AKTE X - THE X-FILES Episode: 3X12 Krieg der Koprophagen (War of the Coprophages) Air Date -USA: 05 Jan 1996 -Germany: 05 Dez 1996 Transcipt by Fallen Angel email: xf.sw.fallenangel@gmx.net ______________________ Teaser MILLERS’S GROVE, MASSACHUSETTS DR. BUGGER: Sieh an, die gewaltige Kakerlake. Ihr Ursprung geht bis ins Zeitalter des Silur zurück. Vor über 350 Millionen Jahren, und sie kommt praktisch überall auf der Welt vor, von den Tropen bis zur Antarktis. Es existieren viertausend Arten, die bekannt sind, und in nur einem Jahr kann ein einziges Weibchen über eine halbe Millionen Nachkommen in die Welt setzen. Und man kann sie nicht durch Strahlung umbringen. Im evolutionären Sinne sind sie...so gut wie makellose Kreaturen, aber...trotzdem nur Kreaturen. Sie besitzen nur ein einfaches Nervensystem, und ihr Verhalten wird ausschließlich von ihren artspeziefischen Reaktionen auf Umweltreize beeinflußt. Anders als wir sind sie nicht in der Lage über etwas nachzudenken...und unfähig zu...einem eigenen Bewußtsein. Verglichen mit der Kakerlake sind wir nichts geringeres als Götter, und müssen uns daher dementsprechend verhalten. DR. ECKERLE: Stimmt es, daß sie - wenn man sie köpft - trotzdem weiterleben und erst sterben, wenn sie irgendwann verhungert sind? DR. BUGGER: Weiß nicht. Ich bring’ sie gleich um. DR. ECKERLE: Na ja, deswegen habe ich Sie ja auch gerufen. DR. ECKERLE: Ich -e- ich habe gedacht, daß Sie die Insekten heutzutage durch Kälte töten würden. DR. BUGGER: Daß sie erfrieren? Da bleibt ja der Spaß auf der Strecke. Nein, wir haben ein neues Pestizid, das wie ein Pilz wirkt. Es tötet nicht nur die infizierte Kakerlake, sondern überträgt die Seuche auch auf jede andere Kakerlake mit der sie in Berührung kommt. DR. ECKERLE: Hauptsache ist, daß Sie sie irgendwie so schnell wie möglich ausräuchern. Das Viehzeug, wissen Sie, das macht mich wahnsinnig. DR. BUGGER: Na warte, du arrogantes, kleines Ding. DR. BUGGER: Ahh! DR. ECKERLE: Ich hab’ vergessen ihnen zu sagen, wo ich noch ‘ne Kakerlake gefu- [nachts, irgendwo am Rande einer Landstraße in Massachusetts] MULDER: Mulder? SCULLY: Mulder, wo waren sie? Ich versuch’ schon den ganzen Tag sie zu erreichen. MULDER: Da mein Haus im Moment desinfiziert wird, bin ich übers Wochenende einfach weggefahren. Ich bin in Massachusetts. SCULLY: Besuchen Sie ihre Mutter? MULDER: Nein. Ich sitze nur rum...und denke nach. MULDER: Gestern nacht sind hier überall in der Gegend unidentifizierbare Lichter gemeldet worden, ...die einfach am Himmel schwebten. Hören sie, ich weiß, daß Sie nicht dazu neigen, aber ... ist es ihnen beim Betrachten des Nachthimmels noch nie passiert, daß Sie nicht nur mit Gewißheit gespürt haben, daß da oben etwas ist, sondern wußten, daß es Sie genau zur gleichen Zeit auch seinerseits beobachtet und sich...genauso Gedanken über Sie macht, wie Sie über es. SCULLY: Mulder, das einzige, was noch zufälliger ist als das Auftauchen von Leben auf diesem Planeten, ist, daß er aufgrund absolut zufälliger biologischer Evolution eine Intelligenz, die so komplex ist wie unsere, hervorgebracht hat. Ich finde, allein schon der Gedanke an intelligentes außerirdisches Leben ist nicht nur astronomisch unglaubwürdig, sonder vielmehr auf grundlegender Ebene auch völlig anti-darwinistisch. MULDER: Scully,...was haben Sie gerade an? MULDER: Ich weiß, was Sie sagen wollen, aber...ich werde weiter in den Nachthimmel gucken. SCULLY: Halten Sie nicht zu intensiv Ausschau, vielleicht gefällt ihnen nicht, was Sie entdecken. MULDER: Sind das nicht Worte, die Dr. Zaius zu Charlton Heston in der Schlußszene von Planet der Affen gesagt hat? SCULLY: Da war das ja wohl berechtigt. MULDER: Scully, ich muß jetzt auflegen. SCULLY: Was? Mulder was ist denn los? Mulder!? SHERIFF FRASS: Einen schönen guten Abend. Und was tun Sie hier? MULDER: Ich sitz’ nur rum...und denke nach. SHERIFF FRASS: Sie sitzten also ‘rum und denken nach? Und telefonieren - mit wem? Ihrem Drogenhändler? Zeigen Sie mir mal ihren Ausweis. FBI? Sind Sie an einem Fall dran? MULDER: Angeblich sind hier gestern Nacht mehrere UFO’s gesehen worden. Konnten Sie die auch sehen? SHERIFF FRASS: Hmm, nein Sir, nicht persönlich. Aber wir sind deswegen sehr oft angerufen worden. MULDER: Und niemand ruft Sie heute an? SHERIFF FRASS: Nein, Sir. Verfolgt das FBI solche Dinge? MULDER: Nein. SHERIFF FRASS: Entschuldigung, Sir - ich will ja nicht neugierig sein - aber warum sitzen Sie hier und lassen die Scheibenwischer laufen? MULDER: Ich wollte nur einige Insekten abwehren, die auf meiner - ...Windschutzscheibe gelandet sind. SHERIFF FRASS: Kakerlaken? MULDER: Vielleicht, aber...vielleicht waren’s auch Käfer - ich kenn’ mich nicht so mit den Viechern so aus. : „Sheriff Frass, melden Sie sich bitte bei der Zentrale. Over. Wagen 7 und 9 bitte bei der Zentrale melden.“ SHERIFF FRASS: Tut mir leid Sie gestört zu haben. MULDER: Was ist denn los? SHERIFF FRASS: Schon wieder ein Kakerlakenangriff. < Sheriff Frass fährt los> NACHRICHTENSPRECHERIN: Wie wir soeben erfahren haben - - findet eine Geiselnahme in der „Tribidi Ölraffinerie“ statt. SCULLY: Hallo? MULDER: Ich glaube, Sie sollten lieber herkommen. SCULLY: Was ist denn los? MULDER: Offenbar werden hier Menschen von Kakerlaken angegriffen und getötet. SCULLY: Ich werde Sie jetzt nicht fragen, ob Sie das noch mal wiederholen könnten, weil ich weiß, daß Sie’s tun würden. MULDER: Ich hocke hier vor der Leiche eines Kammerjägers, auf dessen jüngst verstorbenen Körper haufenweise Kakerlaken herumkrabbeln. Der Sheriff sagt, daß heute nachmittag zwei weitere Leichen im gleichen Zustand gefunden wurden. SCULLY: Wo sind Sie noch mal? MULDER: In Miller’s Grove. Hier wohnen anscheinend viele Wissenschaftler. Die ersten zwei Leichen waren ein Molekularbiologe ein Astrophysiker, und in diesem Falle ist der Zeuge ein alternativer Treibstofforscher. Diese Meldungen stammen also nicht von irgendwelchen Bauernlümmeln. DR. ECKERLE: Also, ich fürchte das Bild dieser Kakerlaken hat sich wohl für immer...in mein Gehirn...eingeprägt. Ich, ich seh’ sie jedesmal, wenn ich...meine Augen schließe. SHERIFF FRASS: Versuchen Sie einfach sie nicht zu schließen. DR. ECKERLE: Und wie...und wie soll ich dann schlafen können? Und wo? Ich verbringe die heutige Nacht jedenfalls garantiert nicht hier. SHERIFF FRASS: Vielleicht können Sie sich ja ein Motel-Zimmer oder so ‘was nehmen. SCULLY: Gab es Insektenbisse an den Körpern? MULDER: Insektenbisse? DR. NEWTON: Nein. MULDER: Nein. SCULLY: Wissen Sie, Mulder, Millionen Menschen sind allergisch gegen Kakerlaken. Es gibt immer wieder Fälle von tödlichen Reaktionen. Man spricht dann von einem anaphylaktischen Schock. MULDER: Anaphylaktischer Schock? SCULLY: Hmhmhmm, und auffällig oft trifft er Insektenforscher, ...und natürlich auch Kammerjäger. MULDER: Na schön, wir werden das überprüfen. SCULLY: Wollen Sie immer noch, daß ich komme? MULDER: Nein, nein, nein, nein. Ich glaube, Sie haben recht. Danke, Scully. SHERIFF FRASS: Wer war das? MULDER: Mein Drogenhändler. STONER: Junge...das Zeug turnt ja heftig! Jetzt bist du dran, Süße. CHICK: Mh, mh, das ist nicht so mein Ding, Leute. DUDE: Du weißt nicht was du versäumst. Versuch es. Weißt Du, dieser Stoff dringt nämlich in deinen Geist ein, und irgendwie...erweitert er ihn. CHICK: Irgendwie hab’ ich nur das dumme Gefühl, daß mein Geist nicht das Einzige ist, was ihr erweitern wollt. STONER: Ähh, willst Du dann vielleicht noch’n Bier trinken? CHICK: Okay. DUDE: Ich weiß nicht recht. Ich glaub’, du machst einen Fehler. Bier ist doch nichts weiter - - als Bier, aber dieses Zeug,...das steigert...-eh-...deine Wahrnehmungsfähigkeit so sehr, daß du draußen eine ganz andere Welt zu sehen glaubst - aber es ist noch die gleiche Welt, weißt du. Es ergreift Besitzt von deinem Verstand und verändert deine ganze Bewußtseinsebene. Und erst dann kannst Du die Wirklichkeit sehen, wie sie...- -...in Wirklichkeit existiert. DUDE: Oh Gott! STONER: Was haste denn, Mann? DUDE: OH GOTT! KAKERLAKEN!!! STONER: Nun flipp nich’ gleich aus, Alter. CHICK: Was ist denn los? DUDE: KAKERLAKEN!!! STONER: Was ist los mit dir?! CHICK: Aufhören!!! DUDE: - raus aus mir! Ich will sie nicht in mir drin haben!!! SIE SIND IN MIR DRINN!!! AHHHH! SCULLY: Sitz! SCULLY: Hallo? MULDER: Ich glaube, es ist doch besser, wenn Sie herkommen, Scully. SCULLY: Schon wieder ein Toter? MULDER: Ja, und das war keine allergische Reaktion. Zwei Zeugen haben erlebt, wie das Opfer geschrien hat wegen der Kakerlaken, die sich in seinen Körper gruben. SCULLY: Sind die Dinger noch immer in der Leiche? MULDER: Gefunden haben wir noch keine, aber er hat Wunden am ganzen Körper. SCULLY: Von den Kakerlaken? MULDER: Na ja, das Opfer hat mit einer Rasierklinge versucht, sich von den Viechern zu befreien, aber wir sind nicht sicher, daß er sich alle Wunden selbst zugeführt hat - abgesehen von der zerfetzten Aterie. SCULLY: Waren da vielleicht irgendwelche Drogen im Spiel? MULDER: Na ja, hier steht eine selbstgemachte Laboreinrichtung und ich bin mir nicht sicher, was er da zusammengebraut hat. MULDER: Mann, das riecht ja wie ein Chemieklo. Bitte lassen sie das hier analysieren, ja? SCULLY: Es gibt eine psychotische Störung bei manchen Arten von Drogenmißbrauch, wo der Betroffene an der Wahnvorstellung leidet, daß Insekten seine Haut befallen. Man nennt sie das Ekbom Syndrom. MULDER: Ekbom Syndrom? SCULLY: Das Oper schlitzt sich bei dem Versuch auf, das eingebildete Insekt zu entfernen Möchten sie noch immer, daß ich komme? MULDER: Nein, Sie haben wahrscheinlich recht. Tut mir leid, Sie gestört zu haben. SCULLY: Das macht doch nichts. Bis dann. SCULLY: Hey! SHERIFF FRASS: Aus den anderen beiden war nichts rauszubekommen. MULDER: Wie wär’s mit etwas Urin? Für Drogentests. SHERIFF FRASS: Haben Sie sie? MULDER: Bringen Sie mir einen Behälter. MULDER: Oh, ich habe sie getötet. SHERIFF FRASS: Sie haben sie nicht nur getötet - sie haben sie vernichtet. MULDER: Sie muß irgendwie geschmolzen sein: Es ist bloß noch ein leeres Sklett. SHERIFF FRASS: Jetzt haben wir den Beweis, daß irgendwelche Kakerlaken hier waren. MULDER: Wir haben mehr als das, Sheriff. Ich glaube nämlich, daß diese Insektenhülle aus Metall besteht. DR. NEWTON: Das ist nichts weiter als ‘ne Hautabschürfung. MULDER: Eine Abschürfung durch eine metallische Substanz? DR. NEWTON: Nah, also bevor die Analyse der Insektenüberreste nicht fertig ist, möchte ich lieber keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ah, hm, Agent Mulder, ich...ich als Arzt habe es schon immer am besten gefunden...vollkommen ehrlich und offen zu meinen Patienten zu sein, egal wie unangenehm und negativ die Information auch sein mag. MULDER: Was hat das jetzt zu bedeuten? DR. NEWTON: Ich hoffe, daß Sie auch offen zu mir sind. Was zum Teufel geht hier eigentlich vor? Was ist los? Schweben wir irgendwie in Gefahr? MULDER: Das weiß ich nicht. DR. NEWTON: Oder sollte ich vielleicht meine Familie evakuieren? MULDER: Woher soll ich das wissen? SHERIFF FRASS: Doktor, wir warten darauf, daß Sie den Leichnam obduzieren. DR. NEWTON: Ja, hm. Zuerst muß ich noch ‘ne kleine Pause einlegen. Seit der Unterhaltung mit Agent Mulder scheine ich ein wenig unter Verstopfung zu leiden. SHERIFF FRASS: Was hat denn der für ein Problem? MULDER: Ach, er regt sich darüber auf, daß ich nicht weiß, was hier los ist SHERIFF FRASS: Und was zum Teufel ist denn hier nun los? MULDER: Ich seh’ ja die Wechselwirkung auch, aber nur weil ich für die Bundesregierung arbeite bin ich noch kein Experte für Kakerlaken. SHERIFF FRASS: Soll das etwa heißen, daß Sie nichts über die Experimente wissen, die die Regierung hier durchführen läßt? MULDER: Experimente? SHERIFF FRASS: Vor ein paar Monaten hat jemand, der angeblich vom Landwirtschaftsministerium ist, seinen Stützpunkt auf der anderen Seite der Stadt errichtet. Niemand weiß genau, was da draußen vor sich geht. Es ist streng geheim - nach dem Motto: Schnauze halten. MULDER: Und was unterstellen Sie jetzt? SHERIFF FRASS: Die Killerbienen...waren ein genetisches Experiment, das schief ging, und sie wurden auf eine arglose Bevölkerung losgelassen. Kann doch sein, daß sie im Auftrag der Regierung eine völlig neue Art von Mörderkakerlaken züchten. MULDER: Behalten Sie lieber diese Theorie für sich, Sheriff - sonst geraten die Leute in Panik. MANN: Ahhh! Oh Gott! Hilfe! Ich brauch’ unbedingt Hilfe! SHERIFF FRASS: Was ist denn hier passiert? ARZTHELFER: Kakerlaken. Er ist völlig von Kakerlaken bedeckt gewesen. SHERIFF FRASS: Ich seh’ keine Kakerlaken. ARZTHELFER: Ich war draußen, um Hilfe zu holen, und als ich zurückgekommen bin...waren sie verschwunden. SHERIFF FRASS: Vorsichtig. Vorsichtig. MULDER: Hmm. Sie kommt mir überhaupt nicht ungewöhnlich vor. SHERIFF FRASS: Das nächste Mal überlassen Sie mir die Kakerlaken. SCULLY: Wer ist jetzt gestorben? MULDER: Der Gerichtsmediziner. Seine Leiche ist bedeckt von Kakerlaken neben einer Toilette gefunden worden. Ich glaube sie sollten doch kommen. SCULLY: In einer Toilette? Sehen sie sich seine Augen an. Ist eins davon blutunterlaufen und hat eine erweiterte Pupille? MULDER: Ja. Und? SCULLY: Er starb vermutlich an einem Gehirnaneurysma. MULDER: Gehirnaneurysma? SCULLY: Eine große Kraftanstrengung ist eine der üblichen Ursachen für Gehirnaneurysmen. MULDER: Und was hat das mit den Kakerlaken zu tun? SCULLY: Haben sie welche gefangen? MULDER: Nein. Nur beinahe. SCULLY: Ich weiß nicht, was ich Ihnen antworten soll. Sie behaupten doch hoffentlich nicht, sie wären auf eine Plage von Killerkakerlaken gestoßen. MULDER: Mulder. SCULLY: Mulder? Ich hab’ mal ein bißchen nachgeforscht: Mitte der 80er gab es eine Kakerlakenspezies, die vorher nur in Asien anzutreffen war. Doch seit damals gibt es sie auch in Florida - und inzwischen haben sie ihren festen Platz in der heimischen Tierwelt. MULDER: Greifen sie Manschen an? SCULLY: Nein, aber sie verhalten sich anders, als unsere einheimischen Arten. Sie können lange Strecken fliegen. Und sie werden vom Licht angezogen MULDER: Aber greifen sie auch Menschen an? SCULLY: Ich nehme an, was da bei Ihnen passiert, ist vielleicht das erste Auftauchen einer neuen Art von Kakerlaken in diesem Land, und zwar einer, die von Menschen angezogen wird. MULDER: Obwohl das ja ganz überzeugend klingt, gefällt mir das gar nicht, Scully. Haben Sie gewußt, daß das Landwirtschaftsministerium hier im Auftrag der Bundesregierung streng geheime Experimente durchgeführt hat? SCULLY: Mulder, Sie wollen doch nicht etwa schon wieder unbefugt Regierungseigentum betreten, oder? SCULLY: Ich weiß, daß Sie das öfter machen, aber ich denke nicht, daß es in diesem Fall - MULDER: Zu spät, ich bin schon längst drin. SCULLY: Und, was geht da vor? Was können Sie sehn? MULDER: Ich bin in einem Haus. Es ist offenbar leer. SCULLY: Wie sieht’s in dem Haus denn aus? MULDER: Es ist ein...typisches, zweigeschossiges Vororthaus. Schönes großes Wohnzimmer, sparsam möbliert. Schicker Teppichboden, Kamin. Nette Küche...mit modernsten Haushaltsgeräten... und sich bewegenden Wänden. SCULLY: Sich bewegende Wände? MULDER: Ja. Wellenförmig. MULDER: Ah, Kakerlaken! SCULLY: Was?! MULDER: Kakerlaken!! Sie sind überall! MULDER: Ah, ich bin umzingelt! SCULLY: Sie müssen versuchen, das Haus sofort zu verlassen! MULDER: AH! NEIN! SCULLY: Was ist denn jetzt los? Was ist passiert? MULDER: Die Taschenlampe ist aus gegangen. SCULLY: Mulder, was ist denn mit Ihnen? MULDER: Ich leg’ jetzt auf. SCULLY: Mulder?! MULDER! BAMBI: Darf ich Sie fragen, warum Sie unbefugt Regierungseigentum betreten? MULDER: Ich bin Bundesagent. BAMBI: Das bin ich auch. MULDER: Agent Mulder. FBI. BAMBI: Dr. Berenbaum. USDA. Landwirtschaftlicher Forschungsdienst. MULDER: Dr. Berenbaum, ich werde ihnen ein paar Fragen stellen müssen. BAMBI: Und die wären? MULDER: Was macht eine Frau wie Sie an einem Ort wie diesem? BAMBI: - indem wir untersuchen, wie Insekten auf Lichtveränderungen, Temperatur, Luftströmungen und Nahrungsangebot reagieren, können wir die beste Methode bestimmen, sie auszurotten. MULDER: Aber wieso die ganze Heimlichtuerei, die die guten Bürger dieser Stadt mißtrauisch gemacht hat? BAMBI: Erwarten Sie von uns, daß wir annoncieren, daß wir tausende von Kakerlaken absichtlich in einem Haus in ihrer Nachbarschaft aussetzten? MULDER: Nein - aber diese, diese Kakerlaken, sind die eine ganz normale Spezies? BAMBI: Ja, es sind einheimische. MULDER: Haben Sie vielleicht...eine Kakerlakenspezies kennengelernt, die - eh - sich sogar an Menschen heranwagt? BAMBI: Von den meisten Kakerlakenarten ist bekannt, daß sie sich waschen, nachdem sie von Menschen berührt worden sind. MULDER: Wirklich? Also gab es ihres Wissens nach noch nie Angriffe durch Kakerlaken auf Menschen. BAMBI: Na ja, es gab schon Fälle wo Kakerlaken einem Menschen ins Ohr oder in die Nase gekrochen sind MULDER: In die Nase? Mhhhh. Und...was ist das da? BAMBI: Das ist ein Lieblingsprojekt von mir. Da das Ektoskelett eines Insekts eine di-elektrische Umgebung ist, also das leitende Medium seiner Körperflüssigkeit, fällt die sogenannte Büschelentladung farbig aus, wenn es ein elektrische Feld durchläuft. MULDER: Oh. Und was wollen Sie damit beweisen? BAMBI: Wissen Sie, ich habe die Theorie entwickelt, daß UFOs eigentlich Insektenschwärme sind. Ich weiß ja nicht, ob Sie irgend etwas über UFOs wissen, aber... alle Charakteristika einer angeblichen Sichtung sind die gleichen, wie bei Nachtinsektenschwärmen, die durch elektrische Felder fliegen: Das urplötzliche Erscheinen einer glühenden, farbigen Lichtquelle, die die Nacht erleuchtet und möglicherweise summend am Himmel zu schweben scheint und irgendwelche Störungen beim Empfang von Radio- und Fernsehsignalen erzeugt und die dann ganz urplötzlich verschwindet. MULDER: Also...nächtliche Insektenschwärme. Das ist...das ist faszinerend. BAMBI: Einfach alles, was mit Insekten zu tun hat, ist faszinierend. Sie sind wirklich bemerkenswerte Geschöpfe, so wunderschön und so ehrlich. MULDER: Ehrlich? BAMBI: Essen, schlafen, verdauen und sich fortpflanzen. Das ist alles, was sie tun. Das ist auch alles, was wir tun, aber wenigstens tun Insekten nicht so, als ob es mehr als das wäre. Stört meine wissenschaftliche Objektivität Sie? MULDER: Nein. Nein, eigentlich find’ ich sie...sehr erfrischend. MULDER: Nicht jetzt. Wissen Sie...ich hab’...irgendwie...an Insekten schon immer großes Interesse gehabt. BAMBI: Wirklich? MILLER’S GROVE MOTOR LODGE NACHRICHTENSPRECHERIN: Das ist nun schon die fünfte Meldung über eine Leiche, die inmitten einer Horde von Kakerlaken gefunden wurde. Aber die Polizei bestätigt nicht - oder zumindest noch nicht - daß die Insekten etwas mit den Todesfällen zu tun haben. Die Polizei hat auch Gerüchte zurückgewiesen, daß diese Todesfälle das Resultat eines Ausbruchs des Ebulavirus sind, das irgendwie von infizierte Kakerlaken verbreitet wird. Die Aufklärung dieser Fälle bleibt zunächst den örtlichen Behörden überlassen, aber eine der Krankenschwester hier hat bestätigt, daß auch ein FBI Agent daran arbeitet. Die Polizei rät: Falls sie irgendwelche Kakerlaken sehen nicht in Panik zu geraten, sondern die Behörden sofort zu unterrichten, und diese Gebiet so schnell wie möglich zu verlassen. Das war ein Life-Bericht von Skye Leikin für die Spätnachrichten auf Kanal 3. FRAU: Und dann hat es auf einmal ganz furchtbar geknallt. Weißt du, du hättest getötet werden können. SCULLY: Mulder, ist alles in Ordnung? MULDER: Ich kann nicht schlafen. SCULLY: Und was hat es mit diesem Haus nun auf sich? MULDER: Ach, die führen da legale Experimente durch. Der verantwortliche Entomologe Dr. Berenbaum stimmt ihrer Theorie über das zufällige Auftauchen einer neuen Kakerlakenspezies zu. SCULLY: Hat er ihnen einen Tip gegeben, wie man sie fangen kann? MULDER: Nein, aber sonst hat sie mir alles über Insekten erzählt, was es zu wissen gibt. SCULLY: Sie?! MULDER: Ja, wußten Sie, daß die alten Ägypter die Mistkäfer verehrten und möglicherweise ihnen zu Ehren die Pyramiden errichtet haben, ...die vielleicht nur gigantische symbolische Dunghaufen sind? SCULLY: Wußten sie, daß der Erfinder der Toilettenspülung sich selbst ‘runtergespült hat? MULDER: Bambi hat auch eine Theorie entwickelt, von der ich noch nie gehört habe. SCULLY: Wer?! MULDER: Dr. Berenbaum. Jedenfalls ist sie der Meinung, daß - SCULLY: Ihr Name ist Bambi?! MULDER: Ja, ihre Eltern war’n beide Naturkundler. Sie hat die Theorie entwickelt, daß UFOs eigentlich nur Nachtinsektenschwärme sind, die elektrische Felder durchfliegen. SCULLY: Ihr Name ist Bambi? MULDER: Scully, darf ich Ihnen ‘was beichten? SCULLY: Ja, natürlich. Nur zu. MULDER: Ich hasse Insekten. SCULLY: Wissen Sie, viele Menschen haben Angst vor Insekten, Mulder, das ist nur ein...ein ganz natürlicher Instinkt sich vor - MULDER: Nein, nein, ich hab’ keine Angst vor ihnen. Ich hasse sie. Ich bin mal - als ich noch ein Junge war - auf einen Baum geklettert, und da kam dieses Blatt auf mich zugelaufen. Ich brauchte ‘ne halbe Ewigkeit um zu merken, daß es kein Blatt war. SCULLY: Eine Gottesanbeterin? MULDER: Ja. Ich sah mich plötzlich mit ‘ner Gottesanbeterin konfrontiert und fing an zu schreien - und das war nicht etwa das kreischen eines kleinen Mädchens sondern vielmehr der Schrei von jemanden der einem Monster gegenübersteht, das nicht das Recht hat, den gleichen Planeten wie ich zu bewohnen. Ist Ihnen aufgefallen, daß der Kopf einer Gottesanbeterin dem Kopf eines Außerirdischen sehr ähnlich ist? An diesem Tag hat die Natur mir ihre Geheimnisse offenbart, aber statt fasziniert zu staunen fühlte ich mich...nur abgestoßen. SCULLY: Kann es nicht doch nur ein Mädchenkreischen gewesen sein? MULDER: Nein - SCULLY: Was war das? MULDER: Ich ruf’ Sie wieder an. SCULLY: Mul- DR. ECKERLE: Haben Sie das auch gehört? 2. MOTELGAST: Das kam von da drüben. 3. MOTELGAST: Was zum Teufel ist hier los? DR. ECKERLE: Hallo? Ist da drinnen bei Ihnen alles in Ordnung? DR. ECKERLE: Bloß weg - 2. MOTELGAST: Nichts wie weg hier! DR. ECKERLE: Das ist genau wie bei dem Kammerjäger! SCULLY: Wen hat es diesmal dahingerafft? MULDER: Einer der Motelgäste ist gestorben. SCULLY: Mulder, ich komme jetzt sofort zu Ihnen. MULDER: Scully, ich fürchte dieser Mann starb einfach durch eine Reaktion auf die Kakerlaken. SCULLY: Zwei Fälle von anaphylaktischem Schock am selben Tag in der selben Stadt sind äußerst unwahrscheinlich. MULDER: Nein, ich glaube, daß dieser Mann einfach einen Herzinfarkt hatte. Gerüchte über die Kakerlaken und die damit verbundenen Todesfälle sind nach draußen gedrungen und...ich schätze der Mann hat sich bei dem Anblick von ein paar Kakerlaken irgendwie zu Tode erschreckt. SCULLY: Wie dem auch sei, Mulder, ich finde, daß da bei Ihnen etwas sehr merkwürdiges vor sich geht. MULDER: Vielleicht auch nicht. Sie hatten mit jeder Ihrer Vermutungen Recht: Der Kammerjäger starb an einem anaphylaktischen Schock, der junge Mann ist an selbst zugefügten Wunden gestorben und war außerdem high von Methandämpfen aus brennendem Dung, und der Gerichtsmeditiner ist an einem Gehirnaneurysma gestorben. SCULLY: Das erklärt trotzdem nicht, warum die Kakerlaken an all d en Orten gewesen sind. MULDER: Und genauso wenig, daß ihr Skelett offenbar aus Metall ist. SCULLY: Aus Metall? Wovon sprechen Sie überhaupt? Mulder? SCULLY: Mulder, ich mach mich auf den Weg. MULDER: Ganz wie Sie wollen. MULDER: Können Sie mir sagen, was für eine Art von Kakerlake das ist? BAMBI: Das müßte ich eigentlich können. Der Unterleib ist noch drann und wir differenzieren die Spezies immer durch ihre Genitalien. Ach du meine Güte. MULDER: Ist es anomal? BAMBI: Das würd’ ich schon sagen. Da hängt ja wie bei einer Libelle. Entschuldigen Sie mal. MULDER: Ist es auch jetzt noch ungewöhnlich? BAMBI: Na ja, jedenfalls für ein Insektengeschlechtsteil. Aber vielleicht nicht für einen Mikroprozessor. MULDER: Wollen Sie damit sagen, daß dieses Insekt mechanisch ist? Worauf muß ich denn hier besonders achten? Haben Sie denn je zuvor so etwas gesehen? BAMBI: Nur in Wissenschaftsjournalen. Es gibt einen Forscher, der sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt und Roboter entwirft, die Insekten gleichen und sich wie solche verhalten. Ich hab’ sie zwar nie selber gesehen aber oft daran gedacht ihn zu besuchen. MULDER: Er arbeitet also in dieser Stadt? MASSACHUSETTS INSTITUT FÜR ROBOTERTECHNIK MULDER: Dr Ivanov? IVANOV: Warum erschrecken Sie meine Roboter? IVANOV: Seit Jahrzehnten haben meine Kollegen, die sich mit der künstlichen Intelligenz beschäftigen, einen autonomen Roboter zu erschaffen versucht. Aber sie wollten ihren Maschinen das Gehirn eines Menschen geben und das hat sie versagen lassen: Ein menschliches Gehirn ist zu komplex, zu berechnend. Es denkt einfach zu viel, aber Insekten reagieren bloß auf Umweltreize. Ich habe meine Roboter nach dem Vorbild von Insekten gestaltet, nicht nur am Design sondern auch dadurch, daß ich ihnen die einfachsten Computerprogramme gebe: ‘Geh auf das Objekt zu.’ ‘Geh von dem sich bewegenden Objekt weg.’ Gesteuert werden sie nur von Sensoren und reflexmäßigen Reaktionen und schon dadurch nehmen sie das Verhalten von intelligenten Lebewesen an. MULDER: Dann wurde der hier offenbar nur darauf programmiert, sich auf Objekte zu zubewegen, die im Bereich seiner Sensoren liegen. IVANOV: Äh, nein. MULDER: Und warum verfolgt er mich dann? IVANOV: Er scheint Sie zu mögen. MULDER: Sie forschen also für die NASA? IVANOV: Das Ziel ist der Transport von Robotern auf einen anderen Planeten. Durch sie kann man das Terrain sehr viel ausführlicher erforschen, als das je zuvor durch die üblichen Raumsonden möglich war. Es klingt vielleicht etwas phantastisch, aber das einzige wirkliche Hindernis, das ich sehe, ist das Fehlen einer erneuerbaren Energiequelle. Jedenfalls ist das hier ganz sicher die Zukunft der Weltraumforschung und schließt den Einsatz von lebenden Einheiten aus. MULDER: Also , ich spekuliere nur, aber falls irgendwelche außerirdischen Lebensformen existieren, dann - IVANOV: Es ist nicht nötig zu spekulieren, ich glaube ganz fest daran. MULDER: Und angenommen sie wären technisch fortgeschrittener als wir, und falls ihre eigene Ideen über die Zukunft der Weltraumforschung richtig sind, dann... - IVANOV: Dann werden die interplanetarischen Forscherteams von außerirdischen Zivilstationen ebenfalls von der mechanisierten Sorte sein, und jeder der glaubt, daß außerirdische Besucher nicht in der Erscheinungsform von Robotern kommen würden, sonder als lebende Wesen mit übergroßen Augen und grauer Haut, der hat sich vermutlich mit zu viel Science-Fiction das Gehirn weichgespült MULDER: Hm. Können Sie das identifizieren? IVANOV: Ich kenn’ mich nicht so gut mit Käfern aus. Gehört das zu einer Grille? MULDER: Legen Sie’s doch mal unters Mikroskop. MULDER: Ist alles in Ordnung, Dr. Ivanov? Können Sie das identifizieren? Sir? IVANOV: Das geht...einfach über...meinen Horizont. FARBIGER: Hey, das will ich haben! FAHRER: Sind sie verrückt?! Warum haben Sie denn gebremst?! FAHRERIN: Was woll’n Sie, Sie Idiot?! SCULLY: Entschuldigung, haben Sie auch Straßenkarten von der Gegend? Können Sie mir auch sagen, wo sie sind? KUNDIN: Nun beeilen Sie sich doch mal. SCULY: Was ist denn hier los? KUNDIN: Wissen Sie denn das mit den Kakerlaken nicht? Die verspeisen Menschen mit Haut und Haaren und deswegen verschwinden wir jetzt alle hier! SCULLY: Haben Sie denn irgendwelche Kakerlaken gesehen? KUNDIN: Nein, aber sie sind überall. 1. MANN: Kakerlaken greifen zwar keine Menschen an, doch sie übertragen das Ebula Virus. Nein, stimmt schon so. Wir werden alle aus unseren Brustwarzen bluten! SCULLY: Ahh. Also gut. Jetzt reicht es endgültig! Hör’n Sie mal zu! Ich bin Agent Dana Scully vom Federal Bureau of Investigation und ich versichere Ihnen hiermit, daß Sie keineswegs in Gefahr sind! Es kommt alles wieder in Ordnung, wenn Sie sich beruhigen und anfangen sich vernünftig zu verhalten! Also wo zum Teufel kann ich diese Straßenkarten finden?! 1. FRAU : Hey! Diese Letzte Dose gehört mir! 2. MANN: KAKERLAKEN!!! MULDER: Also, Doktor, ich -ehm- bin ihnen dankbar, daß Sie ich die Zeit genomen haben, meine Fragen zu beantworten. IVANOV: Jahh. MULDER: Grüße vom Planeten Erde. BAMBI: Na, ja, das ist eine Kakerlake. Sie ist nicht wie das Beinsegment, das sie mich untersuchen haben lassen. Sie ist nur eine typische Kakerlake. MULDER: Und sogar die.... BAMBI: Ja und sogar die Genitalien sind normal. BAMBI: Kakerlaken sind hier um diese Jahreszeit sehr verbreitet, und deswegen habe ich ja auch mein Labor hier. MULDER: Mulder. SCULLY: Mulder, diese Stadt ist wahnsinnig. MULDER: Und wo sind Sie jetzt? SCULLY: Ich bin in einem Supermarkt, der offenbar außerhalb der... Zivilisation liegt. Hören Sie, ich hab’ einen Verdacht: Dieser Treibstofforscher, dieser Dr. Eckrle, der, soviel ich weiß, Zeuge beim Tod des Kammerjägers gewesen ist, erforscht den alternativen Treibstoff Methangas; Methangas, das aus Dung gewonnen wird. MULDER: Aus Dung? SCULLY: Er hat eine offizielle Ein- -fuhrgenehmigung für tierische Dungproben aus anderen Ländern, und - vielleicht informieren Sie sich ja noch mal bei Ihrer Dr. Bambi - aber ich glaube, Kakerlaken sind Dungfresser, und falls ich recht haben sollte, sind vielleicht ein paar von ihnen mit diesen Dungproben eingeführt worden. Diese Treibstofforschungseinrichtung kann die Brutstätte für den jetzigen Befall gewesen sein. MULDER: Scully. Falls eine außerirdische Zivilisation eine so hochentwickelte Technologie hätte, um mit künstlicher Intelligenz versehene Roboter auf Expeditionen in den Weltraum zu schicken , müßte die dann nicht ebenso im Stande sein, eine Möglichkeit zu finden, wie man Methantreibstoff aus Dung gewinnt? Einer reichlichen und nachwachsenden Energiequelle auf einem Planeten, dessen Bewohner Dung produzieren ohne Ende? SCULLY: Mulder, ich glaube, Sie sind schon zu lange hier. MULDER: Wo ist diese Forschungseinrichtung denn? MULDER: Warten Sie, Bambi. Ich werde lieber erst mal nachsehen, ob es hier sicher ist. BAMBI: Seien Sie aber vorsichtig. Wir wissen immer noch nicht, wozu diese Kakerlaken fähig sind - falls es wirklich welche sind. MULDER: Ich mache mir weniger Sorgen wegen der Kakerlaken, sondern mehr wegen der Menschen. MULDER: Dr. Eckerle? DR: ECKERLE: Sie sind hinter mir her. Zuerst in meinem Haus, dann im Motel. Und dann bin ich hierher gekommen, um sie loszuwerden, aber...sie - sie verfolgen mich. MULDER: Sie sind nicht in Gefahr. Diese Insekten werden Ihnen nichts tun. DR: ECKERLE: Ich hab’ gesehen, wie sie Zwei Männer umbrachten. MULDER: Für diese Todesfälle waren sie nicht verantwortlich. Sie werden aber für unsere verantwortlich sein, wenn Sie noch mal mit Ihrer Waffe in einen Berg von Methangas schießen. DR: ECKERLE: Versteh’n Sie das denn nicht? Diese Viecher........die machen mich verrückt. SCULLY: Nun lassen Sie mich raten: Bambi? BAMBI: Fox hat mir gesagt, ich soll hier warten, bis er sich umgesehen hat. Soll ich mit Ihnen mitgehen? SCULLY: Nein. Das hier ist kein Platz für eine Insektenforscherin. DR: ECKERLE: Wieso...machen diese Kakerlaken...so merkwürdige Geräusche? MULDER: In Madagaskar gibt es Kakerlaken, die zischen, indem sie Luft durch Löcher in ihrem Brustkorb ausstoßen. DR: ECKERLE: Wirklich? Und - ehm- woher, woher wissen Sie so viel über sie? MULDER: Das tu ich nicht. Und deswegen sollten wir diese nicht töten sondern fangen um sie zu untersuchen, und jetzt bitte - nehmen Sie die Waffe runter. DR: ECKERLE: Hab’ ich denn meinen Verstand verloren? MULDER: Nein, nur nach diesem Tag ist ihre Fähigkeit klar zu denken stark beeinträchtigt. Ihr Urteilsvermögen ist zur Zeit etwas eingeschränkt. DR: ECKERLE: Ist es das? Und woher soll ich dann wissen, daß Sie keine Kakerlake sind? SCULLY: Mulder?! Mulder! MULDER: Ich versichere Ihnen, Dr. Eckerle, ich bin genau so ein Mensch wie Sie. Einigermaßen, jedenfalls. DR: ECKERLE: Sie sind also doch eine von ihnen! SCULLY: Mulder! MULDER: Raus hier, Scully! Das ganze Gebäude kann gleich in die Luft fliegen! MULDER: Geh’n Sie in Deckung! MULDER: Verdammter Mist. SHERIFF FRASS: Das ist das reinste Krematorium da drinnen. Ich fürchte, daß wir die Leichen des Doktors niemals finden. MULDER: Oder auch nur irgend ‘was anderes. SHERIFF FRASS: Hier ist es trotzdem nicht so schlimm, wie bei den anderen Bränden in der letzten Nacht. SCULLY: Es gab auch noch andere? SHERIFF FRASS: Vier - um genau zu sein. Und achtzehn Autounfällen und dreizehn Fälle von Körperverletzung. Zwei Geschäfte wurden geplündert, sechsunddreißig Verletzte insgesamt - die Hälfte davon durch Insektizidvergiftungen. Aber keine neuen Anrufe wegen Kakerlaken oder irgend so ‘was während der letzten paar Stunden. Vielleicht ist diese Stadt endlich zur Vernunft gekommen. Sie sollten sich jetzt mal ein bißchen ausruhen. Sie sehen ziemlich beschissen aus. DR. IVANOV: Agent Mulder. Es wurde mir gesagt, daß ich Sie hier finden kann. Diese Insektenfragmente, die Sie mir schon mal zeigten - darf ich die noch mal untersuchen? MULDER: Sie sind aber schon völlig ausgetrocknet. Genau wie das normale Insektenskelett. BAMBI: Wissen Sie, viele Insekten kriegen ihre Flügel erst im letzten Entwicklungsstadium, und was immer das auch für Dinger waren, sie hatten vielleicht ihre letzte Entwicklungsstufe erreicht und sind wieder dorthin geflogen, wo sie hergekommen sind. SCULLY: Ja, das würde so ziemlich alles erklären. DR. IVANOV: Darf ich mir das von ihnen leihen, Agent Mulder, für weitere Studien? MULDER: Ich habe bereits so ein Exemplar analysieren lassen: Das ganze Ding besteht aus Metall. Was hoffen Sie dadurch zu finden? BAMBI: Sein Schicksal. DR. IVANOV: Sind das nicht die Worte, die Dr. Zaius zu Zira am Ende von Planet der Affen gesagt hat? BAMBI: Das ist einer meiner Lieblingsfilme. DR. IVANOV: Meiner auch. Ich steh wahnsinnig auf Science-Fiction. BAMBI: Ich bin genauso von ihrer Forschung fasziniert. Haben Sie schon mal versucht ihre Roboter so zu programmieren, daß sie das Verhalten von sozialen Insekten wie Ameisen oder Bienen nachahmen können? DR. IVANOV: Um ganz ehrlich zu sein: Das hab’ ich schon. BAMBI: Wissen Sie, daß hab’ ich schon mal ‘94 in einem Entomologie-Journal angeregt. DR. IVANOV: Oh, daran erinnere ich mich. BAMBI: Sie haben sich also offenbar von diesem Artikel inspirieren lassen? DR. IVANOV: Ja natürlich. Ich habe den ganzen Abend daran... . SCULLY: Wissen macht sexy. Sehen Sie das doch mal so, Mulder: Bis es mal wieder eine Invasion von dungfressenden und künstlich intelligenten Robotersonden aus dem Weltraum gibt, haben ihre Superkinder vielleicht schon einen Weg gefunden unseren Planeten zu retten. MULDER: Wissen Sie, ich hätte nie gedacht, daß ich Ihnen das mal sagen würde: Aber sie riechen furchtbar. MULDER: Die Entwicklung unserer Großhirnrinde war die größte Errungenschaft des Evolutionsprozesses. Na und? Obwohl uns das Gehirn die Freuden des Intellekts und die Qualen die Selbstbewußtseins ermöglicht, wird es allzu oft von unseren Instinkten überstimmt, die uns empfehlen zu reagieren, und nicht reflektieren, lieber wegzurennen anstatt erst mal zu grübeln. Vielleicht sind wir soweit gegangen, wie wir gehen konnten, und der nächste Fortschritt - was auch immer das sein mag - wird von Wesen gemacht, die wir selber erschaffen, indem wir unserer eigenen Tech- Tech- Technologie benutzen; Lebensformen, die von uns entworfen und programmiert werden, um letztlich nicht durch die Regeln des Überlebens beherrscht und eingeengt zu werden. Oder vielleicht ist dieser Fortschritt schon auf einem anderen Planeten erreicht worden, von Organismen, die eine Milliarde Jahre Vorsprung vor uns hatten. Wenn uns diese Wesen jemals besuchen, würden wir dann noch erkennen, was wir vor uns sehen? Und würden sie bei unserem Anblick vielleicht mit schierem Entsetzen reagieren, wenn sie derartig geistlosen, primitiven und abscheulichen Kreaturen begegneten? Ende ______________________________________________________________ Disclaimer: Dieses Transcipt wurde weder von Chris Carter, 1013 Productions, noch von 20th Century Fox (bzw „Fox“) genehmigt; alle Charaktere, Namen, Zitate etc. und hier verwendete Handlungsstränge sind Eigentum von Chris Carter, 1013 Productions und 21th Century Fox (bzw. „Fox“), alle Rechte vorbehalten. Dieses Transcript soll keineswegs ein Ersatz für die Serie „Akte X“ [The X-Files] sein, sondern lediglich eine (ziemlich zeitaufwendige) Homage an Erschaffer und Mitwirkende der Serie. This transcrip has neither been permitted by Chris Carter, 1013 Productions nor 20th Century Fox (Fox); all characters, names, quotations etc. and plotlines included here are the properties of Chris Carter, 1013 Productions and 20th Century Fox (Fox), all right reserved. This transcript is not meant as substitude for the Series “The X-Files“, but simply as a homage to the creators and to the co-workers. f_a Transcriber: Fallen Angel < xf.sw.fallenangel@gmx.net > Überarbeitung: spooky17 < spooky17@gmx.de > Die deutschen Folgen-Transcripts (und natürlich viel mehr) findet ihr hier: http://akte-x.here.de dana d.'s Home: http://dana-d.simplenet.com