Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die hier verwendet werden, gehören zu Chris Carter und 1013 Productions. Das folgende Transcript beabsichtigt nicht, ein Ersatz für die Serie "Akte X" zu sein, es ist lediglich eine Homage. Dieses Transcript ist weder von Chris Carter noch von 1013 oder Fox Entertainment genehmigt oder bearbeitet worden. Anmerkung von Steeph: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode. ********************** 2x14 Satan (Die Hand Die Verletzt) written by Glen Morgan, James Wong directed by Kim Manners 1. INNENAUFNAHME; NACHT; KONFERENZRAUM DER CROWLEY HIGH SCHOOL BILDUNTERSCHRIFT: ELTERN/LEHRER - AUSSCHUSS (PTC); MILFORD HAVEN, NEW HAMPSHIRE (Nahaufnahme der PTC - Raum Wand) PLAQUE AUSBURY (Voice Over): Alles in Wohlwollen? DEBORAH (VO): Jawohl. CALCAGNI (VO): Jawohl. AUSBURY: Alles klar. (Nahaufnahme AUSBURY: attraktiver, normaler Mann Ende Dreißig; Offenbar führt er den Vorsitz eines Treffens. Er unterdrückt ein Gähnen. Die Kamera fährt langsam zurück, um ihn in einem einfachen Konferenzraum mit schwarzem Brett etc. zu zeigen) AUSBURY: Ab Montag wird der Weg rund um den Sportplatz für Jogger schon um 20.30 Uhr anstelle von 22.00 Uhr geschlossen. (er sieht auf wie zu anderen Leuten, wir hören gemurmelte Zustimmungen) Noch weitere Punkte bevor wir Feierabend machen? (Kameraschwenk zu PETE CALCAGNI, einem Mann in Ausburys Alter, ernst. Wenn der Schwenk tiefer geht, stellen wir fest, dass sie alle um einen Tisch herum sitzen.) CALCAGNI: Ja, ähm, ich habe davon Wind gekriegt, dass Howard Roberts beabsichtigt für die Frühjahrsdrama - Produktion 'Jesus Christ Superstar' aufzuführen. (Ironische Belustigung; hinter CALCAGNI sehen wir AUSBURY grinsen.) AUSBURY: Du weißt wie er ist... Howard versucht nur die Dinge so zu tun wie es die Kids tun. CALCAGNI: Exakt mein Standpunkt. (Schwenk hinter ihn auf DEBORAH BROWN, eine fachmännisch wirkende Frau, das selbe Alter) DEBORAH: Ähm... Ich denke nicht, dass das Spiel geeignet ist für diese High School. (Schwenk zum vierten Mitglied der Gruppe, PAUL VITARIS. Sieht etwas älter aus als die anderen, schnurrbärtig und sportlich) VITARIS: Wenn er jung sein will, habe ich keine Probleme mit 'Grease' oder 'Annie', oder ... CALCAGNI: Hat 'Grease' nicht das Wort mit 'F'? AUSBURY: Passt auf, ich spreche mit Howard. OK, lasst uns das bis nächste Woche vertagen. Deborah, warum führst du uns nicht in ein Gebet? (Er zündet eine rote Kerze an und setzt sie auf den Tisch während er und VITARIS sprechen.) VITARIS: Jim, -- das Spiel hat begonnen. CALCAGNI: Es wird nur eine Minute dauern. (er seufzt) Das ist uns... so entfahren. (AUSBURY zündet ein Streichholz an, um die Kerze zu entzünden. Wir hören schwachen Donner im Hintergrund) AUSBURY: Paul, warum nimmst du nicht die Tür? (VITARIS steht auf, die Kamera verfolgt ihn zur Tür, dann wir sie von ihm "ausgesperrt". Schwaches Licht ist sichtbar rund um den Türrand. Darüber folgend zieht die Kamera sich langsam weiter zurück.) ALLE (VO): Im Namen der Herren der Dunkelheit, Herrschern auf Erden, Könige der Unterwelt, ich befehle den Truppen der Dunkelheit mir ihre höllische Kraft zu verleihen. (Während der oben genannten und folgenden Handlung, erhellt sich das Licht rund um die Tür, färbt sich rot und glüht im traditionellen "infernalischen" Weise) DEBORAH (VO): Sein ist die Hand die verletzt. DIE ANDEREN (VO): Sein ist die Hand die verletzt. BILDUNTERSCHRIFT: SEIN IST DIE HAND DIE VERLETZT. [Anmerkung Steeph: diese Bildunterschrift ist nur im Original zu finden, da die kursiv geschriebenen Sätze auch im Original Deutsch sind] DEBORAH (VO): Sein ist der Ort genannt Hölle. DIE ANDEREN (VO): Sein ist der Ort genannt Hölle. BILDUNTERSCHRIFT: SEIN IST DER ORT GENANNT HÖLLE DEBORAH (VO): Mögen die Schwarzen Kräfte unserer Vorväter uns stark machen. ALLE (VO): Heil. Heil den Herren der Dunkelheit. (FADE IN OPENING TITLES) 2. AUSSENAUFNAHME; NACHT; WÄLDER BILDUNTERSCHRIFT: MILFORD HAVEN, NEW HAMPSHIRE (Es regnet heftig. Wir sehen vier Kids in den Wald gehen, zwei Jungen gefolgt von zwei Mädchen. Sie werden von hinten von sehr starkem Mondlicht, das durch die Bäume strahlt, beleuchtet. Die Jungen (JERRY STEVENS und DAVE DURAN) sind schöne Typen, die Mädchen (KATE und ANDREA) tragen normale "nette Mädchen" - Kleidung. Die Mädchen tragen Regenschirme. JERRY STEVENS trägt ein sperriges Paket in einer braunen Papiertüte. Während der folgenden Handlung wechseln sie immer zwischen Gehen hinter und vor der Kamera.) KATE: Wie weit noch? (Die Jungen antworten gleichzeitig) JERRY: DAVE: Nicht mehr weit. JERRY: Ich habe gehört der Altar ist ein hohler Baumstumpf, gleich hier drüben. (er trägt und trinkt aus einer Flasche. es wird klar, dass das Päckchen weitere Flaschen enthält. zu Dave, flüsternd) OK. Wenn sie frei werden, nimmst du Kate und ich nehme Andrea. (grinsend) Diese Handschuhe geben mir ´´keerage`` [Anm. Steeph: Dieses Wort habe ich in keinem Wörterbuch gefunden.] (Er und Dave lachen laut zusammen. Die Gruppe nähert sich dem Baumstumpf) Das ist es. (Er trinkt, setzt die Flasche ab) DAVE: OK. Ich brauche einen persönlichen Gegenstand von jedem. Alles klar. (Sie versammeln sich um den Stumpf, die Mädchen halten sich immer noch an ihren Schirmen fest. Dave holt eine schwarze Kerze aus seiner Tasche und zündet sie an) Jetzt Andrea stellst du dich da hin und gegenüber von Jerry. (leitet sie gegenüber von Jerry zu stehen) ... So... (sie sieht unsicher aus) Näher. (Schiebt sie noch näher zusammen) ANDREA: Warum so? DAVE: Tja, das ist so, ...ähm... so rufen wir die Geister aus jeder Richtung. (tätschelt ihren Rücken und geht zurück zu Kate.) OK Kate, jetzt stellst du dich hier hin, mir gegenüber. (zieht sie) KATE: Denkt ihr wirklich jemand hat diesen Ort für Schwarze Magie benutzt? Oder ist das nur ein Gerücht? JERRY: (ungeduldig) Mach schon, Dave. DAVE: (zu Jerry) Sshh! (Er nimmt ein Stück Papier, offensichtlich eine Seite aus einem Buch, aus seiner Tasche und dreht sich zu Kate. Er beginnt davon zu lesen, wendet sich an die anderen. Er versucht wirklich einen ernsten Eindruck zu machen) Im Namen der Herren der Dunkelheit, Herrschern der Erde , Königen der Unterwelt, erhebt euch, erhebt euch an diesem Ort. Ah, Azazal. (Ein Geräusch wie ein Seufzer ertönt, als die Kerze ausgeblasen wird. Dave und Andrea sehen sie an, Dave ist nicht aufgeregt) Wir alle wissen, wer angeblich unrechtmäßig in dem Licht wohnt, und dass die anderen den Schlüssel kennen und dass die Engel das Tor geöffnet haben. (Ein Geräusch wie stöhnende Stimmen füllt die Luft; DAVE ist erschrocken, KATE sieht ängstlich aus -- sie springt auf um JERRY zum Schutz zu umarmen. JERRY grinst nur. KATE und DAVE sind sehr besorgt, sehen sich um. ANDREA sieht herunter und schreit. Wieder und wieder.) (Um ANDREAS Füße rennen viele Ratten. Die anderen sind jetzt scheinbar ängstlich. Immer noch schreiend rennt ANDREA weg in den Wald) JERRY: Vergesst dies! (rennt hinter ANDREA her; rufend) Andrea! (KATE macht sich an die Arbeit ihnen zu folgen. DAVE schmeißt etwas auf die Ratten, das aufflammend platzt, als es den Boden berührt. Er dreht sich um und sie rennen den anderen hinterher.) 3. AUSSENAUFNAHME; WÄLDER; NACHT; EIN PAAR HUNDERT METER ENTFERNT (Wir sehen ANDREA, schluchzend, aufgeregt, rennend, verzweifelt irgendein Gebet rezitierend. Sie ist praktisch hysterisch) ANDREA: ...glaube an Jesus Heilige Maria Mutter Gottes bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes... (rennt hinter der Kamera, wir sehen JERRY hinter ihr sehen) JERRY: Andrea! Warte! (Er hat sie fast eingeholt, als plötzlich eine Flammenlinie auf dem Boden erscheint. Er stolpert und fällt davor auf die Knie, geblendet vom Licht. Er kommt auf die Füße, schirmt sein Gesicht ab. Ein Geräusch wie ein Stöhnen, animalisch, ist zu hören. Er dreht sich um und eine dünne, knochige, verrottete Hand greift seine Kehle und hebt ihn hoch... hoch... Er ist erstickt.) 4. AUSSENAUFNAHME; TAG; GLEICHER ORT BILDUNTERSCHRIFT: 8.55 Uhr (Es regnet immer noch. Eine behandschuhte Hand lüftet eine weiße Plane, um es AGENT SCULLY, die geduckt unter einem Regenschirm steht, zu enthüllen. Sie hat scheinbar schon unter die Plane geschaut und hat trägt einen Ausdruck leisen Ekels.) OAKES (VO): Ein Jäger hat ihn früh am Morgen gefunden. SCULLY: Kann nicht länger als 12 Stunden tot sein. (Sie richtet sich auf. Während der folgenden Handlung sehen wir, dass sie und MULDER über etwas stehen, was scheinbar ein Körper unter einer Plane ist. SHERIFF JOHN OAKES steht auf der anderen Seite des Körpers, während uniformierte Polizisten im Hintergrund suchen. Jeder trägt einen Schirm. Während der Diskussion ist OAKES, ein besorgt aussehender Mann Anfang 40, in eine Atmosphäre von "Ich weiß, das klingt verrückt, aber" gehüllt. -- Er ist aus sehr erschüttert, nervös, aber ernst in seiner Meinung) OAKES: Sie sagen, dieses Gelände wird für Hexenzeremonien genutzt. MULDER: "Sie"? OAKES: Ja... jeder... jeder, der hier in der Nähe wohnt, weiß von den Dingen, die in dieser Stadt vorgehen. Sie sagen, da sind Menschen, die Dinge kontrollieren. SCULLY: (höfliche Ungläubigkeit) Irgendwelche Beweise, um diese Gerüchte zu erhärten, Sheriff Oakes? OAKES: Tja, Agent Scully... sehen Sie sich den Körper an... die Augen und das Herz sind rausgeschnitten worden. (MULDER sieht ihn kalt an) SCULLY: Viele Morde schließen Entweihung der Opfer mit ein. OAKES: Ich weiß, dass er und seine Freunde Teufelsmusik hörten! MULDER: "The Night Chicago Died"? (Er geht weg) OAKES: (dreht sich um, um MULDER zu folgen, als er weggeht) Sie wissen, was ich meine. Heavy Metal Bands, die die Kids beeinflussen... (OAKES beeilt sich, um sich MULDER anzuschließen, der zu dem Baumstumpf geht; SCULLY folgt) MULDER: Waren Jerry Stevens oder seine Freunde jemals teilnehmende Augenzeugen der Hexenkraft? OAKES: Nein. SCULLY: Mehr Gerüchte. OAKES: (zeigend) Dieser Baumstumpf hier scheint ein zeremonieller Altar zu sein. Was denken Sie? (MULDER tritt näher, um ihn zu betrachten.) MULDER: Ich denke, mit ein paar türkisen Splittern, einem Foto von John Wayne und drei Kannen Schellack würde er einen schönen Kaffeetisch abgeben. OAKES: Tja, sehen Sie all das Wachs? Jemand hat hier Kerzen angezündet. (Während der oberen Geschehnisse hat SCULLY die Tüte mit den Flaschen, die JERRY mitgebracht hatte, untersucht. Sie richtet sich auf, dann bemerkt sie etwas anderes, geht rüber, um es aufzuheben. Es ist die Buchseite, die DAVE gehalten hat.) SCULLY: Irgendeine Ahnung mit wem Jerry Stevens hier draußen war? OAKES: Oh... Wir vermuten, er war allein. SCULLY: Tja, die meisten Menschen beabsichtigen nicht, zwei Six-Packs alleine zu trinken. (MULDER nickt) Ich habe auch das gefunden. (sie hält die Seite hoch) Es ist etwas violette Tinte auf dem Rand, wie ein Büchereiidentifizierungsstempel... (Nahaufnahme der Seite: sie ist verdreht und zerkrümelt. Wir sehen oben das Ende eines Titels, "in Amerika", und untendrunter sind einige Worte eines Zauberspruchs erkennbar) ... und das Ende des Titels sagt "in Amerika". Ich bin überrascht, dass Ihre Leute das übersehen haben. OAKES: Es tut mir leid, ich muss mich entschuldigen. Sie ... Sie haben recht, ich muss zugeben, wir sind ein bisschen... ratlos... hier. (zögerlich) Deshalb habe ich den FBI gerufen. Es könnte eine tiefere Verschwörung verwickelt sein. (Mulder rollt mit den Augen) Sehen Sie, ich bin hier aufgewachsen. Schon immer seit ich ein Kind war, habe ich... Geschichten gehört. Das ist ein unheimliches Gebiet, es hat eine seltsame Atmosphäre, die ich für die Einbildung verantwortlich machen könnte... bis heute... (Scully gibt ihm die Seite, er steckt sie ein) Ich werde meinen Leuten befehlen für Sie Büchereien zu checken, Agent Scully. (Er geht. MULDER geht rüber zu SCULLY) MULDER: Besser Sie verstecken Ihr Megadeth (???) Album. SCULLY: Theorien wie diese sind es, warum ich ihn nicht ernst nehmen kann. MULDER: Der Mord hatte eine zeremonielle Vorführung -- die Art, in der der Körper zur Schau gestellt war... SCULLY: Mulder, ich habe den Eindruck, Sie glauben ihm auch nicht. MULDER: Ich wollte seine Fantasie nicht verschlimmernd anstiften. Aber da ist ein merkwürdiges Gefühl in diesem Gebiet, vielleicht ist da etwas wahres an diesen Gerüchten. SCULLY: Ich glaube, er hat Ihre Fantasie angestiftet. Ich denke, dieser Fall ist nicht mehr als ein Mörder, der den Vorteil der örtlichen Folklore nutzt. Ich meine, da ist nichts komisches - (Sie wird ausgeblendet, als etwas auf ihren Schirm fällt, auf ihn prallt. Andere dumpfe Schläge sind zu hören. Cut zu anderen Schlägen von oben. Frösche fallen schwer auf die Schirme. Cut zurück zu den Agenten -- sie sehen verwirrt aus, MULDER sieht hoch, schirmt sein Gesicht ab, SCULLY duckt sich, definitiv erschrocken. Die Geräusche hören auf. Cut zu den Geschossen auf dem Boden -- viele Frösche hüpfen um ihre Füße.) MULDER: Und jetzt... Mittagessen? SCULLY: Mulder, gerade sind Kröten vom Himmel gefallen! (sie sieht ihn verblüfft an) MULDER: Ich vermute, ihre Fallschirme haben sich nicht geöffnet. Sie haben gesagt, an diesem Platz ist nichts "seltsam"? (Er geht weg. SCULLY steht einen Moment still, dann folgt sie ihm, steigt vorsichtig über die Frösche) 5. INNENANSICHT; TAG; BIBLIOTHEK DER CROWLEY HIGH SCHOOL BILDUNTERSCHRIFT: BIBLIOTHEK DER CROWLEY HIGH SCHOOL (MULDER ist am Tisch der Ausleihe, blättert durch eine Box mit Büchereikarten. Nahaufnahme der Karten. Wir sehen eine für Steven Kings "Four Past Midnight", dann eine für M.R. Krashewski, "Hexenjagd: Eine Geschichte des Okkulten in Amerika". MULDER beginnt die Karte herauszuziehen. Zurück zum Panoramablick in die Bibliothek: SCULLY geht in die Bücherei und gesellt sich zu MULDER) SCULLY: Der Nationale Wetterdienst sagt, es gibt Tornados im Norden von Massachusetts. Der Wind hat vielleicht die Tiere in den Sturm hochgewirbelt. (sie sieht nicht sehr überzeugt aus, trotz ihrer Worte; Nahaufnahme der Büchereikarte -- letzter Ausleiher: DAVE DURAN) MULDER: "Hexenjagd: Eine Geschichte des Okkulten in Amerika" (er gibt ihr die Karte) SCULLY: Zuletzt ausgegeben an einen Dave Duran. 6. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR; EIN TYPISCHES HIGH SCHOOL LABOR/KLASSENRAUM (Wir schwenken über die Bänke, halten kurz bei einem gepflegten jungen Mädchen (SHANNON AUSBURY) inne, schwenken dann zu DAVE. Er ist nervös, fühlt sich nicht wohl, klopft mit seinem Bleistift auf seine Sachen, ist zappelig, sieht über seine Schulter. Wir folgen seinem starren Blick und sehen KATE und ANDREA am Ende des Klassenraums. Sie sind auch nervös. Wir hören die Schulglocke läuten.) PADDOCK: OK, Leute... Leute, kann ich eure Aufmerksamkeit haben bitte. (Nahaufnahme MRS. PADDOCK: eine typische einfache "Alte Jungfer" Lehrerin, geblümtes Kleid, unschmeichelhafte Frisur, eine Brille an einem Band um ihren Hals) Mr. Kingary ist heute krank, also werde ich ihn vertreten. mein Name ist Mrs. Paddock. Ich möchte die Rolle spielen... (Sie wird durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen. DAVE spring auf, als er es hört. PADDOCK durchquert den Raum, um die Tür zu öffnen. Wir sehen aus DAVES Perspektive. MULDER und SCULLY treten ein Stück in den Raum. Sie können nur gehört werden.) SCULLY: ... FBI, wir würden gerne mit einem Dave Duran sprechen... (DAVE stürzt wie verrückt zum Fenster, als er seinen Namen hört, klettert über einen Tisch und schmeißt Dinge runter, während er versucht mit dem Kopf voran aus dem Fenster zu klettern. MULDER stürmt zu ihm, greift ihn, als er schon halb draußen ist, und zieht ihn an den Beinen zurück.) DAVE: (gedämpft) Lassen Sie mich los! 7. INNENANSICHT; TAG; CALCAGNIS BÜRO ( Nahaufnahme DAVE, ängstlich, bleibt defensiv bei seiner Geschichte. Entschlossen, dass ihm geglaubt werden muss.) DAVE: Ich stecke nicht hinter dieser Sache, das schwöre ich. (seufzt) Jerry war mein bester Freund. Sehen Sie, ich schwöre, ich habe noch nie so etwas getan. SCULLY: Was hat dich dazu gebracht zu einem Ort zu gehen, von dem du gehört hast, er sei ein Hexenaltar? (DAVE dreht den Kopf, wir folgen seinem starren Blick und sehen KATE und ANDREA zusammen in einer Ecke stehen. Er sieht zurück zu SCULLY, die ihm gegenüber sitzt.) DAVE: (seufzt) Wir haben nur versucht jemanden zu kriegen. ANDREA: (flüsternd, zu Kate) Ich hab's dir gesagt. (SCULLY und MULDER drehen sich um, um zu ihnen zu schauen, dann zurück zu DAVE. MULDER steht nahe einem Fenster, das in einen Flur zeigt, und sieht hinaus.) SCULLY: Warum nahmst du das Buch? DAVE: Weil ich nichts über Hexenkraft weiß und wir wollten es gut klingen lassen... aber ich habe nie gedacht... SCULLY: Du hast nie was gedacht? DAVE: Dass es funktionieren würde. MULDER: (tritt vom Fenster zurück) Wenn du Jerry Stevens nicht getötet hast, warum bist du vor uns aus dem Klassenraum weggerannt? DAVE: Ich hatte Angst, Mann. MULDER: Vor uns? DAVE: Vor ihm. Diese Zeremonie! Ich habe Angst, dass wir einen Teufel oder so was gerufen haben. (seufzt) (Nahaufnahme von KATE und ANDREA, die Augen niedergeschlagen, sie sehen auch verängstigt aus. Wir schwenken hinter DAVE, um AUSBURY, DEBORAH, CALCAGNI und VITARIS zu sehen, die in einer geschlossenen Gruppe auf dem Gelände vor dem Büro stehen, schauend und sich beratend) 8. INNENAUFNAHME; TAG; EMPFANGSBEREICH AUSSERHALB CALCAGNIS BÜRO AUSBURY: (flüsternd, scharf) Einer von euch hat Jerry Stevens getötet. Wer? (er sieht jeden von ihnen an, sie alle betrachten die andern) Er war zur Schau gestellt übereinstimmend mit den Riten des Azazal. Wer sonst könnte von diesem Ritual wissen? Wir müssen damit aufhören, dies zu tun, weil -- CALCAGNI: Ich bin dort draußen gewesen. Wir haben angenommen eine Messe zu haben, niemand sonst zeigte sich, deshalb ging ich. VITARIS: Es war niemand von uns. CALCAGNI: Etwas ist hier... eine Präsenz ist unter uns. Wütend, ich kann es fühlen. (Er stoppt und sieht auf, als er das Geräusch einer sich öffnenden Tür hört. Die andern sehen auf. AUSBURY dreht sich um, um zu sehen. SCULLY führt KATE, ANDREA und zum Schluss DAVE aus dem Büro, MULDER folgt. AUSBURY geht auf sie zu) AUSBURY: (ungläubig) Sie lassen sie gehen? MULDER: (achselzuckend) Es gibt keinen Beweis, der einen Arrest rechtfertigt. (Er geht zu ihnen, SCULLY knapp hinter ihm) DEBORAH: Sie hinterlassen nie einen Beweis. AUSBURY: Wir haben gehört wie Jerry Stevens getötet worden ist. Ein okkultes Ritual. VITARIS: Sie sind von außen in unser Gebiet gelangt. MULDER: (an Scullys Seite, zu Scully, aber auch von den andern zu hören) "Sie" wieder. AUSBURY: Diese drei Kids stehen offensichtlich unter einem okkulten Einfluss. DEBORAH: Sie erreichen unsere Kinder. In Musik, Fernsehen, Büchern... CALCAGNI: Sie fallen über die Unschuld der Kinder her. SCULLY: (kann nicht glauben, was sie hört) Der FBI hat kürzlich eine siebenjährige Studie abgeschlossen und fand kleine oder gar keine Beweise für die Existenz von okkulten Konspirationen. CALCAGNI: Und J. Edgar Hoover hat nie zugegeben, dass die Mafia existiert. (Er grinst halb hämisch. Die andern versuchen ihr Lachen zu verstecken.) SCULLY: (mit ein wenig höher werdender Stimme, ein bisschen verzweifelt, aber vernünftig bleibend) Sehen Sie, wenn die Zahl der den okkulten Konspirationen zugeschriebenen Morde wahr wäre, würde das bedeuten, dass im Jahr Tausende Menschen Zehntausende andere töten, ohne Beweise, ohne entdeckt zu werden... es würde die größte kriminelle Konspiration in der Geschichte der Zivilisation sein. (AUSBURY dreht sich zu seinen Kollegen, dann zurück. Er geht auf MULDER und SCULLY zu.) AUSBURY: Schließlich, sehen Menschen wie Sie wogegen wir sind. MULDER: (sieht zu Scully, entscheidet sich schnell) Unsere Untersuchung dauert an. (MULDER geht zu SCULLY, um sie wegzuziehen. Sie geht, aber sieht voller Zweifel zurück zu AUSBURY. AUSBURY sieht zurück zu den andern.) 9. INNENANSICHT; TAG; SCHULFLUR (Die Agenten kommen in den Flur. MULDER strebt zu einem Trinkwasserbrunnen und beugt sich, um zu trinken) SCULLY: (verzweifelt) Mulder, das ist Massenhysterie. Und unsere Präsenz hier bei einem Routinefall macht ihre Ängste von okkulten Mördern nur stichhaltig. (MULDER hört auf zu trinken, hält inne, bemerkt etwas. Nahaufnahme des aus dem Rohr des Trinkwasserbrunnens sprudelnden Wassers.) MULDER: (halb zu sich selbst) Das Wasser... SCULLY: Was stimmt damit nicht? MULDER: Es fließt gegen den Uhrzeigersinn! Die Kraft von Coriolis diktiert, dass es in der nördlichen Hemisphäre im Uhrzeigersinn fließen sollte. SCULLY: Das ist nicht möglich. MULDER: Etwas ist hier, Scully. Etwas macht diese Dinge möglich. (SCULLY sieht noch mal auf das Wasser, verblüfft) 10. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (Die Schulglocke ist im Hintergrund zu hören. Nahaufnahme von MRS. PADDOCK wie Schüler hinausgehen, ihre Blätter abgeben. Wir sehen, dass KATE und ANDREA die letzten sind, die gehen.) PADDOCK: Mädchen... könnte ich euch kurz sprechen? (Sie sehen nervös aus, unsicher, kommen aber vorsichtig näher. MRS. PADDOCK ist ein Bild von Besorgnis. Sie spricht freundlich.) Ich habe gerüchteweise gehört, was passiert ist, und, ja, ich weiß, wie schwer es manchmal ist mit einem Erwachsenen zu reden, auch wenn du fühlst, dass du willst... (Die Mädchen haben "Wohin führt das?" - Mienen) ... ja, weil ihr junge Erwachsene seid... Was ich zu sagen versuche ist, wenn euch nach Reden ist, ich bin hier zum Zuhören, OK? (sie lächelt) (Die Mädchen lächeln müde) ANDREA: (unterwürfig, aber ehrlich) Danke, Mrs. Paddock. (KATE murmelt Einwilligungen) PADDOCK: Bleibt am Ball! (Die Mädchen drehen sich um und gehen. MRS. PADDOCK streicht das Papier in ihrer Hand glatt. Wir folgen ihrer Hand tiefer, bis sie ihre Schreibtischschublade erreicht, welche sich öffnet und eine Sezierschale freigibt, die ein frisches menschliches Herz und zwei Augäpfel enthält. Sie legt das Blatt oben auf und schließt die Schublade. Wir schwenken hoch, um ihr Lächeln in der Ferne zu sehen) 11. AUSSENAUFNAHME; TAG; AUSSERHALB DER SCHULE (Kurze Aufnahme von weggehenden Kindern, die sich verabschieden etc.) 12. INNENAUFNAHME; TAG; EMPFANGSBEREICH VOR CALCAGNIS BÜRO BILDUNTERSCHRIFT: CROWLEY HIGH SCHOOL, BÜRO DES PSYCHOLOGEN (SCULLY ist an einem Schreibtisch, arbeitet an einem Laptop, anderes Personal geht seinen Aufgaben nach. Schwenk hinter sie zum Fenster von CALCAGNIS Büro, wo wir MULDER und CALCAGNI, sitzend, in einer Besprechung.) 12. INNENANSICHT; TAG; CALCAGNIS BÜRO MULDER: (sieht auf seine Notizen) Ihre Aufzeichnungen zeigen ein hohes Vorkommen von Schülern, die sich über Depressionen, Kopfschmerzen, Essstörungen beklagen...? CALCAGNI: Das ist die High School. (lächelt, nickt) Es ist normal für Schüler, abnormales Verhalten zu zeigen. MULDER: (sieht auf) Ich nehme an, Sie sind mit den ersten Anzeichen für unterdrückte Gedanken vertraut? CALCAGNI: Nur weil ein Schüler Kopfschmerzen hat, heißt das nicht, dass er eine Erinnerung unterdrückt. MULDER: Sie haben in Ihren Beratungen keine Hinweise auf früheren rituellen Missbrauch? CALCAGNI: (schüttelt den Kopf) Keine. (MULDER steht auf, geht zur Tür und öffnet sie, dann dreht er sich um zu CALCAGNI) MULDER: Ist es für mich möglich mit einigen der Schüler, die chronische Beschwerden haben, zu sprechen? CALCAGNI: Das wäre ein Verrat an der Ärztlichen Schweigepflicht. (er schüttelt wieder den Kopf) Tut mir leid. (MULDER sieht ihn nachdenklich an, verlässt dann den Raum, schließt die Tür hinter sich.) 14. INNENANSICHT; TAG; EMPFANGSBEREICH VOR CALCAGNIS BÜRO (MULDER kommt aus dem Büro, geht zu SCULLY. Sie fährt damit fort, sich auf den Laptop zu konzentrieren.) MULDER: Für den Körper eines Schülers der Beschwerden, war er ziemlich schnell darin, meine Sache abzutun. SCULLY: Vielleicht ist hier nichts. MULDER: (schaut zurück zum Büro, dann wieder auf Scully) Tja, er versteckt etwas. SCULLY: Sehen Sie sich das an. (Mulder tritt um den Tisch, um auf den Bildschirm zu sehen.) Ich habe das im Internet gefunden. (zeigt, geht mit dem Finger mit, während sie spricht. Nahaufnahme des Bildschirms: Aktuelle Ereignisse. Der Text ist mit 1934 datiert. SCULLY liest den Artikel wie wir sehen, Cut zurück zu ihr auf halbe Höhe. Sie liest:) "Die Entdeckung eines verstümmelten Jugendlichen gestern im Wald hat der Polizei offiziell Sorge über die Möglichkeit einer konspirativen Organisation Dunkler Kräfte bereitet." MULDER: (mit wachsendem Interesse) Woher stammt das -- die lokale Zeitung? SCULLY: (lesend) "Der Jude ist dafür bekannt, Organe zu entfernen und Teenager in seinen religiösen Zeremonien zu opfern." (zu Mulder) Es ist aus dem "Völkischen Beobachter", einer Nazi-Zeitung von 1934. Die Gerüchte sind die gleichen, aber die Lücken sind gefüllt worden mit wem auch immer, der im Moment gefürchtet werden oder der Verfolgung ausgesetzt sein soll. In diesem Fall sind es Okkultisten. (MULDER kauert sich beim Tisch nieder, sieht sie ernst an) MULDER: Moderne Hexen, bekannt als Wicca, sind eine Religion. Sie haben große Erfurcht vor allem Leben in der Natur, sie sprechen keine schädlichen Zaubersprüche, sie verehren nicht Satan. Auch die Kirche Satans haben Mord und Folter abgeschworen. Ihr Einfluss hier würde nicht die Frösche oder das rückwärts fließende Wasser oder, m wichtigsten, den Mord erklären. SCULLY: Tja, wenn nicht Hexen, was dann? 15. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (MRS. PADDOCK schiebt einen Handkarren mit einem großen Glas darauf, der mit etwas gefüllt ist, das aussieht wie tote Ferkel. Sie teilt sie an die Schüler aus, als sie geht.) PADDOCK: Für eure letzte Prüfung wird die Hälfte eurer Note auf eurem Schaubild eines sezierten Schweineembryos basieren. (Sie händigt einen SHANNON AUSBURY aus, die ihn angeekelt ansieht. Der Junge neben ihr sieht ihn unbehaglich an, dann zurück zu SHANNON, die leicht schlecht aussieht) Natürlich, dies sind eigentlich Mastschweinembryos, die zur Art der Archeodactyl oder Huftiere gehören. Seid euch sicher, das Herz und die Lungen entfernt zu haben und zeichnet dann ein Schaubild davon. Seid ordentlich. (MRS. PADDOCK stoppt ihren Handkarren bei einem Terrarium, das eine lange Schlange enthält. Sie öffnet den Deckel und wirft ein totes Schwein hinein, während sie redet.) Extrapunkte werden für das Sezieren des Herzens gegeben. (Wir hören die Schüler im Hintergrund stöhnen. Sie lächelt die Schlange an, dann tritt sie wieder ans vordere Ende des Raumes.) Ihr habt bis zum Ende der Stunde. (Nahaufnahme von SHANNON, die jetzt richtig schlecht aussieht, sie zuckt ein wenig, sie sieht aus, als wenn sie sich gleich übergeben wird) JUNGE: Ich werde es aufschneiden... wenn du das Herz nimmst. (SHANNON nickt, kann ihre Augen nicht von dem Schwein abwenden, schließt ihre Augen, als wir das quatschende Geräusch von seiner Öffnung hören. Cut zur Nahaufnahme des Embryos mit seinen offenen Eingeweiden. Cut zurück zur Nahaufnahme der schwitzenden SHANNON, die beginnt ihre Augen zu öffnen, sie keucht, gibt einen anderen Laut der Verzweiflung von sich. Cut zu PADDOCK, die plötzlich aufsieht. Cut zurück zur offensichtlich sehr verzweifelten SHANNON. Nahaufnahme des Embryoherz, welches schlägt. Nahaufnahme von SHANNON, die nach Luft schnappt, als ob sie nicht atmen könnte. Nahaufnahme des Embryos, wessen Herz sich von einer Seite zur andern bewegt. Wir hören ein Quatschen, das in SHANNONS Schreie (in Nahaufnahme) übergeht. Kurze Aufnahme der anderen Kinder in der Klasse, erschrocken, sich umsehend. Zurück zu SHANNON, die wieder und wieder schreit. Cut zu PADDOCK, die unparteiisch zusieht. Zurück zu SHANNON, deren Schreie sich mit hysterischen Schluchzern mischen. Zurück zu PADDOCK, die einen wissenden Ausdruck auf dem Gesicht hat.) 17. INNENANSICHT; TAG; EMPFANGSBEREICH VOR CALCAGNIS BÜRO (SHANNON sitzt auf einer Couch, eingewickelt in eine Decke, offensichtlich immer noch verzweifelt, aber jetzt still. Sie schaukelt sanft vor und zurück, nimmt nichts um sie herum wahr. PADDOCK sitzt neben ihr. Sie streckt die Hand aus und streichelt SHANNONS Haar.) PADDOCK: (sanft) Ich hatte so einen Vorfall vorher schon mal. Einige Kids haben Schwierigkeiten Dinge zu sezieren. (CALCAGNI kommt zu ihnen herüber) CALCAGNI: Shannon -- Ich versuche deinen Vater zu erreichen und ihn dazu zu bringen dich abzuholen. SHANNON: (wird sich ihrer Umgebung bewusst) Nein! (Sie zuckt zurück. MULDER und SCULLY in einer Ecke bemerken sie sofort. CALCAGNI kauert sich vor ihr nieder, nimmt beruhigend ihre Hand) CALCAGNI: Ich bin sicher, er wird bald hier sein. SHANNON: (schreit) Nein! (Sie reißt sich los, steht auf, rennt aus dem Büro. MULDER folgt ihr.) CALCAGNI: Shannon, Schätzchen, komm zurück! PADDOCK: Shannon? Shannon! 17. INNENANSICHT; TAG; SCHULFLUR (SHANNON rennt die Halle hinunter, wild schluchzend. MULDER rennt hinter ihr) MULDER: Shannon! Du erinnerst dich! (SHANNON wird langsamer, hält kurz hinter dem Trinkwasserbrunnen. Sie weint wieder, aber kontrollierter diesmal. MULDER nähert sich ihr langsam, sehr betroffen. Er spricht sanft.) Sag mir, an was du dich erinnerst. 18. AUSSENAUFNAHME; TAG; BÄNKE AUSSERHALB DER SCHULE; NICHT BEIM HAUPTGEBÄUDE (SHANNON sitzt angeschmiegt in einer Sitzgruppe, gegenüber sitzt eine sehr betroffenen SCULLY. MULDER steht an SCULLYS Seite. SHANNONS Weinen und Verzweiflung eskalieren während der Szene; sie bemüht sich zu sprechen, es ist sehr schwer für sie. Sie findet das offensichtlich sehr schmerzhaft.) SHANNON: (schluchzend, zögernd) Sie wissen, wer mein Steifvater ist, richtig? (MULDER und SCULLY nicken) Jim Ausbury vom Eltern/Lehrer Ausschuss. (tiefer Atemzug) Alles klar, meine Mutter, sie ist Lehrerin. Tja, war eine Lehrerin. Mein richtiger Vater, er ähm, er ist weggerannt und meine Mutter traf Jim auf einem Seminar oder so etwas... und sie ähm, sie heirateten. Meine Schwester und ich wurden hierhin befördert, als ich etwa... ähm, vier war. Sie war etwa zwei. Auf jeden Fall (kurze Aufnahme von Scully, sehr betroffen zuhörend) ... vor ein, ein paar Wochen, machte meine Klasse einen Ausflug zu dem, was sie das Amerikanische Stonehenge nennen... und... und... ich erinnerte mich, als ich vier Jahre alt war, nahm mich Jim in seinem Auto in die Nähe davon mit und er ähm... er machte mich... auf dem Rücksitz (MULDER und SCULLY tauschen einen kurzen Blick; SHANNONS Verzweiflung wächst) ... er sagte mir, wenn ich das je irgendjemandem erzählen würde, würde er mir weh tun... Als er mich berührte, tja, machte ich mir vor, dass ich nicht in meinem Körper wäre. Tief im Ozean, unten bei den Fischen, im dunklen Wasser... Irgendwie, ich weiß nicht, habe ich es geschafft, all diese Dinge zu blockieren, aber... neulich war alles... Ich erinnerte mich, wissen Sie? Die anderen auch. SCULLY: Andere? (MULDER sieht sie schnell an, dann wieder zurück zu SHANNON) SHANNON: ... Yeah... Männer und Frauen. Sie sind... zu unserem Haus gekommen, wissen Sie, wenn meine Mutter nicht da war? Und sie... ähm... nahmen mich mit in den Keller... (kurze Aufnahme von Mulder, der unparteiisch zuhört) Es war wirklich dunkel... es war wie rot gestrichen, mit einem dreckigen Boden. Sie trugen diese Roben, schwarz und rot und sie... sangen und sie sangen, und dann banden sie mich und meine Schwester zusammen, diese Männer und Frauen... sie zwangen uns... Dinge zu tun. Sie nannten mich Züchterin! (sie beginnt wieder zu weinen) Sie wollten, dass ich schwanger werde, und dann töteten sie die Babys... (Scully sieht Mulder an, ihre Miene ist unleserlich)... Ich hatte drei Kinder und sie sind alle im Keller begraben. (Mulder senkt die Augen) Eines nachts tötete Jim meine Schwester für ein Opfer. Sie war erst acht Jahre alt! Er hat jedem erzählt sie wäre bei einem Unfall gestorben. (Scully steht auf, um sich neben sie zu setzen; Mulder sieht jetzt gequält aus, die Geschichte hat bei ihm einen Nerv getroffen)... Der heutige Tag brachte es alles zurück, so klar als ob es gestern gewesen wäre... (Sie rutscht zu SCULLY, die sie festhält, als sie in einen neuen Ausbruch von Schluchzen verfällt) 19. AUSSENAUFNAHME; TAG; HAUS DER AUSBURIES (Eine ruhige vorstädtische Straße. MULDER und SCULLYS Wagen biegt in die Auffahrt der AUSBURIES, wir hören ihre Stimmen im Voiceover.) MULDER: Stellen Sie sich vor... wenn das was sie sagt wahr ist... SCULLY: Warum warten wir nicht einfach und sehen, was ihre Eltern zu sagen haben? (Das Auto hält, sie steigen aus und gehen zur Haustür. Als sie die Hälfte des Weges über den Pfad gegangen sind, öffnet sich die Tür und JIM AUSBURY hastet heraus, um sie zu treffen. MRS. AUSBURY ist hinter ihm zu sehen. Sie steht in der Tür, hängt sich ihre Strickjacke um.) AUSBURY: (besorgt, erregt) Wo ist Shannon? Sie haben mir gesagt, Sie würden sie nach Hause bringen. SCULLY: Sie wollte bei Freunden bleiben. Und... die Umständen, wir dachten es wäre das beste. AUSBURY: Umstände? Warum wollte sie nicht nach Hause kommen? 20. INNENANSICHT; TAG; WOHNZIMMER, HAUS DER AUSBURIES (Nahaufnahme AUSBURY, offensichtlich sehr bewegt. MRS. AUSBURYS Schluchzen kann man im Hintergrund hören.) AUSBURY: Jemand oder etwas hat ihr offensichtlich diese Dinge in den Kopf gesetzt. (Er sieht MULDER an, der SCULLYS Aufmerksamkeit auf sich zieht und still zur Küche nickt.) SCULLY: Mrs. Ausbury? Äh, wollen Sie vielleicht ein Glas Wasser? (Wir sehen MRS. AUSBURY, überwältigt, leise schluchzend. Sie bringt ein winziges Nicken zustande. Sie ist kaum zu hören.) MRS. AUSBURY: ... Ja, danke... (macht eine sichtbare Anstrengung sich zusammen zu nehmen. Wir sehen, dass die AUSBURIES Seite an Seite auf einer Couch sitzen, SCULLY sitzt auf einem Stuhl ihnen gegenüber, MULDER steht auf einer Seite JIM AUSBURYS:) MULDER: Mr. Ausbury? (Er bewegt sich zur Küche. AUSBURY sieht seine Frau betroffen an, er will sie offensichtlich nicht verlassen, steht aber auf und geht aus der Aufnahme. MULDER folgt. MRS. AUSBURY, sich nervös an sich selbst festhaltend, wird allein gelassen, immer noch mitgenommen, aber ruhiger. SCULLY dreht sich auf ihrem Sitz.) SCULLY: Mrs. Ausbury... Ihre Tochter hat Sie nicht irgendwelcher Verwicklungen in diese Aktivitäten beschuldigt. (Mrs. Ausbury schüttelt den Kopf ein wenig.) Haben Sie irgendeine Idee, warum Shannon diese Dinge gesagt haben könnte? MRS. AUSBURY: (seufzt) Jim und ich hatten... Eheprobleme, kürzlich... haben wir uns festgelegt sie zu lösen. Vielleicht haben wir Shannon... nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. (hält inne, als ob sie sich entschließen müsste weiter zu sprechen.) Sie und ich... haben keine Fortschritte gemacht. Wir kämpfen. SCULLY: Haben Sie jemals gewusst, dass Shannon schwanger war? MRS. AUSBURY: Gewiss nicht! (defensiv) Sie ist fünfzehn Jahre alt! Wie können Sie vielleicht so etwas glauben -- SCULLY: Hatten Sie jemals ein anderes Kind? MRS. AUSBURY: (sichtbar erschrocken, nickt) Ein Mädchen. Theresa... (leise) Sie ist gestorben. SCULLY: Mit acht Jahren? MRS. AUSBURY: (schüttelt sanft den Kopf, in einer alten Trauer) Acht Wochen. (sanft) Es war Krippentod. (SCULLY seufzt) 21. INNENANSICHT; TAG; KÜCHE DER AUSBURIES (Nahaufnahme eines Glases unter dem Wasserhahn, das überläuft. Eine Hand schließt den Hahn, Schwenk hoch zu AUSBURYS Gesicht. MULDER steht hinter ihm, kommt näher.) MULDER: Haben Sie es getan? (AUSBURY dreht sich um, um ihn anzusehen, die Anzeichen von Schock und Ärger auf seinem Gesicht. Das Glas in seiner Hand zerbricht, das Geräusch erschreckt sie beide. Er lässt die Reste des Glases in die Spüle fallen.) AUSBURY: (kontrolliert, aber sehr ärgerlich) Ich würde jemanden töten, der die Dinge, die sie behauptet hat, getan hat. (Er dreht sich um und geht zur anderen Seite der Küche, beginnt seine Hände an einem Geschirrtuch zu säubern. MULDERS Aufmerksamkeit wird von etwas außerhalb der Aufnahme auf der anderen Seite des Raums angezogen. Er geht darauf zu.) MULDER: Das ist nicht ein sehr christliches (Wir sehen ihn drüben bei einer hölzernen Tür. Er öffnet sie. AUSBURY merkt das nicht.) AUSBURY (bitter) Du -- Gott der Rache -- scheine weiter. (MULDER sieht eine Treppenflucht in den Keller hinunter.) MULDER: Auch der Teufel kann die Heilige Schrift zitieren, um seine Notwendigkeit zu erfüllen. (AUSBURY dreht sich um und sieht, was MULDER tut. Die Tür schließt sich von selbst, erschreckt MULDER. AUSBURY scheint es nicht zu merken. Er ist wütend, brüllt) AUSBURY: Was erlauben Sie sich! Verschwinden Sie aus unserem Haus! (macht plötzliche Gebärden) So weit ich weiß, haben Sie meiner Tochter diese Ideen in den Kopf gesetzt. Jetzt -- verschwinden Sie! (Mulder, jetzt weniger sicher als vorher, macht Anstalten zu gehen. Ausbury beobachtet ihn) Der Teufel reist in vielen Formen. Und Sie könnten so eine sein! 22. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (Nahaufnahme von MRS. PADDOCK, sie sieht betroffen aus.) PADDOCK: (freundlich) bist du sicher, dass du dem gewachsen bist, Shannon? Ich habe gehört, was du gesagt hast. (SHANNON sitzt an ihrem Tisch, mit einem neuen Schweineembryo auf einem Tablett vor sich. MRS. PADDOCK steht auf der anderen Seite des Tisches.) SHANNON: Ich bin OK. (lächelt tapfer) Ich will nicht durch die Prüfung fallen. (PADDOCK lächelt) PADDOCK: Ich bin in meinem Büro, wenn du dich unwohl fühlst. (sie lächeln sich an, Paddock will rausgehen, kehrt aber um) Vielleicht solltest du deinen Schmuck abtun. Du willst ihn doch nicht in den Ferkeleingeweiden verlieren. (Shannon grinst, nimmt ihr Armband ab und händigt es aus) Ich bewahre es für dich aus bis du fertig bist. (PADDOCK geht zurück zu ihrem Büro. SHANNON holt tief Luft, nimmt ihren Mut zusammen. Cut zu ihrer Sicht auf den Embryo auf dem Tablett. Cut zu SHANNON zurück; über ihre Schulter können wir PADDOCK, die hinaus sieht, in ihrem Büro sehen. Sie schließt die Jalousie.) 23. INNENSICHT; TAG; PADDOCKS BÜRO (Nahaufnahme einer Kerze, die flackert. Eine Hand hebt sich vor ihr und stoppt gerade über der Flamme. Sie hält SHANNONS Amulettarmband. Wir hören unheimliche tierische Seufzer. Schwenk hoch zu MRS. PADDOCKS Gesicht. Sie schwitzt, die Augen starren unbewegt, sie atmet auf eine mühsame und unheimlich klingenden Weise.) 24. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (SHANNON sieht auf den Embryo hinunter. Sie wirkt seltsam ruhig, beinahe als ob sie eine Entscheidung trifft. Sie nimmt ein Skalpell hoch und sieht es an.) 25. INNENANSICHT; TAG; PADDOCKS BÜRO (Seufzer, atmende Laute etc. PADDOCKS andere Hand, zitternd, hebt sich vom Schreibtisch. Sie hebt sie langsam hoch vor ihr Gesicht, kneift Daumen und Zeigefinger zusammen als ob sie etwas zwischen ihnen hält.) 26. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (Nahaufnahme von SHANNONS Hand mit dem Skalpell, gehalten zwischen ihrem Daumen und Zeigefinger, PADDOCKS Geste nachahmend.) 27. INNENANSICHT; TAG; PADDOCKS BÜRO (PADDOCK senkt ihre Hand bis sie unter dem Handgelenk der Hand über der Flamme innehält.) 28. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (Nahaufnahme von SHANNONS Hand mit dem Skalpell, die sich bewegt, um dann sanft an der Unterseite des anderen Handgelenks inne zu halten.) 29. INNENANSICHT; TAG; PADDOCKS BÜRO (Nahaufnahme von PADDOCKS Gesicht, dann ihrer Hand wie sie eine gewalttätig aufschlitzenden Geste unter ihrem aufgeschlitzten Handgelenk macht. Nahaufnahme ihres Gesichts, als wir einen Schrei von außerhalb hören. Nahaufnahme des Armbands, das auf die Tischplatte fällt; der Schrei scheint abzuebben als es aufschlägt.) 30. INNENANSICHT; TAG; WISSENSCHAFTSLABOR (Kurvende Aufnahme von oben, sie zeigt SHANNON der Länge nach hingeschlagen mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden des Labors liegend, ihr Hocker umgeworfen, Schweineembryo und Tablett nahe bei ihr auf dem Boden, Blut strudelt unter ihrem Handgelenk. Das Geräusch von PADDOCKS Atmen legt sich, als wir näher zu SHANNON gehen.) 31. INNENANSICHT; NACHT; WISSENSCHAFTSLABOR (Es blitzt und donnert draußen, die Blitze sichtbar auch in dem beleuchteten Raum, der voll von Polizisten ist, die Dinge untersuchen. SCULLY spricht mit einer scheinbar verzweifelten MRS. PADDOCK und macht Notizen. MULDER untersucht das Schlangenterrarium. Er richtet sich auf und sieht rüber zu SCULLY und MRS. PADDOCK.) PADDOCK: (bestürzt) Ich habe den Krach gehört, und den Stuhl, und bin aus dem Büro gerannt gekommen. SCULLY: Haben Sie jemanden den Raum verlassen sehen? (MULDER sieht wieder zu ihr herüber, geht dann rüber zum Büro. PADDOCK merkt das nicht; sie schüttelt ihre Hände als Antwort auf SCULLYS Fragen) Habe Sie die Tür öffnen gehört? PADDOCK: Ich schließe die Türen nach dem Unterricht ab, wenn ich allein bin. Ich... Ich habe Angst. 32. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (MULDER streift umher, sieht sich um. Er bemerkt SHANNONS Armband auf dem Tisch und nimmt es auf.) 33. AUSSENANSICHT; NACHT; PARKPLATZ AUSSERHALB DER SCHULE (AUSBURY, DEBORAH, VITARIS und CALCAGNI stehen im Regen, schmiegen sich unter Schirmen, betrachten die Polizeiautos und andere Aktivitäten nahe der Schule.) DEBORAH: Ich fühle einen dunklen Engel unter uns. Er will ein Opfer. VITARIS: (ungläubig) Es sind Jahre vergangen, seit wir das getan haben. CALCAGNI: Richtig. Richtig. Wir haben unseren Glauben nicht eingehalten. AUSBURY: (bewegt, ärgerlich; er sieht sie nicht an, während er fragt) Ist jemand von euch... verantwortlich... für meine Tochter? CALCAGNI: Wir sind es alle. (Ausbury sieht ihn scharf an) Sie ist geopfert worden... (Er sieht jedes Mitglied der Gruppe fest an, während er spricht.)... für uns. Es ist ein Dienst. Shannons Tod erlaubt uns die Polizei loszuwerden, das FBI... ihr kann die Schuld an allem gegeben werden. (AUSBURY ist sprachlos) 34. INNENANSICHT; NACHT; WISSENSCHAFTSLABOR (Nahaufnahme PADDOCKS, mit feuchten Augen, mit Tränenspuren auf den Wangen.) PADDOCK: Ich habe nie gedacht, dass sie sich auf diese Weise verletzen würde. ich bin altmodisch, Agent Scully, ich kann mich nicht dazu durchringen, zu glauben, dass Kinder zu solchen Dingen im Stande sind, wie sie heutzutage sind. (Sie sieht weg, ein Schluchzen unterdrückend. Scully bleibt gelassen. Paddock bemerkt Mulder, der zurückgekommen ist und Shannons Armband hält. Er sieht auf, begegnet ihrem starren Blick.) Sie wollte, dass ich das aufbewahre. (MULDER sieht wieder auf das Armband, winkt dann SCULLY leise heran.) SCULLY: (zu Paddock) Entschuldigen Sie mich... (Sie legt ihren Kuli auf einen Tisch, geht dann mit MULDER weg. Sie sprechen leise.) MULDER: Ihr Büro hat einen schwachen Geruch nach Weihrauch. (Er sieht zurück auf die verzweifelte PADDOCK) SCULLY: Sie sagt er ist dazu, den Geruch von Formaldehyd zu vertreiben. MULDER: Er wird auch für rituelle Schwarze Messen genutzt. SCULLY: Tja, ich muss zugeben, dass da einige Eigenartigkeiten in ihrer Geschichte sind. MULDER: Was meinen Sie, Eigenartigkeiten? SCULLY: Tja, der Mann, den sie ersetzt hat, hat zwei Krankentage in seiner 15-jährigen Karriere genommen. Am Morgen von Jerry Stevens Ermordung hat Mr. Kingary sich eine Nekrose (Anmk.: Absterben des Gewebes) zugezogen. MULDER: Fleischfressende Bakterien? (verständnisvoll) Das ist sehr selten. SCULLY: Ich weiß. Und als ich die anderen Mitglieder des Kollegiums über Mrs. Paddocks Hintergrund befragt habe, kann sich niemand daran erinnern, sie eingestellt zu haben. (heftiger Blitz. Sie sehen beide auf, erschrocken, dann wieder den jeweils anderen. Cut zu Paddock, die zu ihnen herüber starrt. Sie dreht sich um, um den Tisch vor ihr anzusehen, langsamer Fokus auf Scullys Kuli.) oh, sehen Sie, ich nehme diese Gewohnheit auch schon an. Ich meine, ich... Ich bin sicher, dass Mrs. Paddocks Auftauchen und die Krankheit des Lehrers nur ein Zufall sind. Und die Tatsache, dass niemand sich daran erinnern kann, sie engagiert zu haben -- ist nur ein bürokratisches Versehen. MULDER: Nein, ich hab so ein Gefühl, dass dies etwas ist, das wir beide annehmen sollte. Ich werde einen Durchsuchungsbefehl für das Haus der Ausburies besorgen -- Ich habe ihnen gesagt, sie sollen bei Freunden bleiben. (er sieht kurz Paddock an) Sie überprüfen Mrs. Paddock gründlicher. (Mehr Blitze. in diesem Moment geht das Licht aus.) COP (VO): Der Strom ist ausgefallen. (MRS. PADDOCK macht einen Satz vorwärts und greift nach dem Kugelschreiber, hält ihn in beiden Händen, als sie MULDER und SCULLY ansieht.) 35. INNENANSICHT; NACHT; KÜCHE IM HAUS DER AUSBURIES (Es ist sehr dunkel. MULDER betritt sie mit seiner Taschenlampe, geht rüber zur Kellertür, bemerkt, dass sie verriegelt ist. Er öffnet sie, scheint mit seiner Taschenlampe die Treppe hinunter und geht runter.) 36. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (MULDER erreicht das untere Ende der Stufen und geht im Keller herum, leucht mit der Lampe herum. Wir sehen, dass der Keller einen dreckigen Boden und rote Wände hat. Er dreht sich abrupt um. AUSBURY steht hinter ihm.) 37. INNENANSICHT; NACHT; EMPFANGSBEREICH VOR CALCAGNIS BÜRO (SCULLY arbeitet wieder an ihrem Laptop. Das Licht vom Computer und gelegentliches Blitzen sind die einzige Beleuchtung. Nahaufnahme des Bildschirms, der enthüllt, dass sie eine Namenssuche nach "Paddock Phyllis H." durchführt. Der Computer sucht, liefert dann das Ergebnis "Haftstrafen: keine" und "Ausstehende Haftbefehle: keine". Nahaufnahme von Scully, tief in Gedanken.) 38. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (AUSBURY sieht die Wand an, Mulder steht gelassen hinter ihm.) AUSBURY: Meine Religion, meine Familie, Agent Mulder, gehen in dieser Stadt sieben Generationen zurück. Sie entflohen Verfolgungen von Leuten, die verfolgt wurden, alle im Namen der Religion. (Spricht mit Abneigung. Dreht sein Gesicht zu Mulder.) Ich bin erzogen worden daran zu glauben, dass das Christentum ein Synonym für Heuchelei ist. Die natürliche Neigung des Menschen war es zu tun was du willst, nicht zu tun was sie anderen sagen. (Er geht langsam an Mulder vorbei. Mulder dreht sich um, beobachtet ihn.) Wir glaubten... Der Mensch ist nichts anderes als ein Tier, nicht besser, nicht schlechter als die, die auf vier Beinen gehen. Und obwohl ich glaube, dass unser Glaube uns in der Gemeinschaft stark hält, reich, bei guter Gesundheit, kam ich... kam ich, um die Heuchlerei in den anderen zu sehen. (Er dreht sich, um Mulder anzusehen.) In mir. (nachdrücklich) Als sie mir befohlen haben, die Schuld an Jerry Stevens Tod meiner toten Tochter zuzuschieben, war meine Reaktion... Ich war es leid, dass sie einen Unschuldigen verleumden... jemanden, den ich geliebt habe... (wird gefühlvoll) nur um sich selbst zu schützen. Und in diesem Moment wusste ich, ... ich bin besser als ein Tier! Dass mein... früherer Glauben verantwortlich war... dafür, dass sie nicht länger unter uns weilt. Und es wurde Zeit mit Ihnen zu reden. (MULDER nickt mitfühlend) 39. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (Blitze, Donner. PADDOCK befindet sich wieder im Modus des animalischen Stöhnens, hält SCULLYS Kugelschreiber über die Kerze.) 40. INNENANSICHT; NACHT; EMPFANGSBEREICH VOR CALCAGNIS BÜRO (Nahaufnahme von SCULLY, die nachdenklich auf den Laptop blickt. Nahaufnahme des Bildschirms, der die Resultate einer Arbeitsplatzsuche von PADDOCK zeigt. Es wird eine Liste von legitim aussehenden Lehreranstellungen, die sich von 1974 - heute hinziehen, angezeigt) SCULLY: (zu sich selbst) Sauber. 41. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (PADDOCKS Hand über der Kerze. Stöhnend, atmend, zitternd, schwitzend wie vorher.) 42. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (MULDER geht auf und ab. AUSBURY blickt entschlossen, irgendwie im Frieden mit sich selbst.) MULDER: Haben Sie Shannon missbraucht? AUSBURY: (nachdrücklich) Nie sexuell. MULDER: Die Rituale. AUSBURY: (seufzt) Das Blut der Jungen wird für sehr mächtig gehalten. Wir haben sie in Zeremonien mit einbezogen... gegen ihren Willen. (Mulder wendet sich voller Empörung ab) Sie waren zu jung, um ihnen zu trauen, dass sie nicht reden. (nachdrücklich) Aber wir haben sie nie physisch verletzt. Wir sind in alte Rituale gerutscht, die wir nicht tun wollten. MULDER: Wie... bei der Kommunion Grapefruitsaft zu trinken anstatt von Wein? (Ausbury nickt leicht, geht weg) Was ist mit Shannons Erinnerungen? (AUSBURY dreht sich um) AUSBURY: Wir haben eine Art von post-hypnotischer Suggestion angewandt, die ihre Erinnerungen unterdrückte. (Mulder angeekelt wie vorher) Wenn sie in ein Alter kamen, 18, 21, wurden sie sich der Religion bewusst gemacht und in ihre Praktiken eingeweiht. Als sie sich an die vergangenen Ereignisse erinnert hat, muss sie Realität mit... mit diesem Unsinn von Geraldo und den Boulevardzeitungen vermischt haben. MULDER: Haben die anderen Jerry Stevens umgebracht? (Ausbury schüttelt den Kopf) Shannon? AUSBURY: (hält einen winzigen Moment inne, antwortet aber nachdrücklich) Nein. MULDER: Aber Sie sind verantwortlich. Sie kannten die Möglichkeiten, die in Ihrem Glauben enthalten waren, egal wie abgeschwächt. (Ausbury ist gleichgültig, versteinertes Gesicht) Haben Sie wirklich gedacht, Sie könnten den Teufel heraufbeschwören und ihn zu bitten sich zu benehmen? 43. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (PADDOCK, stöhnend, schwer atmend etc., streckt eine Hand starr aus und schlägt den Hörer von ihrem Telefon. Sie tippt ruckweise eine Reihe von Zahlen ein, nimmt dann den Hörer auf.) 44. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES MULDER: Wer sind die anderen? (Mulders Handy schellt zweimal. Er zieht es ärgerlich aus der Tasche) Ja? (Wir hören SCULLYS Stimme, kraftlos und verängstigt) SCULLY (VO): Mulder... die Schule... ich hab Probleme. (Wir hören ein statisches Summen und sie wird unterbrochen) MULDER: Scully? (Er steckt das Telefon weg) Ich habe einen Notfall. (Er nimmt Ausbury beim Arm und führt ihn widerspruchslos zur Treppenflucht) Ich verhafte Sie. (Er fesselt Ausbury mit Handschellen ans Treppengeländer und stellt seine Taschenlampe auf die Stufen.) Um Sie kümmere ich mich später. (Er stürmt die Stufen hoch, schließt die Tür und schließt sie ab. AUSBURY beobachtet ihn.) 45. AUSSENAUFNAHME; NACHT; HAUS DER AUSBURIES (MULDER rennt aus der Haustür gerannt, springt ins Auto und setzt in reißender Eile es rückwärts aus der Ausfahrt) 46. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (AUSBURY, der auf dem Boden in der Nähe der Stufen sitzt, weint. Er ist ein Bild der Verzweiflung. Die Kamera schwenkt seinen gefesselten Arm hinauf zum oberen Ende der Stufen. Cut zur Nahaufnahme der Handschelle, die sich plötzlich öffnet. Nahaufnahme der Tür, die sich langsam und quietschend öffnet; niemand steht davor. AUSBURY bemerkt das nicht. Nahaufnahme der obersten Stufe: die Schlange aus dem Labor gleitet ins Bild und beginnt die Stufen hinunter zu gleiten. Wir folgen ihr hinunter, sehen hinter AUSBURY, der ihr nicht bewusst wird bis sie über seine rechte Schulter und um seinen Hals schlängelt. Er schreit voller Angst und versucht sie abzuschütteln, aber sie windet sich um seinen Hals und seinen Körper. Wir sehen ihn, wie er versucht, sie abzuschütteln, dann hören wir, dass er beginnt zu ersticken; leise knackende Geräusche werden hörbar, die vielleicht darauf hindeuten, dass seine Knochen brechen.) 47. AUSSENAUFNAHME; NACHT; PARKPLATZ AUSSERHALB DER SCHULE (MULDERS Auto hält. Er stürzt heraus und rennt ins Gebäude, zeiht seine Waffe, während er läuft. 48. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (Nahaufnahme von AUSBURYS Gesicht, als er erstickt, die Knochen knacken augenscheinlich immer noch. Er schweigt endgültig. Die Schlange gleitet auf den Kellerboden, dreht dann das Gesicht zu AUSBURYS Fuß und verbreitert ihren Kiefer.) 49. INNENANSICHT; NACHT; TÜR ZUM EMPFANGSBEREICH VON CALCAGNIS BÜRO (MULDER, mit gezogener Waffe, öffnet die Tür und betritt den Empfangsbereich. SCULLY sitzt immer noch am Schreibtisch.9 MULDER: Scully! SCULLY: (sieht auf, erschrocken) Mulder! Stimmt etwas nicht? MULDER: (die Waffe senkend) Sie haben mich angerufen! Sie sagten, sie hätten Probleme. SCULLY: Nein, ich habe das Telefon nicht angerührt. (MULDER guckt verwirrt) 50. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (Nahaufnahme des Schlangenkopfes auf einem widerlich entstellten Körper, als er das Maul schließt.) 51. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (Nahaufnahme von PADDOCKS Gesicht, sie blickt fast schmerzhaft. Sie hält die Kerze hoch an ihr Gesicht, leckt sich schnell die Lippen und öffnet dann die Augen. Sie sind nicht menschlich. Zuerst sehen sie fast schwarz aus, aber als wir die Pupillen sehen, sind sie oval fast wie Katzenaugen. Nahaufnahme eines der Augen, das eine rot- und blaufleckige Iris zeigt, fremd und sich verwirrt musternd.) 52. AUSSENAUFNAHME; NACHT; HAUS DER AUSBURIES (Langer Schwenk, der zeigt, dass MULDER und SCULLYS Auto wieder in der Einfahrt ist.) 53. INNENANSICHT; NACHT; KÜCHE IM HAUS DER AUSBURIES (Langer Schwenk durch die Küche, der den Blick zum Flur zeigt. Wir sehen das Licht von Taschenlampen, dann MULDER und SCULLY, die durch die Küche kommen.) MULDER: Ausbury hat sich zu der Konspiration bekannt. Er war dabei, die Namen von jedem Beteiligten preiszugeben, Eltern, Lehrer... SCULLY: Ich habe Mrs. Paddocks Hintergrund überprüft. Ich glaube nicht, dass sie beteiligt ist. (Nahaufnahme von MULDERS Gesicht wie er innehält, wir folgen seiner Taschenlampe wie sie die halboffene Tür zeigt. Er sieht SCULLY an, zieht seine Waffe, rückt vorsichtig zur Tür vor. MULDER stößt sie zur Seite, geht die Treppe hinunter. SCULLY folgt.) 54. INNENANSICHT; NACHT; KELLER UNTER DEM HAUS DER AUSBURIES (Nahaufnahme der Handschellen, die immer noch am Geländer befestigt sind, jetzt aber leer. AUSBURY ist verschwunden. MULDER und SCULLY erreichen den Kellerboden und leuchten mit ihren Lampen herum. MULDERS Licht macht ein zermalmtes und blutiges, in sich zusammengefallenes Skelett aus, etwa einen Meter entfernt. Sie gehen rüber und kauern sich beide nieder.) SCULLY: Mein Gott. (fasziniert) Denken Sie es war eine Art von Säure? (MULDER dreht sich um, leuchtet über die unteren Stufen.) MULDER: Es gibt keinen Hinweis für eine Reaktion des Holzes mit der Säure. (er dreht sich zurück) Da sind Spuren im Dreck... sie sind von einer Schlange. SCULLY: (streicht ihr Haar zurück, zweifelnd) Das ist unmöglich! Es würde eine große Python Stunden kosten, einen Menschen zu fressen, und Wochen, ihn zu verdauen. MULDER: Sie sehen wirklich den Bildungskanal. (Er steht auf, geht, um etwas vom Boden aufzuheben. Er hält es hoch, lässt das Licht seiner Taschenlampe über es wandern.) Scully. (sie dreht sich, um es zu betrachten) Schlangenhaut. SCULLY: (zögert kurz) Da ist eine Python in Mrs. Paddocks Raum. 55. INNENAUFNAHME; NACHT; KONFERENZRAUM; CROWLEY HIGH SCHOOL (Nahaufnahme der PTC - Tafel als eröffnende Aufnahme, verschiedene Winkel. Blitze, Donner etc. folgende Aufnahmen enthüllen, dass das Büro von drei Kerzen erhellt wird.) VITARIS: (sachlich) Sheriff Oakes hat mich angerufen. Jim Ausbury ist tot. Er hat mit dem FBI geredet. DEBORAH: (gleichgültig) Haben Sie ihn umgebracht? CALCAGNI: (scheint leicht aufgeregt, aber kontrolliert) ihr wisst, wer ihn getötet hat. Ausbury war kein Gläubiger. Er hatte keinen wirklichen Glauben, keine Hingabe. Er war verantwortlich für seine Zweifel. (Er sieht zwischen sie) Wir müssen handeln. Oder das gleiche wird mit uns passieren. Wenn es nicht schon zu spät ist. DEBORAH: (schluckt -- zum ersten Mal verunsichert) Wir müssen annehmen, dass Jim ihnen gesagt hat, wer wir sind. CALCAGNI: (ruhig, rational) Wenn Mulder das wüsste, würde es das Opfer, alles, bedeutungsvoller macht. (Sie sehen sich an. Ein schwaches Motorengeräusch draußen wird hörbar. DEBORAH geht zum Fenster und sieht hinaus. MULDER und SCULLYS Auto kommt an.) DEBORAH: Sie sind hier. (Vitaris pustet die Kerzen aus. Calcagni geht zur Tür, Deborah und Calcagni folgen ihm. Calcagni öffnet die Tür.) Schließ das Büro ab. (CALCAGNI befühlt seine Taschen.) CALCAGNI: Keine Schlüssel. (aufgeregt, panisch) Sie waren in meiner Tasche! 56. INNENANSICHT; NACHT; WISSENSCHAFTSLABOR (Schwenk durchs Labor, über zerbrochene Möbel, über zerbrochene Einrichtung bis zur Tür, die sich öffnet. MULDER und SCULLY treten ein. Man kann erstickendes Stöhnen hören. MULDER geht in eine Richtung, SCULLY in die andere. SCULLY bemerkt etwas.) SCULLY: Mulder. (Paddock liegt auf dem Boden in der Nähe des Tisches mit dem Schlangenterrarium. Das Terrarium ist zerbrochen und leer. SCULLY geht zu ihr herüber, MULDER folgt ihr. Beide kauern sich nieder.) Mrs. Paddock? Was ist passiert? (PADDOCK hat Nasenbluten. Ihre Brille ist auf den Boden neben ihr gefallen, sie umklammert ihren Bauch. Sie spricht matt und rollt mit den Augen.) PADDOCK: Ich... ich... ich bin zurückgekommen... sie haben die Schlange mitgenommen... (Während sie spricht verwandeln Mulder und Scully ihre Mäntel in behelfsmäßige Decke und Kopfkissen für sie.) Miss Brown, Mr. Vitaris... da sind Dinge über sie, die ich Ihnen sagen muss... Ich denke, sie haben diesen Jungen ermordet! (MULDER hat sein Telefon draußen und wartet auf Antwort.) MULDER: Das wissen wir. PADDOCK: (flüsternd, sieht sich unruhig um) Konferenzraum... es ist alles da! (Das Telefon ist besetzt. MULDER steckt es weg, während er spricht.) MULDER: Die Sanitäter müssen vom Sturm abgeschnitten worden sein. Bleiben Sie hier Mrs. Paddock. Ich werde die Tür abschließen. (Er nimmt die Taschenlampe und verschwindet.) SCULLY: Bleiben Sie hier. Wir kommen zurück. (Sie rennt hinter MULDER her. Nahaufnahme von PADDOCK, erleuchtet vom Sturm. Sie hört auf zu zittern und liegt fast leblos still.) 57. INNENANSICHT; NACHT; FLUR VOR DEM KONFERENZRAUM (MULDER und SCULLY nähern sich der Tür zum Konferenzraum. SCULLY stößt die Tür auf, MULDER dringt vor, Pistole im Anschlag. Der Raum scheint leer. Zufrieden, weil es sicher scheint, gehen beide hinein.) 58. INNENANSICHT; NACHT; KONFERENZRAUM (MULDER leuchtet mit seiner Taschenlampe herum, hält seine Waffe weiterhin im Anschlag. SCULLY senkt ihre Lampe, versucht die Schubladen des Aktenschranks zu öffnen, ohne Glück. Sie geht zum Schreibtisch und öffnet die Schubladen. Nahaufnahme des Inhalts: Ein Einmachglas, das Augäpfel enthält. Sie nimmt es, hält es hoch, so dass MULDER es sehen kann. Er leuchtet mit seiner Taschenlampe darauf, läuft zu ihr. Sie geht zu ihn herüber, hält das Glas im Schein der Lampe. Sie sehen sich an. SCULLY will etwas sagen, als ein helles Licht hinter MULDER aufblitzt und ein lauter Knall ertönt. Er dreht sich genau in dem Moment, in dem er von einem Stuhl getroffen wird, den VITARIS hält. Er stolpert und prallt gegen eine Reihe von Bücherregalen, die auf SCULLY fallen. Sie schreit auf, als sie auf den Boden knallt. VITARIS greift MULDER wieder an, verschätzt sich aber, und rennt vor den Schreibtisch. MULDER packt ihn, wirft ihn auf den Schreibtisch und schlägt ihn. SCULLY tastet nach ihrer Waffe, aber DEBORAH taucht auf, greift sie und richtet sie auf SCULLY, die erstarrt, Hände über dem Gesicht. MULDER und Vitaris tauschen Schlüge aus. VITARIS geht zu Boden, aber MULDER wird von CALCAGNI, der ihm seine eigene Taschenlampe über den Schädel haut, von hinten niedergeschlagen. CALCAGNI sieht auf ihn nieder.) 59. INNENANSICHT; NACHT; SPORTHALLE DER CROWLEY HIGH SCHOOL (DEBORAH geht durch die Sporthalle, schleift SCULLY mit sich. SCULLYS Hände sind hinter ihrem Rücken zusammengebunden und ihre Beine sind gefesselt. VITARIS erscheint mit MULDER im Schlepptau, auf die gleiche Weise gefesselt. Sie halten auf eine Tür an der anderen Seite der Sporthalle zu. CALCAGNI folgt ihnen, Taschenlampe in der einen und Shotgun in der anderen Hand.) 60. INNENANSICHT; NACHT; SPORTHALLENDUSCHEN (CALCAGNI macht das Wasser in zwei Verschlägen an. Das Wasser fließt voll aufgedreht; MULDER und SCULLY, auf den Fliesen liegend, husten und prusten, als es sie trifft. MULDER blutet aus einer Kopfwunde.) CALCAGNI: Das macht es leichter, das Blut aufzuwischen. (Schwenk auf DEBORAH und VITARIS, die auf die Agenten runter sehen. DEBORAH hebt ihre Hände auf Augenhöhe. Sie umklammert einen langen zeremoniellen Dolch.) DEBORAH: Dominus Inferus Vobis sum! (Anmk.: etwa: Ich bin euer unterirdischer Gott!) CALCAGNI/VITARIS: Et conferum! (Anmk.: Sorry, aber dafür reichen meine Lateinkenntnisse dann doch nicht.) (Sie leuchten mit ihren Taschenlampen auf MULDER und SCULLY. DEBORAH geht zu MULDER hinüber und kniet sich hin. Sie hebt den Dolch höher, bereit zuzustoßen. Wir hören im Hintergrund, dass die Shotgun gespannt wird.) DEBORAH: Sein ist die hand die verletzt. (Paul hebt die Shotgun und zielt.) Forum dubai. (Anmk.: "Forum" ist Marktplatz oder auch Gerichtsverhandlung, aber "dubai" ???) (Sie senkt den Dolch abrupt. Wir hören einen Schuss.) 61. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (PADDOCK stöhnt, atmet schwer etc.; Hand über der Kerze.) 62. INNENANSICHT; NACHT; SPORTHALLENDUSCHEN (CALCAGNI reißt die Shotgun auf und die leeren Patronen springen auf den Boden. Er greift in seine Tasche, um neue Munition herauszuholen. Er sieht starr hinunter. Cut zu MULDER und SCULLY, die beide immer noch leben, sich bemühen sich umzudrehen, um ihn anzusehen. Zurück zu CALCAGNI, der die Waffe hebt, hoch, hoch bis sie auf seinen eigenen Kopf zeigt. Cut zu MULDER und SCULLY, die in Horror aufschreien und wegsehen. Ein Blitz, ein Schuss erklingt.) 63. INNENANSICHT; NACHT; PADDOCKS BÜRO (Nahaufnahme eines Schlüsselbundes, das auf den Tisch fällt. Nahaufnahme von PADDOCK über der Kerzenflamme.) PADDOCK: Du hast recht. Es ist fast zu spät. (Sie bläst die Kerze aus.) 64. INNENANSICHT; NACHT; SPORTHALLENDUSCHEN (MULDER und SCULLY bemühen sich frei zu kommen.) SCULLY: Oh Gott... Mulder, haben Sie sein Gesicht gesehen? (Er nickt, sie kann ihn nicht sehen.) Es war als hätte etwas anderes die Kontrolle über ihn. MULDER: Paddock. 65. INNENANSICHT; NACHT; WISSENSCHAFTSLABOR (MULDER und SCULLY, jetzt frei und durchnässt, kommen ins Labor, sehen sich um.) SCULLY: Mrs. Paddock? (Mulder geht dorthin, wo sie sie zurückgelassen haben. Es ist keine Spur von ihr, nur ihre Mäntel.) Mulder. (MULDER geht zu ihr herüber. Sie steht an einem Schwarzen Brett. MULDER leuchtet mit der Taschenlampe dorthin, wo sie hinsieht. Es ist etwas auf das Brett geschrieben. Wir schwenken mit dem Licht über die Worte... "Auf Wiedersehen. Es war schön mit Ihnen zu arbeiten." MULDER und SCULLY sehen sich an. Der Strom kommt wieder zurück. Sie löschen ihre Taschenlampen und sehen sich im Raum um, welcher unordentlich ist, Stühle, Regale etc. sind umgestoßen, die Einrichtung ist zerschmettert und zerbrochen. Sie drehen sich zum Brett um, dann zueinander. Fade ins Schwarze.) -- ENDE -- **************************************************************************************************** MRS. PADDOCK Susan Blommaert JIM AUSBURY Dan Butler PETE CALCAGNI Shawn Johnston DEBORAH BROWN P. Lynn Johnson PAUL VITARIS Doug Abrahams SHERIFF JOHN OAKES Larry Musser BARBARA AUSBURY Michele Goodger SHANNON AUSBURY Heather McComb JERRY STEVENS Franky Czinege DAVE DURAN Travis McDonald ANDREA Laura Harris (Anmk.: Die Credits sagen Jerry Thomas, nicht Jerry Stevens)