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Akte X im TV:
11.04.: K1, Der Teufel von Jersey
25.04.: K1, Schatten
Reviews

Akte X: Der Film

Kritik von Rico Pfirstinger, Focus
Inhalt

Die FBI-Agenten Dana Scully (Gillian Anderson) und Fox Mulder (David Duchovny) untersuchen unerklärliche Phänomene: die sogenannten X-Akten. Als die Abteilung geschlossen wird, müssen die beiden Ermittler gewöhnlichen FBI-Dienst bei einer Antiterroreinheit verrichten.

In Dallas sollen Scully und Mulder den Bombenanschlag auf ein Hochhaus verhindern. Doch das Gebäude fliegt in die Luft, Menschen kommen ums Leben - und man will den beiden Agenten die Schuld dafür in die Schuhe schieben. Ein obskurer Informant (Martin Landau) weiß es besser: Der Anschlag diente in Wirklichkeit der Verschleierung einer weltweiten Verschwörung, deren Mitglieder einen außerirdischen Virus kultivieren und die Kolonisierung der Erde durch Aliens erlauben.

Als Scully entführt wird, ermittelt Mulder auf eigene Faust weiter. In der Antarktis stößt er auf eine unglaubliche Entdeckung...

Kritik

Versuchen Sie diesen Film erst gar nicht zu begreifen - vermutlich haben ihn selbst die Produzenten nicht in allen Einzelheiten verstanden. Kein Wunder: Schließlich geht es auch in der gut zwei Stunden langen Leinwandfassung der Erfolgsserie "X-Files" um das Unerklärliche.

Die Kinoversion von "Akte X" zielt vor allem auf das Millionenheer sogenannter "X-Philes" ab - so bezeichnet man die eingeschworene Fangemeinde dieses inzwischen weltweiten Kultphänomens. Doch kurioserweise kommen auch uneingeweihte Kinobesucher ohne serienspezifisches Vorwissen auf ihre Kosten.

Unabhängig von der verwirrenden Story nämlich funktioniert der Film auf anderen Ebenen: Er erzeugt eine geheimnisvolle Atmosphäre, jongliert mit einer Fülle von Andeutungen, hält dabei auf wundersame Weise Spannung und Zuschauerinteresse aufrecht und endet schließlich genauso, wie er angefangen hat. So bleibt die Kinofassung der Fernsehserie treu, deren Reiz ja gerade darin besteht, daß - so sehr sich die wackeren Ermittler auch Mühe geben - am Ende doch die meisten Fragen offen bleiben.

Als Kinofilm profitiert "Akte X" von seiner geschickten Mischung aus Paranoia, Action-Sequenzen und ansehnlichen Spezialeffekten - und natürlich von den beiden Hauptdarstellern, die mit ihren ritualisierten Fernsehrollen kokettieren und sich dabei in jene surreal-pseudowissenschaftlichen Dialoge verwickeln, die den Kultcharakter der Serie prägen.

Von einem cineastischen Meisterwerk ist "Akte X" freilich weit entfernt - trotzdem ist der Film ungleich subtiler, unterhaltsamer und ehrlicher als etwa das meteoritenschwangere Weltuntergangskino eines Michael Bay.

Fazit

Paranoider Kinokult für "X-Philes" - und solche, die es werden wollen.

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