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Vor 200 Jahren, am 14. Mai 1796, begann das Zeitalter der modernen Impfungen: Damals führte der Wundarzt Edward Jenner (1749-1823) aus England ein legendäres Experiment durch. Er hatte beobachtet, daß Melkerinnen, die sich an Kuhpocken-krankem Vieh infiziert hatten, nicht mehr an den echten Pocken erkrankten.
Dies wollte er an einem gesunden achtjährigen Jungen überprüfen, den er mit Kuhpocken impfte. Das Ergebnis veröffentlichte er zwei Jahre später in seinem Bericht über die "Vakzination" (von lat. vacca, die Kuh): Der Junge war tatsächlich gegen echte Pocken geschützt.
Der Erfinder der Impfungen ist Jenner zwar nicht - er hat sie aber entscheidend verbessert. Schon Jahrhunderte vor seinem Versuch gab es Impfungen mit Menschenpocken in Indien, China und der Türkei. Dabei wurde Pocken-Eiter von leicht Erkrankten mit einer Nadel auf Gesunde übertragen.
Bei der Impfung mit Kuhpocken gab es außerdem keine tödlichen Ausgänge, und die Geimpften stellten keine Ansteckungsquelle dar. Die Pocken waren die erste Krankheit, die durch einen Impfstoff im 20. Jahrhundert ausgerottet werden konnte.
Letztes Update dieser Seite: 19.05.2002
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