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3,5 Sterne für Millennium
Warum immer auch die X-Files etwas an Kraft verlieren, eines scheint während der siebten Staffel klar zu werden: Die X-Files sind besser wenn sie andere Stories, als die der eigenen Mythologie erzählen.
Mit anderen Worten, wann immer die Serie versucht die zentrale Mythologie zu erklären und zu erweitern, die sich nun schon über sechs Jahre und einen Film hinweg zieht, ist das eher Ergebnis verwirrend als überzeugend. Tote Charaktere kommen wie im Comic-Heft wieder ans Leben, andere Charaktere wie zum Beispiel Mitch Pileggis Skinner verhalten sich jede Woche anders. Und jeder Versuch an einen alten Plot anzuknüpfen, wie den Season Opener, trübt das Bild mehr als das es etwas aufhellt.
Auf der anderen Seite, wenn die X-Files die Mythologie beiseite lassen und eigenständige Geschichten erzählen (sogenannte MOTW-Folgen), wie die hervorragende Folge der letzen Woche über den Angestellten eines Fast-Food Restaurants der die Gehirne seiner Opfer aß, dann sprüht wieder der alte Funke über.
Die Episode Millennium ist wieder eine Episode die einen alten Faden aufnimmt, doch diesmal nicht aus den X-Files, sondern aus der Schwesterserie Millennium, die ebenfalls von Chris Carter stammt.
Die Folge beginnt kurz vor dem Start ins Jahr 2000. Darin untersuchen Mulder und Scully mysteriöse apokalyptische Ereignisse wie lebende Tote die umherlaufen. Die Nachforschung führt sie im Stile von "Das Schweigen der Lämmer" zu einem inhaftiertem verrücktem Mann mit der ungwöhnlichen Fähigkeit Einblick in das kranke Hirn des gejagten Verbrechers zu nehmen.
Aber die Agenten suchen kein Hochsicherheitsgefängnis auf, sondern eine Forschungsanstalt und die Person die sie besuchen ist eher ein Held als ein Monster. Es ist Frank Black, der Charakter der in mehreren Staffel der Serie Millennium von Frank Black gespielt wurde.
Hätte Fox die Serie nicht am Ende der letzten Staffel abgesetzt hätte sie diese Geschichte selber erzählen können. Doch nun schrieb Chris Carter die Geschichte für die X-Files um der Serie Millennium ein Ende zu geben.
(Vielleicht bedeutet das nun in der Zukunft werden Scully und Mulder in der alternativen Video-Game Realität von Harsh Realm ermitteln , da die Serie auch von Fox abgesetzt wurde.)
Oh, und ich habe nun soweit erzählt ohne Den Kuss zu erwähnen, diesen weit publizierten Kuss zwischen Scully und Mulder. Nicht nur das die Charaktere sich bereits diesen Monat geküßt haben, doch in einer Episode die in der Sylvesternacht spielt ist es nicht schwer vorstellbar einen Grund zu finden warum diese beiden platonisch liebenden Protagonisten ihre Lippen aufeinander drücken dürfen.
Die Wahrheit ist in diesem Fall nicht wirklich "dort draußen".
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