Akte X im TV:
11.04.: K1, Der Teufel von Jersey
25.04.: K1, Schatten
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Sie sind nach dem Zellkern (Nucleus) benannt, in dem sie zuerst nachgewiesen wurden. Einige Nucleinsäuren befinden sich aber auch im Zytoplasma der Zelle. Nucleinsäuren haben mindestens zwei Funktionen: Zum einen codieren sie die Erbinformation und geben sie durch Keimzellen an die nächste Generation weiter. Zum anderen dienen sie als Mittler zwischen Zellkern und Organellen im Zytoplasma, an denen die Proteinsynthese stattfindet. Wie die Nucleinsäuren diese komplexen Funktionen bewerkstelligen, ist momentan eines der intensivsten Forschungsgebiete. Nucleinsäuren haben sich als grundlegende Moleküle des ersten Lebens vor wahrscheinlich drei Milliarden Jahren entwickelt. Die Entstehung des genetischen Codes, den sie tragen, fällt wahrscheinlich zeitlich eng zusammen mit der Entstehung des Lebens. Biochemiker konnten den genetischen Code entziffern, der die Information für den Bau von Proteinen liefert.
Es gibt zwei Sorten von Nucleinsäuren: die Desoxyribonucleinsäure (DNA) und die Ribonucleinsäure (RNA). Das Gerüst beider Moleküle hat die Form einer Doppelhelix. Ihr Molekulargewicht geht in die Millionen. An dieses Gerüst sind vier verschiedene Molekülsorten (Basen) in einer ganz bestimmten Folge gekoppelt. Der Code einer Nucleinsäure ist als Reihenfolge dieser Basen verschlüsselt. Über diesen Code wird sowohl die Zellvermehrung als auch die Proteinsynthese gesteuert.
DNA kommt in allen lebenden Zellen vor. In Bakterien kann die DNA aus nur einem Strang bestehen; sie enthält aber genau wie bei jeder höheren Zelle alle Informationen, um sich selbst reproduzieren zu können. Bei allen höheren Zellen (das sind Zellen, die einen Zellkern besitzen) ist die DNA in einer speziellen Struktur eingelagert, die sich im mikroskopischen Präparat anfärben läßt; daher nennt man diese Struktur Chromosom (färbbares Körperchen). Bakterien und Viren haben keinen Zellkern. Dort liegt die DNA meist als Ringmolekül vor. Einige Viren (Retroviren) besitzen nur RNA. Da Viren keinen eigenen Stoffwechsel aufweisen und sich nicht eigenständig vermehren können, rechnet man sie nicht zu den Lebewesen.
Letztes Update dieser Seite: 19.05.2002
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