A k t e X - T h e X - F i l e s Akte 2X02 - DER PARASIT >The Host< Transcript von Robert B. http://akte-x.here.de http://dana-d.simplenet.com German Air Date: 14.09.95 USA Air Date: 23.09.94 ATLANTISCHER OZEAN 2 MEILEN VOR DER KÜSTE VON NEW JERSEY (Die Männer reden in russisch, ich schreibe hier nur die deutschen Untertitel auf.) ARBEITER (u): Maschinenraum! Dimitri! Ich hab' eine Aufgabe für dich. Das System hat einen Rückstau. Die Verstopfung muss beseitigt werden, bevor die Tanks gereinigt werden können. DIMITRI (u): Wieso muss immer ich so was machen? ARBEITER (u): Weil du jung bist. Und weil es eine fürchterlich stinkende Arbeit ist. LONSTREET MOTEL, WASHINGTON D.C. FBI-ABHÖRMITSCHNITT NR. 5A21147 1. MANN: Dave sagt, wir können das aufbringen, aber er findet die Kosten ein bisschen zu hoch. 2. MANN: Naja, Dave hält die Kohlen eben zusammen, aber wenn der so viel auftreibt, wärst du ein Narr, dir das entgehen zu lassen. 1. MANN: Naja, ich versteh' schon. Ich möchte nur... 2. MANN: ... nur was?! Ich meine, wenn du absahnen willst, musst du erstmal dein Fettgehalt testen. Du willst hier keinen Magerquark. 1. MANN: Nein, Mann. Die Voll-Fett-Stufe ist angesagt. Die Voll-Fett-Stufe ist angesagt. 2. MANN: Na siehst du. Und deswegen musst du ihn so richtig... BRISENTINE: Agent Mulder? MULDER: Ja BRISENTINE: Sie werden von diesem Auftrag entbunden. Agent Bozoff übernimmt für Sie. Sie müssen in einer dreiviertel Stunde am Flughafen sein. MULDER: Wo flieg' ich hin? BRISENTINE: Zu einem Mordfall in Newark, in New Jersey. MULDER: Bedienen Sie sich! BRISENTINE: Sie fliegen vom National ab und Ihr Kontakt in Newark ist Detecive Norman. MULDER: Und wie bin ich zu diesem Fall gekommen? BRISENTINE: Der stellvertretende Direktor Skinner hat Sie angefordert. MULDER: Skinner hat mich angefordert? NEWARK, NEW JERSEY FUNKSTIMME 1: Wagen 5-7, bitte geben Sie Ihren Standort durch. Wagen 5-7, wie weit sind Sie von der Mainstreet entfernt? FUNKSTIMME 2: Ja, ich habe Ihre Anfragen verstanden, ja, ich werde beim Conditioner nachfragen. FUNKSTIMME 1: Ja, wir werden sehen, was wir tun können. Wir schicken Ihnen noch einen weiteren Wagen zur Verstärkung. POLIZIST: Wenn Sie Detective Norman suchen, der ist da hinten. MULDER: Mulder, FBI. NORMAN: Das Spurensicherungs-Team ist gerade an der Arbeit. Die Leiche ist noch da, wo Sie gefunden wurde. Kenny! Das ist mal ein Fall, den ich gerne an euch abtrete. MULDER: Ohhhh... NORMAN: Passen Sie auf. MULDER: Ja, ich möchte nicht in irgendwas treten. NORMAN: Angeblich ist der Gestank halb so schlimm, wenn man nicht durch den Mund atmet. MULDER: Aha, ... alles Lüge. Wer hat die Leiche gefunden? NORMAN: Kanalarbeiter. Sieht aus, als würde sie schon 'ne Weile hier liegen. MULDER: Hatte er einen Ausweis? NORMAN: Nein. Und eine Identifizierung dürfte schwierig sein. Die Vorderseite des Körpers ist ziemlich weggefressen. Sollen wir ihn mal für Sie umdrehen? MULDER: Nein, ich glaub' Ihnen jedes Wort. NORMAN: Hey, Agent Mulder?! Was passiert denn nun mit der Leiche? MULDER: Wickeln Sie sie ein und schicken Sie sie ans FBI, zu Händen von Direktor Walter Skinner. FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. SEKRETÄRIN: Ja, Sir. SKINNER: Danke. MULDER: Ich muss Ihm sprechen. SEKRETÄRIN: Tut mir leid, Mr. Skinner ist gerade unabkömmlich. Wenn Sie sich so lange hinsetzen ... MULDER: Würden Sie ihm sagen, dass ich Ihn dringend sprechen muss, sofort. SEKRETÄRIN: Ich versuch's. <öffnet die Tür wieder.> Entschuldigen Sie, Mr. Skinner. Tut mir leid, Sie zu stören. Aber Agent Mulder möchte Sie gern sprechen. SKINNER: Gibt es ein Problem, Agent Mulder? MULDER: Ja, durchaus. SKINNER: Dann machen Sie einen Termin aus. MULDER: Es ist nicht ganz leicht, einen Termin auszumachen, wenn man bis zum Hintern in stinkenden Abwässern steckt und von einem sinnlosen Auftrag zum anderen gehetzt wird. SKINNER: Wie bitte? MULDER: Was ist meine nächste Strafe? Muss ich demnächst Klos mit 'ner Zahnbürste putzen? SKINNER: Nun ist aber Schluss, Agent Mulder! MULDER: Das glaube ich auch. SKINNER: Na schön, kommen Sie in mein Büro, Agent Mulder. Agent Mulder, würden Sie uns bitte darüber informieren, warum Sie Ihre Arbeit an dem Mordfall in New Jersey für sinnlos halten?! MULDER: Es scheint mir hier eher um ein Opfer aus dem Drogenmilieu zu gehen, als an einem Fall, an dem das FBI normalerweise Zeit und Personal verschwendet. SKINNER: Also, Agent Mulder. Sie mit Ihren letzten Geschichten dürfen sich wirklich kein Urteil über Zeit- und Personalverschwendung des FBI erlauben. MULDER: Sir, meine Arbeit an den X-Akten ... SKINNER: Die X-Akten sind aber geschlossen, Agent Mulder. Sie werden Ihre neuen Aufträge ausführen. Und Sie werden sie nach bestem Gewissen untersuchen, ist das klar? MULDER: Ja. SKINNER: Und ich erwarte täglich einen Arbeitsbericht über Ihren derzeitigen Mordfall. Danke, das wär's dann. SCULLY: Ist dieser Platz noch frei? MULDER: Ja, aber ich muss Sie warnen: Ich mache eine gewaltbereite Phase durch. SCULLY: Ich bin ja bewaffnet, also werd' ich's mal riskieren. MULDER: Na dann. SCULLY: Wie ich höre, sind Sie heute ganz schön mit Direktor Skinner aneinander geraten. MULDER: Es fällt manchmal nicht leicht, den Diener zu machen, und noch freundlich dabei zu lächeln, wenn das befohlen wird. Verstehen Sie? SCULLY: Es ist ja nicht gerade so, als ob Sie je versucht hätten, sich dem Laden anzupassen. MULDER: Nein. Und darüber denk' ich ziemlich oft nach. Ich denk' darüber nach, weg zu gehen. SCULLY: Vom FBI? Was wollen Sie denn machen? MULDER: Ich möchte meine Arbeit über paranormale Phänomene fortsetzen. SCULLY: Sie könnten sich ja nach Quantico zurück versetzen lassen. In die Abteilung für Verhaltenswissentschaften. MULDER: Die wollen nicht, dass wir zusammen arbeiten, Scully. Aber genau das wäre für mich der einzige Grund, doch nicht zu gehen. SCULLY: Und was ist mit dem Fall, den Sie bearbeiten? MULDER: Hmm, der ist 'ne Null. SCULLY: Was ist mit der Leiche? MULDER: Die müsste jetzt schon in unserem forensischen Labor sein. Hören Sie, ich weiß, was Sie vorhaben! SCULLY: Wenn man mich lässt, dann mache ich vielleicht die Autopsie. MULDER: An dieser Sache ist nichts dran! Skinner hat damit nur die Absicht, mir eins auszuwischen. Das ist eine Strafaktion. SCULLY: Es ist doch ein Mordfall, oder nicht? FBI-AKADEMIE QUANTICO, VIRGINIA SCULLY: Ohhhm... Protokoll der Untersuchung und Autopsie der unbekannten Leiche Nr. 1-0-1-3-5-6. Fall Nummer D-P-1-1-2-1-4-8. Special Agent Fox Mulder ermittelt in dieser Sache. Der Körper ist der eines erwachsenen Mannes und er befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Verwesung. Sein Gewicht kann höchstens 165 Pfund betragen. Er ist ungefähr 1,80 groß. Die noch intakten Hautpartien sind aufgrund einer längeren Verweildauer des Körpers in einer hochgradig bakteriellen Umgebung fleckig und verfärbt. Die Ursache und der Zeitpunkt des Todes sind unbekannt. Es gibt ein mögliches Identifizierungsmal am rechten Unterarm. Die Körperhöhlen scheinen völlig normal ausgebildet zu sein. Der Zustand der inneren Organe ... entspricht dem Grad der Verwesung. Die Leber zeigt ein paar knötchenartige Verhärtungen, die auf beginnenden Alkoholismus hinweisen. NEWARK, NEW JERSEY ARBEITER 1: Ist unterwegs. CRAIG: Ich hab's schon. ARBEITER 1: Zieh das Seil ruhig ganz aus. CRAIG: Alles klar. ARBEITER 1: Das müsste reichen. CRAIG: Ich brauch'n großes Reparaturgitter und 'ne Menge Bindedraht. ARBEITER 1: Da muss ich noch mal zum Wagen rauf gehen. CRAIG: Hey ! Hilfe ! ! ! Hey ! Hilfe ! ! ! Hey ! ARBEITER 1: Hier, halt dich fest ! Hey ! Festhalten! Komm' schon. Halt dich am Seil fest! Mach schon, ich werd' dich hochziehen! Halt dich gut fest, halt dich gut fest! Ich hol' dich da raus... Gleich hab' ich dich. Gleich hast du's geschafft. Mein Gott! Ich geh' Hilfe holen. KRANKENHAUS VON MIDDLESEX COUNTY SAYREVILLE, NEW JERSEY DR. ZENZOLA: Ich werde Ihnen als Vorsichtsmaßnahme eine Tetanus-Spritze geben. CRAIG: Haben Sie vielleicht auch was, womit ich den widerlichen Geschmack im Mund loswerde? DR. ZENZOLA: Ach ja?! Lassen Sie mich mal sehen. Aaaaaaa ... Irgendwelche Schluckbeschwerden? CRAIG: Ah-ah ("Nein") DR. ZENZOLA: Das vergeht schon wieder. Agent Mulder? MULDER: Ja. DR. ZENZOLA: Die Polizei von Newark hat mich an Sie verwiesen. Ich bin überrascht, dass das FBI was mit dieser Sache zu tun hat. Gibt es hier etwas, das ich wissen sollte? MULDER: Ich weiß es nicht. Vielleicht können Sie mir das sagen? DR. ZENZOLA: Der Patient ist ein Kanalarbeiter. Er behauptet, er wäre da unten von irgendetwas angegriffen worden. MULDER: Angegriffen? Wodurch? DR. ZENZOLA: Das haben wir bis jetzt noch nicht rausgefunden. Zuerst dachte ich, er wollte bloß krank geschrieben werden, aber jetzt scheint er mir doch die Wahrheit zu sagen. MULDER: Wie ist sein Zustand? DR. ZENZOLA: Eigentlich zufriedenstellend. Ich hab' ihm starke Antibiotika verabreicht. Und wir testen ihn auf Hepatitis. Er hat eine merkwürdige Wunde auf dem Rücken. MULDER: Was für eine Wunde? DR. ZENZOLA: Es könnte sich um eine bakterielle Infektion handeln. Offen gestanden, könnte ich nicht sagen, dass ich so was ähnliches schon mal gesehen hätte. Das ist Agent Mulder vom FBI MULDER: Irgend 'ne Ahnung, was Sie angegriffen hat? CRAIG: Ja, ich glaube, das war vielleicht 'ne Python. MULDER: Ein Python?! CRAIG: Oder 'ne Boa Constrictor. Vermutlich hat da jemand seinen Privatzoo durchs Klo entsorgt. Vor einigen Jahren fanden wir da mal einen Alligator. Die war vielleicht stark, kann ich Ihnen sagen, die wollte mich gar nicht mehr loslassen. DR. ZENZOLA: Das sieht wie ein Biss aus. MULDER: Ooh, entschuldigen Sie! Mulder. SCULLY: Mulder, ich bin's. Ich muss sie sprechen. Ich hab hier etwas, das Sie sich ansehen sollten. MULDER: Und was ist das? SCULLY: Ich habe einen Parasiten in ihrer Leiche gefunden. Den lasse ich gerade untersuchen, aber ich müsste schon mehr wissen, bis Sie wieder hier sind. MULDER: Ich bin hier oben in Jersey, aber ich kann in einer Stunde ein Flugzeug nehmen. CRAIG: Und wann kann ich hier raus? Ich würde gern nach Hause gehen. MULDER: Ach, entschuldigen Sie! Es ist jetzt ein ungünstiger Zeitpunkt, Scully. MR. X: Mister Mulder? MULDER: Ja MR. X: Ich glaube Sie sollten wissen, dass Sie einen Freund beim FBI haben. MULDER: Wer ist denn da? ZENZOLA: Agent Mulder?! MULDER: Ähh, ja? ZENZOLA: Falls Sie keine weiteren Fragen haben, entlasse ich diesen Mann. MULDER: Okay, tun sie das. FBI-AKADEMIE QUANTICO, VIRGINIA SCULLY: Schließen sie die Tür. Das ist eine Tubellarie, oder gemeinhin bekannt als Strudelwurm oder Plattwurm. MULDER: Das war also dieser Parasit?! SCULLY: Hmm, offenbar hat er sich an den Gallengang geklammert und von dort aus von der Leber ernährt. MULDER: Na wie entzückend... SCULLY: Ob sie es glauben, oder nicht, aber damit sind ca. 40 Millionen Menschen weltweit infiziert. MULDER: Sie wollen mir doch jetzt hoffentlich keine ekelhaften Geschichten über Sushi erzählen. SCULLY: Wollen sie sich lieber anhören, was sie sich von einem blutigen Steak einfangen können?! MULDER: Heißt das etwa, die Tatwaffe war ein vergammeltes Steak? SCULLY: Wahrscheinlich hat er sich den Parasiten da unten in der Kloake zugezogen. Denn Abwässer sind für Plattwürmer durchaus ein natürlicher Lebensraum. MULDER: Vor seinem Tod oder danach? SCULLY: Keine Ahnung. Nach den mir vorliegenden Informationen kann ihn ein einzelner Parasit nicht getötet haben. Er war ein junger Mann. Aber merkwürdigerweise konnte ich auch keine andere Todesursache feststellen. MULDER: Und auf welche Weise hängen sich diese Parasiten an?! SCULLY: Sie haben einen sogenannten Skolex. Das ist ein Saugnapf-ähnlicher Mund mit vier Hakenzähnen. MULDER: Ähnlich wie das? SCULLY: Wo haben sie das her? MULDER: Ein Kanalarbeiter in Newark ist heute von etwas angegriffen worden. SCULLY: Und sie nehmen an, dass das ein Plattwurm war? MULDER: Ist das denkbar? SCULLY: Mulder, ein Skolex ist ein sehr kleines Organ und das hier ist eine riesige Bisswunde. MULDER: Wie groß können diese Dinger werden? SCULLY: Mulder, ich... Es tut mir leid. Es war gerade wieder wie in alten Zeiten. Plattwürmer gehören zur Kategorie der Endoparasiten. Sie leben in ihren Wirten und gelangen in deren Körper durch den Verzehr ihrer Larven oder Eier. Das sind keine Geschöpfe die rumlaufen und Menschen angreifen. MULDER: Das ist gut, dann brauche ich ja Skinner nicht zu erzählen, sein Verdächtiger wäre ein riesiger blutsaugender Wurm. SCULLY: Nein. MULDER: Nun ja, wenigstens wird das für die Newarker Kläranlage interessant sein. Hören Sie, Scully. Ich weiß nicht, wen Sie über unsere gestrige Unterhaltung informiert haben. Aber ich würde es doch vorziehen, wenn sie keine Kampagnen für mich führen. SCULLY: Sie glauben doch nicht... MULDER: Ich weiß nicht, mit wem Sie geredet haben... SCULLY: Ich rede doch nicht über so was. MULDER: Heute rief mich jemand an und sagte, ich hätte einen Freund beim FBI. SCULLY: Also, Mulder. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, aber ich erzähle nie etwas Vertrauliches weiter. DAS HAUS VON CRAIG NEWARK, NEW JERSEY NEWARK COUNTY KLÄRANLAGE VORARBEITER: Die Kanalisation der Stadt besteht aus verschiedenen Systemen, manche sind neu und manche stammen aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Die sind beinahe so alt, wie Charlie hier, stimmt's nicht, Charlie? CHARLIE: Oh ja, Sir. MULDER: In welchem Teil der Kanalisation war ich? VORARBEITER: Das war einer der älteren Teile. Ein 2 Meter 40-Rohrtunnel. MULDER: Das hat mehr wie eine Katakombe ausgesehen. VORARBEITER: Ja, in den neuen Teilen legen wir Betonröhren mit nur 60 cm Durchmesser. MULDER: Und sie klären hier die gesamten Abwässer? VORARBEITER: 560.000 Menschen rufen täglich mein Büro über das Porzellantelefon an. MULDER: Haben sie so was schon mal gesehen? VORARBEITER: Sieht aus, wie'n Wurm. MULDER: Dieses Ding war in der Leiche, die sie gefunden haben und wird Plattwurm genannt. VORARBEITER: Das überrascht mich nicht. Was da alles ausgebrütet wurde in den letzten hundert Jahren... VORARBEITER: Ray hier... CHARLIE: ...sind Sie das? VORARBEITER: Ja. CHARLIE: Ehh, kommen Sie schnell... VORARBEITER: Immer mit schön der Reihe nach. CHARLIE: Ich hab gerade auf Rücklauf umgeschaltet. MULDER: Was ist es? CHARLIE: Ich weiß es nicht. Es schwamm direkt an mir vorbei. Da ist es. FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. SCULLY: Die Turbellarien oder Plattwürmer sind freilebende Fleisch- und Aasfresser, die für gewöhnlich weniger als drei Zentimeter lang werden. Sie kommen sowohl in Süß- als auch in Salzwasser vor. Sie sind hermaphroditisch, mit komplexen Vermehrungssystemen und zur Selbstbefruchtung fähig. Viele ihrer Spezies brauchen mehr als einen Wirt, um einen Lebenszyklus zu vollenden. Obwohl die Form der Wunde an dem Kanalarbeiter Ähnlichkeit mir einem Skolex-Biss hat, schließt die reine Größe der Wunde die Beteiligung eines gewöhnlichen Plattwurms aus. SCULLY: Monster an Bord? Mysteriöser Unfall auf Russischem Frachtschiff erweckt das Misstrauen der Behörden. SCULLY: Scully. MULDER: Ich bin's. Erinnern Sie sich an den Plattwurm, den Sie erwischt haben? SCULLY: Ja. MULDER: Der muss das Nesthäkchen gewesen sein. PSYCHATRISCHE KLINIK VON MIDDLESEX COUNTY SCULLY: Ich kann's nicht sehen. MULDER: Da ist es. Es hat sich hinter diesen Wasserrohren versteckt. SCULLY: Ohh mein Gott. MULDER: Sie können das von hier aus nicht sehen, aber es hat keine Geschlechtsorgane. Es ist geschlechtslos. SCULLY: Platyhelminthis sind oft hermaphroditisch. Mulder, das ist unglaublich. Es hat fast alle äußeren Merkmale eines Parasiten, aber eine beinahe primatische Physis. Wo zum Teufel kommt das bloß her? MULDER: Ich weiß es nicht. Anscheinend muss ich Skinner doch sagen, dass sein Verdächtiger ein riesiger blutsaugender Wurm ist. Jetzt wissen wir nur noch nicht, wer der tote Mann aus der Kloake war. SCULLY: Er war Russe.... und arbeitete auf einem Frachtschiff. Er hatte eine Tätowierung auf dem Unterarm. Diesen Zusammenhang konnte ich erst herstellen, als ich dahinter kam, dass das der Name DIMITRI in kyrillischen Buchstaben war. MULDER: Und wie kamen Sie dahinter? SCULLY: Nachdem jemand diese Zeitung unter meiner Tür durchgeschoben hat. Ich schätze, Sie haben wirklich einen Freund beim FBI. Und Mulder, wenn zu Skinner gehen, um Ihren täglichen Dienstbericht abzuliefern, ich weiß, dass es Ihre Entscheidung ist, aber ich hoffe, Sie wissen, dass ich es für mehr als einen beruflichen Verlust halten würde, falls Sie weggingen. FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. SKINNER: Scheint ja alles in Ordnung zu sein. MULDER: Pfff... SKINNER: Stimmt was nicht, Agent Mulder? MULDER: Ihre Reaktion ist ein bisschen überraschend, angesichts der bizarren Natur dieses Falles. Und der des Tatverdächtigen. SKINNER: Die Eigenarten des Täters sind mir in diesem Fall durchaus bewußt. Ich machte mir Gedanken darüber während eines Gespräches mit der Bundesstaatsanwaltschaft, als es darum ging, wie mit dem Verdächtigen zu verfahren sei. Dieses Gespräch dient nur der Beurteilung Ihrer Arbeit. MULDER: Sie können das auf keinen Fall strafverfolgen. SKINNER: Das Justizministerium hat den Antrag auf eine psychiatrische Beurteilung des Verdächtigen in einer geschlossenen Anstalt gestellt. MULDER: Das ist kein Mensch, es ist ein Monster. Es hat in einem Krankenhaus nichts zu suchen. SKINNER: Und wohin steckt man es sonst, Agent Mulder? In einen Zoo? Es hat immerhin zwei Menschen getötet. MULDER: Zwei? SKINNER: Dieser Kanalarbeiter, der angegriffen wurde, ist in seiner Wohnung an der Verletzung gestorben. MULDER: Wissen Sie, sie hatten ein paar Agenten, die das hätten verhindern können. Scully und ich hätten vielleicht das Leben dieses Mannes gerettet, aber Sie mußten unsere Abteilung ja schließen. SKINNER: Ich weiß, das müßte 'ne X-Akte sein. Wir kriegen alle unsere Befehle von irgendjemandem. Das wär's dann. MIDDLESEX COUNTY MANN: Alles klar. FRAU: Wagen 15-20, sind Sie inzwischen am Tatort angekommen? Wir haben Ihnen zwei Wagen 31-17 als Verstärkung geschickt. Aber wie wir inzwischen erfahren haben, hat die Schießerei aufgehört. ... Wagen 15-20 ... MARSHALL: Hier ist Wagen 49-40. Erbitte sofortige Verstärkung und Hilfe. FRAU: Roger, 49-40. Ich schicke Ihnen sofort jemanden. Achtung, Achtung! An alle Einheiten! Wagen 49-40 braucht Verstärkung. Das Fahrzeug befindet sich in der Nähe des Lake Betty. LAKE BETTY PARK 5.27 UHR STIMME ÜBER FUNK: Wo sind Sie, Wagen 4? Der Kunde wartet schon eine halbe Stunde. WAGEN 4: <über Funk> Ich bin im Stau steckengeblieben. LAKE BETTY PARK 6.37 UHR FRAU: Wagen 33-12. Geben Sie bitte ihren Standort durch. Wir brauchen so schnell wie möglich eine Einheit auf dem Interstate Freeway. Dort hat es einen Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten gegeben. WAGEN 33-12: Zentrale, wir... DT. NORMAN: Passen Sie auf, dass die da nichts anfassen. FRAU: Roger, Wagen 33-12 MULDER: Na, was haben Sie? NORMAN: Tja, wir haben einen toten Marshall und einen entkommenen Häftling. Sonst haben wir gar nichts. Wir haben im Radius von zwei Meilen Sperren errichtet. MULDER: Behalten Sie alle Überläufe und Zugänge zur Kanalisation im Auge. Es wird versuchen, dorthin zurückzukehren. Mulder. MR. X: Mister Mulder, ich werde es kurz machen: Ein Erfolg bei Ihrem derzeitigen Einsatz ist von entscheidender Wichtigkeit. MULDER: Mit wem spreche ich? MR. X: Haben Sie mich verstanden, Mister Mulder? MULDER: Ja, und wieso ist das so wichtig? NORMAN: Einer Wiedereröffnung der X-Akten darf einfach nichts im Wege stehen. EINHEIT 64: K 9, Einheit 64, bitte kommen! NORMAN: Ich höre, Einheit 64. EINHEIT 64: Wir sind auf einem Campingplatz, ungefähr 'ne viertel Meile von Ihnen entfernt. Die Hunde sind der Witterung zu einem Chemieklo gefolgt, wir dachten, er versteckt sich da drin, aber es ist leer. MULDER: Der Tanklaster. NORMAN: Warten Sie, 64. Was ist? MULDER: Was ist, wenn er in dem Tanklaster ist? NEWARK COUNTY, KLÄRANLAGE 8.15 UHR STIMME: Hey, Max! VORARBEITER: Die Firma, der der Tanklaster gehört, den Sie suchen, führt keine detaillierten Kartenbücher. Die hatten heute früh ungefähr fünf Tankwagen in der Gegend. Drei davon haben ihre Ladung bereits deponiert. MULDER: Dann könnte er bereits hier gewesen und wieder weg sein? VORARBEITER: Falls er noch nicht hier war, kommt er sicher. MULDER: Bringen alle Tankwagen ihre Ladung hierher? VORARBEITER: Ja, das ist gesetzliche Vorschrift. MULDER: Und alle Abwässer werden hier aufbereitet. VORARBEITER: Ja. MULDER: Und was geschieht dann damit? VORARBEITER: Sie werden durch ein Auslaufrohr ins Meer geleitet, das ungefähr fünf Meilen vor der Küste liegt. MULDER: Könnte dieses Ding durch das Auslaufrohr entkommen sein? VORARBEITER: Sehr unwahrscheinlich. Das System hat so viele Siebe und Filter, dass nicht es kaum was durchläßt, das größer als ihr kleiner Finger ist. Wenn es hier ist, dann sitzt es ganz bestimmt in der Falle. MULDER: Dann können wir wohl nichts tun, als warten. Mulder. SCULLY: Ich bin's, wo sind Sie? MULDER: Ich bin in dieser Kläranlage. Ich habe gedacht, es würde vielleicht wieder hierher zurückkommen. SCULLY: Und wie? MULDER: Vergessen Sie's. Es war dumm. SCULLY: Was ich ihnen zu erzählen habe, wird ihnen auch nicht gefallen. MULDER: Wieso nicht? SCULLY: Ich hätte das nie für möglich gehalten, aber jetzt doch, dass dieser Plattwurm aus der Leiche eine inkubierende Larve ist. Dieses Geschöpf, oder was immer es ist, überträgt sein Ei oder seine Larve durch seinen Biss. MULDER: Sie meinen, es versucht sich zu vermehren? SCULLY: Es ist auf der Suche nach Wirten. Und es greift an, weil die Körper der Opfer seiner Nachkommenschaft Nahrung bieten. Mulder, ... MULDER: Ja. SCULLY: ...falls es einen neuen Wirt findet... MULDER: Ich weiß. Es könnte sich vervielfältigen. VORARBEITER: Agent Mulder, einer von meinen Männern hat etwas gesehen, dass in einem Rohrabschnitt sitzt. MULDER: Wo denn? VORARBEITER: Hier. MULDER: Das ist nah am Fundort des ersten Leichnams. VORARBEITER: Richtig. Dieses Rohr aber gehört zu einem alten Überlaufsystem, das sich bei starkem Regen in den Hafen entleert. MULDER: Und so kam es wahrscheinlich auch in das System. Es will wieder ins Meer zurück. ARBEITER: Geht der so da runter? VORARBEITER: Das ist das Überlaufrohr. Es führt zu einer anderen Kammer wie dieser und dann über ungefähr eine dreiviertel Meile in den Hafen. MULDER: Versuchen Sie, ob Sie dieses Tor schließen können. VORARBEITER: Es ist ein bisschen fest gerostet. Mal sehen, ob ich es mit Hebelkraft bewegen kann. MULDER: Hmmm... Hey! VORARBEITER: Ohh, verdammt. MULDER: Alles in Ordnung? VORARBEITER: Ja, ich hab nur meine Brille verl... MULDER: Hey! Geben Sie mir Ihre Hand! Geben Sie mir Ihre Hand!!! VORARBEITER: Los, hol'n Sie mich hier raus! Verdammt! Ah...Ah...Ah... MULDER: Wir brauchen sofort Hilfe hier unten! HEY! Hey, ich hol' Sie hier raus. Ich hab Sie, halten Sie durch! Halten Sie durch. Halten Sie sich fest! Sind Sie verletzt? SIND SIE VERLETZT? WASHINGTON, D.C. SCULLY: Ist dieser Platz noch frei? MULDER: Ja, aber ich muss Sie warnen, ich könnte vielleicht ein bisschen nach Kloake riechen. SCULLY: Das muss ich wohl riskieren. MULDER: Ahh... SCULLY: Was sagt Skinner denn nun? MULDER: Unsere derzeitige Arbeit muss erfolgreich sein, Scully, damit die Wiedereröffnung der X-Akten nicht abgelehnt werden kann. SCULLY: Das stammt von Skinner? MULDER: Nein, wir haben einen Freund im FBI. SCULLY: Ich hab gedacht, Sie interessieren sich vielleicht für die Laborergebnisse über die Biologie der Plattwurmlarve. Disektion und die Analyse weisen auf eine reproduktive und physiologische Artenkreuzung hin und das Resultat ist ein quasi niederer Wirbeltiermensch. MULDER: Ein Mensch? SCULLY: Ja, aber immer noch zu spontaner Regeneration fähig. Wie ein Strudel oder Plattwurm. MULDER: Wie ist das möglich? SCULLY: Ich nehme an, durch Strahlung. Eine abnorme Zellfusion, die dabei natürlich genetische Prozesse unterdrückt. Mulder, die Natur hat dieses Monster nicht kreiert, wir waren es. MULDER: Die kenne ich. Die sind aus Tschernobyl. SCULLY: Diese Kreatur stammt von einem ausgediehnten russischen Frachter, der zur Beseitigung von ausgebrannten Brennelementen benutzt wurde. Er wurde geboren in einer...man könnte sagen, Ursuppe von radioaktiven Abwässern. MULDER: Es heißt, drei Arten sterben Tag für Tag auf diesem Planeten aus, da fragt man sich doch, wieviel neue geschaffen werden. NEWARK, NEW JERSEY ABBLENDE Deutsche Bearbeitung: CINEPHON Buch: HORST MÜLLER Dialogregie: PETER BAUMGARTNER Redaktion: MARION McDONALD ENDE Habt ihr auch zu viel Freizeit und wollt mal Transcripts schreiben, dann wendet euch bitte an mich, spooky17@gmx.de. Weitere Informationen zu dieser Episode: http://akte-x.here.de oder: http://www.thex-files.com/epi202.htm DISCLAIMER: Akte X und alle Charaktere und Episoden sind Eigentum von Chris Carter, Ten Thirteen Productions oder FOX. Dieses Script wurde ohne deren Erlaubnis geschrieben und es darf und soll frei weitergegeben werden. Jede andere, z.B. kommerzielle Nutzung ist strengstens verboten. The X-files and all its characters and episodes are owned by Chris Carter, 1013 productions or FOX. This transcript was made without their permission and it should be spread around freely. Every other use, i.e. any commercial use is forbidden.