|
Ellicott, New York, Arlen Sacks, der über irgendeine Gefahr Bescheid wusste oder sie geahnt hat, wird in seinem Haus von einem schlangenartigen Wesen umgebracht. Sein Sohn Gary wird ebenfalls attakiert.
Scully packt ihre Sachen, Erinnerungen an den DREAMLAND-Zweiteiler und QUAGMIRE (bzw. DER SEE) werden wach, und geht in Mutterschaftsurlaub. Sie schenkt Doggett den Apollo 11-Schlüsselanhänger und es kommt zur ersten Umarmung zwischen Scully und Doggett. Warum sich Scully in Doggetts Armen plötzlich unwohl zu fühlen scheint weiß ich nicht, aber sonst ist das eine schöne Szene. Es macht ein bißchen traurig, dass keiner der "Original-Helden" mehr bei den X-Files arbeitet.
Doggett bekommt eine neue, enthusiastische aber alles andere als qualifizierte und von den X-Akten besessene Partnerin, Leyla Harrison (benannt nach der Fanfiction-Autorin) zugeteilt. Ich frage mich, wie sie so unerfahren sein kann, wenn sie doch die FBI-Akademie überstanden haben muss (was ja nicht gerade eine einfache Aufgabe ist, wie uns Filme und Bücher wie DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER eindrucksvoll zeigen). Doggett benimmt sich verständlich, aber reichlich unprofessionell(er gleicht Mulder, wenn er so gefühlsbetont ist). Leyla Harrison erinnert auch etwas an Scully in der Pilotfolge -mit dem Unterschied das Scully ihre Theorien wissenschaftlich untermauern konnte-, denn auch Scully wurde von Mulder ja zunächst nicht ernstgenommen.
Doggett und Harrison fahren nach Ellicott und wir erfahren, dass man Arlen Sacks' Leiche im Wald gefunden hat und Gary verschwunden ist. Harrison bewundert Doggetts Auffassungsgabe, obwohl seine Folgerungen über Eile und Planung gar nicht so weltbewegend sind. Sie finden einen durchsichtigen Schleim im Haus der Sacks und schicken ihn ins Labor.
Mulder kommt zu Scully. Die beiden wollen irgendwo hinfahren, leider wird nicht gesagt wohin. Scully macht sich Sorgen um Doggett, obwohl dazu zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Anlass besteht. Die Szene ist unglaublich schön, die beiden wirken sehr vertraut.
Doggett kommt, nachdem er durch den Wald gegangen ist, zu einem Haus, in dem alles mit Plastikplanen abgedeckt ist. Er findet ein Herman Stites (Besitzer des Hauses) gewidmtes Buch. Agent Harrison taucht genau in dem Moment auf, in dem Doggett ein verdächtiges Geräusch hört. Er schickt sie nach draußen, wo sie jedoch angegriffen wird. Doggett läuft, nachdem er Harrisons Schüsse gehört hat aus dem Haus und fällt durch eine im Boden eingebaute Falltür. Unter der Erde trifft er auf Harrison, die beiden machen sich, nachdem sie festgestellt haben, dass sie nur sehr verschwommen sehen, auf die Suche nach einem Ausgang.
Nachdem Scully herausgefunden hat, dass Doggett veschwunden ist -wie hat sie das überhaupt gemacht?- macht sie eine Autopsie an Arlen Sacks Leichnam und findet heraus, dass er mit einer giftifen Substanz, die Reptilien produzieren, geblendet wurde. Es wird klar, dass auch Harrison und Doggett mit dieser Substanz geblendet wurden.
Mulder scheint sich ernsthaft Sorgen um Scully zu machen und will nicht, dass sie weiter arbeitet.
Daraufhin gibt sich dieses Schiltzohr als Kersh aus und "übernimmt" den Fall. Nachdem er das Apollo-11-Amulett in Herman Stites Garten gefunden hat, ist er sich sicher, Doggett hier zu finden.
Scully findet heraus, dass die Bakterien in dem Gift, das zur Blendung benutzt wird, im Körper Muskeln, Gewebe und Knochen verflüssigen und die Haut zu einer festen Hülle, aus der ein Reptil trinken kann, werden lassen. Es gibt keine bekannten Lebewesen, denen es möglich ist, all das zu tun.
Yeah, ich liebe Mutantenfolgen, man denke nur zurück an Fluky (in THE HOST bzw. DER PARASIT) oder Leonard Betts (in der gleichnamigen Folge) oder den großen Mutato (in THE POST MODERN PROMETHEUS bzw. DER GROßE MUTATO)
Weiterhin erfährt Scully, dass sich der Kryptobiologe Herman Stites auf Reptiliengenetik spezialisiert hat. Das macht ihn zum Hauptverdächtigen und sicheren Täter.
Mulder findet Harrison und Doggett schließlich, nachdem die beiden eine Odyssee unter der Erde, wobei sie auch Gary Sacks Leiche fanden, hinter sich haben. Plötzlich weiß/spürt die inzwischen völlig erblindete Leyla Harrison (das Reptiliengift wirkt), dass Herman Stites "Es" ist (das erklärt auch die Plastikplanen in seinem Haus, da es nur zur Schau war und er eigentlich unter der Erde "wohnte"), also seine Forschung an sich selbst betrieben hat und so zu einem "menschlichen Reptil" mutiert ist. Doggett kann es/ihn erschießen.
Harrison entschließt sich, nachdem sie und Doggett im Krankenhaus behandelt wurden und wieder sehen können, nicht länger für die X-Files zu arbeiten. Die letzte Szene ist unheimlich süß, es wirkt nur ein bißchen pathetisch wie Doggett dann einsam und traurig davontrottet.
Insgesamt haben wir eine typische Monster-Of-The-Week-Episode. Sicherlich gehört sie nicht zu den Folgen, die ich mir sehr oft angucke, auch wenn es einige sehr schöne Szenen gibt. Ich frage mich, warum Arlen Sacks Leiche im Wald gefunden wurde und nicht unter der Erde wie dieser ausgesaugte Hund und Gary Sacks.
Weiterhin erinnert mich die Folge an DETOUR (bzw. VOM ERDBODEN VERSCHLUCKT), es gibt allerdings nicht so viele Parallelen, dass ich sagen würde, die Handlung sei davon abgeguckt.
Die Lösung, Scullys Mutterschaftsurlaub vor dem Finale zu überbrücken, ist ganz gut mit Agent Harrison, die schließlich wohl doch nicht so unfähig ist und des Rätsels Lösung findet, gemacht.
Wir haben ein Monster mehr in der Abteilung Mutanten, leider dürfen wir Hermann Stites nicht bei seiner Forschung oder bei dem Verzehr der Opfer beobachten, aber in Anbetracht dessen, das nächste Woche das Staffelfinale beginnt, sehen wir darüber und über die ganze Mittelmäßigkeit der Episode hinweg.
|