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Wer kann Chris Carter noch stoppen?
Diese Frage stellt sich unweigerlich nachdem man sich "Sein und Zeit" angesehen hat.
Gehoerten die Mythologie-Folgen bislang zu meinen absoluten Favoriten und war ich bis zum
Anfang der siebten Staffel noch halbwegs in der Lage "Akte X-Laien" die verwickelte
Hintergrundgeschichte der Serie verstaendlich zu machen, so muss ich spaetestens nach
"Sein und Zeit" aufgeben.
Natuerlich muss Carter (bevor die Serie moeglicherweise mit dieser Staffel ins
Serien-Nirvana eingeht) den Verbleib und das Schicksal von Samantha Mulder aufdecken. Dies
hat er sich scheinbar mit dem Zweiteiler, bestehend aus "Sein und Zeit" und "Closure",
vorgenommen, doch von einer einleuchtenden Erklaerung kann bisher noch keine Rede sein.
Wieso sich Carter (und Spotnitz) ploetzlich nicht mehr auf die halbwegs einleuchtende
Alien-Mensch-Austauschsituation festlegen, in der Bill Mulder Samantha als Unterpfand fuer
die Alien-Invasoren ausgeliefert hat, bleibt schleierhaft.
Die Folge, die im Ansatz an die "Paper Hearts"-Episode der vierten Staffel erinnert,
schafft es zwar eine beklemmende Atmosphaere aufzubauen (nicht zuletzt durch Mrs.Mulders
Selbstmord und das hervorragende Spiel von D.Duchovny), entbehrt bislang aber jeglicher
Logik.
Es steht zu befuerchten, dass das Geschwafel von Kathy Lee Tencate ueber Visionen von
Seelen auf der Suche nach einer neuen Heimat, die Samantha entfuehrt haben um sie zu
schuetzen, Chris Carters toedlicher Ernst sind. Kein Wort mehr von Aliens, kein Hauch mehr
von wilden Verschwoerungstheorien!
Carter scheint mit "Sein und Zeit" dort weiterzumachen, wo er mit "The Sixth Extinction" angefangen hat: Anstatt alles auf einer weltlichen, bzw. ausserirdischen Ebene, zu
belassen, entschwindet er in religioese Gefilde.
Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack und die Hoffnung, dass Carter es schafft
zumindest mit "Closure" den Samantha-Handlungsstrang zu einem befriedigenden Ende zu
bringen.
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