|
Mit Hilfe der Nanotechnologie scheint es möglich, bislang als naturgegeben betrachtete physikalische Grenzen zur Erreichung möglichst hoher Informationsdichten auf immer kleineren Chips für immer schnellere Computernetzwerke zu überwinden. Ein weiteres Ergebnis der Nanotechnologie wird die Schonung von Ressourcen und Energie sein: Hier zeichnet sich eine Effizienzrevolution ab. Leichte Batterien- und Brennstoffzellen mit großer innerer Oberfläche haben einen deutlich besseren Wirkungsgrad als bisherige. Leichtere Teile helfen Energie und Material sparen. Die Fortschritte in der Nanotechnologie helfen schließlich, die Umwelt zu schonen oder sie sogar wiederherzustellen, etwa durch Schadstofftrennung mit geeigneten Membranen oder Ersatz bisher verwendeter toxisch bedenklicher Materialien.
Computer reproduzieren Informationen fast kostenlos. Da liegt es doch nahe Geräte zu entwickeln, die fast kostenlos Dinge produzieren und dabei Atome so behandeln, wie es der Computer mit Bits tut. Das würde die Produktion von Gütern ohne traditionelle Arbeit bedeuten. Genau so, wie ein Kopierer. Der produziert unendlich viele Kopien eines Dokuments, ohne daß man ständig die Originalinformationen eingeben muß. Die Elektronik strebt nach Miniaturisierung. Dies hat dazu geführt, daß es inzwischen Werkzeuge gibt, die Atome so manipulieren, wie Proteine in einer Kartoffel, Wasser.- und Stärkemoleküle benutzen um Kopien von sich anzufertigen.
Nanotechnologie bedeutet Produktion auf molekularer Ebene, also Dinge werden Atom für Atom und Molekül für Molekül zusammengesetzt. Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter groß. Etwa 10 Atome passen in einen Nanometer. Durch die bekannten Eigenschaften von Atomen und Molekülen können extrem kleine Dinge mit außergewöhnlichen Eigenschaften hergestellt werden. Der Trick dabei ist es Atome zu manipulieren und sie exakt an dem Ort zu platzieren, wo sie zur Herstellung des Werkstoffs benötigt werden. Das ist schon heute möglich. Doch das Ziel, diese Technologie vollkommen zu beherrschen liegt noch in weiter Ferne.
Letztes Update dieser Seite: 19.05.2002
|