SucheFree ePostcardsHomeContact / FeedbackChatThe X Net ForumLinksMultimediaFotogalerieA-Z der X-FilesEnglische und deutsche TranscripteEpisode GuideNewsSitemap
Akte X Auktionen Akte X und die Darsteller im TVThe German X-Files FAQSpoilers of the XThe Lone GunmenX-FilesMusic.de
Bedeutung der Titel Sendedaten US Titel Deutsche Titel Alle Autoren Alle Regisseure Alle Schauspieler Timeline Mythologie Season 9 Season 8 Season 7 Season 6 Fight the Future Season 5 Season 4 Season 3 Season 2 Season 1
Akte X im TV:
11.04.: K1, Der Teufel von Jersey
25.04.: K1, Schatten
Reviews

Sein Und Zeit

Kritik von Rosalyn Hoppe

Das wars also? Nach sieben Jahren voller Irrungen und Wirrungen eines FBI - Agenten und für das Publikum, das betroffene, eine nicht minder schwierige Zeit, präsentiert uns Chris Carter das "Ende des Weges", die Erlösung in charakteristische grau - weiß Töne gehüllt?

Episode Eins dieser folgenschweren Suche führt uns zu den LaPierres, deren Tochter mysteriöserweise verschwand. Mit Visionen und unbewussten Handlungen behafteter Psychoterror breitet sich aus, man verdächtigt die Eltern, Mulder hat sich wider Skinners Willen in den Fall eingeschaltet und kann eine entlastende Verbindung zu einer wegen Kindsmord verurteilten Frau aufspüren. All diese Schicksale werden plötzlich zusammengeführt, nämlich im Tod von Mrs. Mulder. Den festgestellten Selbstmord will Mulder nicht akzeptieren, aber er erfährt von denen, die wirklich zu sehen vermögen, nur Trost und keine konkreten Hinweise.

Nachdem Scully, Skinner und Mulder von den LaPierres unterrichtet werden, dass der Geist ihrer Tochter die Zahl 74 zum Besten gegeben hat, stoßen sie bei der Rückfahrt auf die Schnellstraße 74 Süd, die sie direkt zum Santa Claus aus dem Pamphlet der Eltern bringt. Mulder und Scully finden beweiskräftige Videobänder und Skinner kann den davonlaufenden Verdächtigen aufhalten. Am Ende des Weges warten Dutzende von Kindergräbern auf die Agents.

Episode Zwei lässt Mulder darüber philosophieren, ob diese Kinder wohl an einem besseren Ort seien... Scully und Mulder treffen auf Harold Piller, wiederum jemand der Augen hat zu sehen. Eine weitere Person, die diesmal das Übernatürliche, die verlorenen Seelen, vom Himmel holen will, damit auch Mulder endlich das finden kann, wonach er seit seiner Jugend sucht. Samantha. Scully findet derweil heraus, dass CGB Spender die Suche nach Samantha abbrechen ließ, nach seiner Aussage, weil er sich ihres Todes sicher war. Mulder, der mit Piller auf einem verlassenen Stützpunkt herumirrt, will das Gegenteil beweisen. Und findet vorerst nur steinerne Fingerabdrücke (und die eines gewissen Jeffrey...) seiner Schwester. Piller will den beiden Agents die Wahrheit seiner hellseherischen Fähigkeiten beweisen und kehren deshalb zum Haus bei den Betonabdrücken zurück. Tatsächlich zeigen sich die Entschwundenen und der Geist eines kleinen Jungen kann Mulder zum Tagebuch seiner Schwester führen.

Erschreckendes über Tests und Misshandlungen und Samanthas Flucht vom Stützpunkt lassen sich daraus entnehmen, was die Agents veranlasst, in alten Krankenhausakten herumzustöbern, der Name einer damals behandelnden Krankenschwester ist das Ergebnis. Beim Haus derselben angekommen spürt Mulder das Ende seines langen Leidensweges herannahen und schickt Scully und Piller vor. Sie bekommen dieselben Ereignisse zu hören, die auch schon von den LaPierres, Piller und Kathy Lee geschildert wurden. Samantha wurde vor Angst zitternd vorbeigebracht, die Krankenschwester hatte eine Vision von deren Tod, des Nachts tauchte wohl der Raucher wieder auf und fand ein leeres Zimmer vor. Samantha war wirklich geholt worden.

Mulder wird vom gleichen kleinen Jungen von ehedem zu einer Anhöhe gebracht, lachende und herumtollende Kinder sind dort, Amber Lynn LaPierre und Samantha Mulder.

Nach seiner Rückkehr berichtet er Scully, dass es vorbei ist und versucht auch Piller davon zu überzeugen, dass sein Sohn tot ist, vergebens. Er sei nun frei, weiß Mulder Scully zu offenbaren.

Das wars also? Nach sieben Jahren endloser Familientragödien, gestorbenen und geklonten Wahrheiten, Lügen und Intrigen, ist Samantha Mulder nun aus Fox Mulders Leben getreten und zum Sternenlicht geworden. Warum anscheinend alle besser Bescheid wussten außer der gute FBI - Agent, dass sie geradezu in die Lösungen gestolpert sind und warum Skinner wieder mal der böse Chef von nebenan sein musste, dass der Raucher und Mulders Mutter den Preis für Jahre voller widersprüchlicher Handlungen bezahlen müssen und warum eigentlich das Ende des Weges so unglaublich bedrückend sein musste, ist ausnahmslos unbeantwortbar... Dass man uns so lange hat warten lassen und immer wahnwitzigere Variationen des Entführungsthemas aufgebauscht hat, lässt einen nur fassungslos werden, wenn sich eigentlich alles so einfach ausnimmt, wie es uns hier gezeigt wurde. Soll heißen, dass das einzig Positive dieser Doppelfolge, die wirklich das Ende eines ganzen Storybogens bedeutet, Mulders entlastete Seele ist und die Gewissheit nicht mehr hinters Licht geführt werden zu müssen, um den Verlust eines wichtigen Menschen verkraften zu können...

Le Fin.

PS: Die siebte Staffel war mir wegen solcher niederschmetternder Simplifikationen glatt zuwider, hoffe aber auf den Neuen.