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Klon, Nachkommenzellen, die durch asexuelle Fortpflanzung aus einer einzigen Zelle hervorgegangen sind und genetisch mit dieser identisch sind.
Der Begriff wird sowohl auf Einzelzellen als auch auf mehrzellige Lebewesen angewandt. Da alle Nachkommen eines Klons dieselben Erbeigenschaften aufweisen, haben sie auch dieselben Gene. Eineiige Zwillinge, die durch Teilung einer einzigen befruchteten Eizelle entstehen, sind beispielsweise genetisch identisch. Bei zweieiigen Zwillingen, die aus zwei verschiedenen befruchteten Eizellen hervorgehen, trifft dies dagegen nicht zu. Neben den Prokaryonten (Bakterien und Cyanobakterien) vermehren sich auch viele andere einfach gebaute Lebewesen durch Klonbildung (asexuelle Vermehrung), so die meisten Protozoen, viele Algen und manche Hefearten. Bei manchen höheren Organismen, beispielsweise Plattwürmern und Pflanzen wie dem Löwenzahn, tritt ebenfalls die Bildung von Klonen auf.
Durch die Gentechnik ist es seit einiger Zeit möglich, Gene oder Gengruppen einer Art in eine Einzelzelle einzuschleusen und dort durch Klonbildung der Einzelzelle zu vermehren. Als Empfängerzelle wählt man dabei meist eine Art mit asexueller Vermehrung, beispielsweise Bakterien oder Hefen. Auf diese Weise erhält man Zellklone, deren Zellen alle die eingeschleuste Fremd-DNA enthalten. Da Bakterien, Hefen und andere im Labor kultivierte Zellen sich sehr schnell vermehren, kann man mit dieser Methode viele Kopien eines gewünschten Gens herstellen, die isoliert für weitere Untersuchungen zugänglich sind (z. B. zur Strukturanalyse des Gens). In Bakterien eingeschleuste Gene können aber auch medizinisch, in industriellem Maßstab Verwendung finden. So wurde durch die Klonierung der Gene für wichtige Stoffwechselprodukte wie Insulin, Interferon und Wachstumshormon die Herstellung dieser in großen Mengen möglich.
Letztes Update dieser Seite: 19.05.2002
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