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Akte X im TV:
11.04.: K1, Der Teufel von Jersey
25.04.: K1, Schatten
Reviews

The Beginning

Kritik von Tina Fischer

The Beginning, der Anfang. Ziemlich passend der Titel. Nicht nur, dass die Dreharbeiten jetzt in L.A. stattfinden, auch die X-Akten werden wieder geöffnet. Nur leider dürfen Scully und Mulder nicht mehr an den X-Akten arbeiten, sondern werden einer anderen Abteilung zugeteilt. Sie bekommen sogar einen neuen Chef: Assistant Director Ad Kersh.
Ist dies also der Anfang einer neuen Akte X Ära?

Im Teaser sieht man, wie eine Gruppe Männer in ein Auto mit der Aufschrift Roush steigt. Der Name Roush tauchte schon im Redux-Mehrteiler auf. Roush ist eine Biotechnologiefirma, für die unter anderem Blevins arbeitete. Man ahnt böses. Und tatsächlich, es "schlüpft" ein Alien aus dem Mann. Obwohl wir das Alien nicht direkt zu sehen bekommen, können wir davon ausgehen, dass es sich um die gefährliche Art aus dem Kinofilm handelt. Bösartig und blutrünstig.

Scully und Mulder müssen sich erneut vor dem Ausschuss verantworten. Es werden ganz kurz die Ereignisse aus dem Kinofilm - der ja zeitlich zwischen The End und The Beginning liegt - angeschnitten. Mulder, der glaubt, dass Scully dem Ausschuss seine Aussage ihrer Erlebnisse in der Antarktis bestätigt (also als Wissenschaftlerin die Existenz Ausserirdischer bestätigt), wird herb enttäuscht. Sie fällt ihm in den Rücken, weil sie selbst nicht glauben kann, was ihr passiert ist. Nachdem Mulder in der 5. Staffel absolut nicht mehr an Ausserirdische glauben wollte, weil er dachte, es sei alles von der Regierung inszeniert worden, glaubt er nach den Ereignissen im Kinofilm wieder felsenfest an Ausserirdische (und das die Regierung in irgendeiner Art und Weise ihre Hände im Spiel hat). Scully dagegen, die in der 5. Staffel immer gläubiger wurde, fällt wieder in ihre alte Rolle, nämlich der Skeptikerin, zurück. Aber das finde ich langsam an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Nach ihren Erlebnissen aus dem Kinofilm wird sie wieder zur Skeptikerin? Vor allem, nachdem sie in der 5. Staffel und dem Besiegen ihres Krebsleidens immer mehr an Ausserirdische glaubte! CC sollte langsam aufpassen, dass er sich nicht zu doll verzettelt.

Spätestens in der Szene, in der Mulder in sein altes Büro geht, wird deutlich, dass Scully und Mulder nicht mehr an den X-Akten arbeiten dürfen. Sie sitzen nicht in einem neuen Büro weil das alte zerstört ist. Nein, das alte Büro wurde renoviert und Spender und Fowley zugeteilt (bekommen weibliche FBI-Agenten eigentlich keine eigenen Schreibtische? auch im neuen Büro steht für 2 Agenten nur 1 Schreibtisch), die jetzt gemeinsam an den X-Akten arbeiten. Dabei übernimmt Fowley Mulders Part,weil sie diejenige ist, die auch an Ausserirdische und paranormale Fähigkeiten glaubt. Spender dagegen gibt ganz unverholen an, dass er nicht an dergleichen glaubt. Er bildet sich ein, er könnte beweisen, dass die X-Akten Humbug sind und damit Mulders ganze Arbeit vernichten.

Fragten wir uns schon in The End und dem Kinofilm, was wohl aus Gibson Praise, dem symphatischen Gedankenleser, geworden ist, so bekommen wir auch darauf in The Beginning eine Antwort. Er wurde am Gehirn operiert. Und natürlich hat der CSM seine Finger im Spiel. Kann Gibson nun keine Gedanken mehr lesen, damit er dem CSM nicht gefährlich wird?
Später erfahren wir, dass Gibson mit den Aliens kommunizieren kann und dass das auch der Grund ist, warum der CSM ihn so dringend braucht, denn der muss das Alien ja finden und töten, damit es nicht noch mehr Opfer gibt und vor allem damit die Öffentlichkeit nicht von der Existenz Ausserirdischer erfährt. Im Hotelzimmer mit Scully und Mulder wird allerdings deutlich, dass Gibson immer noch Gedanken lesen kann. "Frankenstein? Really?" (Da frage ich mich nur, wieso wurde er dann am Gehirn operiert? Oder ist die Operation nur fehlgeschlagen?)

Im nahegelegenen Kernkraftwerk wird ein Arbeiter getötet. In Anlehnung an die Serie "Die Simpsons", in der Scully und Mulder auch schon einmal ermitteln durften, heisst der getötete Arbeiter Homer.

Spender gibt seine Abneigung gegenüber Mulder und den X-Akten unumwunden zu. Fowley dagegen versucht, Mulder einige Hinweise über den Fall zuzuschustern. Im Kernkraftwerk, als sie mit ihrer Waffe auf Mulder zielt, frage ich mich allerdings: Was treibt diese Frau für ein Spiel?! Ich zähle mich nicht zu den Fowley/Spender Hassern, weil ich der Meinung bin, dass die zwei frischen Wind in die Serie bringen. Dass der CSM der böse Bube ist, ist ja hinlänglich bekannt und wird nach 5 Staffeln auch langsam langweilig. Ein neuer und sehr interessanter Aspekt dagegen ist Fowley. Wir haben bis jetzt erfahren, dass sie und Mulder sich kennen, dass die zwei mal miteinander liiert waren und dass sie angeblich genauso felsenfest wie Mulder an paranormale Ereignisse, Aliens und eine Regierungsverschwörung glaubt. Sie haben früher zusammen gearbeitet, allerdings ist etwas vorgefallen. Wir wissen leider noch nicht was. Sie gibt Informationen an Mulder weiter und hilft ihm, seine Arbeit im Verborgenen weiterzuführen.
Wirklich? Oder gibt sie nur soviel preis, dass Mulder damit in keiner Weise geholfen wird? Benutzt sie ihn für ihre eigene Zwecke? Welche Ziele verfolgt sie?

Am Ende sieht man, wie sich das blutrünstige, mordende Alien in die altbekannte Art (nämlich klein und grau) verwandelt.

Viele Fans lasteten es CC schwer an, dass er im Kinofilm eine neue Art Alien "erschuf". In der Serie waren die Ausserirdischen bis jetzt immer die "kleinen, grauen Männchen". Ob CC Angst hatte, dass die kleinen, grauen Aliens nicht genug Leute an die Kinokassen locken? Mit dieser Folge hat er elegant den Übergang vom Kinofilm-Alien zum altbekannten Serien-Alien geschafft.

Die Folge ist gutes Mittelmaß. Obwohl sie einiges erklären muss und daher nicht zu den spannendsten Folgen der Serie zählt, wirft die Folge neue Fragen auf und bereitet einen neuen Weg der Serie vor. Man darf gespannt sein, wie sich die 6. Staffel entwickelt.