der; griechisch, lateinisch
Magneteisenerz / Magneteisenstein
schwarzes, fettig metallglänzendes, unvollkommen muschelig brechendes, magnetisches Mineral, Fe3O4; regulär; Härte 5,5; wertvolles Eisenerz.
Ein Stein magnetis war Berichten des Theophrast zufolge schon den alten Griechen bekannt. Bei Plinius (2. Buch, 97 und 36. Buch, 16) findet sich der Hinweis auf einen magnes, der nach dem Hirten gleichen Namens bezeichnet sein soll. Dieser Hirt habe den Stein auf dem Berg Ida gefunden, als die Schuhnägel und die Spitze seines Stocks am Erdboden haften blieben. Wahrscheinlicher ist aber die Deutung, daß das Mineral nach Magnesia, einer Landschaft in Thessalien, oder nach griechischen bzw. kleinasiatischen Orten gleichen Namens benannt wurde. Plinius unterschied mehrere Arten des magnes, vor allem aber einen "männlichen" und einen "weiblichen", von denen jedoch nur der männliche die Kraft besaß, Eisen anzuziehen, und damit dem eigentlichen Magneteisenerz entsprach. Bei "weiblichen" magnes handelte es sich vermutlich um Manganerz, dem "männlichen" im Aussehen ähnlich, oder auch um ein Mineral von weißer Farbe, das später als Magnesit MnC03 bezeichnet wurde. Aus der lateinischen Akkusativform magnetem entstanden die Bezeichnungen Magnet, als mittelalterlicher Mineralname Magneteisenstein und der 1845 von Wilhelm Haidinger eingeführte Name Magnetit.
Magnetit ist ein wichtiges (wahrscheinlich das wichtigste überhaupt) und weitverbreitetes Eisenerz. Von allen Eisenerzen ist sein Eisengehalt am größten.
Magnetit gehört systematisch in die Gruppe der Spinelle; seine ferromagnetische Eigenschaft ist charakteristisch.
Episode Guide: 9x08 / Trust No 1
Letztes Update dieser Seite: 19.05.2002
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