A k t e X - T h e X - F i l e s Akte 2X01 - KONTAKT Transcript von Robert B. http://akte-x.here.de http://dana-d.simplenet.com German Air Date: 07.09.95 USA Air Date: 16.09.94 MULDER: Wir wollten daran glauben. Und wir wollten es hinausrufen. Am 20. August und am 5. September 1977 wurden zwei Raumsonden vom Kennedy Raumfahrtzentrum in Florida gestartet. Man nannte sie "Voyager" Und beide trugen eine Botschaft ins All. KURT WALDHEIM -im Hintergrund-: I send greetings on behalf of the people of our planet. We step out of our solar system into the universe, seeking only peace... MULDER: Eine goldbeschichtete Platte, die Bilder, Musik und Klaenge Unseres Planeten projizieren konnte. In einer Zusammenstellung, so dass sie von einer technologisch entwickelten ausserirdischen Zivilisation verstanden werden koennten. Zwoelf Jahre nach dem Start passierte Voyager 2 die aeussersten Atmosphaereschichten von Neptun und verliess danach faktisch unser Sonnensystem. Seit dieser Zeit wurden keine Botschaften mehr ausgestrahlt. Und es sind auch keine weiteren geplant. Wir wollten nur lauschen. Am 12. Oktober 1992 begann die NASA mit der hochaufloesenden Mikrowellenbeobachtung. IONOSPHAEREN-OBSERVATORIUM ARECIBO, PUERTO RICO Einer auf zehn Jahre angelegten Suche durch Radioteleskope, bei der 10 Millionen Frequenzen nach irgendwelchen Signalen von ausserirdischen Intelligenzen abgehoert werden. Nicht mal ein Jahr spaeter gelang es Senator Richard Bryan aus Nevada waehrend seiner ersten Amtszeit eine Gesetzesaenderung zu erwirken, die das Projekt beendete. Ich wollte glauben, aber die Werkzeuge dazu wurden uns weggenommen. Die Abteilung X-Akte wurde aufgeloest. Man hat uns die Augen geschlossen und unsere Stimmen zum Verstummen gebracht. Unsere Ohren sind jetzt taub fuer die Verheissungen extremer Moeglichkeiten. LONGSTREET MOTEL WASHINGTON D.C. GESPRAECHSMITSCHNITT NR.5A21147 1. MANN: Cecil und ich sind in diesen Strip-Laden ruebergegangen. 2. MANN: Ach ja, hast du dich verwoehnen lassen? 1. MANN: Ohh Mann, ich kann dir vielleicht sagen... Kennst du eigentlich diese Tuesday? 2. MANN: Was, sag bloss, du bist da mit 'ner Tussi hingegangen?! 1. MANN: Nein, nein, diese Stripperin hiess Tuesday. 2. MANN: Ach ja?! Die kenn' ich auch. 1. MANN: Na, jedenfalls ist die auf der Buehne und tanzt nach diesem Springsteen-Song "come on and putty" (Anm.: Ich habe noch nie von einem Song von Bruce Springsteen namens Come on... oder Come out... gehoert. Im Original ist auch von Offsprings "Come out and play die Rede.) 2. MANN: Na, das war doch sicher nett? 1. MANN: Ohaha, sie war wirklich heiss. 2. MANN: Erzaehl schon weiter! 1. MANN: Na ja, ich hab ihr ein grosses Trinkgeld gegeben, keine Ein-Dollar-Noten, sondern lauter Fuenfer und ich hab sie auf den Buehnenrand geknallt: bumm, bumm, bumm. 2. MANN: Und wie hat ihr das gefallen? 1. MANN: Bis zum Ende des Songs hatte ich so an die vierzig Dollar hingeblaettert. 2. MANN: Ist'n kurzer Song, wie? FBI-AKADEMIE QUANTICO, VIRGINIA SCULLY: Es ist vorteilhaft, eine Autopsie mit der Entfernung der Schaedeldecke zu beginnen. Der Schaedel wird mit einer horizontalen Teilung, 2,5 Zentimeter ueber den Augenbraun geoeffnet. STUDENTIN: Stimmt was nicht? SCULLY: Was dieser Mann jemals gedacht hat, seine Traeume und wen er liebte und was er sah und hoerte und was ihm vertraut war und was er fuerchtete. Irgendwie ist das alles in dieser Masse von Gewebe und Fluessigkeit. STUDENTIN: Geht's ihnen nicht gut, Agent Sculy? Das klang' ja gerade richtig... spukig. FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. LAUTSPRECHER: In der zweiten Etage haben nur mit Sicherheitscode 3B und klassifizierte Personen Zutritt. SCULLY: Guten Tag, Agent Mulder WATERGATE HOTEL- UND BUEROKOMPLEX MULDER: Vier Dollar fuer ihre erste Stunde Parkzeit ist kriminell. Ihr Anliegen sollte mindestens 45 Minuten wert sein. SCULLY: Wissen sie, Mulder, sie haben ihm gerade sehr aehnlich gesehen. MULDER: Wem denn? SCULLY: Der tiefen Stimme. MULDER: Er ist tot, Scully. Ich konnte seine Beerdigung in Arlington aus 300 Meter durch ein Fernglas beobachten. Der Bilderrahmen war umgedreht, sie wollten also reden. Was haben sie rausgefunden? SCULLY: Ich wollte reden, aber ich habe nichts rausgefunden. MULDER: Es ist gefaehrlich, nur ein bisschen zu Quatschen, Scully. Wir muessen davon ausgehen, dass wir beobachtet werden. SCULLY: Mulder, ich hab' dafuer nicht das geringste Anzeichen... MULDER: Nein, nein, natuerlich nicht. Diese Burschen sind die Besten. SCULLY: Ich habe alle noetigen Vorsichtsmassnahmen getroffen und bin auf meinen eigenen Spuren zurueckgegenagen, um mich zu vergewissern, ob ich verfolgt werde. Aber mich hat nie jemand verfolgt. Die X-Akten sind nun mal geschlossen, Mulder, und wir sind anderen Abteilungen zugeteilt. Warum glauben sie eigentlich, dass die sich immer noch fuer uns interessieren? MULDER: Wieso haben sie sich dann die Muehe gemacht, mich hier heimlich zu treffen? SCULLY: Weil ich genau wusste, dass sie sich sowieso nur heimlich mit mir treffen wuerden. MULDER: Also, was wollen sie? SCULLY: Ich will wissen, ob es ihnen gut geht. Mulder, sie sind heute zum greifen nahe an mir vorbeigelaufen, aber sie waren meilenweit entfernt. MULDER: Die haben mich zu elektonischen Ueberwachung versetzt. Da backe ich kleine Broetchen mit Bank- und Versicherungsbetruegern und Gesundheitsfuersorgeschwindlern. SCULLY: Mulder, ich weiss, dass sie sich ... frustriert fuehlen, weil es ohne die Hilfsmittel des FBI fuer sie unmoeglich ist, weiterzumachen MULDER: Nein, es... SCULLY: Was dann?! Als wir damals erfuhren, dass die die Akten schliessen, sagten sie, sie wuerden sich niemals entmutigen lassen, solange die Wahrheit da draussen ist. Aber von diesem Mut spuer' ich bei ihnen nichts mehr. MULDER: Waren sie schon mal in San Diego? SCULLY: Ja. MULDER: Hatten sie Zeit, sich das Palomar-Observatorium anzusehen? SCULLY: Nein. MULDER: Von 1948 bis vor kurzem war es das groesste Teleskop der Welt. Die Idee dazu und der Entwurf stammte von dem brillianten Astronomen George Ellery Hale. Tatsaechlich kam Hale auf die Idee, als er eines Abends Billard spielte und eine Elfe durch sein Fenster geklettert kam und ihm sagte, er solle sich von der Rockefeller Stiftung Geld fuer ein Teleskop besorgen SCULLY: Und nun machen sie sich Sorgen, weil sie ihr Leben lang nie Elfen gesehen haben? MULDER: In meinem Fall sind das ... kleine gruene Maennchen. SCULLY: Aber Mulder, waehrend ihrer Zeit bei den X-Akten haben sie doch so viel gesehen. MULDER: Genau darum geht es ja. Nur zu sehnen reicht nicht, ich sollte etwas greifbares vorweisen koennen. Das habe ich von ihnen gelernt. Ich brauche einen handfesten Beweis. SCULLY: Und was ist mit der Entfuehrung ihrer Schwester durch Ausserirdische? MULDER: Ich fange an, mich zu fragen ... ob das ueberhaupt passiert ist. SCULLY: Mulder, auch wenn George Hale die Elfe vielleicht nur in seiner Vorstellung begegnet ist, das Teleskop wurde troztdem gebaut. Sie duerfen nicht aufgeben. Und das naechste mal treffen wir uns ganz offen. 27. NOVEMBER 1973 CHILMARK, MASSACHUSETTS 20.53 UHR MANN (IM TV): Sie hatte ein Gespraech zwischen Praesident Nixon und H.R. Haldeman geloescht, waehrend sie das beschlagnahmte Band abschrieb. Ms. Woods hat ausgesagt, dass sie nur etwa fuenf Minuten des Gespraechs geloescht haette, aber das Band enthielt eine Luecke von achtzehn Minuten. Vor der Untersuchungskomission... SAM: Ein Soldat MANN (IM TV): unter Leitung von Senator Howard Baker wiederholte H.R. Haldeman die Erklaerung des Weissen Hauses, dass Rosemarie Woods... SAM: Muessen wir das unbedingt sehen, Fox? FOX: Lass' es an. Ich seh' mir um neune den "Zauberer" an. SAM: Mum und Dad haben gesagt, ich darf mir den Film "Die Stummelfresser" ansehen. FOX: Sie sind aber zu den Galbrands gegangen und jetzt hab ich hier das Sagen. HEY! LASS DEN FERNSEHER ZUFRIEDEN FOX: Ich seh' mir den Zauberer an, klar? Das hast du davon, die Sicherung ist rausgeflogen. SAM: Fox! FOX: Samantha! ... Samantha! FOX: Samantha! Samantha! (Anm. Im Original sagt er zuletzt "No!". Die Szene taucht in einem Special auch mit der Uebersetzung "Samantha! Nein!" auf.) FOX: Samanthaaaaa! (Er bewegt nicht mehr die Lippen, ruft mit lautem Echo.) MULDERS APPARTEMENT MANN: Wir fahren zum Capitol. BUERO VON SENATOR RICHARD MATHESON MANN: Senator Matheson! MATHESON: Kennen sie das, Fox? MULDER: Das ist Bach. Das "Brandenburgische Konzert Nummer Drei" MATHESON: Zwei. MULDER: Nur gut, dass es nicht um den Hauptgewinn ging. MATHESON: Kennen sie eigentlich die wirkliche Bedeutung dieses Werks? MULDER: Na ja, wenn ich an das Musikverstaendnis von Dr. Ganz denke ... , lag Bachs Genialitaet im kontrapunktischen ... MATHESON: Das ist das erste Werk einer Musikauswahl, dass von der Voyager-Raumsonde gesendet wird. Das allererste. In viereinhalb Milliarden Jahren, wenn der Energievorrat unserer Sonne erschoepft ist und sie anschwillt, um die Erde zu verschlingen, dann wird es dieses Musikstueck da draussen immer noch geben. Und es wird reisen. Viereinhalb Milliarden Jahre lang. Das heisst, falls die Sonde vorher nicht abgefangen wird. Sie muessen sich mal vorstellen, wie das Stueck auf eine andere Zivilisation wirken koennte, die das hoert. Die werden denken, was fuer ein wundervoller Planet die Erde sein muss. Ich wurde mir wuenschen, dieses Musikstueck waere der erste Kontakt mit einer anderen Lebensform. MULDER: Ich weiss, dass ich sie enttaeuscht habe. Trotz des persoenlichen Risikos haben sie mich immer unterstuetzt. Und mir ist klar, dass sie nichts tun konnten, als man die X-Akten geschlossen hat. Ich kann nur sagen. dass ich glaube, dass wir nahe dran waren. Wodran, weiss ich leider nicht. Was ist denn? MATHESON: Was halten sie von Bach, Mulder? MULDER: Ohh, ich schaetze Bach sehr. MATHESON: Dann lassen sie es uns nochmal hoeren. Ich gehe davon aus, dass sie ueber die hochaufloesende Mikrowellen- beobachtung Bescheid wissen?! MULDER: Diese Suche nach ausserirdischen Radiosignalen, die auch eingestellt wurde? MATHESON: Hmm, Sie muessen irgendwie zum Radioteleskop in Arecibo in Puerto Rico gelangen. Ich werde versuchen, die aufzu- halten, solange ich kann. Aber nach meiner Schaetzung haben sie nur 24 Stunden Zeit. Ich fuerchte, laenger werde ich nicht in der Lage sein, die Blue Beret vom UFO-Bergungs-Team aufzuhalten. Und die sind dazu berechtigt, erstmal zu schiessen, bevor sie fragen. MULDER: Wonach muss ich suchen? MATHESON: Kontakt. FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. SKINNER: Wann haben sie Mulder zuletzt gesehen? SCULLY: Gestern. SKINNER: Wo? SCULLY: Auf dem Gang zum Untersuchungsgefaengnis. SKINNER: Haben sie mit ihm gesprochen? SCULLY: Nein, steckt er in irgendwelchen Schwierigkeiten? SKINNER: Agent Mulder ist heute morgen nicht zu Arbeit erschienen. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt. SCULLY: Sir, ich stelle mich freiwillig zu Verfuegung, um bei der Suche zu he... SKINNER: Nein, Agent Scully das kann das... SKINNER : Sie weiss nicht, wo er ist CSM: Und warum glauben sie das? SKINNER: Wenn sie es wuesste, waere sie nicht so besorgt um ihn. SKINNER: Ich rauche nicht, tut mir leid. CSM: Sie wird ihn finden. ARECIBO, PUERTO RICO MULDER: Gracias. MANN: De nada. MULDER: Keine auffaelligen Hinweise oder Spuren an der Aussenseite des Kontrollraumes, der mit Ketten verschlossen ist. Die Stromversorgung ist abgeschaltet. Nur an der Kontolltafel sind noch ein paar Lichter an. Der Raum ist zirka zehn mal fuenf Meter, ich sehe keine Anzeichen dafuer, dass er kuerzlich benutzt wurde. Es riecht ziemlich modrig hier drinnen und die Luft ist abgestanden. Falls wirklich jemand hier gewesen ist, hat er jedenfalls nichts angeruehrt. MULDERS APPARTEMENT FRAU: Mulder, du hast mich ueberredet, heute mit dir Essen zu gehen und dann erscheinst du einfach nicht. Du bist ein Schwein. (Beep, Beep, Beep.) SCULLY: Zugriff verweigert. Auch nicht. Traue niemandem. ... Okay Galaktischer Breitengrad? MORRIS: Darf ich fragen, was sie hier zu suchen haben, Agent Scully? SCULLY: Folgen sie mir etwa? MORRIS: Agent Mulders Wohnung steht unter Beobachtung. Bitte erklaeren sie uns, warum sie hier sind. SCULLY: Ich habe von Director Skinner gehoert, dass Mulder fort ist. MORRIS: Und? SCULLY: Naja, wenn er verreist ist, dann fuettere ich seine Fische. MANN: Was soll'n das hier sein? MORRIS: Das sieht aus, wie ein Selbst-Test, den Computer manchmal durchfuehren. Das waere aber schlecht fuer die Fische. ARECIBO, PUERTO RICO JORGE: No me lastime! No me lastime! (Tun sie mir nichts! Tun sie mir nichts!) MULDER: Wer sind sie? Wer sind sie? Was machen sie denn hier? JORGE: Por favor, no me lastime! Yo tengo mucho miedo! (Bitte, tun sie mir nichts. Ich hab solche Angst.) MULDER: Ist ja schon gut, nur die Ruhe. Beruhigen sie sich. JORGE: Tenemos que irnos aqui. (Wir muessen jetzt gehen.) MULDER: Hablas ingles? (Sprechen sie Englisch?) Ihr Name? Nombre? Nombre? (Name? Name?) JORGE: Jorge ... me llamo Jorge Concepcion. (Jorge ... ich heisse Jorge Concepcion.) MULDER: Jorge, wovor fuerchten sie sich? Was haben sie gesehen? JORGE: Luces en el cielo. Rojo, azul, anaranjaro. Pense que una avioneta habia entrado de los arboles. Pero cuando llegue ... vi hombres ... como animales ... pero no hombres. Me agarraron y me pusieron aqui. Todavia estan en el bosque! (Die Lichter im Himmel. Rot, blau, orange. Ich dachte, es waere ein Flugzeug, dass zwischen den Baeumen notlanden musste. Aber als ich dorthin ging ... Ich sah Maenner ... wie Tiere .. aber keine Menschen. Sie nahmen mich mit und brachten mich hier her. Sie sind noch immer draussen im Wald!) MULDER: JORGE, NO COMPRENDO. Sagten sie Maenner, Hombres? U.S. MARINE-OBSERVATORIUM WASHINGTON, D.C. TROISKY: Sieht wie das "WOW"-Signal aus. SCULLY: Das "WOW"-Signal? TROISKY: Die Ohio-State-University hat ein Radioteleskop, das an der elektronischen Suche nach ausserirdischen Lebensformen beteiligt ist. Im August 1977 fand mein Freund Jerry Ehman so eine Botschaft auf einem Ausdruck wie diesem. Er war so beeindruckt, dass er "WOW" an den Rand geschrieben hat. SCULLY: Und was war da nun? TROISKY: Ein Signal, dreissig mal staerker als galaktisches Hintergrundrauschen. Es kam auf der 21cm-Frequenz durch, auf der kein Satelitentransmitter senden darf. Das Signal war intermetierend, wie der Morsecode. Und noch viel wichtiger ist, das Signal schien sich selbst einzuschalten, als es in den Strahl des Teleskops kam. Das "WOW"-Signal ist der beste Beweis fuer ausserirdische Intelligenz. Aber das hier ist noch besser. Woher ist das denn nun? SCULLY: Ich hab gehofft, das koennten sie mir sagen. Vielleicht stammt das von Ohio-State? TROISKY: Kann ich nicht sagen. Es gibt nur ein paar unterfinanzierte Projekte in dieser Art. An der Uni von Berkley laeuft eins, die Planetarische Gesellschaft fuehrt eins in Harvard durch und eins in Argentinien. Und die NASA arbeitet auch an zwei Stellen, in Goldstone in Kalifornien und in Arecibo in Puerto Rico. FBI-ZENTRALE WASHINGTON, D.C. Mulder. ARECIBO, PUERTO RICO MULDER: Dieses Signal vom letzten Dienstag, 6 Uhr 30, das schmale Band und die genaue Entsprechung des Antennenschemas weisst darauf hin, das der Ursprung weit ausserhalb der Monddistanz liegt. Aber dieselbe Botschaft wurde nochmal gesendet... Nein, nicht den roten Knopf anfassen! No-ho'l rojo, Jorge. Klaro? JORGE: Hmm. MULDER: Dieselbe Botschaft wurde vier Stunden spaeter auf Breitband nochmal uebermittelt. Und diesmal scheint ihr Absender sehr viel naeher zu sein. Nur wenige Meilen entfernt. JORGE: Son ellos! Han regresaron! (Sie sind es! Sie sind zurueck gekommen!) MULDER: Es ist doch nur ein Tonbandgeraet, Jorge! JORGE: Vamanos! Vamanos immediamente, por favor! (Gehen wir! Gehen wir sofort, bitte!) MULDER: Wo sollen wir denn hingehen, da draussen stuermt es. Sie duerfen keine Angst haben, Jorge! Sie brauchen sich nicht zu fuerchten. Es gibt nichts zu fuerchten. IM WALD BEI ARECIBO MULDER: Jorge! Jorge! JORGEEE! JORGEEEEEE!!!! MIAMI INTERNATIONAL AIRPORT SPRECHERIN: Wir bitten die Fluggaeste nach Havanna, sich sofort zum Flugsteig 16 zu begeben. Achtung! Flug 834 der Delta-Airlines aus Kingston kommt nun auf Flugsteig 69 an. Ich wiederhole: Flugsteig 69. Das ist die einzige Durchsage dieser Ankunftsaenderung. MULDERS APPARTEMENT MULDER: Hallo, hier spricht Fox Mulder. Bitte hinterlassen sie eine Nachricht. SCULLY: CA 519 705 950 MIAMI AIRPORT SPRECHERIN: ...des Fluges 327 nach Panama City werden gebeten, sich zur Sicherheitskontolle zum Flugsteig 22 zu begeben. FRAU: Beim naechsten Ton des Zeitzeichens ist es 17 Uhr, 47 und 40 Sekunden. SPRECHERIN: Achtung bitte, die Passagiere des Fluges 235 der Transworld-Airlines nach Aluba (?) begeben sich bitte an Flugsteig 2. Attention, por favor... MANN: Keine Sorge, wir wissen ja, dass sie nach St. Croix will. Caribic Air, Flug 519, startet um fuenf nach sieben. Das Gate ist im andren Terminal. SCULLY: Ich haette gern ein Ticket fuer den 6 Uhr 30-Flug nach San Juan... ARECIBO, PUERTO RICO MULDER: Heute ist der ... es ist 22 Uhr 30. Ich versteh zwar wenig von Pathologie, aber ich zeichne meine Beobachtungen des Koerpers fuer den Fall auf, das eine Verwesung des Leichnams forensische Beweise vernichtet. Die Person, oder vielleicht auch das Opfer, ist Lateinamerikaner, unbestimmten Alters. Es sind keine sichtbaren aeusserlichen Verletzungen vorhanden. Es deutet nichts darauf hin, dass er von einem Blitz getroffen wurde: Er hat keine versengten Haare, oder Verbrennungen irgendwelcher Art. Er weist auch keine Einstich- Wunden auf, die von Sonden oder Implantaten wie bei einer Entfuehrung durch ausserirdische stammen koennten. Die Person sass aufrecht an einen Baum gelehnt. Die Leichenstarre hat bereist eingesetzt, obwohl erst eine halbe Stunde vergangen ist. Der Koerper weist an auffaellig vielen Stellen Gaensehaut auf, er zeigt Anzeichen von intensiven Todes-Spasm. Nach seinem Gesichtsaus- druck zu urteilen ... mein Gott, Scully. Er ist offenbar zu Tode erschrocken. Doch jetzt, Scully, gibt es nur Hinweise, die keinerlei Beweiskraft haben. Die Ausdrucke der empfangenen Botschaften deuten auf Kontakt mit einer anderen Lebensform hin, die ich dennoch nicht gesehen habe. Und auch wenn ich sie sehen koennte, waeren sie wirklich da? Vielleicht ist es auch nur ein geheimer militaerischer Satellit? Nein, diese Sendungen stammen von der Voyager! Wurden sie vielleicht wirklich von Ausserirdischen abgefangen? Oder ist das ein raffiniertes Spiel mit Menschen, die glauben moechten? Und ich wurde von so einem Menschen hergeschickt. Ach, die tiefe Stimme sagte, "Trauen sie niemandem!", und es ist schwer, Scully. Es macht einen fertig, jedem und allem zu mistrauen. Und man kriegt irgendwann Zweifel, selbst wenn man die Wahrheit kennt. Ich hab frueher nur mir selbst getraut, jetzt kann ich nur noch ihnen trauen. Und sie wurden mir weggenommen. Mein Lebenswunsch war, abgesehen davon, meine Schwester eines Tages wiederzusehen, DIE zu sehen. Aber was wuerd' ich tun, wenn sie wirklich kaemen? STIMME: Deep Throat said "Trust no one" ... Deep Throat said "Trust no one" ... Deep Throat said "Trust no one" ... Deep Throat said "Trust no one" MULDER : Ich wurde von so einem Menschen hergeschickt. Die tiefe Stimme sagte, "Trauen sie niemandem!", STIMME: "Trauen sie niemandem!" MULDER: NEIIIN! ARGHH! Spaeter... SCULLY: Mulder?! Ich war sicher, sie waeren tot. Ich bin's, ihre Kollegin Scully, Dana Scully. Wissen sie, wo sie sind? MULDER: Sie sind gekommen, Scully. Die Entfuehrer meiner Schwester. Sie wahren hier. SCULLY: Hier ... ... oder hier? MULDER: Auf den Baendern ... Das Band hat es aufgezeichnet, die Beweise. Die Sendungen, es ist alles hier. SCULLY: Die Beweise wofuer? MULDER: Kontakte ... Diese Ausdrucke ... es ist hier ... und der Mann Sie muessen die Leiche untersuchen, dann haben wir noch mehr Beweise. SCULLY: Sind sie das etwa? MULDER: Nein, das klingt anders Das Blue Berets-Ufo-Bergungs-Team. Die werden uns toeten. Helfen sie mir mit der Leiche SCULLY: Wir haben keine Zeit mehr. MULDER: HELFEN SIE MIR! SCULLY: Wir werden den Leichnam niemals ausser Landes schaffen koennen. Mulder, wir muessen sofort verschwinden! Die Beweise sind wertlos, wenn sie tot sind. MANN 1: Los Leute, runter vom Truck! MANN 1: Feuer einstellen. Wir muessen mit dem Truck bis zur Huegelkette kommen. MANN 2: Ja, Sir! MANN 1: Nun macht schon, Leute. Bewegt euch, vorwaerts! SCULLY: Mulder ... MANN 1: Verdammt... FBI-ZENTRALE WASHINGTO, D.C. SKINNER: Weil sie ihren Posten verlassen haben und ein anderer Agent fuer sie einspringen musste, sind saemtliche Ergebnisse Monate langer Observierugen weg. Genau, wie sie: weg. Dafuer gibt's vier Strafpunkte, Mulder. Tadel, Versetzung, Suspendierung, Probezeit. MULDER: Ich verstehe, dass mein Vergehen disziplinarisch Massnahmen erfordert, und ich akzeptiere diese Massnahmen auch ... SKINNER: Aber? MULDER: Meiner Meinung nach haetten wir diese Verdaechtigen schon nach drei Tagen in vierzig Faellen von Bankbetrug festnageln koennen. Aber sie haben mich da sitzen lassen und es ueberrascht mich, dass ihnen meine Abwesenheit aufgefallen ist. Ganz zu schweigen vom Anzapfen meines Telefons, einer illegalen Massnahme ohne gerichtliche Anordnung. CSM: Ihre Zeit ist abgelaufen und sie gehen mit leeren Haenden. SKINNER: Raus hier! Ich sagte "Raus hier!", RAUS! Melden sie sich wieder zurueck zu ihrem Einsatz. MULDER: Eben hatte ich doch noch vier Strafpunkte?! ... Soll ich die Verdaechtigen verhaften? SKINNER: Gegen die muessen wir mehr in der Hand haben. Setzen sie dir Ueberwachung fort. LONGSTREET MOTEL WASHINGTON D.C. GESPRAECHSMITSCHNITT NR.5A21147 MULDER: Eigentlich muesste es hier sein?! ... Es ist nichts mehr auf dem Band. SCULLY: Irgendwelche elektrischen Entladungen waehrend des Unwetters haben vielleicht alles entmagnetisiert und dadurch wurde das Band geloescht. Und sie haben immer noch nichts. MULDER: Ich habe vielleicht die X-Akten nicht mehr, aber ich habe immer noch meine Arbeit. Und ich habe sie. Und ich glaube wieder an mich. 2. MANN: Was ist denn nun der Unterschied zwischen einem Schosstanz und einem Tischtanz? 1. MANN: Bei einem Schosstanz sind sie ueberall auf dir. 2. MANN: Aehh, und was kostet so'n Schosstanz? Ach, ist ja egal. Sag mir, was der beste Laden dafuer ist. 1. MANN: Das Paramount. Aber du musst es dir schon was kosten lassen! 2. MANN: Joah, kein Problem. Tanzen sie am Mittwoch? 1. MANN: Nein, geh' nicht am Mittwoch hin, das ist Amateurnacht. 2. MANN: Amateurnacht, hoert sich gut an! 1. MANN: Die meisten von denen sind natuerlich keine Amateure ... 2. MANN: Ahh, sicher, versteh' schon. 1. MANN: Wenn es dir nichts ausmacht, dir das Geld ans Bein zu binden, fallen die Maedchen nur so ueber dich her. 2. MANN: Amateurnacht? Ja, hoert sich irgendwie gut an. Ich glaub', ich geh am Mittwoch trotzdem dahin. Sag mir nochmal, wo dieser Laden nun genau ist. ABBLENDE Deutsche Bearbeitung: CINEPHON Buch: HORST MUELLER Dialogregie: PETER BAUMGARTNER Redaktion: MARION McDONALD ENDE Habt ihr auch zu viel Freizeit und wollt mal Transcripts schreiben, dann wendet euch bitte an mich, spooky17@gmx.de. Weitere Informationen zu dieser Episode: http://akte-x.here.de oder: http://www.thex-files.com/epi201.htm Vielen dank auch an Vicvega321@aol.com fuer sein Englisches Script, das mir vor allem bei den Aussagen von Jorge geholfen hat. 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