Duane Barry (2X05) Deutsches Dialogskript Transcription by: D_FOX fucks@uni-bonn.de for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Anmerkung: Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die hier verwendet werden, gehören zu Chris Carter und 1013 Productions. Das folgende Transcript beabsichtigt nicht, ein Ersatz für die Serie "Akte X" zu sein, es ist lediglich eine Hommage. Dieses Transcript ist weder von Chris Carter, 1013, noch Fox Entertainment genehmigt oder bearbeitet worden. Anmerkung des Transcripters: Da dies hier ein Transcript ist, verwende ich die Originalübersetzung der deutschen Fassungen der Folgen, nicht mögliche Übersetzungen des O-Tons, d.h das Copyright des Wortlautes gehört ebenfalls Cinephon. ----------------------------------------------------------------------- DUANE BARRY (2X05) The Truth is Out There <-PULASKI, VIRGINIA; JUNE 3, 1985-> (Ein Hund läuft in die Küche, um von seinem Futter zu fressen. Im Hintergrund hört man Stimmen aus dem Fernseher) STIMME MANN #1 Wo ist die Prinzessin und ihre Kleider? STIMME MANN #2: Bewegen Sie sich, Sie Fettsack! Suchen Sie die Gefangenen, suchen Sie die Gefangenen! STIMME MANN #1: Sir, ich bitte vielmals um Entschuldigung! Uns ist ein schrecklicher Fehler unterlaufen. (Der Hund läuft in einen anderen Raum.) STIMME MANN #3: Wir werden sofort versuchen, ihn wieder gut zumachen. STIMME MANN #1: Wo ist der König? STIMME MANN #4: Im Kronsaal, Sir. (Das Haus ist noch nicht vollständig renoviert. Planen bedecken die Wände, so als ob noch daran gearbeitet werden müßte. Der Hund läuft in ein Zimmer, in dem sein Herrchen - Duane Barry - auf dem Bett liegt.) STIMME MANN #5: Gut, ich werde ihn sofort aufsuchen. Ihr kümmert euch inzwischen um die Pferde STIMME MANN #4: Zu Befehl, Sir STIMME MANN #5: Vorwärts Leute! Folgt mir in den Kronsaal! (Aus dem Fernseher hört man das Klirren von Schwertern und den Klang von Fanfaren. Dann erlöschen die Stimmen. Absolute Ruhe füllt den Raum. Der Hund beginnt besorgt zu knurren, dann zu winseln. Schließlich rennt er aus dem Zimmer. Draußen sieht man die Umrisse seltsamer Gestalten. Auf einmal schreckt Duane auf, wissend was ihn erwartet.) DUANE BARRY: Ich kann nicht atmen. (Er beginnt zu zittern, jedoch unfähig sich kontrolliert zu bewegen. Licht durchflutet den Raum und wirft die Schatten von seltsamen Kreaturen an die Plastikplanen.) Nein! Nein! Nicht schon wieder! (Er fängt an wild zu schreien. Als die Gestalten sein Bett umkreisen, wird das Licht immer heller, gleißender. Vor der Tür sehen wir den Hund wie er ein Flugobjekt anbellt, das über dem Haus schwebt und einen Lichtkegel auf es gerichtet hat.) <-DAVIS CORRECTIONAL TREATMENT CENTER; MARION, VIRGINIA; PRESENT DAY-> (Ein Aufseher führt den an den Handgelenken gefesselten Duane Barry einen Gang hinunter - vorbei an anderen Patienten. An einer Tür angekommen klopft der Wärter an und bringt Duane hinein zu Doktor Hakkie.) HAKKIE: Hallo, Duane. Schön Sie zu sehen. DUANE BARRY: Freut mich auch Sie zu sehen, Doc. (Hakkie weißt den Aufseher mit einer Handbewegung an, den Raum zu verlassen und die Türe zu schließen.) HAKKIE: Wie geht's Ihnen heute so? DUANE BARRY: Ganz gut. HAKKIE: Warum setzen wir uns nicht, Duane? Ich möchte einiges mit Ihnen besprechen. DUANE BARRY: Okay. (Sie setzen sich auf zwei gegenüber stehende Stühle.) HAKKIE: Also, hier steht, hmm, daß Sie Ihre Medizin nicht nehmen wollen. DUANE BARRY: Ich mag's nicht, wie ich mich danach fühle. HAKKIE: In Ordnung. Lassen Sie uns darüber reden. Wir geben Ihnen diese Medizin aus einem bestimmten Grund, Duane, und zwar wegen Ihres Verhaltens. DUANE BARRY: Ich weiß. Ich weiß. HAKKIE: Weil wir nicht möchten, daß Sie wieder jemand verletzen. (Barry nickt.) Hören Sie diese Stimmen noch? DUANE BARRY: Ich bin nicht verrückt, Doc. Duane Barry ist nicht wie diese anderen Jungs. HAKKIE: Nein, jeder Patient ist hier anders. DUANE BARRY: Sie kommen wieder. Sie kommen wieder, das spüre ich. Sie werden Duane Barry zu diesem Ort bringen. HAKKIE: Niemand kommt, Duane. (Barry beginnt auf seinem Stuhl hin und her zu rutschen.) DUANE BARRY: Niemand kann Sie aufhalten. HAKKIE: Ich werde Ihnen jetzt eine Spritze geben. (Er steht auf und geht zu seinem Schreibtisch.) Ich glaube Sie brauchen nur etwas Ruhe. (Er zieht eine Spritze auf. Barry schaut auf den Stift, der auf dem Tisch liegt.) Danach werden Sie schlafen können,...und wenn Sie aufwachen, werden Sie feststellen, daß wir es nicht zulassen, daß Ihnen jemand etwas tut. Okay, Duane? (Als er sich herumdreht, sieht er Duane Barry aus der Tür gehen.) Duane? (Er läuft ihm hinterher. Duane nähert sich einem Wärter und sticht ihm mit dem Stift zuerst in den Rücken und dann in den Nacken. Dann greift er dessen Waffe und richtet sie auf die anderen Insassen.) Duane! (Duane dreht sich herum und zielt auf Dr. Hakkie.) DUANE BARRY: Verschwinden Sie! Gehen Sie weg! (Der Doktor geht langsam mit erhobenen Händen auf ihn zu.) HAKKIE: Legen Sie die Waffe weg, Duane. DUANE BARRY: Her mit den Schlüsseln! HAKKIE: Duane... DUANE BARRY: Geben Sie mir die verdammten Schlüssel! ANDERER PATIENT: Ja! Gib's ihm! (Die Alarmsirene beginnt zu heulen. Duane rennt in Panik zu Dr. Hakkie.) HAKKIE: Nein! Nein! (Barry schlägt ihm mit dem Kolben auf den Schädel.) DUANE BARRY: So oder so, Doc, wir gehen hier zusammen raus. Ist das klar? Also los, vorwärts! Gehen wir! <-WASHINGTON, D.C.; AUGUST 7, 1994-> (Krycek kommt in die Schwimmhalle in der Mulder, mit einer roten Speedo-Badehose bekleidet, seine Bahnen zieht.) KRYCEK: Agent Mulder! MULDER: Krycek, was gibt's denn? (Mulder kommt aus dem Becken.) KRYCEK: Es liegt was Besonderes an, und die wollen Sie dabei haben. (Sie verlassen gemeinsam die Halle.) MULDER: Worum geht es denn? KRYCEK: Es geht um eine Geiselnahme. MULDER: Und die wollen mich? KRYCEK: Ja. MULDER: Und wieso? (Mulder nimmt sein Handtuch, um sich die Haare und das Gesicht abzutrocknen.) KRYCEK: Der Kerl ist aus einem Irrenhaus abgehauen, hat sich mit 4 Geiseln in einem Hochhaus verschanzt und behauptet, er wäre von Außerirdischen ferngesteuert. <-DOWNTOWN RICHMOND, VA.; AUGUST 7, 1994-> (Auf den Häusern rundherum der Time Travel Agency sind Scharfschützen postiert. Als Mulder und Krycek vorfahren, ist die Polizei dabei, die interessierte Menschenmenge zurückzuhalten.) POLIZIST: Bleiben Sie zurück! Hier spricht die Polizei. Treten Sie bitte hinter die Absperrung zurück. Treten Sie bitte hinter die Absperrung zurück! (Ein Wagen des Sondereinsatzkommandos fährt vor. Polizisten steigen aus.) KRYCEK: Krycek, Mulder, F.B.I. Wo finde ich den Kommander? POLIZIST: Geradeaus und dann links, Sir. (Sie gehen in das Gebäude, in dem rege Betriebsamkeit herrscht.) MANN #1: Ja schön. Dann ist ja alles klar. MANN #2: Lucy, hier... (Er überreicht Lucy Kazdin eine Akte. Sie schaut diese kurz an, dreht sich um, entdeckt Krycek and Mulder am Eingang und geht ihnen entgegen, um Mulders Hand zu schütteln.) LUCY KAZDIN: Agent Mulder? MULDER: Ja. LUCY KAZDIN: Lucy Kazdin, Einsatzleitung. Danke, daß Sie gekommen sind. MULDER: Das ist Agent Krycek. LUCY KAZDIN: Kommen Sie! Ich zeige Ihnen, was wir haben. (Sie geht zu einer Tafel. Agent Rich ist auch da. Auf der Tafel stehen unter anderem vier einzelne Worte geschrieben: honesty (Ehrlichkeit), containment (Zurückhaltung), conciliation (Schlichtung) und resolution (Entschlossenheit).) Sein Name ist Duane Barry. Er ist mit einer 9 Millimeter Smith & Wesson bewaffnet und hat 9 Kugeln im Magazin. Wir glauben, daß er von der Waffe Gebrauch machen wird und keine Angst hat zu sterben. MULDER: Und was fordert er? LUCY KAZDIN: Er fordert freies Geleit für sich und eine Geisel, einen Nervenarzt namens Hakkie. MULDER: Freies Geleit wohin? LUCY KAZDIN: Er möchte den Arzt dorthin mitnehmen, wo er von Außerirdischen entführt wurde. Er weiß bloß nicht mehr genau wo das ist...Also hat er sich in ein Reisebüro verschanzt. MULDER: Ist er sonst klar? LUCY KAZDIN: Ja, aber er ist von seinen Medikamenten runter, also manisch. Er redet ständig über Peilgeräte, die in seinem Körper stecken und noch viel anderen Unsinn. MULDER: Und das wäre? LUCY KAZDIN: Dieser außerirdische Entführungsblödsinn, über den Sie ja wohl mehr wissen. MULDER: Ja, ja. Aber ich bin noch nie bei einer Geiselverhandlung dabei gewesen. LUCY KAZDIN: Ach, wir helfen Ihnen da schon. Agent Rich ist unser beratender Kommander. Wir werden Sie beide unterstützen. (Rich steht neben ihr.) RICH: Was Mister Barry jetzt braucht, ist ein Freund. Jemanden, der vorgibt ihn zu verstehen und deshalb an seine Vernunft appellieren kann. (Mulder nickt. Rich schaut zu Kazdin.) MULDER: Wissen wir etwas über seine Entführungserlebnisse? LUCY KAZDIN: Sie glauben diesen Quatsch wirklich, Agent Mulder? MULDER: Ist das ein Problem für Sie? LUCY KAZDIN: Wir sind alle hier, um Leben zu retten. Sie werden die Verhandlung sofort aufnehmen. Wir werden Ihre Fortschritte alle drei Stunden neu bewerten und lassen unseren taktischen Kommander auf Grund dessen über den Einsatz von Gewalt entscheiden... (Die anderen Agenten begeben sich wieder an die Arbeit. Mulder geht auf sie zu.) MULDER: Wenn dieser Mann ein Entführter ist, würde ich gerne mehr über ihn wissen - seine persönliche Geschichte. Denn jede Entführung verläuft anders. LUCY KAZDIN: Dieses Material wurde uns nicht zur Verfügung gestellt. MULDER: Hat niemand seine Akten aus dem Krankenhaus angefordert? LUCY KAZDIN: Hören Sie, Agent Mulder. Dieser Kerl ist ein Irrer. Ihre Aufgabe ist es, ihn am Telefon festzuhalten, und je länger wir das tun, desto größer ist die Chance, daß er niemand tötet. Wenn wir als erstes einmal eine Freud'sche Analyse machen, haben wir als nächstes vielleicht vier tote Geiseln. Also, erfinden Sie von mir aus irgend etwas über UFOs oder kleine grüne Männchen aus dem Weltraum. Nur beschäftigen Sie ihn! (Sie läßt ihn stehen.) <-TRAVEL TIME TRAVEL AGENCY-> (Bob sitzt auf dem Boden und betrachtet Duane. Seine Mitgefangenen, Kimberly and Gwen, sitzen neben ihm. Hakkie ist an einen Stuhl gefesselt.) BOB: Sollen wir etwa die ganze Nacht auf dem Boden sitzen bleiben? (Duane schlägt ihn mit dem Handrücken, so daß die Frauen nach Luft schnappen. Duane beugt sich zu ihm.) DUANE BARRY: Ich hatte doch gesagt, Ihr sollt die Klappe halten! GWEN: Wir haben doch alle Familien, um Gottes Willen! (Barry steht auf.) HAKKIE: Duane? Verletzen Sie niemanden, bitte! (Barry nähert sich ihm, um ihn am Kragen zu packen.) DUANE BARRY: Ihnen werde ich schon nichts tun, Doc. Weil Sie dieses Mal mit Duane Barry mitgehen werden. Und dann können Sie sehen, wie das ist, und daß es war ist! (Das Telephon klingelt. Schnitt zur provisorischen FBI Zentrale. Mulder sitzt. Daneben stehen Rich und Kazdin. Alle tragen Headphones. Duane nimmt ab.) MULDER: Duane? DUANE BARRY: Ja? MULDER: Hier ist Special Agent Fox Mulder. (Mulder schaut auf seinen Notizblock mit Anweisungen.) Ich möchte versuchen Ihnen zu helfen. (Schnitt zu Duane Barry, immer noch telefonierend.) DUANE BARRY: Ach ja? Und wie? Wir sitzen hier nur und warten auf unsere...Reisepläne. (Schnitt zu Mulder, der beim Sprechen alle paar Sekunden kurz auf seine Notizen schaut) MULDER: Ich weiß, was Sie gerade durchmachen, Duane. Ich möchte nur sichergehen, daß Sie kriegen, was Sie wollen und, daß... (Er schaut zur Tafel. Kazdin deutet auf die Namen der Geiseln, die auf ihr geschrieben stehen.) ...Bob, Kimberly, Gwen und Doktor Hakkie nichts zustößt. (Schnitt zu Duane, der ungehaltener wird.) DUANE BARRY: Sie wollen wissen, was ich durchmache? Sie glauben zu wissen, was Duane Barry gerade durchmacht? Sie wissen einen Dreck! (Schnitt zur Einsatzzentrale. Kazdin beobachtet Mulder und seine Reaktionen. Mulder steht inzwischen.) MULDER: Ich weiß, daß Sie Angst haben, Duane, und daß Sie wollen, daß das einen guten Ausgang nimmt. (Schnitt zu Duane, der sich etwas beruhigt hat.) DUANE BARRY: Ja, genau. So daß die mich wieder...in die Klapsmühle stecken können,...wo ich nun mal hingehöre! (Schnitt zu Mulder.) MULDER: Wir sind jetzt nur um Ihre Sicherheit besorgt, Duane. Und die Ihrer Geiseln. (Schnitt zu Duane, der durch die Gardinen hinüber zu Mulder auf der anderen Straßenseite schaut.) DUANE BARRY: Hey... wie heißen Sie? Mulder? Ich kenne die Routine. (Er verläßt das Fenster.) Ehrlich erscheinen, zur Mäßigung raten,... (Schnitt zu Mulder, der in Duanes Worten die an der Tafel geschriebenen erkennt. Er schaut überrascht zu Kazdin.) ...Beschwichtigend einwirken. Hab' ich noch was vergessen? MULDER: Sie können mir vertrauen, Duane. (Schnitt zu Duane, dessen Wut wieder wächst.) Ich kenne viele Menschen, die ähnliches wie Sie durchgemacht haben. DUANE BARRY: Sie wollen etwas für mich tun, Agent Mulder? Dann halten Sie mal schön Ihre Hunde an der Leine. (Schnitt zu Mulder, der wütend zu Kazdin geht.) Wenn Sie versuchen mich auszuräuchern oder sonst irgendeine Dummheit machen,... (Schnitt zu Duane. Die Geiseln kauern sich in einer Ecke zusammen.) ...dann sterben diese Leute hier. Sie kriegen mich nicht noch mal, verstehen Sie? Die sollen sich jemand anderes holen! (Schnitt zu Mulder.) MULDER: Niemand wird irgend etwas versuchen, Duane. (Duane legt auf. Das Besetztzeichen ertönt. Mulder streift sich das Headset übers Ohr und blickt wütend zu Kazdin.) Wer ist dieser Mann? Er ist beim FBI, nicht wahr? LUCY KAZDIN: Er war beim FBI. MULDER: Und Sie hielten das nicht für erwähnenswert? LUCY KAZDIN: Er hat das FBI schon 1982 verlassen. Er wandert seit 10 Jahren von einer Anstalt zur nächsten. Also spielt das wohl keine Rolle! (Mulder legt das Headset auf seinen Tisch.) MULDER: Es geht bloß darum, daß sich das FBI die Blamage ersparen möchte: Wir passen schon auf unsere Leute auf! LUCY KAZDIN: Die wollen, daß wir die Sache so glatt und elegant wie möglich hinbekommen. MULDER: Tse, dann war das aber ein Kavalierstart! RICH: Solche Verhandlungen entwickeln sich eben, Agent Mulder. MULDER: Wenn Sie nur jemanden brauchen, der Ihr Drehbuch ließt, hätten Sie mich nicht herkommen lassen müssen. RICH: Diese Methode hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen, das Vertrauen des Geiselnehmers zu gewinnen. MULDER: Nein, nein! Dieser Mann fürchtet sich. Und Sie können sein Vertrauen nur gewinnen, wenn Sie zu verstehen versuchen, wovor er sich fürchtet. (Rich schüttelt verärgert sein Kopf.) Haben Sie je mit einem Entführten gesprochen, Agent Kazdin? Schon mal gehört, daß man denen bei vollem Bewußtsein das Gehirn durch die Nasenflügel abgesaugt haben soll. Wollen Sie wissen ,was Sie mit den Eierstöcken einer Frau machen...? (Sie schaut schnell zu ihm.) LUCY KAZDIN: Nicht unbedingt, Danke. MULDER: Vielleicht begreifen Sie ja dann, daß Sie Ihre Methode ein bißchen ändern müssen. (Er rennt hinaus ohne auf Krycek zu achten. Sie nimmt nun auch ihr headset ab, während die übrigen Agents aus ihrer Starre zu erwachen scheinen und sich wieder ihren Aufgaben widmen.) KRYCEK: Kann ich irgend etwas tun? LUCY KAZDIN: Ja, wie war Ihr Name noch mal? KRYCEK: Krycek. LUCY KAZDIN: Krycek, haben Sie einen Notizblock? KRYCEK: Ja. (Er nimmt in aus seiner Innentasche.) LUCY KAZDIN: Ich möchte einen doppelten Cappuccino mit Vanillezucker, Agent Rich? (Rich winkt ab. Sie geht. Krycek steckt den Block leicht grinsend wieder zurück.) RICH: Nein, danke. <-FBI HEADQUARTERS; WASHINGTON, D.C.-> (Scully schaut sich die Nachrichten an.) REPORTER IM TV: ...er hat sich mit seinen Geiseln dort verschanzt. Wie Sie sehen können, haben Scharfschützen auf allen umliegenden Gebäuden Stellung bezogen. So weit wir wissen... (Das Telephon klingelt, und sie nimmt ab.) SCULLY: Scully. MULDER: Ich bin's. Ich bin in Virginia. SCULLY: Ja, ich weiß. Ich hab's grad im Fernsehen gesehen. Was geht denn da vor? MULDER: Ja, was sagen denn die Medien? SCULLY: ...,daß sich in dem Reisebüro ein ausgebrochener Psychopath mit vier Geiseln verschanzt hätte. (Schnitt zu Mulder, der in einiger Entfernung zu den Kollegen mit seinem Handy mit ihr spricht.) MULDER: Sie wissen also nicht, daß er mal beim FBI war und behauptet von Außerirdischen entführt zu sein? SCULLY: Ist das Ihr Ernst? MULDER: Ja, sein Name ist Duane Barry, und ich brauche Ihre Hilfe. (Schnitt zu Scully, die gerade ihren Computer hochfährt.) Sie müssen herausfinden, was mit ihm passiert ist. Es geht mir um Abschriften von Therapiesitzungen,... (Schnitt zu Mulder.) ...hypnotische Regression... Alles über das Erlebnisse seiner... (Plötzlich gehen alle Lichter aus. Stimmengewirr ist zu hören. Schnitt zu Scully.) SCULLY: Mulder? (Schnitt zu Mulder.) MANN: Was ist los? MULDER: Hier ist gerade der Strom ausgefallen. (Die Lichter im ganzen Gebäude gehen aus, aufmerksam von den Scharfschützen verfolgt.) MANN #1: Was ist den jetzt auf einmal los. (Der Springbrunnen zwischen dem Reisebüro und der Einsatzzentrale hört auf zu sprudeln. Duane beginnt nervös mit seiner Waffe umherzuwedeln. Gwen schreit. Die Agenten schauen aus dem Fenster auf die letzte verbliebene Lichtquelle - die Scheinwerfer der Polizeiwagen.) MANN #1: Taktikeinheit. Was treibt ihr Jungs denn da bloß? TAKTISCHER KOMMANDEUR: Nichts, absolut nichts! (Draußen erscheint ein helles Licht, das die Agenten blendet.) (Das Licht erlöscht, während sich irgendwo ein Schuß löst. Die Agents suchen Deckung.) MANN #1: Runter! Alles hinlegen! Taktisches Kommando, es sind Schüsse gefallen. Lokalisieren und melden! Ich wiederhole: Lokalisieren und melden! (Duane schießt wie wild um sich. Jeder Schuß von Gwens Schreien begleitet. Sanitäter sammeln sich draußen.) TAKTISCHER KOMMANDEUR: Sofort Feuer einstellen! Wer hat gefeuert? MANN #1: Die Schüsse sind aus dem Reisebüro gekommen, Sir. RICH: Unsere Leitung ist zusammengebrochen. MANN #1: Es wurden entweder vier oder fünf Schüsse abgegeben! (Mulder geht zu Rich.) MULDER: Welche Nummer hat er? RICH: 555-2804. (Mulder beginnt zu wählen.) MANN #1: Ich wiederhole: Es wurden entweder 4 oder 5 Schüsse abgefeuert! LUCY KAZDIN: Da ist eine Trafo-Station durch geknallt. Wir haben im Umkreis von 2 Meilen Stromausfall. (Duane nimmt ab.) MULDER: Duane? (Schnitt zu Duane.) DUANE BARRY: Ich hab' Ihnen gesagt. MULDER: Sind alle in Ordnung, Duane? DUANE BARRY: Sie haben mir nicht geglaubt, nicht wahr? (Schnitt zu Mulder.) MULDER: Doch, doch ich glaube Ihnen. Ich will nur wissen, ob jemand... (Schnitt zu Duane, der auf und ab schreitet.) ... angeschossen wurde. (Duane schaut hinunter zu Bob, der stark blutet. Gwen kümmert sich um ihn.) GWEN: Ich brauche Handtücher! Kimberly? Kimberly? Er wird uns noch verbluten! (Sie schaut zu Kimberly, die regungslos dasitzt.) DUANE BARRY: Ich glaube wir brauche hier einen Arzt. (Mulder runzelt mißbilligend die Stirn. Ein Techniker stöpselt einen kleinen drahtlosen Empfänger in Mulders Ohr, während er mit dem anderen den Instruktionen eines anderen folgt.) TAKTISCHER KOMMANDEUR: Sie werden auf diesem Ohr kaum noch etwas hören, was rund um Sie vorgeht, und Ihr Gleichgewichtssinn ist beeinträchtigt. Besonders, wenn Sie sich schnell bewegen oder überhaupt körperlich anstrengen müssen. Wenn Sie gefangen genommen oder aus irgendeinem Grund festgehalten werden, können wir Sie warnen, wenn wir einen taktischen Eingriff planen. Und vergessen Sie nicht, er hat noch 4 oder 5 Kugeln übrig. (Er bearbeitet Mulders Hemd) Im Hemdkragen ist ein drahtloses Mikrophon versteckt. Wenn Sie in normalem Tonfall sprechen, können wir jedes Wort, das Sie im Umkreis von 100m sagen (Mulder zieht sich sein Sanitäterhemd darüber.) Versuchen Sie alles, um diese Geräte verborgen zu halten. Wenn Sie ein Telefon an dieses Ohr halten, verursacht es eine Rückkopplung, die verrät, daß Sie verkabelt sind. (Kazdin kommt auf ihn zu.) LUCY KAZDIN: Und Sie wollen das wirklich tun? MULDER: Ja. (Zusammen mit dem Taktischen Kommander und einem anderen Mann gehen sie los.) LUCY KAZDIN: Ihre Aufgabe ist die medizinische Versorgung der Geisel. Alles andere ist nur ein Bonus. Sie gehen da rein und wieder raus. Sie dürfen nicht Ihr eigenes Leben riskieren, und was immer Sie auch glauben... MULDER: ...ich steige nicht mehr auf seine Wahnvorstellungen ein. Ich kann nicht verhandeln, wenn er denkt, daß ich ihm glaube. LUCY KAZDIN: Genau. (Sie zeigt auf den Mann neben ihr.) Das ist Agent Janus. Er ist ausgebildeter Sanitäter und wird die Geisel versorgen. Sie versuchen, mit Duane Barry zu reden. Wie ich schon sagte: Wenn er redet, erschießt er niemanden - und Sie auch nicht. TAKTISCHER KOMMANDEUR: Kommen Sie! Ich habe 3 Scharfschützen da draußen. Wenn Sie's irgendwie schaffen ihn an di Vordertür zu bekommen, dann brauchen wir nur noch einen Glückstreffer, und der Bursche ist außer Gefecht. Hier geht's raus! Ich mach' Ihnen die Tür auf. (Er berührt Mulders Genick. Da wo er Duane am liebsten Treffen würde. Mulder nickt. Mulder und Janus, der den orangefarbenen Notfallkoffer trägt, brechen auf.) SCHARFSCHÜTZE: Taktisches Kommando. Hier Dachposition. Wir können sie sehen. Sie sind jetzt am Brunnen vorbei und nähern sich dem Eingang. (Mulder klopft an die Tür.) DUANE BARRY: Schließen Sie nur die Tür auf, und kommen Sie wieder her! (Kimberly öffnet die Tür und setzt sich wieder. Mulder und Janus betreten den Raum.) MULDER: Duane? DUANE BARRY: Hände hoch! (Mulder hebt seine Hände. Duane, der im dunklen Teil des Raumes steht, zielt mit der Waffe auf ihn.) Stellen Sie die Tasche langsam auf den Boden. (Janus gehorcht.) MULDER: Wir sind unbewaffnet. (Duane tritt in das Licht.) Wir möchten nur dem Verletzten helfen. GWEN: Hier trüben ist er. (Mulder schaut zu Gwen, die sich um den am Boden liegenden Bob kümmert.) DUANE BARRY: Drehen Sie sich zur Tür 'rum! So ist es gut. (Sie folgen seinen Anweisungen. Duane durchsucht sie nach Waffen.) Sie sind unbewaffnet, häh? Sie sind vom FBI, nicht wahr? Haben Sie eine Waffe in der Tasche? MULDER: Nein. DUANE BARRY: Tragen Sie ein verstecktes Mikrophon? MULDER: Nein. Wir sind nur hier, um zu helfen. DUANE BARRY: Na schön... (Duane beendet die Leibesvisitation und tritt ein paar Schritte zurück. Schnitt zu der Einsatzzentrale, in der Kazdin, Rich und andere das Geschehen im Reisebüro durch Mulders Mikrophon verfolgen.) MULDER: Niemand wird etwas versuchen, Duane. LUCY KAZDIN: Sehr richtig, gut. Sie wollen mit ihm arbeiten! MULDER: Wir möchten nur, daß nicht noch jemand verletzt wird. (Im Reisebüro kümmert sich Janus um den Verwundeten.) DUANE BARRY: Machen Sie nur Ihre Arbeit, und dann gehen Sie wieder! (Duane geht zu Hakkie.) JANUS: Wie geht es ihm? GWEN: Es geht ihm schlecht. (Mulder und Janus schauen zu Bob.) JANUS: Hallo, ich bin Janus. Ich bin Sanitäter. Halten Sie durch! (Mulder wendet sich Duane zu.) MULDER: Die möchten mit Ihnen verhandeln, Duane. Aber Sie müssen ihnen entgegenkommen. Warum lassen Sie die anderen nicht laufen? DUANE BARRY: Der Arzt geht mit mir. MULDER: Dann lassen Sie doch die Frauen laufen. (Barry umgreift seine Waffe fester.) Waren Sie hier, Duane? Das Licht...waren die das etwa? DUANE BARRY: Versuchen Sie bloß nicht mich zu verscheißern! MULDER: Ich hab' doch vorhin gemerkt, als ich auf meine Uhr sah, daß wir Zeit verloren haben. Die Zeit blieb stehen. Ist das nicht immer so? (Duane sieht sich selbst laut schreiend auf seinem Bett liegen.) Duane? (Als Barry die Augen schließt, fährt sein Flashback fort. Flackerndes Licht umgibt ihn. Um ihn herum Gestalten, die ihn holen wollen. Duane schlägt die Augen auf, wieder in der Wirklichkeit angekommen, und schnappt nach Luft. Langsam geht er ein paar Schritte zurück.) DUANE BARRY: Das bilden Sie sich nur ein! MULDER: Ist das nicht, was man Ihnen immer sagt? Das bilden Sie sich nur ein? DUANE BARRY: Alles nur Einbildung, sagen sie. Die werden mir nur noch mehr Drogen eintrichtern! MULDER: Ich höre Ihnen zu, Duane. DUANE BARRY: Sie hören mir zu, weil ich auf Sie ziele. MULDER: Nein, ich glaube Ihre Geschichte. (Schnitt zu Kazdin.) LUCY KAZDIN: Nein! So verstärken Sie seine Psychose nur. MULDER: Ich weiß, daß Sie Angst haben. Ich kenne den Schmerz und die Furcht, die Sie empfinden müssen. LUCY KAZDIN: Jetzt hören Sie doch mal zu! (Schnitt zu Mulder.) Sie dürfen sich nicht mit ihm identifizieren! MULDER: Ich habe mit Entführten gesprochen, Duane. Mit Menschen wie Ihnen, denen niemand glauben wollte. (Duane beginnt zu entspannen. Janus ergreift Mulders Schulter und beugt sich zu seinem Ohr.) JANUS: Er muß schnell ins Krankenhaus gebracht werden, sonst stirbt er. (Er geht zurück zu Bob.) MULDER: Wieso lassen Sie den Mann nicht gehen? Es gibt doch keinen Grund, warum er sterben muß. Kommen Sie, Duane? Sie haben die Macht. Lasen Sie Ihn bitte gehen. (Duane starrt ihn an.) DUANE BARRY: Na schön. MULDER: Gut. Sie haben sich richtig entschieden. Und jetzt bringen wir ihn ganz vorsichtig zu Tür. DUANE BARRY: Nein! Der mit der Glatze kann gehen, aber Sie bleiben hier! Ich nehme Sie für den Glatzkopf als Geisel. (Schnitt zu Kazdin, die mit Rich spricht.) LUCY KAZDIN: Verdammter Mist! (Janus verläßt mit Bob das Reisebüro. Andere Agents kommen ihnen zu Hilfe.) MANN #1: Da kommen 2 raus. MANN #2:Los Leute! Schirmt sie ab! Gebt ihnen Deckung! Raus aus der Schußlinie! Sanitäter und eine der Geiseln... MANN #3: Keine Sorge! Jetzt kommt alles wieder in Ordnung... (Duane fesselt Mulder an einen Stuhl.) DUANE BARRY: Jetzt werden wir ja sehen, wie gut Sie als Lügner sind. MULDER: Ich hab' die Wahrheit gesagt, Duane. DUANE BARRY: Woher wollen Sie überhaupt wissen, was Duane Barry durchgemacht hat? Wie kann das irgend jemand wissen? MULDER: Es ist meiner Schwester zugestoßen. DUANE BARRY: Denken Sie bloß nicht, sie könnten lügen, um deren Leben zu retten. Ich will nichts weiter als Ehrlichkeit! Und ich bitte mir Respekt aus! (Hakkie hustet in seinen Knebel. Mulder nickt. Duane geht zu Hakkie.) Ich hab' all' das blöde Gequatsche satt... MULDER: Und wann passiert das, Duane? Wenn Sie Auto fahren? Oder nachts alleine im Bett liegen? Wann tauchen die bei Ihnen auf? Sie sind wie gelähmt, nicht wahr? Sie können sich nicht bewegen. Manchmal können Sie nicht mal atmen. Sie spüren... (Schnitt zu Kazdin, die alles andere als begeistert von Mulders Taktik scheint.) ...wie ein elektrischer Schlag durch Ihren Körper geht. Und dann sind sie da... LUCY KAZDIN: Er wird ihn dazu bringen völlig auszurasten. Ich hätte gerne ein Bild von dem, was da vorgeht. MANN: Ich wird' sehen, was ich tun kann. (Er eilt davon.) LUCY KAZDIN: Sie schlagen da einen gefährlichen Weg ein, Agent Mulder. (Schnitt zu Mulder. Duane steht genau vor ihm.) MULDER: Da sind Wesen, nicht wahr, Duane? Sind sie größer oder vielleicht kleiner als Menschen? DUANE BARRY: Nein, nein, nein! (Duane schließt die Augen, und die Erinnerungen kommen zurück: Aliens rütteln an seinen Wände, ein Surren liegt über dem Raum. Duane schaut mit weit geöffneten Auge wieder zu Mulder.) MULDER: Sie holen Sie, Duane, gegen Ihren Willen! GWEN: Er wird uns töten... (Mulder schaut sie nur kurz an, ohne mit dem Sprechen aufzuhören.) MULDER: Sie sind machtlos dagegen. Manchmal können Sie nicht mehr sprechen. Es ist immer dasselbe, und niemand kann Ihnen helfen. Wohin werden Sie gebracht? Haben die ein Raumschiff? Bringen die Sie zu ihrem Schiff, Duane? Wie gelangen Sie dorthin? Ist Ihnen klar, daß man Sie transportiert? (Duane bekommt wieder einen Flashback: Duane liegt in seinem Bett, von Aliens umgeben. Er atmet schwer, kaum in der Lage seine Augen offen zu halten. Das Licht verschlingt ihn. Schnitt in die Einsatzzentrale, in der alle das Treiben in dem Reisebüro verfolgen. Duane hat sich wieder gefangen.) DUANE BARRY: Nein, sie...ähm...sie reden mit Duane Barry. Aber sie sprechen nicht. (Schnitt zu Duane, der auf dem Boden sitz, den Rücken an einen Schreibtisch gelehnt.) Er kann hören, was sie sagen. Sie können seine Gedanken wie ein Buch lesen. MULDER: Das ist richtig! Entführte nennen es Abtasten. Es ist eine Art von Telepathie. DUANE BARRY: Ich hab' ihnen gesagt, daß ich nicht mit ihnen gehen will, aber sie hören nie auf mich... (Gwen vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen, wohingegen Kimberly gespannt zuhört.) Sie wissen, was ich sage, doch sie...sie machen ihre Arbeit einfach weiter... (Er steht langsam auf und zeigt auf Hakkie.) Sagen Sie ihnen, was ihre Arbeit ist! Sagen Sie es ihnen! MULDER: Sie holen Sie an Bord ihres Schiffes, um Versuche mit Ihnen anzustellen. (Duane nickt langsam.) DUANE BARRY: Sie haben mich festgeschnallt und (Er wendet sich wieder Hakkie zu.) mir Löcher in die verdammten Zähne gebohrt. (Rückblick: Duane ist auf einem Glastisch festgeschnallt. Er trägt ein schlaff herabhängendes weißes Hemd. Aliens sind überall um ihn herum. Sein Mund wird durch Metallklammern offen gehalten. Eine Maschine nähert sich ihm. Ein kleines Röhrchen fährt aus ihr heraus und stoppt wenige Zentimeter vor Duanes Mund. Ein rotes Licht - ähnlich dem eines Lasers - bohrt sich in seine Zähne. Rauch steigt aus seinem Mund. Duane versucht zu schreien, doch er bringt nur undeutliche Laute hervor. Wieder zurück bohrt ein Mann ein Loch in die Wand zum Reisebüro, um darin eine Minikamera zu installieren. In der Einsatzzentrale klingelt das Telephon, der Taktische Kommander nimmt ab.) TAKTISCHER KOMMANDEUR: Ja, danke. Wer hat hier Zeit mit Agent Scully zu sprechen? (Krycek kommt hinzu und nimmt den Hörer.) KRYCEK: Hallo Agent Scully, hier ist Alex Krycek. (Schnitt zu Scully, die auf ihren Computerbildschirm starrt.) SCULLY: Wo ist Mulder? (Schnitt zu Krycek.) KRYCEK: Er hat sich selbst gegen eine Geisel ausgetauscht. (Schnitt zu Scully.) SCULLY: Was? KRYCEK: Er ist da drin, mit Duane Barry. SCULLY: Sie müssen ihn da wieder raus holen! KRYCEK: Tja, wir arbeiten daran. SCULLY: Nein! Holen Sie ihn jetzt raus, es besteht höchste Gefahr, daß er umgebracht wird! KRYCEK: Wie können Sie da so sicher sein? SCULLY: Weil dieser Duane Barry nicht das ist, wofür Mulder ihn hält. (Auf ihrem Bildschirm ist ein Bild von Duane Barrys Gehirn zu sehen. Schnitt ins Reisebüro, wo sich Mulder und Duane gegenüber sitzen.) DUANE BARRY: Wie alt war Ihre Schwester als es geschah? MULDER: Sie war acht. DUANE BARRY: Ich hab' da manchmal Kinder gesehen, Mädchen und Jungs... MULDER: Und was machen die mit ihnen? DUANE BARRY: Sie werden untersucht. Verstehen Sie? Sie sind getestet worden. (Mulder bemerkt den Versuch der Agents die Kamera zu installieren, läßt jedoch seien Augen auf Duane gerichtet.) Sie sagen ihnen, daß sie nicht weinen sollen. MULDER: Tun sie ihnen weh? DUANE BARRY: Oh ja! Manchmal,...manchmal tut es furchtbar weh, und... und dann möchte man nur noch sterben, verstehen Sie? Wissen Sie wie das ist? Es ist, als würden Sie in den Lauf einer Waffe sehen und nicht wissen, wann sie losgehen wird. MULDER: Sie können die anderen gehen lassen, Duane. Lassen Sie die anderen gehen und nehmen Sie mich! (Barry lacht.) DUANE BARRY: UH-UH, die erzählen doch, was Sie gesagt, und dann kriegen Sie Ärger. (Er lacht weiter. Selbst Mulder muß schmunzeln.) MULDER: Das ist mir egal, Duane. DUANE BARRY: Nein, das will ich Ihnen nicht antun. Außerdem sind der Doktor und ich verabredet - das stimmt doch Doc, oder? (Mulder schaut zu dem zu Tode erschreckten Hakkie. Durch das gebohrte Loch in der Wand zum Reisebüro führen die Agents eine kleine Kamera ein. Ein Kollege am Monitor zeigt a, daß er ein Bild empfängt. Dort sieht man Mulder, der mit dem Rücken zur Kamera steht, Hakkie und die Frauen in der Ecke. Duane befindet sich nicht im Bild. Der taktische Kommander gibt Kazdin ein Standbild.) TAKTISCHER KOMMANDEUR: Wir haben jetzt ein Bild. Mulder ist hier - gegenüber vom Doktor. Die Frauen sind an der Nordwand. Nur die Ostwand können wir nicht sehen. Da muß sich Duane Barry aufhalten. MANN: Jetzt warten Sie doch mal! (Kazdin und der Kommander bemerken Scully, die mit einem Agent diskutiert.) SCULLY: Nein, ich glaube SIE verstehen nicht, was ich Ihnen sage. Ich bin gerade aus Washington her geflogen ... MANN: Wir stecken hier mitten in schwierigen... SCULLY: Na, dann lassen Sie mich mit jemanden sprechen, der hier das sagen hat. MANN: Ich hab' hier das sagen... (Krycek geht zu ihr herüber und legt ihr seine Hand auf die Schulter.) KRYCEK: Nun beruhigen Sie sich doch! (Sie stößt seine Hand weg.) SCULLY: Erzählen Sie nicht, ich soll' mich beruhigen. Ich gebe erst Ruhe, wenn sich jemand bereit erklärt mir mal zuzuhören! (Kazdin kommt dazu.) LUCY KAZDIN: Was für ein Problem gibt es hier? SCULLY: Ich bin Special Agent Dana Scully, und ich habe Informationen, die sehr wichtig für Ihre Verhandlungen sind. LUCY KAZDIN: Was für Informationen? SCULLY: Ich glaube, daß es sich hier eine gefährliche Fehleinschätzung gegeben hat! Dieser Mann, der behauptet, von Außerirdischen kontrolliert zu werden, leidet laut psychiatrischem Gutachten unter einer besonders seltenen Psychose. (Das Telephon klingelt. Scully legt Kazdin, die wieder am Schreibtisch sitzt, eine Akte vor.) Wie Sie aus seiner Krankengeschichte ersehen können, ist er 1982 in Ausübung des Dienstes angeschossen worden. Bei dem Kopfschuß wurden die Frontallappen bilateral von der Kugel durchbohrt. LUCY KAZDIN: Stimmt. SCULLY: Die Verletzung hat es ihm nahezu unmöglich gemacht, sich wieder in die Gesellschaft einzufügen. Der Grund dafür ist die Zerstörung des Moralzentrums seines Gehirns. Sehen Sie, vor fast 100 Jahren gab es einen berühmten Fall. Einem Mann namens Gage wurde die selbe Verletzung durch einen Blasrohrpfeil zugefügt. LUCY KAZDIN: Und was hatte das für Auswirkungen? SCULLY: Er wurde zu einem pathologischen Lügner. Er litt unter Wahnvorstellungen. Sein Verhalten wurde unter gewalttätig und bizarr eingestuft, und ihm wurde auch unterstellt, daß er seine Phantasien auslebte. LUCY KAZDIN: Wer hat Sie zu dem Fall hinzugezogen? SCULLY: Agent Mulder rief mich an. Wir waren mal Partner. LUCY KAZDIN: Tja, wenn das hier alles stimmt, dann hat er Ihren ehemaligen Partner ganz schön zum Narren gehalten. SCULLY: Kann ich ihm diese Informationen irgendwie zukommen lassen? (Im Reisebüro rollt Duane mit einem Schreibtischstuhl zu Mulder.) DUANE BARRY: ...übrigens weiß die Regierung bescheid! Leute von denen waren manchmal dabei, als sie mich geholt haben. Sie arbeiten sogar zusammen. Die haben so eine Art stillschweigende Übereinkunft. (In einer Rückblende sieht man zwei Männer in schwarzen Anzügen, die zuschauen wie Barry entführt wird.) MULDER: Wer aus der Regierung war dabei? DUANE BARRY: Ein Mann, das Militär, die stecken alle dahinter. (Schnitt zu der Einsatzzentrale. Auch Scully trägt nun ein headset.) Die Regierung weiß, warum sie hier sind, aber die trauen sich nicht die Wahrheit zu veröffentlichen. Also kooperieren sie. (Schnitt zu Mulder.) MULDER: Sie werden sich mit einer Lösung dieser Situation befassen müssen, Duane, früher oder später... DUANE BARRY: Ich bin müde. MULDER: Sie haben keine Wahl. Sie müssen ihnen sagen, was Sie tun wollen. DUANE BARRY: Ich will nur wieder zurück zu diesem Ort... MULDER: ...zu welchem Ort? DUANE BARRY: Wo alles anfing. Als sie das erste mal kamen und mich holten. MULDER: Und wo ist das? (Barry seufzt.) DUANE BARRY: Auf einem Berg. (Schnitt zu Scully, die angespannt zuhört.) Wir stiegen hoch...und höher... (Schnitt zu Barry.) ...noch höher und noch höher zu den Sternen. Ich werd' nicht wieder da hingehen. (Barry stöhnt. Schnitt zu Scully.) SCULLY: Mulder? Ich bin es. Hören Sie mir zu. Sie dürfen diesem Duane Barry nicht trauen. (Schnitt zu Mulder. Er kann Scullys Stimme hören.) Er ist ein hirngeschädigter Psychopath, der eine Kugel in den Kopf bekommen hat. Er ist nicht das, wofür Sie ihn halten. (Barry schreckt auf, fast so als ob auch er Scully hören könnte, und schaut zu Mulder.) DUANE BARRY: Was? MULDER: Wie finden den die sie jedesmal? DUANE BARRY: Durch Implantat. Am Gaumen, in den Nebenhöhlen... (Er zeigt auf beide Stellen. Dann zieht er sein Hemd leicht hoch und zeigt auf eine Narbe über seinem Bauchnabel.) ... und an meinem Bauchnabel. Das sind Peilgeräte. SCULLY: Mulder, er kann jeden Moment ausflippen. Er hat sich schon früher irrational und gewalttätig verhalten. (Schnitt zu Scully.) Sie müssen jetzt auf eine Lösung hinarbeiten. Sie haben sein Vertrauen. Sie müssen jetzt versuchen ihn zu einem Handel zu bewegen. (Schnitt zu Mulder, der über Scullys Worte nachdenkt. Er sieht zu Kimberly, die verängstigt ist, und Gwen, die alles geduldig über sich ergehen läßt.) MULDER: Warum lassen Sie die Frauen nicht gehen, Duane? Man wird mit Ihnen verhandeln, wenn Sie die Frauen gehen lassen. SCULLY: Das ist gut. Das ist gut, Mulder. (Schnitt zu Scully.) Die Eingreiftruppe geht soeben in Stellung, und wenn Sie ihn nicht dazu bringen können, die Geiseln freizulassen, dann werden die gleich versuchen sie zu befreien. (Schnitt zu Mulder.) MULDER: Die Frauen sind doch völlig wertlos für Sie. Warum lassen Sie sie nicht gehen? Das wäre eine kluge Entscheidung, Duane. DUANE BARRY: Na schön, aber er geht nicht. (Er deutet mit seinem Kinn auf Hakkie. Mulder nickt zustimmend. Duane sieht herüber zu den Frauen und steht auf.) Na los, verschwinden Sie. (Die Frauen sind zu verängstigt um sich zu bewegen.) Stehen Sie auf! Verschwinden Sie!. (Gwen nimmt Kimberlys Hand und beide machen sich auf den Weg. Plötzlich hält Kimberly an und schaut zu Duane.) KIMBERLY: Ich..ehm... (Sie räuspert sich.) Ich wollte Ihnen nur sagen, daß ich Ihnen glaube. (Als beide das Reisebüro verlassen, eilen Agents herbei, um ihnen zu helfen.) MANN: Schnell weg da! Kommen Sie hier lang! In Deckung! Sie... (Einige Männer betrachten sich den Raum durch die installierte Kamera.) SCHARFSCHÜTZE: Alles klar mit den Frauen. MANN: Ich kann ihn sehen. Er steht mitten im Raum. Er bewegt sich. (Das Sondereinsatzkommando bringt sich rund um das Gebäude in Stellung.) FRAU: Einheit 7-1-7, er kommt! Sie können von der Waffe Gebrauch machen, wenn Sie freies Schußfeld haben. SCULLY: Der Countdown läuft, Mulder. Die kommen jetzt zu Ihnen rein! (Ein Scharfschütze postiert sic so, daß er auf die Tür zielen kann.) SCHARFSCHÜTZE #1: Nummer 1 in Stellung. TAKTISCHER KOMMANDEUR: Er kommt auf Sie zu, Nummer 1. (Duane schaut Mulder besorgt an.) DUANE BARRY: Ich brauche ein Transportmittel. MULDER: Was wollen Sie, Duane? Ein Auto? DUANE BARRY: Ich weiß nicht. MULDER: Wissen Sie, wohin Sie wollen? DUANE BARRY: Das sagen die mir nicht. MULDER: Duane, Sie können hier nicht weg, wenn Sie nicht wissen, wo Sie hinwollen. (Der Scharfschütze ist in Schußposition. Mulder bemerkt dies am roten Zielpunkt, der auf Duanes Nacken tanzt.) Duane! DUANE BARRY: Was? MULDER: Kommen Sie her. (Duane kommt zu ihm.) MANN: Nicht feuern! Er ist aus der Schußlinie. (Kazdin und Scully sind stark angespannt.) MULDER: Ähm... ich möchte Sie etwas fragen. DUANE BARRY: Was denn? MULDER: Ich mußte, damit Sie mir glauben, zuerst Ihr Vertrauen gewinnen. Und jetzt möchte ich ein's von Ihnen wissen? Haben Sie irgendwas von all' dem erfunden? (Duane reagiert sehr verärgert.) DUANE BARRY: Sie nennen Duane Barry jetzt einen Lügner? MULDER: Nein... DUANE BARRY: Sie denken, ich hätte das alles erfunden. MULDER: Nein, das tue ich nicht! Es tut mir leid. DUANE BARRY: Es tut Ihnen leid? (Duane ist völlig außer sich. Bereit jeden Moment vollkommen auszuflippen.) MULDER: Duane, hören Sie mir mal für eine Sekunde zu! (Duane packt ihn am Kragen.) DUANE BARRY: Sie sind genau wie all' die anderen, nicht wahr? MULDER: Duane... DUANE BARRY: Sie sagen doch, Sie glauben mir... MULDER: Duane, ich glaube Ihnen ja... DUANE BARRY: ...tun Sie nicht! MULDER: Doch! DUANE BARRY: Sie lügen! MULDER: Nein, ich glaube Ihnen, Duane! (Die Verbindung wird auf Grund des lauten Geschreis schlechter. Scully und Kazdin seufzen, da sie nichts mehr verstehen können.) DUANE BARRY: Und ich habe Ihnen vertraut! MULDER: Duane, darf ich was sagen? Darf ich was sagen, Duane? Darf ich etwas sagen! Ich weiß, daß Sie müde sind, aber sie haben etwas vergessen, das wichtig ist. Nachdem Sie die Frauen gehen ließen, haben Sie die Tür nicht wieder zugeschlossen. Gehen Sie und schließen Sie die Tür, Duane! Gehen und schließen Sie die Tür! Schließen Sie sie! Die können sonst hier rein. Schließen Sie die Tür! (Duane beruhigt sich langsam, jedoch immer noch schwer atmend. Langsam geht er zur Tür. Der rote Zielstrahl leuchtet auf seinem Brustkorb. Mulder, der es lieber nicht so hätte kommen lassen, beobachtet ihn mitleidvoll. Duane bemerkt den Strahl, dann fällt ein Schuß und er sackt getroffen zusammen. Ihm wird schwarz vor Augen.) MANN #1: Vorwärts rein da! MANN #2: Was ist mit dem... (Wildes Stimmengewirr ist zu hören. Als die Sanitäter ihn in den Krankenwagen hieven, kann Duane nur verschwommen seine Umgebung wahrnehmen. Mulder und Scully schauen zu wie Duane abtransportiert wird. Mulder scheint die Entscheidung, Duane reinzulegen, zu bedauern.) MANN: Ich bitte um Bestätigung eines Code 3. SCULLY: Alles klar, Mulder? MULDER: Ja. SCULLY: Was immer sie jetzt denken, Sie haben richtig gehandelt. (Mulder nickt.) MULDER: Ja schon, nur leider glaube ich ihm. SCULLY: Manchmal möchte man so gerne glauben, daß man irgendwann vielleicht zu sehr sucht... (Der Krankenwagen wird angelassen, die Sirenen beginnen zu heulen und der Wagen setzt sich langsam in Bewegung.) <-JEFFERSON MEMORIAL HOSPITAL; RICHMOND, VA-> (Mulder geht langsam den Gang zu Agent Kazdin hinunter. Diese unterhält sich gerade mit einem Polizisten. Sie schütteln sich die Hände.) LUCY KAZDIN: Agent Mulder, danke, daß sie gekommen sind. (Gemeinsam gehen sie den Gang weiter.) MULDER: Ich war ganz überrascht, daß Sie mich angerufen haben. LUCY KAZDIN: Ja, so wie das ausgegangen ist, und was immer Sie von unserer Verhandlungsführung hielten, ich ...äh...ich hatte noch keine Gelegenheit Ihnen zu danken und Ihnen zu Ihrem Mut zu gratulieren. (Mulder lächelt.) Was ist? MULDER: Ich weiß auch nicht. Ich hab' gedacht, Sie wollten mir die Leviten lesen. LUCY KAZDIN: Och was. (Auch sie lacht ein wenig.) MULDER: Und wie geht es ihm? LUCY KAZDIN: Duane? Sein Zustand war sehr kritisch, aber jetzt geht es ihm besser. Sie haben ihn aber noch auf der Liste der kritische Fälle. (Sie kommen an seine Zimmertür und gehen herein. Innen liegt Duane in einem Bett. Er ist an etliche Geräte angeschlossen.) Ich hab' mich über seine Vergangenheit informiert. Sie war exemplarisch. Sein Unfall war ziemlich mysteriös. Er ist mit seiner eigenen Waffe angeschossen worden. Man hat ihn einfach liegen lassen. Er wurde nie mehr der Alte. Hatte alles verloren, Frau, Kinder, Haus... MULDER: Also, der ganz normale Wahnsinn. LUCY KAZDIN: Tatsächlich hatte ich Sie noch aus einem anderen Grund hergebeten. (Unsicher darüber wie sie es ausdrücken soll schreitet sie durch den Raum.) Auf den Röntgenbildern hat der Chirurg diverse Metallstückchen gefunden. Im Gaumen, in seinen Nebenhöhlen und eins am Bauchnabel. Ich hab' sie untersuchen lassen. Ich dachte, Sie würden es wissen wollen. Und er hat winzige Bohrlöcher in seinen hinteren linken und rechten Mahlzähnen. Ein Zahnarzt, der sie überprüft hat, sagte, sie hätten mit keinem gebräuchlichen Bohrer gemacht werden können. Jedenfalls nicht ohne den Zahn zu zersplittern und beschädigen. Ich hab' mir gedacht, Sie sollten das wissen. (Sie verläßt den Raum. Als die Tür sich schließt schaut Mulder wieder auf Duane.) <-FBI HEADQUARTERS; WASHINGTON, D.C.-> (Mulder und Scully sitzen sich gegenüber. Sie betrachtet sich eines von Duane Barrys Implantaten, das in einem Glasröhrchen steckt.) SCULLY: Das könnte ein Stück von einem Schrapnell sein. Duane Barry war, soweit ich weiß, in Vietnam. MULDER: Es war genau da, wo er es mir gesagt hat. Und in dem Gaumen und in den Nebenhöhlen auch. (Er zeigt beim Sprechen auf beide Stellen.) SCULLY: Und nun denken Sie, daß sie implementiert worden sind? MULDER: Wenn dem so ist, heiß das, daß Duane Barry die Wahrheit gesagt hätte. SCULLY: Oder eine Version der Wahrheit. (Mulder reibt sich die Augen. Sie schauen sich an.) Hören Sie. Ich kann das ja kurz in die Ballistik schicken. Die haben das im Nullkommanichts aufgeklärt. (Er steht auf und geht.) <-FBI HEADQUARTERS; WASHINGTON, D.C.-> (Der Ballistik-Experte betrachtet sich das Implantat unter einem Mikroskop.) BALLISTIK EXPERTE: Ich werde die Einstellung noch ein bißchen verändern. (Er sitzt neben Scully. Beide betrachten sich die Vergrößerung auf einem Computer Monitor.) SCULLY: Was halten sie davon? BALLISTIK EXPERTE: Kann sich um ein kleines Artilleriefragment oder eine Patronenhülse handeln. Die Ränder sind stumpf, aber es wahr bestimmt glühend heiß, als es eintrat. SCULLY: Das würde mir einleuchten. (Er drückt eine Taste und zoomt auf einen Teil des Implantates. Mit dem Stift weist er auf eine Markierung.) BALLISTIK EXPERTE: Sehen Sie sich das an! SCULLY: Was denn? BALLISTIK EXPERTE: Diese kleine Markierungen. Sehen Sie? Die hier. SCULLY: Mm-hmm. Sieht irgendwie aus wie ein Stempel. BALLISTIK EXPERTE: Als ob es eingraviert oder geätzt wurde. Eine sehr feine Arbeit. Das Quadrat, das wir betrachten, hat eine Kantenlänge von nur 10 Mikrometern. (Scully schaut leicht verwirrt auf den Bildschirm.) Sehr eigenartig. <-SUPERMARKET-> (Scully steht an der Expreßkasse. Die Kassiererin schiebt die Waren über den Scanner.) KASSIERERIN: Das macht 11,14. (Scully stellt einen Scheck aus, währen die Kassiererin ihre Einkäufe in Tüten packt.) In Ordnung. Danke. (Die Kassiererin nimmt die Geldschublade aus der Kasse und macht sich auf den Weg zur Zentralkasse. Im Hintergrund steht eine Frau am Zigarettenautomat.) WOMAN: Könnten Sie mir da bitte helfen...? KASSIERERIN: Ich komme gleich zu Ihnen. Ich muß das hier nur erst wegbringen. (Scully versichert sich, daß die Kassiererin weit genug entfernt ist. Dann nimmt sie das Implantat aus der Tasche und führt es über den Scanner. Die Maschine scheint zu spinnen und zeigt eine Kette von Zahlen und Zeichen. Dabei hört sie nicht auf zu piepen. Als die Kassiererin zu ihr zurückkommt, steckt Scully schnell das Implantat wieder ein.) Was ist passiert? Haben Sie irgend etwas angefaßt? SCULLY: Äh, nein! Ich weiß nicht was passiert ist. (Hastig nimmt sie ihre Tüten und geht.) <-JEFFERSON MEMORIAL HOSPITAL; RICHMOND, VA-> (Duane liegt immer noch im Koma. Seine Vitalzeichen scheinen sich normalisiert zu haben. Ein Krachen ist zu hören. Duane reißt die Augen auf und sieht um sich die Silhouetten von Aliens. Duane schnappt nach Luft und wacht dieses mal wirklich auf. Er steht auf und entledigt sich der an ihm befestigten Meßgeräte. Als er durch das Türfenster sieht, bemerkt er einen telefonierenden Polizeibeamten.) POLIZIST: Genau, in Ordnung. (Er hört ein Scheppern. Als er sich herumdreht kann er nur noch zusehen, wie ihn Duane Barry mit einem Feuerlöscher zu Boden schlägt. Er sinkt zu Boden. Barry läßt den Feuerlöscher fallen und macht sich aus dem Staub.) <-MULDER'S APARTMENT; WASHINGTON, D.C.-> (Draußen ist das Grollen eines Gewitters zu hören. Das Telephon klingelt und Mulders AB springt an.) MULDERS AB: Hallo, hier ist Fox Mulder. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht. (Der Signalton ist zu hören. Schnitt zu Scully, die mit dem Telephon in der Hand durch ihre Wohnung läuft - das Implantat anstarrend.) SCULLY: Mulder, ich bin es. Mir ist gerade etwas unglaublich merkwürdiges passiert. Dieses Metallstück aus Duane Barrys Körper ist ganz offensichtlich kodiert. (Schnitt in Mulders Apartment. Der AB nimmt weiterhin auf.) Ich hab' es auf einen Scanner gelegt, und es kam eine Art Seriennummer... (Schnitt zu Scullys Apartment.) ...raus. Was zum Henker ist das für ein Ding, Mulder? Es ist fast so, als wenn... Es ist fast so, als ob es jemand dazu benutzt hätte ihn zu katalogisieren. (Draußen ist ein Schlag zu hören, dann ein Rütteln. Ein Blitz erhellt das Fenster. Sie nähert sich dem Fenster, schiebt den Vorhang beiseite, immer noch am Telefonieren. Duane Barry schaut sie durch das Fenster an. Sie ringt um Luft. Schnitt zu Mulders Apartment. Durch den Lautsprecher des ABs sind die Scullys Schreie sowie das Splittern von Glas zu hören.) SCULLY: Mulder! DUANE BARRY: Komm! SCULLY: Ich brauche Ihre Hilfe! Mulder! (Die Kamera zeigt weiterhin Mulders AB. Man hört noch mehr Glas splittern, Scherben werden zertreten.) Mulder! "TO BE CONTINUED"