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Akte X im TV:
11.04.: K1, Der Teufel von Jersey
25.04.: K1, Schatten
Reviews

The Sixth Extinction

Kritik von Jan Wilhelm
Die Fortsetzung des Cliffhangers der 6.Staffel fuehrt den Zuschauer zurueck zu Scully, die in Afrika auf eigene Faust die Untersuchung des UFOs vornimmt, waehrend Mulder weiterhin in seiner Gummizelle unter schweren Warnvorstellungen leidet.
In Afrika wird Scully unterdessen von dem Geist (?) eines Eingeborenen, einem Insektenangriff und dem offensichtlich wahnsinnigen Dr.Barnes auf Trab gehalten. Mulder ist waehrenddessen der Spielball in den Haenden von Skinner und Fowley, die beide versuchen ihn unter ihrer Kontrolle zu behalten.

"The Sixth Etinction" ist eindeutig spannender als "Biogenesis", die letzte Folge der sechsten Staffel, doch der ganz grosse Wurf ist sie trotzdem nicht geworden. Die Folge fesselt vom ersten Augenblick an und laesst dem Zuschauer keine Zeit das Gesehene zu verarbeiten, bzw. zum Luft holen, doch erst wenn der Abspann laeuft kommt dann die alles entscheidende Frage: Haeh?

Erich von Daeniken haette wohl an dieser Folge seine grosse Freude gehabt! Es reicht Chris Carter nicht das wir (Menschen) von Ausserirdischen abstammen. Nein, Carter muss auch noch alle Religionen, vom Islam bis zum Christentum, auf einen ausserirdischen Ursprung zurueckfuehren. Das scheint dann doch etwas zu viel des Guten, da Chris Carter ja schon Probleme hat kleinere Enthuellungen zu einer befriedigenden Erklaerung, bzw. Aufloesung, zu bringen. Auch der Geist des Eingeborenen macht zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel Sinn.

Immerhin ist die Mitteilung des Eingeborenen an Scully: "Some truths are nor for you" mal eine nette Abwechslung vom gaengigen "truth"-Schema (the truth is out there, the truth is in you, the truth has left the building, ...). Die ganze Religions-Thematik in "Sixth Extinction" erinnert dann teilweise auch schwer an den Hokus-Pokus der zweiten "Millennium"-Staffel (und damit ist Carter ja wohl schon mal mittelschwer auf die Schnauze gefallen!).

Wenn man bedenkt, das "The Sixth Extinction" erst das Mittelstueck einer zusammenhaengenden Trilogie ist und der Ausblick auf die naechste Folge einige Hammer-Enthuellungen verspricht (diesmal wieder mit Krycek und CSM), dann sollte man wohl mit einem abschliessenden Urteil noch etwas vorsichtig sein.

Alles in allem eine gute - befriedigende Folge, die wieder Mal von brillianten Schauspielern (die Wiederkehr des Michael Kritschgau) ueber ein (momentan noch) fragwuerdiges Drehbuch hinweggerettet wird.