fangen an, sich anzuhören wie...(Mulder geht sehr schnell und ist ihr weit voraus.) Hören Sie, als ich Sie nicht erreichen konnte, bin ich zu Ihrem Apartment gegangen. (Sie bleiben stehen.) Ich habe Ihre neue Tapete gesehen. Merken Sie denn nicht, was hier vor sich geht, Mulder? Er stellt Sie auf die Probe. Er ist der Grund, warum man ausgerechnet Sie mit diesem Fall beauftragt hat. MULDER: Patterson? SCULLY: Er hat Ihre Einbeziehung über Skinner´s Büro angefordert. Ich habe die 302 selbst kontrolliert. (Mulder steigt in sein Auto.) (müde) Mulder...wohin wollen Sie? (Er antwortet nicht, schließt nur die Tür, stellt den Motor an und fährt davon. Scully bemerkt Patterson, Nemhauser und einen anderen Agent und geht zu ihnen.) PATTERSON: Und, wie hält sich Mulder? SCULLY: Sir, kann ich eine Minute haben? PATTERSON: Natürlich. SCULLY: Privat? (Die anderen gehen.) PATTERSON: Worum geht es? SCULLY: Vielleicht könne Sie mir sagen...ich bin neugierig, was sie betreffend Agent Mulder machen. PATTERSON: Ich fürchte, ich verstehe nicht, wovon Sie reden. SCULLY: Ich denke, das wissen Sie. Ich glaube, Sie wußten genau, wie Agent Mulder reagieren würde, als Sie ihn auf diesen Fall angesetzt haben. Sie haben ihn angefordert, stimmt's? PATTERSON: Wenn Sie sich um Agent Mulder´s Benehmen oder Verhalten Sorgen machen, sollten Sie das vielleicht mit ihm besprechen. SCULLY: Sie wissen das ich das schon habe. PATTERSON: Was wollen Sie dann von mir? SCULLY: Ich will nur, dass Sie mir gegenüber ehrlich sind, betreffend dessen, was Sie vorhaben. Ist dies so eine Art Revanche für das, was vor 8 Jahren passiert ist? Weil Mulder beim ISU gekündigt hat? PATTERSON: Meine Beweggründe sind nicht derartig belanglos. SCULLY: Warum dann? PATTERSON: Ich habe nach Mulder verlangt...Ich will das Kapitel über diesen gottverlassenen Fall ein für alle Mal schließen. SCULLY: Und Sie wußten, dass er Ihnen dabei helfen könnte, den Fall zu lösen. PATTERSON: Mein Rat an Sie, Scully...Lassen Sie Mulder bei diesem Fall freie Hand. Stellen Sie sich ihm nicht in den Weg und versuchen Sie nicht, ihn aufzuhalten, denn damit hätten Sie keinen Erfolg. (Sie geht zurück zu ihrem Auto, setzt sich auf die Fahrerseite und denkt nach. Sie startet den Wagen. Als sie etwas glänzendes in der Radkappe eines anderen Autos sieht, steigt Sie aus, geht zu dem Rad hinüber und zieht die Klinge eines Exacto Messers hervor, die Tatwaffe. Sie sieht unter das Auto und entdeckt den anderen Teil der Klinge.) MOSTOW´S ZELLE (Mostow sitzt in der netten weichen Koje, als Mulder eintritt. Mulder scheint nicht zufrieden mit seiner Situation) MULDER: Warum hat es mich nicht getötet, so wie die Anderen? Warum hat es mich am Leben gelassen? MOSTOW: Ich kann Ihnen nicht sagen, warum. Sie würden es nicht verstehen. MULDER: Dann helfen Sie mir es zu verstehen, John. MOSTOW: Bitte gehen Sie! MULDER: Nein...Sie müssen mir helfen tiefer zu gehen. Sie müssen mir helfen, in seinen Kopf zu gelangen. Genau so, wie es in Ihren gelangt ist, damit ich herausfinden kann, was es will. MOSTOW: Es weiß, was es will. MULDER: Es will unschuldige junge Männer töten, indem es ihre Gesichter tranchiert? MOSTOW: Sie haben seinen Hunger gespürt...wie Ihre Knochen durch seinen gefrorenen Atem klappern...nichts kann getan werden. MULDER: Es sei denn, ich finde es... MOSTOW: Und was wollen Sie dann tun? MULDER: Sagen Sie mir nur, wie ich es finden kann, John. (Mostow schreckt zurück) MOSTOW: Nein! MULDER: sagen Sie mir einfach, wie ich dieses Ding finde. MOSTOW: Sie können es nicht finden. (Mulder versetzt ihm einen Faustschlag und greift seinen Nacken.) Nur...es kann Sie finden... (Mostow blickt in Mulder´s kalte tote Augen.) Vielleicht...hat es das schon. FBI WISSENSCHAFTLICHES VERBRECHENS LABOR - ABTEILUNG FÜR VERBORGENE FINGERABDRÜCKE (Scully und ein Techniker befinden sich im Labor) TECHNIKER: Das erste Mal, dass ich schon aufgeben wollte. Alle 3 Stücke waren sauber. Beim 2. Versuch, war ich erfolgreich. Ich habe es mit Redup bestäubt. SCULLY: Wie bitte? TECHNIKER: Puder rückwärts gesprochen. So nennen wir das fluoreszierende helle Compodium. (Sie betrachten die Klinge unter blauem Licht. Beide tragen Brillen.) SCULLY: Es sieht wie ein partieller Abdruck aus. TECHNIKER: Auf der linken Hälfte des Griffes fast ein ganzer Daumen. Die Plazierung der Abdrücke hat mich erstaunt... SCULLY: Sie sind so angeordnet, wie jemand das Messer gegriffen haben würde. TECHNIKER: Weshalb ich dachte, ich hätte den Typen. Außer, das ich nicht ganz so erfolgreich war, wie ich dachte. Also habe ich die Abdrücke mit denen der NCIC Datenbank vergleichen lassen. SCULLY: Laut Ihrer Nachricht, haben Sie ihn identifizieren können. TECHNIKER: Konnten wir. Es stellte sich heraus, dass es einer unserer eigenen Leute ist. SCULLY: Ein FBI Agent? TECHNIKER: Ihr Partner. SCULLY: Das sind Mulder´s Abdrücke? TECHNIKER: Ja. SCULLY: Sind Sie sicher? TECHNIKER: Ich habe es 2 Mal überprüft. Warum? Ich nahm an, dass er derjenige wäre, der das Messer am Tatort entdeckt hat. SCULLY: Entschuldigen Sie mich. (Sie geht.) FBI HAUPTQUARTIER - BEWEISMITTELRAUM L-7 (Ein Mann führt sie durch die Gänge zwischen den Bücherregalen, die vom Boden bis unter die Decke reichen, voll mit Beweismaterialien. Sie halten an und der Typ zieht eine Kiste heraus.) TYP: Da vorne gibt es einen Tisch. SCULLY: Danke, es geht so. Sie können es einfach auf den Boden stellen. (Ein Telephon klingelt.) TYP: Ich muß drangehen. (Er stellt die Kiste auf dem Boden ab und geht. Scully sieht die Kiste durch und Findet das Messer in einer Beweismitteltüte.) TYP (am Telephon, nicht im Bild): Beweis... (auf der Seite der Tüte ist eine Liste zur Registrierung der Einsicht von Beweismitteln.) Ja, ist sie. (Das Messer wurde von Mulder untersucht. Der Typ kommt zurück.) TYP: Agent Scully? Assistant Director Skinner wünscht, Sie sofort zu sehen. (Scully legt die Tüte für das Messer zurück in die Kiste und geht.) SKINNER´S BÜRO (Skinner sitzt an seinem Tisch. Es klopft an der Tür.) SKINNER: Herein. (Scully tritt ein und geht zum Tisch hinüber.) SCULLY: Sie wollten mich sprechen, Sir? SKINNER: Ja. Setzen Sie sich. (Sie tut es) Ich habe gehört sie haben Sie bei den Beweismitteln gefunden. Ich nehme an Sie haben nach der Mordwaffe in diesem Mostow-Fall gesehen? SCULLY: Ja, Sir. SKINNER: Haben Sie sie gefunden? SCULLY: Nein, Sir. SKINNER: Denken Sie, dass das fehlende Beweisstück die gleiche Waffe ist, wie die, die Sie heute am Tatort gefunden haben? SCULLY: Ich bin nicht ganz sicher. SKINNER: Aber Agent Mulder´s Fingerabdrücke wurden darauf gefunden. SCULLY: Ja, Sir. SKINNER: Haben Sie Agent Mulder getroffen oder mit ihm darüber gesprochen? SCULLY: Nein, Sir. SKINNER: Haben Sie einen Einblick in Agent Mulder´s momentanen geistigen Zustand? SCULLY: Ich weiß, dass Agent Mulder auf Ihre Anfrage hin sehr hart an diesem Fall arbeitet, Sir. SKINNER: Machen Sie sich Sorgen um ihn, Agent Scully? SCULLY: Nein...Sir. SKINNER: Es bleibt unter uns. (Scully antwortet nicht, aber die Traurigkeit und Resignation in ihrem Gesicht sagen alles.) So geht es mir auch. MOSTOW´S GEHEIMES ATELIER (Mulder geht mit seiner Taschenlampe durch den Raum zwischen den Lehmwasserspeier hindurch. Er wird angegriffen, aber Mulder kann ihn abwehren. Dann schlitzt Mulder den Angreifer auf. Dieser schreit auf.) MULDER´S APARTMENT (Es war ein Traum. Er erwacht und befindet sich in seinem eigenen Apartment. Er geht.) STRAßE (Ein Auto fährt durch eine Allee und hält an.) MOSTOW´S HAUS (Mulder geht zu dessen Apartment und in den geheimen Raum.) MOSTOW´S GEHEIMES ATELIER (Mulder leuchtet mit seiner Taschenlampe über die Wasserspeier. Er sieht die Katze und eine frische Blutlache und eine neue Leiche.) SCULLY´S APARTMENT (Sie hört ihr Band ab.) NEMHAUSER (auf dem Anrufbeantworter): Yeah...hier ist Craig Nemhauser...bitte rufen Sie mich unter 555-0143 so schnell wie möglich zurück. Ich muß sofort mit Ihnen sprechen, es geht um eine mögliche... (Scully stellt den Anrufbeantworter ab und wählt Nemhauser´s Nummer.) MOSTOW´S GEHEIMES ATELIER (Mulder hört das Telephon klingeln und folgt dem Geräusch. Er nimmt ab.) SCULLY (am Telephon): Mulder? MULDER: Scully? SCULLY: Wo sind Sie? MULDER: Ich bin in Mostow´s Atelier. SCULLY: Ist Nemhauser bei Ihnen? MULDER: Nein. Sollte er das? SCULLY: Nun, ich wollte eigentlich ihn anrufen. Er hat mir seine Nummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Er sagte, er müsse mich sprechen. (Eine Pause, als Mulder sich im Studio umsieht) Mulder? Wissen Sie, wo er ist? MULDER: Ich bin nicht sicher. SCULLY: Mulder, dieses Messer, das wir am Tatort gefunden haben, ich glaube, es ist das selbe, das Mostow verwendet hat. MULDER: Warum sagen Sie das? SCULLY: Weil Mostow´s aus dem Beweismittelarchiv entwendet wurde. MULDER: Wann? SCULLY: Ich hatte gehofft, das könnten Sie mir sagen. Ihre Fingerabdrücke waren überall darauf. MULDER: Yeah, ich habe Mostow´s Messer gestern im Beweismittelarchiv untersucht. SCULLY: Warum? (Mulder blickt auf einen der neuen Wasserspeier) MULDER: Weil ich es in der Hand halten wollte. Ich wollte wissen, wie es sich in meiner Hand anfühlt. SCULLY: Ja, aber warum? MULDER: Sehen Sie...Scully, ich habe es nicht genommen. SCULLY: OK, Mulder. Hören Sie mir genau zu. Ich möchte, dass Sie genau dort bleiben, wo Sie sind. Ich bin in ein paar Minuten bei Ihnen und wir werden das zusammen hinbekommen. OK? Mulder? MULDER: Yeah. (Er drückt auf den Auflegeknopf des Telephons. Er besieht sich den Wasserspeier genauer. Er zieht das Gesicht ab. Nemhauser, mit tiefen Wunden befindet sich unter dem Lehm. Mulder hört Fußschritte und richtet seine Waffe auf das Geräusch. Es ist Patterson.) PATTERSON: Mulder... MULDER: Was machen Sie hier? PATTERSON: Was machen Sie hier? (Mulder deutet mit dem Kopf zu dem Körper.) MULDER: Es ist Nemhauser. (Patterson tritt dichter heran. Mulder mustert ihn.) Aber das wußten Sie ja bereits, oder? Sie haben ihn getötet, Bill. Als er Sie in Verdacht hatte...Sie haben ihn ermordet. PATTERSON: Haben Sie den Verstand verloren? MULDER: Nicht ich. Nicht jetzt. PATTERSON: Nehmen Sie die Waffe runter. MULDER: Nicht, bis sie mir erzählt haben, was Sie hier machen. PATTERSON: Was ich eben mache! MULDER: Sehen Sie sich Ihre Hände an. (Sie sind lehmverkrustet.) Jetzt fragen Sie sich selbst, was Sie hier machen. PATTERSON: Ich bin nicht sicher. MULDER: Sie sind hier, weil John Mostow Ihnen 3 Jahre Ihres Lebens gestohlen hat. 3 Jahre lang haben Sie jeden Tag und jede Nacht die Horrorshow, die in seinem Kopf ablief, gelebt und geatmet und es tut mir leid...sich alles vorstellend, was er sich vorgestellt hat. Tiefer und tiefer in die Abartigkeit sinkend, die Sie uns gelehrt haben, auszuüben. Als Sie ihn endlich gefangen hatten, ist es nicht einfach verschwunden und die Gewalttätigkeit...sie ist in Ihnen am Leben geblieben...bis sie hervorkommen mußte. Sie wollten nicht tun, was Sie getan haben. Sie wollten aufhören, aber Sie konnten nicht. Nicht von Ihnen aus. Deshalb haben Sie gerade mich haben wollten, deshalb konnten Sie mich nicht töten als Sie die Möglichkeit dazu hatten. SCULLY: Mulder! Was zum Teufel tun Sie da? (Scully taucht mit ihrer grell aufleuchtenden Taschenlampe hinter Patterson auf.) MULDER: Scully, hören sie auf mich zu blenden! SCULLY: Erst nehmen Sie die Waffe runter. MULDER: Sie verstehen das nicht! SCULLY: Dann helfen Sie mir zu verstehen, warum Sie ihre Waffe auf Agent Patterson richten. (Patterson reißt Scully auf dem Weg nach draußen um. Mulder hilft ihr hoch.) MULDER: Er ist es, Scully. (Sie laufen ihm durch das Gebäude nach. Patterson ist ein tobender Verrückter.) AUF DEM DACH (Sie kommen aufs Dach und Mulder und Scully trennen sich. Mulder wird durch einen Schwarm Vögel erschreckt. Er klettert auf das Dach eines anderen Gebäudes. Er wird von Patterson attackiert. Patterson versucht Mulder zu erwürgen. Mulder versucht ihn loszuwerden. Schreckliche kehlige Geräusche kommen von Patterson. Ein Schuß ertönt.) SCULLY: Mulder! (Sie rennt hinüber. Patterson ist getroffen.) Sind Sie OK, Mulder? (Mulder setzt sich auf und Patterson liegt mit dem Gesicht nach unten auf dem Dach. Sie dreht Patterson um.) Wir sollten einen Krankenwagen rufen. Sein Puls ist noch stark. (Mulder holt sein Handy hervor. Er muß es einschalten bevor er die 911 wählen kann. Auf dem Dach befindet sich ein Wasserspeier, der die ganze Szene beobachtet. Scully öffnet Patterson´s Kragen.) MULDER: Hier spricht Agent Mulder, FBI. Wir haben einen verletzten Mann...Schußwunde. 8 WOCHEN SPÄTER (An dem selben Ort, an dem Mostow eingesperrt war, hören wir ein wahnsinniges Schreien.) PATTERSON (nicht im Bild): Oh Gott! (Er heult. Patterson wirft sich gegen die Gitterstäbe.) Hören sie mich? Um Himmels Willen! Hört mich jemand? Ich habe das nicht getan! Ich war's nicht! Ich habe sie nicht getötet! Bitte!! (Seine Schreie hallen wieder während die Kamera zurück fährt. Wir hören Mulder´s Stimme darüber gelegt.) MULDER: Wir arbeiten im Dunkeln. Wir tun, was wir können um das Böse zu bekämpfen, das uns andernfalls zerstören würde. (Wir sehen die Zeichnung von dem Wasserspeier vom Anfang, mit dem roten Auge an einer Zellenwand hängen.) Aber wenn der Charakter eines Menschen sein Schicksal ist, ist es keine Wahl, sondern ein Zwang. Manchmal läßt uns das Gewicht dieser Last schwanken. Mit der zerbrechlichen Festung unseres Geistes, dem Monster ohne erlaubend, einzutreten. Wir sind allein gelassen, in den Abgrund zu starren. In das lachende Gesicht des Wahnsinns.